Benjamin von Stuckrad-Barre (2025) – Unser Lied

Shownotes

Benjamin ist Autor, Journalist und seit einigen Jahren haben wir unsere gemeinsame Silvester-Tradition im Hotel Matze. Ich wollte diesmal von ihm wissen, wie es ihm gerade wirklich geht, warum Schreiben immer auch Angst mit sich bringt und was es bedeutet, mit einem Werk identisch zu sein. Wir sprechen über Schummeln, Widersprüche, Zypern, Kunst, Erfolg, Rückfälle, Tomaten, die gegen Bäume geworfen werden, neue Bücher und darüber, warum Künstler:innen uns nichts schulden.

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22 Bahnen – Caroline Wahl https://bit.ly/48ZNL0a

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00:00:00: Ich hab Bock drauf, dass du in diesem Anzug, in dem du zehn Prozent aussiehst wie ein Busfahrer und neunzig Prozent wie ein Sex-God aus Mailand, will du da jetzt so brandflecken rein, was ich?

00:00:12: Zehn Prozent wie ein Busfahrer.

00:00:14: Aber schon ein guter Busfahrer.

00:00:17: Willst du auch eine?

00:00:19: Nee, ich mach Passiv.

00:00:22: Das ist irgendwie richtig set.

00:00:24: Ist traurig, ja.

00:00:25: Ist

00:00:25: wirklich richtig traurig.

00:00:26: Hier im hellen

00:00:27: Wundekast.

00:00:27: Du hast die Goldene, die ausrufe Zeichenbrille

00:00:32: auf.

00:00:32: Ja, das ist jetzt

00:00:33: wirklich Wahnsinn.

00:00:34: Hast du bei Amazon einfach eingegeben?

00:00:37: Das war doch jetzt der feierliche Moment, würde ich sagen.

00:00:39: War

00:00:39: schön, ja.

00:00:45: Ding dong.

00:00:47: Ja?

00:00:47: Gesundes neues Jahr.

00:00:49: Happy New Year.

00:00:51: Willkommen zurück allerseits.

00:00:53: Ja.

00:00:54: Ich freue mich, dass wir das wirklich jedes Jahr machen.

00:00:58: Dass wir hier sitzen, die Welt draußen, die Ballard rum, die macht irgendwas und wir ziehen uns zurück.

00:01:04: Was glaubst du, was die Leute jetzt machen, während die das hören?

00:01:07: Sitzt da jemand gerade in der Badewanne vielleicht?

00:01:10: Ich will es sehr hoffen, aber das finde ich jetzt ein bisschen komische Vorstellung.

00:01:16: Der komische Vorstellung?

00:01:16: Sich an die Badewanne-Situationen zu richten, aber wahrscheinlich nicht beim Börlern.

00:01:22: Nein, beim Böller hoffentlich nicht.

00:01:24: Soll ich uns was eingießen?

00:01:25: Ich habe Wasser aus Bad Liebenwerder in meiner Heimatstadt.

00:01:28: Ich habe Coca-Cola aus meiner anderen Heimatstadt und ich habe hier so ein Sekt.

00:01:36: So ein Null-Kommer-Null-Sekt.

00:01:37: Wir trinken ja beide aus guten Gründen keine Alkohol.

00:01:41: Nun folgendes.

00:01:42: Ich finde das Wort Sekt schon so schrecklich.

00:01:44: Ja, also... Proseco ist okayes Wort, um es hinzunehmen.

00:01:50: Nicht, um es selbst zu sagen oder zu fordern.

00:01:53: Aber Sekt klingt so nach Sparkassen fest, Freitag, siebzehn Uhr.

00:01:59: Ja, nun soll ich diesen Proseco öffnen?

00:02:02: Das ist wirklich Kleinbürgertum, Null, Komma, sieben, fünf Liter.

00:02:07: Jetzt bin ich beschämt.

00:02:09: Jetzt

00:02:09: bin ich nein.

00:02:11: Bei mir ist eine Vorsichtsmaßnahme.

00:02:16: um

00:02:16: meine Sucht dort zu halten, wo sie, wo ich es heute günstig empfinde, nämlich im Rückspiegel und nicht in der Frontscheibe.

00:02:29: Deshalb trink ich auch nicht Wasser zum Beispiel aus Champagnergläser oder so, das ist mal irgendwie sicher.

00:02:36: Oder sehr ungern.

00:02:37: Weil das so eine Mechanik hat, irgendwie trinkt man dann doch, ich hab so einen Respekt aus, guten, guten Gründen.

00:02:45: und Rückfällen und sonst was, dass ich da wahnsinnig vorsichtig bin.

00:02:51: Und ich finde auch in Chamania ohne Alkohol, es geht doch bei Alkoholen nicht um den Geschmack, es geht doch um die Wirkung.

00:03:00: Ja.

00:03:00: Und

00:03:01: wenn man jetzt die ganzen Scheiße, so eine überkantidelte mit Goldfolie,

00:03:08: ich dachte, ich machs uns schön.

00:03:10: Ja, es ist... Na

00:03:12: ja, schön ist es.

00:03:14: Also, ich würde sagen, wir stoßen mit Wasser an, oder?

00:03:16: Das hört sich doch nach... oder Cola.

00:03:19: Ich bin jetzt auch so

00:03:19: ein schwieriger Gast.

00:03:20: Aber tatsächlich mache ich das nicht.

00:03:22: Ich trinke nie alkoholfreies irgendwas und auch nicht aus solchen Gläsern.

00:03:27: Ich trinke

00:03:28: dann morgen mit Campino.

00:03:29: Auch.

00:03:31: Und Leihquatsch.

00:03:33: Nein.

00:03:33: Wie kommst du denn jetzt auf Campino?

00:03:35: Mit der schnellsten Name, der mir eingefallen ist.

00:03:37: Ach so.

00:03:39: Ich glaube Kampi, ich sage Kampi aus Verbundenheitskundung, um mich da auszustellen.

00:03:45: Ich glaube Kampi trinkt nicht alkoholfreien Sekt.

00:03:49: Ja,

00:03:49: also komm, ich mach jetzt uns eine Cola auf.

00:03:53: Ja, ja so was.

00:03:54: So wie man eine Cola.

00:03:58: Was für ein Jahr und das ist jetzt gleich die Entscheidung.

00:04:01: Meint man das kommende oder das vergangene?

00:04:07: Was meinst du denn?

00:04:08: Naja,

00:04:08: Null-Uhr, das heißt ja, also Null, Null, Null, Null heißt ja sehr viel.

00:04:14: Und erst mal, wenn wir uns anschauen und gar nicht weiß, worum es geht, heißt es gar nichts, was ja auch sehr angenehm ist.

00:04:19: Gar

00:04:19: nichts wissen ist sehr angenehm.

00:04:20: Also, Null ist die Abwesenheit von irgendwas.

00:04:26: Andererseits, die Null, eine Perspektivfrage von wo kommt man?

00:04:32: von oben oder von unten.

00:04:35: Kommt man aus dem Minus und ist die null eine echt gute Nachricht und so oder kommt mal aus dem plus und ist die null.

00:04:41: Das letzte schöne was man.

00:04:44: Von dieser wenn es zum Beispiel was finanzielles geht dann wird es.

00:04:48: Spätestens da jetzt ein bisschen ruppig und verzinnst

00:04:52: von wo kommst du.

00:04:55: Das ist nicht meine Frage.

00:04:57: meine Frage ist als Mensch immer wohin gehst du.

00:05:00: In diesem Sinne Prost.

00:05:03: Prost euch da draußen auch.

00:05:05: Ja, war echt.

00:05:06: Ach, herrlich.

00:05:07: Das ist aber wirklich die entscheidende Frage.

00:05:11: Woher kommst du zu so einem... Wie geht's?

00:05:13: Wie ist jetzt?

00:05:15: Und wie ist es jetzt bei dir?

00:05:18: Ich habe eine ganz gute Laune.

00:05:21: Bin ein bisschen zurückhaltend vorhin hierher gekommen, weil ich plötzlich dachte, es ist vielleicht ein Riesenfehler.

00:05:30: Hierher zu kommen?

00:05:32: Ja, unsere schöne Tradition.

00:05:34: Weil ich bin gerade im Schreibprozess und wenn das so war, habe ich unsere Silvester treffend ja immer abgesagt, weil es sind so zwei verschiedene Phasen, die in mich und in mir sein.

00:05:52: Introspektive, die ich jetzt eben durchzuschreiben, obwohl man besser sich gar nicht so öffentlich formuliert.

00:06:02: Also erstens, weil man zu weit schweifig war, weil man ganz anders denkt und auch weil man das beschützen will, was man gerade so denkt, weil es noch seine Form sucht.

00:06:14: Und es gibt dann die Phase, der ist extrovertierten, wenn irgendwas fertig ist und ich damit auch raus trete und dann stuckey bin sozusagen, dann weiß ich auch, da weiß ich auch, wie das geht dann.

00:06:28: lese ich daraus vor und reise damit durch Land und gebe Interviews.

00:06:34: Es ist eine andere Körpersprache.

00:06:36: Eine ist so zusammengesunken.

00:06:39: Das andere ist so, sich lang machen, ein Brust raus.

00:06:46: Es ist eine andere Denkweise dann.

00:06:50: Du bist jetzt gerade also eher für dich oder vielen deinem Kopf wahrscheinlich?

00:06:54: Ja, so.

00:06:55: Ich komme gerade aus Zypern wieder, da war ich sechs Wochen jetzt zum Schreiben und war da ganz allein.

00:07:05: Ich bin da jeden Tag vier, fünf Stunden oder so gewandert.

00:07:12: Und wenig Menschen dort, weil es komplette Off-Season natürlich.

00:07:15: Wieso Zypern?

00:07:16: Das war zum Zeitpunkt meiner Abreise in angenehmer Reiseentfernung.

00:07:25: das Sonnigste.

00:07:29: Du hast dich jetzt nicht vorher damit beschäftigt, sondern du guckst wo ist das Sonne und dann fahr ich hin.

00:07:33: In

00:07:33: dem Fall habe ich das so gemacht, ja.

00:07:34: Ich merkte gerade, ah jetzt ist Berlin so, da ist eine wunderbare Stadt, Berlin ist toll, aber jetzt muss man auch weiter die Stadt, mal kurz sie verlassen.

00:07:48: Als es zu grau und matschig wurde, dachte ich, ich muss jetzt ins Licht, aber ich will nicht so lange fliegen.

00:07:54: Und es wäre schön, wenn es keine Diktatur wäre in dieser Reise.

00:07:59: Okay, deswegen auch zum Beispiel Amerika.

00:08:03: Nicht mehr.

00:08:03: Also da ist jetzt zumindest, wahrscheinlich aus deiner Sicht, eine gefühlte Diktatur.

00:08:07: Aber ich weiß ja, dass du früher erst, meistens bist du nach LA geflogen, warst da im Chateau, kannte es das, wusstest, wo du hinkommst.

00:08:16: Ja, das ist beendet.

00:08:17: Und wenn du jetzt, das heißt aber... Da

00:08:20: war ich irgendwie zu lang und das war dann fertig.

00:08:22: Ja.

00:08:23: Und wenn du jetzt aber wohin fliegst, bist du jemand, der vorher sich die ganze Bewertung anguckt?

00:08:28: Nein.

00:08:29: Nein.

00:08:31: Wie sieht's denn bei Google jetzt da aus, genau?

00:08:33: Die Zimmer noch mal angucken?

00:08:35: Oder lässt du dich drauf ein?

00:08:38: Ja, es ist ja quatsch.

00:08:39: Diese Fotos sind ja, da sieht ja jedes Hotel geil aus, ne?

00:08:43: Das kommt auf den Winkel an.

00:08:45: Und manche in den Verlachtwerden ist zweite Foto schon eine besonders so.

00:08:49: eine Großaufnahme aus dem Badezimmer ist so.

00:08:52: Wir haben geile Seife.

00:08:55: Das ist wirklich verdächtig.

00:08:56: Ah, Bruchbude.

00:08:58: Also da gibt's so eine Art Seife, wenn zu sehr auf so komisch, wie so eine Weinflasche schön in der Sonne steht und im Hintergrund schon unscharf werden, das Sofa und so.

00:09:10: Kackbude, weiß man schon.

00:09:13: Also ich hab mir das so angerufen, es gab verschiedene Zimmer und hab mit denen mich unterhalten.

00:09:19: Also ich hab da angerufen vorher und... Es war das einzige Hotel, das ich gefunden habe, das am Meer lag und nicht so eine riesen Burg war.

00:09:28: Hast du sein Zimmer da?

00:09:30: Ja, dann habe ich da ein Zimmer und bin auch, wie es sich gehört, drei, vier mal umgezogen innerhalb des Hotels.

00:09:36: Weil dir das nicht gepasst hat oder war das dann, warum ziehst du da dann um?

00:09:41: Da

00:09:41: war zu laut, da war zu dunkel und so und da war ich zu schwierig.

00:09:48: Zum Schluss war es schön.

00:09:49: Ja, ja.

00:09:50: Ein Ausblick.

00:09:51: aufs Meer und auf eine Natur, die ganz entschieden ein sagt, zu viele, zum Beispiel Farbe oder Weichheit

00:10:01: und so.

00:10:01: Sehr karstig ist es da, so Schutberge, alles so in so braun-grau und Vegetation eigentlich nur so ein paar Palmen, aber im Wesentlichen doch So gebüsch und so, dass ganz pieksig ist.

00:10:26: Und dann läufst du dann so lang mit langen Hosen an, weil du hast kurz Hosen, das hast du mir mal erzählt.

00:10:31: Ja, das Komische ist ja, und da wird es ja auch erst wahr, also irgendwelche Kleidungsstücke da jetzt so Sachen zu verkünden, ne?

00:10:39: Keine braunen Schuhe nach Achtzehn.

00:10:41: Da denken ja manche Leute, sie sind jetzt so dann... Ein Gentleman, weil sie das Energy Q gelesen haben oder so.

00:10:48: Und die Angst kann man ihnen nehmen.

00:10:52: Kann sein, aber das interessiert mich alles nicht.

00:10:54: Ich sind eine tolle Regel, kurze Hosen sind schrecklich.

00:10:58: Ich finde das auch.

00:11:00: Und wer da die Meinung sich selber bilden würde, sondern empfehle ich einfach ein bisschen in Berlin im Nahverkehr unterwegs zu sein im Sommer und sich so ein bisschen umzugucken.

00:11:13: Das wird ja erst da wahrhaftig, finde ich, und interessant, so was zu besprechen, wenn man sagt, bei mir ist aber eine kurze Hose ja, also ich trage wirklich selten mehr hier und nicht in irgendeiner Stadt oder so.

00:11:27: Aber bei mir ist es ja okay.

00:11:29: Da wird es auch interessant.

00:11:32: Also ich finde, da zeige ich immer, okay, dann bist du Mensch, weißt du, der Widerspruch.

00:11:37: Der Widerspruch ist die Lüge, das Schummen und so.

00:11:42: Das ist ja nicht etwas, wo man immer sagt, ah, ich hab dich erwischt.

00:11:46: Du bist fake, wie es immer heißt.

00:11:52: Das gefällt mir sehr gut.

00:11:53: Ich sag mal, aus Stars oder so.

00:11:55: Das größte Ding, was man dem anderen vorwerfen kann, du machst das nur für Sendezeit.

00:12:02: Sendezeit ist ein großes Thema.

00:12:04: Du bist für mich fake.

00:12:05: Du bist

00:12:06: für mich fake.

00:12:09: Da wird es, weißt du, wie man doch sich selber so Sachen durchgehen lässt und sagt, bei mir ist es ja anders gemeint.

00:12:16: Ich habe ja auch andere Beine und diese kurze Hose wandert jetzt da gerne lang, auch wenn sie im Gestrüpp es bereuen wird.

00:12:25: Aber bei mir geht es schon.

00:12:27: Und wenn ich das bei anderen Menschen, die auch darum wissen, um diese Das fühlen wir uns selber immer so ein bisschen belügen und andere und so schummeln.

00:12:40: Und widersprüche diese.

00:12:41: Da entsteht ein Mensch.

00:12:44: Da wird es wahr.

00:12:45: Und das ist das Interessante.

00:12:48: Ganz lange das Wort Schummeln nicht mehr gehört.

00:12:50: Ja.

00:12:51: Ich finde das ein wunderschönes Wort.

00:12:52: Da habe ich geschummelt.

00:12:54: Ja.

00:12:54: Und äh... Ja,

00:12:55: es ist so wie Klassenarbeit in der dritten Klasse oder so.

00:12:58: Aber

00:12:58: ich wusste

00:12:59: gegen das Sommerhaus, der Stas begrifflich vorgehen.

00:13:01: Deshalb habe ich diese andere Welt aufgemacht.

00:13:04: Aber ich finde Schummeln was total Schönes, weil wenn man sagt, oh, da habe ich so ein Widerspruch in mir, dann hört sich das immer gleich so... das große thema ja sondern einfach oder habe ich geschummelt?

00:13:15: ich finde das wenn man jetzt ich finde

00:13:17: leute die sich selbst widersprechen sind glaubwürdig und da wird es glaubwürdig und am besten sie wissen das auch und sind mit sich so ein bisschen nachsichtig aber auch so ein bisschen erwischt und was das ist man nicht ganz so grandios von sich denkt sondern das in sich feststellt Und bestenfalls sich daraus entwickelt eine Großzügigkeit gegen Yvonne.

00:13:50: An welcher Stelle bist du?

00:13:51: Noch nicht da.

00:13:53: Noch nicht da.

00:13:55: Aua!

00:13:57: Aber hast du jetzt aus dem letzten Jahr vielleicht fertig, was einen überwächst?

00:14:01: Da habe ich da schummlich eigentlich immer mal wieder.

00:14:03: Ja man, den ganzen Tag.

00:14:05: Beispiel Herr Stuckrat von Bache.

00:14:08: So rum?

00:14:09: Why not?

00:14:10: Das habe ich immer.

00:14:13: Manchmal lege ich mich um zehn Uhr vormittags hin und mache einen Schläfchen.

00:14:19: Ja.

00:14:20: Zwei, drei Stunden

00:14:21: oder so.

00:14:21: Ja, das ist ja noch kein Widerspruch, oder?

00:14:23: Nee, das ist Schummeln.

00:14:25: Oh ja, das ist wirklich Schummeln.

00:14:26: Du hast ja gefragt, ob ich ... Ja.

00:14:29: Also, es wird durchgeschummeln.

00:14:30: Natürlich.

00:14:32: Den ganzen Tag.

00:14:34: Gleich den ganzen Tag.

00:14:36: Das andere ist mir auch zu ehrgeizig oder so, ne?

00:14:41: Ich finde schon, ja.

00:14:44: Und gibt es etwas so, wo du eher im Bereich des Widerspruchs, also das Schummeln ist ja so, ich habe es nicht richtig gemacht, wie ich dachte, wie man es macht oder was andere vielleicht denken, was ich jetzt mache, die denken jetzt nicht, ich bin auf Zypern und schreib den ganzen Tag und hier habe ich aber geschummelt und hier gehe ich schon ums Zehnmal, Tagsüber ins Bett kurz.

00:14:59: Aber dieses würde merkst du, hier behaupte ich eigentlich was anderes, als ich selber

00:15:06: tu.

00:15:08: Hier widerspreche ich mich eigentlich permanent.

00:15:10: Ein Beispiel wäre zum Beispiel, du sagst, Ich hasse kurze Hosen und man sieht dich dann auf Zypern immer mit kurzen Hosen.

00:15:18: Aber wahrscheinlich gibt es auch einen interessanteren Widerspruch.

00:15:22: Ja, bestimmt.

00:15:24: Ich glaube, so kommt man jetzt nicht drauf.

00:15:27: Ich verstehe.

00:15:29: Aber das ist ja aber noch immer die Grunderfahrung eigentlich.

00:15:33: Es gibt einen Plan und dann gibt es die Realität.

00:15:40: Und das ist ein Rieselunterschied.

00:15:44: Das ist ja wie mit Neujahrsvorsätzen eigentlich.

00:15:46: Das ist ja der Plan.

00:15:48: Ja.

00:15:48: Und dann kommt irgendwann die Realität meistens im Februar und dann ist

00:15:51: es... Ja, aber die Richtung der Realität, die man, also zumindest das, was man selber beeinflussen kann, dem eine Richtung zu geben, einen Wunsch zu formulieren, eine Forderung auch an sich selbst, bis dann und dann will ich so und so viel geschrieben haben oder muss ich auch.

00:16:13: Ja, wenn das dann nicht klappt, oder ist da ein bisschen länger oder ich finde es noch nicht so gut oder so.

00:16:21: Ja, das ist die Realität und so.

00:16:23: Aber dann damit umgehen.

00:16:27: Aber die Richtung stimmt mal.

00:16:29: Es gibt eine Richtung.

00:16:30: Und dann, das ist ja eher wichtig.

00:16:35: Dafür sind auch Vorsätze.

00:16:36: Dann ist es ja nicht, dass man es genauso dann macht, aber dass man das mal ausprobiert.

00:16:42: Wann wusstest du, dass du nach Zypern Willst oder musst, hat das dann was mit dem Wetter zu tun?

00:16:47: oder hat das was mit dem Schreiben zu tun gehabt?

00:16:50: Ich merkte, dass ich mussten Abstand haben zum Alltag, um einfach, das wiederherzustellen.

00:16:58: Das ist bei mir immer so, wenn ich anfange mit einem neuen Text, dann muss ich mich rausnehmen aus dem Spielfeld des eigenen Alltags.

00:17:12: In eine andere Umgebung.

00:17:15: Wo ich wirklich klar ist, ich bin jetzt auf Montage.

00:17:22: Ja, und ich nehme mir, es sind nicht alle Bücher, die ich so gerade gerne habe, um mich rum mit meinem Hotel zu machen, sondern ich nehme zwei Koffer mit.

00:17:33: Das ist die Kleidung, das sind die Bücher, die ich dabei habe, das sind die Schuhe, das sind die Medikamente und das war's.

00:17:42: Ja das haben wir jetzt und das wird alles darauf aus.

00:17:44: wie lange will ich bleiben?

00:17:45: was ist hier?

00:17:48: das ist Ziel Ziel dieser Exkursion.

00:17:52: Und dann ist das dortige Hotels aber auch einfach dem unterstellt das da stehen dann.

00:17:57: Neun Bücher oder so und diese am allen Bezug dazu.

00:18:01: Und dann werden wieder Gabelisten gemacht Musik.

00:18:06: Für morgens

00:18:08: zum Schreiben

00:18:09: zum vor dem Schreiben also aufstehen in die Sonne schauen.

00:18:14: für uns depressiven wichtig.

00:18:16: oder in die tageslicht lampe aber das ist eben das gute an süpern.

00:18:21: da ist die tageslicht lampe heißt da draußen und also tür auf den stülchen setzen stülchen ja doch ist stülchen gewesen liegest stuhl auch die falsche bot schaft.

00:18:34: alle tag ist

00:18:36: also ein stülchen

00:18:37: und kaffee und blinzeln ins helle Das gut, der zykalische Rhythmus oder so.

00:18:47: Und dann, dazu läuft dann die Morgenplaylist.

00:18:52: Was ist da so drauf?

00:18:55: Ruhige öffnende Sachen so.

00:18:58: Möchte er die Bands nennen oder, oder die, die, ähm, Sängerinnen-Sänger?

00:19:05: Ähm, nee.

00:19:06: Ja, mehr schon.

00:19:07: Nee.

00:19:08: Ja, gut.

00:19:08: Aber so, so Sachen, die es öffnen, die es aufmachen.

00:19:12: Ja.

00:19:14: Und dann schreibst du.

00:19:15: Und dann wird es geschrieben.

00:19:17: Dann gibt es noch eine Thematische zum zu dem Buch, an dem ich gerade arbeite, um mich in bestimmte Orte, Situationen, Personen hineinzudenken, Lieder, die mir dazu einfallen.

00:19:36: Und die ich dann am Nachmittag höre und so beim Wandern zum Beispiel und mir dazu dann Notizen mache.

00:19:46: Also da ist Musik eben wie Paffin, ist sofort, geht ganz viel auf, an Assoziationen und Erinnerungen, Ideen.

00:20:00: Und dann wird das in Notizen geschrieben.

00:20:05: Also du läufst da so rum im Handy oder auf dem Notizblock?

00:20:07: Nee, in Notizen, in diese App.

00:20:11: Wo ich mir dauernd, ähm, die kann ganz viel.

00:20:14: Ein paar Sachen habe ich schon entdeckt, was diese App kann.

00:20:17: Und es gibt aber so dauernd kriege ich gezeigt, äh, bei YouTube

00:20:21: so,

00:20:22: so Vorschläge von, von so Super-Füchsen, die sagen, äh, die App Notizen kann viel mehr als du denkst.

00:20:31: Die nehmen mir immer vor, die zu gucken.

00:20:33: Einer ist so ein ganz, ganz rührender, äh, Technik.

00:20:39: Typ, der heißt Neumann Digital.

00:20:43: Neumann Digital ist sehr aufgeregt immer mit Notizen-Apps, aber ich pack's dann noch nicht.

00:20:48: Ich hab schon ein paar mal mich da vorgesetzt und Neumann Digital, mir das erzählen hören, weil ich jetzt in iOS hunderttausend und elf ist, ist noch mal geiler bei Notizen.

00:21:01: Das kann jetzt Aus Fotos, weiß ich nicht, Texte machen oder was weiß ich, oder Scannen.

00:21:07: Und dann schickst du an die Apotheke und die Krankengasse, kriegt eine Postkarte oder so.

00:21:14: Und dann mach ich so ein paar, geh auf Einstellungen, wie normal digitale Sachen so, aber ich packe nicht die ganzen zwanzig Minuten.

00:21:21: Ja.

00:21:22: Ich bin zu viel Funktion.

00:21:24: Also ganz normal, ich öffne so ein Ding in Notizen und schreibe drüber eine Überschrift, sodass ich dann noch suchen kann.

00:21:33: Falls es in der iCloud, in den anderen, in den Tausend und Sechsenvierzig irgendwie falsch sortiert ist.

00:21:40: Und dann schreibe ich mir das so auf.

00:21:42: Im Stehen, gebeugt, an den seltsamsten Stellen, bergauf irgendwo im Schutt oder im Angesicht einer Ziege, die mir gegenübersteht.

00:21:55: Und es ist so eine Western-Situation.

00:21:57: Das ist manchmal in einem so Tiere plötzlich.

00:21:59: Und gucken wir einen ... dumm an und das kenne ich auch gut.

00:22:03: Und dann gucken wir einander dumm an.

00:22:05: Und ich stelle mir, das ist sehr interessant, weil man so überlegt, ja, wenn man so Tieren begegnet in der Wildnis, fragt man sich ja, wie domestiziert ist sie?

00:22:18: Also, wer ist der Chef hier?

00:22:21: Hat die Angst vor mir?

00:22:22: Das wäre in meinem Interesse, weil ich ein bisschen Angst vor ihr habe.

00:22:27: Ich spreche weiter in Überziehung, das Missverständnis geht.

00:22:30: Also, Ja, ja.

00:22:32: Ziehen wir uns solche Sachen.

00:22:34: Ich muss mal ganz kurze Schuldigung.

00:22:36: In kurzen

00:22:37: Hosen die Notizen-App geöffnet und neumal digital wüsste, wie es noch besser geht.

00:22:41: Ja, da sind wir.

00:22:42: Ich seh dich ja fast immer nur in sehr hellen, in weißen Klamotten.

00:22:47: Und hast du da auch weiße Hosen an?

00:22:49: Ja.

00:22:50: Du läufst dann mit weißen Hosen lang mit Schakett hemmt.

00:22:54: Also bist du so ein bisschen hier Fitzgerald.

00:22:57: Kinsky mit einem weißen Leinanzug.

00:22:59: Das wäre

00:23:00: ich gerne.

00:23:02: Aber beim Wanderen mit Leinanzug, das finde ich auch ein bisschen zu albern.

00:23:05: Es ist so ein bisschen, dass auch ein Berg runterkommt und es ist so eine Werbung.

00:23:11: Ja, es hat ja keiner an, wenn da nicht eine Kamera in der Nähe ist.

00:23:14: Souter.

00:23:16: Schierach.

00:23:19: Da wirst du keine Frottehose finden.

00:23:21: Nein.

00:23:22: Du hast eine Frottehose an?

00:23:23: Ich liebe sehr Frotteh, ja.

00:23:25: Gut.

00:23:25: Zum Beispiel.

00:23:26: Aber ich liebe auch so, äh, was ich hier liebe.

00:23:29: Nee, doch, freut dir, da passt das Wort Liebe wirklich.

00:23:34: Dann, ich muss mir das hervorstellen können.

00:23:36: Wie du da so stehst.

00:23:37: Ja, ich brauche für mein inneres Bild, ich für mein inneres Kino.

00:23:40: Ich habe so

00:23:41: Hosen, die also mindestens knielang sind an.

00:23:44: Okay.

00:23:45: Und dann ein

00:23:48: T-Shirt.

00:23:49: Kann da irgendjemand mal mitfahren und ein Foto von dem machen?

00:23:51: Und

00:23:51: ich hab einen Polinen da an.

00:23:52: Polunda manchmal, weil es auch windig ist.

00:23:55: Und das sieht dann auch ganz gut aus, finde ich.

00:23:57: Ein Polo-Shirt mit Polunda.

00:23:59: Lernst du in dieser Zeit jemanden da kennen in Zypern?

00:24:02: Also hast du jemanden kennengelernt?

00:24:03: Also hast du irgendwie Kontakt auf genannte?

00:24:05: Ja, ich habe sehr gerne Kontakt mit den Leuten da arbeiten.

00:24:09: Das ist ja, wenn der Strand sozusagen zugeklappt wird.

00:24:13: Das ist ja die schönste Zeit.

00:24:15: Es ist vorbei.

00:24:16: Also das war so.

00:24:19: Im November war es wirklich noch so über und so, aber schon auch windig.

00:24:25: Und dann fing die aber so einer nach dem anderen, der mit den Booten hat zugemacht und dann im ersten Dezember waren dann auch alle Liegestühle am Meer weg und so.

00:24:35: Und wenn es so langsam macht alles zu, das ist ja die schönste Zeit und es arbeiten mehr Leute im Hotel als Gäste da sind und man hat so die kleinen netten Gespräche.

00:24:49: Die ganze Zeit.

00:24:50: Mit den Leuten, die da arbeiten.

00:24:51: Und auch mal mit dem man trifft auf so Wanderungen.

00:24:57: Wo geht's da noch weiter?

00:25:04: Überhaupt eine gute Frage.

00:25:05: Geht's da noch weiter?

00:25:07: Das ist eine sehr gute Frage.

00:25:10: Wissen die Menschen im Hotel auf Zypern, dass du schreibst?

00:25:15: Oder denken die?

00:25:15: Sie merken es, weil sie es wirklich komisch finden.

00:25:20: oder übermerke ich schon, dass die Leute, ähm, ich bewerte Zimmer nach komischen Kriterien und so, oder ich höre dann so ein, das kann alles raus, ich brauche aber den Balkon-Tisch, der muss drin sein und zum Fenster und...

00:25:35: Okay.

00:25:35: Das ist eigentlich das Wichtigste,

00:25:36: dass da so ein Tisch ist, den man, denn die Schreibtische in Hotels haben davon, dass sie verachten, dass Menschen da dran sitzen müssen.

00:25:47: In den meisten, also... Hotel sind, die schreibt sich hier wirklich Scheiße.

00:25:53: Zu niedrig, zu hoch, zu schmal,

00:25:56: meistens auch

00:25:57: nicht tief genug.

00:25:59: Stehen an einer Wand dran, wo der Fernseher drüber ist.

00:26:01: Da liegt

00:26:02: unglaublicher Müll drauf.

00:26:05: Irgendwelche Magazine, das steht dann drauf, die kosten ca.

00:26:09: €.

00:26:09: Aber die gibt es gar nicht.

00:26:12: Die gibt es nur in so Hotels.

00:26:14: Die sind so schwer, hochzuheben, schon was so Hochglanz.

00:26:18: Alles voll mit Müll.

00:26:19: Ja, ein Zettelchen, hier ist WLAN, da ist die

00:26:23: ... Ist die Geschichte des Hotels.

00:26:25: Ja,

00:26:25: die Geschichte des Hotels.

00:26:26: Was, wie uninteressant ist denn das eigentlich?

00:26:32: Wusstest du schon, dass du ein neues Buch anfängst, als du da hinten gefängst?

00:26:35: Ja, ja.

00:26:35: Ja, okay, das ist ... Also, hast du es aber da angefangen oder?

00:26:39: Nee, ich hab gemerkt, ich muss jetzt anfangen mit dem Schreiben.

00:26:42: Also, es ist immer so, ich beschäftige mich lange mit Sachen.

00:26:44: Irgendwann merke ich, das ist ... das könnte ... eine Idee sein, eine Form oder ein mir fallfeldes Personal ein sozusagen oder die Handlung und dann wird aus dem losen Material sammeln und dem suchen, dann gibt es und deshalb eben das umtopfen meiner selbst in irgendeine Umgebung, die ich nicht kenne, in der ich auch keine Verpflichtung habe und in der ich wenig Ablenkung habe, in der alles Das schreibt mich nach.

00:27:21: Ich will für Musiker in den Studio gehen.

00:27:24: Das ist exakt dasselbe.

00:27:27: Die haben ja in den meisten Fällen auch schon Songs da.

00:27:30: Ich freu mich richtig, dass du wieder verschreibst.

00:27:33: Also ich bin richtig ... Ich kann gar nicht erahnen, worum es ... Also was irgendwie in deinem ...

00:27:39: Ich weiß es am Ende auch nicht so.

00:27:41: Deshalb habe ich eben vorhin gedacht, das ist falsch gerade.

00:27:45: Ich find's schön, dass du da bist.

00:27:47: Ja, ich freu mich eben auch so, dass wir das so gut, dass wir das einmal im Jahr machen.

00:27:52: Das ist ein tolles Projekt, irgendwie, diese Vereinbarung.

00:27:56: Und das ist ganz nett.

00:27:58: Manchmal schreiben auch eigentlich immer so Leute... Es gibt irgendwie viele Leute, die das gerne hören, wenn wir beide aneinander reden.

00:28:07: Und das ist ja schön.

00:28:12: Aber ich bin gerade in einem... Ich habe auch viel Angst gerade und davon zu erzählen ist meist besser, wenn es schon vorbei ist.

00:28:22: Deshalb immer meine Unsicherheit, ob das vielleicht der falsche Zeitpunkt

00:28:26: war.

00:28:27: Aber andererseits, es ist immer gut, das auszuprobieren, alles finde ich.

00:28:35: Ich habe vor einer ganzen Weile mal ein amerikanischer Autor gewesen.

00:28:42: Ich kann dir leider nicht genau sagen, wie er heißt.

00:28:45: Ich habe es einfach vergessen.

00:28:47: und der sagte, dass er, bevor er was schreibt oder irgendwas anderes produziert, auch er sich fragt, für wen ist das?

00:28:57: Also für ihn geht es nicht darum, irgendwie die ganze Welt zu erreichen, sondern zu sagen, mit diesem jenen, was er da schreibt, ob das ein Artikel ist, ob das ein Buch ist, möchte er die und die Leser eressen.

00:29:11: Ja?

00:29:12: Ja.

00:29:12: Ist das...

00:29:13: Ist aber komisch.

00:29:16: Okay, also tu nicht.

00:29:19: Also diese Frage des...

00:29:20: Das klingt so nach Marktforschung oder so.

00:29:23: Das klingt sehr nach Marktforschung, ja.

00:29:25: Also das klingt zumindest, es gibt es ja auch manchmal in der Musik, dass dann Künstler, also Bands sagen, das ist mal wieder ein Album für die Fans von früher.

00:29:34: Oder die Scanner eher ruhiger mögen oder sowas in der Richtung.

00:29:41: Ja, wenn es fertig ist, kann man das ja so reinordnen.

00:29:48: Also vorher ist es, glaube ich, ein grundsätzlicher Fehler.

00:29:52: Das ist einfach Quatsch.

00:29:54: Man muss das für sich selbst machen.

00:29:58: Also gar kein Kitsch drum, sondern das ist der Beruf und ich lebe da vorne und deshalb will ich, dass so viele Leute lesen, gut finden und zu Lesungen kommen so wie möglich.

00:30:14: Das ist schon klar.

00:30:16: Aber ich vorher ... Was würden denn die Leute jetzt gerne lesen?

00:30:24: Ist ja der Gedanke auch darunter.

00:30:28: Oder meine Leser oder so.

00:30:35: Das ist eine wahnsinnige Selbstüberschätzung erstmal.

00:30:38: Es

00:30:39: ist künstlerisch eine Armuts zeugnisbar Grotterklärung.

00:30:44: Es ist erstmal diese Selbstüberschätzung auch... des eigenen Tunes und der Bedeutung der eigenen Person, so

00:30:52: für

00:30:53: andere.

00:30:54: Ja, man wirklich denkt, ja, die gehen jetzt die ganze Zeit zu sich und denken, ja, es wäre toll, wenn der Stuhl eben auch wieder all das und das schreibt.

00:31:00: Also, äh, Leute haben zu tun.

00:31:09: Das ist wirklich Quatsch, dass es da draußen oder so einen Wunsch gäbe, ne?

00:31:15: So klingt das.

00:31:16: ja, ja, überlegt für... An wen will ich mich jetzt wenden?

00:31:20: Ich kann mir aber vorstellen bei dir, dass es, du weißt, weil ich es auch schon x-mal gesagt habe, es gibt für mich die beiden größten Werke von dir, finde ich, ist einmal Panikherz und auch Deutsche unter den Opfern.

00:31:35: Und es sind ja zwei sehr unterschiedliche Bücher.

00:31:39: Und jetzt hast du, würde ich sagen, doch schon eine ganze Weile nicht mehr etwas gemacht, was in Richtung auch Deutsch unter den Opfern geht.

00:31:46: Also diese Art von Beobachtung, von Gegenwärtsbeobachtung.

00:31:50: Das waren eher journalistische Arbeit, Reportagen.

00:31:55: Genau.

00:31:56: Und wenn du jetzt sagen würdest ... Ein

00:31:58: Porträt für die Leute.

00:32:01: Wenn du jetzt sagen würdest, ah, ich schreib in die Richtung von auch Deutsche unter den Opfern, dann würde das ja auch in eine gewisse Art von bestimmte Menschen, die das gut fanden, eher was für Design als im Gegensatz zu den Menschen, die beispielsweise Solo Album sind.

00:32:18: Für mich zwei wirklich sehr unterschiedliche Sachen.

00:32:19: Auch Panik hat sowas ganz anderes.

00:32:22: Also da ist doch, spricht auch wahrscheinlich schon auch unterschiedliche Menschen theoretisch an, oder?

00:32:29: Aber das spielt für dich keine Rolle.

00:32:31: Nein, das kann sein.

00:32:32: Ich erlebe andererseits natürlich bei Lesungen Leute, die einfach gerne mögen, was ich schreibe und unterschiedliche Sachen auch.

00:32:42: Und so geht es auch Leute, die hassen mich grundsätzlich.

00:32:47: Und da kann ich schreiben, was ich will.

00:32:50: Und jetzt kommt, das mache ich auch.

00:32:53: Ich aber muss, damit das Ding eine Kraft entwickelt,

00:32:57: muss...

00:32:59: Es gibt sowas, wo man merkt, ah, jetzt ist es, jetzt mag ich es.

00:33:08: Oder das ist richtig jetzt, so wie es, also wenn man irgendwas schreibt oder so und das meiste ist ja wirklich einfach Arbeit.

00:33:18: Aber manchmal plötzlich, dass man was ansapft, von unbewusst, unterbewusst oder vorbewussten.

00:33:25: Man nimmt sich ja jeden Tag was vor, also man weiß, wo man gestern war.

00:33:30: macht da weiter zum Beispiel oder man ist gestern nicht weitergekommen und schreibt deshalb jetzt heute mal woanders weiter und dann fängt man damit an.

00:33:41: und hier haben wir wieder es gibt an einen plan und dann gibt es eben die realität und dann ist es das plötzlich was über etwas schreibt oder in die richtung von dem man nicht wusste das hatte man sich nicht vorgenommen und da wird es dann geil.

00:33:57: das sind die guten momente.

00:34:00: Und das Buch, wovon auch immer es handelt, welche literarische Form auch immer gewählt wird, ich muss das am Ende, das ist jetzt so gut, wie ich es vermocht habe zu machen und das ist, was ich gerade sagen kann und möchte.

00:34:21: Also da identisch sein mit dem Ergebnis.

00:34:25: Identisch sein mit dem Ergebnis, das heißt,

00:34:28: du, das ist es jetzt gerade.

00:34:30: Und du weißt, ob

00:34:31: das ist der Titel, das ist das Kawa.

00:34:35: Und dann ist das umfasst ganz viel.

00:34:37: Das ist ein riesiger Organismus.

00:34:40: Identisch meint das, du bist identisch in dem Moment mit diesem Werk?

00:34:48: Nee, das ist nur ein Teil.

00:34:53: Das ist es jetzt so.

00:34:58: Ich habe es ganz lange daran, ganz oft das alles umgeschrieben und so irgendwann.

00:35:04: Im Moment bin ich nur am Schalb, ich kann jetzt auch alles schief gehen.

00:35:06: Deshalb ist mir das so ein bisschen unangenehm darüber zu sprechen.

00:35:10: Bei Kindern ist das ekelig.

00:35:14: Das ist jetzt das schiefe Bild.

00:35:15: Das ist kitscht.

00:35:16: Das ist immer auch ein Kind.

00:35:19: Bis man so ein Geburt ist, ist das dann immer das Kunstwerk.

00:35:24: Und dann sagt man, Alter, jetzt komm mal runter.

00:35:27: Aber da gibt es ja diesen Weg trotzdem beschreiben.

00:35:33: im Sinne des Feiern des Widerspruchs.

00:35:35: Also man hasst das Bild, aber man nimmt das.

00:35:39: Weil ich daran sagen kann, es gibt also, ich glaube, nach drei Monaten wird ja eine Schwangerschaft erst weiter erzählt und so, ne?

00:35:49: Weil es vorher noch unklar ist, ob alles so bleibt und so.

00:35:58: Und vielleicht, das ist glaube ich bei Büchern oder bei Kunst auch so.

00:36:03: Das ist nicht vorher totgewarzt.

00:36:05: Ich bin noch unter drei Monaten.

00:36:07: Okay.

00:36:08: Aber jedenfalls, mich würde das Lämen mir vorzustellen, für wen ist das?

00:36:15: Ich hoffe für alle.

00:36:17: Und wenn es fertig ist, muss ich diesen Moment ... Das ist jetzt mein Buch.

00:36:25: Das meinst du mit identisch.

00:36:27: Ja, also wirklich auch alles umfassend.

00:36:30: Das bis hin zum ... Also Titel sowieso und Kawa und so.

00:36:35: Ich hab noch, wenn jetzt noch, hab ich noch nur einen Arbeitstitel.

00:36:38: Das ist schon mal, irgendwann muss man wissen, wie die Datei heißt, weil das sonst zu furchtbar ist.

00:36:43: Das ist einfach nur ein Neutex.

00:36:45: oder da hat man irgendwann einen Arbeitstitel, von dem man aber weiß, der ist noch nicht der Titel.

00:36:50: Das heißt, du hast in deinem Kopf so ein Projekt.

00:36:53: Und wie viel Menschen sprichst du über so?

00:36:54: was dann?

00:36:55: Also wer weiß von diesen...

00:36:56: Ganz zart, ganz wenig.

00:37:00: Im Wesentlichen mit meinem Agenten.

00:37:02: Und mit meiner Freundin red ich aber nicht zu viel, weil ich das alles dem Text noch erzählen muss.

00:37:11: Darf ich dich noch ein bisschen dazu fragen?

00:37:13: Ja, ich habe gerade das Gefühl, ich bin so ein Künstler-Schwafler hier gerade.

00:37:19: Nein, also ich finde es... Nein, du darfst

00:37:22: mich alles fragen, Marzin.

00:37:25: Wenn du das mit Menschen besprichst, redest du dann nur darüber... worüber du schreiben willst oder was so ein grobes Thema ist.

00:37:34: Also wenn dem Agent auch ganz technisch.

00:37:38: Bis wann müsste man, um es veröffentlicht zu können.

00:37:41: Dann und dann.

00:37:41: Fünfzig

00:37:42: Seiten jetzt mal haben.

00:37:44: Und fragst du aber auch dann schon hier über das?

00:37:48: und das will ich schreiben.

00:37:50: Der Agent ist sehr klug.

00:37:54: Marcel.

00:37:55: Marcel Hartges, ein toller Agent.

00:38:00: weiß auch, dass das Quatsch ist, etwas zu besprechen, was noch nicht fertig ist, und dass man es dadurch auch töten kann.

00:38:08: Also, bei mir weiß er das.

00:38:10: Bei anderen Autoren ist das jeweils ganz anders.

00:38:14: Aber der lässt das auch eher immer so ausfäden.

00:38:19: Wenn es zu Ihnen natürlich ... Ja, klingt auch gut.

00:38:23: Mach.

00:38:26: Was eigentlich das Wichtigste auch ist, machen.

00:38:28: Ja, mach.

00:38:30: Ja, klingt gut, mach.

00:38:31: Und nicht so gequatsche.

00:38:35: Ja, mach.

00:38:36: Und das hört man sehr ungern, weil es stimmt.

00:38:39: Ich hab ja Angst, das ist jedes Mal.

00:38:42: Und nicht Kokett, es ist total real.

00:38:45: Ich kann das nicht mehr.

00:38:47: Schade, wenn sie sich da im Regal ganz unten zum Verschenken oder so meine eigene Bücher von mir, sie dann sagen, ah, da hab ich's noch gekommen.

00:38:58: Oder wenn irgendjemand kommt, hallo, ich hab das und das gelesen auf der Straße oder so, das find ich toll.

00:39:05: Stimmt, das war echt gut, der hab ich noch gekonnt und so.

00:39:08: Machen dir eher deine eigenen Werke Angst oder die Werke anderer?

00:39:13: Mir macht alles Angst, bei Bedarf.

00:39:16: Die Produktivität, das Tempo, der Erfolg von anderen motiviert mich nicht, sondern macht mich fertig.

00:39:22: Und ich glaube, das ist das Normalste von allem.

00:39:26: Alles andere ist ... Branchen trefften

00:39:29: gelügelt.

00:39:31: Freu mich für dich.

00:39:34: Mensch wirklich ganz toll.

00:39:35: Also wirklich Glückwunsch nochmal, dass so diesen... Also das ist jetzt auch in China veröffentlicht wird.

00:39:41: Aber das ist nicht richtig.

00:39:42: Ich freue mich schon, ehrlich gesagt, über Erfolg von Leuten, die ich treufe natürlich.

00:39:47: Und ich

00:39:47: freue mich echt über gute Sachen.

00:39:49: Ich freue mich über gute... Bücher über gute Musik und Filme.

00:39:55: Ich freue mich total und ich mag es auch.

00:39:58: Ich mache es immer, wenn es sich irgendwie ergibt, dass ich Leuten das sage.

00:40:04: Auch wenn ich sie nicht kenne, manchmal Musikern oder Autorinnen, Autoren auf Instagram schreiben oder wenn man mal irgendwo sieht oder so.

00:40:16: Ich mache das wahnsinnig gerne auch bei Auch bei ganz berühmten Leuten, die ich eigentlich Angst habe.

00:40:23: Es macht Spaß, das zu sagen und es freut wirklich jeden.

00:40:28: Es ist nicht einfach nur hey, können wir ein Foto machen, sondern ich finde dieses und dieses und dieses Lied gut.

00:40:35: Aus den und den Gründen.

00:40:37: Oder das aus dem Buch ist toll.

00:40:40: Und

00:40:41: das macht Spaß.

00:40:41: Das ist was Schönes, einander das mitzuteilen.

00:40:46: Und ich mache das gerne, ne?

00:40:48: Ich habe davon gar nichts, sondern ich finde es gut.

00:40:53: Ich fand das dieses Jahr schön, ich habe das paar Mal oder letztes Jahr jetzt viel mehr wahrgenommen, dass du Caro Wahl auch gefühlt hatte.

00:41:02: Also, sie hatte, glaube ich, ein toughes Jahr mit ihrem neuen Buch, die Assistentin, ein pressemäßig, wie fand ich, irgendwie unangenehm zu verfolgen.

00:41:12: Und ich hatte immer das Gefühl, du stehst ihr so ein bisschen bei.

00:41:15: Das war irgendwie... Also selten so gesehen, dass du... Du hast halt... Es gab immer wieder Fotos von ihr mit dir.

00:41:22: Du hast das geteilt.

00:41:23: Und ich hatte so das Gefühl, du hast so ein bisschen einen Regenschirm.

00:41:28: aufgemacht, nicht in dem Sinne zu sagen, ich halte jetzt den Regen von dir ab, sondern ich hatte so ein Beistandsgefühl ein bisschen bei dir.

00:41:35: Und das fand ich total schön zu sehen.

00:41:37: auch, muss ich sagen.

00:41:39: Es hatte irgendwie was, dachte ich ja.

00:41:41: Das ist cool, weil es ist nicht so einfach, was sie da gerade durchmacht.

00:41:45: Und das tut mir wahrscheinlich gut, dass jemand die du

00:41:48: hilft.

00:41:48: Ich kenne das schon.

00:41:52: Die hat einen wahnsinnigen Temm und ist ja auch in einer ganz anderen Größenordnung von Erfolg als ich.

00:41:59: Also ich hab der ja nichts, abseits von Erfahrungen und Gesetzmäßigkeiten, weil ich es schon so lange mache und sie ja unglaublicherweise erst seit drei Jahren.

00:42:09: Was bei Böckchenere ist.

00:42:11: Einfach Bums Bums auf eins, alles.

00:42:16: Eins nach dem anderen und auch jetzt sogar an eurem Taschenbuch.

00:42:22: Es gibt im deutschsprachigen Raum, im Sommerurlaub, an Pools oder Seen.

00:42:30: Es gibt nicht den Pool oder den See, an dem nicht Zweiundzwanzig Bahnen in den letzten zwei Jahren gelesen wird, wann immer man dort ist.

00:42:38: Es liegt da immer auf irgendeinem Liegestuhl.

00:42:40: Und zwar zurecht.

00:42:42: Und das neue Buch ist auch toll und wir haben uns, ich weiß nicht warum, aus irgendeinem Grund haben wir, nee, ich habe ihr mal geschrieben.

00:42:50: Das war genau so ein Ding, dass ich das toll finde, was sie gemacht hat.

00:42:56: Und da hat sie auf drei Satz, die sie befragt worden.

00:43:01: Und hat auf eine so ... Es war so charmant und so von einer so tollen Arroganz, nämlich ... Also, Arroganz, auch das ist falsch vor.

00:43:14: Aber eine selbst, sagen wir mal, sehr selbstbewusst, nicht irgendeinen ausgedachten Scheiß reden soll.

00:43:20: Ich bin die Beste und ich möchte überall auf Platz eins sein und da gehöre ich hin und ich will alle Preise bekommen.

00:43:28: Fertig.

00:43:30: Das ist aber mal erfrischend.

00:43:32: Ja, nicht.

00:43:33: Ich möchte mein Schmerz in ... Was alle mal so reden.

00:43:38: Was alle für ein Scheiß reden, ja.

00:43:41: In dem Buch bin ich, glaube ich, noch mehr bei mir, oder ich habe jetzt mal aufgearbeitet und da, naja, ich bin die Beste.

00:43:51: Das haben wir noch nie gehört.

00:43:53: Und es ist wirklich, Literaturraum ist von langweilern geprägt und umsäumt und tapeziert.

00:44:07: Daher kommt zu sagen, hi Leute, von meinem ersten Buch habe ich mir ein BMW gekauft, von meinem zweiten Mercedes und beim dritten.

00:44:14: Ich weiß es noch nicht.

00:44:17: Das ist schon wahnsinnig lässig.

00:44:19: Das ist sauer,

00:44:19: cool.

00:44:21: Fand ich auch.

00:44:22: Es hat einfach so eine gute Laune gemacht.

00:44:26: Ich habe mal geschrieben, dass ich das fantastisch finde als Haltung.

00:44:30: So lustig, so wahrhaftig und interessant provokant.

00:44:37: Und so und total glaubwürdig.

00:44:42: Alles daran gut.

00:44:43: Dann haben wir uns mal bei Berlin, als sie hier zu finden, die Kniekram irgendwie war, haben wir jetzt mal getroffen und jetzt am Ruderboot gefahren und haben irgendwie seit dem netten Draht und ich finde die eine wahnsinnig gute Autorin.

00:45:02: Also und die ist gerade in so einer Beatles-Phase.

00:45:07: Jedes Jahr, bam, ein Puh, she loves you, Bums.

00:45:13: Also in so kurzer Zeit so eine solche Qualität und eine so eigene Stimme rauszuhauen.

00:45:23: und dann auch alles geil daran.

00:45:27: Zweiundzwanzig Bahnen, dann auch die Titel schon, ne?

00:45:30: Dann nochmal Zahl und mehr.

00:45:32: Kontext, Windstärke, siebzehn, also sehr gut.

00:45:36: Und sehr gut gesehen.

00:45:37: Ich war echt gespannt.

00:45:38: Das dritte Buch wäre gut ohne Zahlen und ohne mehr.

00:45:41: Ja, die Assistenten.

00:45:43: Pum.

00:45:44: Perfekt.

00:45:44: Ja.

00:45:46: Etwas anderes und total geil.

00:45:49: Das Buch.

00:45:50: Ich finde es wahnsinnig lustig.

00:45:52: Ich

00:45:53: habe das total gerne gelesen.

00:45:54: Also ich habe es richtig... Ist ein super Buch.

00:45:56: Ist ein total gutes Buch.

00:45:57: Und diese Art, wie sie auch, geht es ja um eine Assistentin eines großen Verlegers.

00:46:03: Genau.

00:46:04: Und ich fand die Art, wie sie das gemacht hat, dass sie eben nicht, also dieser Verleger scheint ein

00:46:11: Schweizer zu sein.

00:46:12: Scheint ein Schweizer zu sein und scheint, scheint doch die ein oder andere Marotte zu haben.

00:46:18: Ja.

00:46:19: Und das macht sie aber so schön, dass man so richtig denkt, Mann, das ist ja irre.

00:46:24: Toll, toll, toll.

00:46:25: Und dann schafft sie es aber, dass sie sich nicht die ganze Zeit als so ein Opfer darstellt, sondern sie kommt dann irgendwann zu dem Punkt und sagt, ja, warum mache ich da eigentlich so mit?

00:46:33: Und was ist denn, warum hilft mir da eigentlich niemand?

00:46:36: Und sie geht nicht.

00:46:37: Und so schlimm war es am Ende doch nicht, wie ich anfangs dachte.

00:46:40: Das ist so menschlich, weil manchmal sagt man, oh, das war so schlimm.

00:46:44: Und dann fängt man es an zu erzählen und merkt, wenn man erzählt, so schlimm war es gar nicht.

00:46:49: habe ich selten sowas gelesen, dass man so sie baut.

00:46:52: Ja, genau.

00:46:54: Ich fand auch diese Naivität, die sie hinbekommt in die Hauptfigur rein zu tun, die ist so wahr und so.

00:47:05: Also sie verrät da nicht die Hälfte, sondern man möchte mit der, dass es gelingt.

00:47:11: Und die macht aber trotzdem, die macht ja die ganze Zeit alles falsch.

00:47:17: Für sich und man macht das nicht und so weiter.

00:47:20: Und man ist so drin.

00:47:23: Und das ist die geilsten Bücher.

00:47:26: Auch bei Filmen.

00:47:28: Gehen nicht da, da geht da nicht lang.

00:47:33: Wenn man vor dem Bildschirm sitzt und schreit.

00:47:35: Ja.

00:47:37: Ach so weird, wie diese Person ist.

00:47:39: Also alles daran ist toll.

00:47:41: Und als so.

00:47:42: Das losging, dass irgendwelche Leute da so Sachen dran fanden und dann fanden, hey, hier ist ja gemütlich, hier sind ja jetzt alle geägen Karovar, super geil, weil sonst ja alle für die sind, dann ist ja jetzt interessanter, jetzt da, diese normalen Mechanismen und so.

00:47:56: und ich hatte, wo es dann sehr schnell, sehr absurd wird, welche Themen da angeblich verhandelt werden und von wem und was auch plötzlich von Literatur gefordert wird, was die alles muss und was man gar nicht darf und so.

00:48:08: und man merkt auch, ja okay, jetzt ist es so richtig gelesen, haben wir es.

00:48:12: die jetzt auch nicht alles und so die übliche.

00:48:14: Aber ich kannte das schon, weil ich das schon so lange mache und das alles schon mehrfach erlebt habe.

00:48:21: Erfolg, Misserfolg, gelobt werden, auf die Fresse kriegen.

00:48:25: Ein Stellvertreter, sozusagen, Sandsack werden plötzlich für Leute, die ihre Aggression mal irgendwo hinrichten müssen, um nicht festzustellen.

00:48:41: Das ist doch eher trauriges Leben für wir ist bei ihnen irgendwas nicht gerade so geil ist.

00:48:49: Da dachte ich alles kann.

00:48:50: ich kann ihr davon erzählen.

00:48:52: Und dass sie nicht denkt was man dann ja immer denke.

00:48:54: ich bin der einzig, der dem das gerade passiert, weil man.

00:48:57: Das ist ja furchtbar,

00:48:59: wenn das passiert.

00:49:01: Und das war schön, als sie die hatte war er länger in Berlin im Sommer so als.

00:49:06: Und hat.

00:49:06: dann war die Filmprämie.

00:49:07: Zweiundzwanzig Bahnen.

00:49:09: Kam ins Kino.

00:49:11: und direkt danach Lesung mit der Assistentin und so.

00:49:15: Der Film ist ja auch ganz toll, hast du den gesehen?

00:49:17: Nee, leider noch nicht.

00:49:17: Ich dachte mir, ah, jetzt so ein deutscher Kinofilm.

00:49:25: Das Buch ist gut.

00:49:26: Was ist sonst dabei erhalten?

00:49:29: Und ich hatte es schon befürchtet, dass es so ein weicher Krams wird.

00:49:35: Und das Gegenteil ist der Fall.

00:49:38: Ist ein ganz toller Wettler.

00:49:42: Wahnsinns.

00:49:43: Wie ging es dir mit dem Alkohol in dem Film?

00:49:44: Wahnsinns.

00:49:45: Ich hab Wasser getrunken.

00:49:47: Nein, das ist mir klar.

00:49:49: Das ist

00:49:49: ein ganz harter Film.

00:49:52: Ich weiß, dass du Haftbefehl hast.

00:49:53: Hast du mir erzählt, konntest du nicht gucken?

00:49:55: Nein.

00:49:56: Oder

00:49:56: hast du keine angefangen und rauscht?

00:49:59: Ich wollte zu der Premiere gehen und war dann irgendwie müde.

00:50:03: Und dann hat mir am Tag nach Tommy Schmidt mich... ... angerufen, weil wir uns eigentlich verabredet haben und so.

00:50:09: Du redest von der Haftbefeirducke?

00:50:11: Ja,

00:50:11: und da hat er ... Sag mal, da hab ich dich ... Du warst doch da gestern, ne?

00:50:16: Darf ich dich mal fragen, wie das so ...

00:50:19: War das okay für

00:50:20: dich?

00:50:20: Oder ist jetzt irgendwie ... Und da hab ich ... Tomi, nee, ich war gar nicht da, und das mir erst eingefallen ist.

00:50:26: Wie dumm ich war, das gar nicht beachtet, bedacht zu haben.

00:50:31: Denn saugefährlich.

00:50:34: um Himmels will, nein, natürlich kann ich nicht das gucken.

00:50:38: Denn die Drogenerkrankung ist ja ein schlafendes Arschloch, ein schlafender fucking Teufel, oder sagen wir im Standby-Modus, die hat Zeit.

00:50:54: Also jederzeit.

00:50:55: Und die ist richtig verrückt, die guckt sich so was an, das ja offenbar ein... Wer zu sehen, der wirklich erschütternder Film ist, weil er davon handelt, wie Drogen auch solche Genies auch zu Grund richten und zu sabbernden traurigen Sitzsecken machen.

00:51:19: Wenn ich das so richtig verstanden habe, die Schilderung mit den Filmen und das Gehirn des Süchtigen reagiert vollkommen verrückt.

00:51:27: Nicht mit nicht mit wirklich mitgefühl und traurigkeit und so sondern sagt das ist ja geil eine fantastische idee.

00:51:37: drogen sagt das zu richtigen ja

00:51:40: das sagt

00:51:41: abgemeldet irgendwo rum hängen in irgendeinem hotel das keiner kennt.

00:51:45: also schuldigung wie geil ist denn das?

00:51:48: es kann also so so ein kram gucken und dann let's go badanas.

00:51:55: Deswegen frage ich wegen zweiundzwanzig Bahnen, weil das ja auch, da spielt auch Alkohol sucht eine Rolle.

00:51:58: Ja,

00:51:59: Alkohol ist

00:52:00: bei dir

00:52:00: nicht so ein Problem, es ist einfach nur eine Gateway-Turugin.

00:52:06: So, wenn man Alkohol trinkt, kommt man so nach, weiß ich, Zweiglesern, Champagnes, denkt man plötzlich ganz anders über Kokain, als wenn es nicht dann tut.

00:52:18: Du sagst, nämlich einfach... Auch das wäre jetzt schön.

00:52:24: Es muss noch mehr werden sofort.

00:52:26: Das muss alles mehr werden.

00:52:27: Trinkst mehr davon, mehr davon.

00:52:30: Und jetzt wird man ein bisschen müde.

00:52:31: So jetzt werden Drogen gut.

00:52:34: Andere Drogen so und mehr, mehr, mehr.

00:52:37: Und dann viel Spaß.

00:52:38: Also dann ist gleich alles kaputt.

00:52:42: Das sterbe ich auch einfach.

00:52:46: Und das ... Also bei Netflix nicht auf meine Liste setzen.

00:52:52: Du sagtest gerade, das ist ja furchtbar, wenn wir bei Caro Leute darüber schreiben und das so abwerten, weil du selber auch schon erlebt hast.

00:53:03: Ist das... Das ist ja

00:53:04: aller, aller Menschen ein gutes Recht, so, ne?

00:53:07: Aber ich find's... Ach, ist das... Ist ja klar, wie man das findet, wenn einem das selber passiert.

00:53:13: Ich merkte einfach nur, ich hab gemerkt, ich hatte so eine... Solidaritätsgefühl.

00:53:19: Einmal nicht.

00:53:21: Du hast das ja erlebt schon.

00:53:22: Ja.

00:53:23: Und gibt es, wenn man das einmal oder zweimal oder dreimal erlebt hat.

00:53:28: Und wir leben ja jetzt in der sogenannten Cancel Culture Zeit oder vielleicht auch schon ein bisschen drüber.

00:53:33: Shitstorms und so weiter.

00:53:35: Gibt es noch eine Befürchtung?

00:53:37: oder sagst du, naja gut, ich habe das jetzt schon zwei, drei Mal gehabt.

00:53:43: Hat mich, also ist keine schöne Zeit, aber so wild ist das nicht.

00:53:47: Oder... Es ist nicht mehr so wild, weil ich schon kenne.

00:53:49: Ich hau

00:53:50: mich nicht so rein.

00:53:52: Ich lese es nicht.

00:53:54: Ich lasse es dann meine Freundin irgendwie lesen.

00:53:57: Wenn mir was Wichtiges ist, worauf man reagieren muss, sag Bescheid.

00:54:01: Oder erzähl mir später irgendwann mal, wenn es geht in die Zusammenfassung.

00:54:04: Aber mittendrin, nee.

00:54:06: Und der ganz am Anfang meiner Karriere habe ich alles gelesen.

00:54:11: Farisse gelesen und mich damit fertig gemacht.

00:54:16: Und das war jetzt bei Karo eben auch, der hat alles gelesen.

00:54:19: Er hat auch sehr, sehr lustig manchmal geantwortet.

00:54:22: Wovon ja jeder abredet und so weiter.

00:54:24: Aber ich fand, da dachte ich auch schon wieder, boah, ich bin der nächste Geist.

00:54:29: Ich bringe dir irgendwas bei, ich kann von dir auch richtig was lernen.

00:54:32: Also richtig, richtig.

00:54:35: Als dann irgendwie gesagt, na toll, wenn man ein Audi sich kauft von einem Buch, dann ist das keine Konz.

00:54:45: Das ist dein Gedanke?

00:54:47: Das hast du da jetzt hingetippt.

00:54:50: Cheslouff, fünfundreisig.

00:54:55: Was ist sonst bei dir so, ist alles okay?

00:54:59: So, ja.

00:55:00: Aber nee, so, nicht Hause, dann antwortest du dann einfach.

00:55:03: Es ist kein Audi.

00:55:04: Es ist ein AMW.

00:55:07: Wow.

00:55:09: Ja, okay, das ist no-gelliger ungefähr.

00:55:15: Sehr, sehr gut.

00:55:16: Sehr, sehr gut.

00:55:17: Ich habe vor ein paar Wochen hier mit Felix Lobrecht gesprochen.

00:55:20: Ja.

00:55:20: Und der sagte, weil wir erst über Leser, Leserin oder für wen macht man das?

00:55:26: Für wen schreibt man?

00:55:27: Und der sagte, als Künstler sind dir deine Fans das Wichtigste.

00:55:32: Ja.

00:55:33: Und du willst deine Fans nicht enttäuschen?

00:55:37: Na klar.

00:55:38: Ist das etwas, wo du sagst, ja, das stimmt?

00:55:41: Also und wie trennst du das dann zwischen dem, wenn du schreibst und diesen Gedanken?

00:55:46: Ja, ich finde das noch was anderes als das davor, was ich überlege für wenig Schreibelsonne.

00:55:51: Man hat ja eine Beziehung über die Jahre zu dem eigenen Publikum.

00:55:57: Natürlich, wenn ein Buch erfolgreicher ist, dann kommen auch andere so, aber es gibt.

00:56:04: und wenn etwas nicht erfolgreich ist, dann kommt nur noch ein Kern oder so.

00:56:09: Publikum, aber es gibt so einen Grundpublikum.

00:56:13: Natürlich hat das auch wirtschaftliche Gründe, dass man das man möchte ein großes Publikum haben und erlebt da vorne und so.

00:56:23: Das ist so.

00:56:25: Und das ist gut, wenn das denen gefällt.

00:56:27: Es ist schade, wenn es denen missfällt.

00:56:31: Klar, aber Kunst ist ja, dass man da was hinschält, was vorher nicht da war.

00:56:38: Sonst kann man es bleiben lassen.

00:56:41: Es muss allem etwas hinzufügen, dem eigenen Berg und also die meisten Bücher müssten ja nicht unbedingt geschrieben werden, vermutlich.

00:56:53: Aber sie haben dann eine Berechtigung fallen.

00:56:56: Irgendwer, das ist richtig, also im besten Fall der Autor, nicht der Elektroleverleger.

00:57:02: Er ist wirklich wollte, wenn es diesen, wir hatten es wollen, damit identisch sein.

00:57:08: Das muss ich jetzt erzählen.

00:57:11: Das Publikum, was ist so?

00:57:14: Das ist die falsche Reihenfolge, ne?

00:57:16: Find ich das.

00:57:18: Also auch für das Publikum selbst, nein.

00:57:22: Wenn die das selber so sagen könnten, was sie jetzt da so von mir so wollen und so, dann schmeißt oben Geld rein und kommen Zigaretten raus.

00:57:30: Und ich rauch ja gar nicht mehr.

00:57:34: Nee, es muss wahr sein.

00:57:38: Und Felix Lobrecht ist ja sehr klug und der riskiert ja... Immer was, mit jedem Set und Clubs und dann mit dem größeren Bühnenprogramm, mit dem er dann auf Tour geht.

00:57:53: Der will ja immer weiter gehen.

00:57:55: Das Tolle ist ja, was sonst nicht so oft bei deutschen, eher bei Amerikanern zu bewundern ist, dass der so kleine Bomben ist, sprachlich.

00:58:09: Hoppala gehört nicht zu den unsagbaren Wörtern und so.

00:58:13: auf eine Art macht, in dem er all das bloß stellt.

00:58:17: Alles.

00:58:17: Also die Dummheit in dem Begriff, die Dummheit aber auch so manöver und auf zehn Spitzen um den Begriff herumzumachen.

00:58:27: Die Verlogenheit von uns allen zeigt.

00:58:33: Das schummeln.

00:58:33: Da haben wir es wieder.

00:58:34: Ja,

00:58:34: in dem er mit diesen, der hat so geiles Blitzen in den Augen, so.

00:58:40: Und das nimmt mal das jetzt.

00:58:43: Und ich bin total abgesichert.

00:58:46: Wenn ihr nur den Wortwelt nehmt hinterher, fuck, man kann ihn eigentlich nicht beikommen.

00:58:51: Er hat das nicht selber gesagt, sondern in der Rolle.

00:58:55: Und er hat es dabei bloßgestellt.

00:58:57: Aber dabei hatte man kurz Angst.

00:59:00: Das ist geil.

00:59:02: Und er will es weiter.

00:59:04: jetzt in seinem Verhalt.

00:59:05: So habe ich einfach als ... Ich finde ihn toll.

00:59:10: Das ist mein Gefühl.

00:59:13: Der muss das weitertreiben.

00:59:14: Und das will das Publikum.

00:59:17: Unterhalten werden, überrascht zu werden.

00:59:20: Das ist das Beste.

00:59:22: Wenn du ein neues Lied hörst, wenn du wirklich von den Künstlern, die du magst, wenn die ein Lied haben, ein neues, die einfach nur ... Ist gut, ist schon ganz okay und so, beim Konzert spielen sie hoffentlich auch die alten Sachen, oder so.

00:59:38: Sondern wenn wirklich im letzten Jahr jetzt Richard Ashcroft hat, hat ein neues Rauscroft, was Lover, was so geil ist.

00:59:47: Ich hab's doch gar nicht gehört.

00:59:48: Ja, das weiß ich nicht, wie du das rechtfertigen willst später mal.

00:59:53: Das musst du aber sofort hören.

00:59:54: Das machen wir noch, ja.

00:59:56: Und das jetzt, für example, so The Worth Lucky Man, oder so hinten, dann... Kommt Lava zur... Bums!

01:00:01: Ja, oh, das ist das Jahr.

01:00:04: Das habe ich als Fan von The Verve und Richard Ashcroft.

01:00:08: Ich habe dieses Lied nicht bestellt.

01:00:10: Ich habe nicht... Das wäre schön, wenn du mal das sagst.

01:00:13: Wo soll ich denn das wissen?

01:00:15: Der hat das... Und das ist auch angepasst, auf die Gegenwart, so kurz das Lied und so weiter.

01:00:21: Und es ist total geil.

01:00:24: Eigentlich ist der Text nur Lava OO.

01:00:30: Ja, da kommen noch ein paar andere Wörter und so, aber das ist es eigentlich.

01:00:33: Lava-O-O.

01:00:34: Ja, und das halte ich für eine sehr kluge Aussage.

01:00:39: Lava-O-O.

01:00:41: Es sind noch, noch angewörter dabei, aber das ist so catchy.

01:00:45: Ja, da hat mich eben jemand, von dem ich so fan bin und der für mich nach der ersten Dwarfplatte, im Jahr nineteenhundert, wahrscheinlich sieben und neunzig, Urban Hymn.

01:00:55: Da ist alles drauf, Peter Sweet Symphony, The Dragstone Work und so weiter.

01:00:58: Und Lucky Man auch.

01:00:59: Lucky Man eben auch.

01:01:01: Sonnet um Himmel zwählen.

01:01:03: Also, fertig.

01:01:05: Ja, fertig.

01:01:07: Weil für immer ist Richard Ashcroft ein Gott.

01:01:10: Ja.

01:01:10: Reicht.

01:01:11: Dann kann man die Gesodo-Plate.

01:01:13: Die Gesodo-Plate, wie hieß dieser große Hit, den er dann hatte als alleine?

01:01:16: Dieser erste große als Richard Ashcroft.

01:01:18: Song for Love.

01:01:18: Song for Love.

01:01:19: Oh wow, das war toll.

01:01:20: Ja, da sind tolle Sachen dabei.

01:01:23: Das war super auch.

01:01:26: Und dann so ein bisschen verlustig gegangen die letzten Jahre.

01:01:30: Passiert jedem so.

01:01:32: Aber immer weitergemacht

01:01:33: irgendwie.

01:01:33: Und dann Lava OO.

01:01:35: Lava OO und Four Hways ist auftreten.

01:01:40: Alles daran schön.

01:01:42: Lava OO.

01:01:43: Wie gesagt, das haben wir als Publikum nicht bestellt.

01:01:46: Wir kannten das Lied noch nicht.

01:01:47: Wir wussten gar nicht, dass es so ein Lied gibt.

01:01:50: Macht wieder so Irben hin, macht das wieder.

01:01:53: Ich finde das aber auch nicht so gut, wenn ich jetzt, keine Ahnung, Strokes beispielsweise, wenn die so klingen wie früher, wenn die so klingen wie auf der ersten Platte.

01:02:03: Du

01:02:03: klingst jetzt anders.

01:02:05: Lass doch die Künstler in Ruhe.

01:02:07: Ja.

01:02:08: Die können nichts für deinen Verfall.

01:02:12: Lass die in Ruhe, die machen was sie wollen und da verwechseln Leute wirklich.

01:02:16: ... den Verfall der Künstler mit ihrem eigenen.

01:02:20: Ist irgendwie nicht mehr so toll.

01:02:22: Ja, du bist auch nicht mehr so toll.

01:02:24: Ich glaube daran liegt's.

01:02:25: Klar war das mit neunzehn geil.

01:02:28: Hier ist es mit fünfundvierzig, ihr nehmt es gerade irgendwie den Buggy hinten aus dem SUV und ist noch mit der Krankenkasse.

01:02:35: irgendwas klären und es regnet oder und ... ja.

01:02:40: Dann würde ich jetzt das neue Lied von Aschcroft würde mich jetzt auch nicht so erreichen, weil ich ... ein fucking Wall of shit um mein Leben drum habe.

01:02:51: Da kann ja aber Richard Ashcroft nichts dafür.

01:02:54: Hast du Radio jetzt gesehen, als in Berlin?

01:02:55: Nee,

01:02:56: ich war aufzüber.

01:02:58: Findest du auch, dass auf immer scheiße klingt?

01:03:00: Ja,

01:03:02: aber

01:03:02: ab welcher Inselgröße?

01:03:03: Ab Continentgröße, ne?

01:03:05: Ja, man war ja nicht auf Amerika.

01:03:08: In

01:03:11: der Schweiz sagt man das, ich fahre auf Berlin.

01:03:14: Ich fahre auf Berlin, sagt man

01:03:16: da.

01:03:17: Ja, und nicht oft.

01:03:20: Also du warst nicht da.

01:03:21: Nee,

01:03:21: ich war nicht da.

01:03:22: Sie haben dich nicht creep gespielt.

01:03:24: Ja, in der Tür haben sie dich creep gespielt.

01:03:27: Sie spielen seit seit hundert Jahren nicht creep.

01:03:29: Wie findest du das?

01:03:31: Natürlich in Ordnung und so.

01:03:33: Ich fühle sich langweilig, das nicht zu machen.

01:03:35: Man muss auch mal anerkennen, Tom York, listen.

01:03:40: Deine Lieder gehören dir nicht.

01:03:43: Und es ist nicht so, wie Tedes Wilf, die Masters sind weg oder irgendein Schuft oder so.

01:03:48: Die gehören uns, die geilen Lieder auch.

01:03:52: Und ich wäre, hätte, hätte schon mich ein bisschen ein Zeug gelegt für Karten hier, aber ich war eben da gerade noch weg.

01:04:02: Du warst hier.

01:04:02: Ich war hier.

01:04:03: Wie hast du Karten bekommen?

01:04:04: Ich hab die, alle, die ich kenne, die hingehen haben gesagt, ja, ich hab das dann halt gemacht und das hieß zum Schluss.

01:04:11: Also es ging sowieso nix im Vorverkauf, da irgendwie die Computer reimt, hat wieder nicht geklappt.

01:04:17: Und ich hab das auch probiert.

01:04:19: So, ne?

01:04:21: Und dann ist es so, ja, man kommt für fünfhundert Euro oder so, irgendwie muss dann irgendwie so eine

01:04:27: Wartennisologe

01:04:28: oder so, hat man vielleicht das Glück, dass man dann so aus achtzig Meter Entfernung in so einem Raum, in dem alles.

01:04:36: Da ist auch so Essen dann und das schmeckt, aber alles so nach dieser Gaskartusche da drunter, die es warm hält.

01:04:42: Und dann muss man leiden.

01:04:43: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:04:45: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:04:46: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:04:48: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:04:59: ja,

01:05:00: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja,

01:05:00: ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

01:05:02: Ich hab dir erzählt,

01:05:04: ne?

01:05:04: Du hast mir erzählt, dass du dann einfach sehr offen darüber gesprochen hast, dass du da gerne hin möchtest.

01:05:10: Die Folge war, dass wir so viele Hörer geschrieben haben, komm doch mit uns mit.

01:05:16: Ich habe so viele OAS-Konzerte gesehen, ich hätte in jeder Stadt sein können.

01:05:21: Du hättest mich mal vielleicht mit einem, hätte ich dir mal sagen müssen, ich will gerne mitkommen, ne?

01:05:26: Ja, das stimmt.

01:05:28: Hättest du machen müssen.

01:05:29: Ja, das ist natürlich jetzt doof.

01:05:30: Am Nachhinein fällt mir dabei auf.

01:05:33: Ja, bisschen.

01:05:34: Das war was Wahnsinnigkeites.

01:05:35: Ich hab jetzt gar nicht ... Das hat einen unglaublichen Effekt.

01:05:38: Ich hab's bei Reflektor Jan Müller und bei dir jetzt hin.

01:05:42: Und dann kamen so nette ... Und ich hab dadurch so nette Begegnungen mit Leuten gehabt, kennengelernt.

01:05:48: Spielen die nix?

01:05:50: Und so gesagt hab ich, wir haben irgendwie vier Tickets gekauft.

01:05:54: Aber die andere Paar, die haben sich jetzt grad ein Haus gekauft und merken plötzlich, sie sind eigentlich ganz schön pleite.

01:06:00: Dann geht es nicht.

01:06:02: In solchen Konstellationen bin ich.

01:06:04: Ich war in Manchester mit Zaunetten-Ehepaar aus Leipzig.

01:06:10: Und im Freund aus London.

01:06:12: Deshalb ist das hier natürlich ein toller Marktplatz.

01:06:16: Ich habe jetzt leider überhaupt ... Ich überlege gerade, ob ich irgendwas brauche und das hier mal formulieren sollte.

01:06:21: Vorhin eine Flusenbürste bestellt, war wahrscheinlich dumm.

01:06:24: Hätte ich hier erzählen müssen.

01:06:27: Ich hab über Filles Taschtern.

01:06:29: Natürlich.

01:06:31: Also, wär ich auch nie draufgekommen, dass sie ...

01:06:33: Die hatte Tickets?

01:06:34: Nein, sie ist vor allen Dingen erst mal Radiohead-Fan.

01:06:37: Und wir waren irgendwie zusammen essen und ich sagte, dass ich Radiohead-Fan bin und gerne da hingegangen wäre.

01:06:42: Aber es geht nicht und ich sagte, ich guck mal.

01:06:44: Okay.

01:06:45: Wenn jemand zu mir sagt, ich guck mal, dann ... Wie sieht's aus?

01:06:49: Nachhakt, hast du schon?

01:06:50: Nachhakt.

01:06:51: Nachhakt, ist ganz wichtig.

01:06:53: Und ich bin wirklich ein guter Nachhakt.

01:06:54: Und sie hat dann wirklich Tickets geklärt.

01:06:57: Und deswegen sind wir dann am letzten Abend, sind wir dann hingegangen.

01:07:00: Und es war ein fantastisches Konzert, ohne Creep.

01:07:03: Ich hab's aber auch nicht erwartet.

01:07:05: Ist Phil es richtig, Radiohead-Fan schon so ganz lange und so?

01:07:08: Äh,

01:07:09: ja.

01:07:10: Also die schon... Anders geht's eigentlich gar nicht.

01:07:12: Man kann nicht in den letzten Jahren Radiohead-Fan geworden sein.

01:07:15: Es waren super viele junge Menschen

01:07:18: da.

01:07:18: Doch, schon sozusagen.

01:07:19: Aber dann mit Zugriff auf die alten Alben.

01:07:23: Die Neuren sind nicht so, würde ich sagen.

01:07:24: Also

01:07:25: niemand sagt, ich habe die mit dem Mond.

01:07:27: Held to Thief.

01:07:28: Das geht noch.

01:07:30: Da war ja noch ein gutes Gespräch.

01:07:32: Aber nicht jetzt, die ist mit dem Mond da oder so.

01:07:36: Aber Creep nicht spielen.

01:07:37: Also damals, das war so, da waren das ja noch diese Themen in den neunzig Jahren, so Ausverkauf und so weiter.

01:07:48: Sellout.

01:07:48: Ja, auch selbst Kurt Cobain hat also Nirvana damals dann nicht mehr Smell's Like the Spirit teilweise gespielt, weil es eben so sell out war.

01:07:54: Ja.

01:07:56: Und das ist in der Situation, ist das verständlich.

01:07:59: Es gibt ein wahnsinnig komischen Auftritt von Radiohead in so einer Morningshow, sondern es ist so wie Fernsehgarten.

01:08:09: Und

01:08:10: wenn ich mich richtig in den Spielen sieht, da creep und alles steht.

01:08:15: Abseite.

01:08:16: also der passt gar nichts zu gar nichts ist fast wie ein geiles Musikvideo weil es so wie so wie ein gutes re am neunziger jahre video wäre das eigentlich aus so einem andere kiegel.

01:08:27: rave.

01:08:31: Ja ja dann schon verständlich da aber ich finde es uncool so dreißig jahre später das ist richtig teuer dahin zu gehen und sie wissen ihr publikum ist so alt wie sie.

01:08:43: Also das Hauptpublikum, wahrscheinlich, ich würde denken, um die Fünfzig und Männer ist das Hauptding.

01:08:50: Es ist ja schon so eine Männer speziale Musik meistens.

01:08:53: Es war wirklich, wirklich halb der Hälfte, würde ich sagen.

01:08:57: Und es war, also wir dachten, okay, wir sind ja wahrscheinlich so das Standardpublikum, aber es war sehr, es waren so richtig viele Väter mit ihren, würde ich sagen, Billie Eilish-Fan-Töchtern da.

01:09:11: Und das war, das hab ich ganz viele gesehen, die das so, die Väter so ganz stolz mit ihren Töchtern da und mitsingend und ...

01:09:21: Die Töchter auch mitsingen?

01:09:22: Die

01:09:22: Töchter weniger mitsingen, aber die Väter vor allen Dingen.

01:09:25: Also das Mitsingen hielt sich, ich hab ja so ein bisschen Oasis-Sachen gesehen, wie da mitgesungen wird.

01:09:31: Bei

01:09:31: Oasis wurde mitgesungen schon, bevor Oasis auf der Bühne war.

01:09:35: Bei

01:09:36: Radioet geht das gar nicht so doll.

01:09:37: Also wirklich ... Mensch, erster erstes Konzert ist schön, dass sie auf die Bühne gekommen sind.

01:09:43: Ich habe sie eigentlich kaum gesehen, weil man die ganze Zeit durch die Luft flog und so.

01:09:49: The hell haben diese Leute gesungen.

01:09:51: Ähm, bei Radio, genau, ich hab die S-Hetlist gesagt, ah, also die komplizierten Lieder, die meisten und so, ne, da kann man nicht mitsehen, es ist ja so Jazz oder so.

01:10:01: Nee, nee, das war schon alles, wir hatten wirklich den Glücksabend.

01:10:03: Es ist

01:10:04: scheiße, den Hit nicht zu spielen.

01:10:06: Ja.

01:10:06: Also, das meint ich, die Leute sind so, äh, jedenfalls, es ist ein Aufwand, dahin zu kommen.

01:10:13: Ja, so, und alle sind jetzt auch, Tom York ist ja jetzt auch dreißig Jahre älter, und man sieht's, und das ist alles cool.

01:10:21: Aber jetzt bitte andere Probleme.

01:10:23: Jetzt nicht immer noch sagen, ich habe, weißte was ich, Mitte zwanzig oder wie alt der da war, ein Hit geschrieben, den alle toll fanden.

01:10:31: Und wenn ich den heute Abend, da finde ich wirklich, was Lobrecht sagt, die Fans, das sind wir auch überhalten.

01:10:37: Und sagen, mach für die einen schönen Abend.

01:10:40: Die machen einen Aufwand hierher zu kommen.

01:10:42: Die haben dafür Geld bezahlt.

01:10:46: im Radiohead-Publikum mussten sich Babysitter besorgen, kommen aus anderen Städten, denn ja einfach nur, wir gehen nicht auf Tour, wir kommen nach Berlin viermal und da, da, da, sagen das nur ganz plötzlich und dann Internet und viel Spaß.

01:11:06: Also Leute reisen aus anderen Städten, aus anderen Ländern sogar an.

01:11:10: Ja, da waren viele aus Polen, man viele da, ja.

01:11:13: Und es wird gezählt in der Nähe der Halle und lauter so kram.

01:11:17: Und dann schreibst du deine Settles.

01:11:20: Und konzentrierst dich auf die Jahre, in denen du kompliziert wohl also nach zwei tausend.

01:11:27: Es war alles wirklich wunderbar, muss ich wirklich sagen.

01:11:30: Also ich hab nichts was.

01:11:33: ich finde auch nicht, dass der Künstler eine Jokebox ist.

01:11:37: Hat mir eben oben Geld rein schmeißt und kommt das Gefühl raus, dass ich bestellt habe.

01:11:41: Genau nicht.

01:11:43: Ich finde es trotzdem, was wäre da los gewesen, wenn Sie Cream gespielt hätten?

01:11:48: Was wäre da los?

01:11:49: Da wäre sehr viel los gewesen.

01:11:50: Aber Sie haben zumindest bei unserem Abend, das haben Sie auch in jedem Abend gemacht, aufgehört mit Karma-Pullis.

01:11:55: Ja, war ein Karma.

01:11:56: Sensationell.

01:11:57: Und was ich unfassbar schön fand, ist die... Weil ich jetzt oft wirklich in diesen großen Konzerten war, Uber Arena und Olympia Stadion.

01:12:07: Findest

01:12:07: du auch, dass man so ungern sagt, Uber Eats Arena?

01:12:11: Ganz fürchterlich

01:12:12: sagt man.

01:12:12: Ich möchte das gar nicht aussprechen.

01:12:13: Ich sag auch immer noch zu Hause, ich geh in die O-Too-World, find ich irgendwie besser.

01:12:18: Das klart im besseren Klang, ja.

01:12:20: Aber Uber Eats ist ja diese Kleine, das ist die Kleine direkt daneben.

01:12:23: Man sagt nicht gern

01:12:24: Uber Eats.

01:12:24: Ich sag auch nicht Uber Arena gerne, ich sag dann irgendwie in der O-Too-World, war ich bei Radiohead.

01:12:30: Und was sie gemacht haben, sie haben jeden Abend ein anderes Headless gespielt.

01:12:34: Und sie haben sich wirklich dreimal, vielleicht auch mehrmals, also dreimal merklich verspielt.

01:12:41: Und bei diesen ganzen anderen... Man merkt

01:12:43: das?

01:12:44: Bei diesen Liedern?

01:12:45: Ja, man merkt.

01:12:48: Na ja, es ist schon Musiker-Musik.

01:12:50: Nein,

01:12:50: man merkt das natürlich schon.

01:12:51: Man merkt ja, wenn er den Tod nicht trifft und so weiter und nochmal anfangen muss zu singen.

01:12:55: Aber diese ganzen anderen Shows, ich war jetzt aufwagelt... Also

01:12:58: beim Spätwerk... Ich meine, das ist wirklich ernst.

01:13:02: Wenn sich da jemand verspielt, woher soll man das wissen?

01:13:05: Das ist ja so ein zerzaust komplizierter ...

01:13:10: Ja,

01:13:10: grausam

01:13:11: Kram, wirklich.

01:13:13: Ich fand es halt mal

01:13:14: schön.

01:13:16: Entschuldigung, nein.

01:13:16: Ich freu mich, wenn es schön war, ist es geil.

01:13:18: Das war sehr schön.

01:13:19: Und ich hab ... Warte mal, mein Shrink war da aus Hamburg.

01:13:24: Der hat's auch gesehen.

01:13:25: Dann wer war da?

01:13:26: Mein

01:13:26: Shrink, mein Psychiater.

01:13:29: Ach, den hab ich da mal kennengelernt.

01:13:31: Der Mann mit der lustigen Uhr.

01:13:32: Auch das.

01:13:34: Er hat ein Barbie-Telefon, aufklappbar.

01:13:37: Also, Jürgen hat sich, äh, ist ein Punk.

01:13:40: Und eine Swatch-Uhr.

01:13:41: Eine Swatch-Uhr, eine rosa-gelbe, mit der man bezahlen kann.

01:13:45: Genau, ein sehr... Shrink, ja.

01:13:47: Das

01:13:47: ist der Shrink.

01:13:48: Der Shrink ist eine sehr gute Figur.

01:13:50: Der Shrink ist wirklich eine Senderzelle.

01:13:52: Ich hab ihn ja nur kurz, aber das war schon eindrücklich, ja.

01:13:55: Ja, der ist toll.

01:13:55: Der ist ein Punk.

01:13:57: Und er ist ein verdammtes Genie.

01:13:58: Er kann sofort umschalten.

01:14:01: Man kann überall mit dem hin.

01:14:03: Der ist überall gut.

01:14:05: Und ich mag natürlich gerne, wenn es dann eher privat ist.

01:14:08: Wie siehst du uns immer noch?

01:14:10: Weil es uns schwer wäre, noch in diese Patient-Arzt-Sache zurückzukommen, wenn es zu duftig wird.

01:14:23: Und deshalb wird durchgesiezt.

01:14:25: Und dann funktioniert das eben auch mal irgendwo hin, Konzerte zu gehen oder irgendwo hin zu reisen oder so.

01:14:34: Ja,

01:14:34: wir waren zum Beispiel in Amsterdam zusammen bei der Robbie Williams Ausstellung.

01:14:40: Aber ich kann ihn da auch jederzeit, völlig egal, auch wenn er ist ein Riesen-Dank-Pauly-Fan und ist da immer, wenn man da in so einem Heimspiel von St.

01:14:48: Pauli mit ihm zum Beispiel mal mitgeht.

01:14:51: Und kam in der Halbzeitpause, war auch durchaus mal kurz zu einer Patientenfrage an den Psychiater stellen.

01:14:58: Und er schlallte sofort rum.

01:14:59: Das ist wirklich ein Genie.

01:15:01: Der sieht sofort alles.

01:15:02: Der war mal bei einem Geburtstag von mir.

01:15:05: Ich hab den sehr groß gefeiert, mit sehr vielen Leuten und hat mir über zwei, die damals zu meinen engsten Freunden gehörten, allerängsten und besten.

01:15:17: Und ... Es war ein ganz tolles, ein sogenanntes Rauschen des Festes.

01:15:21: und danach sagte der Schwenk über diese beiden, du mir leid, das sind nicht ihre Freunde.

01:15:27: Natürlich, seit vielen Jahren, wenn man alles sagt, ja, du mir leid, das sind Arschlöcher.

01:15:33: Das sind einfach Arschlöcher.

01:15:34: Das sind nicht ihre Freunde.

01:15:35: Die meinen sie nicht.

01:15:37: Mit der Performance der Freundschaft, die ihr dazu erleben ist.

01:15:43: Und da hast du dann die... Daraufhin die Freundschaft.

01:15:45: Nein.

01:15:47: Nein.

01:15:47: Nein.

01:15:47: Nein.

01:15:47: Nein.

01:15:47: Nein.

01:15:48: Nein.

01:15:49: Nein.

01:15:49: Nein.

01:15:49: Nein.

01:15:50: Nein.

01:15:50: Nein.

01:15:50: Nein.

01:15:50: Nein.

01:15:50: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:51: Nein.

01:15:52: Nein.

01:15:52: Nein.

01:15:52: Nein.

01:15:52: Nein.

01:15:52: Nein.

01:15:53: Nein.

01:15:53: Nein.

01:15:53: Nein.

01:15:54: Nein.

01:15:55: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:56: Nein.

01:15:57: Nein.

01:15:57: Nein.

01:15:57: Nein.

01:15:57: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:58: Nein.

01:15:59: Nein.

01:15:59: Nein.

01:15:59: Nein.

01:15:59: Nein.

01:15:59: Nein.

01:15:59: Nein.

01:16:00: Nein.

01:16:00: Nein.

01:16:00: Nein.

01:16:00: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:01: Nein.

01:16:02: Nein.

01:16:02: Nein.

01:16:02: Nein.

01:16:02: Nein.

01:16:02: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:03: Nein.

01:16:04: Nein.

01:16:04: Nein.

01:16:05: Nein.

01:16:05: Nein.

01:16:05: Nein.

01:16:06: Nein.

01:16:06: Nein.

01:16:07: Nein.

01:16:07: Nein.

01:16:07: Nein.

01:16:07: Nein.

01:16:08: Nein.

01:16:08: Nein.

01:16:08: Nein.

01:16:08: Nein.

01:16:09: Nein.

01:16:09: Nein.

01:16:10: Nein.

01:16:10: Nein.

01:16:10: Nein.

01:16:10: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:11: Nein.

01:16:12: Nein.

01:16:12: Nein.

01:16:12: Nein.

01:16:12: Nein.

01:16:12: Nein

01:16:12: Das

01:16:14: sind Arschlöcher.

01:16:16: Ja, turns out, vier Jahre später.

01:16:19: Das sind Arschlöcher.

01:16:21: Das waren nicht meine Freunde.

01:16:23: Hm.

01:16:25: Weißt du, wer sowas auch konnte immer?

01:16:27: Meine Mutter.

01:16:28: Ja?

01:16:28: Meine Mutter, ich fette das immer schlimm, natürlich.

01:16:32: Meine Mutter hat immer wahllos alle gegeneinander aufgehetzt.

01:16:36: War zu ihrem eigenen Vergnügen.

01:16:38: Oh, nee, das nicht.

01:16:39: Nee,

01:16:40: deine Mutter hat...

01:16:42: Man musste ja klingeln bei uns.

01:16:45: Wo

01:16:45: muss man denn nicht klingen?

01:16:46: Ja,

01:16:46: man hat keine Ahnung.

01:16:48: So komischen, amerikanischen Stellen, wo die Tür offen ist.

01:16:52: Also Ding-Dong, und dann war meine Mutter immer...

01:16:53: Ding-Dong, das hast du mit diesem Kind... Hast du heute die Kinderplatte gehört, dass du das auch von die Sendung begonnen mit einem Ding-Dong?

01:17:00: Ding-Dong, nein, ich glaub, ich hab...

01:17:03: Mir gefällt's, aber ich...

01:17:05: Wo

01:17:05: wir stehen?

01:17:07: Mein Freund Philipp Siva, der sagt immer gerne mal Ding-Dong, und ich glaube, wir haben telefoniert.

01:17:13: Er sagt immer gerne mal Ding-Dong.

01:17:15: Und wir haben telefoniert und

01:17:16: das wäre aber eigentlich toll, wenn das in der Selbstbeschreibung von ihm, ne?

01:17:21: So, Ding-Dong.

01:17:22: Ich bin für Sie, ich sag ganz gerne mal Ding-Dong.

01:17:23: Ich sag ganz gerne mal Ding-Dong.

01:17:25: Und meine Mutter, wenn jemand vorbeigekommen ist, hat danach gesagt, also wenn jemand zum ersten Mal auch da war, hat sie super schnell die Personen gescannt und eben auch danach gesagt, der nimmt dich nicht ernst.

01:17:37: Oder sowas.

01:17:38: Und es ist ja so, der ist jetzt gerade zum ersten Mal da.

01:17:42: Ja.

01:17:42: Und es gab Fälle, da hat sich's dann eher so zwanzig Jahre später herausgestellt, dass sie gerecht hatte.

01:17:48: Seitdem hab ich das auch, also ich hab mir das angeguckt oder abgeguckt von ihr, den ersten Blick, jemanden zum ersten Mal kennenlernen und genau angucken.

01:17:56: Und so dieses Gefühl, was man dann hat, versuchen zu speichern, das hat sie...

01:18:00: Ist ja auch die Frage, wann man's dem anderen sagt und wie, ne?

01:18:03: Ob das triumphalistisch rüberkommt oder irgendwie all taktisch eingesetzt wird oder so.

01:18:09: Ja, in dem Fall war's immer, wenn die Person dann weg war, dann so...

01:18:13: Meine Mutter gefeuert, als sie noch da waren immer.

01:18:16: Direkt

01:18:16: drauf und so, unfassbar peinlich.

01:18:18: Musst immer bei den Leuten mit nach Hause nach Hause.

01:18:20: Okay, pass auf.

01:18:22: Wenn es zu schlimm wird, gehen wir einfach.

01:18:24: Du musst, knifst mich dann einfach und so.

01:18:26: Ich werde auch gleich ganz seltsam, ich werde ganz stumm und so.

01:18:30: Nimmt endlich eine Freundin oder so.

01:18:32: Deshalb auch sehr selten.

01:18:33: Irgendwie mit nach Hause.

01:18:34: Und da ist es wirklich punk rock city.

01:18:36: Die gleich einfach anschneiden.

01:18:37: Ohren zu.

01:18:38: Es wird richtig verrückt.

01:18:40: Und dann wird so... Naja, bist du denn auch so und so?

01:18:44: Da hast du immer so Trickfragen gestellt und dann direkt so kindlich irgendwie gesagt, was da und jetzt falsch war.

01:18:52: Naja, also nicht warten, bis die Leute weg sind.

01:18:55: Direkt in ihrem Beisein sie auseinander nehmen.

01:18:59: Schön, ja.

01:19:00: Nee, eigentlich nicht.

01:19:01: Nee, finde ich auch nicht schön.

01:19:05: Nee.

01:19:06: Das Mama, das Mama nicht.

01:19:09: Das

01:19:09: Mama, das Mama nicht.

01:19:12: Ich würde das Thema gern wechseln wollen.

01:19:14: Welches

01:19:15: hatten wir denn

01:19:15: eigentlich?

01:19:16: Ich wollte dir gerade schmackhaft machen, dass man Radio hat, dass man da auf jeden Fall hingehen sollte, wenn die's nicht.

01:19:21: Ich wäre auch gekommen und ich hätte das bestimmt auch toll gefunden.

01:19:25: Ich finde trotzdem wirklich, dass sie, ich finde das nicht.

01:19:31: Wir haben es nicht ganz nach Hause gefahren.

01:19:32: Weißt du, das Publikum, die Eintrittshalle und sonst was.

01:19:35: Und wenn du wirklich weißt, das weißt Tom York, wenn du Clip spielen würdest, würdest du das Dach wegfliegen.

01:19:44: Im Vergleich dazu, wie weh es dir tun würde vier Minuten, da kommst du zu dem Ergebnis.

01:19:51: Also danach fahren zwanzigtausend Leute nach Hause und können ihr Glück nicht fassen.

01:19:56: Und vielleicht haben ein bisschen zu viele von ihnen das gefilmt.

01:20:01: statt das zu erleben.

01:20:04: Und bei Radio hat wahrscheinlich haben die sogar echt viele Leute das Querformat gefilmt.

01:20:12: Das ist so Club Handy.

01:20:14: Nee, aber Club, also Club Hülle und Querformat stelle ich mir davor das Publikum.

01:20:19: Aber dann zu dem Ergebnis, ja, da fliegen zwanzigtausend Leute, die kieksten und können es nicht glauben, das ganz kurz eine ganz andere Zeit.

01:20:29: anspringt, nämlich diese dreißig Jahre zurück oder so.

01:20:34: Das ganze Glück, dass man dann plötzlich denkt, oh, wie schließe ich einen sogenannten Kreis oder so.

01:20:41: Und wie, dass man kurz den Luxus hat, in sich der zu sein, der man jetzt gerade ist, aber auch der, der man war.

01:20:48: und so eine schöne Verbindung und wie das so ist mit so, mit diesen alten Hits.

01:20:53: in so einen alten Riesenitz.

01:20:55: Und es ist dann wirklich, wenn man ganz viele Jahre keine Tourmatten dann wiederkommt.

01:21:01: Und das ist eine Selbstaufbauschung, die ich, ich find's ja am Ende schwach.

01:21:09: Ich find's keine gute Haltung.

01:21:12: Man nimmt sich selbst zu wichtig.

01:21:14: Und auch diese Rundebühne, die gleichzeitig auch ein Käfig um sie herum... Alter, dann mach's doch nicht.

01:21:21: Es ist auch so billig.

01:21:22: Wir sind eigentlich in Käfig, wenn wir öffentlich sind.

01:21:25: Das

01:21:26: war nur am Anfang, das waren nur ganz kurz die Leinwände, die um sie herum waren, dann ging die nach oben.

01:21:31: Ich hab das nicht als Käfig wahrgenommen.

01:21:34: Wenn du das ... Man kann jetzt, wo du sagst, das so lesen, aber ich hab das nicht ...

01:21:40: Ich bin aber auch sehr entrüstet gerade, weil ich selber nicht da war und so.

01:21:45: Wenn ich mir so überlege und es auch vergleiche mit anderen Künstlern, oder dem was ... eben unser Thema war, was Felix so gesagt hätte.

01:21:54: Da bin ich eindeutig auf Felix' Seite und Creep spielen.

01:21:58: Mir tut's weh.

01:22:00: Ich bin auf der Seite der Echtheit und der Fehler.

01:22:04: Ja.

01:22:04: Weil das ist etwas, was ich in diesem Jahr so ...

01:22:07: Da bin ich auch.

01:22:09: Und deshalb aber auch die Fehler in sich immer wieder wagen, sich selbst auch kurz, das muss doch langweilig sein, dreißig Jahre lang zu denken, ich spiele nicht Creep.

01:22:18: Das ist doch langweilig.

01:22:19: Da muss man auch immer sagen, ich greif jetzt mein Bewusstsein und mein Sichersein nochmal anders an, dann wird's geiler.

01:22:28: Ich mach jetzt das, das finde ich für jeden wichtig und schön, Sachen zu machen, sich selber zu überraschen.

01:22:34: Das ist wichtig für das soziale und intellektuelle Immunsystem.

01:22:40: Sich Leuten aussetzen, Situationen immer, ich sehe, ah, nee, ja?

01:22:47: Auf dem Weihnachtsmarkt gehen zum Beispiel.

01:22:49: Und die absurden Sachen, überhaupt da zu sein, ist schon absurd.

01:22:53: Da ist nichts für mich.

01:22:55: Wird da Pfeil geboten oder auch die ganze Idee, die Stimmung da, was die Leute, lustigen Polofon und so weiter.

01:23:03: Hingehen Augen auf, alles auf, Ohren auf.

01:23:07: Ich finde es privat einfach interessant.

01:23:10: Irgendwo hingehen, wo... Ich finde nicht, wo hingehen, wo alle so sind wie ich.

01:23:15: Bloß nicht.

01:23:16: Ja, sondern ich brauche es für meinen Beruf unbedingt.

01:23:21: Und ich muss mein Ohr da ganz offen haben.

01:23:25: Und wie wird hier gesprochen?

01:23:27: Was ist hier die Lüge?

01:23:29: Was wissen die, was ich nicht weiß?

01:23:32: Rein da.

01:23:33: Das ist wirklich, das ist dann wirklich wie ein Immunsystem, finde ich, das trainiert werden muss.

01:23:38: Durch Widerspruch, durch Anderssein.

01:23:41: Rein da.

01:23:42: Also sonst kann man nicht schreiben.

01:23:46: Mir ist gestern aufgefallen, weil ich jetzt gerade neu in Berlin wieder bin und meine alten Wege gehe, aber ich gehe jetzt, jetzt muss man wieder ein bisschen auf den Weg achten oder so, weil ich jetzt so woanders war und andere Wege gerade abgespeichert habe.

01:24:00: Durch Zypern.

01:24:01: Durch

01:24:01: die sechs Wochen in Zypern oder auch auf

01:24:04: Zypern

01:24:05: zu sein.

01:24:06: Und dann nimmt man Berlin wieder ganz anders wahr, wenn man lange ein bisschen weg war und sieht, den ganzen Dreck, aber auch das Skandiosa an.

01:24:15: Berlin sieht erst alles und fiel mir auf gestern.

01:24:19: und dann ging ich in diese gedankliche Rabbit Hole.

01:24:24: Eigentlich werden in jedem Berliner Bezirk werden Daunenjacken anders getragen und bedeuten Daunenjacken etwas anderes und sind anders kodiert.

01:24:36: Also im Westen sind es eigentlich so so.

01:24:40: diese lackierten diese downjacken die so.

01:24:44: Das ist also eher so was neu reich ist so so SUV eigentlich als als Kleidungsstück.

01:24:49: Du meinst lackiert wenn die so ein bisschen wenn die so

01:24:51: voll glänzen.

01:24:52: Ja, aber es hätte jemand so keine Ahnung.

01:24:55: Ja, stimmt.

01:24:57: Ja,

01:24:58: so.

01:24:58: und dann gibt es in anderen Teilen gibt es dann die praktische down weste so.

01:25:03: die ist eher so praktisch.

01:25:05: also wenn.

01:25:06: Irgendwie, was in der Garage noch zu tun gibt im November oder so.

01:25:11: Und dann gibt es die, die so eher ins Beste gehen, in Reinigendorf oder so, wenn man mit dem Hund rausgeht, diese Daunenjacke und so.

01:25:20: Da gibt es noch die Rite, die Patagonia, das ist Benslauer Berg.

01:25:23: Ja, Patagonia

01:25:23: ist natürlich genau, das ist so genannte Finance Bro Meme.

01:25:29: Ja,

01:25:30: diese Deppen, die alle diese Wester an haben.

01:25:32: Und jetzt geht es los und Elon Musk steht um die Ecke.

01:25:35: Aber

01:25:35: wir machen noch was Gutes, weil Patagonia ist ja...

01:25:40: Ja, ist ja so.

01:25:41: Ja,

01:25:42: warum denn?

01:25:43: Patagonia ist... Patagonia

01:25:45: soll einfach nie nerven.

01:25:46: Die

01:25:50: haben eine Art Firmkultur.

01:25:54: Der Gründer hat ein Buch geschrieben, dass es wichtig ist, dass die...

01:25:57: Das ist jetzt schon geil.

01:25:59: Es ist so wie in Hotels.

01:26:01: Wenn Sie keinen Bock haben, dein Zimmer sauber zu machen, sagen wir, pflanzen immer einen Baum jeden Tag, in dem wir dein Zimmer nicht sauber malen lassen.

01:26:08: Lass mich doch in

01:26:09: Ruhe.

01:26:09: Ja, schuldigung.

01:26:10: Patagonia, was machen die, die spenden einen Glas Wasser für jede West-Service?

01:26:15: Nein, was sieben machen, sie haben A, ein Reparaturservice.

01:26:17: Das heißt, du kannst deine Sachen zurückgeben und dann reparieren sie die und du musst nichts bezahlen.

01:26:21: Du kannst auch alte Sachen zurückgeben.

01:26:22: Auch Koffer

01:26:23: zum Beispiel?

01:26:24: Ja, Koffer weiß ich gar nicht, ob sie Koffer haben.

01:26:26: Nee, das geht ja bei Remover.

01:26:28: Genau.

01:26:29: Sau,

01:26:29: teurer Koffer, aber du kannst... Immer wieder kommen, und es werden neue Räder angebaut.

01:26:34: Also nicht dir, aber das wäre ich.

01:26:36: Das wäre

01:26:36: aber auch nicht schlecht.

01:26:37: Aber

01:26:38: den Koffer.

01:26:38: Patagonia macht das auch.

01:26:40: Ich habe so Nachhaltigkeitsdingen laufen.

01:26:42: Meine Güte, ich weiß jetzt auch nicht alles genau.

01:26:44: Und er hat ein Buch geschrieben, Ghostsurfing heißt der, also der Gründer heißt irgendwie so.

01:26:49: und dann das Buch heißt Ghostsurfing und das das Wichtigste ist irgendwie so viel geschrieben.

01:26:54: Immer auf Welle, nee, dass die Mitarbeitenden erst mal surfen gehen früh, das ist das Wichtigste.

01:26:59: im Internet oder auf den Wellen.

01:27:01: Jetzt gucke ich, Leute ihr könnt es nicht sehen, aber ich gucke ein wirklich das müdeste Gesicht, während ich das gerade gesagt habe, so richtig so, oh.

01:27:09: Ja, ja, ich finde immer, wir machen...

01:27:11: Storytelling.

01:27:12: Ja, ich finde bei so Firmen immer wirklich, wir machen aber auch, das finde ich immer so ein bisschen traurig, irgendwie hart uninteressant.

01:27:23: Ja, ich habe es dir angesehen.

01:27:25: Okay.

01:27:26: Ich finde es andererseits gut, oder jetzt zum Beispiel sich... Jetzt mein Widerspruch in Patagonia nervt.

01:27:32: jetzt mal rausfinden warum eigentlich mein Argument schärfen wie geht das in so ein Laden gehen ja oder jetzt mal googeln den Chef mit seinem nervigen.

01:27:41: ich bin nachhaltig.

01:27:44: Geil ich finde das.

01:27:45: das ist immer gut.

01:27:47: sich in so Sachen rein.

01:27:48: die so genannten rabbit holes sind das schönste.

01:27:51: ich bin gerade reingegangen.

01:27:54: ich kennst du eine figur namens knossi

01:27:56: ja.

01:27:57: Also

01:27:58: Knossi.

01:27:59: Moment,

01:27:59: kannst du das nochmal sagen bitte?

01:28:01: Wie?

01:28:01: Knossi.

01:28:02: Knossi.

01:28:03: Ja, es ist schön, wenn aus deinem Mund Knossi kommt.

01:28:06: Klingt gut.

01:28:07: Ja,

01:28:07: Knossi waren wir bisher nicht bekannt, aber Knossi hat gerade Stress wegen einer App.

01:28:12: Eine App.

01:28:15: Fanblast, glaube ich, heißt die.

01:28:17: Da ist er Gesellschafter gewesen oder Mitgründer, irgendwie sowas.

01:28:22: Und Fanblast war so, dass sie... Wenn ich richtig verstanden habe, vor allem Onlyfans, wie sagt man da, Teilnehmende, Onlyfans, Akteure

01:28:34: und

01:28:34: Innen.

01:28:36: Also die da Creator.

01:28:37: So sagt man.

01:28:38: Die Creator of Onlyfans.

01:28:41: Josef, ihr kriegt manchmal so Anfragen.

01:28:45: Meine Freundin von Leuten, die eben eigentlich da lieber in dieser Knossie-App, glaube ich, werden, kannst du mir ein Foto von deinen Füßen schicken.

01:28:55: Boah, ja.

01:28:56: Hast du so, hat dich das auch schon mal jemanden gefragt?

01:28:59: Äh, ich glaube wirklich nicht.

01:29:07: Nee, ich werde viel komisches gefallen, aber nach Fußfotos jetzt noch nicht.

01:29:12: Und das ist auch für mich nicht auf meiner Bucketlist.

01:29:19: Ich wollte einfach das Wort sagen, weil ich schon Knossi gesagt habe.

01:29:22: Also Knossi hat Stress mit Fanblast, weil in Fanblast werden eben diese Creatorinnen und Creator.

01:29:29: Es wird der Eindruck erweckt für deren Fans, dass sie dort direkt mit denen Kontakt haben können.

01:29:35: Und ihre private WhatsApp kriegen und hin und her schreiben können und so.

01:29:41: Und dabei sitzen da lauter Angestellte, die diesen Kontakt übernehmen.

01:29:47: Und einfach so.

01:29:49: Also eine Täuschung.

01:29:50: Wie dann der Internetanwalt Christian Zollmügel.

01:29:53: noch mal erklärt.

01:29:54: Und da bin ich irgendwie landet.

01:29:56: Sollenmücke und dann Knossi und so.

01:29:59: Und interessiert dich das, weil du denkst, ich kenne

01:30:01: nichts daran.

01:30:03: Ich weiß nicht, was Knossi ist, wer und von all dem noch nie gehört und bin begeistert.

01:30:11: Weil es sind Wörter, die ich noch nicht kenne.

01:30:14: Es sind Berufe, die ich noch nicht kenne.

01:30:17: Da geht es total ab.

01:30:20: Das vergessen die Leute, die bei so politischen Diskussionen denken, das ist gerade die Hauptdiskussion auf der Welt.

01:30:27: Und ich bin der einzige, der alles daran versteht.

01:30:31: Ja, sieh mal kurz von dir ab und einfach einen Schritt weiter gucken nur.

01:30:39: Drehe dich ein bisschen, ein Tick weiter links oder rechts oder oben oder unten.

01:30:43: Guck ein bisschen woanders hinmal.

01:30:46: Was ist da so los?

01:30:48: Da bist du die Hölle los und du kriegst es überhaupt nicht mit.

01:30:51: Bei Knossi zum Beispiel.

01:30:52: Niemand in meinem Bekanntenkreis spricht zumindest mit mir über Knossi bislang.

01:30:58: Und ich muss hier mal fragen, warum.

01:31:05: Manche Geister sollte man vielleicht nicht rufen, aber bitte.

01:31:07: Nein, ich finde es viel interessanter, als mit lauter so Leuten, die ungefähr sich in den selben Gehege aufhalten wie ich gedanklich oder so.

01:31:18: Ich finde es aufspannend und ich glaube, weil ich gerade in Zypern war, wurde mir noch auf Zypern, da streitet man ja drüber.

01:31:27: Aber nicht hier.

01:31:29: Da wurde mir, wurde ich noch bekannt gemacht vom Algorithmus dann mit jemandem, der heißt Apo Red.

01:31:37: Also, sehr berühmt und reich so.

01:31:41: Womit?

01:31:42: Ja, wenn ich das jetzt wüsste.

01:31:45: Aber Creator.

01:31:47: Ja?

01:31:47: Okay.

01:31:47: Wahrscheinlich so.

01:31:48: Und er hat so created und so und war dann ganz reich.

01:31:50: Und plötzlich ist ja immer, dass sie im zweiten Jahr dann immer so, ah, Leute, ich habe gerade Steuern nachzahlen jetzt.

01:31:58: Und das war bei ihm irgendwie so.

01:31:59: Und deshalb auf Zypern, glaube ich, oder da ist ... Ich glaube keine Auslieferung, was weiß ich.

01:32:07: Das ist, glaube ich, bei ihm gerade so, dass er dann immer noch weiter gespielt hat, so der Vorwurf, dass er in irgendwelchen teuren Autos, mit teuren Uhren und so, aber eigentlich Pleite sei und jetzt aktuell auf Zypern Kellnern würde.

01:32:20: Und da gab es ein Video vor und dann hat er es aber richtig gestellt, das sei nur bei einem Freund, der nur ausgäuften oder so und sich in so eine Welt zu vertiefen.

01:32:29: Dann wirklich reinzugehen und alle Videos, die gesagt werden, das könnte dich jetzt auch und sagen, aber hallo.

01:32:38: Ich finde das gut.

01:32:40: Einfach, das hält ein Wach.

01:32:44: Und es ist gut zu wissen, wenn man auch so sehr manchmal in sich drinsteckt und überfordert ist vom eigenen Leben.

01:32:53: Das ist gerade das Schlimmste auf der Welt, was mir hier gerade passiert.

01:32:57: Und was ist denn da?

01:33:01: Da ist völlig anders.

01:33:02: Da gelten ganz andere Regeln.

01:33:04: Da gibt es um ganz andere Themen.

01:33:06: Und es ist für diese Leute genauso wichtig für mich das andere.

01:33:10: Und guckst du das wirklich mit dieser wissenschaftlichen Distanz Neugierde?

01:33:17: Oder guckst du das auch?

01:33:19: Es gibt ja viele, die auch so Trash TV gucken.

01:33:22: Also so ein Maus der Stars und so weiter.

01:33:25: Das mache ich mit meiner Freundin zusammen.

01:33:28: Wir gucken gerne so Kram und zusammen an und diskutieren die ganze Zeit.

01:33:35: Und stoppen dauern.

01:33:36: also eine Folge von, sagen wir mal, in einer Stunde brauchen wir vier Stunden für immer zurückspulen, nachspielen und so.

01:33:43: Aber ist das eine Art ... Sozialstudie?

01:33:48: Ja,

01:33:50: das klingt mir zu sehr loopy.

01:33:52: drauf und mal gucken, was die Unterschicht macht.

01:33:53: Das meine ich null damit.

01:33:55: So klingt Sozialstudie, zu den Assis rüber.

01:34:00: Ich finde überall Assis.

01:34:04: Mir ist auch alles fremd, weil ich mich immer am Rand fühle.

01:34:10: Das ist meine grundsätzliche Empfindung.

01:34:14: Und darauf reagiere ich je unterschiedlich, mal sehr extrovertiert, um es zu überspielen oder um es auch für mich selber zu überspielen.

01:34:23: Nicht als Schauspiel für andere, sondern um mich in die Lage zu versetzen, mich damit zu konfrontieren.

01:34:30: Also dann ausladend da reingehen und hallo, oder ich bin ganz verschüchtert davon, dass ich denke, hier versteht mich keiner, die sind alle... Ich weiß nicht, schöner als ich, reicher als ich, stärker als ich oder sonst was.

01:34:46: Dieses alte Gefühl, bekommst du irgendwo hin, immer wieder das Thema meines Lebens.

01:34:51: Und ich denke, alle anderen haben vorher die Bedienungsanleitung bekommen für diesen Abend.

01:34:57: Und ich war nicht im Verteiler.

01:34:59: Ich checke nix.

01:35:00: Ich verstehe nicht, was hier los ist.

01:35:03: Warum das gerade lustig war, was da gesagt und belacht wurde und so weiter.

01:35:09: Das habe ich überall.

01:35:11: Deshalb ist gar nicht so ein Horhörmer Asifernsehen.

01:35:16: Ich finde auch Landsasifernsehen.

01:35:19: Und ich finde mich selbst auch ein Asier, um da Missverständnissen vorzubeugen.

01:35:24: Ist das nicht aber manchmal dann auch eine Art Pose, die man dann einnimmt?

01:35:28: Also so ein bisschen ... Nee,

01:35:30: das ist mal ... Ich hätte das gerne nicht.

01:35:33: Ich wäre gerne ... Also inzwischen weiß ich, kenne ich mich so, ne?

01:35:38: Und in der Summe einverstanden damit und was auch sonst.

01:35:44: Das ist es jetzt halt, ne?

01:35:46: Und das ist als Schriftstelle auch, für mich ist das keine Position, sondern das ist meine Position.

01:35:53: Die aber gar nicht so groß ausschläuft, sage ich, ich bin so ein Armer, der so irgendwie nicht reinpasst, sondern ich finde das normal.

01:35:59: Ich finde alles seltsam, alles ein Schauspiel und das ist, das beglückt mich.

01:36:06: Überall gucken, wie du vorhin sagst, wo ist der Fehler?

01:36:08: Denn da ist der Zugang für mich, da ist ein Mensch.

01:36:11: Ja, aber wenn sich jemand ganz sicher ist, diese Leute mit ihren Meinungen und so, das ist wahnsinnig interessant, um zu gehen, mal pissen und dann mich weg.

01:36:22: Dieser Selbstgenuss.

01:36:25: Politisch genannten Gesprächen, sagt mal was zu Gaza und sich, was ist denn, also Entschuldigung?

01:36:33: Was ist denn auf dem Level jetzt?

01:36:36: Meinen die mit, ist mir zu blöd, ist mir einfach zu blöd.

01:36:39: Und es ist nicht Zynismus und Eskapismus, sondern es ist das andere Zynismus, diese Art über Politik

01:36:45: zu gehen.

01:36:45: Warum?

01:36:46: Man durfte schnell in so einem Halbstart ohne Großbuchstaben irgendwo hingebleppert.

01:36:51: Das ist Zynismus.

01:36:53: Und diese Allzuständigkeit von Leuten, es gibt ja im öffentlichen Raum diese Kommentarschleudern.

01:37:00: Und die zu allem, zu jedem Thema und so weiter.

01:37:03: Ich genieße das.

01:37:04: Ich liebe das, dass sie das machen, weil es so ergiebig ist für Studien über diesen Typus Mensch.

01:37:10: Das ist zum Todlachen.

01:37:11: Reden wir jetzt gerade von Menschen, die ... Über das,

01:37:13: was du willst.

01:37:15: Also reden wir von Menschen ... die in der Öffentlichkeit sich an all den politischen Diskussionen beteiligen und dann einen... Keine Ahnung.

01:37:24: Hier ist mein... Ist ja immer so Takes.

01:37:27: Ich habe hier auch nochmal einen interessanten Take.

01:37:30: Oder ich habe hier nochmal... Also das eine ist ja... Das ist eine

01:37:32: Graniositätsempfindung, die einfach wirklich mal mit dem Therapeuten sprechen soll, das ist interessant, was dabei rauskommt.

01:37:40: Also dieses Gefühl von Allzuständigkeit.

01:37:43: Und... Du wirst von bestimmten Figuren, von so Podiumsdiskutaren oder den sehr lauten blauen Haken, die so überall mal kurz reinwachsen.

01:37:53: Du wirst nie hören, das weiß ich nicht.

01:37:55: Das kann ich nicht beurteilen.

01:38:02: Okay, vielleicht lieg ich da falsch.

01:38:05: Wie meinst du?

01:38:07: Nein, nein, nein.

01:38:08: Apothektisch.

01:38:09: Boah, verpiss.

01:38:11: Das ist es.

01:38:12: Ich bin mir da ganz sicher.

01:38:14: Das ist auch so eine ulkige Überschätzung des eigenen Meinungsbildungsprozesses, der hier bei jedem auf so vielen Zufällen beruht.

01:38:26: Mit wem redet man so, was hat man so gelesen?

01:38:29: und ab wann hat das Angelesene das Gefühl, dass jetzt weiß ich alles.

01:38:36: Es geht ja auch um die Art, wie es erzählt wird, um andere auszustechen.

01:38:41: Das ist die Pose.

01:38:43: Stimmt die Art zu sehen, sagt

01:38:44: was.

01:38:46: Man könnte es auch einfach lautmalig machen.

01:38:52: Das mache ich manchmal.

01:38:54: Die Diskussion, dann kommt mein Ton aus und sagt, man sieht es ja im Gesicht.

01:38:59: Das ist aufgetrunken mit den Handbewegungen.

01:39:02: Und der andere soll platt gemacht werden.

01:39:06: Das ist ja das Gegenteil von Interessant oder Diskussion oder... Also dieses gar nicht so ein Gefühl haben, auch nervtsgrade oder nicht?

01:39:18: Was man ja sich selber in jeder sozialen Situation passt grade oder nicht.

01:39:23: Das nützt ja schon diese Frage so zu stellen, oder?

01:39:26: Ist der Ton grad... Also ist mein Gefühl, bin ich vielleicht in der Lage, mein Gefühl zu... regulieren auf die Situation und den adressaten hin oder muss ich einfach jetzt total ich sein?

01:39:42: muss ich ja authentisch?

01:39:45: muss ich hier wirklich ich bin ich eben dumm das ist ungeschlacht es ist das gegenteil von gesellschaft.

01:39:56: gesellschaft heißt Kompromiss, Ausgleich von Interessen.

01:40:01: Du bist so, ich bin so, was machen wir denn?

01:40:06: Aber dieser Genuss, in der Diskussion tot zu machen, damit das zum Schluss hat man dann... Ich weiß genau, wie das ist.

01:40:15: Und zwar egal, bei welchem Thema.

01:40:17: Ich mach das so alle drei, vier Wochen, ich schaffe es sonst nervlich nicht.

01:40:21: Ich finde, ich hab Instagram ist die einzige, das ist ja vergleichsweise, so eine Peaceful, so als App, derer, die da möglich sind.

01:40:31: Das benutze ich und auch sehr gerne.

01:40:33: Da findet man einen wirklich schönen Kontakt mit den Lesern oder mit den Leuten, die sich interessieren für das, was man so tut.

01:40:43: wirklich wahnsinnig nett und das ist eine gute Möglichkeit, selber dort drauf hinzuweisen, was man, was man, also das ist genau die Leute erreicht, die das auch interessiert und man will möglichst wenig Leute nervt, die das nicht interessieren und das ist eine gute Möglichkeit hierzuweisen, ob ich komme auf Lesereise oder ich bringe ein Buch raus oder so und ich habe auch sehr gerne dort rumgucken, was machen andere gerade so, ne?

01:41:12: Aber ich hab hinterher immer schlechte Laune.

01:41:14: Irgendwie macht es mich jedes Mal traurig.

01:41:17: Und ich hab's vom Handy immer, wenn ich so in irgendwas drin bin, oder ich bin gerade in so einer, jetzt zum Beispiel nicht, aber wenn ich in so dieser, wie vorhin gesagt, öffentlich Veröffentlichungsphase bin, oder raustreten, rausgehen, etwas ist fertig.

01:41:30: Und ich hab's in der Hand, ich gehe damit um.

01:41:33: Und nicht, es wird noch, oder so.

01:41:36: Da packe ich's gar nicht dazu sein.

01:41:39: Aber in der anderen Seite dann, wenn man es ja auch benutzt als Marketinginstrument, aber auch eben selber, was früher magazine oder so waren, das ist das dann immer.

01:41:51: Neue Musik kennen, alte Musik, Filme, sonst was Witze, schöne Sachen, die Leute sich ausdenken oder so.

01:41:59: Und trotzdem dann ein, zwei Stunden, die dann plötzlich weg sind, wenn man das durchwischt und wischt.

01:42:05: Ich komme schlecht drauf davon, jedes Mal.

01:42:08: Sogar auf Instagram.

01:42:10: irgendwie ist am Ende auch wir alle einander da irgendwas verkaufen.

01:42:15: Irgendwas so und einander andrehen und sei es nur mein Leben ist so und so.

01:42:21: Also auch man selber, ne?

01:42:22: Wie ich selber da agiere, geht mir dann so.

01:42:25: Ich bin dann immer traurig und ein bisschen wütend hinterher.

01:42:30: Und das ist ja, wissen wir, dass das so, das ist, was diese Dinger am Leben hält, ne?

01:42:35: Dass das daraufhin ausgerichtet ist.

01:42:37: Aber ich kann dem nicht so standhalten.

01:42:39: Aber ich gucke mir trotzdem so, sagen wir mal alle drei, vier Wochen, lese ich.

01:42:45: Irgendetwas, das kann im YouTube sein, wo sehr viele Kommentare drunter sind.

01:42:51: Das Thema ist wirklich egal.

01:42:52: Die Kommentare sind ja auch immer dieselben.

01:42:55: Also es kann genossi sein und es kann völlig wurscht.

01:42:57: Und Lands zum Gaza-Konflikt.

01:43:00: Es knallt.

01:43:00: Ja.

01:43:01: Bei meinen Freunden gestern, die ist Comedian und poste eben so Reels von ihrer Arbeit, also wenn sie auf der Bühne ist.

01:43:11: Und

01:43:11: wir haben gestern Abend, sag sie sich bitte, Hä?

01:43:15: Bei mir streiten sich gerade zwei im Kommentarbereich eines Reals, das ich im letzten, also jetzt sogar vorletzt, ja, also im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es im Jahr ist es.

01:43:41: im Jahr ist es Über die Idee, ausgehend davon, ist das hier lustig oder nicht?

01:43:45: Und was ist Kunst?

01:43:47: Und wer bist du denn?

01:43:48: Und denkt so.

01:43:51: Ich lese mir das dann gerne durch.

01:43:52: So Sachen.

01:43:54: So ein ganzes Kommentar, das ist ein Roman.

01:43:56: Mit den auftretenden Figuren.

01:43:58: Und wer bringt wieder die Schwung?

01:43:59: Und so.

01:44:01: Und einfach als Bestandsaufnahme.

01:44:03: Ah, so wird da gerade, das ist State of Kommentieren gerade.

01:44:10: Ist interessant, ist lustig, ist traurig und man darf es nicht so oft machen, aber es ist aufschlussreich.

01:44:16: Wie wird gerade geredet?

01:44:17: Kannst du das irgendwie zusammenfassen?

01:44:19: Nein.

01:44:20: Das ist ja Quatsch.

01:44:21: Meine Aufgabelschriftstelle ist ja nicht zusammenzufassen und zu sagen, es wäre schön, wenn wir als Gesellschaft ein bisschen anders oder, dass wir einfach uns...ne, meine Aufgabe ist, so empfinde ich sie, nicht erst zu sagen oder zu schreiben, was sein soll, sondern gucken.

01:44:39: Wie ist es und wie können daraus glaubwürdige Figuren sein?

01:44:42: Was ist daran, wie erzählt man es?

01:44:47: In welche Handlung, welche Figuren tue ich das rein?

01:44:50: Was bedeutet das, dass so gesprochen wird?

01:44:54: Davon kann schreiben, dann handeln.

01:44:57: Aber deshalb begreife ich eben gar nicht diese Schriftsteller, die sich auf so Podien setzt, auf eine Briefe zusammen verfassen und Friedrich Merz jetzt irgendwas mitteilen oder Donald Trump oder so.

01:45:16: Also das ist zu meiner Leid, das ist eigentlich Quatsch, das ist das Gegenteil von Kunst.

01:45:21: Das ist das absolute Gegenteil.

01:45:23: Siehst

01:45:23: du das bei allen Künstlern, Künstlerinnen so?

01:45:26: Es gibt den tollen Adorno-Satz.

01:45:28: Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie ich sagen.

01:45:32: Das denke ich dann immer.

01:45:34: Wenn die das so sitzen und sagen, dass sie so fühlen Gefühle haben zum Aus-Konflikt.

01:45:38: So genannten.

01:45:39: Und so.

01:45:40: Hm.

01:45:41: Sehe ich ja hau rein weiter.

01:45:43: Ich freue mich schon absolut nicht auf dein nächstes Buch, weil du als Kützler gerade stirbst.

01:45:48: So ein Quatsch, was für ein Eitlermüll, diese offenen Briefe.

01:45:53: Und danach wird dann gestritten.

01:45:54: Weil dann plötzlich jemand dabei war, den man nicht dabei haben wollte und entspalten sich die offenen Briefschreiber in zwei Lager.

01:46:01: Und man sagt einfach nur, was ist das eigentlich für ein eidles Gewichse?

01:46:05: Was glaubt ihr eigentlich?

01:46:07: Es ist eine Selbstbeschäftigung.

01:46:09: Und als solche zu begrüßen, sind die Leute von der Straße weg.

01:46:14: Aber im Ernst empfehlen.

01:46:16: Es ist doch zum Todlachen, was ihr da macht.

01:46:18: Und das nicht mitzusehen.

01:46:20: Jeder ist doch zum Todlachen, was wir hier machen.

01:46:22: Das ist richtig bescheuert.

01:46:24: Ich sitze hier gegenüber, das ist eine ... ... und einmal im Jahr rede ich so lange ... ... bis nicht mal du mehr eine Frage hast hier mit dir.

01:46:34: Und ja, ich bin ... ... ist irgendwie süß, dass ich einen weißen Anzug an habe.

01:46:38: Ist aber auch richtig ... ... sad oder ... ... ironisch oder verrückt oder so.

01:46:43: Klar, alles sind Deppen.

01:46:45: Würde ich sagen.

01:46:46: Aber ... Alle sind auch liebenswert so.

01:46:49: Aber erst, wenn auch das Depp sein in ihnen, ihnen auch klar ist.

01:46:54: Sonst tut mir der Depp, also dieses sich so sicher sein und sehr geehrte Uno oder so.

01:47:02: Und sich darüber dann zerstreiten.

01:47:03: und so kann man machen.

01:47:04: Aber tu das doch in deine Kunst, verdammt noch mal.

01:47:08: Das ist alles, tu das in die Kunst.

01:47:12: Was ist denn das?

01:47:13: Das ist jetzt plötzlich emotionale Politik.

01:47:17: Das gehört dir alles nicht zusammen.

01:47:19: Das Problem ist die Eindeutigkeit.

01:47:22: Und Eindeutigkeit ist für mich das Gegenteil von Kunst.

01:47:26: Das Tolle an Kunst ist ja im allerbesten Fall, dass sie verschiedenen Menschen auch verschiedenes bedeuten kann.

01:47:34: Aber wenn es ein Aufruf führt an die Gesellschaft oder ein Forderungskatalog, dann verlassen wir, das können Leute auch gerne machen.

01:47:42: Man muss sich doch bewusst sein, wir verlassen den Bereich der Kunst.

01:47:46: Und dazu bin ich zum Beispiel nicht bereit.

01:47:50: Und wenn einer Kunst eine eindeutige Bedeutung eingeschrieben ist, dann ist sie in der Regel schlecht.

01:47:59: Wenn es zu klar ist, ist es platt.

01:48:02: Und so ist es auch mit Künstlern, die diesen Unfug machen, finde ich.

01:48:08: Ich finde einfach nur ich.

01:48:10: Sich so einzulassen auf dem Podium, auf einem Brief, und sie, die eigentlich selbstgespräche sind unter ähnlich Meinenden.

01:48:18: Wenn man das nicht mitkriegt, das ist bitter.

01:48:21: Und das, finde ich, beschädigt dann das eigene Werk und tun.

01:48:26: Weil du es immer überblendest, sag ich, hab ich doch Balanz gesehen, der will doch Raketen.

01:48:30: Oder, guck mal, die will doch keine Raketen, hat sie doch gesagt.

01:48:34: Was ist im Buch?

01:48:36: Da erzählt sie von einem Ehepaar in Wilmington.

01:48:40: Aber die will auch keine Raketen.

01:48:42: Dann spuckst du das so rein und nimmst dir die... Es kann ja sein, dass Leute das für sich entdecken und sagen, ich bin eigentlich Typ Ortsverein.

01:48:48: Ich habe bisher Dramen geschrieben und so, aber jetzt habe ich gerade so ein Ortsvereinsgefühl in mir.

01:48:52: Ja, da wünsche ich viel Spaß.

01:48:54: Aber dann sind wir nicht mehr in der Kunst.

01:48:57: Aber manchmal ist es ja so, dass dann gerade weil Künstler eine große Reichweite haben.

01:49:01: Also Menschen erreichen können, emotionaler sprechen können.

01:49:05: Dadurch könnten sie ja dann auch auf Themen aufmerksam machen und sagen, hier, ich nutze meine Stimme für diese und jene Sache.

01:49:13: Ja,

01:49:14: wenn es ausgewählt ist so, ne?

01:49:16: Ja, ich, ähm, dagegen habe ich ja auch überhaupt ne so.

01:49:20: Ich finde, es hängt einfach davon ab, wie man es macht und auch wie oft, ehrlich gesagt, ne?

01:49:25: Und ob das so dein Job dann ist, einfach.

01:49:28: Ich bin jetzt der Kommentar, Heini.

01:49:29: Gibt

01:49:30: es eine Person?

01:49:31: Ja, ganz viele.

01:49:33: Gibt es eine Person in der, sagen wir aus der Kunstwelt oder Kreativwelt?

01:49:37: Creator.

01:49:39: Wo du denkst, ah, die Person macht das gut?

01:49:41: Ja.

01:49:41: Wer?

01:49:42: Better off.

01:49:43: Wie sprichst du den aus?

01:49:46: Better off.

01:49:47: Ja.

01:49:48: Das war im letzten Jahr so ein Album, wo er, oh Gott, das finde ich, das war eine ganz eigene Qualitätskategorie plötzlich.

01:49:55: Sprechen wir von großer Kunst oder von Olympia?

01:49:57: Ich

01:49:57: spreche von großer Kunst.

01:49:59: So heißt das Album, das ist im November.

01:50:02: Mit dem Monster-Hit für mich sicherlich ein Hit des Jahres.

01:50:06: Da haben wir vorhin bei der Ich-Konstruktion und es ist jetzt eigentlich Ausblick oder Rückblick ausgelassen.

01:50:13: Es gab jetzt wie immer diese Zusammenfassung davon in der eigenen Musik-App, was man am meisten gehört hat und so.

01:50:23: Interessant Vorgänge darum, wie das auch Sogar inzwischen bei Apple Music dann jetzt so ist, wo ich Musik hör, dass du das so posten kannst.

01:50:36: So bin ich.

01:50:37: That's me.

01:50:38: Guck mal.

01:50:39: Und auch Leute, die so tricksen, die im Oktober dann plötzlich noch einfach über Nacht ohne Ton ganz viel so und so Musik laufen lassen, damit das oben landet.

01:50:48: Das

01:50:49: machen sie.

01:50:49: Weil sie irgendwas peinlich ist da oben drin.

01:50:51: Das ist halt dieser Unsinn, das man sich für irgendwas schämt, was da drehen soll.

01:50:55: Bei mir ist zum Beispiel... Gab's bei dir Überraschung für dich?

01:50:59: In meiner Liste?

01:51:00: Ja.

01:51:00: Ja, ich war überrascht, dass DJ Kotze das Album, dass ich das, ich hab's dann doch sehr, sehr häufig gehört.

01:51:08: Und es ist mir gar nicht so, ich hab mir das gar nicht, ich hab das gar nicht, ich hab das gar nicht gemerkt, dass ich das offensichtlich so oft gehört habe.

01:51:16: Ja.

01:51:16: Und das war irgendwie was, das war eine schöne Überraschung.

01:51:19: Ich mochte das Album sehr gern, aber ich hab erst am Ende des Jahres gemerkt, wie gern offensichtlich.

01:51:23: Ja.

01:51:24: Ja.

01:51:24: Das ist das war irgendwie so eine schöne

01:51:27: cool.

01:51:28: Ich hatte auch da so ein paar Überraschungen drin und fand dann so, dass man sofort denkt, weil es auch so in dem Format ist, in dem postbaren Format.

01:51:37: Und man denkt sofort sich als die Selbstdarstellung sofort.

01:51:43: Was sagt das über mich?

01:51:45: Poste ich, das ist cool.

01:51:48: Was man selber so vor sich hin denkt dann.

01:51:52: Oh, das hätte ich nicht gedacht.

01:51:53: Also bei mir zum Beispiel war Rätsel auf der Weise Herbert Grönemeyer relativ weit voll.

01:51:57: Ich wusste den nicht.

01:51:58: Der hat so ein Herbst, so ein Anplaktalbum.

01:52:01: Und da habe ich ein paar mal die Duette oder so Sachen, die ich noch nicht kannte, so direkt angewählen oft gehört.

01:52:09: Und da zweifel ich dann auch ein bisschen an die Zählweise und hab dann sehr viel übergelesen.

01:52:14: Da ist sofort interessant alles.

01:52:16: Bei mir war viel Oasis dieses Jahr.

01:52:19: Gegeben im Anlass.

01:52:20: Und Bedroff weiter eben auch.

01:52:22: Ich glaube, zweitmal ist gehörte.

01:52:24: Welcher Song bei dir?

01:52:25: Von Bedroff?

01:52:26: Das ist doch völlig klar.

01:52:27: In meinem Zimmer.

01:52:28: Ja.

01:52:29: In meinem Zimmer

01:52:30: spielen sich Dramen.

01:52:31: In

01:52:31: meinem Zimmer spielen sich Dramen.

01:52:34: Also, ich liebe den.

01:52:36: Ja.

01:52:36: Ich

01:52:37: liebe den.

01:52:37: Auch so ein Fall.

01:52:38: Die möchtest du beispielsweise auch geschrieben.

01:52:40: Einfach, das ist ja das Tolle auf Instagram.

01:52:42: Komm ich mal über Leuten schreiben.

01:52:45: Sehr feiner Typ.

01:52:45: Wie toll ich den finde.

01:52:47: Du hast den ja auch hier gehabt.

01:52:48: Ja.

01:52:48: Und mich freut

01:52:49: das vor, dass ich das auch berührt, weil das ich dachte eigentlich bei diesem Album, weil das ja so ein... Das

01:52:55: ist ein Roman.

01:52:56: Ist ein Roman, ist ein Ostroman eigentlich.

01:52:58: Oh ja.

01:52:59: Und ich hätte nicht gedacht,

01:53:01: dass es ja so anruhend alles.

01:53:03: Und die ist, oh mein Gott, ich muss ja immer so, ich muss wirklich sofort weinen, wenn es die zweite Lito ist, wo der Vater LKW fängt.

01:53:13: Ja.

01:53:13: Und

01:53:13: er schlief immer ein, wie ist diese Zeile?

01:53:16: Wenn ich aufwachte, waren wir immer schon da.

01:53:20: Genau.

01:53:23: Er wollte eigentlich mit dem Vater im Lkw durchmachen und wach bleiben, aber er ist immer eingeschrafen, er hat es nicht geschafft.

01:53:30: Ja, sowas in der Richtung.

01:53:31: Ja, das ist dieses Lied, Papa fuhr immer einen großen Lkw.

01:53:35: Wahnsinn.

01:53:36: Ja.

01:53:36: Also in meinem Zimmer ist ... der Monster Hit, aber das hier ist so, das bringt mich eben wirklich zum Wein.

01:53:48: Sein Vater Lkw-Fahrer ist auf den Mitgefahren mit ihm und sah seine Aufgabe als Kind.

01:53:54: Er war stolz, dass man so weit oben sitzt auf dem Beifahrersitz im Lkw und dass der Papa nicht einschläft.

01:54:02: Er hat ihm vorgelesen, also laut dieses Liedtexte.

01:54:08: Da war eine Zeile drin.

01:54:12: Also er ist doch immer eingeschlappt.

01:54:13: Er wollte immer wach bleiben.

01:54:14: Man hat gedacht, ich muss auch, das ist ja das Grün, dass manchmal Kinder, gerade auch in Familien, wo es ein bisschen schwieriger ist oder so, immer das Gefühl haben, sie müssten total mit anparken.

01:54:25: Das

01:54:25: ist ja eine Aufgabe, ja.

01:54:27: Ja, also, aber nicht so eine Kinderaufgabe, die man hier haupt, den steigt ganz lange auf den Kreis so.

01:54:36: Muss man kurz eine Stunde irgendwie was anderes machen, so?

01:54:38: Irgendwas scheiß so, sondern ... ist die Kinder aus sich heraus ... Oh Gott, ich bin gefordert, ne?

01:54:44: Das ist die eigentlich so erwachsene Sachen machen müssen, weil es irgendwie in der herausfordernde Lage gerade ist.

01:54:51: Und dann hat man ... später was, was man sein Therapeuten erzählen kann, ist ja auch gut, weil man ein bisschen plott.

01:54:58: Und das ist in diesem Fall also den Vater wachhalten.

01:55:01: Und er will natürlich auch ... wie so ein Abenteuer für den Kind, ne?

01:55:05: Ich will auch durchmachen.

01:55:07: Und jedes Mal nimmt er sich vor.

01:55:08: Ich bleib wach.

01:55:09: Ich bleib wach.

01:55:10: Ich bleib wach.

01:55:11: Ich muss auch auf Papa aufpassen.

01:55:14: Und dann kann ich Montag in der Schule erzählen.

01:55:15: Ich hab durchgemacht.

01:55:17: Und es hat nie geklappt.

01:55:19: Er ist jedes Mal doch eingeschlafen.

01:55:21: Und dann kommt diese rührende Zeile.

01:55:24: Also immer irgendwann schliefe ich ein, schliefe ich ein.

01:55:28: Und immer, als ich wach wurde, waren wir schon da.

01:55:32: Das klingt mich.

01:55:33: Die Zeile klingt

01:55:34: mich.

01:55:34: Krass, krass.

01:55:35: Und immer, als ich wach wurde, waren wir schon da.

01:55:38: Und da ist so.

01:55:39: was, ich hör das so, da ist so ein Urvertrauen, wird da abgebildet.

01:55:45: Das Kind kann schlafen, der Papa macht das.

01:55:49: Durch die Nacht, was für ein schönes Bild, fährt so eine riesige Maschine da durch unbekanntes Gebiet, muss irgendwo hinkommen.

01:56:01: Man muss auch als Kind ein bisschen mit anpacken, weil es ... Der muss wach bleiben.

01:56:06: Nee, irgendwann immer eingeschlafen.

01:56:09: Immer, als ich wach wurde, waren wir schon da.

01:56:11: Ein Urvertrauen, der Vater hat das geregelt.

01:56:15: Der hat gesagt, wir fahren jetzt dahin.

01:56:17: Und diese Verlässlichkeit, der Papa hat das gesagt.

01:56:21: Und ich konnte mich ausschalten.

01:56:25: Und es ist das eingetreten, was der Papa gesagt hat.

01:56:28: Wir sind dann angekommen.

01:56:30: Dann waren wir schon da.

01:56:32: Und ich konnte die Augen schließen, die war sicher.

01:56:35: Und musste mir keine Sorgen machen, dass es schief geht oder dass irgendwo anders hin, sondern das passiert, was kommt.

01:56:41: Und das finde ich unglaublich rührend.

01:56:45: Also, wenn ich es mir vorstelle, so... Und ich habe da bei mir einen Mangel auch bemerkt, weil ich dies... Ich merke, die Scheiße, das habe ich leider nicht gehabt, nicht erlebt mit meinem Vater.

01:56:59: Also dieses Grundvertrauen, es wird gut werden.

01:57:02: Es wird nicht in kaos- und cholerischem kaos-münden oder enden, sondern wenn's wieder hell ist, sind wir da.

01:57:14: Papa hat das gemacht.

01:57:16: Und ich konnte schlafen und war nicht gefährdet oder musste auch nicht helfen oder so.

01:57:23: Wir haben beide so Söhne in den unvergleichenen Alter, so dreizehn.

01:57:29: Und dann, weil ich tatsächlich auch gedacht bin, bin ich der Vater, auf den er sich verletzt.

01:57:34: Also, ich hatte das wahnsinnig berührendes geliehen, ne?

01:57:37: Das ist die Aufgabe des Vaters.

01:57:39: Das durchs Dunkle und Verlässlichkeit.

01:57:43: Wir fahren jetzt abends los.

01:57:46: Und morgen sind wir in, weiß ich, kein langes Sofiehaar, oder wo man sein kann, bis zum Lkw.

01:57:51: Beziehe ich mich jetzt auf alte Serien auf Achse mit Manfred Krug.

01:57:59: Was berührt dich eigentlich mehr, wenn du bei einer Kunst, also wie so ein Song, also dich berührt der Song, weil du da ein Mangel empfindest und das jetzt auch anders machen willst oder auch anders machst?

01:58:12: Berührt

01:58:13: dich das deswegen so sehr, weil du das bei dir so andockt?

01:58:18: Die schönste Antwort ist wahrscheinlich, und diese Antwort sollte man überhaupt viel öfter verwenden.

01:58:27: Ich weiß es nicht.

01:58:30: Denn das ist Kunst.

01:58:32: Ich kann beschreiben, was es auslöst in mir unter anderem und so, aber schon dabei ist es, als ob man ein Traum erzählt, für den adressaten, unerträgliches, kwecksilbriges Gelalle.

01:58:48: Es verflüchtigt sich in dem Moment, in dem man es formuliert.

01:58:52: Man merkt das auch beim Riesen.

01:58:55: Also nicht in so... Ich weiß es nicht, wie das so bei den etwas einfacheren Formen der Musik und der Texte gerade in so eine lange Dokumentation mit Peter Maffay gesehen.

01:59:11: Es ist wie ein Lied über irgendwie den Sohn oder dann alle, genau so bei meinem Sohn oder irgendwie so.

01:59:23: Das ist auch auch total... Legitim.

01:59:27: Ich freue mich immer, ich gucke mir auch wahnsinnig gerne an Dokumentationen über Musiker, Musik, die ich doof finde, die mich nicht interessiert oder so, weil ich es immer interessant finde, wie auf Bühnen gehen und was da die Magic ist, das was Leute daran interessieren.

01:59:45: Ich finde das immer interessant.

01:59:47: Bettereuf ist aber natürlich ein wirklicher Dichter.

01:59:51: Das ist ein Poet, das ist ein Genie.

01:59:53: Ich finde, der hat die Bühne betreten und ich Zum ersten Mal, wir haben hier schon mal über ihn geredet.

01:59:59: Da hatte ich dir vom Dussmann-Lied, glaube ich, erzählt und du hast mir jedenfalls erzählt von Jills Anderson.

02:00:09: Ja,

02:00:09: genau.

02:00:10: Und das kannte ich noch nicht und habe es sofort danach in mein Herz geschlossen.

02:00:16: Und jetzt mit diesem Album, große Kunst, der ist jetzt da.

02:00:21: Der ist klar auf den Saum.

02:00:25: So.

02:00:26: Ich finde, im Moment, wenn ich es so überlege, es gibt echt viele sehr gute Sachen gerade von deutschen Künstlern.

02:00:34: Aber das so größte, eigenständigste Ding war für mich jetzt eindeutig dieses Album besser auf.

02:00:42: Der ganze Act von ihm.

02:00:44: Für mich ist es so unergründlich und es ist schön, dass du das so sagst.

02:00:47: Aber

02:00:47: das Unergründliche ist geil.

02:00:50: Weißt du, man könnte noch genau beobachten, wozu?

02:00:52: Das ist Kunst.

02:00:53: Das erwischt dich und wusstest gar nicht, dass du da erreichbar bist oder so, oder dass mir die Kunst das erklärt.

02:01:01: Das ist eben nicht von seinem Vater handelt und das geht nur, indem es genau von seinem Vater handelt.

02:01:06: Das ist Kunst.

02:01:09: Wenn es

02:01:09: klappt.

02:01:11: Man schreibt die eigene ganz persönliche Sache auf und ist dann aber Poet und dann geht das nicht um.

02:01:19: um Authentizität, sondern um Wahrhaftigkeit.

02:01:22: Und dann müssen die Reimgut die Wörter nicht so groß sein und so.

02:01:29: Und dann wird es viel deutlich.

02:01:33: Dann wird es für viele Leute können sagen, das ist mein Lied.

02:01:37: Das ist meine Kinder.

02:01:39: Das ist mein Vater oder auch nicht.

02:01:41: Oder den Vater hätte ich gerne gehabt oder so.

02:01:46: Das ist das tolle.

02:01:50: Unglaublich.

02:01:51: Kraft der Idee Kunst, das ist so einzeln, so subjektiv ist.

02:01:57: Und wenn es ganz, ganz subjektiv ist, dann ist es dadurch allgemein gültig.

02:02:01: Es ist dann so wie ... Wahrscheinlich, wenn man ... Einmal durch die Globos bohrt oder so, du kommst auf der anderen Seite dann an.

02:02:11: Ja.

02:02:12: Ich find das so fantastisch, weil das ... Als ich das Album hörte ... Und vor allem diesen siebzehnten Juli-Song.

02:02:21: Ich habe wirklich geheult dabei.

02:02:23: Ich habe geheult und mein Sohn saß auf dem Sofa und sagte, wieso weinst du denn nicht so?

02:02:27: Ich kann es dir auch gar nicht sagen, weil bei uns ist niemand geflohen in der Familie.

02:02:33: Ich kenne das nicht, aber ich kenne natürlich so ein bisschen dieses DDR-Gefühl, das kenne ich.

02:02:38: Und dann erzählte mir mein bester Freund, der Belgier.

02:02:41: der nun auch gar keine Fluchtgeschichte hatte, dass ihn das Song auch so berührt.

02:02:46: Und dann erzählst du mir, dass dich das auch so berührt, der LKW und so weiter.

02:02:50: Und das ist irgendwie ein Monster Gänsehaut, weil das ist das fantastische

02:02:54: ... Du hast ja auch wirklich Goosebumps.

02:02:57: Nein, ich sag keine Goosebumps.

02:02:59: Nein, ich sag Gänsehaut.

02:03:01: Genau.

02:03:02: Banneln ist es total ... Aber das ist wieder so ... Ja, weißt du, das wäre jetzt komisch gewesen, wenn du Goosebumps sagst.

02:03:07: Ja.

02:03:07: Also, und ... Aber auch das hätte ich hingenommen.

02:03:12: Danke.

02:03:13: Nein.

02:03:14: Sondern es gibt bei diesen Beobachten bei Leuten, weil das ist der sagt, das ist das.

02:03:19: Es gibt nicht um Schnellhingrichtungen ohne Prozess oder so, sondern zu sagen, so empfinde ich es ist immer diese großen Regeln, die gelten für mich.

02:03:32: Das ist das, was ich im Moment, so wie ich es denke, fertig runtergekocht.

02:03:37: Ich nehme die Welt.

02:03:39: und die Menschen, die es gerade gibt als Schriftsteller.

02:03:43: Ich gehe nicht in die Utopie und wünsche mir einen Menschen so und so, sondern so wie es gerade ist auf dieser Welt, in dem kleinen Ausschnitt, der mir zugänglich ist oder den ich aufsuche, um etwas zu schreiben.

02:04:00: Wie gesprochen wird, wie geliebt wird, wie Bahngefahren wird, alles.

02:04:07: Ich nehme das hin.

02:04:09: Und das ist das, was ich in der Therapie nie checke und immer will, radikale Akzeptanz.

02:04:16: Der begriff der einfach meine Fresse, mit ihm kann man sich so lange beschäftigen, es

02:04:20: klappt nicht.

02:04:22: Aber im Beruf ist das die Grundzutat.

02:04:25: Würdest du das gerne können?

02:04:26: So ist das.

02:04:27: Ja, einfach, also Matze, und wenn wir jetzt kitschig hier irgendwie in die Kamera gehalten hättest, deinen Unterarm und gesagt hättest Gussbams.

02:04:36: Je nachdem wie unser Verhältnis, wie gerade die Stimmung ist, hätte ich dann gelacht, weil es bescheuert wäre, wenn du es sagst, aber irgendwie auch lustig, dass du darüber, dass du auch diese Geste mitmachst, die dadurch dann gar nichts mehr bedeuten.

02:04:50: Leute zeigen einfach irgendwo hin und sagen, ich habe Gänsehaut.

02:04:52: Ich bin so, ja, wird schon stimmig.

02:04:53: Ich kann es von hier aus nicht.

02:04:54: Ich bin auch ein bisschen kurz oder weiss.

02:04:56: Keine Ahnung.

02:04:57: Habt ihr's eben nicht gesehen, was auf deinem Unterarm losfahre?

02:04:59: Mir war richtig was los.

02:05:01: Ja, ich vertraue dir da.

02:05:03: Aber es ist so eine abgenudelte, gehst du immer, oh, Gußbamps, so.

02:05:07: Aber ist doch geil, das wird genommen.

02:05:10: Gußbamps.

02:05:11: Und das ist sozusagen meine Idee dieses Berufs, ja.

02:05:16: Ich sitze nicht auf dem Podium und sage, wir müssen als Gesellschaft, sind es einfach Quatsch, wir als Gesellschaft.

02:05:24: Das ist einfach Unsinn für den Künstler.

02:05:26: Das ist das Dümste.

02:05:27: Wir als Gesellschaft.

02:05:29: Ja, das ist gegen Herrn Baderhoff, Vater, der Belgier versteht das.

02:05:37: Wie es ist, wenn der Vater aus der DDR fliegt über Nacht.

02:05:41: Der Belgier von dem Mercedes sagt, boah, da muss ich heulen.

02:05:46: Aber wenn Baderhoff jetzt sagen würde, wir müssten als Gesellschaft Dann würde der Belgier sagen, ich will mir mal ein Bier holen.

02:05:54: Jetzt kommt richtiger Quatsch.

02:05:56: Ich verstehe das nicht.

02:05:59: Du

02:05:59: bist ja schon eine Weile auch auf der Welt, sag ich mal.

02:06:01: Und du bist ein Ticken-Elter.

02:06:03: Ist es schon immer so gewesen, dass Künstler und Künstlerinnen sich so sehr auf Podien setzen, wie jetzt gerade?

02:06:08: Oder ist das was Neues?

02:06:09: Ist das zeitgeistig?

02:06:11: Also das...

02:06:13: Es gab schon in den Achtzigern, die ich ja so auch, also in den Jagen, in den Siebzig?

02:06:20: In den Achtzigern gab es viel so, es gab dieses große Live-Age, in den Achtzigern.

02:06:27: Musikern, Musiker haben sich oft getroffen in den Achtzigern, so Wackersdorf, Atomproteste und so.

02:06:36: Das ist auch was anderes.

02:06:37: Wenn wir die Konzerte geben, das ist was anderes als der Podiumsdiskut, im besten Fall.

02:06:42: Wenn lächerliche YouTube Bono dabei ist, dann ... Kannst auch eine Podiumsdiskussion werden im Konzern.

02:06:50: Da muss man aufpassen, dass der einfach nicht dabei ist.

02:06:53: Das ist einfach schrecklich.

02:06:55: Müll.

02:06:56: Also das geht nicht.

02:06:58: Warum nicht?

02:06:59: Nein.

02:07:01: Also tut mir leid.

02:07:04: Südafrika, hier ein Tropfen Wasser oder so.

02:07:09: Das klingt jetzt furchtbar spießig.

02:07:10: Aber wenn man auf irgendeiner Kanalinsel die eigenen Namensrechte oder so hinverschiff.

02:07:17: damit man in Irland Steuern zahlt oder umgekehrt oder nicht in Irland oder jedenfalls irgendwie von den vielen Millionen, die da reinprasseln für dieses eierige, gepredige, eben wie nur Null, drei Prozent Steuern.

02:07:34: Erstens, du bist ein Arschloch.

02:07:35: Und zweitens gibt mal du auf gar keinen Fall irgendwem Empfehlung und sagt, wir müssen alle in Euro für Wasser, Alter.

02:07:41: Gib mal die Millionen her und lass mal davon.

02:07:45: In dem Land, in dem du wohnst, also Bushalte stellen, Spielplätze kaufen.

02:07:52: Und du machst dir das rückwirkend und danach ist ja super interessant für uns, was du über afrikanisches Wasser denkst.

02:07:59: Vorher einfach als Maul.

02:08:03: Einfach halt die Fresse.

02:08:05: Es ist wunderschön, dass du da mit allen Präsidenten und so Rumsitz und Rumverhandelts und so Malaria, Bill Gates, super geil.

02:08:15: Erstens, dann lasst die Musik weg, dann stolpern wir, dann kreuzt nicht unsere Wege nicht.

02:08:21: Und also, wer da so rumträgt und so, ich verstehe nicht.

02:08:27: Ich verstehe einfach dann die Idee von Geld nicht.

02:08:30: Ist doch cool.

02:08:32: Bums, alles bezahlen.

02:08:34: Hier, nehmt, fünfzig Prozent von allem.

02:08:37: Ich reiche jetzt auch wirklich nicht.

02:08:39: Bono reicht wahrscheinlich auf Taxi-Quittungen ein.

02:08:41: Oder geht irgendwie, weiß ich nicht, mit Bill Gates Essen Anlass der Bewirkung Malaria.

02:08:53: Und dafür Sanne Blalissande ein bisschen mehr Geld davon verdienen, weil man da was ausgelegt hat.

02:09:01: Da ist Geld drin, da verstehe ich Geld nicht.

02:09:05: Alles zahlen weiß ich, die Quittung habe ich nicht.

02:09:07: Nicht Kanal hier nicht irgendwie null Komma drei oder was weiß ich wie viel ist einfach scheiße

02:09:13: nicht steueroptimiert möchte

02:09:14: nichts hören von von dem dann

02:09:16: ja okay nachvollziehbar

02:09:18: gut

02:09:19: ne nämlich nämlich wir waren bei ist das jetzt mehr oder weniger

02:09:25: genau?

02:09:27: es ist gerade so sehr viel.

02:09:29: er findet mich auch

02:09:30: jedenfalls und das ist auch nicht sprechen das ist gerede.

02:09:36: Ich habe neulich habe ich ein Interview gesehen und das hat mich irritiert.

02:09:40: Es war Peter Fox, der in einem Podcast war ungeskriptet.

02:09:47: Und ich fand das erst mal gut, dass er da war und dann sprach er über Steuern.

02:09:53: Ich jetzt auch gerade komisch.

02:09:55: Und ich habe mich gefragt, also ich habe gedacht, ging es um Steuergerechtigkeit oder Steuerungerechtigkeit.

02:10:00: Und ich sah das so und ich sah ihn darüber sprechen und dachte so, ich will eigentlich, dass du Haus am See singst.

02:10:05: Ja.

02:10:06: Ich will nicht, dass du über Steuergerechtigkeit.

02:10:08: Es ist blöd, dass ich jetzt gerade über Steuergerechtigkeit gesprochen habe, ne?

02:10:12: Weil ich

02:10:12: auf deiner Seite bin in dieser Idee.

02:10:16: Wir haben ja viel heute über Widersprüche gesprochen und so weiter.

02:10:19: Das ist dann einer, aber ich finde...

02:10:22: Das sehe ich genau.

02:10:22: Und ich finde, wenn es schiefläuft bei Peter Fox, ist mir das jetzt so nicht aufgefallen und da müsste auch viel vorfallen, um einem... dessen Werk kaputt zu machen.

02:10:32: Aber die Leute da sind auf einem guten Weg auf diesen Podien.

02:10:37: Die Schriftsteller, die da immer sitzen und dauerhaft vorwurfsvoll irgendwelche Bilder.

02:10:42: Uninteressant, dieser Hochmut zu denken, dass würde irgendjemand wirklich hören, der anderer Meinung ist.

02:10:51: Das ist ja schon das lächerliche.

02:10:53: Also einfach wehen.

02:10:55: ist immer die Frage.

02:10:57: Wen interessiert diese alte Gag?

02:11:00: Für wen, dass sie sich selber, denn es ist doch ihr Beruf, reflektieren nicht, was passiert, warum passiert das?

02:11:08: Diese Überlegung, es muss ihnen noch klar sein, dass sie da Figuren sind, wie wir alle in allem, dass sie das nicht checken, was für komische Cordsacko-Scheiße, egal was sie anhaben, es ist Cordsacko-Scheiße.

02:11:25: Wir fahren jetzt mal in den Osten, um uns da so richtig... Ja, was?

02:11:30: Ihr fahrt jetzt einmal in den Osten, setzt euch dahin und auch Menschen vor Ort kommen zu Wort.

02:11:36: Sättet ihr die scheiß SPD oder so?

02:11:39: Und wenn ihr das jetzt noch ein paar Jahre macht, eure Bücher werden davon überschattet.

02:11:45: Nee, ich kenne dich jetzt aus dem Fernsehen und so.

02:11:48: Hat so eine ganz schön klare Meinung zu scheißegal was.

02:11:53: macht die Kunst kaputt.

02:11:54: Und es ist... Ich finde wirklich für das Publikum, weil es nervt einfach, aber auch für die Kunst, weil man ja merkt, wie der berufliches Werkzeug versagt.

02:12:12: Sonst würden sie das ja nicht machen.

02:12:14: Das Instrumentarium, das der Schriftsteller zur Verfügung hat, nämlich sich Sachen anzugucken und zu gucken, Warum ist das so?

02:12:23: Wer redet wie aus welchem Grund mit welcher Motivation?

02:12:28: Was will der immer den Unterschied zu sehen zwischen?

02:12:32: Was will diese Person sein?

02:12:34: Wer will sie sein?

02:12:36: Und wer ist sie?

02:12:38: Also wie ist es in dem backstage Raum?

02:12:41: Wie redet die da und wie wird sie auf der Bühne?

02:12:44: sozusagen was mit was parfümiert sie sich jetzt gerade diese Person?

02:12:49: mit welcher?

02:12:52: Weltweisheit.

02:12:54: Und dann kann Vergnügen entstehen.

02:12:59: Das sind dann wahrhaftige Menschen.

02:13:01: So kann man sie entwerfen.

02:13:02: Das ist das Grundwerkzeug des Schriftstellers.

02:13:04: Das durchschauen und einzusetzen.

02:13:09: Denn so entstehen Figuren.

02:13:13: Dass sie das aber sich selbst außer Kraft setzen.

02:13:16: Und nicht checken.

02:13:18: Kein Monitor in eigener Sache sozusagen.

02:13:21: wie sie da gerade wirken, wie sehr sie gerade da nerven und wie sie das entschuldige bitte aber wirklich nur für sich selber tun.

02:13:33: Warum für sich selbst?

02:13:35: Weil es doch erkennbar überhaupt keine Wirkung hat, eine andere als die Nerven, dass man lachen muss, wenn man das sieht.

02:13:47: Das überzeugt doch niemand.

02:13:50: Es ist doch ein

02:13:51: absoluter Verrat an ihrem eigenen, an der Kunst.

02:13:56: Die Kunst hat doch die Möglichkeit, so wie bei Battle Wolf gerade, mach doch das.

02:14:02: Das ist doch viel geiler.

02:14:03: Pack doch da rein deinen Befund, deine Idee, wie es sein sollte oder wie es gerade ist oder was auch immer.

02:14:10: Tu das doch in die Kunst.

02:14:12: Mach doch ein Theaterstück, mal doch ein Bild.

02:14:15: Labe uns doch nicht voll.

02:14:17: Bist du ein Talkshow-Deb sein oder bist du ein Künstler sein?

02:14:21: Aber wenn du als Künstler ein Talkshow-Deb bist, dann ist deine Kunst Merchandise fertig.

02:14:28: Ich habe das auch dann in persönlichen Begegnungen mit Leuten, die so Podiums-Heinis sehen und sagen, du musst da hinkommen, du musst das unterschreiben.

02:14:37: Die offenen Briefe.

02:14:38: Ja.

02:14:39: Und ich stehe da vor, das ist mir ein Rätsel.

02:14:45: Also, mit sich selbst so einverstanden zu sein, dass man in so einen Predigartigen kommt, mit sich selbst komplett einverstanden zu sein, ist ein Hauptsymptom von Dummheit.

02:14:57: Und da wirklich das ist jetzt wichtig, dass wir hier alle jetzt gerade... Ja, aber es gibt so viele Sachen, die auch gerade jetzt wichtig sind.

02:15:06: Es ist alles scheißegal, alle Weltprobleme, wenn wir es nicht hinkriegen, die Klimakatastrophe aufzahlen.

02:15:16: Das ist eine wissenschaftlich gedeckte Wahrheit.

02:15:22: Also ist jede Diskussion, eine Demonstration, die nicht vom Klima handelt, Quatsch.

02:15:28: Ja, das ist legitim das zu denken.

02:15:32: Und genauso legitim ist es, wenn wir jetzt nicht Ukraine oder so, dann ist Europa und dann Bums.

02:15:39: Irgendwie so.

02:15:40: Und das ist das größte Problem.

02:15:42: Auch wahr.

02:15:43: Stimmt auch.

02:15:44: Und dann geht es auch noch viel kleiner.

02:15:45: Wenn irgendwie Leute sind für eine oder gegen eine Umgehungsstraße oder so, das bewegt ihr Leben mehr als das andere jetzt gerade im Moment.

02:15:54: Und wenn man das irgendwie nicht checkt, dass das alles gleichzeitig auch ist.

02:15:59: Und das kann eben Kunst.

02:16:01: Das kann Kunst.

02:16:02: Aber das kann so ein Polium nicht.

02:16:05: Also in diesen Kommentarstreitigkeit, wo diese Leute auch immer so sicher sind mit sich.

02:16:13: Sie sind sich vollkommen sicher.

02:16:15: Da hab ich vergnügen dran.

02:16:18: Meinst du auf dem Podium oder im Kommentar?

02:16:20: Ja,

02:16:20: beides.

02:16:21: Das ist ja auch eine Art Podiumsdiskussion.

02:16:23: Das ist auch öffentlich.

02:16:24: Man kann es bestaunen, die Leute verhalten sich dort auch anders, als sie sich im Zwiegespräch gar noch echt anderen Gegenden fallen würden.

02:16:32: Und deshalb weiß ich auch gar nicht, ob man da mit Borts streitet.

02:16:37: Doch, man streitet mit Maschinen in jedem Fall.

02:16:42: Auch wenn es anderen Mensch ist, weil wir uns alle dort wie Maschinen verhalten.

02:16:48: Wir verhalten uns dort wie dort es Usus ist, sich zu verhalten und wir werden zu beschissenem Monstern.

02:16:55: Jeder.

02:16:57: Ich auch, in dem was ich fühle, ich kommentiere es nicht.

02:17:01: Machst du das?

02:17:02: Schreibst du kommentar... also

02:17:03: nop.

02:17:04: Nein, nie.

02:17:05: Also ich schreibe mal einen Kommentar.

02:17:07: Ich glaube bei dir kann man nur kommentieren, wenn man dir folgt.

02:17:09: Ja.

02:17:10: Und dadurch, dass ich dir aber nicht folge, weil ich niemanden folge, kann ich da nicht kommentieren.

02:17:13: Aber wenn jetzt keine Ahnung, Akki Boss in neuen Song hat und ich den toll finde, dann schreibe ich Herzchen Gelb oder sowas.

02:17:20: Also so.

02:17:22: Aber das würde ich nicht als kommentieren zu zeichnen.

02:17:24: Nein, aber ich würde nie im Leben... Nein,

02:17:25: ich schreibe auch manchmal, wenn ich was toll finde.

02:17:27: Ja.

02:17:27: Aber ich

02:17:29: würde nicht schreiben ... Was

02:17:31: ist das für ein Scheiß?

02:17:33: Ja, toll.

02:17:34: Hauptsache, du hast Spaß.

02:17:35: Was ist eigentlich dein Kommentar zu ...

02:17:37: Ja, genau.

02:17:39: Wie kann man ... Thanks.

02:17:40: Wie

02:17:40: kann man nur so jemand eine Plattform geben?

02:17:42: Und da ist ... Mein Lieblingskommentar.

02:17:46: Ja,

02:17:46: das ist ... interessant.

02:17:50: Interessant verrückt.

02:17:52: Ich finde, am besten ... Leute, ich verstehe nicht, wie man ... Mir ist ein Rätsel ... Wie kann man nur das und das?

02:18:00: Du solltest.

02:18:01: Ja oder ich werde nie verstehen.

02:18:04: Es will mir nicht in den Kopf.

02:18:06: Es ist mir ein totales Rätsel.

02:18:08: Ich habe keinerlei Verständnis für so und so.

02:18:11: Und da ist meine Antwort die folgende.

02:18:14: Die einfach aus dem Beruf und Instrumentarium des Schriftstellers.

02:18:17: Hier kommt die Antwort darauf.

02:18:18: Auf dieses.

02:18:20: Ich verstehe nicht wie man sagt.

02:18:21: Versuch's doch mal.

02:18:23: Das ist da, wenn ich konstruktiv lese dort und nicht erschüttert oder selber Partei ergreifen.

02:18:30: Weil ich manchmal auch wirklich, natürlich, man guckt sich sachten an und hasst sie oder so.

02:18:36: Da findet wen bescheuert oder so.

02:18:38: Und liest durch diese Kommentare und dann macht einen das Hüten, was der schreibt, dann denkt man ja im Kopf sich auch, man spricht ja damit und so, aber ich bin ja nicht so dumm, das da hin zu schreien.

02:18:47: Was ist denn das für ein... Das ist doch so schön an Gesellschaften, so dass man auch ein bisschen Kontrolle, dass man sich was anzieht, wenn man aus dem Haus geht.

02:18:57: Weil man kein Kleinkind mehr ist, unterscheidet zwischen Denken und Lautsagen und so.

02:19:03: Und sich das so ein bisschen überlegt, passt es gerade.

02:19:08: Und dieses, ich werde niemals verstehen, wie ich versuche es mal.

02:19:13: Und aus vollem Gründen.

02:19:14: Es ist hochinteressant.

02:19:16: Das ist so wie, das klingt so ein bisschen nach ... Adeligen Polo-Shirt.

02:19:22: Internats-Scheiß.

02:19:24: Was manche Leute mit meinem Namen aussitieren.

02:19:26: Ich muss immer sagen, leider nein.

02:19:27: Keine Schlösser, leider nicht.

02:19:30: Kein Geld, kein Polo-Shirt.

02:19:32: Das schon, aber nicht im Internat.

02:19:34: So mit Internatswappen, Debate-Tick-Clubs.

02:19:38: Debattier-Clubs.

02:19:40: Das ist das jetzt.

02:19:42: Ich werde niemals verstehen sagen, probier's mal.

02:19:44: Lass uns das mal probieren.

02:19:46: Zu verstehen, was der andere da sagt.

02:19:49: Der ist ja auch ein Mensch und vielleicht, also der hat auf jeden Fall das Recht, auf mal das so zu sehen.

02:19:56: Warum sieht denn der das so?

02:19:57: Ich nehme jetzt mal die Haltung ein, dass jetzt die Baiting klappt.

02:20:00: Du musst jetzt an der Verrat halten, du bist für Steuererhöhung.

02:20:04: Danach bist du plötzlich in der Gruppe gegen Steuererhöhung.

02:20:07: Und lernst einfach nur diskutieren, lernst die Handwerke so dadurch.

02:20:16: Und das... sollte man da anwenden, einfach zu gucken, wie kommt der jetzt da drauf?

02:20:23: Und zwar, erstmal positiv so drüber denken.

02:20:27: Ist da vielleicht auch was dran.

02:20:31: Und sei es nun, dass man Beweise sammelt, um das eigene Argument oder die eigene Sichtweise, die LG-Gesetz ist, zu schärfen, einfach sich genauer angucken, wie kommt der da drauf und so.

02:20:42: Also ich werde nie verstehen, wie jemand sagen kann, das ist wirklich... Dann ist man nicht fähig an Gesellschaft teilzunehmen.

02:20:51: Und zu gucken, ich will das, du willst das.

02:20:56: Was machen wir jetzt?

02:20:57: Ja meine Meinung ist besser als deine.

02:20:59: verpiss dich, du Arschloch.

02:21:00: Wir machen meinen Weg.

02:21:01: Ja dann viel Spaß.

02:21:04: Im Stadion oder so.

02:21:06: Ich musste mit meinem, vor kurzem ins Berliner Olympia Stadion, herrter BSC gucken.

02:21:12: Ja, war es gut?

02:21:13: Ergiebig.

02:21:14: Ich finde dieses Stadion... Wirklich unangenehm.

02:21:19: Das schreit so laut Hitler, die Stadion.

02:21:23: Bäh.

02:21:25: Ich verstehe nicht, warum das nicht weggebobbt wurde.

02:21:27: Also nach dem Krieg.

02:21:30: Riefenstahl, Horror, Olympia, thirty-six.

02:21:34: Zu hoch alles, zu gerade.

02:21:36: Find's keinen schönen Ort.

02:21:38: Und wenn dann Leute so ... Sieg.

02:21:42: Es ist wirklich jetzt gerade unangenehm.

02:21:45: Checkt ihr das nicht.

02:21:47: Bach, ja, aber da ist man so im Stadion.

02:21:51: Alle essen Wurst und so weiter.

02:21:53: Da kann ich jetzt, was ich so überwurst denke, aber halst doch für dich.

02:21:58: Wen interessiert, also wirklich.

02:22:00: Die ersten halt Wurst, ich esse keine Wurst, get over it, Alter.

02:22:04: Es werden noch schlimmere Differenzen in deinem Leben, dein Weg kreuzen.

02:22:09: Ja, die ersten Wurst ist so interessant.

02:22:11: Hör doch mal, wie Leute reden in der ... Schlange zum Pissen gehen, wenn die in den Wurst essen.

02:22:17: Ich hab mich immer so neben so Schlangen gestellt, um da einfach ... Ich hab da so rumgehört die ganze Zeit.

02:22:23: Fällt's schon interessant, ne?

02:22:24: Aber da passt man doch bisschen auf, was man so sagt.

02:22:28: Nicht nur um keils auf die Fresse zu kriegen, sondern einfach um angemessen, Ortsangemessen sich zu verhalten.

02:22:34: Man verhält sich an unterschiedlichen Orten verschieden.

02:22:36: Yeah, read the

02:22:37: room.

02:22:39: Wenn wir das jetzt auf das Thema eben, wie es ... Was ist eigentlich los in den Kommentar-Bereichen?

02:22:44: Wer spricht da mit wem und so?

02:22:48: Und sich eben schon striffen hat, dass wir uns dort selber wie Bots verhalten.

02:22:55: Es ist egal, ob wir mit Bots reden oder nicht, weil wir selber Bots sind.

02:23:00: Wir werden zu anderen in diesem Kommentar-Bereich.

02:23:04: Wir werden selber zur Maschine.

02:23:06: Wir sind die Maschine.

02:23:08: Wir haben die Logik übernommen, wir haben das System gebeugt und verhalten uns jetzt so wie die Maschine.

02:23:14: uns das sagt.

02:23:16: Wir sind wütend oder wir sind verliebt in das und das, was da gerade passiert.

02:23:22: Herzen, Herzen, Herzen, Leute so.

02:23:25: Machen das dann auch, Dings oder Referenzen oder weggehasst.

02:23:30: Wer ist heute fällig?

02:23:31: Dings, okay.

02:23:32: Was hat Oliver Pocher gesagt?

02:23:36: Okay, dann ist das für heute.

02:23:38: Dann gehen wir jetzt alle dahin und verhalten uns maschinell.

02:23:43: Das sind wir nicht.

02:23:45: Hoffe ich.

02:23:47: Hoffe ich.

02:23:47: Toll.

02:23:49: Sonst unangenehm wäre.

02:23:50: Und es ist für mich trotzdem interessant, als um dort Probebohrungen zu unternehmen, aber eben nur manchmal.

02:23:56: Um rauszufinden, wie ist aktuell so der Beat?

02:23:59: Was sind die Schimpfwörter?

02:24:01: Auf welche primitive Degradierung von Orthografie hat man sich aktuell sogar einigt?

02:24:08: So?

02:24:10: Welche Satzzeichen werden weggel?

02:24:12: kommen wieder und Großbuchstaben waren oder so.

02:24:17: Was sind die Emojis?

02:24:21: Menschen, die sich mit Emojis ausdrücken.

02:24:26: Aber wichtig zu wissen, welche das sind.

02:24:31: Und dann sind wir eben Maschinen.

02:24:34: Wir sind selber programmiert.

02:24:35: Es bräuchte keine Bots, sondern wir verhalten uns wie Bots.

02:24:38: Wir sagen, also in dem Fall ist Oliver Pocher, immer und so.

02:24:43: Absolut ehrlich klar.

02:24:45: Klar.

02:24:46: Aber der Fall ist klar, da muss ich nicht mitbrüllen da in so einem Ding.

02:24:49: Es ist das Wunderbare, ich kann einfach zack hier von bitte weniger oder so drücken und weg.

02:24:59: Und

02:24:59: da reinzugehen und dann diese Sprache und die ja gegenseitig, es wird ja so schnell aggressiv.

02:25:06: Als Bestandsaufnahme wirklich wichtig finde ich, was wird vorgeworfen.

02:25:11: Man ist ja doch sehr schnell bei den großen Grundthemen, zu denen es dann immer führt.

02:25:17: Welche sind das?

02:25:18: Ja, die großen und größten Themen.

02:25:20: Es gibt ja, als Ding nach wie vielen Kommentaren, ist man bei Hitler.

02:25:25: Es geht sehr schnell, sehr viel und pretty random um öffentlich-rechtliche Rundfunk.

02:25:33: Stimmt.

02:25:34: Egal.

02:25:35: eine Blume fotografiert, Stunde später sind wir bei öffentlich-restlicher, arme Wortspielen, die jetzt... und haben Alu-Hut gedeihen.

02:25:49: Also, ja, wir sind Maschinen.

02:25:51: Ich finde das interessant und muss dann aber da weg.

02:25:54: Ich glaube ja, also das ist ein Glaube und eine Hoffnung.

02:25:58: Die Hoffnung ist noch ein bisschen

02:25:59: größer.

02:25:59: Ich würde nie was dahin schreiben.

02:26:00: Nie

02:26:00: im Leben.

02:26:01: Nie im

02:26:01: Leben.

02:26:01: Nein.

02:26:02: Und ich kenne... Eigentlich auch wirklich.

02:26:05: also von meinen engen freunden würde niemand was darunter schreiben.

02:26:09: Ich habe im gestern als bei josefa dieser streiten branche in einem anderthalb jahrelten real zwischen zwei typen.

02:26:18: Wir gehen auch heute morgen noch weiter mit mehr screenshot ist.

02:26:21: es ist wahnsinnig komisch und ich darf ich schon immer gedacht wie das jetzt wäre sich da einzumischen und zu sagen ganz kurz ich weiß ja bei ihr.

02:26:32: Richtig was am Laufen und so, ich will ja gar nicht groß stören.

02:26:34: Wisst ihr, wie spät es ist?

02:26:35: Oder wisst ihr, wie ich mit dem Bus von Hameln nach Hannover komme?

02:26:39: Habt ihr irgendeine Ahnung davon?

02:26:40: Ich bin nicht so in Hameln, ich war da noch nie.

02:26:44: Einmal kurz Fenster aufmachen.

02:26:46: Das reizt mich dann schon.

02:26:48: Nein.

02:26:49: Ich mache es nicht.

02:26:50: Gut.

02:26:50: Weil dann die Hölle ist, ne?

02:26:53: Aber lustig wäre es schon.

02:26:57: Manchmal, aber natürlich endet es nie lustig.

02:26:59: Man hat noch nie gehört, ich hatte einen solchen Spaß heute.

02:27:02: Ich war elf Stunden im Kommentarbereich.

02:27:05: Es war kein Mensch.

02:27:06: Nein.

02:27:07: Hat man noch nie gehört.

02:27:08: Ich glaube, also Fenster auf.

02:27:11: Ich glaube, es wird Hoffnung und Glaube, mehr Hoffnung als Glaube, dass es wieder davon weniger wird.

02:27:18: Also ich kann mir vorstellen, dass mehr dieses Rausgehen, das ist ja schon nachweislich.

02:27:22: letztes Jahr, waren weniger Leute auf Social Media als.

02:27:27: Und ich kann mir schon vorstellen, es gibt ja immer mehr diese Running Clubs und diese, ich war neulich, das war so abgefahren, ich war am Alexanderplatz bei Saturn.

02:27:36: Oder abgefahren.

02:27:37: Saturn oder Mediamarkt, eins von beiden.

02:27:40: Und dann gibt es... Ich steh

02:27:41: neinander, da ist ja wie zwei Monster gegenüber, ne?

02:27:43: Ja.

02:27:44: Und dann zurecht.

02:27:45: Gibt es oben, gibt es so diese ganze Playstation-Nummer?

02:27:48: Ja.

02:27:48: Und ich bin da reingelaufen und dachte ja, vielleicht irgendwas für den Sohn zu beinachten, könnte ja sein.

02:27:53: Und ich komme da rein.

02:27:55: Super viele Leute, junge Menschen, und die sitzen aber nicht vor Computern, sondern vor Brettspielen.

02:28:01: Und natürlich, okay, das haben wir überhaupt nicht gerechnet.

02:28:05: Und ich kann mir vorstellen, dass solche Sachen wesentlich mehr kommen.

02:28:09: Wie gesagt, auch ein großer Hoffnungsschimmer, aber dieses Rausgehen, dieses nicht die ganze Zeit irgendwo.

02:28:15: Also so, man merkt ja, dass das alles nichts bringt.

02:28:17: Also diese Podiumsdiskussion bringt nichts.

02:28:19: Die Kommentarspeite bringt nichts.

02:28:23: Wir schreiben uns alle an, bringt nichts.

02:28:24: Und das Einzige, was einen dann wirklich gut tut, ist, irgendwie wirklich rausgehen, Leute treffen, Parkspazieren gehen nach...

02:28:30: Ja, ich empfehle das auch immer, Leuten, die so ganz große Worte schwingen, Deutschland.

02:28:35: Gerade so.

02:28:36: Im Moment ist ja so ein geiler Masochismus.

02:28:39: Es ist ja praktisch alles zu spät.

02:28:40: Also Bahn und Dings und Deutschland.

02:28:43: ist

02:28:45: abgemeldet.

02:28:47: Ich kann das nicht beurteilen, wird schon so sein.

02:28:51: Wirtschaftlich ist so und so und alles kaputt.

02:28:53: Schöne Land.

02:28:54: Ja, da erstens hab ich, der Zeitpunkt, in dem es hier so geil gewesen sein soll oder was geil gefunden wird dann an Deutschland, ja.

02:29:06: Das sind dann sogenannte Wert oder so, die für mich ganz gut ins Berliner Olympiastadion passen.

02:29:13: Architektonisch einfach nur von der Idee zuverlässigen.

02:29:19: Das war nie das, was ich so schätze an diesem Land.

02:29:25: Was ist das, was du schätzt?

02:29:28: Die Kultur.

02:29:29: Vieles an der Kultur.

02:29:31: Ja.

02:29:33: Ja, es gibt grüne Meier.

02:29:36: Ist das Heimat?

02:29:38: Ich liebe die Menschen, ich mag nicht den Staat.

02:29:42: Ja.

02:29:42: Mhm.

02:29:44: So.

02:29:45: Aber wirklich, ich merke es, aber nur wenn ich, wenn ich aus Versehen irgendwie sowas, Fernsehen, sowas Fernsehen nicht.

02:29:53: Im Internet.

02:29:55: Ja,

02:29:55: ich guck, ich sehe eigentlich alles bei YouTube, weil ich YouTube-Premium habe.

02:30:00: Ich

02:30:00: auch.

02:30:00: Ich kann es nur jedem empfehlen.

02:30:02: Wie viel hat deins gekostet?

02:30:03: Hier kommen Tricks.

02:30:04: Siebzehneunneunzig?

02:30:05: Ja.

02:30:05: Quatsch.

02:30:06: Sofort kündigen.

02:30:07: Okay.

02:30:08: Nicht bei Apple kaufen.

02:30:10: Sondern?

02:30:10: Da

02:30:11: sind dreißig Prozent drauf.

02:30:12: Du musst es direkt von YouTube kaufen.

02:30:14: Auf der Website kostet ein Drittel weniger.

02:30:17: Das merkt man schon.

02:30:19: Im Portemonnaie.

02:30:20: Danke.

02:30:21: Hast du ein Portemonnaie?

02:30:22: Nein, ich

02:30:23: auch nicht.

02:30:23: Also das ist... Doch, doch, doch.

02:30:25: Da bin ich doch aus dem Brustbeutel, hab ich doch.

02:30:27: Das ist so gunter ja auch auf you.

02:30:30: Du hast ein Brustbeutel?

02:30:31: Ja, sicher.

02:30:33: Doch, wo hab ich denn denn?

02:30:34: Ich zeig' den aber.

02:30:35: Doch.

02:30:36: Du hast ein Brustbeutel?

02:30:38: Ja.

02:30:38: Wie lange schon?

02:30:40: Oder durchgängig seit der Kindheit?

02:30:41: Nee, wieder erarbeitet.

02:30:45: Ich hab mir wieder erarbeitet, weil ich...

02:30:47: In dem Brettspiel laden?

02:30:49: Genau, im Saturn, auf Saturn.

02:30:52: Nee, ich hab leider meinen Putmonet so oft verloren, dass ich dann irgendwann eine eilstaatliche Erklärung unterschreiben musste, dass ich kein Ausweisfälcher bin.

02:31:03: Wirklich?

02:31:04: Ja.

02:31:04: Das gibt es.

02:31:05: Das ist ja schick.

02:31:06: Damit würde ich viel mehr angeben, Matze, dass du im Verdacht standst, es gibt dir so eine verwegende Ebene noch dazu, die dir nicht schadet, mein Freund.

02:31:16: Ich

02:31:16: hab versucht, das

02:31:17: wird... Du musst es unterschreiben im...

02:31:19: Eidestattlich.

02:31:20: ...bürgerlichen... Ne, wie heißt das im Bürgeramt?

02:31:24: Ja, es war Bürgeramt, genau, weil ich einen Ausweis wieder bestellte.

02:31:27: Ich brauchte mal wieder einen neuen Ausweis und dann musste ich das unterschreiben, dass ich nicht Ausweis-...

02:31:31: Wie oft war denn der Ausweis weg?

02:31:34: Ungefähr.

02:31:35: Zwei-stellig?

02:31:37: Zwei-stellig, ja.

02:31:39: Und ein Grenzbeamter sagt irgendwann, da gibt's ja immer diese, am Flughafen, diese, was ist das, dann Zoll, die Passkontrolle.

02:31:47: Was haben sie eigentlich noch nicht verloren?

02:31:49: Das ist eine tolle Frage.

02:31:50: Ja,

02:31:51: das war die auch gut.

02:31:52: Das ist so eine Robert Habeck-Frage, ne?

02:31:56: Also nie, ich möchte nicht, dass er sich so stellt und dann so seine Zeugrezone ... Ich möchte sie von ihm beantwortet haben.

02:32:05: Also jetzt außer Bundestagswahlen.

02:32:07: Also Brustbrötchen.

02:32:08: Portemonnaie.

02:32:09: Das merkt man in Portemonnaie.

02:32:10: Ja, weg davon, Apple, lass dir nicht diesen Wegezoll aus dem App Store nehmen.

02:32:17: Ich finde, hier Verbrauchertipps.

02:32:19: Wie bei Knossi.

02:32:20: Ich hab wieder vergessen, was Knossi ist.

02:32:23: Aber ich weiß noch die Sache mit Fanblast, das weiß ich alles noch.

02:32:26: Aber Leben und Werk und Wirken von Knossi... Da bin ich eben nicht ins Detail gegangen.

02:32:32: Ich freue mich aber auf diesen ... ... regnerischen März-Tag, wenn ich das mal machen werde.

02:32:38: Marcel ist weg.

02:32:41: Marcel lacht.

02:32:42: So, ich glaube ich, jetzt habe ich es wieder.

02:32:45: Ich weiß auch nicht, warum der mich so gekriegt hat.

02:32:46: Aber es ist gut gelandet.

02:32:49: Also erst mal, Frau Brauchertipp, danke.

02:32:51: Wo gibt es die besten Kommentare, würdest du sagen?

02:32:54: Also, welcher Plattform?

02:32:54: Keine Ahnung.

02:32:57: Also, ich schaue nur Instagram und YouTube an.

02:33:00: Die Arme kenn ich nicht.

02:33:02: Also natürlich gibt's das auch über so manchmal unter Google Bewertung oder so irgendwo oder Amazon oder so.

02:33:08: Aber wenn du recherchierst gehst du sozusagen in die YouTube-Kommentare oder auf YouTube.

02:33:13: Richtig, sie ist eher so, sie ist wie ein Konzert gehen, so mach ich das.

02:33:19: Was an?

02:33:19: Das ist Weihnachtsoratorium anhören.

02:33:22: Das ist so, zum Beispiel unter der Neujahrsansprache des, ich hab beide nicht gesehen, ich vergesse immer, wer spricht wann, es ist ja aufwurscht.

02:33:29: Irgendjemand spricht.

02:33:30: Ja.

02:33:31: Weihnachtsansprache und ich glaub, Neujahr macht der Bundespräsident oder so.

02:33:36: Ja, um Weihnachten.

02:33:37: So

02:33:37: truffe ich schon lange nicht mehr, dass ich mir das anhören würde.

02:33:39: Aber Dat im Kommentarbereich, mal lesen.

02:33:43: Mhm.

02:33:44: Das ist so wie ein neues Konzert in Wien.

02:33:47: Einfach das mal lesen und mal gucken.

02:33:49: Wo stehen alle so gerade?

02:33:50: Weil was sind die Linien?

02:33:52: Wer hat sich wo ein?

02:33:54: Ich finde es manchmal noch ein bisschen interessanter, wenn es selbstgemachte Themen, Menschen und Probleme sind.

02:34:02: Also App-Internis.

02:34:05: Jemand hat auf der App irgendwas gesagt und muss jetzt beschützt oder getötet werden.

02:34:13: Na ja, das ist ja die Gemengelage jeden Tag.

02:34:15: Also wer braucht jetzt mal eins auf die Fresse?

02:34:20: oder wer braucht jetzt meine Unterstützung?

02:34:23: Wer ist heute nicht in Ordnung?

02:34:25: So

02:34:26: und sich dann Leute auch die bekannte Person dort auch einmischen und so.

02:34:31: Das ist ja dann.

02:34:34: Am interessantesten, diese Karkophonie da.

02:34:37: Wenn dann so die Strasse

02:34:37: dazu kommen, meinst du, als würde jetzt plötzlich...

02:34:41: Die kommen ja immer so am Anfang zugleich, ist so ganz schick irgendwie so, die schon vor der Premiere oder einen Tag vor dem Linderschlussvorkauf nachts durchs KDW gehen dürfen, die im Blauen Haken irgendwie so ganz vorne mit dabei sind oder so.

02:34:58: Und dann kommt das Volk oder wie?

02:35:03: Ich gerne sage die Bevölkerung.

02:35:08: Hans Hake, der Blumenkasten.

02:35:10: Wie geht es dem eigentlich?

02:35:11: Keine Ahnung.

02:35:12: Das ist im Innenhof, im sogenannten Reichstagsgebäude, da steht die Bevölkerung.

02:35:20: Und es ist so Blumenwachsender drin.

02:35:22: Ich habe lange nicht gesehen.

02:35:23: Ich auch nicht.

02:35:24: Also ich wusste nicht mehr, dass es das gibt.

02:35:26: Ja, ich habe Hans Hake, vielleicht falsch gemerkt, aber das ist dessen Kunstwerk.

02:35:31: Und das ist ja auch das Schöne-Revort.

02:35:33: Weil das Wort Volk ja, wie das Berlin-Olympia-Stadion schon einiges erlebt hat.

02:35:37: Und die Bevölkerung ist auch so viel schöner.

02:35:39: Ja,

02:35:39: ist viel schöner.

02:35:40: Ja,

02:35:40: stimmt.

02:35:41: Und was dann auffällt mir ist ja, dass es da auch dieser Therapietalk, diese Therapiewörter, also diese allgemeinen, das eigentlich man sich plötzlich das vorstellt als riesige Gruppentherapie.

02:35:55: Alle einander und auch ohne Mandat.

02:35:59: Ja.

02:35:59: Also, wenn man gleich darum gebeten hat, kriegt man die schönsten Empfehlungen.

02:36:04: Bezüglich der Lebensführung oder wie zu denken ist oder so.

02:36:08: Die Schutzbe ist sehr amüsant.

02:36:11: Und wenn wir das auf dem Thema übertragen, wo ich mich auskenne und die Autorität auch bin.

02:36:18: Oh, jetzt bin ich aber gestrogen.

02:36:21: Das ist so in diesem Kommentarbereich, als ob du Selbsthilfegruppe, Entzugsklinik, Dealer, Club.

02:36:29: fixer Raum alles in einem einzigen Zimmer hast.

02:36:34: So ist das.

02:36:36: Oh, das ist ein schönes Bild.

02:36:38: Diese Vorstellung ist toll.

02:36:40: Und viel Spaß kann ich denn nur sagen.

02:36:44: Nee, da hat man keinen Spaß hat.

02:36:45: Wir gehen also, also ich würde sagen...

02:36:48: Mir ist zueskannt.

02:36:49: Ja.

02:36:50: Das ist so ein bisschen wie bei so blöden Podcasts oder so, also hier nicht passend.

02:36:54: Oft ist es die Anfangs, dass man so versuchen oder... immer lässt dich auch in amerikanischen Late Night Shows,

02:37:02: wenn

02:37:02: der Gast einen Geschenk mitbringt.

02:37:04: Aber ich hab dir eins mitgebracht.

02:37:05: Ich hab das, es liegt die ganze Zeit neben mir.

02:37:07: Ja.

02:37:08: Sollte ich, ist das ein guter Moment, das zu öffnen?

02:37:10: Vorhin hast du gesagt, ich mach es in der Aufnahme.

02:37:14: Ja, da mach ich es jetzt.

02:37:17: Deshalb wollte ich jetzt drauf hinweisen.

02:37:18: Ich hab es selbst eingepackt.

02:37:21: Du hast Geschenkpapier?

02:37:22: Ja.

02:37:22: In deinem Hotelzimmer hast du dann Geschenkpapier.

02:37:24: Ich

02:37:24: kaufe immer große Rollenschenkpapier in Idee.

02:37:27: ... dem Kreativmarkt mit C. Ja, da

02:37:29: bist du sehr begeistert von.

02:37:30: Da bin ich sehr begeistert.

02:37:32: Das ist geil.

02:37:33: Du hast mir ... ... Ohrwärmer geschenkt.

02:37:36: Ja.

02:37:37: Du hast mir Ohrwärme ... ... ich habe dich neulich mit Ohrwärmern gesehen.

02:37:40: Das ist ja fantastisch.

02:37:41: Da bin ich noch nie draufgekommen.

02:37:42: Und zwar sieht das Ohrwärmer ohne Bügel.

02:37:44: Also der Bügel ist auf dem Hinterkopf.

02:37:47: Auf jeden Dank.

02:37:49: Man hat da nicht wie so ein Kopfhörer auf.

02:37:51: Ja.

02:37:52: Und man sieht auch nicht ganz so dödlich aus.

02:37:54: Man sieht auch komisch aus, aber ... ... ich finde, wenn ... Sieht immer so ein bisschen nach Mickey-Maus aus, wenn der Bügel so über den Kopf geht.

02:38:02: Die passen wunderbar.

02:38:03: Ja.

02:38:03: Ich habe ja eine Karte dazu geschrieben und ich habe da gedacht, jetzt habe ich das Geschenk, jetzt braucht es noch eine Bedeutung.

02:38:09: Da beginnt ja Schreiben.

02:38:10: Ja.

02:38:11: Soll ich es jetzt...

02:38:12: Vielleicht kannst du... Ich weiß es, vielleicht ist es auch zu persönlich.

02:38:15: Ich schaue

02:38:15: mal, ob er es... Aber das nehme

02:38:17: ich eigentlich nicht.

02:38:19: Oh, danke.

02:38:19: Ach so, ja, Happy-Noyer-Karte, deshalb, weil die Weihnachtskarten waren alle noch schlimmer.

02:38:25: Das sieht sehr schön aus, danke.

02:38:26: Und heute ist ja Silvester.

02:38:27: Lieber Matze, Ohren und Wärme, das sind deine neben etlichen anderen großen Stärken.

02:38:32: Das kleine Geschenk... Ja, Ohr

02:38:34: und Wärme.

02:38:35: Das kleine Geschenk formuliert das mit Plastik auf Chinesisch.

02:38:40: Na, na, schön.

02:38:41: Danke für unsere jährliche Extravaganzer.

02:38:43: Danke schön.

02:38:44: Sehr, sehr gerne.

02:38:45: Vielen,

02:38:45: vielen herzlichen Dank.

02:38:47: Ich muss noch was fragen.

02:38:48: Es war mal Thema zwischen uns.

02:38:50: Also

02:38:50: ich gerne gleich über, dass ich es jetzt ja nun dahin geschrieben habe, aber das ist eigentlich das Schöne, anschreiben.

02:38:57: Jetzt im wirklich Mikropereich.

02:39:00: Du hast die bei mir gesehen, diese Orwellmann, hast gesagt, das ist ja geil.

02:39:05: Und ich hatte gerade, weil ich einen Ersatzpaar verloren hatte, hatte ich gerade noch zwei neue bestellt.

02:39:10: Saubilliger Amazon China Müll.

02:39:13: Also, jedenfalls.

02:39:16: Sehr

02:39:16: schön, wenn jetzt ein Zwangi drin ist.

02:39:17: Ja, Zwangi-Welt,

02:39:18: ganz toll.

02:39:20: Ja, den jetzt schenken und dann zu überlegen noch, was das ... ist noch ein bisschen aufladen das ist so eine so eine schöne Aufgabe.

02:39:28: also man hat jetzt den immer von jetzt mach mal auf der karte gib ihr mal gibt diesem irma ein über bloße plastik klüschende ausgehende bedeutung.

02:39:41: ist hier die Aufgabe überlegt.

02:39:43: man sagt was das ist die ohrenschützer und matze podcast und wir alle wie ich höre ist ja auch wie ihr alle Wir haben Mats das Stimmen so gerne und lieben sein Ohr, denn das Ohr, darin ist ja die Neugier und die Qualität deiner Befragung, weil du halt zuhörst, wo jemand gerade ist und wie jemand klingt und so.

02:40:07: Du hörst halt sehr genau zu.

02:40:09: Also da war er immer schon eingepackt, als mir das auch viel Ohren podcast und so.

02:40:14: Und wir alle hören dir immer zu und haben dich so im Ohr.

02:40:19: Und dann eigentlich deine Ohren zu schützen und eben die Wärme.

02:40:22: Deine Wärme, die du erst mal sozusagen hinstellst, nicht vorgibst, aber doch zunächst mal anbietest.

02:40:32: Auch Gästen, wo denn Kommentare kommen, was soll das Arschloch hier?

02:40:36: Berechtigte Frage, aber...

02:40:38: Probiert's doch erst mal aus.

02:40:39: Ja, hör's an und sag dann, ich hab's immer gewusst, es ist sogar noch schlimmer.

02:40:44: Super.

02:40:45: Dann ist deine Meinung ab jetzt genauer.

02:40:47: Oder hör's auch nicht an?

02:40:49: Ich lasse auch Sachen aus.

02:40:51: Hate-Watching, Hate-Hearing.

02:40:53: Verweide ich so gut, es geht wirklich.

02:40:56: Merke das manchmal auch.

02:40:57: Ich habe so Freunde, mit denen ich mir so Screenshots hin und her schenke und in einer verächtlichen Absicht.

02:41:03: Ich mache so ein bisschen Spaß und mache alles auf totalen Ordnung.

02:41:07: Aber wirklich nur an euch selber.

02:41:10: Oder in dem Fall an mich selber.

02:41:12: Mich bringt es nicht gut drauf.

02:41:14: Ist das schlimm?

02:41:15: Leute, die richtig kacke finden.

02:41:17: Dass man das dann weiterleitet.

02:41:19: Ja, ja, guck mal.

02:41:21: Es macht keinen Spaß, komischerweise.

02:41:24: Also, es verleitet einen dazu und man will gemeinsam, da muss man eher untersuchen.

02:41:28: Warum machten mich das grad so sauer?

02:41:31: Bin ich da auf irgendwas neidisch?

02:41:34: Oder ist das ... Warum reagier ich denn so stark?

02:41:38: Und da wird's mir auch ein bisschen zu inhaltlich.

02:41:41: Ich versuche es tatsächlich zu vermeiden, weil ich gemerkt habe, ich mag mich dann nicht.

02:41:45: Es führt eben nicht zu einem Triumph, sondern es zieht irgendwie eklig an hinterher.

02:41:54: Also erstmal vielen herzlichen Dank für das schöne Geschenk.

02:41:56: Ich habe noch eine wichtige Frage dazu.

02:41:58: Also eine Tragefrage für uns beide.

02:42:01: Es gab eine oder andere mal zwischen uns einen harten Disput, würde ich jetzt nicht nennen, aber die Frage um die Streifenschirz.

02:42:08: Ja, die gab es das eine oder andere Mal schon.

02:42:10: Du hast Streifenschutz angefangen zu tragen.

02:42:12: Ich habe es dir nachgemacht und irgendwann auch aufgehört.

02:42:14: Ja, du siehst mich selten nur noch in Streifenschutz.

02:42:16: Ja.

02:42:17: Weil es ja auch albern ist, dann haben dann zwei Leute irgendwie so Streifenschutz an.

02:42:20: Und wenn wir uns jetzt öffentlich verabreden.

02:42:22: Ja,

02:42:22: aber jetzt könnte natürlich die Estate of Kurt Cobain oder Pablo Picasso, ja, von dem ich es habe, auch sagen, Matze, kannst ruhig weiter machen, weil er hat das nicht erfunden.

02:42:38: Nein, aber das war dir auch... Das war

02:42:41: ein Spaß.

02:42:41: Ich weiß, aber so ein bisschen... Aber wir könnten die auch beide zusammentragen.

02:42:48: Natürlich.

02:42:48: Das wäre jetzt unangenehm.

02:42:50: Wie bist du sowas null angenehm?

02:42:52: Mir auch gar nicht.

02:42:54: Also, wir müssen uns nicht absprechen.

02:42:55: Wir heute treffen, ich bin heute in der ... Wir müssen

02:42:58: vorher schon etwas absprechen, weil wir währenddessen uns nicht so gut hören werden.

02:43:02: Ja, das stimmt.

02:43:03: Wir müssen

02:43:03: vorher ein bisschen klären, was wir besprechen werden.

02:43:06: Das

02:43:06: stimmt, man hört weniger drinnen.

02:43:07: Das habe ich gerade schon gemerkt, man testen.

02:43:08: Was ja nicht schlecht

02:43:09: ist.

02:43:09: Nee.

02:43:10: Das ist

02:43:10: wie zum Beispiel, ich habe keine Nasenscheidewand mehr, kann deshalb mein Geruchste nicht so gut in Berlin.

02:43:15: ein absoluter Vorteil.

02:43:17: Du hast keine Nasenscheidewand mehr?

02:43:19: Ist die, also so?

02:43:21: Ich habe mir Haftbefehl nicht angeguckt.

02:43:24: Ja, das verstehe ich.

02:43:26: Also, danke.

02:43:28: Das heißt

02:43:28: eine Perforation, heißt es, das trifft es aber nicht ganz, denn da kannst du Kleingeld durchschicken.

02:43:34: Zum Glück ist meine Nase so riesig, dass noch genug Architektur vorhanden ist, dass sie... ... die Form hält.

02:43:42: Ja, ja.

02:43:43: Ich lach das so weg, aber ...

02:43:44: Nee, da ist so ein Lohndal, ich bin ein bisschen anfälliger für ... ... Effekte, wenn man so ... ... weil da vorne irgendwas so nicht gefiltert wird und so.

02:43:53: Ja, nun ist halt so.

02:43:55: Ist halt so.

02:43:55: Ja.

02:43:56: Also wir haben uns letztes Jahr zufälligerweise in Zürich ... ... üben wir mal wieder irgendwo getroffen.

02:44:01: Ich war viel unterwegs.

02:44:03: Du warst viel unterwegs, du hast live viel gemacht mit Jan.

02:44:06: Hab ich was gesehen?

02:44:06: Mit Jan Delay?

02:44:08: Mit Klys?

02:44:08: Ja, ich hab viele ... Kollaboration im letzten Jahr mal live alles toll daran soundcheck reisen zusammen und so.

02:44:17: ich finde

02:44:18: großartig ist das.

02:44:19: Die meisten reisen sonst macht man ja alleine weil es mit anderen zusammen zu machen.

02:44:23: Es war völlig andere Auftritte in diesem Jahr und das hatte sowas.

02:44:26: Ich gemerkt rausgehen rumreisen.

02:44:31: In dem Fall jetzt steigen wir auf der Bühne aber auch andersherum.

02:44:34: ich selber als Publikum irgendwo hinreisen.

02:44:38: Oasis sehen, viel.

02:44:39: Oasis

02:44:39: sehen, alles Mögliche sehen.

02:44:42: Irgendwo hinfahren, rausgehen.

02:44:44: Ich hab das im Jahr zweitausendfünfundzwanzig so viel gemacht wie selten.

02:44:47: Ja, geil.

02:44:48: Anstrengend?

02:44:48: Irgendwie auch?

02:44:49: Abends, abends, einfach Teil nehmen am öffentlichen Leben ist es so.

02:44:56: Klar ist es anstrengend.

02:44:57: Es ist immer das sofort, das sagt, naja, aber hier weißt du wie es ausgeht.

02:45:03: Mit allen Vor- und Nachteilen, ne?

02:45:05: Aber wenn man das zu sehr so... ich abkapselt und so dann krieg ich mal ein komisches zeit empfinden die zeit vergeht in einem anderen tempo ist wenn du so sag machst du dich wirklich.

02:45:16: erinnern.

02:45:16: kannst du sonst wenn du sagst wie warten der april und aus dem wesentlichen gaben abends grauenhaftes spießer formel netflix und sova obwohl es ja auch ficken heißt kann.

02:45:27: aber dann ist sicher schön.

02:45:30: aber die komische einschlafen da so.

02:45:38: Im gestreamen hatte er eine eigene Trostlosigkeit.

02:45:42: Ich glaube, dieses Rausgehen, also ich fand das

02:45:44: Essen bestellen und so Streaming, so dass es irgendwie, ich finde, im Hospiz ist das richtig.

02:45:54: Vorher sollte es nicht die Grundbewegung sein.

02:45:59: Einfach ehrlich gesagt, damit wir alle nicht verblöden und wirklich ein Gefühl.

02:46:04: auch Ich hatte auch das Gefühl mehr, um mich rum geht raus, guckt sich wieder Sachen an.

02:46:13: Es war viel Livemusik.

02:46:15: Kino gehen plötzlich wieder, Theater.

02:46:17: Man hat dann keinen Bock vorher.

02:46:19: Das ist auch mal Scheiß.

02:46:21: Erst dann kann man ja urteilen auch über egal welche Kunstform.

02:46:27: Du musst ganz viel sehen.

02:46:28: Du musst auch Scheiße sehen, damit du das Gute unterscheiden kannst.

02:46:32: Und du musst ... In allem, wie man sich kleidet, wie man spricht, abgleichen, wie man es eigentlich die anderen zohlen und welchen Rückschluss auch immer ich daraus sehe.

02:46:42: Das zu kurze Hosen können eigentlich doch geil aussehen.

02:46:47: Aber was muss man dann alles noch machen?

02:46:49: Also, um zu aussehen, mit der Typ dahin, mit dem Schnurrbad würde ich nie machen.

02:46:53: Sieht aber fantastisch aus.

02:46:55: Hosenträger, kurze Hose und so.

02:46:57: Und einfach diese Überlegungen kosten, das reinlassen bei sich.

02:47:01: Und in Interaktion gehen damit.

02:47:03: Ist der auch noch nett oder lustig, der mit den zu kurzen Hosen oder dann wäre es ja wirklich vielleicht mal differenziert, einen selber aus.

02:47:11: Wiederum die Gestaltung des Ichs.

02:47:15: Immer in der Differenz.

02:47:16: Da wird es interessant.

02:47:18: Also der formuliert sich eine Möglichkeit davon, wer man ist.

02:47:23: Und abgleichen, das war ja das furchtbare an Corona.

02:47:26: Sie ist eingeschlossen sein.

02:47:28: Gleichzeitig, also es ist oft besprochen, keine Angst, es ist nur Einsatz dazu, eine Zeit, über die man wirklich genug erfahren hat.

02:47:36: Auch während des.

02:47:37: Aber es hatte diesen einen schönen Effekt, dass alle Menschen auf der Welt dasselbe Problem hatten.

02:47:43: Und bei Smalltalk, also über dieselben Sachen.

02:47:47: Muss man jetzt Maske oder was?

02:47:49: Also jetzt ist so und so.

02:47:51: Das betraf alle ungefähr gleichermaßen.

02:47:55: Natürlich... Auch da wird eine fünfköpfige Familie in einer Zweizimmer Wohnung anders als Leute, die irgendwelche Landhäuser haben.

02:48:03: Aber trotzdem muss jeder sich dazu verhalten.

02:48:07: Das war das Tolle.

02:48:08: Und andererseits hat man gemerkt, wenn Leute nur noch zu Hause mit sich sind und im Computer, dann wird es echt ein bisschen verrückt und bisschen aggressiv und so.

02:48:17: Rausgehen, sich abgleichen, austauschen.

02:48:22: Das ist das Schönste, finde ich.

02:48:24: Wenn wir so jetzt überlegen, ins neue Jahr Vorsätze oder so, immer noch mehr rausgehen.

02:48:31: Noch einen Abend weniger Safe Play zu Hause da.

02:48:36: Irgendwo hingehen, wo es anders ist.

02:48:39: Ist geil.

02:48:40: Ich freue mich gerade, weil ich hatte so die letzten Tage, also Ende des Jahres, so wirklich dachte ich, ich will jetzt nur noch auf dem Sofa liegen und überbacken ist.

02:48:50: Und gar nichts mehr.

02:48:51: Und ich freue mich gerade, dass das sich so.

02:48:54: Ich war mehr draußen und mehr unterwegs, denn je.

02:48:58: Und ich krieg gerade schon so jetzt kurz im neuen Jahr mit dir hier direkt wieder Lust.

02:49:03: Also ich hoffe, dass wir uns auch vielleicht dieses Jahr wieder in Zürich treffen.

02:49:06: Das war für mich einer der schönsten Momente im Jahr.

02:49:09: Ich wäre ich nie vergessen, glaube ich, diesen am Zürichsee.

02:49:12: Und

02:49:13: vollkommen zufällig.

02:49:14: Völlig zufällig.

02:49:15: Ja.

02:49:15: Und du sitzt da mit meinem Sohn.

02:49:19: Und spielst ihm Hiddegard Knief.

02:49:22: Wie geht das?

02:49:23: Die Welt geht unter am Zürichsee, bei dreißig Grad

02:49:27: im

02:49:28: Schatten.

02:49:29: Und glaub ich, es liegt.

02:49:31: Ich sag jetzt nicht, dass ich jetzt wieder Gänsehaut habe, aber ich hab Gänsehaut.

02:49:34: Zeigst du gerne.

02:49:35: Ist das schön.

02:49:35: Und

02:49:36: das war ein magischer Moment.

02:49:37: Ich hab auch wirklich gedacht, also wenn Weltuntergang...

02:49:40: Ganz kurz zu diesem Schulhofartigen, weißt du, ich... Es gehört zu meinem Wesen und zu meinen Stärken und Schwächen.

02:49:49: Ich hab Baller so Urteile raus und so.

02:49:52: Aber natürlich total informiert darüber, dass sie quatscht sind.

02:49:57: Aber das Gegenteil auch weiß, das macht nur einfach Spaß.

02:50:01: Weißt du?

02:50:01: Aber das ist eine Altersfrage.

02:50:03: Wie ernst man das meint.

02:50:05: Und wenn Leute es wirklich noch jetzt in unserem Alter, wer das untersagt oder wieso und so eine Hose anhalt, Das geht gar nicht.

02:50:14: Also, du bist nicht ready für die Weltgemeinschaft.

02:50:19: Das ist einfach totaler Quatsch, was du dir redest.

02:50:21: Es ist lustig.

02:50:22: Und wir können daraus, wenn wir nicht jemanden damit jetzt belästigen wollen, also jemand, der das so tut und das Bild setzt und darüber will, das macht einfach Spaß.

02:50:34: Durch die Gegend gehen und bewerten.

02:50:36: So.

02:50:37: Für sich selbst.

02:50:38: oder ich mach's mit meinem Sohn gerne und erzähl auch mal zur Geschichte.

02:50:41: Guck mal, da hinten sieht aus als ob so uns und so.

02:50:43: Mein Sohn hat vor kurzem über ein paar Mann und Frau,

02:50:48: die wir

02:50:49: ganz gut kennen.

02:50:50: Der Mann hat diese Frau, ich weiß nicht wie es ist, inzwischen, aber über zehn Jahre lang betrogen.

02:50:57: Und das weiß und wusste ich, mein Sohn, nicht.

02:51:01: Der hat aber die angeguckt und hat mit dieser komischen... Altklugheit, Genialitätsmischung eines dreizehnjährigen, angeguckt und plötzlich aus so einem seltenen Erwachsenen, er hat gesagt, ich finde, die sehen immer aus, als ob er sie anlügt.

02:51:18: So, ein Volltreffer.

02:51:20: In anderen Fällen können wir sie überprüfen, der sieht aus, als ob er zu Hause so und so und so.

02:51:24: Das macht nur einfach Spaß.

02:51:26: Und ist auch wieder, sozusagen, Instrumenten, der sagt das und das, dann ist der so und so.

02:51:33: Ist gut zum schreiben, wenn du so Figuren entwickelst.

02:51:37: Das hat natürlich keine Bedeutung.

02:51:41: Wenn Matze hat, kann ich nicht als Fünfzigjähriger noch so denken.

02:51:47: Es gibt ja Menschen, die das noch tun, das ist traurig dann.

02:51:53: Der trägt dir die Schuhe.

02:51:54: Nee, dann geht das nicht.

02:51:56: Das sollte man überwunden haben.

02:52:00: Aber das war alles nicht, sondern das war wunderbar im Sommer am Zürichsee bei dreißig Grad im Schatten.

02:52:07: Du hast Martin Zutter befragt noch abends live.

02:52:11: Es war einfach ... Ein

02:52:13: gemeinsamer Freund, von dem wir gar nicht wussten, dass er einen gemeinsamen Freund hatte, einen sogenannten Rundengeburtstag am See.

02:52:17: Christoph, ja.

02:52:18: Und ich erinnere mich nur noch ins Schwarz-Weiß, weil du deine berühmten Leica-Fotos gemacht hast.

02:52:24: Und danach habe ich das Gefühl, ich war bei so einem italienischen Filmset, In den Siebzigern, irre, weiß ich gar nicht mehr, weil ich da noch gar nicht geboren war.

02:52:33: Scheint geil gewesen.

02:52:35: Lass erzählen deine Fotos.

02:52:36: Und deshalb habe ich den ganzen Zürich auf einen schwarz-weißen Erinnerung.

02:52:41: Das freut mich.

02:52:41: Es ist so

02:52:42: komisch.

02:52:44: Ich auch.

02:52:44: Ich fotografiere auch immer direkt schon in schwarz-weiß.

02:52:46: Deswegen, ich sehe das auch alles nur noch in schwarz-weiß.

02:52:48: Aber es ist eben draußen sein.

02:52:50: Und das wollte ich grad sagen, ich hatte irgendwie die letzten Tage gar keinen Bock mehr auf draußen sein.

02:52:54: Aber jetzt auch... Wenn wir hier sitzen und sagen, nächstes Jahr, also dieses Jahr vor dem Jahr, auf jeden Fall wieder viel draußen sein, bitte.

02:53:01: Da hatten wir zum Beispiel die komische Eisdiele.

02:53:04: Ja.

02:53:04: Bei der man ist, wo ich sage, die beste Eisdiele Zürichs.

02:53:10: Was ja Quatsch ist zu sagen, weil man ja

02:53:12: nicht alle kennt.

02:53:13: Ich

02:53:13: kenne nur zwei, vier oder fünf.

02:53:16: Ja,

02:53:16: ich kenne zwei.

02:53:17: So, da gibt es den besten Kaffee oder so.

02:53:21: Zwei Quatsch, immer.

02:53:22: Und das ist ein interessantes Eis, das die haben.

02:53:26: Ausgedacht, die Quashtor.

02:53:27: La Crits Vanille

02:53:29: oder so.

02:53:29: Man gibt's immer so eine kleine noch.

02:53:30: Die

02:53:30: kleine ist es.

02:53:31: Die

02:53:31: kleine ist es, die man dann noch ... Man bestellt

02:53:33: zwei oder drei.

02:53:34: Und dann kommt noch die Frage.

02:53:36: Also jetzt, Hochdeutsch, magst du noch etwas probieren?

02:53:39: Und die wird dann in ... Die ist auch rund.

02:53:42: Und irgendwie ganz toller ... Wie heißt das?

02:53:44: Die Kugelschaber.

02:53:46: Sagen wir, der Kugelschaber.

02:53:48: Die haben noch so eine ... Ganz klein.

02:53:50: Und

02:53:50: dann kommt eben die, was man noch probieren will.

02:53:54: Ja,

02:53:54: das ist schön.

02:53:55: Das ist das Ideal natürlich.

02:53:57: Sommer in einer guten, tatsächlich vibrierenden Zürich ist eine Stadt, die vibriert.

02:54:05: Die ruft auf jeden Fall.

02:54:07: Ja, im Sommer, wenn die Wände alle so ein bisschen aufgeheizt sind, also die Außenwände der Gebäude, und die Sonne ist dann schon weg, aber das riecht heiß alles noch und warbert so, und alle sind irgendwie draußen.

02:54:20: Alle sind draußen, man ist dann noch so... So zehn nach neun in dieser Eisdiele oder so.

02:54:26: Und es könnte noch was passieren.

02:54:28: Könnte noch jemand jetzt kommen und sagen, wisst ihr was?

02:54:30: Wir fahren jetzt alle da und dahin oder so.

02:54:33: Nach Baden.

02:54:34: Ja.

02:54:34: Ja.

02:54:35: Ich glaube, wenn die Welt untergeht, ich glaube, ich wäre wirklich der liebste da.

02:54:39: Wie ist denn deine Vorstellung von... Also Weltuntergang, man könnte jetzt ganz gut munitioniert wissenschaftlich behaupten.

02:54:45: Na ja, der...

02:54:47: Sind schon dabei.

02:54:48: Es läuft ja schon.

02:54:49: Also...

02:54:51: Ja, aber so diese, ja...

02:54:52: Oder stellst du ihn ja anders vor?

02:54:54: Ich stell mir das schon so vor, die...

02:54:56: Die Richtung sind wir ja gut unterwegs.

02:54:58: Ja, stell ich mir so vor.

02:55:00: Ich stell mir dann aber noch so ein bisschen, das Thema machen wir bitte nicht auf, so mit irgendwie künstlich, die Gänze Roboter und so weiter.

02:55:07: Ach

02:55:07: so, nicht das langweilig?

02:55:08: Ich meine einfach nur, Weltuntergang, wenn du sagst, da wär ich gerne in Syrien, also machst du... Knall ist irgendwas Nuklearis oder so?

02:55:15: Ja, irgendwie, keine Ahnung.

02:55:17: Einfach auseinander gelebt.

02:55:18: Globus und Menschen.

02:55:19: Globus und Menschen auseinander gelebt.

02:55:22: Der Russe oder wer auch immer kommt.

02:55:24: Der ist doch längst da.

02:55:25: Das passt doch auf den Kuder.

02:55:27: Na ja, aber jedenfalls Weltuntergang.

02:55:30: Da würde ich schon sagen, also wie wir es da im Mai hatten, das würde ich dann sagen, ich würde jetzt mal das Ticket buchen wollen.

02:55:41: Wie viele Tage haben wir noch?

02:55:42: Sieben.

02:55:42: Aha.

02:55:43: Okay.

02:55:44: Dann, dann da.

02:55:45: Ja, würde ich sagen.

02:55:46: Aha.

02:55:47: Ja, das ist die letzten sieben Tage.

02:55:51: Die würde ich sagen.

02:55:53: Da so den Anzügen, die wir so an hatten.

02:55:57: Das würde ich, das finde ich schön.

02:55:59: Ja.

02:55:59: Ja, Vorsicht.

02:56:00: Das ist ein bisschen so eine Anzüge.

02:56:02: Nö.

02:56:04: Kitsch muss man nochmal ganz anders verhandeln.

02:56:08: Man benutzt das Wort auch zu leichtfertig.

02:56:11: Mit Mann meine ich hier gerade mich.

02:56:14: Ist ein bisschen so eine ernst junger Sache da, ne?

02:56:17: Das finde ich daran ein bisschen heikel.

02:56:20: So im Anzug am See, Weltuntergang.

02:56:24: Ja, das stimmt, du hast recht.

02:56:25: Also das würde ich, fände ich geil, wenn du das zum Beispiel mal irgendwo hinschreiben müsst, die Kommentare da drunter.

02:56:33: Ich bock drauf.

02:56:34: Mhm.

02:56:35: Du, wie du das jetzt gerade hier gesagt hast, so, das als real,

02:56:39: ne?

02:56:40: Und dann?

02:56:41: So mit dem Anzug in Zürich.

02:56:42: Richtig sympathisch.

02:56:44: Ja.

02:56:45: Ja, so ist der Weltuntergang.

02:56:47: Ja.

02:56:48: Und dann die Kommentare und wann der globale Süden ins Gespräch kommt und so einfach gucken, also das erleben.

02:56:54: Wo wärst du denn gerne beim Weltuntergang?

02:56:56: Ich würde gerne mal, dass wir das vielleicht mal, vielleicht können uns Hörer das schicken.

02:57:01: Irgendwie, wenn sie das finden, eine besonders interessante Diskussion, entgleiste Diskussion in einem Kommentarbereich.

02:57:10: Und das für die vielleicht im nächsten Jahr mal so als Schmankerl am zweiten Weihnachtstag, wenn wirklich allen alles zu viel ist, keiner mehr Bock auf irgendwas hat.

02:57:19: Der zweite Weihnachtstag ist ja, es müsste ja abgeschafft werden.

02:57:22: Ich glaube, ganz viele Scheidungen und Dramen und so weiter könnten verhindert werden, wenn der zweite Weihnachtstag hier, den braucht echt keiner.

02:57:30: Am zweiten Weihnachtstag, das dann rausbringen, müssen wir so das im Dialog einlesen vielleicht.

02:57:36: Wenn ihr da also irgendwo euch sehr amüsiert oder eschafiert oder sonst was habt, über jetzt eben sich vor uns ausrollenden Jahr dann gern an mal zu schicken.

02:57:50: Wenn es Dialog tauglich ist,

02:57:53: dann leschen

02:57:53: wir das ein.

02:57:55: Oh ja, das ist wirklich schön.

02:57:56: Es ist, glaube ich, lustig.

02:57:58: Ja, es müsste dann einen Dialog zwischen zwei Leuten, die sich richtig hochzeitschen.

02:58:01: Ja, zwei Leute, die sich, wie immer, Thema völlig egal, was das Ausgangsthema war.

02:58:06: Richtig hochzeitschen.

02:58:07: Sie kommen eben mit diesem, so bin ich eben, kommen sie da so rein und gar nicht gefühlt für irgendwie, passt gerade oder nervt es vielleicht jetzt ein halbes Jahr später oder so.

02:58:14: Ich muss jetzt genau sagen, was ich immer sage und dem anderen sage ich, du kannst nicht diskutieren.

02:58:18: Und da schreib erst mal diskutieren, richtig.

02:58:21: Und dann geht es richtig ab.

02:58:24: Tierspock drauf.

02:58:25: Machen wir zum zweiten Weihnachtstag, wenn ihr uns so was schickt, hoffentlich müssen wir es nicht aus deinem eigenen Kommentarbereich rauskratzen.

02:58:33: Nee.

02:58:33: Nee, also,

02:58:34: das

02:58:34: hoff ich jetzt sehr.

02:58:35: Ja, das hoff ich auch sehr.

02:58:36: Deine Hörer wissen, wie es gemeil ist eben mit dem Welten.

02:58:38: Ja, ja, schon

02:58:39: überall so irgendwo, ne, wo man das so befindet, her Sachen.

02:58:42: Bei Knossi vielleicht.

02:58:43: Weiß ich nicht.

02:58:44: Weiß ich auch nicht.

02:58:45: Ich weiß es nicht.

02:58:45: Ich hab eben leider wieder vergessen, wer Knossi ist.

02:58:48: Aber ich weiß noch, das Fanblast, das ist eben ein richtiges Problem.

02:58:51: Und Erbar gesagt eben nicht, ähm ... Und dann haben aber andere gesagt, ja, wieso hast du dann, als du das schon wusstest, warum hast du dann noch mal Anteile gekauft?

02:59:02: Weiß ich nicht, ich liebe das.

02:59:03: Ich hab noch nie Anteile gekauft.

02:59:04: Da steht man, wie von der Rede ist.

02:59:06: Und ich genieße das.

02:59:08: Darf ich dich zum Schluss noch etwas fragen, was ich eigentlich immer nur Gästen frage, die zum ersten Mal da sind?

02:59:16: Ich habe das Gefühl, du bist auf einem guten ... Du kannst das heute beantworten.

02:59:20: Also, wir ... Nein, du stehst im kreativen Herstellungs-Saft.

02:59:29: Den

02:59:29: Saft würde ich auch mal gerne weglassen.

02:59:30: Das bin ich super eklig.

02:59:32: Den Saft-Herstellungs-Saft findest du eklig?

02:59:34: Ja.

02:59:34: Na gut.

02:59:35: Im Saft stehen ... Bäh!

02:59:37: Bäh!

02:59:38: Ich muss nach Hause, wenn jemand im Saft steht.

02:59:40: Du stehst nicht im Saft, also du sitzt ja hier.

02:59:43: Ja.

02:59:44: Das kann man sagen.

02:59:45: Also sitzt ja hier in deiner ...

02:59:47: Oft wird das eben wirklich unterschätzt, auch beim Schreiben.

02:59:50: Jemand sitzt da, fertig, reicht.

02:59:52: Jemand muss im Saft stehen.

02:59:53: Jemand sitzt da, Hemingway, Bums.

02:59:55: Ein Mann sitzt am Tisch,

02:59:56: fertig, das war's.

02:59:57: Ein Mann sitzt

02:59:57: am Tisch

02:59:58: und beantwortet jetzt vielleicht die Frage.

03:00:00: Stell dir vor, ich habe eine große Plakatwan am Alexanderplatz.

03:00:02: Ah, The Classic.

03:00:04: The Classic.

03:00:04: Heute machen wir es immer wieder.

03:00:06: Ich habe dich nämlich schon lange nicht gefragt, was würdest du auf diese Plakatwan schreiben?

03:00:10: Die Plakatwan.

03:00:12: Die ist richtig groß jetzt so, ne?

03:00:13: Die ist riesig.

03:00:14: Zwischendurch

03:00:15: waren da ja mal so ein Bauzaun jetzt mit kleinen Plakaten von dir.

03:00:18: Von uns allen.

03:00:20: Von dir ja auch mit.

03:00:20: Keine Ahnung, hattest du mich drauf geschrieben.

03:00:22: Ja, das ist natürlich weiterhin richtig.

03:00:24: Ich habe gestern einen Mann, den ich sehr bewundert habe, der war nicht gut zu Fuß, also ein älterer Mann, der freundlich aus, aber er konnte kaum gehen, einfach vor Alter und so.

03:00:37: Und er hatte aber ein Hoodie an, auf dem Stand Bock of Metal.

03:00:42: Und das fand ich so gut.

03:00:45: Bock auf Metal.

03:00:46: Ja.

03:00:47: Das ist dein Plakat.

03:00:47: Nein, nein, nein.

03:00:49: Ich überlege überall.

03:00:49: Das ist vielmehr das Erste.

03:00:51: Bock auf Metal, weil ich ... Wow.

03:00:53: Ich mochte, es so.

03:00:55: Textbildschere dieser Mann.

03:00:58: Ich denke jetzt auf Textbildschere, wie du vor mir sitzt, in deinem wunderschönen weißen Anzug und sagst Bock auf Metal.

03:01:04: Ja.

03:01:05: Da wird's ja immer erst komisch, wenn's nicht passt.

03:01:08: Das ist ja sozusagen Erwartung, Aufbauen, Brechen, fertig.

03:01:11: So, dieser Mann, also ich dachte, muss ich vielleicht die Hand anbieten für die Treppenstufen da, aber da steht Bock auf Metal auf ihm drauf.

03:01:21: Der ist darüber auch informiert, also der hatte seinen Eck beisammen.

03:01:24: Der feiner, älterer Herr, der nur einfach nicht so gut mehr gehen konnte, aber Bock auf Metal stand auf ihm drauf, wieder erwarten.

03:01:32: Und mich hat das begeistert.

03:01:34: Deshalb vielmehr ist gerade ein Bock auf Metal.

03:01:36: Ich selbst hab das ganz selten.

03:01:38: Wenn man jetzt Bock auf Metal, hab ich nicht oft.

03:01:41: Aber ich mag die Haltung, die Idee.

03:01:43: Wenn jemand sagt, ich hab jetzt Bock auf so und so, da find ich supergut.

03:01:46: Also das ist dann egal, ob ich darauf auch Bock hab, sondern wenn Leute so einem so zeigen und nicht einfach so machen, sondern wenn die einem was zeigen.

03:01:55: Also es ist ja sehr entschieden, Bock auf Metal und es handelt von Lärm, kommt aber superhöflich, nämlich geschrieben.

03:02:03: Ja, das ist ja total höflich.

03:02:06: Es ist Lärm zum Lesen.

03:02:08: Also man kann den noch entscheiden.

03:02:10: Und diese Haltung, aber Bock auf, wenn Leute einfach Bock auf was haben, ist immer geil eigentlich.

03:02:17: Kann man eigentlich immer mitmachen.

03:02:19: Fast.

03:02:20: Ich habe es richtig Bock auf.

03:02:23: Lass uns jetzt mal einen Knoppers in die Luft jagen oder wie weiß es nicht.

03:02:27: Oder wenn ich das kurz erzählen darf im Sommer, als wir uns trafen, du mit meinem Sohn fragtest du ihn wahrscheinlich, auch hast du Bock, Tomaten an Bäume zu werfen und dann habt ihr das so dran gemacht.

03:02:37: Ja,

03:02:37: Kontext.

03:02:38: Der mir jetzt entfallen ist, aber es ist irgendeinem Grund.

03:02:42: Uns wurden so sehr nicht mehr geeignete Tomaten zur Verfügung gestellt.

03:02:48: Da war der Wurm tatsächlich drin, der sogenannte.

03:02:51: Und die waren sehr groß.

03:02:53: Und mir war ein bisschen langweilig.

03:02:55: Und ich habe so dieselbe Attention Span wie ein dreizehnjährige.

03:02:59: Das verbindet uns so ein bisschen.

03:03:02: Game, recognizing game.

03:03:05: So, das freu ich mich immer, wenn da welche sind, weil die haben so ähnliche, ja, so Abläufe wie ich bei so einem Fest.

03:03:13: Essen ist so und so lange interessant und fertig.

03:03:16: Jetzt weiter.

03:03:18: Und mal gucken, mal so rumgucken.

03:03:20: In dem Fall war es dein Sohn, es gab eben diese Tomaten.

03:03:23: Wir waren mitten am Zürichsee gegenüber der Goldküste.

03:03:31: Schön da, unterhalb der roten Fabrik ungefähr.

03:03:34: Genau.

03:03:35: Also ein riesiges Fest direkt am See und da stehen so sehr schöne alte, sehr breite, mächtige Bäume.

03:03:43: Tomate, dreizehn Jahre alt, ein bisschen langweilig, Bäume.

03:03:49: Das ist der Kontext.

03:03:51: Und ich fragte also dann so tatsächlich, hast du Bock Tomaten an Bäume zu werfen?

03:03:55: und also es gibt ja keinen Kreuzchen hier, die sagen, nee, ich will hier noch sitzen bleiben.

03:04:00: Er hat auf jeden Fall Bock.

03:04:01: Ich auch.

03:04:02: Wir hatten richtig Bock auf Tomaten an Bäume.

03:04:05: Das macht Spaß und das Patsch ist so geil.

03:04:08: Geiles Geräusch.

03:04:09: Das ist ein Comicverwandt alles.

03:04:11: Also die fliegen dann.

03:04:12: Ja, die Patsch.

03:04:16: Diese kleinen Dinger in den Tomaten, diese gelblichen Kerne, spektakulär.

03:04:24: Auch das danebenwerfen war toll.

03:04:27: Weil man so dachte, man kann super, beim Werfen überschätzt jemand ein bisschen wie gut ich das kann.

03:04:31: Ich kann schlecht werfen eigentlich.

03:04:33: Haben es sehr nah vor dem Baum gestärkt, aber noch nicht wirklich vorbeigeworfen.

03:04:37: Und auf so ein Zelt, da lagen so Leute drin und so, dann musst du das geklärt werden.

03:04:41: Und so, Entschuldigung, Gott des Willens und so.

03:04:45: Ja, besser als langweilig, weil es am Tisch war, so ein bisschen.

03:04:48: alle hatten so ... Man merkte so, Leute guckten so ein bisschen, haben sich so ein bisschen hochgeschraubt ihren Körper und sich so umgeguckt wie ein U-Boot.

03:04:56: Weißt du, wenn er aus dem U-Boot dieses Suchdinge rausgeht?

03:04:58: Weil sie ... Man merkte so, alle haben gerade mit ihren Sitzdachbahnen und demgegenüber alles besprochen, was naheliegt.

03:05:06: Entschuldige mich bitte, ich mach einmal ne Runde.

03:05:09: Das war so das Stahlium.

03:05:11: Ja.

03:05:12: War richtig

03:05:12: öde gerade.

03:05:13: Überall war etwas öde geworden.

03:05:17: Und da hatten wir eine schöne Alternative.

03:05:19: Tomatenwerfen.

03:05:21: Bock auf Mittel,

03:05:23: Bock auf Tomaten.

03:05:24: Wenn jemand Bock auf was hat, finde ich das einfach sehr, sehr schön.

03:05:27: Weil es ja auch das Gegenteil ist von, ich find's scheiße hier.

03:05:30: Das hat Udo mir mal beigebracht, dass das dummer Satz ist.

03:05:34: Hier ist es scheiße.

03:05:36: Und zwar war ich mit Udo, als wir in Los Angeles waren.

03:05:39: Am Sunset Bowl war in so einer Kneipe, wo Jahrzehnte lang schon alles vorbei war.

03:05:45: So eine frühere Herr-Metal, super, weiß nicht, wo dann der Mütter ausging, dass da ist Lemmy immer noch flippern gegangen in seinen letzten

03:05:56: Jahren.

03:05:56: Lemmy von Motorhead.

03:05:57: Ja, kann sein, aber ... who cares.

03:06:01: Also, da war gar nichts los und es war Öde, es war auch nicht so ... die Musik, die ich mag und so.

03:06:10: Und dann habe ich zu Udo gesagt, Udo, hier ist ja eigentlich ganz schön scheiße, ne?

03:06:13: Lass mal woanders hingehen.

03:06:15: Und dann hat Udo mich wirklich

03:06:16: verständnislos

03:06:18: aus seltenem Moment angeguckt und hat die Sonnenbrille abgenommen, was er immer noch macht, wenn es auch auf der Bühne, aber auch so im privaten, wenn es wichtig wird.

03:06:27: So, Achtung, Durchzeuge.

03:06:29: Jetzt wird es wichtig.

03:06:30: Udo nimmt die Sonnenbrille ab.

03:06:31: Bei Liedern wird es dann, das ist die entscheidende Stelle.

03:06:35: zum weinen, zum empfinden, was auch immer.

03:06:39: Und im Sprechen kommen dann die Durchsagen.

03:06:40: Hier, pass auf, merkt ihr das, trink fürs Leben.

03:06:43: Stumm, das kann ja gar nicht sein.

03:06:45: Hier kannst du gar nicht scheiße sein, weil jetzt sind wir ja hier.

03:06:50: Ah, gut gesehen.

03:06:52: Mit meinem blöden touristischen Idee, wir gehen irgendwo hin, wo was los ist.

03:06:59: Ja,

03:07:00: das kann ja jeder so zu sagen und ist ja auch... Blöde Idee, man muss eigentlich selber was losmachen, da wo man gerade ist.

03:07:09: Und wirklich nicht dem Ort es vorwerfen.

03:07:13: Und so ist es auch bei Konzerten.

03:07:15: eigentlich nicht enttäuscht sein.

03:07:18: Vermeintlich vom Künstler.

03:07:20: Und man ist eigentlich von dir selber enttäuscht.

03:07:22: Irgendwie hat es nicht geklappt, wenn man Konzertscheises findet.

03:07:25: Man hat plötzlich, hat man gemerkt, man ist alt oder.

03:07:30: Man springt da vorne nicht.

03:07:31: Oder es war das und das.

03:07:33: Oder ich finde, er hat titelt.

03:07:35: So.

03:07:36: Ja, nicht sein Problem.

03:07:37: Nicht das Problem, das ist dein Problem.

03:07:40: Es gab Leute da.

03:07:42: Waldbühne, Robbie Williams.

03:07:44: jetzt im Sommer, hab ich versagt.

03:07:46: Ich fand es scheiße.

03:07:47: Das war das erste Mal, dass ich in einem Robbie-Konzert was scheiße fand.

03:07:49: Ich kann das total gut begründen und so.

03:07:51: Aber wie interessiert das denn?

03:07:53: Das ist ja super langweilig.

03:07:54: Da kommen Leute, die sagen, kriegst du immer noch zu Robbie Williams Konzerten?

03:07:58: Was?

03:07:59: Nach Ruhtbox noch und so weiter.

03:08:02: Ich denke es darf wird Fan sein.

03:08:04: ja erst geil.

03:08:05: Wenn es entlegen wird.

03:08:08: Die zweite Swingplatte jawoll.

03:08:11: Natürlich auch zum Kurs.

03:08:12: Er hat mir eine Baseballjacke für hundert Dollar gekauft.

03:08:15: Selbstverständlich.

03:08:17: Da wird es doch erst toll.

03:08:18: Ja, ein schlechten Abend bei Robby Williams.

03:08:20: Also ich bin mir umgeguckt.

03:08:22: Zwanzigtausend Leute hatten ein Superabend.

03:08:25: Oder wahrscheinlich neunzehntausend von denen.

03:08:29: Mein Fehler.

03:08:30: Das ist der interessantere, bessere Ansatz, weil ich daran was ändern kann.

03:08:34: Ich kann meine Haltung dazu verändern.

03:08:36: Das ist blöd.

03:08:37: Ich stehe da mit einem Freund und wir beide sind in so einer... Stimmung.

03:08:42: Das ist kacke.

03:08:44: Er ist wieder auf den Podien.

03:08:46: T-Shirt anziehen, kaufen?

03:08:48: Nicht nach dem Kreuz.

03:08:49: Jetzt.

03:08:50: T-Shirt anziehen.

03:08:51: Irgendwie... Dach hingehen, wo Leute springen.

03:08:55: Das ist eine Sekretärin in Douglas Verkäufer.

03:08:59: Ja, scheiß doch, der Hund ist doch geil.

03:09:01: Ich gehe zu den Sekretärinnen in Douglas Verkäufer, wer auch immer Lüden nennt sich, ich glaub, die haben jetzt auch andere Berufe, aber die sehen nicht so aus, wie wir es kennen, wie Leute aussehen und so, ist doch geil.

03:09:10: Hinda.

03:09:11: Spring.

03:09:11: Robbie Williams redet zum hundertmal, selbst ergriffen, erzählt er seine Biografie.

03:09:15: Jetzt ein Tick zu oft mein Gefühl.

03:09:19: Und warum singt er so viel Cover-Version?

03:09:21: Das ist ja scheiße.

03:09:23: Und warum erzählt er uns, dass seine Oma Krebs hatte und so viel?

03:09:28: Ganz viele Sachen fand ich falsch.

03:09:30: Aber da waren so Dauerwellen, die hatten einen geilen Abend.

03:09:35: Und ich war der Fehler.

03:09:37: Die Dauerwellen nicht.

03:09:39: Und das ist gar nicht despektierlich gemeint, sondern ich wäre da gerne in der Stimmung gewesen.

03:09:46: Und mein Fehler.

03:09:49: Damit kann man arbeiten, ja?

03:09:51: Hier kann es ja gar nicht scheiße sein, jetzt sind wir ja hier.

03:09:54: Das ist ja eine sehr, sehr auch Alexanderplatztauglich.

03:09:59: Hier kann es gar nicht scheiße sein.

03:10:01: Weil,

03:10:01: also auch bitte extra falschen, weil, also, weil, mit einem Doppelpunkt kann man es lösen, dann ist es nicht idiot in der Rammer liegt.

03:10:09: Hier kann es ja gar nicht scheiße sein, komm mal, weil, Doppelpunkt.

03:10:13: Groß weitermachen, weil ein vollständiger Hauptsatz folgt.

03:10:17: Jetzt sind wir ja hier.

03:10:18: Punkt.

03:10:20: Ja, nicht so schlecht.

03:10:21: Kommt doch an, wer es sagt.

03:10:22: Wenn es jetzt so eine Start-up-Firma sagt, nicht geil.

03:10:26: Nein, aber ich würde sagen, das gilt ja auch wirklich fantastischerweise für das neue Jahr.

03:10:32: Ich finde, das ist ein wunderbarer Satz für das neue Jahr.

03:10:35: Also das Jahr kann ja gar nicht scheiße werden, weil wir sind ja jetzt hier.

03:10:39: Ich finde das gut.

03:10:41: Das hat so ein bisschen was von Toten Hosen, Opel-Gang.

03:10:45: What?

03:10:46: Ja,

03:10:46: Opel, wir sind die Opel Gang.

03:10:47: Also wir sind jetzt jetzt in der Opel Opel Opel Gang.

03:10:50: Ich liebe den Song.

03:10:51: Du doch auch.

03:10:52: Ach, liebes.

03:10:55: Ja.

03:10:57: Ich mag Liebesspieler.

03:10:58: Ja, aber auch

03:10:59: sehr gut.

03:10:59: Alles auf Liebesspieler.

03:11:02: Na na na na na na na na.

03:11:03: Sehr, sehr gutes Liebesspieler.

03:11:07: Es ist andererseits, ist ja schon auch Silvester.

03:11:12: Und ich hab's dann ganz gern einfach und es ist eine Schlussfolgerung aus dem letzten Jahr.

03:11:18: Und simpler geht's nicht.

03:11:19: Das ist das Simpelste jetzt überhaupt.

03:11:22: Muss nicht kommentiert werden.

03:11:25: Das steht so groß am Alexanderplatz, dass der Fernsehturm klein wirbt.

03:11:30: Wonderwall.

03:11:32: Ich geb die Hand.

03:11:33: Ich hab's gern einfach.

03:11:34: Ah, das ist aber schön.

03:11:35: Weil

03:11:35: sonst alles so schwierig ist.

03:11:40: Da ist praktisch der Gidalis mit.

03:11:42: Der Gidalis mit.

03:11:43: Das ist eine gar nicht leere oder so, sondern ein... eine Überwältigung aus dem letzten Jahr.

03:11:50: Ich werde darauf noch eingehen innerhalb meines Lebens.

03:11:55: Und Werk ist

03:11:56: hoffentlich.

03:11:57: Aber so einfach.

03:12:00: Das ist so, hier comes the sun.

03:12:03: Dann ist Kunst am allergeilsten.

03:12:06: Das ist ganz einfach.

03:12:09: Das gibt es doch nicht, dass das noch nie jemand gesagt hat.

03:12:12: Hat er jetzt gesagt.

03:12:13: Da haben die jetzt gesungen.

03:12:15: Hat er jetzt gemalt.

03:12:16: Was auch immer.

03:12:18: Warner Wall.

03:12:19: Wenn das an der Wand steht, das war alles schön.

03:12:23: Ich würde sagen, den nehmen

03:12:26: wir.

03:12:26: Haben diese anderen kleinen Plakate bitte weg, dann?

03:12:28: Die kommen alle weg.

03:12:29: Die kommen alle weg, natürlich.

03:12:32: Natürlich, natürlich, natürlich.

03:12:35: Ich freue mich auf das nächste Jahr, auf das Jahr.

03:12:36: Ich freue mich, dass du trotz Bedenken hergekommen bist.

03:12:41: Und ich finde, also ich hoffe, dass du nicht nach Hause fährst jetzt oder nach Hause läufst oder wie auch immer du nach Hause kommst und denkst, ah!

03:12:48: Ich fand es richtig schön, dass du da warst, dass wir das wieder gemacht haben.

03:12:50: Das fand

03:12:50: ich auch sehr schön.

03:12:51: Ich denke immer, ah!

03:12:55: Das

03:12:55: wäre besser.

03:12:55: Das denke ich immer, weil ich am Leben bin.

03:12:58: Fertig.

03:12:59: Also alles... Ich meine, die Hände so... Das war richtig geil.

03:13:05: Das ist richtig toll.

03:13:06: Nee, ich werde dir noch nervige WhatsApps schicken und so weiter.

03:13:11: Aber es ist sehr schön, dass wir das immer machen.

03:13:14: So in dieser Verfassung war ich eben in diesem Jahr.

03:13:17: Du warst das warme Rohr.

03:13:19: Dankeschön.

03:13:20: Und bist ein Herz.

03:13:22: Ich komme hier gerne hin.

03:13:23: Das ist in manchen Jahren

03:13:25: zu groß

03:13:25: machen zu wollen, in denen ich gar nicht einen Text veröffentlicht oder so.

03:13:30: Ich empfinde es auch als Text, was wir hier machen.

03:13:34: Weil das ist was völlig anderes als ein Interview oder so.

03:13:38: und dadurch, wie häufig wir das schon gemacht haben, das wird in der Regel ... bis auf Zufall also eigentlich nicht sehen.

03:13:45: sonst und einmal im Jahr sehen wir uns eben und dann geht es quaffelt allen und das ist für wir sehr sehr wichtig geworden und sehr lieb geworden ist es ja und manche dies hören oder die jetzt immer noch und das ist sehr sehr geil die schickes marzi jedes mal.

03:14:05: es gibt leute die hören plötzlich noch mal oder was ich später dazu gekommen sind dein podcast hören oder

03:14:13: So,

03:14:13: die hören unser erstes Gespräch.

03:14:15: Es ist sehr oft das erste Gespräch.

03:14:18: Und darin schildern wir eine Szene und kommen nicht auf die Zitrusfrucht.

03:14:24: Die Bezeichnung der Zitrusfrucht, um die es da geht.

03:14:29: Und es vergeht kein ... Naja, sagen wir, Monat, in dem nicht jemand mir schreibt, wie die heißt.

03:14:37: Verdammt, ich hab's nicht ausgehalten, wie die heißt.

03:14:40: Fusales.

03:14:41: Die Fusales.

03:14:42: Das ist ein Zitrusfrucht, richtig.

03:14:44: Aber so, es kommt wirklich einfach, das war im Herbst.

03:14:48: Ja.

03:14:49: Und ich finde nichts schöner, sowas wie lieber.

03:14:52: Fusalisch, verdammt, ich zeig dir den Bescheuer.

03:14:55: Ich halte es nicht aus, wie lange ich drum bin.

03:14:57: Fusales, ganz oft.

03:15:00: Ich denke auch jedes.

03:15:00: Und weil es in der Geschichte auch um Michi Beck geht, ich schicke jedes Mal ein Screenshot an Michi Beck und an dich.

03:15:06: Und ich denke immer an dich, wenn ich eine Fusales sehe.

03:15:08: Ja, Michi ist inzwischen auch an Bord und es ist diese Fusales-Übereinstimmung.

03:15:14: Und

03:15:15: ich sehe den ja ab und zu mal, ich ruf ihn, der weiß immer nicht, wer ich bin.

03:15:19: Und ich nickte dann ab und zu und er, je nach, manchmal nickt er zurück und ich glaube, ich sage ihm einfach nochmal irgendwann Fusales.

03:15:26: Ja.

03:15:27: Dann, Michi Beck, dann geht das dann klar, will ich sagen, hoffentlich.

03:15:31: Und er denkt nicht so, Gott, was ist mit ihm los?

03:15:33: Er weiß sofort, was los ist.

03:15:34: Sehr gut.

03:15:35: Ihr Lieben, höhere Habt.

03:15:37: Habt ein schönes Jahr.

03:15:39: Ja.

03:15:39: Wonderwall.

03:15:40: Wonderwall.

03:15:40: Überlegt euch das mal.

03:15:42: Guckt mal an irgendeine Mauer, die gerade in eurem Weg steht und nimmt die Perspektive ein, das sei jetzt und das stünde jetzt.

03:15:50: Wonderwall.

03:15:52: Habt ein richtig verblüffend ein unzeitgemäß geiles Jahr.

03:15:58: Das wünsche ich euch.

03:15:59: Das wünsche ich euch auch.

03:16:00: Geht

03:16:00: raus, draußen ist es geil.

03:16:03: Und man freut sich auch, so wieder nach Hause zu kommen.

03:16:07: Prost.

03:16:08: Cheers.

03:16:09: Bis bald.

03:16:10: Bis bald.

03:16:10: Bis halt in einem Jahr.

03:16:12: Happy New Year.

03:16:13: Danke fürs Zuhören.

03:16:14: Ich hab

03:16:14: komischerweise das Gefühl, es wird ein gutes Jahr für alle.

03:16:17: Ich auch.

03:16:18: Ich hab irgendwie das Gefühl,

03:16:19: das war antizyklisch.

03:16:20: Antizyklisch, es hat sich jetzt... Jetzt fliegt die Tomate einfach und die trifft den Baum.

03:16:28: Ja.

03:16:29: Und dann einfach am nächsten Donnerstag einer Zeit jetzt spricht der Baum.

03:16:33: So was.

03:16:35: Happy New Year!

03:16:35: Bis

03:16:36: bald!

03:16:37: Ciao!

03:16:37: Tschüss!

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