Finanzfluss Thomas Kehl - Was sollten alle über Finanzen wissen?

Shownotes

Thomas ist Gründer und Gesicht von Finanzfluss, Autor und einer der bekanntesten Finanz-Youtuber im deutschsprachigen Raum. Ich wollte von ihm wissen, wie man sich im neuen Jahr sinnvoll aufstellt, was die eigenen Finanzen betrifft – und was man dabei auf keinen Fall übersehen sollte. Wir sprechen über finanzielle Selbstbestimmung, ETF-Sparpläne und die Frage, wie man als Kleinfamilie sinnvoll spart, es geht um Lifestyle-Inflation, Träume wie die Rolex oder der Porsche und darüber, was passiert, wenn das Geld irgendwann nicht mehr die Hauptmotivation ist.

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00:00:00: Finanzen hat eigentlich viel mit Zukunftsplanung und viel Unsicherheitsfaktoren zu tun.

00:00:03: Und das macht den Leuten, glaube ich, Angst.

00:00:05: Und noch ein weiterer Aspekt ist das fehlende Vertrauen in dem

00:00:09: Bereich.

00:00:10: Willkommen im Hotel Matze Retreat, meine Mini-Serie zum Jahresbeginn zum Thema Gesundheit, Achtsamkeit und Finanzen.

00:00:17: Heute geht es um Finanzen.

00:00:18: Ich wollte verstehen, wie man sich und seine Liebsten finanziell besser absichern kann und wie man vor allen Dingen stressfrei investiert.

00:00:25: Darüber habe ich mit Thomas K. gesprochen.

00:00:27: Thomas K. ist Finanzexperte und Gründer und Gesicht von Finanzfluss und einer der bekanntesten Finanz YouTuber Deutschlands.

00:00:36: Ich habe ja keinen Vermögen.

00:00:38: Das ist so eine Reaktion, die wir halt häufig kriegen, aber Vermögen geht auch schon los ab hundert Euro.

00:00:41: Also wenn du anfängst, monatlich hundert Euro auf die Seite zu legen, brauchst du dann sukzessive dein Vermögen aus.

00:00:46: Du brauchst jetzt nicht Millionen Erbe zu sein oder so.

00:00:49: Diesen.

00:00:49: im Endeffekt musst du dir das vorstellen.

00:00:50: Nichts anderes als so eine Einkaufstüte, wo du dein ganzes Obst

00:00:55: und Gemüse

00:00:56: usw.

00:00:56: reinschmeißt, wie im Supermarkt.

00:00:57: Das ist ein ETF.

00:00:58: Da geht Geld rein, also in diesen ETF ließ dein Geld rein und das wird dann aufgeteilt in teilweise Tausende Aktien.

00:01:04: Du kannst dir diese Portfolios in unendlicher Komplexität zusammenbauen oder Einfachheit.

00:01:10: Ich sage dir mal, wie ich es mache, weil es glaubt mir nie einer.

00:01:12: Also mein ETF-Bereich besteht genau aus zwei ETFs, also nur zwei Stück.

00:01:16: Das ist einmal eine brausende Not.

00:01:20: du kannst mal in die Arbeitslosigkeit rutschen, es können einfach zu viele Sachen passieren.

00:01:23: Wenn du nicht ein Minimum an Reserven hast, snapen wir die Lifestyle-Inflation.

00:01:29: Du hast nicht das Gefühl, dass es so ist, aber du gibst Tennis ja immer ein bisschen mehr aus.

00:01:35: Immobilien sind oft nicht nur eine Geldanlage, sondern mindestens ein Nebenjob, wenn nicht sogar ein Vollzeitjob.

00:01:40: Und das vergessen viele Leute.

00:01:42: Ich argumentiere immer ganz gerne gegen Immobilie, obwohl ich selbst Immobilienbesitzer bin,

00:01:46: weil ... Mein Ziel für diese Folge war es, dass dies die einzige Folge ist, die ihr in diesem Jahr hören müsst, wenn es um das Thema Finanzen geht.

00:01:55: Und bevor wir damit starten, hätte ich eine Bitte.

00:01:58: Ein großer Wert von mir ist Unabhängigkeit.

00:02:00: Und wir sind alle ja irgendwie auch abhängig vom Algorithmus.

00:02:02: und um weniger abhängig zu sein vom Algorithmus.

00:02:06: Würde ich euch bitten, würde mich total freuen, wenn ihr diesen Kanal abonniert.

00:02:10: Ich wünsche euch viel Vergnügen.

00:02:12: Emotematze mit Thomas Kehl.

00:02:15: Was würdest du sagen, hindert Menschen daran, sich wirklich mit Finanzen auseinanderzusetzen?

00:02:22: Ich glaube, das ist so, wie wenn du so von einem riesengroßen Berg stehst und dir denkst, okay, gar keine Lust da hoch zu gehen.

00:02:29: Man muss es so schrittchenweise machen.

00:02:31: Also sprich, sich das Ganze in einzelne kleine, verdaubare Pakete aufteilen.

00:02:37: Und ansonsten ist es, glaube ich, einfach die Angst teilweise auch an die Zukunft zu denken, weil Finanzen hat ja viel mit Zukunft zu tun.

00:02:44: So meine finanzielle Situation kann ich gerade noch so überblicken.

00:02:47: Schnellen Blick auf mein Konto sagt mir, wo ich ungefähr gerade stehe, ob ich mir das jetzt gönnen kann, was ich mir kaufen will oder nicht.

00:02:53: Aber Finanzen hat eigentlich viel mit Zukunftsplanung und viel Unsicherheitsfaktoren zu tun.

00:02:57: Und das macht den Leuten, glaube ich, Angst.

00:02:59: Und noch ein weiterer Aspekt ist das fehlende Vertrauen in dem Bereich.

00:03:04: Also man hört ja immer wieder von allen möglichen Finanzskandalen.

00:03:07: Und da ist ja niemand ausgeschlossen.

00:03:09: Also selbst so vertrauensvolle Institutionen wie eine Volksbank oder eine Sparkasse hatten ja auch schon ihre Skandale.

00:03:15: Und das macht den Leuten, glaub ich, Angst, dass man, wenn man Finanzmenschen gegenüber setzt, grundsätzlich davon ausgeht, dass sie einen abziehen wollen oder einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen.

00:03:25: Merkst du einen Unterschied zwischen Männer und Frauen?

00:03:28: Beim Umgang mit Finanzen, ja.

00:03:31: Allerdings eher in dem Bereich von denen, die sich schon damit beschäftigen.

00:03:35: Also Männer, die sich für Finanzen interessieren, sind auf jeden Fall Risiko auf China.

00:03:39: Ist so mein Gefühl, also den kannst du sagen, so Börse.

00:03:43: und dann sagt Jo, alles klar, Börse.

00:03:46: All in.

00:03:46: Bei Frauen, die brauchen ein bisschen länger, würde ich sagen, die machen es dann aber auch besser.

00:03:50: Es gibt, glaube ich, auch Studien, die zeigen, dass Frauen bessere Investoren sind als Männer, also rein von der Rendite angesehen.

00:03:56: Sehr gut, sehr gut.

00:03:59: Warum sollten wir uns, also du hast gerade von dem Berg gesprochen, warum sollten wir uns für diesen Berg interessieren?

00:04:05: Warum sollten, müssen wir uns mit Finanzen beschäftigen?

00:04:08: Warum sollten wir in zwei Stunden sprechen?

00:04:12: Warum sollte man uns vor allen Dingen dir zuhören?

00:04:16: Weil es jeden betrifft.

00:04:17: Also jeder hat was mit Geld zu tun.

00:04:19: Zwangsläufig.

00:04:20: Ich vergleiche das immer ganz gerne mit Gesundheit.

00:04:22: Auch da musst du dich am Ende selbst drum kümmern.

00:04:24: Du kannst ja einen Personal Coach holen oder du kannst dich Alibi im Fitnessstudio anmelden und nie hingehen.

00:04:29: Aber am Ende des Tages ist immer deine Gesundheit, musst du dich drum kümmern.

00:04:32: Und so ist es bei Finanzen auch.

00:04:35: Ich meine, die Zeiten sind vorbei, wo du einfach sagen kannst, das macht der Staat oder das macht mein Arbeitgeber.

00:04:40: Ich arbeite einfach mein ganzes... Leben bei einem Arbeitgeber und am Ende kriege ich eine anständige Rente raus.

00:04:45: und das war es.

00:04:45: Und ich muss einfach nur gucken, dass ich mein Lohn am Ende des Monats nicht vollständig auf den Kopf haue.

00:04:50: Das ist vorbei.

00:04:50: Also auch die Absicherungen sind weniger geworden und deswegen muss man sich einfach darum kümmern.

00:04:56: Parallel dazu ist auch der eigene Anspruch gestiegen.

00:04:59: Es gibt ja momentan gerade viel diese Diskussion, ob die jüngeren Generationen können sich kein Immobilien mehr leisten.

00:05:06: Und dann gab es tatsächlich auch mal Studien, die sich das genauer angeschaut haben und festgestellt haben, naja, die können sich eigentlich genauso viel oder so wenig Immobilien leisten wie zum Beispiel eine Boomer-Generation oder noch die Generation davor.

00:05:16: Die waren halt nur bereit, hat zu sagen, okay, Entweder fliegen wir jedes Jahr einmal im Urlaub mit der Familie oder wir leisten uns eine Immobilie, aber beides geht halt nicht.

00:05:23: Und die Anspruchshaltung hat sich auch schon ein bisschen verändert.

00:05:25: Also die Jüngeren jetzt Anspruchsfaller, die wollen, ja wenn du das jetzt so sagst, fällt mir auch auf, dass ich in meinem bekannten Kreis von Jüngeren dann schon Menschen habe, die so mit achtundzwanzig von einer Rolex träumen.

00:05:39: Und wo ich dachte, oh, okay, also keine Ahnung, aber früh.

00:05:44: Ja, das ist wieder, also ich weiß gar nicht, ob das unbedingt noch ein Bezug zu Finanzen hat.

00:05:49: Das ist halt einfach ein

00:05:51: Status-Symbol.

00:05:52: Also das

00:05:52: war auch mit

00:05:52: ein Status-Symbol, aber da ging es auch um Wohnungen und solche Sachen.

00:05:55: Das war nicht nur das eine.

00:05:57: Aber interessant, da habe ich noch nie darüber nachgedacht, dass diese Anspruchshaltung sich so verändert hat.

00:06:01: Genau.

00:06:01: Und all diese Kombination sorgt halt dafür, dass du dich idealerweise um deine Finanzen kümmerst, weil das, was ich sagte, so mit dieser Hürde im Finanzbereich gibt es halt nicht.

00:06:11: Nur schlechte Menschen, ich glaube auch die meisten Menschen sind nicht schlecht, aber viele schlechte Incentives, also Incentivierungen.

00:06:18: Das heißt, dass Dinge getan werden, die für dich als Kunde nicht zwangsläufig förderlich sind.

00:06:23: Und selbst wenn ein Berater es mit dir gut meint, kann die Incentivierung in die andere Richtung gehen.

00:06:27: Hast du ein Beispiel dafür?

00:06:28: Ja, relativ klassisch ist eine kostenlose Beratung im Bereich Versicherung oder eine kostenlose Beratung bei der Bank oder so.

00:06:36: Dies erstmal... De facto kostenlos, du musst nicht dafür bezahlen, wie wenn du zum Anwalt gehst.

00:06:41: Auf der anderen Seite haben diese Berater dann... die eigentlich eher Verkäufer sind, ein Vertriebsziele und müssen gewisse Anzahl an Produkten verkaufen.

00:06:52: So viele Bausparverträge, so viele Lebensversicherung.

00:06:54: Und wenn sie bei einem gewissen Institut angestellt sind, dürfen sie auch in der Regel nur die Produkte von diesem Institut verkaufen, von dieser Versicherung, von dieser Bank und dürfen da nicht frei wählen und sagen, wir wählen da die besten Finanzprodukte.

00:07:06: Und somit stellst du dich strukturell schon mal schlechter dar.

00:07:10: Das heißt, selbst wenn die Person das gut mit dir meint und vielleicht auch nicht in einem Okay, Anlageklasse empfiehlt, kann es sein, dass du schlechtere Produkte bekommst, als wenn du dich selbst drum kümmern würdest.

00:07:21: Und das ist ja... Auch so ein bisschen gegenintuitiv, wenn man denkt, die ganz reichen, die haben ja eine Armee an Beratern um sich herum, das kann ich mir gar nicht leisten.

00:07:30: Aber eigentlich ist es gar nicht so kompliziert.

00:07:32: Du brauchst diese Berater gar nicht selbst, du kannst es selbst machen.

00:07:36: Wenn es so ein paar Stellschrauben gibt, auf die du einfach achtest.

00:07:39: Und diese Incentivierungsstrukturen sind überall, also wir haben das zum Beispiel nochmal ganz transparent zu sein, auch bei uns in unserem Geschäft.

00:07:46: Wir vergleichen Finanzprodukte miteinander, beispielsweise Girokonten.

00:07:51: Und wir bekommen von manchen Anbietern, bekommen wir eine Provision, da fehlt Provision, von anderen bekommen wir keine.

00:07:58: Und bei denen, bei denen wir eine bekommen, sind die nie gleich.

00:08:01: Also bei manchen gibt es mehr, bei anderen gibt es weniger.

00:08:03: So, wir hätten jetzt natürlich, wenn du jetzt rein Business-Technik siehst, das Interesse, den Anbieter, der uns die höchste Provision bezahlt, ganz wohl wollen zu sehen und unbedingt vorne zu ranken.

00:08:14: Und dieser Interessenskonflikt, den gibt es erst mal.

00:08:16: Das ist jetzt nicht, dass wir schlechte Menschen sind, sondern der ist halt da.

00:08:21: Und den muss man benennen.

00:08:22: Und da muss man überlegen, okay, und welche Mechanismen kann ich kreieren, um den zu entkräftigen.

00:08:28: Wir machen das zum Beispiel, dass wir sagen, das Bewertungsschema machen wir transparent offen.

00:08:31: Wir nehmen auch Anbieter mit auf, die nicht bezahlen, was schade ist für uns.

00:08:35: Aber insgesamt ist das förderlich, weil das Vertrauenschaft.

00:08:39: Und schaff mal diese Transparenz, dass du gucken kannst, wie wird wer bewertet und Provisionshöhe spielt dort keine Rolle.

00:08:45: Damit können wir transparent sagen, ey.

00:08:48: Es gibt diese Interessenskonflikte.

00:08:49: Niemand redet die weg oder sagt, ach, so schlimm ist das gar nicht.

00:08:52: Mir ist egal, ob ich Achtzig oder Hundert Euro verdiene.

00:08:56: Aber auf der anderen Seite zeigst du dann halt auch eine Möglichkeit, wie du es halt transparent machst.

00:09:00: Und gehst halt in den Austausch mit den Leuten, die die halt folgen, mit der Community bei uns, die dich dann darauf challengen dürfen.

00:09:07: Und warum machen das Banken dann nicht?

00:09:09: Also warum sagt mir mein Bankparater, meine Bankparaterin nicht, du?

00:09:13: Er bekommt einen Gehalt von seiner Bank.

00:09:15: Das heißt, er arbeitet für seine Bank, nicht für dich.

00:09:18: Und das Produktuniversum ist eingeschränkt und natürlich werden die Kosten ausgewiesen.

00:09:23: Also ein Bankberater am Ende unterschreibt so einen dicken Stapel Papier.

00:09:27: Und da steht auch drin, wie viel das kostet, aber du weißt ja nicht, ist das jetzt viel oder wenig.

00:09:31: Im Finanzbereich sprechen wir immer von Prozenten oder von Basispunkten.

00:09:35: Das ist die zweite Nachkommastelle.

00:09:38: Zehn Basispunkte sind also Null Komma Eins Prozent Kosten und das versteht ja keiner.

00:09:42: Also Null Komma Eins jetzt viel.

00:09:43: oder sind drei Prozent viel?

00:09:44: gefühlt wird man sagen na ja drei Prozent ist jetzt nicht so viel.

00:09:48: Was ist es viel?

00:09:48: oder was ist?

00:09:49: drei Prozent ist wenn du jetzt von der Geldanlage sprichst sehr viel.

00:09:52: also von hundert Euro die du investierst kommen nur sieben und neunzig an.

00:09:56: Und wenn du ein hohes Volumen hast, also musst du ja überlegen, diese drei Prozent musst du ja verdienen jedes Jahr.

00:10:02: Und wo kriegst du schon, also fix drei Prozent Zinsen, kriegst du so gut wie ein Jungs wo, also ohne Risiko.

00:10:07: Das heißt, du musst dieses Geld schon mal anlegen und das musst schon mal mehr als drei Prozent verdienen, dass du überhaupt auf der Null-Linie stehst, also auf der, genau.

00:10:15: Von daher sind drei Prozent viel, aber im ersten Moment wirkt das erst mal nicht viel.

00:10:18: Und was wäre angemessen, damit sind wir leider direkt

00:10:20: praktisch?

00:10:21: Direkt voll im Thema drin, ja.

00:10:24: will ich jetzt zunächst mal nicht verallgemeinern, weil es hängt immer von Produkte ab.

00:10:27: Es gibt Produkte, wenn du zum Beispiel eine Immobilie kaufst, wirst du mit drei Prozent, wirst du super happy, da sind die Kaufnebenkosten zehn bis zwölf Prozent.

00:10:35: Genau, aber wenn wir jetzt mal nur vom Thema Geldanlagen sprechen und das am Aktienmarkt, es gibt ja noch andere Alternativen zum Aktienmarkt, aber wenn wir von Geldanlage im Aktienmarkt sprechen, da bekommst du eine Geldanlage für so einen halben Prozent oder deutlich günstiger auch, teilweise nur zero.

00:10:51: Acht oder so.

00:10:53: Und damit hat man schon mal so ein Spektrum im Kopf und kann sich dann schon mal denken, wenn ich jetzt zur Bank gehe, kostet mich fünf Prozent Initial zum Investieren und dann jedes Jahr laufen zwei.

00:11:03: Schon teuer.

00:11:05: Du hast gerade erst das Bild vom Berg aufgemacht.

00:11:07: Das ist so, dass dieser Berg ein überwältigen kann.

00:11:12: Man fängt dann gar nicht erst einmal so hoch.

00:11:14: Und beim Berg weiß ich, okay, das Ziel theoretisch muss es aber auch nicht sein ist hochzukommen.

00:11:21: Ich finde Gipfelwanderung gar nicht so spannend.

00:11:24: Ich muss nicht unbedingt auf dem Gipfel.

00:11:25: Also ich merke so, wenn wir eine schöne Wanderung haben, dann ist das eigentlich auch cool.

00:11:29: Gibt es ein Ziel, beim sich mit Finanzen beschäftigen?

00:11:35: Also wenn jetzt jemand zuhört und weiß okay, ich krieg es ja irgendwie hin, was du erst gesagt hast, ich weiß ja nicht.

00:11:46: Ja, also das beeindruckende ist ja unseren Kanal gibt es seit bald zehn Jahren.

00:11:52: Genau, das gibt es seit bald zehn Jahren und eigentlich müssten wir uns ja selbst.

00:12:00: ob so led gemacht haben.

00:12:01: Das heißt, wir zeigen den Leuten einmal, wie das funktioniert.

00:12:03: Die Leute gucken sich, keine Ahnung, zwanzig, dreißig, vierzig Videos an, je nachdem, wie viel sie brauchen und welche Themen für sie relevant sind.

00:12:09: Und dann alles klar, danke, hacken dran, ich geh weiter.

00:12:11: Das ist ja auch so ein bisschen die Idee vom Buch gewesen.

00:12:14: Es gibt Finanzliteratur noch und nöcher.

00:12:17: Aber wir wollten die halt so ein bisschen die Angst nehmen, so nach dem Motto, es reicht, wenn du dieses eine liest und dann bist du gut aufgestellt.

00:12:22: Und alles darüber hinaus ist natürlich super, weil du kriegst noch mal viel besseres Tagfachwissen, du bist noch mal einfach ... oder selbstbewusster unterwegs, aber es muss nicht sein.

00:12:33: Aber was wir festgestellt haben, ist, Leute kommen zu uns, informieren sich, fangen an, mit dem Thema Finanzen sich auseinanderzusetzen und bleiben dann hängen irgendwie.

00:12:42: Also die wollen dann immer weiter noch mal die Neuigkeiten mitbekommen.

00:12:46: Also viele setzen das auch einmal auf und das war es.

00:12:49: Und schauen sich dann vielleicht einmal ... alle sechs Monate ein Video von uns an, aber viele huckt das dann auch, weil sie dann einfach beeindruckt sind.

00:12:56: Das ist wie wenn man, keine Ahnung, ich glaube, wenn man ein Instrument lernt oder so, ist das am Anfang extrem frustrierend.

00:13:02: kommt nix bei rum.

00:13:03: Aber wenn man irgendwann dann so einen gewissen Flow drauf hat oder gut ist, oder beim Surfen zum Beispiel, am Anfang extrem frustrierend, aber wenn du dann später mal so Lieder auf dem Brett stehen kannst, dann willst du mehr und mehr und mehr.

00:13:13: Und so ist es so ein bisschen bei Finanzen, habe ich das Gefühl.

00:13:15: Also

00:13:15: gibt es nicht so ein Endziel, sondern es gibt einfach eine stetige Wanderung, die bestenfalls immer leicht nach oben geht.

00:13:22: Ja, also es gibt, ich nenne das immer den Financial Life Cycle oder so.

00:13:27: Wir alle starten irgendwo, dass wir den ersten Berührungspunkt haben.

00:13:30: Die meisten, die irgendwie auf Finanzes aufmerksam werden, sind in der Regel aus der Historie zumindest Akademiker, die jetzt ihre ersten Einkünfte haben und sich denken, okay, ich hab mal gehört, ich muss irgendwas mit Rente machen, ich verdiene auch deutlich mehr, als ich ausgeben kann, was soll ich denn machen?

00:13:46: Und die fangen dann an, so ganz langsam sukzessive zu recherchieren.

00:13:49: Für die ist es überhaupt kein Thema, zur Bank zu gehen und zu sagen, hallo, könnt ihr mich mal beraten?

00:13:55: Das ist auch so ein generationelles Ding, glaube ich.

00:13:57: Und es gibt Leute, die steigen viel später ein.

00:13:58: Also wir kriegen auch sehr viele Mails und die sagen, ich bin fünfzig, ich habe noch zehn, zwölf Jahre bis zur Rente.

00:14:06: ist es nicht schon zu spät.

00:14:08: Und das ist so der erste Teil.

00:14:10: Also du musst zuerst mal so einen Überblick verschaffen, dich quasi bilden, also zu verstehen, was überhaupt so Sache ist.

00:14:18: Dann im nächsten Schritt geht es dann in die Produktentscheidung.

00:14:21: Also was, wie ist quasi mein financial setup?

00:14:24: Was brauche ich alles?

00:14:25: Also ist ja auch sehr situations- und lebensstilabhängig.

00:14:28: Da spielen dann auch solche Entscheidungen rein.

00:14:30: Wie möchte ich irgendwann meine eigenen Immobilien wohnen?

00:14:32: Oder ist das komplett ausgeschlossen oder soll das sogar recht mittelfristig?

00:14:35: sich passieren.

00:14:37: Oder bin ich Welten-Traveler und brauche ganz besondere Kreditkarten.

00:14:41: Und dann später im Anlagebereich, welche ETFs oder welche Produkte stelle ich mir sozusagen in mein Portfolio zusammen.

00:14:49: Und dann hast du glaube ich schon das größte geschafft.

00:14:51: und dann kommt so das regelmäßige Tracking, dass man immer mal wieder ein Auge darauf behält.

00:14:55: Das ist der Vanessa Financial Life Cycle.

00:14:57: Ja oder Lebenszyklus wie auch immer.

00:14:59: Das ist also wenn wir bei der Wanderung im Bild bleiben.

00:15:02: Man kauft sich einmal so die richtige Kleidung.

00:15:05: Ja.

00:15:07: Und hat diese Kleidung dann.

00:15:08: Und ab und zu muss man sich vielleicht mal ein neues paar Schuhe kaufen.

00:15:11: Aber vielleicht ist es sogar immer der gleiche Hersteller.

00:15:13: Man ist ein bisschen ... Und wenn es höher geht, braucht man natürlich immer was anderes.

00:15:18: Und muss ein bisschen nachjustieren.

00:15:20: Ja, oder halt ... Du bist im Berg hochgegangen und willst immer zu anderen Saisons noch mal sehen.

00:15:26: Oder so.

00:15:27: Keine Ahnung.

00:15:27: Du willst vielleicht mal im Schier runterfahren, so im Winter.

00:15:30: Ja, also weiß jetzt nicht, wie weit wir diese Analogie treiben können.

00:15:35: Bis ...

00:15:35: noch zwei Stunden.

00:15:37: Nee, nee, aber ...

00:15:37: Ich find das Bild ja eh gut.

00:15:39: Ich liebe Wanderen und ich find, dass es immer wieder ein gutes Bild ist, weil es irgendwie so deutlich macht.

00:15:45: Das hab ich jetzt auch schon verstanden.

00:15:46: Es ist nicht nur einmal kurz, sondern es dauert lange, weil man ja auch lange Geld braucht.

00:15:54: Genau, du brauchst lange Geld, du brauchst immer länger Geld.

00:15:56: Und ja, das ist ein Thema, was dich halt nicht loslässt.

00:16:01: Du hast gerade vom Instrument gesprochen.

00:16:03: Gehen wir ins nächste Bild.

00:16:04: Was war finanziell deine erste Note?

00:16:08: Also, wann fängt das für dich an, dass du gesagt hast, okay, es ist ja nicht das Allerkuhlste der Welt, als junger Mensch zu sagen, finanzen, das ist mein Ding.

00:16:21: Also ich fand das immer schon mega spannend, aber so aus dieser anderen Spannentrichtung, aus der Wall Street Spannentrichtung, diese ganzen Filme, die man da so gesehen hat und so.

00:16:32: Aber du fandest die Spannentrichtung kurz?

00:16:34: Also ich hab die auch gesehen und fand das ja eklig.

00:16:37: Okay, ja, ich weiß, also da gibt's viele Leute, die sehen das so.

00:16:40: Also alle Menschen in meinem Umfeld finden das inspirierend.

00:16:44: Jetzt nicht unbedingt dieses abwertende Verhalten oder dieses Schmarotzer-Tum.

00:16:52: Das jetzt nicht, aber halt einfach so dieses große Rad einfach drehen.

00:16:56: Also mein Ziel war es eigentlich, nie eine Firma aufzumachen oder ein YouTuber zu werden oder sonst was.

00:17:01: Ich wollte eigentlich immer Investmentbänker werden.

00:17:04: Also nicht immer, ich habe verschiedene Umwege mal gedreht, aber als ich deine Investmentbank war, war das eine sehr inspirierende Zeit, weil du arbeitest halt auf riesengroßen Transaktionen, also wirklich Firmen, die Milliarden wert sind.

00:17:16: die von der Börse genommen werden oder irgendwie Infrastruktur unternehmen.

00:17:20: Ich war auf einem Flughafenprojekt gewesen, wo du dann wirklich mit dem Topmanagement überlegst, Business Planner machst bis tief in die Nacht Arbeit ist und das dann international Investoren vorstellst, mit dem Ziel, dass die quasi diese Portfolios kaufen.

00:17:33: Das ist mega geil, super inspirierend.

00:17:35: Und ich finde, also die Bank hat einfach den Vorteil, dass du in einem Jahr, zwei Jahre Berufserfahrung sammeln kannst, also gefühlt.

00:17:43: Das fand ich dann immer schon ganz inspirierend.

00:17:45: Also das war so der Aspekt, der mich da rangezogen hat.

00:17:48: Wir gehen gleich noch mal zu dem Ursprung, aber wenn wir jetzt an dieses Flughafenprojekt denken, was ist es dann für dich, was dich da so ... was du so anziehen findest?

00:18:01: Also das große Rat von dem du sprichst, das ist ja immer so ganz blöd.

00:18:05: Ich denke ... Hier gibt es eine Transaktion und die begleitest du in irgendeiner Form.

00:18:11: Und dann ist es in den meisten Fällen so.

00:18:15: Die Flugkraft hat Besitzer gewechselt, für den Fluggast ändert sich nichts, Meister.

00:18:19: Genau, für den Fluggast nichts.

00:18:20: Aber eine Person... hat für die nächsten Generation absolut ausgesorgt.

00:18:26: Und ich kenne das manchmal in so Verhandlungssituationen, auch mit größeren Firmen, dass ich manchmal denke, warum verhandelst du, Michael, wie auch immer, so hart?

00:18:34: Das ist auch gar nicht deine Firma, aber es gibt ja Leute, die richtig Bock auf Deals und Verhandlungen

00:18:39: haben.

00:18:39: Also dafür war ich nicht Seniore genug, dass ich überhaupt irgendwas verhandeln durfte.

00:18:43: Ich habe nur die Zuarbeit quasi gemacht im Maschinenraum, also sprich Bewertung, Businessplan und solche Dinge.

00:18:48: Und das finde ich halt einfach so spannend, weil wir alle waren schon mal irgendwie am Flughafen.

00:18:52: und sind da durch die Gegend gelaufen und wissen, wie so ein Flughafen funktioniert.

00:18:55: Aber wir waren null klar, was das Business dahinter ist.

00:18:58: Womit verdienen die denn Geld?

00:19:00: Dass das Riesengesellschaften sind, die Börsen gelistet sind, die Flughafen Portfolios halten.

00:19:05: Und es ist halt so.

00:19:06: die Frage, was sind so die Treiber?

00:19:08: Also wie viel verdiene ich mit einem Kunden?

00:19:10: Also jede einzelne Kunde, der dort durchläuft durch den Flughafen, hat quasi so ein Preis-Label oben drauf, der wird so viel Cent im Duty-Free ausgeben, so viel Cent für Parken ausgeben im Schnitt, so viel Cent für sein Kaffee und so weiter.

00:19:21: Und was mache ich jetzt?

00:19:23: oder wie breite ich dieses Portfolio aus?

00:19:27: oder wie sorge ich dafür, dass er mehr Cent in diesen einzelnen Bereichen ausgibt?

00:19:30: oder sich da einfach Gedanken zu machen.

00:19:32: Und das ist halt nochmal runtergebrochen auf das Finanzthema.

00:19:34: halt so cool, weil wenn du halt siehst, von wo nach wo Geld fließt, dann verstehst du Zusammenhänge einfach super

00:19:41: gut.

00:19:41: Du verstehst vor allen Dingen auch Menschen.

00:19:42: Genau.

00:19:44: Und die Incentives.

00:19:45: Was wir ganz eben am Anfang schon mal gesprochen haben.

00:19:47: So, warum handeln Menschen, wie sie handeln?

00:19:50: Das kannst du sehr, sehr oft dadurch erklären, wenn du die monetären Interessen dahinter verstehst.

00:19:55: Ja, und da kommen wir auf jeden Fall noch zu, glaube ich, zu diesem Thema.

00:20:00: Und was war es dann bei dir?

00:20:01: Was war so das erste Mal Finanzen?

00:20:04: Ja, also bei mir war es ganz klassisch.

00:20:08: Mein Vater, der mich da dran gebracht hat, der dieses... unbescholtene, angestellten Leben als Ingenieur in einem Großkonzern geführt hat und sich nie mit Finanzen beschäftigt hat, bis zu irgendwann so mit seinem fünftigsten Lebensjahr.

00:20:20: Dann ist er in Englische Coachings und so Chaka Chaka und wir werden alle Millionäre gekommen.

00:20:25: Und irgendwie, also er hat das jetzt nicht so geschafft, da so ganz groß rauszukommen.

00:20:31: Aber er hat meinen Bruder und mich frühzeitig drauf angesprochen.

00:20:34: Wenn mein Bruder, den hat es nicht interessiert, ist heute auch Ingenieur.

00:20:37: Und mich hat es aber interessiert und er hat dann so einen ein Brief abonniert und da waren dann immer solche, musst du für bezahlen?

00:20:46: und dann gab es halt Analysen von Firmen und die habe ich dann halt verschlungen und mich damit beschäftigt und mein Vater dann gesagt, okay, wo investieren wir also, wo rein sozusagen.

00:20:55: und ja, so hatte ich dann meine erste Kontaktpunkte und da war ich noch minderjährig, deswegen durfte ich nicht selbst investieren und habe ich meinem Vater ein bisschen Geld gegeben und er hat sein Geld dann ... über sein Depot investiert und irgendwann habe ich da mein eigenes mit achtzehn gekriegt.

00:21:08: Voll cool.

00:21:09: Ja.

00:21:10: Dass

00:21:10: du, dass du das schon so früh, das ist ja ein großes Geschenk, wenn man dann schon so früh weiß.

00:21:14: Definitiv.

00:21:15: Viele fragen sich ja, was wird aus meinem Leben, wenn man dann schon so jungen Jahren weiß, okay, das ist eigentlich mein ... mein Ziel.

00:21:21: Ja, so hundert Prozent klar war es noch nicht, aber ja, so ... mich hat es dann immer in diese Richtung gezogen.

00:21:26: Ich habe dann ein ganz großes Schleifen über einen sogenannten Strukturvertrieb gezogen.

00:21:31: Das sind deine ehemaligen Abi-Freunde, die dich anrufen und sagen, eh Matze, ich hab da was ganz Besonderes für dich.

00:21:37: Ich weiß, wie du Geld sparen kannst, lass uns mal treffen.

00:21:40: Und dann sollte man nicht rangehen wahrscheinlich.

00:21:42: Ja, oder den Termin irgendwie verhindern, ja.

00:21:46: Und wolltest du Investmentbanker werden, war das dein Berufswunsch?

00:21:50: Später ja, also ich bin nach Frankfurt studieren gegangen, ich mach's mal in kurz.

00:21:56: Für BWL ist ja meistens so entweder Investmentbank oder Beratung.

00:21:59: Ich dachte so, okay, Investmentbank ist mir ein bisschen zu hart.

00:22:02: Ich hatte, also was man so von den Arbeitszeiten gehört hat, und ich hatte auch einen, es gab damit so ein Mentoringprogramm.

00:22:08: Ich hatte einen Mentor, der bei der Deutschen Bank im Investmentbanking war, und da hatten wir so ein paar Erlebnisse, die mich eher so davor abgeschreckt haben.

00:22:16: Also der war völlig fertig, also was heißt völlig fertig, der war, also er hat... Unendlich viel gearbeitet und hat seinen Job gehasst und hat dann später auch innerhalb der Bank gewechselt und hat dort eine super Karriere gemacht.

00:22:26: Es war so eine Teamfrage.

00:22:27: Wir haben uns mal zusammen beim Lunch gesessen und er hat seinen Chef ihn angerufen.

00:22:31: So, wir haben Gratisessen hingestellt, gekriegt und gesagt, wo bist denn du?

00:22:33: Du musst jetzt sofort ins Büro kommen, denn zwei Sekunden das Essen runter gelöffelt und war weg.

00:22:39: Ja, das war dann halt so dieses Nicht-Herr seiner Zeit sein, das was ich heute so schätze.

00:22:43: Aber, ja, bin ich nach Paris und in Paris hab ich andere kennengelernt und hab dann ein Praktikum in der Investmentbank gemacht, so auf Pushen ein bisschen von meiner Frau hin, die auch gesagt hat, du, dich reizt dieses Thema so, du hast aber so einen gebührenen Respekt vor, mach's doch mal, ein Praktikum kost' ich nicht, nix, im Stimmsten Fall hast du halt sechs miserable Monate, aber dann warst du wegen so einen Haken dran gemacht.

00:23:02: Und das Gegenteil war der Fall, ich fand's super.

00:23:04: Und wie fing das an, dass du das dann selbstständig ... gemacht hast oder neben mal eins noch davor weil ich find eins tut also so es gibt ja.

00:23:14: Einige menschen diesen bereich und wir haben kurz bevor wir aufgenommen haben schon hier im team drüber geredet.

00:23:19: Man sieht dich und man vertraut dir sofort.

00:23:21: das ist echt abgefahren.

00:23:23: also gegen mir auch ich würde dir sofort ja komm ich mach

00:23:26: genau deswegen machen wir das auch nicht.

00:23:28: also wir nehmen kein geld von leuten an also kein.

00:23:30: also wir betreuen keine portfolios oder sowas.

00:23:31: aber wann hast du das erste mal wirklich gemerkt?

00:23:34: ich bin.

00:23:35: Das ist ja ein Talent, was man irgendwie angeboren hat oder nicht, aber ich bin vertrauenswürdig für die Menschen.

00:23:42: Und ich weiß auch, dass Vertrauen für euch als Firmauchtet das größte Gut ist.

00:23:45: Aber das hat ja was mit dir zu tun und mit deinem Gesicht, auf einem Buch vorn drauf, dass wenn man auf die Seite kommt und irgendwie ... ist bei mir mit der Stimme, sagt man auch, du hast eine super Stimme von Podcast.

00:23:56: Ja, aber da kann ich auch nichts für.

00:23:57: Aber wann hast du gemerkt?

00:24:02: Ich bin vertrauens.

00:24:02: Ja, wir hatten im Vorgespräch ja ganz kurz so über den unternehmerischen Aspekt gesprochen und es war einfach opportunistisch.

00:24:10: Also diese Karriere, wie ich sie bis jetzt gemacht habe, war nie geplant gewesen, sondern das Ganze ging los, dass mein Abi-Freund Arnor auf mich zugekommen ist, mein heutiger Mitgründer und gesagt hat, ey.

00:24:22: Also, der war immer viel so im Internet unterwegs.

00:24:25: Also deutlich mehr als ich und auch voll auf YouTube.

00:24:27: Und wusste genau, es war auch so ein bisschen sein Job, zu wissen, welcher Page rankt wo und so weiter.

00:24:33: Und er hat sich dann mal ein bisschen ins Team auf Finanzen reingeknieht.

00:24:36: Er hat übrigens, waren so ein bisschen so ein Freundeskreis, die Finanzen machen wollten.

00:24:39: Und er auch, also er hat auch eine Ausbildung in der Landesbank im Saarland gemacht und die dann abgebrochen.

00:24:43: So furchtbar fand er das.

00:24:44: Also, der ist komplett deprimiert in diesem Bereich, hat gesagt, nie wieder Finanzen.

00:24:48: Er ist nach London etwas Kreatives gemacht.

00:24:50: Und dann ist er wieder auf mich zukommen und gesagt, ey, Es gibt kaum YouTube-Videos und wir können es da ein paar Euro nebenbei verdienen neben dem Studium.

00:24:57: Also das war eigentlich nur das.

00:24:59: Also ich erkläre ein bisschen was aus der Finanzwelt und wir machen Klicks auf YouTube und es gibt ein bisschen Geld, um unser Stümmen zu finanzieren.

00:25:06: Und dann kam so das eine zum anderen.

00:25:07: Also irgendwann wurde der Kanal größer und damit halt auch die Ideen, die Anspruchshaltung von uns.

00:25:12: Und dann standen wir halt so vor der Entscheidung, die wir dann im Jahr zwei tausend neunzehn gefällt haben, unsere Jobs hinzuschmeißen und es Vollzeit zu machen.

00:25:21: so ist es dann halt so sein Lauf gegangen und wir haben im Endeffekt eigentlich nichts anderes gemacht, würde ich jetzt mal sagen, als eine Nachfrage bedient, also nach Themen.

00:25:31: Aber es gab es dann irgendwann den Moment, bei mir gab es dann irgendwann den Moment, man macht ein Podcast und dann merkt man irgendwie haut das ganz gut hin und man kann sich auch nur noch auf das konzentrieren.

00:25:41: und offensichtlich hören mir Menschen gerne zu und irgendwann waren es eben genügend Menschen, dass das

00:25:46: funktioniert.

00:25:48: Den für euch gab's ein Video oder sind das Zuschriften gewesen?

00:25:53: Was war der Moment, wo ihr wusstet, okay, das ist jetzt nicht nur ein Zeithassel, den wir hier machen, sondern wir gehen hier mal voll rein.

00:25:59: Und ihr seid ja auch, du hast das erste Zelt schon im Vorgespräch, vierzig Mitarbeitende jetzt.

00:26:03: Fünfzig?

00:26:04: Fünfzig sind's genau.

00:26:05: Also, das ist ja Wahnsinn.

00:26:07: Ja.

00:26:08: Der Tipping-Point, der interessiert mich.

00:26:10: Ja,

00:26:10: der Tipping-Point, also der kam weniger von mir als jetzt von Arno tatsächlich.

00:26:14: Also ich war glücklich in der Bank.

00:26:17: Klar, die ein oder andere Frustration kommt immer mal wieder hoch, wenn du einen Urlaub mit deiner Frau geplant hast und der wird dann Last-Minute gecancelt und die darf alleine Skifahren gehen und mit ihren Freunden.

00:26:27: Und ich bin nicht dabei, aber im Großen und Ganzen hat es eigentlich durch das Learning sehr, sehr viel kompensiert.

00:26:33: Aber Arnovas hat so gewesen, der war in einem Start-up bei Wise, weiß nicht ob du die kennst, Trends for Wise, die machen internationale Geldtransfer, doch im Finanzbereich gelandet hat, dort aber Marketing gemacht.

00:26:45: Es gibt auch diesen Spruch, dass man sagt, man steigt so lange die Karriereleiter auf, bis in die Inkompetenz.

00:26:50: Und sobald du halt inkompetent auf der Position bist, verwahlst du dort.

00:26:52: Ich würde nicht sagen, dass er inkompetent war, aber er hatte keine weiteren Ambitionen, da irgendwie eine Karriereleiter hochzugehen.

00:26:58: Und hat sich auch teilweise immer so in den Meetingräumen versteckt, um heimlich Finanzosvideos zu schneiden.

00:27:02: Also wenn er ein bisschen Zeit hatte.

00:27:05: Es hört hoffentlich niemand von Transferwise, sonst claimen die hier noch einen Anteil in der Firma.

00:27:11: Genau, und er hat dann gesagt, so, für mich ist es durchgespielt, ist vorbei, so, ich geh jetzt nach Berlin, ich mach Finanzfuss.

00:27:16: Und dann hab ich gesagt, das macht irgendwie keinen Sinn, dass er das alleine macht.

00:27:20: Und dann hab ich gesagt, okay, dann, ich komm mit.

00:27:22: So kam das halt.

00:27:23: Und genau dieser finanzielle Aspekt war schon relativ gesichert.

00:27:26: Wir haben damals in London gegründet.

00:27:29: Eines der größten Learnings, warum man lieber mehr Geld für gute Beratung ausgeben sollte, als zu wenig.

00:27:34: Wir hatten damals einen super günstigen Buchhalter über Fiverr oder so.

00:27:38: Und es war eine absolute Katastrophe, so dass wir uns nicht getraut haben, irgendwann dieses Geld ranzugehen.

00:27:42: Dann hat sich eine Spar-Dosen-Limited gesammelt über die ganze Zeit, so mit den Einnahmen, die wir hatten.

00:27:47: Einnahmen durch YouTube-Werbung?

00:27:48: YouTube-Werbung, vor allem affiliiert.

00:27:51: Das Wein haben wir dann sozusagen geschlachtet und das war nur unser Startkapital.

00:27:56: Aber wir wussten ja schon, dass gewisse Einnahmen schon da sind.

00:27:58: Also wir konnten beide schon mal unseren Lebensstandard halten.

00:28:01: Was ist die Mission von Finanzfluss?

00:28:04: Wir sind uns so als den Assistenten für alle Finanzfragen.

00:28:07: Und das ist halt bewusst breit formuliert, weil wir sind auf sehr, sehr vielen Plattformen unterwegs.

00:28:16: Und verschiedene Leute sind in verschiedenen Stadien von so ihrer Finanzentwicklung oder Finanz-Lifecycle.

00:28:24: Und wir haben jetzt in der Vergangenheit ganz viele Tools und Dinge gebaut.

00:28:28: um den Menschen was an die Hand zu geben.

00:28:29: Zum Beispiel Menschen, die gerne lesen.

00:28:30: Da haben wir gesagt, okay, die jetzt nicht auf die Idee kommen, bei YouTube mal was es in ETH einzugeben, sondern in der Buchhandlung vorbeilaufen, den können wir in ein Buch liefern.

00:28:39: Oder Leute, die gerne Reels gucken, die kriegen halt so einen Ein-Minuten-Clips mit verdaubaren Finanzinformationen.

00:28:45: Und dann gibt es halt die, die mehrere Portfolios haben und wirklich bis in die nächste Kennzahl irgendwas tracken wollen und wissen wollen, wie gut sie abschneiden im Vergleich zum Markt.

00:28:53: Auch da haben wir ein Tool halt für gebaut.

00:28:55: Und genau, wir wollen jetzt also zukünftig mehr und mehr dahin gehen, diese Erfahrung zu vereinheitlichen, so dass wir wirklich Leute üben, egal wo sie jetzt stehen auf dem Wanderweg, zum Gipfel, dass wir die alle an der Hand nehmen können und uns quasi mit hochnehmen können.

00:29:10: Also selbst die Person, die ... Eine Woche vor, also nein, zehn Meter vom Gipfel ist theoretisch.

00:29:17: Kurz vor der Rente meinst

00:29:18: du.

00:29:19: Ja, aber selbst das ist eine Illusion, weil das Leben, sagen wir mal, das Finanzleben ist mit Eintritt in die Rente ja noch nicht vorbei.

00:29:26: Also viele haben ja dann schon Kapital irgendwie auf der Seite und stellen sich an die Frage, naja, kann ich das jetzt noch an der Börse investieren?

00:29:31: Ein bisschen davon brauche ich ja, aber auch nicht alles.

00:29:34: Also ich streck das ja schon so über die nächsten, sagen wir mal, zwanzig Jahre, plan ich das zu verbrauchen.

00:29:39: Und dann kann ich ja trotzdem ein Teil an der Börse anlegen.

00:29:41: Also da gibt es ganz viele Fragestellungen, die da noch offen sind.

00:29:44: Also überall hat es mit Finanzen zu tun und wenn es am Ende auch nur ums Thema vererben geht oder was mache ich mit meinen zu groß gewordenen Immobilien jetzt, wo die Kinder ausgezogen sind und so.

00:29:54: Also die Finanzfragen begleiten uns eigentlich überall.

00:29:56: Und für all diese Fragen wollt ihr oder seid ihr eine Plattform, in der man sich orientieren, informieren?

00:30:03: Genau.

00:30:04: Es gibt diverse Aspekte, die wir noch nicht abdecken.

00:30:06: Wir können zum Beispiel noch nicht unterstützen.

00:30:08: Wir haben auch noch keinen Content zum Thema Baufinanzierung oder sowas, was ja auch ein Riesenthema ist oder auch im Versicherungsbereich.

00:30:16: Tippen wir jetzt mal den ganz kleinen Thema ins Wasser rein.

00:30:20: Aber waren jetzt ganz besonders so im Bereich Vermögensaufbau tätig.

00:30:25: Wobei Vermögen sind ein Wortes.

00:30:28: Wo viele von deinen Hörern, Hörerinnen vielleicht mal so kurz sich die Nackenhaare aufstellen und die werden sagen, ich hab ja kein Vermögen.

00:30:34: Das ist so eine Reaktion, die wir halt häufig kriegen, aber Vermögen geht auch schon los ab hundert Euro.

00:30:37: Also wenn du anfängst, monatlich hundert Euro auf die Seite zu legen, baust du dann sukzessive dein Vermögen aus.

00:30:42: Du brauchst jetzt nicht Millionen Erbe zu sein oder so.

00:30:45: Und in dem Bereich waren wir halt fokussiert vor allem unterwegs gewesen.

00:30:49: Habt ihr ein Vorbild?

00:30:53: Nö.

00:30:54: Cool.

00:30:56: Klickt irgendwie.

00:30:57: Ich werd auch oft gefragt, ob ich irgendwie so Mentoren oder so was hab.

00:31:01: Aber es gibt Leute, die ich großartig finde, wo ich mir gerne den Advice einhole, aber so dieses ... Vielleicht bin ich auch ein bisschen gebrannt, Marc, durch meinen Vater.

00:31:08: Hab ich hier gesagt, der hat so ein bisschen dieses ... Der hat sich von so Gurus anstecken lassen.

00:31:15: Ich weiß nicht, kennst du Tony Robbins aus den USA?

00:31:18: Er ist ja eine Person, liebt man oder hasst man.

00:31:21: Ich bin da eher so auf der skeptischen Seite, würde ich sagen.

00:31:24: krassesten Leute weltweit gecoached.

00:31:26: Wo ich mir denke, du bist so ein krasser Typ und musst dich coachen lassen.

00:31:31: Das verstehe ich nicht.

00:31:31: Das passt für mich irgendwie nicht zusammen.

00:31:33: Also dieses Gurufizieren von egal in welchem Bereich, finde ich irgendwie nicht so.

00:31:38: ... komme ich nicht so ran.

00:31:41: Deswegen habe ich auch Schwierigkeiten damit, wenn Leute sagen, ... ... ey, du hast mein Leben mit Finanzen verändert und so weiter.

00:31:46: Ich mache alles, was du sagst, sag ich, ... ... um Gottes Willen tue das nicht.

00:31:48: Also ... ... mach bitte nicht alles, was ich sage, ... ... sondern hinterfrag das immer kritisch.

00:31:52: Vielleicht mache ich irgendwann mal eine Auszeige, ... ... die du falsch interpretierst oder was auch immer.

00:31:56: Aber das setzt dich natürlich auch ... ... als Firmeninhaber, als Gesicht einer Firma ... ... und natürlich mit, also es ist ja so.

00:32:04: Das ist

00:32:04: so, ja, definitiv, ja.

00:32:06: Bist du ... Die Ideenvigrationsfigur.

00:32:10: Wie gehst du mit diesem Druck dann um?

00:32:13: Indem wir einfach sehr, sehr aufpassen, wie wir kommunizieren.

00:32:15: Also in der Vergangen... Also es gibt zum Beispiel gewisse Anlageklassen, die wir einfach nicht besprechen können, weil sie einfach zunichtig sind, weil sie sehr riskant sind und Menschen einfach diese Subtilität nicht verstehen, zu sagen, für einen ganz kleinen Teil der Bevölkerung, die wirklich absolut risikofreudig sind und für die... dass dort investierte Kapital eigentlich keine Rolle spielt, wenn sie es verlieren.

00:32:36: Die könnten sich diese Anlageklasse mal anschauen.

00:32:39: Dann wird es trotzdem Tausende Leute geben, die dort ihr letztes Jahr Spates reinknallen.

00:32:44: Weil sie sagen, okay, der Thomas hat gesagt, da könnte eine schöne Rendite bei raus springen.

00:32:49: Und dann das Risiko, den Risikoaspekt, dass aber auch alles gegen die Wand fahren kann, komplett rausfallen lassen.

00:32:54: Und deswegen müssen wir da halt immer sehr, sehr aufpassen und versuchen auch nie konkrete Finanzprodukte, also im Anlagebereich zu nennen, sondern immer so eine Palette, um die Leute einfach zu Zwingen sich zumindest ein bisschen damit auseinanderzusetzen und nicht einfach so Copy-Paste zu machen.

00:33:07: Hast du oder ihr eine ungefähre Ahnung oder Vorstellung, wie viel Geld?

00:33:12: Wie schon bewegt haben.

00:33:13: Ja.

00:33:13: Ne, aber tatsächlich, wir haben das uns für im Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr so eine fix Sternmetrik über die gesamte Firma hinweg.

00:33:34: Und das soll ab dem Jahr wollen wir das messen.

00:33:35: Und das ist Community Wealth, also quasi Community Vermögen.

00:33:37: Und wir haben uns mal ein ambitioniertes Ziel gesetzt.

00:33:38: Das ist jetzt noch nicht genug abgesprochen mit der Firma, aber wir haben gesagt, so zehn Millionen Menschen, die zur Rente, also in die Rente gehen mit einer Million Euro.

00:33:49: Richtig cool.

00:33:50: Also wenn wir da irgendwie daran beteiligt sind, natürlich ist das nicht unsere alleinige Leistung, ist klar.

00:33:54: Aber das wäre was, wo ich sagen würde, da haben wir halt einen echten gesellschaftlichen Mehrwert geliefert.

00:34:00: Moment.

00:34:00: Also dass ich das jetzt einmal nochmal habe.

00:34:03: Euer Ziel ist es als Firma, das zehn Millionen Menschen.

00:34:07: Also das haben wir jetzt mal ganz grob gebrainst, um ohne abzusprechen.

00:34:10: Aber sagen wir es ist mein

00:34:12: Ziel.

00:34:12: Also dein Ziel ist das zehn Millionen Menschen.

00:34:14: Was ja... Also mehr als in Berlin.

00:34:17: Richtig, richtig viele sind

00:34:18: da.

00:34:18: Also das ist Berlin, Potsdam und noch so ein bisschen drumherum.

00:34:23: Die sind alle Millionäre.

00:34:26: Also gehen wir mit den Millionen in die Rente, genau.

00:34:28: Da muss man berücksichtigen, das ist bei den jüngeren Generationen, die uns schauen, ist das auch in vielen Jahren, teilweise Jahrzehnten.

00:34:36: Das heißt, dann ist das Geld auch viel weniger wert.

00:34:38: Also diese Millionen wird deutlich, das muss man immer mit berücksichtigen und deswegen muss man tendenziell eher einen ticken Gehör zielen als zu niedrig.

00:34:46: Das würde ich so festhalten.

00:34:47: Super Ziel.

00:34:49: Ja, mal gucken.

00:34:50: Dann

00:34:50: lass uns doch mal anfangen.

00:34:51: Also, ich habe bei mir in der Community so ein bisschen gefragt, was sind die Fragen zum Thema Finanzen?

00:34:57: abgesagt, dass du vorbeikommst, um überhaupt mal zu wissen, wo stehen wir hier eigentlich?

00:35:01: Also, haben wir es hier mit absoluten Bitcoin-Bros zu tun oder eher nicht?

00:35:06: Und die Vermutung gibt dir recht, ich sehe es in deinem Gesicht, es sind keine Bitcoin-Bros hier.

00:35:12: Bei euch von, weiß ich nicht, aber vielleicht eher weniger.

00:35:15: Also ich habe mal sozusagen so einen, wie nennt man das, dann eine Beispiel-Familie jetzt gebaut.

00:35:20: Und wir sind Anfang des Jahres, ich bin Anfang dreißig, ich bin verheiratet, wir haben einen Kind, das Kind ist zwei Jahre alt.

00:35:31: Ich verdiene drei tausend fünfhundert Euro netto und meine Partnerin verdient drei tausend.

00:35:38: Wir haben ein gemeinsames Konto, wo alles draufgeht, was wir so an Miete und so weiter.

00:35:43: Wir haben keinerlei Besitztümer oder irgendetwas.

00:35:47: Und wir haben aber auch nochmal jeder getrenntes Konto für die eigenen Sachen.

00:35:52: Und auf meinem Konto sind jetzt zwanzigtausend Euro

00:35:56: gespart.

00:35:57: Und.

00:35:58: Du bist Anfang dreißig, aber ...

00:36:01: Ja, und ich hab noch gar nichts gemacht.

00:36:03: Also, ich hab mir schon X-Videos von dir angeguckt.

00:36:07: Aber ich bin noch so irgendwie so.

00:36:11: Und meine Finanzen, klar liegen auf der, es gibt diese beiden Konten, aber so richtig eine Ahnung, das läuft alles so irgendwie.

00:36:18: Wie fange ich erst mal an, mir einen Überblick zu verschaffen, was da eigentlich los ist bei mir?

00:36:25: Also zunächst mal ist diese Situation relativ übersichtlich, finde ich.

00:36:28: Also es gibt Situationen, die sind deutlich komplexer.

00:36:31: Da waren, wie gesagt, schon die ehemaligen Abiturfreunde waren schon da gewesen und haben die alle möglichen Verträge.

00:36:36: Dann hast du halt solche verkappten Produkte wie eine Berufsunfähigkeitsabsicherung in einem Rürop-Mantel oder sowas.

00:36:42: Und dann wird es richtig lustig, das auszurechnen.

00:36:45: Von daher, das Schöne ist, dass wir so ein schönes weißes Blatt Papier haben, wo wir anfangen können zu zeichnen.

00:36:49: Und das ist eigentlich schon mal ein großer Vorteil.

00:36:52: Also das Erste, was ich ausrechnen würde, die ... sind erst mal egal, das ist okay, dass die da liegen.

00:36:58: Man spricht ja auch immer davon, dass man sich erst mal so eine Notfallabsicherung machen sollte.

00:37:02: Dafür sind die zwanzig tausend sehr wahrscheinlich gedacht.

00:37:04: Also irgendwas kommt dazwischen.

00:37:06: Ich muss umziehen, Umzug ist in der Regel teuer, ich kriege meine vorherige Kaution nicht zurück, muss aber die neue Kaution schon mal bezahlen, plus der Umzug kostet Geld und so weiter.

00:37:14: Auto geht kaputt.

00:37:15: Und um da nicht in den Disbo-Kritt reinzurutschen, ist es immer gut, einen Puffer zu haben.

00:37:18: Man spricht immer von drei bis vier netto Monatsgehältern oder so, die man schon auf der Seite liegen kann.

00:37:23: Da ist man mit den zwanzig tausend Euro.

00:37:25: Wenn man das jetzt sowohl für ihn als auch für sie zusammenrechnet, das ist, denke ich, das ist okay.

00:37:29: Man kann es noch auf den Tagesgeldkonto legen.

00:37:31: Da gibt es jetzt Angebote für zwei Prozent.

00:37:34: Da kriegt man schon mal ein kleines bisschen, was das ist okay.

00:37:36: Das

00:37:37: Tagesgeldkonto hat das jede Bank?

00:37:40: Das hat jede Bank, aber die meisten Banken ziehen dich über den Tisch und zahlen dir keine zwei Prozent.

00:37:45: Also diese zwei Prozent ist der aktuelle EZB-Einlagenzins.

00:37:48: Also die europäische Zentralbank zahlt ganz so einfach gesprochen, zahlt Banken, die ihr Geld dort hinlegen über Nacht.

00:37:55: Also Banken müssen das Geld ja auch auf eine andere Bank tun und das ist dann bei der Zentralbank zwei Prozent.

00:38:02: Das heißt, wenn ich ... Gut haben auf dem Girokonto hab, ganz zwar einfach gesprochen.

00:38:06: Und die Bank legt das bei der Zentralmangabe, kriegt die zwei Prozent und du kriegst null.

00:38:11: Das ist so ein bisschen das Prinzip, wie Banken funktionieren.

00:38:14: Und das heißt, ist ein bisschen unfairer Deal, von daher würde ich mir dann schon Angebot suchen, was nah an die zwei rankommt.

00:38:20: Was sind drei Anbieter, wo es das geben könnte?

00:38:24: Es gibt mittlerweile bei den Brokern, also es gibt es bei Trading Public Scalable Capital und eine Bank C-Fourundzwanzig.

00:38:30: Das sind jetzt auch alles Banken, die wir als Partner haben und die in unserem Vergleichen drin sind.

00:38:35: als Disclaimer.

00:38:37: Also da weiß ich von den Konditionen.

00:38:38: Du kannst natürlich auch ein bisschen längerfristiger anlegen, das heißt dann das sogenannte Festgeld, da schreibst du es halt fest, da geht es mal bis dreieinhalb Prozent oder so.

00:38:46: Und dieses Tagesgeldkonto, ich habe jetzt diese zwanzig tausend und die würde ich auf das Tagesgeldkonto packen von, sagen jetzt mal, Trade Republic.

00:38:54: Und wenn ich es aber brauche, kann ich jederzeit ran.

00:38:57: Genau, das ist so eine Idee.

00:38:59: Weil das ist ja quasi deine Notfallreserve, die ist nicht dafür da, damit große Renditen zu erwirtschaften, sondern die ist dafür da, dass du rankommst und nicht in den Dispo rutschst.

00:39:10: Weil da hat's halt so halt vierzehn Prozent, dann knallt's halt richtig rein.

00:39:13: Und wenn ich jetzt, also würde ich dann bei Trade oder C-Vierundzwanzig, würde ich dann diese zwei Prozent kriegen?

00:39:18: Ja, kriegst du

00:39:18: genau klar.

00:39:19: Da krieg

00:39:19: ich die zwei Prozent.

00:39:19: Also Größenordnung,

00:39:20: ich weiß jetzt nicht genau auswendig und es hängt auch vom Zinsumfeld ab, kann auch sein.

00:39:24: Wir sind gerade in einem Umfeld, wo die Zinsen sukzessive gesenkt werden.

00:39:28: Ja.

00:39:29: Jetzt kann es ja sein, also ich hab ja, wie du siehst, sehr übersichtlich alles.

00:39:35: Was sind Sachen ... die so Geld fressen, wo man gar nicht dran denkt, dass die Geld fressen.

00:39:40: Also welche Sachen würdest du sagen?

00:39:42: Du hast ja schon den Versicherungen genannt, die brauchst du eigentlich nicht.

00:39:45: Also gibt es so Sachen, die so typische Geldfresser sind, die können alle jetzt anfangen, sie können weg.

00:39:52: Können wir gerne gleich darauf eingehen?

00:39:53: Ich würde nur mal ganz kurz eine Situation, also einen Analyseschritt sozusagen vorschalten, bevor wir halt in das Thema Spending gehen, also Ausgaben analysieren.

00:40:03: Das ist das Thema genau Absicherung.

00:40:05: Das Notkroschen ist der eine, die zwanzig tausend Haken dran.

00:40:07: Das passt so.

00:40:08: Dann halt kurz überlegen, genau wie ist die Versicherungssituation.

00:40:10: Also nach Haftlicht sollte schon da sein, also das kostet auch nicht viel Geld.

00:40:13: Du bist die ganze Familie abgesichert, haken dran.

00:40:16: Dann Berufsunfähigkeitsversicherung.

00:40:18: sollte man sich ein Gedanken machen, sowohl für ihn als auch für sie.

00:40:21: Hast

00:40:21: du eine?

00:40:22: Ich habe keine mehr.

00:40:24: Warum nicht?

00:40:25: Weiß ich nicht mehr brauchen.

00:40:26: Was heißt?

00:40:27: Das heißt, wenn ich Berufsunfähig werden sollte, habe ich genug Geld zur Verfügung, um überleben zu können.

00:40:33: Genau.

00:40:34: Das ist halt eine Abwägung, die man einfach machen muss, um sich zu überlegen, okay, Wenn ich jung bin, habe ich ein ganz großes Humankapital, so heißt das.

00:40:42: Also das sind quasi meine zukünftigen, die Summe meiner zukünftigen Erträge in Form von Einkommen.

00:40:49: Und das schmilzt so über die Jahre hinweg ab, weil ich kriege ja immer wieder was raus aus dem Topf und parallel dazu steigt mein Finanzkapital.

00:40:55: Also das weiß ich auf die Seite packe.

00:40:57: Und wenn ich am Anfang sehr hohes Humankapital habe, aber ein kleines Finanzkapital, dann muss ich mein Humankapital irgendwie absichern und dafür ist ja diese Berufsunfähigkeitsabsicherung gedacht.

00:41:06: Genau, muss man sich dann überlegen, ob man das möchte.

00:41:08: Dann kann man noch über das Risiko Leben nachdenken, also sich quasi gegen den Tod des anderen jeweils versichern.

00:41:14: Das macht dann Sinn, wenn man halt Kredite hat, was in deinem Fall jetzt nicht der Fall ist.

00:41:19: Genau, dann die nächste große Frage ist, möchte ich eine Immobilie oder nicht zukünftig?

00:41:23: Das entscheidet sehr viel darüber, wie ich später mein Geld anlege.

00:41:27: Also, das ist jetzt schon ...

00:41:29: Die allerweise, ja.

00:41:30: Also,

00:41:30: wir würden jetzt mit Anfang dreißig, also ... Wir sprechen jetzt, sondern dann spreche ich mit meiner Ehefrau.

00:41:37: Und wir müssen uns dann jetzt schon fragen, Immobilie, ja oder nein?

00:41:42: Also ich glaube, die meisten Menschen anfangen, dreißig.

00:41:45: im Freundeskreis ist das ein Thema und man tauscht sich sowieso darüber aus.

00:41:48: Und es gibt Leute, die sagen, pff, nee, juckt mich nicht.

00:41:50: Also... Du musst dich ja eigentlich nur auf zehn bis fünfzehn Jahre entscheiden.

00:41:55: Du kannst natürlich jederzeit deine Meinung ändern.

00:41:56: Aber die Idee ist halt nur, wenn du dich dafür entscheidest, am Kapitalmarkt, also in Aktien zu investieren, wie können wir gleich noch darauf zu sprechen kommen, dann ist das mit einem gewissen Risiko verbunden, dass du zwischendurch auch mal negativ bist.

00:42:09: Also du hast Zehntausend Euro reingeschoben, die sind jetzt nur noch acht wert.

00:42:11: Wenn du jetzt dann heute entscheidest, jetzt wo es nur noch acht sind, Immobilie zu kaufen, war es eine schlechte Entscheidung, das Geld in die Aktien gesteckt zu haben.

00:42:18: Deswegen macht es halt Sinn, sich zu überlegen, okay, Kann ich jetzt mal die nächsten zehn, fünfzehn Jahre auf den Ziel hinsparen?

00:42:24: Oder wird das sowieso wieder platt gemacht, wenn die Immobilie kommt?

00:42:27: Das ist so ein bisschen der Gedanke.

00:42:28: Und die meisten, man muss sich da auch nicht festlegen und auch alles im Finanzbereich ist keine Religion oder sowas, sondern das ist halt ... Einfach nur mal Gedanken drüber machen.

00:42:36: Ey, Schatz, hättest du Lust?

00:42:37: Oder denkst du, dass wir uns irgendwann eine Wohnung kaufen oder behalten uns die Flexibilität?

00:42:42: Vielleicht ist es ja sowieso so, dass, keine Ahnung, machst irgendwie deinen Doktor und dann läuft das irgendwann aus und dann musst du vielleicht doch in eine andere Stadt und so weiter.

00:42:50: Dann ist klar, okay, Immobilie ist in nächster Zeit jetzt erstmal nicht.

00:42:54: Und würdest du... sagen, man sollte Richtung, also am wann sollte man in Richtung Immobilie gehen?

00:43:02: Also du hast jetzt gerade schon gesagt, naja das kann ja sein, dass du dein Doktor woanders macht.

00:43:06: Es gibt ja Leute, die sagen, ist doch eine super Investition in die Immobilie.

00:43:12: Ja, also ich hab in Paris ist es relativ, also so in meinen Studienfreunden, die alle in so Paris geblieben sind, ist so der Vorteil von einem zentralistischen Land wie Frankreich.

00:43:22: Das sind alle in Paris, nicht wie hier in Deutschland, das sind deine Freunde über die ganze Republik verstreut.

00:43:28: Da fangen die alle an, so mit dem ersten Job holen sie sich eine ganz kleine Wohnung, so eine kleine Einzimmerwohnung.

00:43:34: Und genau, die wird dann langsam zurückbezahlt und dann trifft man Lebenspartner, Lebenspartner, dann erholt man sich zusammen eine größere, verkauft die Kleine und dann tradet man sich sozusagen hoch.

00:43:44: Das ist das Pariser

00:43:44: Modell.

00:43:45: Das ist ein bisschen gefühlt, also so habe ich zumindest wahrgenommen, kann man schon so sagen.

00:43:50: Würde... Weiß nicht, ob das so eine gute Strategie ist, weil du zahlst jedes Mal Transaktionskosten, du hast jedes Mal einen riesen Brainfakt.

00:43:57: Das darf man nicht unterschätzen.

00:44:00: Immobilien sind oft nicht nur eine Geldanlage, sondern mindestens ein Nebenjob, wenn nicht sogar ein Vollzeitjob.

00:44:05: Und das vergessen viele Leute.

00:44:07: Wenn ich Vermieter bin.

00:44:09: Ja, auch wenn du selbst zu mieten ist immer, also würde ich jetzt mal behaupten, ich als Selbsteigentümer kann es sagen, mieten ist deutlich entspannter, als wenn du dich selbst noch im Tropfen in Wasser haben kümmern musst.

00:44:21: Oder eine neue, warme Pumpe, was jetzt bei mir der Fall ist.

00:44:25: Das darf man nicht unterschätzen.

00:44:27: Warum hast du dich dann aber für eine Immobilie entschieden?

00:44:30: Es ist eine Lebensstilentscheidung, es ist keine reine Finanzentscheidung gewesen, sondern für mich war das Thema Immobilie, für mich und meine Frau, die ist extra von Frankreich, gut hierhergezogen, wir haben ein paar Jahre in Paris gelebt und jetzt ist sie nach Deutschland gekommen.

00:44:41: Das Ärztin hat dort all ihre Approbationen und den ganzen Kram, den man braucht, hier in Deutschland gemacht.

00:44:46: Und ja, wir hatten so eine gewisse Vorstellung, wie wir wohnen wollten und wir wären offen für beides gewesen, aber das war dann halt über den Kauf einfacher.

00:44:54: Das heißt, es ist... In deinem Fall eine Lifestyle Entscheidung.

00:44:57: Hundert

00:44:57: Prozent.

00:44:58: Und keine A hier in, keine Ahnung, Schöneberg, Kreuzberg, sonst wo.

00:45:04: Das ist doch bestimmt, die wird ja mal in zehn Jahren.

00:45:06: Sollte nicht, ja.

00:45:07: Also sollte es nicht sein.

00:45:08: Auch in diesem Fall jetzt von unserer Musterfamilie würde ich das nicht.

00:45:11: Also es ist keine reine Finanzentscheidung.

00:45:14: Und ich bin immer so ein bisschen... Ich argumentiere immer ganz gerne gegen Immobilie, obwohl ich ja selbst Immobilienbesitzer bin, weil das Bild der Immobilie viel zu romantisiert wird.

00:45:24: Ich finde, wir haben dann Riesen-Buyers.

00:45:26: So mieten ist Geld zum Fenster rausschmeißen.

00:45:28: Nein, es ist absolut nicht.

00:45:31: Warum

00:45:31: nicht?

00:45:32: Es gibt verschiedene Gründe, aber erstens mal, um equivalent zur Miete zu wohnen oder zu kaufen, wie zur Miete zu wohnen, gibst du immer mehr Geld aus.

00:45:40: Das heißt, du musst dieses Delta, also das, was du mehr ausgibst, um Eigentümer zu sein, müsstest du, wenn du verrechnen würdest, am Kapitalmarkt anlegen, um dann eine Vergleichsrechnung zu machen.

00:45:50: Wir haben jetzt nur noch mal die finanzielle Brille auf.

00:45:54: Es geht jetzt nicht um den Lebensstil.

00:45:56: Der Lebensstil ist prioritär, also in der Entscheidungsfindung, finde ich persönlich.

00:46:00: Aber wenn wir jetzt jetzt rein mal finanzmatematisch aufbauen, dann musst du ja eine AB-Rechnung machen.

00:46:05: Also entweder wohl nicht zur Miete und das, was ich mehr für den Kauf bezahlen würde, packe ich an den Aktienmarkt zum Beispiel oder sonstwo hin.

00:46:13: Und versus... Ich habe eine eigene Immobilie und da muss ich ja dann auch die laufenden Kosten mit berücksichtigen, die in Standzeitungskosten werden systematisch unterschätzt, also auch bewusst von der Immobilienbranche oder die meisten muss man, ich kann leider keine verlässlichen Zahlen, aber ich bin mir relativ sicher, wenn man sich mal Kreditportfolie vom Banken anschaut, dann laufen die in der Regel immer länger, als die Leute das geplant haben, dass sie denken, dass es läuft.

00:46:42: Und ja, so gibt es ganz viele Faktoren, die einfach das Schlechter machen.

00:46:46: Wir kennen auch hier zum Beispiel nur Berlin, München und Hamburg, wo die Immobilienpreise explodiert sind.

00:46:52: Und es ist ein No-Brainer wahr.

00:46:55: Aus heutiger Sicht hätte ich vor zehn Jahren alles in Immobilien in Berlin gesteckt, natürlich, weil es eine großartige Rendite war.

00:47:01: Aber niemand garantiert es dir, dass es auch in Zukunft zu sein wird, also nicht die selbe Wachstumsgeschwindigkeit.

00:47:07: Und zweitens muss man das auch ein bisschen über die gesamte Bundesrepublik hinwegsehen.

00:47:12: Wenn du irgendwie ein Haus ländlich auf dem Dorf kaufst, gibt es keine Garantie dafür, dass der Wert dafür steigt.

00:47:18: Oder dass er überhaupt oder dass er mehr steigt, als wenn du das Geld woanders angelegt hattest.

00:47:24: Und deswegen rechnen wir uns das oft ein bisschen schön.

00:47:29: Also

00:47:31: Immobilien, das haben wir jetzt erstmal... Verstanden, das heißt diese, also ich hab's verstanden, meine ich zumindest, das heißt, dass die Musterfamilie, unser Paar, die sollten sich fragen, machen wir Immobilie oder nicht.

00:47:44: Und wenn sie sich jetzt entscheiden, wollen wir nehmen nicht, wir nehmen nicht, ne?

00:47:49: Beides möglich, ja.

00:47:51: Ich überlege, wir nehmen mal...

00:47:54: Also du musst es ja, sagen wir mal, für die nächsten zehn Jahre?

00:47:56: Für die nächsten zehn Jahre noch nicht.

00:47:58: Nein, danach kann sein, aber jetzt erst noch...

00:48:00: Da kann man sich ja nochmal drüber unterhalten, ja.

00:48:01: Genau, also die nächsten zehn Jahre nicht.

00:48:04: Weil du hast erst, du hast gesagt, das ist eine zentrale Frage, die man sich am Anfang stellen muss.

00:48:08: Ja, weil es hat für die meisten Menschen die größte Finanzentscheidung überhaupt ist.

00:48:13: Und es macht schon Sinn, das frühzeitig zu antizipieren.

00:48:17: Gibt es Sachen, bevor wir mal so gucken, was man mit dem Geld machen kann?

00:48:22: Das mache ich nämlich über mich an und zu gucken, was habe ich denn eigentlich, wo gebe ich Geld aus?

00:48:27: und braucht das eigentlich gar nicht.

00:48:29: Welche Apps zahl ich?

00:48:31: Also was machst du am Anfang des Jahres, um aufzuräumen?

00:48:34: Jetzt habe ich erst schon gehört, fand ich interessant.

00:48:36: Du sagst, ich kündige meine Lebensversicherung, weil die brauche ich ja gar nicht mehr, weil ich habe ja genug.

00:48:41: Genau.

00:48:43: Ja, noch mal einen Schritt zurück.

00:48:47: Genau, in so einem nächsten Schritt gucken wir uns jetzt das Gehalt an.

00:48:49: Was sagtest du?

00:48:50: Drei tausend, zweihundert?

00:48:51: Drei tausend, fünfhundert?

00:48:53: Netto.

00:48:54: Hab ich netto und sie hat drei tausend.

00:48:56: Also, fünftausend, fünfhundert.

00:48:57: Ach so, sechstausend, fünfhundert.

00:48:58: Okay, verstehe.

00:48:59: Das ist ja schon mal ein ordentliches Budget, mit dem man arbeiten kann.

00:49:01: Und ein kleines Kind ist ja jetzt noch nicht so roteuer.

00:49:05: Von daher bleibt das wahrscheinlich ein großer Teil übrig.

00:49:07: Das ist jetzt so.

00:49:07: die Frage, wie groß ist der Teil, der übrig bleibt?

00:49:09: Wir werden oft so gefragt, was sind die Sparrate?

00:49:12: Das sage ich immer nachher.

00:49:13: Je mehr, desto besser.

00:49:14: Wir müssen jetzt auch nicht alle super esketisch leben oder so und uns Angst machen lassen von den Rentenszenarien.

00:49:19: Aber es macht schon Sinn.

00:49:21: Ich würde sagen, zehn Prozent muss auch bei Leuten, die wenig Geld verdienen.

00:49:25: Ich weiß, dass es hart ist und dass es schwierig ist.

00:49:28: Aber mindestens zehn Prozent muss man einfach auf die Seite legen.

00:49:33: Naja, weil du irgendwas für die Rente schon auf die Seite legen musst.

00:49:36: Du brauchst eine Not.

00:49:37: kroschenden Puffer, wenn du kannst mal in die Arbeitslosigkeit rutschen, es können einfach zu viele Sachen passieren.

00:49:43: Wenn du nicht ein Minimum an Reserven hast, wirst du immer, also ich meine, es gibt auch genug Studien, die zeigen, dass Leute, die finanziell schlecht aufgestellt sind, in allen anderen Lebensbereichen auch total hinterher hinken.

00:49:56: Also viel ängstlicher, viel ungesünder und so weiter.

00:50:00: Also das ist quasi ein Minimum.

00:50:04: investen sich selbst, sagen wir es nur so.

00:50:06: Also zehn Prozent, Minimum, aber was wird das?

00:50:08: Besser

00:50:08: sind zwanzig, dreißig.

00:50:09: Also

00:50:10: gerade bei so hohen Gehältern kann man auch schon mal an die dreißig Prozent oder noch höher gehen.

00:50:13: Das ist natürlich jetzt eine Frage, wo wir in Berlin, das ist ein Ticken teurer als jetzt zum Beispiel in Brandenburg oder so.

00:50:19: Das sind alles dann Abwägungsfragen.

00:50:22: Und dann geht man ins Detail, so wie du gesagt hast, also mal komplett die Kosten aufstellen.

00:50:27: Ich habe das mal gemacht, als ich nach Berlin gekommen bin, habe ich mir so eine Budget-App gedownloadet und habe dort alles reingehauen, was ich irgendwie ausgegeben habe und habe dann gesehen, okay, in... Das hab ich tatsächlich genau über zwölf Monate gemacht oder sogar noch länger, vielleicht sogar anderthalb Jahre und achtzehn Monate, einfach so aus Hobby, um das mal zu gucken.

00:50:44: Und du siehst dann halt so einen natürlichen Trend nach oben.

00:50:47: Also das nennt man die Lifestyle-Inflation.

00:50:50: Du nimmst, du hast nicht das Gefühl, dass es so ist, aber du gibst dann jetzt ja immer ein bisschen mehr aus.

00:50:56: Du redest ja gerade von... von einem Jahr in diesem Fall.

00:51:00: Also selbst in einem Jahr, das heißt jetzt im Januar geben wir weniger aus als im Dezember.

00:51:04: Das ist klar, da sind...

00:51:06: Ich meine jetzt die, also die die Saisonalitäten rausgerechnet.

00:51:09: Es gibt ja solche Dinge wie zum Beispiel Restaurantbesuche, die sind relativ konstant.

00:51:12: Gut, im Sommer gistern halt mal ein bisschen mehr ein Biergarten, dafür häufiger und im Winter gistern halt reinen Restaurant.

00:51:17: Das sind gleich ein bisschen teurer, aber weniger oft.

00:51:20: Genau und... Das ist halt sehr sinnvoll, dass man eine Zeit lang zu machen, also auf klassisch Deutsch wird man sagen Haushaltsbuch führen, also wirklich mal in die einzelnen Kategorien ausbrechen und sich mal so einen Kontoauszug ziehen oder halt einfach mal die Kontotransaktion per CSV-Downloaden und dann durchsuchen oder was auch immer.

00:51:37: Wir haben da jetzt auch ein Tool für gebaut und da jetzt übermäßig für Werbung für machen zu wollen.

00:51:41: Wie macht

00:51:41: er mal ruhig Werbung für?

00:51:42: Also was ist das für ein Tool?

00:51:43: Das

00:51:43: ist der Finanzoskopilot.

00:51:46: wo du halt dein Investments tracken kannst, aber vor allem auch solche Kategorisierung von Kontotransaktionen hast.

00:51:52: Und dann siehst du halt zum Beispiel... Das

00:51:54: heißt nicht Ladere, mein Kontoauszug...

00:51:57: Nee, du kannst deine Bankverbindung verbinden.

00:51:59: Also da gibt's dann so eine barfin regulierte Schnittstelle, da kommen dann die ganzen Transaktionen rein und die klassifizieren wir dann für dich.

00:52:05: Also... Maschinell natürlich

00:52:07: und das machen würdest du dann sagen sollten wir also meine Partnerin und ich in unserer Musterfamilie sollten wir das zusammen machen und sollten wir sagen wir beide haben zusammen einen Co-Piloten Account oder was es auch immer noch gibt und wir ziehen uns.

00:52:22: Beide die Daten rein damit wir sehen wie viel wir im Laufe eines Jahres ausgeben.

00:52:27: ja weil das ist möglich also entweder individuell oder gemeinsam und.

00:52:32: Genau, dann identifizierst du ja, also wir arbeiten gerade noch an der Vertragserkennung, das wird kommen, dass wir halt wirklich so all deine Abos sehen, so Netflix, Spotify, Disney Plus, Arshit, da wollten wir doch eigentlich nur ein Test-Abo machen, jetzt sind wir doch in der Abo-Falle drin und so weiter.

00:52:45: Und dann siehst du halt wirklich eine Übersicht von allem und kannst es dann auch gleich kündigen oder zumindest am Jahresanfang dir nochmal Gedanken machen.

00:52:53: Versicherungen checken macht natürlich immer Sinn.

00:52:55: Kfz-Versicherung sind jetzt gerade nochmal deutlich teurer geworden.

00:52:58: Und da lohnt sich zu vergleichen, Energie lohnt sich zu vergleichen.

00:53:01: Also da bist du dann wirklich so am überlegen, okay, erstens mal, was kann ich streichen, weil ich es nicht mehr brauche.

00:53:06: So das Fitnessstudio-Abo, was ich letzten Januar abgeschlossen habe, vielleicht kann raus.

00:53:11: Und dann halt das, was ich brauche, kann man halt noch mal optimieren.

00:53:14: Also das ist so die Ausgabenseite.

00:53:16: Und die wird im Laufe des Jahres mehr, das fand ich voll interessant.

00:53:19: Im Laufe des Jahres jetzt vielleicht nicht, aber so über die Zeit wird

00:53:22: das leben.

00:53:23: Genau,

00:53:23: genau.

00:53:23: Also das ist die Lifestyle-Inflation.

00:53:26: Ich meine, wir haben ein relativ hohes Gehalt, wenn du dich nicht von vornherein mit diesen sechseinhalb tausend Euro, wenn man jetzt mal bei der Zusammenrechnung verpflichtest, ein Großteil davon auf die Seite zu legen und das dann, wenn die Gehälter kommen, das ist wichtig.

00:53:39: Das ist wie die Miete.

00:53:41: Miete tut erst mal weh.

00:53:42: Wenn man es das erste Mal überweist, aber dann ist auch egal, dann vergisst man's.

00:53:46: Das wird einfach abgebucht und fertig.

00:53:48: Und genau so muss das auch mit den Finanzen passieren.

00:53:50: Es darf nicht jeden Monat eine Überwindung sein.

00:53:52: Wie färbe ich jetzt in dem Monat übrig?

00:53:54: Ah, okay, aber da waren jetzt noch diese Sonderkosten hier.

00:53:57: Die rechn ich jetzt mal noch raus.

00:53:58: Aber nächsten Monat dann doch wieder mehr.

00:53:59: Dann bist du permanent in einer Stresssituation, die über deine Finanzen Gedanken machen zu müssen.

00:54:05: Jeden Monat, das darf nicht der Fall sein.

00:54:07: Du musst es einmal sauber aufarbeiten.

00:54:09: Also einmal rückwirkend schauen, wo gebe ich wie viel aus.

00:54:12: Und dann für dich eine Sparrate festlegen, die muss auch nicht übertrieben eng sein oder so.

00:54:17: Also manche Leute sind dann zumotiviert und sagen, ich spare jetzt die Hälfte und esse den ganzen, den ganzen Monat über nur noch nudeln.

00:54:23: Macht auch keinen Sinn, man soll ja schon Spaß am Leben haben.

00:54:25: Wichtig ist nur so die Zeit.

00:54:27: Also dann lieber die Sparrate ein bisschen niedriger ansetzen, aber sicher sein, dass man Zeit wirklich durchziehen kann.

00:54:33: Dann gibt es noch so einen kleinen Booster, jedes Mal wenn ich eine Gehaltserhöhung kriege.

00:54:36: pack ich überproportional viele von dieser Erhöhung auf die Sparrate drauf.

00:54:39: Weil das ist ja quasi Geld, was ich vorher nicht hatte, was ich jetzt mehr hab.

00:54:42: Und wenn ich das auf die Sparrate draufpack, also keine Ahnung, ich kriege monatlich hundert Euro mehr, dann mach ich halt fünfzig Euro, achtzig Euro, keine Ahnung wieviel, pack ich auf die Sparrate und den Rest kann ich hemmungslos rausballern und das mit gutem Gewissen, weil ich hab mich ja schon um meinen Zukunft gekümmert.

00:54:58: Und was ist mit Bonus?

00:55:00: Also ich hab jetzt

00:55:00: ne... ...same.

00:55:01: Ja, also alles...

00:55:02: Den Bonus, wenn ich jetzt keine Ahnung, das Jahr... Mein Chef hat mir ein Bitcoin geschenkt oder was anderes und packe ich das dann komplett, also packe ich jetzt... ...fünfhundert Euro, hundert Euro komplett dann in eine Art Anlage, die wir jetzt ja gleich nochmal angucken, oder was mache ich damit?

00:55:22: Also im besten Fall ja, also so sagst du dafür, dass es halt für die Zukunft sich entwickelt, aber du kannst dir natürlich auch deine Rolex gönnen und den Rest dann auf die Seite packen.

00:55:31: Also jetzt nicht dein, aber wir haben ja von der... von der hypothetischen Rolex der jungen Generation gesprochen.

00:55:38: Ja.

00:55:40: Das war übrigens immer ein Thema bei der Bank.

00:55:41: Also sobald in der Bank Bonus-Saison war, wurde beim Mittagstich nur über Ohren gesprochen.

00:55:45: Und ich war ein bisschen raus.

00:55:47: Ich hatte nur so eine Running-Uhr, so eine Garmin.

00:55:50: Wurde ich mal ein bisschen belächelt für.

00:55:52: Aber mich hat das nie angezogen.

00:55:54: Wir

00:55:54: haben mich auch nicht.

00:55:54: Also ich hab auch einen Bekannten, der auch immer, wenn er mich sieht, Grüße gehen raus.

00:56:00: Wenn er mich sieht, dann denkt er, Mann.

00:56:02: So eine hässliche Uhr.

00:56:05: Wofür gibst du zu viel Geld aus?

00:56:07: Zu viel.

00:56:10: Wenn jetzt der Copilot, die Copilot App über deine Sachen läuft und du sagst eigentlich nicht, aber ne, mach ich einfach.

00:56:17: Ich würde nicht sagen, dass ich zu viel Geld ausgebe.

00:56:19: ... in Sinne von, dass ich mich finanziell schlecht dastehe.

00:56:22: Also das nicht.

00:56:23: Also ich bin konsequent, leg ich das auf die Seite, was ich mir vorgenommen habe, auf die Seite zu legen.

00:56:27: Für mich, für meine Frau.

00:56:28: Also wir teilen uns unsere Einnahmen.

00:56:33: Aber es gibt Bereiche, wo wir bewusst viel Geld ausgeben.

00:56:37: Also es ist Urlaub, also Reisen, da halten wir uns nicht zurück.

00:56:40: Weil es halt einfach super Erfahrungen sind und dann holen wir auch gerne mal die Familie mit oder ... Wir sind auch damals, als wir noch beide Studenten waren, viel gewandert.

00:56:51: Und auch das lieben wir definitiv oder machen immer so Challenges, wie ganz besondere Berge besteigen oder mal segeln oder so.

00:56:59: Aber wenn du dann halt mal vom Berg runter kommst und zwei Wochen nicht geduscht, zwei Wochen ist übertrieben, wenn man eine Woche nicht geduscht hast und, na ja, so richtig Wurz gelebt hast, dann geh mir halt auch gerne mal im Anschluss direkt in den Fünf-Sterne-Hotel und lass uns mal massieren oder so.

00:57:14: Das sind halt ... Ich geb halt gern Geld für Dinge aus, an die ich mich später noch erinnere.

00:57:20: Also früher mein sechzehnjähriges.

00:57:22: Ich würde mir jetzt zubrüllen und sagen, kauf dir ein Porsche, neun Elfer.

00:57:26: Habe ich kein Bedürfnis mehr nach.

00:57:28: Ja.

00:57:29: Ich hatte komischerweise mit Anfang zwanzig die komische Idee, dass ich dachte, wenn ich... ... zwanzigtausend Euro habe, dann kaufe ich mir ein Louis Vuitton Koffer.

00:57:41: Geil.

00:57:42: Und ich habe auch... Bis heute nicht.

00:57:46: Ich weiß auch gar nicht, woher das kam.

00:57:48: Also eh nicht wahrscheinlich, wie bei dir, bei neuen Elfer.

00:57:50: Das ist irgendwie so eine Idee, dass man das dann... Man glaubt, ähnlich wie Rolex oder andere Dinge, die sind's dann, die man sich dann gönnt.

00:57:59: Ja, oder teilweise, ach, keine Ahnung, hatte ich ja mal so Vorstellungen mit dem einen oder anderen Lehrer, mit dem man sich dann vielleicht nicht so gut verstanden habe.

00:58:04: Ich sag, irgendwann kaufe ich mal so eine Amboginie und fahr dann vor der Schule vor.

00:58:08: Also, total bescheuert.

00:58:10: Also, heute würde ich am liebsten mit all meinen Lehrern ein paar Bier trinken gehen, weißt du.

00:58:13: Aber das sind halt so Phasen, die man halt einfach durchmacht.

00:58:17: Und das finde ich halt auch so.

00:58:17: das Wichtige, auch so zu vermitteln irgendwie.

00:58:22: Es ist immer ein bisschen, also wir haben ein großes Problem mit der Rente.

00:58:25: Aber Rente lockt niemanden hinter dem Ofen hervor, so nach dem Motto sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen.

00:58:30: Und deswegen versuche ich das irgendwie immer so ein bisschen zu vermitteln.

00:58:32: Ich meine, ich habe es ja selbst durchgemacht.

00:58:35: Ich habe mein Studium kreditfinanziert, habe es nicht aus dem Elternhaus finanziert bekommen können.

00:58:40: Bin mit sechzigtausend Euro Schulden in den Berufsalltag und habe mich dann quasi ein bisschen hoch gearbeitet, also finanziell gesehen und... diese Meilen steine die man sich irgendwann setzt dann eigentlich irgendwann völlig unerheblich weil du merkst hat somit mit steigendem konto oder depo stand verändert sich auch deine person für mich zumindest zum guten also dahingehend dass man halt einfach entspannter ist also.

00:59:06: Ich kann mir zum Beispiel frei aussuchen, ob ich Lust habe, mit dir in den Podcast zu gehen oder nicht.

00:59:09: Mich zwingt da niemand dazu.

00:59:10: Ich bin jetzt nicht irgendwo angestellt und bin PR-verantwortlicher und so.

00:59:13: Erotel Matz hat eingeladen, der hat eine große Reichweite gehind.

00:59:16: Oder ich müsste jetzt nicht engen Job annehmen oder sowas.

00:59:19: Und so steigt halt einfach so dein Entscheidungsspektrum, wird einfach größer mit steigendem Vermögensstand.

00:59:26: Und das ist halt für mich so ein bisschen der Motivationspitch, wo ich sagen will, hey, Wenn dein Traum eine Rolex ist, ist das voll gut, dass dein Traum eine Rolex ist.

00:59:34: Auch wenn du sie dir vielleicht niemals kaufen wirst.

00:59:37: Ist es gut, den Weg dorthin zu haben.

00:59:38: Und irgendwann hast du vielleicht mal die achttausend Euro oder keine Ahnung, wie viel das kostet.

00:59:42: Einsteigermodell hast du die mal auf der Seite liegen und wirst dir dann denken, irgendwie ist jetzt doch ein bisschen schade, das Geld dafür auszugehen.

00:59:48: Ich will mal besser auf die fünfzehntausend hoch sparen, weißt du?

00:59:51: Und wenn du dann dieses Game sozusagen für dich unlockt hast, dann ist das eigentlich eine positive Sache, dass du irgendwann mal Bock auf eine Rolex oder ein Louis Vuitton-Covat ist.

01:00:00: Ah, weil du es lernst zu sparen.

01:00:02: Weil du lernst, dein Geld anzugucken und auf etwas ... Wir nehmen noch mal das Bild vom Berg, du willst irgendwo hin und dann strengst du dich an dafür.

01:00:10: Und vielleicht

01:00:11: kommst du auch gar nicht bis auf den Gipfel, aber es ist ja schön, wenigstens warst du ein bisschen draußen, bis durch die ...

01:00:16: Jetzt haben wir ... Wir haben zurückgelegt, wenn es zehn Prozent sind, sind es sechshundertfünfzig Euro von unserer Muster-Familie.

01:00:24: Also bei Leuten, die sechseinhalbtausend Euro netto verdienen, ist es viel zu wenig.

01:00:28: Also erstens mal ist der eine Rente gekappt.

01:00:31: Also die höchste Rente, die du bekommen kannst, dann glaube ich aktuell dreieinhalbtausend Euro aus der deutschen Rentenversicherung.

01:00:35: Dafür musst du vierzig Jahre lang das doppelte Durchschnittsgehalt verdient haben.

01:00:40: Also zwei Rentenendgeldpunkte.

01:00:42: Also dann bist du am absoluten Maximum.

01:00:44: Und das würde für die beiden ja gar nicht reichen.

01:00:47: Erstens und zweitens brauchen die auch gar nicht so viel Geld.

01:00:50: Das ist ja so ein bisschen das unfair in Anführungszeichen.

01:00:54: Die Fixkosten sind ja, ob du viel verdienst oder wenig verdienst, die werden ja immer geringer.

01:01:00: Klar, du kannst immer ein bisschen mehr Vermieter ausgeben, aber irgendwann hast du genug Wohnraum.

01:01:03: Und genauso ist es halt für Essen.

01:01:06: Deswegen, bei hohen Gehältern muss die Sparrate definitiv höher sein.

01:01:09: Dann würdest du sagen wir hier mal zwanzig Prozent?

01:01:12: Ja.

01:01:18: Und wie fangen wir jetzt an?

01:01:21: Also du hast das schon gesagt.

01:01:25: Anlegen.

01:01:26: Geldanlage.

01:01:27: Das ist ja das große Wort.

01:01:29: Und dann wird es kompliziert oder nicht?

01:01:31: Ich weiß es nicht.

01:01:34: Muss

01:01:34: nicht.

01:01:34: Dann lass uns das im Angucken.

01:01:36: Wie würden jetzt diese.

01:01:42: investiert werden oder angelegt werden soll.

01:01:44: Wie sollte man die anlegen?

01:01:47: Super individuell.

01:01:48: Also ja und nein.

01:01:50: Also es gibt so ein bisschen Standard-Ideen, die man machen kann.

01:01:54: Aber das erste, wo du dich entscheiden musst, ist, und das ist so eine sehr schwierige Entscheidung, weil man die einfach nicht intellektuell treffen kann, ist, wie risikoafin bin ich.

01:02:05: Konkret bedeutet das.

01:02:05: Also ein Teil davon.

01:02:07: Also wir nehmen jetzt davon an, dass diese tausend dreihundert Euro langfristig angelegt werden.

01:02:11: Das heißt, für Rente oder für irgendwelche Zwischenziele, man Sabatica machen zu können oder vielleicht doch auf eine Immobilie hinzusparen, aber dann halt länger als zehn Jahre in der Zukunft und so weiter.

01:02:25: Das heißt, langfristig sind Aktien die Anlageklasse, die historisch gesehen, also die man auch ganz langfristig historisch betrachten kann.

01:02:32: Da sind jetzt so Themen wie Bitcoins raus.

01:02:37: Die Anlageklasse mit dem besten sogenannten Risikorendite-Verhältnis.

01:02:41: Also wie viel Rendite bekomme ich pro Risikoreinheit sozusagen.

01:02:45: Also wie viel Schmerz kostet mich die Freude, keine Ahnung, wie man das nennt.

01:02:51: Genau und deswegen macht es Sinn in Aktien zu investieren.

01:02:56: Wie, also jetzt nicht einfach dumm in irgendwelche einzelnen Aktien investieren, so wie können wir gleich dazu sprechen, aber nun mal so das Thema Aktien als Anlagenklasse, Unternehmensbeteiligung, das ist es ja im Endeffekt.

01:03:06: Allerdings haben die wie gesagt den großen Nachteil, dass die jetzt sehr stark schwanken.

01:03:09: Die können mal in einem Jahr dreißig Prozent abrutschen oder auch in wenigen Monaten dreißig Prozent abrutschen so.

01:03:14: Und jetzt ist halt so.

01:03:14: die Frage, hältst du das aus, wenn du fast vorwarten paar Jahre hast, schon ein paar Monate zusammen gespart, hunderttausend Euro zusammen hast, wenn die auf einmal mal dreißig tausend weniger Wert sind, also nur noch bei siebzig da stehen.

01:03:26: Denkst du dir, ja.

01:03:28: tut weh.

01:03:30: Und da ist jetzt halt so die Kunst zu sagen, wie viel von diesem Risiko-Teil kann ich mir gönnen und wie viel muss ich sicher anlegen?

01:03:39: Also sicher werden halt so dieses Tagesgeld, Festgeld, über das wir eben gesprochen haben oder Geldmarkt, Fonds oder, ja, gibt ganz viele Alternativen im Endeffekt, was vom Profil her eigentlich genau dasselbe ist.

01:03:51: Und da musst du dann sagen, okay, lege ich zum Beispiel dreihundert Euro in Aktien an und tausend Euro sicher.

01:03:57: Oder, und das wäre das intelligente, das heißt intelligente, rational gesehen intelligente, wäre zu sagen, okay, ich nehme großteil oder vielleicht sogar alles auf Aktien, also monatliche, monatliche Investment.

01:04:12: Und aber das muss jeder für sich selbst finden, weil das Risiko ist einfach... Du kommst in eine Finanzkrise rein, es rutscht dreißig Prozent runter und dass eine Finanzkrise kommen wird, ist sicher.

01:04:21: Also, weil es einfach zum Zyklus dazugehört, ist genauso wie der Winter kommen wird.

01:04:25: Und die Frage ist nur wann und wie stark wird es sein.

01:04:29: Aber in dieser Phase, du rutschst dreißig Prozent runter, kriegst du dann kalte Füße und löst dein gesamtes Portfolio auf.

01:04:34: Das wird das Schädlichste, was du halt tun kannst.

01:04:36: Und dieses, dieses, dieses, das musst du halt für dich einmal durchsimulieren und sagen, okay, sind dreißig Prozent Drawdown, nennt man das, also Einbruch, ist das okay?

01:04:45: Oder... würdest du dich wohler fühlen, wenn wir sagen, maximal werden es fünfzehn.

01:04:49: Dann müsstest du die Hälfte sicher anlegen und die andere Hälfte schwankend.

01:04:53: Sicher heißt dann Tagesgeld?

01:04:55: Genau.

01:04:56: Genau.

01:04:58: Oder Staatsanleihen, so was in diese Richtung.

01:05:01: Und Aktien?

01:05:03: Was sind Staatsanleihen?

01:05:06: Anleihen sind quasi Schulden.

01:05:09: Und wenn es Staatsanleihen sind, haben ... Staaten Schulden herausgegeben und du gibst den Staaten das Geld und die zahlen sich irgendwann zurück.

01:05:15: Also eine deutsche Staatsanleihe ist quasi.

01:05:17: du gibst im deutschen Staat Geld und kaufst dir dafür so einen Brief, früher war das dann ein Brief und er zahlt dir dann einen gewissen Prozent Zerzinsen und am Ende der Laufzeit zahlt das dir wieder zurück.

01:05:27: Und das gilt halt als sicher, weil der deutsche Staat halt als sicher eingestuft wird.

01:05:33: zumindest in der jüngeren Historie keine Ausfälle.

01:05:35: Und dann hoffen wir mal, dass es so bleibt, generell.

01:05:38: Ja, sagen wir mal, wenn es in Deutschland zu ausfällen, also wir sind ja mal sehr pessimistisch, so momentan habe ich so das Gefühl, wir haben nochmal so einen richtigen, schönen, große Pessimismus-Schippe obendrauf gelegt, gefühlt.

01:05:49: Absolut.

01:05:50: Aber ich finde es auch anstrengend tatsächlich, aber ich verstehe es auch in manchen Situationen.

01:05:57: Aber auf der anderen Seite, Deutschland ist immer noch eines der bestbewerteten Staaten, auch vom Defizit her.

01:06:04: Wir reden ja, dass wir so riesen Schuldenberge haben und so.

01:06:06: Man muss das immer ins Verhältnis setzen.

01:06:07: Schulden sind, bei Staaten sind immer... ... immer eine Verhältnisfrage, weil Staaten anders als Menschen keinen Ablaufdatum haben.

01:06:16: Du kannst dich nicht auf alle Ewigkeiten verschulden, sondern dir wird eine Bank höchstens, sagen wir mal, bis zum siebzigsten Lebensjahr geltel ein.

01:06:22: Aber tendenziell eher früher will die das zurück haben.

01:06:25: Bei Staaten kannst du einfach die Schulden mit neuen Schulden refinanzieren.

01:06:27: Deswegen ist es auch manchmal eigentlich gar nicht so dramatisch.

01:06:31: Die Schuldenberge, sondern die sind halt immer nur im Verhältnis dramatisch.

01:06:35: Und wenn man das dann den deutschen Schuldenberg mal mit anderen Schuldenbergen vergleicht, das ist eigentlich noch okay.

01:06:40: Vielen herzlichen Dank für diesen wichtigen, ein positivem

01:06:44: Disclaimer.

01:06:44: Ja, ja,

01:06:45: das ist super.

01:06:47: Also wir haben Aktien, wir haben Anleihen.

01:06:49: Wir haben die Frage, bin ich risikopereit oder nicht?

01:06:54: Wenn ich risikopereiter bin, dann... Aktien, wenn ich Risiko-Aversa bin, dann ist es eher Online- oder Tagesgate-Konto.

01:07:05: Genau,

01:07:06: ja.

01:07:06: Also Online würde ich tatsächlich jetzt erstmal eine ganz große Klammer drum herum machen, weil es halt ein komplexes Finanzprodukt ist, also eine deutsche Staatsanleihe kann man so viel nicht mit falsch machen, aber das lohnt sich auch erst ab großem Voluminar.

01:07:17: Also du hast in Deutschland, also in der EU insgesamt, hast du ja die Einlagensicherung.

01:07:21: Das heißt, Guthaben bis zu hunderttausend Euro auf Bankkonten sind gesichert.

01:07:25: Also wenn deine Bank pleite gehen sollte, würde ein Mechanismus zu greifen kommen, wo ganz infine der Staat dahinter steht, dass du deine Hunderttausend Euro abgesichert hast.

01:07:37: Wenn wir jetzt über Hunderttausend Euro hinweggehen, dann wird es ein bisschen kritischer, weil dann leist du quasi in der Bank Geld und wenn die Pleite gehen sollte, ist nicht hundertprozent gesichert, dass du da so schnell wieder dran kommst.

01:07:48: In der Vergangenheit gibt es schon Sicherheitsmechanismen, aber reden wir jetzt mal von einer größeren Systemkrise.

01:07:54: da kann die eine oder andere Unsicherheit schon drin sein.

01:07:57: Und ab dann macht es dann Gedanken, sich mit Anleihen oder sowas zu beschäftigen.

01:08:00: Also wenn es über hunderttausend geht.

01:08:02: Genau.

01:08:02: Und

01:08:03: wir reden jetzt, also wenn ich jetzt von hunderttausend spreche, ist das nur reines Bankgut haben.

01:08:07: Also wenn du hunderttausend euren Aktien gesteckt hast oder in ETFs, über die wir gleich noch sprechen oder anleihen, ist das was anderes.

01:08:13: Das ist dann sogenannte Sondervermögen.

01:08:15: Du hast dann einen Anteil an einem Unternehmen oder an der Schuldverschreibung vom Staat und die gehört immer dir.

01:08:21: Unabhängig wo die liegt.

01:08:22: also wenn du... ...hunderttausend Euro Aktien bei einer Bank liegen hast, die Bank geht pleite, das gehört immer noch dir.

01:08:27: Es ist wie wenn du einen Immobilienverwalter hast und der geht pleite, ist dein Immobilien nicht weg, sondern du suchst ja nur neuen Verwalter.

01:08:32: Okay.

01:08:33: Dann lass uns Aktien, ETF hast du gerade schon gesagt.

01:08:38: Also wir haben dieses Geld, diese... ...tausend, dreihundert Euro im Monat.

01:08:42: und damit wollen wir jetzt was, also möchte ich gerne was anlegen.

01:08:45: Ja.

01:08:46: Die erste Frage, die ich noch habe ist... sollen wir das als paar zusammen machen

01:08:51: getrennt

01:08:52: getrennt also ich ein ich die hälfte sie die hälfte.

01:08:56: also ja also die aufteilungsfrage würde ich jetzt mal ganz paar spezifisch sehen.

01:09:02: Da kommen dann noch andere Faktoren.

01:09:04: Zum Beispiel, wer hat die Erziehungszeit vom Sohn gemacht?

01:09:06: Also wer hat mal raus aus dem Job eine Zeit lang gegangen?

01:09:09: Auch das würde ich mir auf jeden Fall kompensieren lassen.

01:09:12: Angenommen, es war die Frau, weil es halt in den meisten Fällen so ist.

01:09:16: Nicht, weil wir jetzt hier irgendwie stereotypisch unterwegs sein wollen.

01:09:19: Dann bedeutet das erstens ein Verdienstausfall ist klar.

01:09:23: Auf der anderen Seite das Thema Karriere, sicherlich auch klar, aber auch Rentenpunkte.

01:09:27: Also während dieser Zeit, je nachdem wie lange man halt einen Beruf rausgeht, damit man halt keine Rentenpunkte, ab einem gewissen Punkt, am Anfang schon, aber das muss man auch mit berücksichtigen.

01:09:36: Ich meine, Frauen haben eine signifikant niedrigere Rente, Durchschnittsrente als Männer.

01:09:40: Ich glaube, wenn wir im Westen sind es um die Tausend dreihundert bei Männern gewesen, im letzten Jahr um die neunhundert bei Frauen, also der Unterschied ist enorm.

01:09:48: Von daher muss man sich damit, das ist dann halt eine Kappelfrage, wo man sich dann mit auseinandersetzt.

01:09:53: Da kann man halt nur Richtlinien oder Ideen mit an die Hand geben.

01:09:58: Meine Frauen, ich habe zum Beispiel auch Ehevertrag haben wir aber ganz klare Regelungen getroffen, wie es halt einfach fair gestaltet ist.

01:10:07: Und von daher würde ich jetzt nicht sagen, der eine, der andere die Hälfte, aber wenn du fragst du zusammen oder getrennt dann die Depots.

01:10:14: Also wenn du sagst, an investieren Aktien würde ich das auf jeden Fall getrennt betrachten.

01:10:18: Erstens, im Scheidungsfall kannst du es einfach besser trennen, muss man einfach so ganz unromantisch sagen.

01:10:24: Jeder weiß, was er hat, also im Fall des Falles.

01:10:27: Und jeder ist für seine Sachen selbst verantwortlich.

01:10:31: Ich kenne sehr viele Stories, wo... wo die Ehemänner mal kurzerhand das Gesamtportfolio von der Familie verzockt haben oder so, das kann man dann natürlich auch verhindern.

01:10:42: Und zweitens kann es am Ende auch noch eine steilige Thematik mit Schenkungssteuer und Co.

01:10:46: sein, aber da muss man sich dann beraten lassen, abgewissen beträgen.

01:10:49: Okay, also wir machen das getrennt.

01:10:53: Genau, jeder ein eigenes Depot.

01:10:55: Und ich überlege gerade, ob ich ... Vielleicht, ich mache mir meine Notiz noch zu diesem Ehevertrag, vielleicht ist das für das Paar noch interessant.

01:11:05: Okay, und dann haben wir jetzt das Geld, also in dem Fall ist es ja so, das muss ich selber nochmal die Muster von mir angucken, R, dreieinhalb, C, dreitausend.

01:11:16: Damit wir es einfacher haben, glaube ich, machen wir einfach in beiden Fällen, siebenhundertfünfzig.

01:11:20: Ja, oder?

01:11:21: Ja.

01:11:23: Wie geht es jetzt weiter?

01:11:25: Die waren beide

01:11:26: getrennt.

01:11:26: das nächste was du machst ist du machst ein sogenanntes depot auf oder wertpapier depot oder broker.

01:11:31: Das sind die

01:11:32: synonyme.

01:11:32: alles das bedeutet bei einer bank idealerweise bei namen also.

01:11:37: Du musst dich vorhin noch entscheiden, möchtest du's selbst machen oder nicht?

01:11:40: Ich bin jetzt mal voll davon ausgegangen, dass das sogenannte finanzielle Selbstentscheide sind, also Leute, die das selbst managen.

01:11:45: Das ist ja so ein bisschen das Ziel dieses Podcasts sozusagen, dass du es halt selbst an die Hand bekommst.

01:11:50: Also das ist so die Grundvoraussetzung.

01:11:52: Und wenn du dich dafür entschieden hast, würde ich sagen, irgendwie so ein Online-Broker, also wo du so ein Depot eröffnen kannst.

01:11:59: Da gibt's die Klassischen, so Komm-Direct-Konsorts, ING, die sich den Leuten bekannt ist, da gibt's auch die Neueren.

01:12:06: die ich teilweise eben auch schon genannt habe, so Scalable Capital, Trade Republic oder Smart Broker gibt's auch.

01:12:11: Und diese Neueren haben halt den Vorteil, dass sie nochmal ein gutes Stück günstiger sind, aber auch die alten Online-Banken, also alt klingt irgendwie so alt, aber auch die Online-Banken wie zum Beispiel die JNG haben Superkonditionen.

01:12:22: Also daran soll's jetzt nicht scheitern.

01:12:24: Und du machst dort einen Deport auf, machst eine Dauerüberweisung dorthin oder einen Abburungsauftrag.

01:12:33: die diese siebenhundertfünfzig Euro dann von deinem Konto abbuchen, wenn dein Gehalt kommt, also relativ nah beieinander.

01:12:38: Dein Gehalt kommt am fünfzehnten, dann sollte am sechzehnten, siebzehnten abgebucht werden.

01:12:42: Und dieses Geld ist dann im Depot und dann investierst du das in sogenannte ETFs.

01:12:49: Das sind?

01:12:50: Genau, also ETFs sind Börsen gehandelte Indexfonds, schöne Fachbegriffe, genau.

01:12:57: Also vielleicht nochmal zurück, warum macht man sowas?

01:13:01: Wir haben uns festgelegt, wir möchten den Aktien investieren, weil das eine Anlageklasse ist, die ein sehr gutes Risikorendite-Verhältnis hat.

01:13:07: Das Problem von Aktien ist aber, dass die halt wirklich Worst Case, stichwort Wirecard, mal auf Null abbrechen können.

01:13:14: Das möchtest du eigentlich nicht.

01:13:15: Du möchtest eigentlich die Rendite der Anlageklasse-Aktien haben, also idealerweise alle Aktien dieser Welt.

01:13:22: Ja, das sind schon viele.

01:13:25: Das kann man approximieren.

01:13:27: Das heißt, approximieren.

01:13:30: Man kann versuchen, dann so nah wie möglich heranzukommen, alle Aktien der Welt zu haben.

01:13:35: Und das geht mit sogenannten ETFs.

01:13:37: Diesen im Endeffekt muss du dir das vorstellen.

01:13:39: Nichts anderes als so eine Einkaufstüte.

01:13:42: wo du dein ganzes Obst und Gemüse und so weiter reinschmeißt, wie im Supermarkt.

01:13:45: Statt dir diese einzeln rauszusuchen, sagst du, ich nehme einmal alles und schmeiß alles in diese Tüte rein.

01:13:50: Und alles, was diese Tüte macht, ist einfach nur den Obst und Gemüsesammlung zusammenhalten.

01:13:56: Das ist ein ETF.

01:13:57: Das ist also ein Form.

01:13:59: Ja, ist ein Fonds, da geht Geld rein, also in diesen ETF ließ dein Geld rein und das wird dann aufgeteilt in teilweise Tausende Aktien, also Tausend, dreihundert Aktien bei so einem bekannten ETF zum Beispiel.

01:14:13: Und der macht das dann für dich.

01:14:14: Also du musst ja nicht mehr Gedanken machen, kauf ich jetzt eine Apple oder eine Nvidia.

01:14:18: Mein Nachbar hat vor kurzem richtig geiles Auto sich gekauft, weil er mit Nvidia gewonnen hat und so weiter.

01:14:23: Nee, du kaufst halt einfach komplett alles und profitierst von der Anlage klasse Aktien.

01:14:28: Und jetzt, weil ich habe eben approximieren gesagt, du kannst halt leider nicht alles kaufen, weil es gibt so gewisse Nischenmärkte, da kommst du nicht so leicht rein.

01:14:35: und deswegen muss man sich die Idee davon machen, was möchte ich denn Schluss endlich haben, also welche Länder möchte ich haben?

01:14:43: und so weiter.

01:14:44: Und da kann man sich unendlich tief reinversetzen, also jede Woche stream ich und jede Woche im Stream gucke ich mehr Live-Portfolios von Leuten aus der Community an.

01:14:53: Und es ist noch nie, nie passiert, dass zwei Portfolios genau gleich waren.

01:14:57: Also jeder macht irgendwie was anderes.

01:14:58: Aber das ist auch, weil es eine Nerd-Community ist.

01:15:02: Ich hab dich da eine Sache jetzt neulich gesehen, wo du richtig, da machst du dann hier den.

01:15:06: Ja,

01:15:06: genau.

01:15:08: Da war ein Portfolio, das war echt sehr, sehr gut durchdacht, weil da sind halt ganz viele Aspekte, die halt so zusammenspielen.

01:15:13: Und wenn du dich halt für Produkt A entscheidest, hat, kann das eine negative Zusammenwirkung mit Produkt B haben und so weiter.

01:15:18: Aber ich will jetzt auch gar nicht irgendwie da Angst, oh mein Gott, ich muss ja studiert haben, sondern nein, es gibt ganz einfache Produkte.

01:15:25: Du guckst dir so einen Weltindex an.

01:15:26: Es gibt da einen, der ist mittlerweile sehr bekannt, auch in der Presse wird es immer wieder Das ist der MSCI World.

01:15:33: MSCI ist so ein Institut in Ausgründung von einem Investmentbank in den Vereinigten Staaten, die stellen so ein Barometer zusammen.

01:15:42: Das ist, kann man sagen, wie der DAX für die Welt.

01:15:45: Den DAX kennt man, das sind die vierzig größten Aktien in Deutschland.

01:15:49: Und diese MSCI World macht das halt für die Welt.

01:15:51: Der holt sich halt die tausend, dreihundert, tausend, vierhundert größten Unternehmen.

01:15:55: ... von, ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... ... ich glaube, ... Also, und hast aber mit einer Kostenquote von, sagen wir mal, alles unter zero vier ist schon gut.

01:16:18: Das sind wir ganz am Anfang.

01:16:19: Genau,

01:16:20: was wir am Anfang hatten, ja.

01:16:21: Null, vier Prozent oder günstiger.

01:16:24: Und wenn du versachst verschiedene Anbieter, das heißt, es gibt verschiedene ...

01:16:28: Emitentinnen heißt das, also das kannst du von der deutschen Bank geben, von Armundi, von ... ... Invesco, der DWS, muss ich noch ein paar nennen, so X-Tracker, was gibt's noch?

01:16:39: Also gibt's ganz viele Anbieter, die halt ETFs auf diesen Weltindex.

01:16:45: Und das heißt, also wenn ich mir das vorstelle, das ist der Weltindex, das ist jetzt dein Buch.

01:16:49: Ja.

01:16:49: Und die Anbieter, das sind dann die Buchläden.

01:16:53: Und ich kann jetzt dein Buch bei Dusmann kaufen oder bei ... bei Hugen-Dubel oder bei Talia?

01:17:00: Ja, genau.

01:17:00: Der Inhalt ist derselbe.

01:17:01: Du hast recht.

01:17:02: Das ist ein gutes Beispiel.

01:17:05: Die unterscheiden sich so ein bisschen.

01:17:06: Die einen sind günstiger, die anderen sind weniger günstig.

01:17:09: Es hat ein bisschen was mit dem steuerlichen Sitz zu tun.

01:17:11: Sitzen die in Irland, sitzen in Luxemburg, sitzen in Deutschland.

01:17:15: Wie bilden die wirklich diese Tausend Dreihundert Unternehmen alle ab?

01:17:19: oder sampellen die das?

01:17:20: Also es ist eine statistische Methode, mit der du halt die hinteren einfach schätzen kannst, wie die performen werden, weil die nicht so einen großen Einfluss haben und so.

01:17:30: Also gibt es ganz viele technische Faktoren, die man da berücksichtigen kann.

01:17:34: Am Ende, wenn du dir aber mal die Kurven anschaust, wie die so laufen, da kannst du die alle übereinander legen und auf einem fünf Jahreszeitraum siehst du da quasi nur eine Linie, weil die genau... sehr, sehr nah beieinander liegen.

01:17:45: Und dann der eine ist mal ein bisschen besser als der andere oder so, aber das macht keinen riesen Unterschied.

01:17:49: Du

01:17:50: hast es gerade gesagt, also ich meine diesen MSCI World, das ist im Zwischen schon fast, also wenn das Thema Aktien ETFs auskommt, dann aufkommt, dann ist genau das der Name.

01:18:01: Ist das denn, also wenn alle in das Gleiche rein investieren, möchtest du noch einen Kaffee?

01:18:06: Nein, alles gut.

01:18:08: Wenn alle in das Gleiche investieren und alle sagen, na gut, dann mache ich halt, das ist halt einfach, ist das... Dann

01:18:15: ist der Achse mal kaputt.

01:18:17: Eigentlich schon, oder?

01:18:17: Ja.

01:18:18: Ja, ist so.

01:18:19: Aber es ist nicht so.

01:18:20: Also, es investieren nicht alle in den MSE World.

01:18:24: Es reicht eigentlich ein... Also, warum gibt es über den Aktienmarkt?

01:18:28: Also, im Aktienmarkt, also an der Börse kommen Angebote und Nachfrage zusammen.

01:18:32: Also, du möchtest deine, keine Ahnung, Siemens-Aktien verkaufen und ich würde mir ganz gerne Siemens-Aktien kaufen.

01:18:38: Ich stelle einen Preis rein, zu dem ich die Maximale kaufe.

01:18:40: Du stellst dir einen Preis ein, zu dem du die Minimal verkaufen möchtest, also was du mindestens haben willst.

01:18:44: So, und die Börse kommt dann und führt uns zusammen.

01:18:47: Also in der Theorie ist jetzt hoch vereinfacht, weil wir haben wahrscheinlich die selben Stückzahlen und so weiter, aber... große Finanzmarktplätze, passiert genau das permanent.

01:18:57: Und je nachdem, wie viel Nachfragedruck oder Angebotsdruck es gibt, steigt oder fällt halt der Kurs.

01:19:03: Wenn es halt niemanden gibt, der mir zu dem Preis verkaufen will, zu dem ich gerne kaufen würde, dann muss ich meinen Mindestkaufpreis hochziehen.

01:19:09: Das heißt, dann wird es ein Geschäft geben und dann ist der Preis ein Stück gestiegen zum Aktuellen und selber Effekt umgekehrt so.

01:19:17: Und das heißt, du musst Leute an diesen Börsen haben, die Meinungen haben.

01:19:20: Also, deine Meinung wird es ja wahrscheinlich sein, dass Siemens zu teuer ist.

01:19:24: Du möchtest das jetzt abstoßen, du denkst ja, ähm, ist mir zu teuer geworden, ähm, ich hab gute Profite gemacht, oder du möchtest deinen Verluste eingrenzen, was auch immer.

01:19:32: Und ich denke mir, ähm, die Aktie ist unterbewertet, ich kaufe die jetzt.

01:19:35: Und durch diesen, dadurch, dass es tausend oder Millionen von Marktern immer tun, findet man vermeidlich den fairen Preis von Siemens, der sich sehr kündlich ändert.

01:19:43: Okay.

01:19:44: So und wenn jetzt aber alle nur sagen ich investieren so etfs ich kauf alles egal zu welchem preis dann funktioniert der Markt nicht mehr.

01:19:51: Aber da sind wir noch sehr, sehr weit von entfernt.

01:19:54: Also es gibt extrem viele aktive Akteure, also die wirklich, die diesen Handel noch betreiben.

01:20:01: Und sollte der mal wieder aussterben, also sollte dieser aktive Handel wirklich mal bedroht werden, ist es wieder ein großer Incentive an diesem Handel teilzunehmen, weil dann hast du sogenannte Abitraschmöglichkeiten.

01:20:11: Das bedeutet, du kannst wieder Geld machen dadurch, dass du das halt machst.

01:20:14: Dann kannst du dir quasi, um es mal so überspitzt zu sagen, kannst du quasi die MSCI World Investoren ein bisschen von ihrer Rendite berauben?

01:20:25: Jetzt haben unsere beiden da rein investiert.

01:20:31: Die sagen aber, weißt du was?

01:20:34: Wir sind ja auch ein bisschen cool.

01:20:36: Das machen ja wirklich alle.

01:20:39: Wir wollen gerne ... ... jeder in Huni noch irgendwo anders rein oder was auch immer.

01:20:45: Was wären so die ... ... es gibt dann immer bei Festivals die Co-Headliner ... ... und dann gibt es aber noch mal die Newcomer.

01:20:54: Was würdest du als Co-Headliner und was würdest du als Newcomer ... Also

01:20:58: erst mal würde ich den gratulieren, weil sie sind tatsächlich erfolgreich in das Rabbit Hole gefallen.

01:21:02: Das ist nämlich das, was ich meinte.

01:21:03: Viele Leute fangen an und denken so, ich muss diesen Elefanten im Raum irgendwie rauskriegen.

01:21:09: Und wenn er draußen ist, gucken sie ihn nochmal hinterher und denken, oh, das ist aber ganz schön.

01:21:12: Warte mal, dem putzt sich jetzt noch ganz kurz das Fell, weißt du?

01:21:17: Und da geht dann halt das Rabbitor los.

01:21:20: Du kannst dir diese Portfolios in unendlicher Komplexität zusammenbauen oder Einfachheit.

01:21:26: Ich sage dir mal, wie ich es mache, weil es glaubt mir nie einer.

01:21:29: Also mein ETF-Bereich besteht seit ... vielen, vielen Jahren, ich weiß nicht mehr, genau seit wann, genau zwei ETFs.

01:21:34: Also nur zwei Stück.

01:21:35: Das ist einmal dieser MSI World, über den wir gerade gesprochen haben.

01:21:38: Und das zweite ist ein ETF auf den sogenannten MSI Emerging Markets.

01:21:42: Das sind, das ist dasselbe quasi nur noch mal für Schwellenländer.

01:21:46: Das heißt, Indien, China, Taiwan, Brasilien, Russland jetzt nicht mehr, aber genau, Schwellenländer, Südamerika.

01:21:55: Und Da nochmal dasselbe, die sind in letzter Zeit phänomenal schlecht gelaufen, im Vergleich zum MSCI World.

01:22:02: Weil in den letzten Jahren, in den letzten Jahrzehnten vor allem sind vor allem US-Aktionen gut gelaufen und dort nochmal ganz besonders Tech.

01:22:10: Also der Aktienmarkt ist momentan nur Tech getrieben.

01:22:14: Beziehungsweise, es hat sich jetzt auch wieder ein bisschen gekippt.

01:22:16: So jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, so jetzt, Und deswegen möchtest du einen anderen Approach.

01:22:46: Du sagst halt, okay, ich möchte einfach so gut wie möglich die ganze Welt abbilden.

01:22:49: Und die ganze Welt sind nicht nur Industrieländer, sondern die meisten Menschen dieser Welt leben in Schwellenländern.

01:22:54: Und deswegen will ich die auch mit drin haben und deswegen teile ich das siebzig Prozent, dreißig Prozent auf.

01:23:00: Das ist kein Zufall, sondern das ist, ähm, damals, als ich mein Portfolio aufgesetzt habe, war das die Aufteilung des sogenannten BIPs, also des Wirtschafts ... Protonanzprodukts, also des weltweiten BIPs.

01:23:12: Das heißt, das weltweite BIP ist zu siebzig Prozent Industrieländer und zu dreißig Prozent Schwellenländer, auch wenn den Schwellenländern mehr Menschen leben.

01:23:19: Und daran habe ich mich orientiert und so habe ich das gemacht.

01:23:22: und da kann man jetzt monatelange Debatten auf Reddit oder sonstwo führen, ob das genau das Richtige ist.

01:23:30: In der Vergangenheit war es das nicht, sondern in der Vergangenheit wäre das Richtige gewesen, alle Kohle in Nvidia investieren.

01:23:37: Wusste man halt leider vorher nicht und deswegen investiert man breit diversifiziert.

01:23:41: Also das heißt in dem Fall wäre dann der Co-Headliner.

01:23:45: Die deutschen Markets.

01:23:46: Genau.

01:23:47: Du kannst aber auch noch sagen, ich möchte noch ein bisschen Europa haben.

01:23:49: In Europa haben wir zum Beispiel so eine Wirtschaftsstruktur, wo viele Unternehmen nicht an der Börse gelistet sind.

01:23:55: Deswegen hat Europa eine verhältnismäßig geringe Marktkapitalisierung.

01:23:59: Also die USA haben eine viel, viel größere Marktkapitalisierung als ihre Wirtschaftskraft, weil diese ganzen riesen Tech-Konzerne halt im Ausland auch Geld verdienen und sowieso viele US-Unternehmen an der Börse gelistet sind.

01:24:11: Wir haben halt solche Riesen wie zum Beispiel Bosch oder Aldi.

01:24:14: Lidl, die gar nicht an der Börse gelistet sind.

01:24:17: Und dadurch ist diese Marktkapitalisierungsgewichtung, also ich gucke, wie groß alle Unternehmen in einem Land sind, also die an der Börse gelistet sind, nicht allein Ausschlag geben.

01:24:29: Deswegen hat Europa ein relatives Untergewicht im Vergleich zum BIP und deswegen könnte man sich zum Beispiel auch noch so ein Europa-ETF hinzumischen.

01:24:37: Oder und weil du hast ja selbst gesagt, also die Presse In der Presse ist es mittlerweile viel verbreitet, über diesen MSCI World zu sprechen.

01:24:45: Auch dieses MSCI ist eigentlich ein sehr, sehr teures Label.

01:24:49: Im Endeffekt ist das ja wie die Herausgeberin des DAXes, also diejenige, die den DAX berechnet, ist die deutsche Börse AG.

01:24:57: Der gehört sozusagen der DAX.

01:24:59: Also du darfst jetzt nicht einfach ... den DAX nutzen oder so, sondern die haben da die Rechte drauf und so weiter.

01:25:03: Und genauso mit dem MSCI World.

01:25:05: Das ist eine Property vom MSCI.

01:25:08: Es gibt aber auch zum Beispiel günstige Indexanbieter aus Deutschland, Selective zum Beispiel, die sehr günstige Indizes berechnen, weil ehrlicherweise so komplex ist das nicht, sowas zu berechnen.

01:25:22: Und die bieten dann ihre Indices günstiger an ETF-Anbieter raus.

01:25:27: Und dadurch hast du an den Vorteil, dass du günstigere ETFs haben kannst.

01:25:30: Deswegen muss man sich nicht unbedingt auf so MSCI fokussieren.

01:25:34: Aber wenn man das erste Mal davon hört, dann vertraut man natürlich eher etwas, was man schon mal irgendwo anders gelesen hat.

01:25:39: Und deswegen ist dieses MSCI-Thema so groß.

01:25:41: Aber früher haben alle in den Dachs investiert.

01:25:44: Also erst mal Burger bei McDonald's, dann später, wenn man Bock hat, geht man noch mal zu Tommy's Burger Joint.

01:25:49: Genau, genau so was.

01:25:52: Okay, wir haben angelegt.

01:25:55: Der Sparplan ist aktiviert, da kommt jetzt immer, am siebzehnten geht jeweils die Kohle auf die jeweiligen Konten.

01:26:04: Was ist ein, also ein Fehler?

01:26:08: hast du erst schon gesagt, sich verunsichern lassen und wenn es runtergeht, dass man dann in Panik gerät.

01:26:16: Was wären zweiter Fehler?

01:26:20: Nach der Anlage meinst du, Ja, was ich oft beobachte, auch hier wieder eher so ein Männerding, wie ich es ja schon angedeutet habe, ist, dass es dann Leute gibt, die sich zu krass für das Thema interessieren und dann anfangen, alle möglichen Tech-Aktien oder einfach wild hinterher zu kaufen.

01:26:36: Also sich von der FOMO treiben zu lassen, das ist so schön.

01:26:39: Börse hast du so zwei Emotionen, Angst und Gier.

01:26:42: Und die Gier ist getrieben so durch diese, nennt das so schön, FOMO, vier-off-missing-out.

01:26:48: Das heißt, du hast jetzt gesehen, boah, NVIDIA, tausende Prozent im Plus.

01:26:52: Ich war nicht dabei.

01:26:53: Shit, jetzt steige ich in NVIDIA ein.

01:26:55: Fun Fact, wer in den Wiedern investiert hat, hat gar nicht so phänomenale Renditen gehabt, wie er denken könnte.

01:27:02: Aber der Run war vor allem davor gewesen.

01:27:04: Und das Risiko, dort hinterher zu rennen, Aktien hinterher zu rennen und dann zu sagen, okay, ich mach das selbst besser.

01:27:12: Also dieser MS-Year World, der dümpelt vor sich hin, aber mit einer schönen... Also dümpelt ist eigentlich das falsche Wort, weil er hat schon eine große Schwankung.

01:27:20: Du hast eine Volatität von fünfzehn bis sechzehn Prozent.

01:27:22: Das heißt so... von der Standardabeichung geht der mal fünfzehn Prozent hoch oder runter im Schnitt.

01:27:29: Es kann auch viel mehr sein.

01:27:30: Also da sind da schon richtig Bewegungen zum Ding.

01:27:32: Aber ein einziger Aktien ist natürlich noch mehr Bewegung.

01:27:34: Und ein Krypto ist noch mehr Bewegung.

01:27:36: Und das ist halt nochmal so.

01:27:36: das Risiko, da jetzt gierig zu werden und sagen, geil, ich habe dieses Finanzgame, habe ich jetzt verstanden.

01:27:41: Und jetzt folge ich irgendwelchen Leuten auf Instagram, die mir gerade erzählen, warum ich in irgendeiner Bank-Aktie investieren soll, die irgendwie, da hab ich vor kurzem gesehen, das ist irgendwie eine ukrainisch-stämmige Bank, wo die Aktie total eingebrochen ist aus bekannten Gründen.

01:27:57: Und ich investiere jetzt da rein, weil wenn der Krieg rum ist, dann explodiert das Ding.

01:28:01: So, klingt super auf Insta, weißt du?

01:28:03: So, ich hab keine Kennzeige gesehen, ich hab mich da nicht eingelesen, ich hab keinen Jahresbericht gesehen, ich hab mir keinen Gedanken über das Management gemacht, ich kenn das regulatorische Umfeld nicht.

01:28:13: Scheißegal, irgendein Typ auf Instagram hat gesagt, ich geh da rein, also geh ich da rein.

01:28:17: Und das ist so ein bisschen das andere Risiko, wo Leute sich dann halt, Tennisjahr, erjüngere Leute sich dazu verleiten lassen, dann halt wirklich so umzustagen und zu sagen, jetzt zock ich, jetzt geht's richtig ab.

01:28:30: Du hast gerade schon gesagt, Krypto, Bitcoin, erst, sagst du ganz kurz, Gold, Silber, das sehe ich jetzt immer wieder auf YouTube, dass das ... Der

01:28:42: digitale Euro, der digitale ... ... geeignet uns.

01:28:45: Genau.

01:28:45: Also, was hältst du da dran?

01:28:47: Was ist dein ... also, gebleiben bei diesen, bei der Musterfamilie?

01:28:53: Ja.

01:28:55: Also dieses Finanzgame, wie gesagt, kannst du super tief spielen.

01:28:57: Es gibt ohne Ende Anlageklassen, die wir jetzt gar nicht angesprochen haben.

01:29:00: Ganz neu.

01:29:01: Und als der totale heiße Scheiß und super sexy verkauft, ist jetzt Private Equity.

01:29:06: Weißt du, ob du das schon mal gehört hast?

01:29:08: Eigentlich eine Anlageklasse, die nur für reiche Menschen waren, die wird jetzt demokratisiert.

01:29:12: Für diejenigen, die es nur auf der Autospur sehen, ich mach ganz große Anführungszeichen, demokratisieren im Finanzbereich immer sehr, sehr gefährlich.

01:29:18: Weil meistens wird der da irgendwas verkauft.

01:29:20: Also die Frage, die man sich einfach stellen muss, auch hier noch mal ... Interessenskonflikte.

01:29:24: Warum sollte ich denn etwas, was bisher nur High Net Worth Individuals, also sehr reichen Menschen verfügbar war?

01:29:30: Warum sollte ich das dem Average Joe verfügbar machen?

01:29:33: Das ist keine reine Nächstenliebe, sondern da muss irgendein... in Interesse dahinter stecken.

01:29:38: Und deswegen gibt es jetzt die anderen Klasse Pride Equity.

01:29:41: Es gibt Rohstoffe, Edelmetalle, es gibt Krypto, es gibt P-to-P-Kredite, es gibt alles Mögliche, es gibt Sammelkarten, es gibt Kunstgegenstände und also du kannst dich noch und nöcher in irgendwelche, es gibt auch am Aktienmarkt, gibt es noch ganz spezielle Aktienkonstruktionen und so weiter.

01:29:58: Aber irgendwo muss man halt anfangen und irgendwo muss man halt auch aufhören und sagen, wofür lasse ich jetzt mein Kompetenz fällt.

01:30:04: Wenn du aber sagst, Gold ist so ein Thema für mich.

01:30:07: Mit Gold führe ich mich wohl.

01:30:08: Das ist irgendwie so was Handfestes.

01:30:10: Meine Eltern hatten vielleicht schon mal so ein kleines bisschen Gold.

01:30:13: Und ich habe das Gefühl, es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, ohne jetzt irgendwie Untergangsprophet zu sein.

01:30:18: Aber es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass der Euro kollabiert oder was so immer.

01:30:22: Disclaim an dieser Stelle, ich glaube da absolut nicht dran, ich halte einen Euro für eine sehr solide Währung.

01:30:27: Aber wenn du so das Gefühl hast, dann macht doch fünf Prozent Gold Allokation.

01:30:32: Warum nicht?

01:30:33: Oder ich zum Beispiel, ich investiere auch in Bitcoin.

01:30:35: Also ich habe ein Bitcoin Investment, das ich seit Jahren nicht mehr aufgestockt habe, also habe mich lange, lange mit der Anlageklasse auch beschäftigt.

01:30:44: Ob es enttäuscht, also von der Gesamt-Community her, also was da weniger geschafft wurde und es eigentlich deutlich mehr zum reinen Spekulationsobjekt verkommen ist, aber ich habe einen Teil von meinem Geld dort investiert.

01:30:56: Oder halt Immobilien.

01:30:57: Wenn du jetzt sagst, okay, ich habe irgendwie ein Fable für Immobilien, hast du jetzt ein größeres Portfolio aufgebaut, vielleicht dann mal eine kleine Eigentumswohnung, die du vermietest oder so.

01:31:05: Das sind alles Optionen, die möglich sind, die gehen.

01:31:08: Aber wozu ich einfach nur aufrufen will, ist, seid ihr einfach bewusst, was du dort reinsteckst und was die Vor- und Nachteile dieser Anlageklasse sind.

01:31:17: Also, immobilien haben wir schon drüber gesprochen, das Risiko ist halt einfach, dass du da auch sehr viel Zeit und Nerven investierst.

01:31:21: Du kannst auch bei Immobilien daneben liegen.

01:31:25: Bei Gold, was ist da?

01:31:27: Gold hat halt keinen Cashflow.

01:31:28: Das heißt, Gold kann einzig und alleine nur mehr wert werden.

01:31:32: Also bei Aktien hast du Dividendnausschüttungen, also du hast Gewinnbeteiligung.

01:31:36: Und Gold war über Jahre hinweg völlig unsexy.

01:31:39: Also erst im Jahr zwanzig, glaube ich, ging so ein bisschen die Gold-Ready los, die wir in letzter Zeit gesehen haben.

01:31:44: Aber ansonsten war das eine Asset-Klasse, die völlig unsexy war.

01:31:47: Gold sagt man immer nach, dass es ein Inflationsschutz ist.

01:31:49: Es gibt Phasen, da stimmt das.

01:31:51: Und es gibt Phasen, da stimmt es nicht.

01:31:52: Weil was heißt Inflationsschutz?

01:31:54: Je höher die Inflationsrate, desto höher steigt der Preis.

01:31:56: Du hast ja einen Schützeffekt.

01:31:59: Aber diesen Schutz hast du auch mit Aktien.

01:32:00: Also ich sehe keinen Grund, warum du Gold als Infektionsschutz mehr kaufen solltest als Aktien.

01:32:05: Und Bitcoin?

01:32:06: Was ist da für einen wieder?

01:32:08: Die extreme Volatilität.

01:32:10: Also es steigt und du kannst halt... Also es ist ein reines Spekulationsobjekt mittlerweile.

01:32:16: Gibt es noch etwas, was du diesen beiden sagen würdest?

01:32:19: Also müssten... Welche Frage sollten die sich stellen?

01:32:22: Das läuft jetzt alles.

01:32:23: Wir kommen gleich nochmal zu dem Kind.

01:32:26: Aber läuft, also gibt es noch irgendeine Frage?

01:32:30: Gibt es einen, also wie machst du das mit deiner Frau?

01:32:32: Vielleicht auch, wie sprecht ihr darüber?

01:32:36: Da gibt es ja auch ganz unterschiedliche.

01:32:37: Manche Leute reden darüber, also wir auch hier in unserem Kollegenkreis, manche sprechen darüber als Paar und manche überhaupt gar nicht.

01:32:44: Da gibt es auf der einen Seite auch eine Frau, die gar nicht reagiert, auf der anderen Seite gibt es auch den Mann.

01:32:50: Also es gibt ja da völlig unterschiedliche Paarverhalten dazu.

01:32:56: Ja, also spreche ich mit meiner Frau drüber.

01:33:00: Nein, eigentlich nicht.

01:33:01: Ich finde, ihr Themen fällt viel spannender, die Medizin.

01:33:04: Die sind ihre Produktionsmedizin, also nochmal ganz, ganz, ganz verspannendes, finde ich.

01:33:09: Und ich habe es auch nie so hingekriegt, sie.

01:33:11: krass zu begeistern, dachte ich, bis ich dann mittlerweile mitbekommen habe, dass sie ihre Freundin missioniert, also ihre anderen Medizinkolleginnen und Kollegen.

01:33:21: Und das heißt, irgendwo hat es schon geklappt, dass ich sie davon überzeugt habe, das zu machen.

01:33:25: Also ich habe gesagt, ich mache hier ein Depot auf und ich mache jetzt bitte eine Dauerüberweisung dorthin.

01:33:31: und dann setzt den ETF-Sparplan auf und guckt sie ab und zu, guckt sie tatsächlich mal da rein.

01:33:36: Und wir hatten tatsächlich zum Spaß.

01:33:38: zu unserer Hochzeit hatten wir auch die Möglichkeit gelassen, dass man uns Bitcoin schenkt.

01:33:43: Also du konntest so ein klassisches Paperkonto, wo du was hinüberweisen kannst.

01:33:48: Und parallel hatten wir halt eine Wallet-Adresse.

01:33:50: Und da ist auch ein bisschen was zusammengekommen und habe ich sie damals gefragt, so möchtest du die Bitcoin haben oder soll ich dir Cash auszahlen?

01:33:55: Und dann wollte sie die Bitcoin und deswegen hat sie auch so ein kleines bisschen.

01:33:58: Also... Bruchstücke von Bitcoin nicht, dass die Leute jetzt sagen, wir haben hier fünfzig Bitcoin oder so.

01:34:03: Super.

01:34:04: Also ihr sprecht nicht darüber großartig, aber gibt es eine, so sollten die beiden, die jetzt gerade angefangen haben, gibt es etwas in einem halben Jahr oder Jahr, in jetzt ne Anfang des Jahres, alles ist eingerichtet.

01:34:17: Gibt's da noch

01:34:17: was?

01:34:18: Genau.

01:34:18: Ich glaub, so eine gemeinsame Budgetplanung macht schon Sinn, dass, wie gesagt, das muss man auch nicht auf alle Ewigkeiten machen, sondern so ein paar Monate hinweg einfach.

01:34:25: Und es macht zum Beispiel nichts.

01:34:26: Also, da muss man ja zwangsläufig schon mal sprechen.

01:34:29: Ich werde jetzt nicht den Yoga-Kurs von meiner Frau canceln, weil ich das Gefühl habe, dass die dort nicht oft hin genug hingeht, sondern spätestens da muss man ja schon mal sprechen.

01:34:38: Ja.

01:34:38: Und da... Also, grundsätzlich macht es Sinn, über solche Themen zu sprechen, auch mal gemeinsam zu überlegen, okay, Das ist wirklich so das Bestset-Up, dass beide halt wirklich am Markt investieren, aber wir kriegen super oft Fragen.

01:34:51: Wir haben tendenziell eine mehr männliche Community auch so durch YouTube getrieben, wo die Leute sagen, wie kann ich meine Freunde oder meine Frau überzeugendes machen, sag ich, missionieren ist schwer, aber legt denen doch einfach mal das Buch hin.

01:35:02: oder sagt doch mal, komm, ich zwingle dich jetzt nur einmal ein Depot aufzumachen.

01:35:06: In Klammern darf man eigentlich nicht.

01:35:08: Also das muss immer aus eigenen Willen entstehen, aber egal.

01:35:11: Aus Geldwäsche, Perspektive.

01:35:12: Aber du machst jetzt ein Depot auf und überweist jetzt mal hundert Euro hin.

01:35:17: Und das ist, mach nur das.

01:35:19: Und irgendwann ist es so ein Gut haben und dann zeige ich dir mal, wie man das am Markt investiert.

01:35:22: Und einfach an die Hand nehmen, das hilft da schon.

01:35:27: Vielleicht auch mal so, eine ganz kleine Klammer, weil es halt so wichtig finde.

01:35:33: auch dieses Thema finanziell.

01:35:36: ja also wie pass ich zusammen sozusagen das ist auch super wichtig in der partnerschaft und das ist auch glaube ich

01:35:41: das auch passt.

01:35:44: Also ich dachte dass ich es auch mache.

01:35:45: also wir machen es nicht wenn man keine partner beratung aber oder dass ich das thema auf

01:35:49: machen

01:35:50: ja genau weil.

01:35:53: Man muss da eigentlich schon kompatibel sein und ich glaub langfristig klappt das nicht, wenn du da nicht kompatibel bist.

01:35:58: Also wenn du eine Person hast, die komplett verschwenderig lebt und alles rausballert und die andere so auf dem anderen Spektrum extrem knauserig ist, weiß ich nicht, wie lange das hält.

01:36:08: Und da sollte man sich dann schon... frühzeitig zu Gedanken machen und sich mal generell Gedanken machen, passen wir da zusammen und da, wo wir nicht zusammen passen, kriegen wir das irgendwie gebridged.

01:36:18: Also finden wir da irgendwie ein Kompromiss oder so.

01:36:21: Und dann kann es halt solche Setups geben, wie zum Beispiel, naja gut, jeder hat halt sein eigenes Konto und die gemeinsamen Ausgaben machen wir eine gemeinsame Überweisung da drauf, so Einkaufen, Miete, solche Sachen.

01:36:31: Und ja, und dann vielleicht nochmal.

01:36:34: Und dann kann das vielleicht gehen, aber das ist halt so schwierig.

01:36:37: Wenn's dann heißt, wenn bezahlt werden muss ein Restaurant, geht der eine immer auf Toilette und die andere muss bezahlen oder was auch immer.

01:36:44: Habt ihr zwei verschiedene Konten?

01:36:46: Wie macht ihr das?

01:36:47: Ja, also wir haben jeder unser Konto und ehrlich gesagt machen wir das mittlerweile sehr viel nach Gefühl.

01:36:57: Ja.

01:36:57: Punkt.

01:36:58: Also ich hab jeder in eins dieses Konto.

01:36:59: und habt ihr noch ein Gemeinschaftskonto?

01:37:02: Nein.

01:37:02: Nein, das habt ihr nicht.

01:37:03: Genau, also wir schieben uns immer was hin und her.

01:37:04: Also keine Ahnung, wenn wir in den Urlaub fliegen, dann dann ja zahlt einer das Hotel, der andere die Flüge oder wie auch immer und wenn dann einer mal kein Geld auf den Konto hat, überweisen wir uns das hin und her.

01:37:16: Also genau, also so kriegen wir das ganz gut hin.

01:37:19: Warum macht ihr kein Gemeinschaftskonto?

01:37:21: Haben wir bisher nicht gebraucht, also hat sich irgendwie nie ergeben.

01:37:24: Ja, also wir haben uns das irgendwie so aufgeteilt.

01:37:26: Ich hab zum Beispiel alles rundum wohnen, kümmere ich mich halt.

01:37:29: Meine Frau kümmert sich um alles rundum einkaufen, also nicht, dass sie alles einkauft, aber, sondern, dass sie das dann halt ausgibt und irgendwo gleicht sich das dann schon aus, ja.

01:37:40: Ehevertrag?

01:37:42: Genau.

01:37:43: Gibt's da etwas, was die beiden, die denken sich, na jetzt haben wir in Januar, jetzt haben wir uns schon mal richtig an Start gebracht und wir haben ja noch, es ist ja noch nicht mal der Januar rum.

01:37:52: Und der Thomas, der hat auch gesagt, E-Vertrag macht Sinn.

01:37:56: Das wollen wir jetzt auch noch angehen.

01:37:58: Also, ich bin großer Fan davon, weil es halt einfach die Spiel, wenn man sich einfach zwingt, über die Spielregeln Gedanken zu machen, in die man in der Ehe sozusagen zusammentrifft.

01:38:08: Und das nicht erst entdeckt im möglichen Scheidungsfall.

01:38:11: Und man kann halt viele Dinge antizipieren.

01:38:12: Also, ich glaube bei Unternehmen, das ist normal, dass man sowas macht.

01:38:16: Weil du möchtest halt nicht, dass im Scheidungsfall würde dann zum Beispiel meine Frau in der Firma mitreden können oder hätte Anteile.

01:38:22: die dann irgendwie liquidiert werden müssten.

01:38:24: Also wir haben nicht vor, die Firma zu verkaufen sind und nicht an der Börse.

01:38:27: Das heißt, das wäre ein echtes Problem.

01:38:30: Und üblicherweise hast du das auch in diesen Gesellschaftenverträgen, dass das festgehalten wird, dass alle Gesellschaften Ehevertrag haben müssen.

01:38:36: Sonst können die Anteile wertlos eingezogen werden.

01:38:39: Also das ist üblich.

01:38:40: Auf der anderen Seite ist es aber bei ihr zum Beispiel auch so, dass sie halt einen Renterant, die ich nicht kriege.

01:38:44: Sie ist halt in dieser Ärzteversorgung drin, ich nicht.

01:38:47: Und das ist dann natürlich auch rausgeklammert.

01:38:48: Also ich hätte dann ... im Scheidungsfall da auch kein Anspruch drauf.

01:38:52: Und genauso haben wir halt für gewisse Events dann Regelungen getroffen, was oder wie, wie dann finanziell gehandhabt wird und so.

01:39:01: Und was auch wichtig ist bei einem Ehevertrag, das unterschätzen ziemlich viele Leute, weil man so beim Ehevertrag oft so ein bisschen denkt, vielleicht so ein bisschen durchs Fernsehen getrieben so, naja, das ist jetzt so der reiche Mann, der irgendwie sich so komplett abschotten will und seine, kann er Ahnung sein, seine Frau irgendwie abhängig machen will so finanziell oder so.

01:39:20: Das ist eigentlich über einen Ehevertrag nicht möglich.

01:39:22: Es muss schon für eine Gleichheit gesorgt werden.

01:39:24: Dafür ist eigentlich der Notar oder die Notaren verantwortlich.

01:39:27: Und der Ehevertrag muss immer an die Situation angepasst werden.

01:39:31: Also zum Beispiel bei uns war es so, wir waren beide berufstätig, sind es auch heute noch, aber sollte zum Beispiel eine Person aufhören zu arbeiten, beispielsweise aufgrund von Kind kommt oder was auch immer, dann verändert sich die Situation.

01:39:42: Und da muss man neue Regelungen treffen, sonst wäre dieser Ehevertrag anfechtbar.

01:39:47: Und ja, es gibt viele, viele Gründe, die dafür sprechen, das so was zu machen.

01:39:52: Habt ihr bei euch auf der Seite ein behandeltes?

01:39:54: Artikel dafür?

01:39:55: Ja, also wir haben dann Ratgeber zu.

01:39:57: Wir haben auch schon mal mit einer spezialisierten Anwältin für das Thema gesprochen, die das nochmal deutlich detaillierter beleuchtet, ja.

01:40:04: Super.

01:40:04: Dann lass uns noch einmal kurz das Kind anschauen, weil das gibt es ja auch noch.

01:40:09: Ja.

01:40:09: Mit zwei Jahre alt, kriegt du jetzt wohnfünfzig Euro Kindergeld.

01:40:15: Was machen wir damit?

01:40:18: Ja, also es ist grundsätzlich sinnvoll, für das Kind Geld anzulegen, weil es halt so einen schönen langen Anlagehorizont hat.

01:40:24: Also bis das Kind an das Geld rankommt, sind schon mal noch, also da jetzt nur noch, sechzehn Jahre.

01:40:29: Aber der Anlagehorizont ist lang, das heißt, man kann hier schon mal was tun, für Geld auf die Seite zu legen fürs Studium oder tatsächlich vielleicht sogar für die Rente.

01:40:37: Und das Schamante beim Kind ist halt, also jeder Bürger in Deutschland hat ja einen Grundsteuerfreibetrag.

01:40:44: Von zwölf tausend Euro und X, sorry.

01:40:48: Und tausend Euro sparen Pauschbetrag.

01:40:49: Das heißt, dreizehntausend Euro darfst du an Kapitalerträgen beziehen, ohne dafür eine Steuer zu bezahlen.

01:40:54: Achtung, wenn es in diese Größe in Ordnung geht, dann könnte das Thema Krankenkassen noch mal ein bisschen harig werden.

01:40:58: Da muss man sich noch mal speziell einlesen.

01:41:01: Aber das ist halt das Coole, das soll steuerfrei Kapitalerträgen generieren.

01:41:05: Kannst du für deine Kinder.

01:41:07: Wer sich das leisten kann, und in diesem Fall kann man sich das ja leisten.

01:41:09: Also, dem würde ich empfehlen, machen sogenanntes Kinderdeport auf, also genau dasselbe, das geht.

01:41:15: Das müssen beide, wie nennt man das, versorgungsberechtigende...

01:41:22: Erziehungsberechtigten.

01:41:22: Erziehungsberechtigten,

01:41:23: genau, müssen das machen und unterschreiben.

01:41:26: Und dann kannst du auf den Namen des Kindes ein Deport eröffnen, kannst dort Geld hinüberweisen.

01:41:31: Achtung, mit dem achtzehnten Lebensjahr gehört's dem Kind dann auch.

01:41:33: Also, wenn man das gefühlt hat, ich vertraue meinen Jungen, meiner Tochter noch nicht, dann Riski, aber das ist dann halt die Herausforderung in der Beziehung, in der Erzion.

01:41:43: Und

01:41:44: wie viel von den zweihundertfünfzig Euro würdest du reingeben?

01:41:47: Das ist individuell, jeder machen wir.

01:41:49: Ich kenn viele Leute, die halt das komplette Kindergeld draufpacken.

01:41:54: Es gibt da auch kein richtig, kein falsch, das ist halt ein Bonus.

01:41:56: Ich glaub, das Wichtigste, was man seinen Kindern mitgeben kann, was Non-Finanzielles, aber wenn man die Gelegenheit hat, ein bisschen was auf die Seite zu denken, warum nicht?

01:42:07: Gibt es eine Kontrolle innerhalb diesen Jahres?

01:42:10: Wir haben das jetzt gemacht.

01:42:15: Wann sollte ich noch mal draufgucken, man sollten wir als Paar noch mal draufschauen?

01:42:18: Also über das Jahr hinweg auf jeden Fall die Sparkquote checken.

01:42:21: Also wenn du das das erste Mal machst, dann kann es sein, dass dann eine Sparkquote viel zu hoch oder viel zu niedrig ist.

01:42:25: Viel zu hoch würdest du merken, weil dann wird es immer eng am Ende des Monats und du bist häufig im Disbo drin.

01:42:32: Aber gerne am Ende des Jahres noch mal ein Crosscheck, ob man vielleicht noch mal was draufpacken kann.

01:42:35: Da hat sich die Gehaltssituation vielleicht verändert oder so.

01:42:39: Und ansonsten... gibt es sowas, das nennt man Rebalancing.

01:42:44: Also wenn du ganz viele ETFs hast, also wenn du dich für mehrere ETFs entschieden hast, wie zum Beispiel ich, ich hab ja zwei Stück, einmal siebzig Prozent und einmal dreißig Prozent, die können aber unterschiedlich laufen.

01:42:54: Also wenn ein Teil zum Beispiel richtig gut läuft und andere weniger gut, dann verändert sich das Verhältnis.

01:42:59: Aber man sollte immer regelmäßig mal gucken, dass man dieses Verhältnis wieder herstellt.

01:43:02: Aber

01:43:02: du bleibst ja dabei sozusagen.

01:43:04: Genau, ich bleibe bei ... Aber angenommen zum Beispiel, der Siebziger-Teil ist um zehn Prozentpunkte von meinem Gesamtportfolio gestiegen und der andere ist konstant geblieben oder ... Genau, konstant geblieben oder gefallen, dann stehe ich halt bei ... Oder, ne, bei ... Und dann muss ich halt dieses Verhältnis wiederherstellen.

01:43:23: Ach

01:43:23: so,

01:43:23: wenn du das, okay.

01:43:24: Und jetzt wird ja darauf, bestenfalls läuft es ja so gut, dass die auch davon ein bisschen Gewinn machen.

01:43:33: Was passiert denn mit dem Gewinn?

01:43:35: Der wird in der Regel reinvestiert.

01:43:36: Also du hast bei diesen ETFs zwei Varianten.

01:43:39: Eine Aktie schüttet ja sogenannte Dividenden aus, also Gewinnbeteiligung.

01:43:43: Wenn du direkt in die Aktie investierst, genau Siemens, weil ich gar nicht weiß, die Zahl stimmt in Dividende, dann kriegst du es auf dein Konto, überwiesen sie es Dividende.

01:43:51: Beim ETF ist das nicht so, sondern das kommt dann aufs Konto von dem ETF.

01:43:54: Und da gibt es zwei Varianten.

01:43:56: Eine Variante, die reinvestiert das direkt, also die macht quasi den Topf noch mal einen Ticken größer jedes Mal.

01:44:01: Und es gibt eine Variante, die sammelt das übers Jahr und schüttet es dir dann aus.

01:44:04: Das ist eine Präferenzfrage, was man möchte.

01:44:06: Bei manchen Leuten ist es rein psychologisch halt ganz schön.

01:44:10: Die freuen sich, wenn sie so eine Ausschüttung bekommen.

01:44:12: Aber an sich ist die wertneutral, weil es egal ist, ob du hundert Euro in deinem ETF hast und zehn Euro Cash ausgeschüttet bekommst oder ob du hundert zehn Euro in deinem ETF hast und nichts ausgeschüttet bekommst.

01:44:24: Würdest du irgendwas daran ändern, wenn sich das jetzt, also du hast ja erst gesagt, euer Ziel ist, eine Million für zehn Millionen.

01:44:34: Und jetzt läuft das Ganze so weiter.

01:44:36: Die kriegen Gehaltserhöhungen, die kriegen plötzlich nochmal ein Ehrberein und zehn Jahre später sieht das Ganze bei denen komplett anders aus.

01:44:43: Plötzlich verdienen die keine

01:44:45: Ahnung.

01:44:45: Sehr wahrscheinlich ist

01:44:47: das sogar.

01:44:47: Aber es läuft richtig,

01:44:50: richtig gut.

01:44:51: Würdest du irgendwas verändern dann?

01:44:53: Würdest du denen sagen, okay, jetzt habt ihr im Monat plötzlich fünfzehntausend und da ist plötzlich dieses Erbe von zwehntfünfzigtausend und so weiter.

01:45:01: Also würdest du da irgendwas ändern an diesem Setup?

01:45:05: Wenn sich an deren Setup nichts ändert, nein.

01:45:07: Also du kannst das halt einfach, also du kannst theoretisch die zweihundertfünfzigtausend einfach straight durch in die ETF reinstecken und das war's.

01:45:13: Also das ist eine Transaktion von ein paar Minuten und dann ist dein Erbe weg, also im Sinne von angelegt und versorgt.

01:45:20: Die Lebensrealität ist in der Regel eine andere, dann kommen dann doch solche Themen auf, wie wollen wir die doch mal eine Immobilie haben oder keine Ahnung, vielleicht irgendwie mal sich ein Boot kaufen oder was auch immer, also die Lebenssituation ändert sich dann.

01:45:35: oder vielleicht hat man doch eine Affinität zu einer gewissen Anlageklasse, weil hast du mir die Berufe genannt?

01:45:39: Nee, hast du nicht, das ist einfach nur...

01:45:42: Architekt und Agenturmitarbeiter.

01:45:44: Ja,

01:45:44: perfekt.

01:45:45: Vielleicht will die Dame eine eigene Agentur gründen oder eher ein eigenes Architektenbüro oder sowas.

01:45:50: Die Lebenspläne sind ja permanent im Wandel.

01:45:53: Oder beide wollen zusammen ein Architektenbüro aufmachen.

01:45:58: Also nur dadurch, dass mehr Geld reinkommt, ändert es eigentlich gar nichts.

01:46:03: Also dieses Setup ist skalierbar bis auf mehrere Millionen Euro.

01:46:07: Und wann wissen die ... Also, wann fängt man an, sich was auszuzahlen?

01:46:15: Auch das ist noch mal individuell.

01:46:17: Kann sein, dass du während deiner Karriere einfach mal ein Gap ja machst.

01:46:20: Dass sie sagen, wir wollen mal ein Jahr um die Welt segeln oder was auch immer.

01:46:23: Und dann brauchst du halt Geld, weil du halt kein Einkommen mehr hast.

01:46:27: Ansonsten später halt in der Rente.

01:46:29: Also, spätestens dann sollte man sich, also musst du ja daran kommen.

01:46:32: Das Rentenniveau in Deutschland ist, glaube ich, gerade auf forty- acht Prozent festgeschrieben.

01:46:37: Diese achtundvierzig Prozent sind aber so ein bisschen Augenwischerei, weil das gilt nur für den Eckrentner.

01:46:41: Und der Eckrentner hat fünfundvierzig Jahre einbezahlt in die Kasse.

01:46:44: Ich weiß nicht, auf wie viele Hörer und Hörerinnen das zutrifft.

01:46:46: Die Wahrscheinlichkeit ist relativ gering.

01:46:48: Das ist auf die meisten zutrifft.

01:46:51: Und genau, hat dann im Schnitt, also genau die Durchschnittsrennung, das habe ich eben schon mal gesagt.

01:46:55: Ich glaube, war ein Tausend, dreihundert im Westen bei Männern und neun, neun bei Frauen.

01:47:00: Von daher musst du halt dann langsam an dein Kapital ran und dann fängst du an, das Ganze umzuschichten.

01:47:06: Also du ziehst das sukzessive aus dem Kapitalmarkt raus, wenn du möchtest.

01:47:10: Du kannst es aber auch drin lassen und einfach regelmäßig Anteile verkaufen, so wie du vorher Anteile von den ETFs gekauft hast.

01:47:18: Es gibt ja sogenannte Endsparpläne.

01:47:21: Tatsächlich ist diese Endsparfase nennt man das.

01:47:23: Das erste ist die Sparfase, das andere ist die Endsparfase.

01:47:26: Das erst baue ich auf und dann laufe ich den Berg wieder runter.

01:47:30: ist tatsächlich noch mal komplexer als die Ansparphase.

01:47:34: Beim Ansparen musst du einfach immer nur Kohle reinbuttern, egal wo der Markt steht.

01:47:38: Beim Endsparen musst du das ein bisschen managen.

01:47:40: Also die Frage, die du dann stellen musst, ist, das Kapital, was ich jetzt hab, sagen wir mal, keine Ahnung, eine halbe Million Euro haben sie zusammengekriegt, oder?

01:47:48: Meinetwegen gerne die Millionen.

01:47:49: Die

01:47:49: haben die Millionen.

01:47:50: Ja,

01:47:50: perfekt.

01:47:51: Dann musst du die Frage stellen, möchte ich die, so wie sie sind, behalten?

01:47:57: Und nur von den Erträgen leben, das ist die ultimative Luxussituation.

01:48:01: Wenn wir z.B.

01:48:01: davon rechnen, dass du am Kapital mal, sagen wir mal, fünf Prozent rechnen kannst, dann würdest du fünfzigtausend Euro im Jahr kriegen.

01:48:07: Ja, fünfzigtausend Euro im Jahr kriegen, gehen wir davon aus, dass du irgendwie Freibeträger hast, also dass es jetzt nicht um den Steuer reinkickt, mit fünfzigtausend Euro pro Jahr können sie eventuell leben, dass jetzt ein bisschen weniger als jetzt zusammen haben.

01:48:18: Aber sie sind ja auch ein Rente, vielleicht brauchen sie ein bisschen weniger und kriegen ja sowieso noch die gesetzliche Rente dazu.

01:48:24: Oder möchten sie diese Millionen wirklich aufbrauchen und sagen, wir brauchen es jetzt nicht unbedingt, unsere Kids zu erben oder zumindest nicht alles.

01:48:32: Wir rechnen jetzt mal mit einer Lebenserwartung von, keine Ahnung, fünfundzwanzig Jahren und verkonsumieren diese Millionen jetzt quasi über fünfundzwanzig Jahre runter.

01:48:45: Wenn du so einen großen Betrag hast, also eine Million, ist das natürlich sehr komfortabel, weil du damit gut arbeiten kannst.

01:48:52: Es gibt aber auch Setups, wo halt nicht so viel da ist und da musst du halt wirklich diese gesamte Zeit lang halten.

01:48:57: Das ist das sogenannte Langelebigkeitsrisiko.

01:48:59: Und da gibt es dann Versicherungskonstrukte, für die du dich entscheiden kannst, die finanziell nachteiliger sind, als wenn du es selbst machst, weil solche Versicherungen lassen sich das bezahlen.

01:49:08: Aber da kannst du das Geld in so eine Versicherung packen und sagen, zahl mir eine lebenslange Rente, egal wie lange ich lebe.

01:49:14: Das sind dann zum Beispiel so, ja, twenty-fünf Euro pro zehn tausend Euro, die ich einzahle, fünf, zwanzig Euro monatlich, die ich dann ein Rente bekomme.

01:49:22: Da muss man sich dann entscheiden, wie man es gerne hätte.

01:49:24: Und

01:49:25: ob man jemanden beauftragt.

01:49:27: Genau.

01:49:28: Oder ob man das selber...

01:49:28: Diese Endsparfase zu managen oder selbst.

01:49:30: Du kannst natürlich auch Hälfte, Hälfte machen.

01:49:32: Also die eine Hälfte verwaltest du selbst und die andere Hälfte packst du in so ein Ablaufmanagement.

01:49:37: Aber ich bin mir relativ sicher, also es gab jetzt in den letzten Jahren... Am Sparfinanzmarkt, super viel Innovation.

01:49:44: Also diese neuen Broker, die gekommen sind, die ich auch teilweise genannt habe, haben dafür gesorgt wirklich, dass ETFs kostenlos besparbar sind.

01:49:51: Also früher musstest du immer ein Zehen an bezahlen für jedes Mal, wenn du gespart hast.

01:49:54: Das heißt, bei hundert Euro Span sind schon mal zehn Euro weg gewesen, das sind nur neunzeig Euro ankommen.

01:49:59: Heute kommen die vollen hundert Euro an.

01:50:02: Also das hat wirklich schon wirklich dafür gesorgt, dass der Zugang zum Kapitama viel einfacher ist.

01:50:07: Mit einem Euro kann zu losgehen.

01:50:08: Macht natürlich keinen Sinn, ein Euro monatlich zu sparen, weil er kommt nix am Ende raus.

01:50:12: Aber theoretisch geht's.

01:50:13: Und ich bin mir recht sicher, dass in den nächsten Jahren auch innovative Lösungen kommen werden für dieses Ablaufmanagement.

01:50:19: Das Problem ist hier so ein bisschen der Regulator, der nämlich so etwas nur Versicherern eingesteht.

01:50:26: Also nur Versicherungen dürfen dieses Risikomanagement machen.

01:50:30: Also ein Broker darf dir keine lebenslangen Rentengarantie geben.

01:50:34: Auch wenn er es rein finanzmatematisch locker durchrechnen könnte und machen könnte und sagt, okay, danke, gib mir dein Geld, ich zahle dir von der lebenslangen Rente.

01:50:43: Du hast ja schon

01:50:43: gesagt ... Aber da haben wir viele Lobbyprobleme, ohne jetzt mal zu sehr ins Detail zu gehen.

01:50:47: Versicherungslobby ist sehr, sehr stark.

01:50:49: und verankert in Deutschland.

01:50:51: Du hast das schon von der Gier und von der Angst gesprochen.

01:50:55: Als treibende Gefühle, wenn es um Investitionen oder um Geld generell

01:51:00: geht.

01:51:02: Und ich kenne diesen wirklich guten Ausspruch.

01:51:05: Ich glaube, es ist von Nassem Talib.

01:51:08: Es gibt die eine Hälfte der Menschen, die weiß nicht, wie man anfängt und die andere Hälfte weiß nicht, wie man aufhört.

01:51:12: Ja, gut, ja, kenne ich nicht den Spracher.

01:51:16: Woran erkennt man, dass genug ist?

01:51:19: Da fragst du den falschen, weil also von den zielen, die ich mir so in meinem Leben gesetzt habe, habe ich viele schon erreicht und eigentlich hätte ich schon aufhören müssen, aber.

01:51:30: Es ist ein Moving Target, also sage ich immer.

01:51:32: Also ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber wenn du, ich meine, du hast ja auch schon unternehmerische Erfahrungen gesammelt und bist dann auf dem Podcast umgestiegen, aber hast du dir mal so Meilensteine gesetzt für den Podcast, den du irgendwie schon erreicht hast.

01:51:43: Wobei gut, dann macht man einfach weiter podcast.

01:51:46: Aber ich kenne es von sehr vielen Leuten, die einfach gesagt haben, wenn ich mal diesen Betrag habe, dann höre ich auf, dann setze ich mich zur Ruhe und so.

01:51:55: Aber das ist eigentlich nicht das Endziel.

01:51:57: Das ist eigentlich nur so.

01:51:58: die Motivation.

01:51:59: Ich kenne auch einige Gründer hier in Berlin, die schon fabelhafte Exits gemacht haben, die wirklich Millionen gemacht haben, dadurch, dass sie ihre Firma verkauft haben.

01:52:10: In relativ kurzer Zeit sind die Gesichter ein bisschen leerer, als sie noch vorher waren, als sie noch voll im Business waren und teilweise auch voll gestresst waren und voll unter Druck.

01:52:21: Meine Frau hat mir das auch schon ganz klar.

01:52:23: Videospiel.

01:52:23: Irgendwann, weißt du, wenn du mal so ein stressige Wochen hinter dir hast und einfach am Wochenende nur so ins Bett fällst und denkst, um Gottes Willen, na, na, na.

01:52:29: Ich hänge alles an den Nagel, kein Bock mehr, weißt du, so.

01:52:31: Ich verkauf meine Anteile und dann schlüpfen wir Cocktails unser Leben lang am Strand.

01:52:35: Dann sagt meine Frau mir auch, ja genau, das machen wir zwei Tage.

01:52:37: Und dann ... Von daher, es ist so ein Moving-Tagent und es geht eigentlich nicht, das, was ich eben meinte mit der Rente, so ... Fangen einfach mal an, dich mit deinen Finanzen so beschäftigen.

01:52:49: Du wirst schon einen Aspekt finden, der dich da dann reizt und der dich da reinzieht.

01:52:54: Und du musst auch nicht der absolute Finance Crack sein.

01:52:56: Es ist wie Leute, die sich für ihre Gesundheit interessieren.

01:53:00: Du hast ja schon super viele Hebel, um einfach deutlich gesünder zu leben, ohne dass du ins Fitnessstudio gehen musst permanent und dir Kreatinen reinballern und was es sonst so gibt.

01:53:08: Das reicht ja schon, keine zugehaltigen Getränke zu trinken.

01:53:11: Das ist ja schon ein Riesen Gamechanger.

01:53:13: Ich hab deinen Voll gehört mit der Krebs-Expertin.

01:53:16: War großartig, ja.

01:53:17: Ja,

01:53:17: mit Hannah, ja.

01:53:19: Was ist dann deine Währung jetzt, wofür du es machst?

01:53:22: Also wenn es Geld dann offensichtlich nicht ist?

01:53:24: Nee, es ist schon lange nicht mehr.

01:53:27: Also mich motiviert es aktuell extrem mit guten Leuten zu arbeiten.

01:53:34: Also... Und mein Büro ist aktuell, meine Assistentin hat mir das gestern im Gespräch und hat gesagt, das ist ja bei dir wie eine Arztpraxis.

01:53:40: Da kommt jemand in fünfzehn Minuten rein, wir lösen ein Problem, next.

01:53:43: Und ich bin so ein bisschen so, dass das Bottleneck, wo halt wirklich Entscheidungen oder Dinge aufgearbeitet werden von Leuten, die extrem gut sind in dem Bereich, was sie tun.

01:53:52: Und ich setze mich dann nur noch mit denen kurz die Köpfe zusammen und wir treffen dann gemeinsam die Finale Entscheidung.

01:53:56: Das finde ich extrem inspirierend.

01:53:58: Auch gerade, wenn es junge Leute sind und du die fördern kannst und die vorankommen.

01:54:02: Das finde ich super spannend.

01:54:03: Was sind das für Probleme?

01:54:05: Wovon reden wir?

01:54:06: Beispielsweise... Lass mich mal kurz überlegen.

01:54:15: Zum Beispiel habe ich eben gesagt... Testen wir gerade so ein bisschen den Versicherungsbereich an.

01:54:19: Dort wollen wir auch Möglichkeiten zur Verfügung stellen, wie du also online bei uns Versicherung abschließen kannst, die du dann im Co-Pilot drin hast und wir sicherstellen, dass wir ein so breites Produktportfolie wie möglich haben, also dass wir die gut vergleichen können.

01:54:34: Und das sind so technische Herausforderungen, die irgendwie gelöst werden müssen.

01:54:37: Oder... Ein Steuermodul, was wir gerade in den Copilot einbauen, für die sogenannte Vorabpauschale.

01:54:44: Also für diese ETFs, die du hast, musst du einmal im Jahr eine Steuer bezahlen, vorab schon.

01:54:49: Und das ist sehr intransparent.

01:54:52: Die meisten Broker berechnen die das nicht vorab.

01:54:54: Das heißt, irgendwann wird einfach was zum Konto abgebucht und die User stört das so ein bisschen, dass die halt nicht wissen, wie viel das ist und können das halt nicht einplanen.

01:55:03: Und da sind wir halt gerade so ein Modul am Bauen.

01:55:04: ... ihr tiefer du in dieses Rabbit Hole sozusagen einsteigst, ... ... dass du komplexer wirst.

01:55:10: Also du hast dann die Grundberechnung, ... ... aber dann gibt es noch die Ausnahme und die Ausnahme von der Ausnahme ... ... und die Ausnahme von der Ausnahme.

01:55:15: Und das ist halt cool, sich mit so was beschäftigen zu können, ... ... weil vorher so als ... ... Two Man Firma hätten wir so was halt nie hingekriegt, ... ... so was machen zu können.

01:55:22: Und das finde ich halt so inspirierend, weil wir halt jetzt so ... wirklich gute dinge bauen können hinter denen wir halt voll dahinter stehen und das hat mit einer geschwindigkeit.

01:55:31: das finde ich einfach inspirierend.

01:55:32: und es

01:55:32: ist aber vor allen Dingen technologie.

01:55:34: es ist.

01:55:35: ich habe jetzt zwei tagbeispiele genannt aber genauso ist das thema zum beispiel für content.

01:55:39: also wenn ich zum beispiel.

01:55:42: Ja, wenn wir neue Content-Formate launchen oder so, finde ich genauso inspirierend.

01:55:47: und wenn wir dann sehen, okay krass, wir haben jetzt hier was ausprobiert und es hat eine Million Klicks gemacht oder so, weißt du, dann wissen wir, okay, das trifft auf den Nerv oder wenn ... Wir hatten eben am Rande kurz Anleihen, ich hab gesagt, das ist ein super komplexes Finanzprodukt und einige Anbieter haben jetzt so diesen Anleihenbereich ganz neu aufgestellt und gezeigt, wie du mit Anleihen jetzt Geld verdienen kannst.

01:56:08: Und auf einmal siehst du also sexy Renditen von zwölf und halb Prozent, wenn du halt irgendwie in eine Anlei investierst von einer baltischen Airline oder so, weißt du?

01:56:18: Und die Leute sehen sowas in der Airbus und denken sich, wow, zwölf Prozent, das ist ja richtig geil und richtig krass.

01:56:23: Und da haben wir halt ein komplettes Video gemacht, wo wir halt wirklich nochmal aufgearbeitet haben.

01:56:27: haben.

01:56:27: Was sind die Risiken?

01:56:28: Was sind die Mechanismen?

01:56:29: Wie funktioniert das Ganze?

01:56:30: Warum sind das zwölf Prozent?

01:56:32: Und wie hängt das mit Bonitäten und so weiter zusammen?

01:56:35: Und wenn man dann die Kommentare liest und sagt, vielen Dank, absoluter Prime Standard, bestes aufgearbeitetes Video und so, dann geht einem schon ein bisschen das Herz auf und man denkt so, geil, wir haben einen guten Job gemacht, wir haben den Leuten geholfen, dass die jetzt nicht blind in irgendeine Sache reingehen oder wenn sie reingehen, dass sie sich zumindest in Risiken bewusst sind.

01:56:51: In welchem Bereich, also wir alle spielen ja irgendwelche Status-Games.

01:56:56: Jeder und jeder einzelne von uns.

01:56:58: In welchem Bereich spielst du?

01:56:59: Den Podcast habe ich auch gehört, ja.

01:57:04: Also wenn wir jetzt zurückgehen in diese Podcast, weil ich habe leider den Namen vergessen, dann bin ich derjenige, der sich die Louis Vuitton-Tasche kaufen kann und sie nicht kauft.

01:57:14: Ja, genau.

01:57:16: Aber du kaufst sie ja nicht.

01:57:18: Genau.

01:57:18: Und das ist mein Status.

01:57:19: Ist das dein Status?

01:57:20: Und das heißt?

01:57:21: Wir sind auch in Berlin.

01:57:22: Also, wenn du in München unterwegs bist, ist es, glaube ich, schon ein normaler Rolex zu tragen.

01:57:26: Hier in Berlin würdest du auffallen.

01:57:27: Und womit würdest du dich aber... Trotzdem läuft ja nach Hanno, der hat sich... Das ist ein Philosoph, das sich mit Status-Status auseinandergesetzt

01:57:36: hat.

01:57:37: Und spielst du, aber in welchem Bereich spielst du es dann?

01:57:42: Bist du vergleichst du dich dann bei den Unternehmern?

01:57:45: Ja.

01:57:46: Also ich möchte immer, also ich bin schon kompetitiv, würde ich sagen, in gewissen Bereichen und das ist ja auch zum Beispiel so in der Bank, also in den Westen Bank denkt man, es geht immer nur darum, viel Geld zu verdienen, aber man verdient in anderen Stellen viel, viel mehr Geld.

01:58:02: In den Westen Bank vergleichen sich die Leute.

01:58:06: Gehalt oder hohe Verdienste oder Boni einfach nur eine Maßzahl.

01:58:10: Ich möchte einfach nur mehr haben als die Kollegen.

01:58:12: Völlig egal, wie viel das ist.

01:58:13: Ich hatte mal gleich viel Bonus gekriegt wie einen Analystenkollegen, der Schumann-Jahr-Erfahrung hat in London und viel besser war als ich.

01:58:24: Und der war happy mit seinem Bonus.

01:58:25: Der hat zuerst seinen Bonus gekriegt und er ließ es so... Ja, so viel Bonus habe ich gekriegt, ist okay.

01:58:32: Danach bin ich zum Managing Director und habe meinen Bonus gekriegt.

01:58:34: Und wie viel hast du gekriegt?

01:58:35: Als ich ihm gesagt habe, wie ich gekriegt habe, hat er sich voll aufgeregt.

01:58:39: Obwohl er voll glücklich gewesen ist.

01:58:40: Also, ja, ich weiß nicht, welches Statusgame ich spiele.

01:58:44: Ich kann es dir nicht sagen.

01:58:45: Ich werde auch viel erkannt und ich werde auch viel gefragt, ob mir da irgendwie was dran liegt, in der Straße erkannt zu werden.

01:58:52: Aber ich mache es ehrlich gesagt nur für die Firma.

01:58:54: Also, wenn morgen ... Wenn ich nicht mehr, also wenn ich anonym durchgegenlaufen könnte, was in Paris ja der Fall war und wenn nicht, ich würde es direkt nehmen.

01:59:02: Also ich brauche das nicht.

01:59:03: Und aber dieses Geld-Konto-Thema, also das kenne ich vor allem von wirklich sehr, sehr wohlhabenden Menschen, die kennen ja immer jemanden, der noch mehr hat.

01:59:16: Und das ist dann die nächste Möhre.

01:59:18: Also da fängt das, und auch interessanterweise, weil das ja auch eine Art von Suchtmittel ist, Das darüber finde ich wird viel zu wenig geredet.

01:59:26: was Geld schickt dir auch was los bei dir und dann noch mal was verdienen?

01:59:31: und so schnell habe ich jetzt das und früher muss ich ja so und so viel.

01:59:35: Wie schützt du dich davor gerade in dieser Start-up Welt dass du nicht.

01:59:39: Na ja dann kommt ja wieder die Gier.

01:59:42: ich stelle mir oft die Frage ob das was ich mache mich noch glücklich macht.

01:59:46: es gab auch tatsächlich vor zwei Jahren oder zwei tausend dreiundzwanzig.

01:59:54: ... ne, ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne,

02:00:05: ...

02:00:06: ... ne, ... ... ne, ...

02:00:07: ... ne,

02:00:07: ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne, ... ... ne Und hatten Zeit, sich mit den Finanzen zu beschäftigen.

02:00:23: Und hatten ein bisschen Schiss, weil die Börsen zusammengekracht sind.

02:00:26: Das waren so drei Effekte, wo die Leute uns die Bude eingerannt haben.

02:00:29: Und danach, und da sind wir so dieser Medienteil unserer Firma stark gewachsen.

02:00:34: Und danach waren wir groß und etabliert und so weiter.

02:00:39: Und in den zwei Tausend zweiundzwanzig ging es dann wieder ein bisschen runter.

02:00:41: Und so dreiundzwanzig haben wir uns so ein bisschen die Frage, oder habe ich mir so die Frage gestellt, war es das jetzt?

02:00:45: Also muss ich jetzt wirklich so... Also... Machen wir jetzt YouTube Videos und Content und Podcast und so weiter.

02:00:52: Alles, was wir zu dem Zeitpunkt gemacht haben.

02:00:54: Und mir hat einfach so die nächste Challenge gefehlt.

02:00:57: Und ... Ja, wir haben das vor allem in diesem, also ich hab das vor allem in diesem Tech Bereich gefunden zu sagen, okay, ich möchte wirklich so super Brains, also ich dachte immer so, ja, Entwickler heiern geht nicht, wir sind hier in Berlin, die sind alle in den Top-Virben und verdienen keine Ahnung, zweihundertausend Euro.

02:01:11: Aber nee, wir haben eine super Team uns zusammengestellt und schaffen das halt jetzt das, was wir quasi geschrieben haben, verfilmt haben, jetzt in Tech Produkte zu gießen, die dich halt wirklich Schritt für Schritt dazu unterstützen.

02:01:24: Also das zu tun, was du tun möchtest.

02:01:26: Und das ist halt so.

02:01:27: nochmal so eine Inspiration.

02:01:28: Und deswegen, also ich stelle mir die Frage, macht mir das Spaß, was ich aktuell mache?

02:01:32: Und mich fragen mal Leute, wie lange willst du das finanzlos machen?

02:01:34: Weil ich sage, solange ich es mir Spaß mache und wenn es mir keinen Spaß mehr macht, dann steige ich aus.

02:01:38: Also ich muss keine Leben retten, wie meine Frau teilweise.

02:01:42: Und wenn ich weg bin, wird es andere Leute geben, die sehr, sehr gut Finanzwissen vermitteln.

02:01:46: Die gibt es heute schon.

02:01:48: Du hast mal gesagt, und das ist schon eine Weile her, dass finanzielle Freiheit ist mein Ziel.

02:01:53: Und jetzt?

02:01:54: Wie ich raushöre, eigentlich bist du da schon.

02:01:56: Also du könntest eigentlich wahrscheinlich aufhören jetzt und du könntest auf einem guten Standard weiter davon leben.

02:02:02: Ich denke schon, ja.

02:02:03: Also, man will natürlich immer mehr.

02:02:07: Das

02:02:07: meint ich.

02:02:08: Mehr Quadratmeter geht immer.

02:02:11: Aber wenn mich jetzt heute, beispielsweise wenn man sich jetzt heute krankheitsbedingt rausreißen würde oder so, wenn ich erfahren würde, ich hätte eine ganz schlimme Diagnose oder so.

02:02:19: direkt alles fallen lassen und wird mich darauf konzentrieren, wieder fit zu werden oder meine Frau oder wer auch immer in der Familie, also den Luxus habe ich.

02:02:30: Hast du dir deine Zahlen gesetzt?

02:02:31: Also hast du irgendwann ausgerechnet?

02:02:33: Früher

02:02:34: ja, auch heute nicht mehr.

02:02:35: Also du, woher weißt du, dass du dann aus, dass du finanziell... ... frei bist?

02:02:40: Du kennst ja so dein Nettovermögensstand und den, also ganz doofe Kopfrechnung, aber den nimmst du mal fünf Prozent, also angenommen, du legst es an, fünf Prozent am Kapitalmarkt.

02:02:50: Das, was dann jährlich rauskommt, kannst du das, kannst du davon leben, ja oder nein.

02:02:53: Und das ist so ganz groß, also so rechne ich es immer, ne?

02:02:56: Also...

02:02:58: Für jemand, der jetzt Mitte zwanzig ist, und also jetzt zwei tausend sechsten zwanzig, und der sagt sich auch, oder die... Mein Ziel ist finanzielle Freiheit.

02:03:09: Ist es über ein angestellten Verhältnis eigentlich möglich?

02:03:14: Also jetzt sind wir beide Unternehmer, wir haben Anteile, wir haben Werbeeinnahmen, Distas, Buchverkäufer.

02:03:22: Also wir können uns sozusagen multiplizieren, während andere Leute Stunde um Stunde arbeiten.

02:03:31: Ja, also es geht.

02:03:32: Also ist es natürlich schwieriger, es ist logisch.

02:03:35: Aber das eine schließt das andere ja nicht aus.

02:03:37: Also je nachdem, wie ernst du es ... Also vielleicht erst mal, diese finanzielle Freiheit ist eigentlich für weniger Menschen ein Ziel, als man das so denkt.

02:03:44: Also wenn du mit Unternehmern sprichst und so, ist das erst das Gefühl, die sind quasi geboren mit dem Wunsch, finanziell Freiheit zu haben.

02:03:49: Auch Freiheit, weil für mich auch immer

02:03:51: ein wichtiges

02:03:52: Thema.

02:03:52: Ober.

02:03:53: Krass.

02:03:53: Ja.

02:03:54: Aber es ist halt nicht für alle Leute so.

02:03:56: Also erstens.

02:03:57: Und zweitens klar, also wenn du halt so hohe Geld hast, wie wir jetzt das Thema simuliert haben, also ... Die Portfolies, die wir eingeschickt kriegen, da hast du teilweise sieben tausend Euro Sparrrate drauf oder so.

02:04:07: Das sind dann irgendwelche Leute, die zwölftausend Euro verdienen.

02:04:11: Das gibt es auch und damit kannst du es natürlich schaffen.

02:04:13: Logisch, du schaffst es halt nicht mit einem verhältnismäßig niedrigen Gehalt.

02:04:18: Gegenargument dazu ist halt, wenn du nirgends gehalten hast, brauchst du auch weniger Geld, um finanziell frei zu sein.

02:04:22: Du musst ja nur deinen Lebenshaltungskosten.

02:04:24: Aber im Endeffekt ist das der Treiber.

02:04:26: Also das erste ist, die Leute beschäftigen sich teilweise so zu viel mit ihren Finanzen und denken so, jetzt muss ich da noch ein bisschen optimieren.

02:04:31: und dann selbst wenn du schaffst, fünf Prozent mehr rauszuholen.

02:04:34: Statt fünf Prozent machst du zehn Prozent pro Jahr, was schon enorm viel Geld ist.

02:04:38: Enormen einen enormen Unterschied machst.

02:04:40: Aber wenn da am Ende, aber entscheidend ist auch, wie viel Boot hast du rein.

02:04:45: An dem Hebel, das empfehle ich den Leuten, immer setzt eure Finanzen-Thingen auf und dann beschäftigt euch nicht mehr damit, sondern beschäftigt euch, damit euer Humankapital zu steigen.

02:04:52: Guckt, dass ihr mehr verdient.

02:04:54: Und dann ist es nicht mehr ein Ausschluss, so, ja, wir sind Unternehmer, wir können dies und das.

02:04:57: Nee, du kannst auch Unternehmer sein, nebenbei.

02:04:59: Also du kannst dir einen Zeithassel aufbauen oder was so immer.

02:05:02: Wenn wirklich dein Ziel ist, also wir haben ja verschiedene Ziele in unserem Leben, aber wenn eines deiner Ziele finanziell frei zu sein ist, dann musst du auch ein bisschen mehr Hebel in Bewegung setzen als andere Menschen.

02:05:16: Dann gibt es dieses große Wort oder diese Zusammensetzung passives Einkommen.

02:05:20: Also das ist das was wir ja im Grunde.

02:05:22: also du und ich haben das.

02:05:24: Also weil du verkaufst Bücher, du musst eigentlich nichts mehr dafür machen.

02:05:27: Also

02:05:28: ich würde sagen passiv-dekrissives Einkommen.

02:05:32: Ja, es wird ja weniger.

02:05:33: Also komplett passiv ist es ja nicht.

02:05:35: Also wenn ich morgen nicht mehr in die Firma gehe.

02:05:38: juckt es niemanden.

02:05:39: Am Morgen habe ich sogar frei, lustigerweise.

02:05:42: Aber wenn ich jetzt in längerer Zeit nicht in die Firma gehe, juckt es erst mal niemanden und dann wird der Druck immer größer und irgendwann wird es wahrscheinlich einen negativen Business Impact haben.

02:05:49: Ja.

02:05:50: Und genauso ist es mit den Büchern.

02:05:51: Also wir haben das Buch zwei tausend zweiundzwanzig auf den Markt gebracht.

02:05:54: Es waren zweihundert Wochen.

02:05:56: Es ist jetzt über zweihundert Wochen in der Spiegelbeste der Liste.

02:05:58: Es ist unglaublich.

02:05:58: Aber es flacht auch ab.

02:06:01: Aber du hast also du und ich, wir haben passives Einkommen durch.

02:06:04: Also weil wir nicht unsere

02:06:07: Ja und nein, ich meine, wir bewerben das Buch ja auch immer noch.

02:06:09: Also wir haben ja immer noch Links.

02:06:12: in den Videos, die wir rausbringen, ist ja immer noch das Buch verlinkt.

02:06:15: Ja,

02:06:15: aber du hast

02:06:15: noch

02:06:16: Videos vor drei Jahren gedreht.

02:06:18: Die immer noch geklickt

02:06:18: werden.

02:06:18: Die immer noch geklickt werden, genauso ist es bei mir im Podcast.

02:06:20: Und ich will nur sagen, also dieses passive...

02:06:23: Das ist also viele Winddenk... Das ist

02:06:25: eine Illusion.

02:06:26: Also für viele hat das eine Illusion.

02:06:28: Passives Einkommen ist eine Illusion?

02:06:29: Ja.

02:06:30: glaube ich.

02:06:30: Also so richtig richtig passiv.

02:06:33: Also ich glaube, dass das Passivste was du haben kannst, ist Kapitaleinkünfte.

02:06:37: Das ist passives Einkommen.

02:06:38: Wenn du eine Million hast, kannst du save deine vierzig-fünfzigtausend Euro passiv jedes Jahr bekommen.

02:06:44: Das ist kein Problem.

02:06:45: Aber passives Einkommen ohne Kapital fallen mir jetzt keine Quellen ein, die wirklich langfristig Passiv sind.

02:06:54: Also passiv im Sinne von, dass du wirklich gar nichts dafür machen musst.

02:06:57: Ich meine, man muss ja überlegen, also die ersten YouTube-Videos, die wir gemacht haben, haben wir sehr wahrscheinlich im Centbereich.

02:07:02: ... einen Stundenlohn gehabt.

02:07:04: Also du hast ja auch einen riesen Abfront-Investment.

02:07:07: Und es nimmt halt über die Zeit ab.

02:07:08: Klar profitiert unser gesamtes YouTube-Portfolio davon, wenn wir morgen ein neues Video hochladen, weil dann werden die anderen Videos gesteht.

02:07:15: Das heißt, die Leute haben das Video gesehen, gehen dann ins nächste.

02:07:17: Aber wenn wir morgen aufhören, zu uploaden, dann versinkt unser Kanal in der Versenkung.

02:07:22: Das kannst du in allen Kanälen beobachten, die aufgehört haben, zu produzieren.

02:07:25: Das heißt, man muss eigentlich, also... Du musst

02:07:27: dranbleiben, ja.

02:07:28: Du musst dranbleiben, ja.

02:07:29: Deswegen ist dieses... Passiver Einkommen.

02:07:31: Ich finde es gut, dass du sagst, es ist ein wenig provoziert, weil man guckt Menschen wie dich und mich an und denkt, ja, das ist ja, die müssen ja gar nichts mehr machen.

02:07:42: Verglichen mit der Person, die das sagt, ja.

02:07:44: Also, in der Person verdient dreitausend Euro in ihrem Arbeitsverhältnis.

02:07:50: Klar, im Vergleich zu der müssen wir nichts machen, weil wir könnten dreitausend Euro über eine sehr lange Zeit einfach machen, indem wir nur die Füße hochlegen.

02:07:58: Aber das ... Es ist zu kurz gedacht, es ist so Scheuklappen, also du guckst nicht den Anfang und das Ende an.

02:08:04: Und auch die ganzen Stunden und Monate, die ich ein Projekt investiert habe, die am Ende nichts geworden sind.

02:08:09: Weißt du, das berücksichtigt man ja auch nicht.

02:08:11: Du musst das ja auch so ein bisschen aus dem Survivorship-Buyers betrachten.

02:08:15: Ja.

02:08:17: Und die ganzen Unternehmer, die gescheitert sind, die Jahre an Lebenszeit investiert haben und nicht, also das muss man irgendwie alles im Gesamtkontakt, oder Leute, die Bücher geschrieben haben, die sich nie verkauft haben.

02:08:28: Ich würde noch eine Klammer zum Ende machen wollen und zwar ist das dieser Satz das Geld arbeitet für dich.

02:08:38: Und dann sagte irgendjemand ich glaube es war Harald Welzer der sagte hast du schon mal ein zehn Euro Schein bei Lidl an der Kasse gesehen.

02:08:49: Wie stehst du?

02:08:50: Schaust du auf eine ethische Verantwortung, wenn es um Aktien, um Investieren, um all das geht, worüber wir jetzt gesprochen haben?

02:08:59: Also ich sehe, ich bin in diesem Thema relativ wenig bewandert.

02:09:05: Also aus dieser philosophischen Perspektive, dass wir so als Kleiner Disklaimer vorab für mich jetzt nicht für die Antwort drücken, aber vielleicht nur so.

02:09:11: meine Perspektive ist immer so... Deswegen bin ich auch politisch nicht aktiv.

02:09:16: Ich gucke mir das Regel-Zett an, das aktuell besteht, egal wie gut oder schlecht das ist, neutral.

02:09:21: Es gibt z.B.

02:09:22: eine Riesta-Rente, diese Regelung gibt es.

02:09:24: Jetzt stellen wir uns die Frage, macht eine Riesta-Rente Sinn?

02:09:28: Wir schauen uns das an.

02:09:30: Immer so auf dieser individuellen Perspektive.

02:09:31: Ich gucke mir das aktuelle Tool-Zett an.

02:09:35: Die Frage, die mir jetzt gestellt, das ist eigentlich mehr so eine Systemfrage, ist das System fair, indem wir uns befinden.

02:09:40: Und da tue ich mir so ein bisschen schwer, das zu beantworten, weil ich da nicht genug drin bin und mich nicht intensiv genug damit beschäftige.

02:09:47: Ich glaube aber, dass der Aktienmarkt schon fair ist, einfach aus dem Hintergrund, weil jeder daran teilnehmen kann.

02:09:53: Und weil wir ja in Unternehmen... Mittlerweile kann jeder daran teilnehmen und weil wir halt in Unternehmen investieren und im Endeffekt kaufen wir einfach nur die Anteiler von jemand anderem ab.

02:10:05: Wir schaffen also im Endeffekt nur Liquidität.

02:10:07: Das ist die Wertschöpfung, die wir dadurch betreiben und profitieren halt von den von den Erträgen, die das Unternehmen ausschüttet.

02:10:15: Und also das heißt du denkst nicht an... Also wenn wir jetzt über die großen Unternehmen denken, die da drin sind, also wir nehmen jetzt mal eins raus, da kann man auch ganz viele andere nehmen.

02:10:26: Wir nehmen jetzt mal die berühmten Mitarbeitende von Amazon, die in Flaschen pinkeln müssen.

02:10:34: Also die Fahrer im Lager, weil die nicht genügend Zeit.

02:10:37: Also das ist eine Geschichte, die es vor drei, vier Jahren gab.

02:10:40: Ich habe keine Ahnung, ob das noch so stimmt.

02:10:43: Aber meistens ist es so, dass Das ist auch sozusagen ein Stereotyp, ein reicher Mann, das ist das Stereotyp.

02:10:52: Besos oder Zuckerberg beutet irgendjemand aus, vielleicht sogar aus ärmeren Ländern und dadurch generiert sich der Reichtum und die Aktien kriegen mehr Wert und wir, die dann auch Anteil davon haben, kriegen auch mehr Geld davon.

02:11:09: Das ist jetzt per se kein Problem der Börse, würde ich sagen.

02:11:12: Ich hatte mich an Überwachungskameras in Niedl um kleine Kabinen erinnert und Niedl ist nicht an der Börse gelistet.

02:11:18: Ich glaube nicht, dass der Kapitalismus per se Menschen schlecht macht.

02:11:23: Aber es gibt trotzdem Probleme in der Wirtschaft, die behoben werden müssen.

02:11:26: Wir haben ja selbst gerade eine Klage gegen Meta und glücklicherweise ist jetzt mittlerweile auch die Presse auf den Also darauf gekommen, dass es mehr und mehr Nachweise gibt, dass Meta bewusst Geld mit Scams verdient.

02:11:38: Also im Sinne von, also nicht, dass die selbst die Scams machen, aber von mir gibt es teilweise an manchen Tagen hunderte Thomas-Kehl-Profile, die auf Meta ins Leben gerufen werden, auf Insta-Perverbungen gepusht.

02:11:51: Und dann locken die die in WhatsApp-Gruppen, wo ich den heißen Aktien-Tipps gebe.

02:11:55: Was ich nie mache, aber das wissen die Leute nicht.

02:11:57: Und dann werden mit KI-Stimmen, KI-Videos von mir, werde ich halt so simuliert.

02:12:01: Und das ist halt ... Meta hat uns da ein Jahr lang außergewichtig hingehalten, hat uns zweieinhalb Tausend Euro angeboten als Ausgleich dafür.

02:12:11: Wir haben ein Video dazu produziert, wir haben mit einer Person gesprochen, die eine Migrationshintergrund arbeitet im Customer Support, also kein extrem gut bezahlter Job, hat siebzig Tausend Euro in so einem Scam verloren.

02:12:22: Und da denkst du dir, das ist kein Scherz, weißt du, und es wird halt auch einfach nicht ernst genommen.

02:12:26: Und da denke ich schon, ja, es gibt... falsche Strukturen.

02:12:31: Da ist aber jetzt per se erstmal der Aktienmarkt nicht dran schuld.

02:12:33: Also, ja.

02:12:36: Ihr habt in eurer Firma steht rüber, soweit ich das gelesen habe, Money ist gut.

02:12:40: Das ist einer unserer sechs Werte, ja.

02:12:43: Warum?

02:12:45: Also wenn man, oder anders, ne, lassen Sie es, Money ist gut.

02:12:50: Geld bringt hier das Beste und das Schlechteste aus Menschen.

02:12:55: Ich finde Geld ist erstmal neutral.

02:12:56: Also es ist einfach ein Tauschmittel, wenn man mal zurückkommt.

02:13:00: Und du kannst es natürlich erwerben.

02:13:03: durch illegale Tätigkeiten, habe ich vor kurzem auch an Geldwäsche-Doku teilgenommen, um das so ein bisschen aufzudecken.

02:13:10: Oder du kannst es einfach sinnstiftend produzieren und auch rausgeben.

02:13:15: Und es ist erstmal wertneutral.

02:13:17: Ich vergesse immer ein bisschen mit einem Messer.

02:13:18: Das kannst du zum Kochen nutzen oder um jemanden abzustechen.

02:13:22: Und deswegen geht es eigentlich zu sagen, das Messer an sich ist scharf und dann ist es gut und das Geld an sich ist scharf.

02:13:30: Du musst

02:13:30: es noch mal aus der individuellen, also wir sehen es immer aus der individuellen Perspektive, so Geld ist gut für dich, für die meisten.

02:13:35: dieser Glaubenssatz ist halt einfach, im Endeffekt ist ja nur ein Glaubenssatz.

02:13:39: Der hilft dir einfach dabei, deine Finanzen zu regeln und dass du halt nicht denkst, okay, das ist irgendwie was Schlechtes.

02:13:44: geh mir weg mit Geld.

02:13:45: oder kenne ich auch ganz gut aus dem familiären Umfeld, dass Leute mir sagen, Geld ist mir nicht wichtig.

02:13:49: Weißt du so?

02:13:50: Ja, Geld ist dir nicht wichtig, aber dein Handlungsspektrum, was wir jetzt als Freiheit sehen würden, ist dir wichtig.

02:13:57: Und Geld kannst du dazu nutzen, deinen Freiheitsspektrum zu erweitern.

02:14:03: ... oder dein Handlungsspektrum zu erweitern.

02:14:06: So, wenn du mehr Geld hast, kannst du mehr Dinge tun.

02:14:08: Hast die Freiheit zu sagen, deinen Chef auf den Tisch zu knallen und zu sagen, ich hau ab.

02:14:15: Ich habe keine Lust mehr, ich habe genug Geld auf der Seite liegen, um was anderes zu machen oder dich in die Selbstständigkeit zu wagen.

02:14:20: Oder mal ein Sabatical zu machen oder mal eine gute Freundin von mir.

02:14:26: Es hat einen Start-up hochgezogen, hat nicht geklappt mit der Mitgründerin.

02:14:31: Mega, also ich hab sie über.

02:14:33: eineinhalb Jahre lang nie so schlecht gelaunt und unter Druck erlebt.

02:14:37: Die macht jetzt eine Ausbildung zur Schreinerin.

02:14:39: Und war jetzt vor Kurzem bei uns zu Besuch gewesen und war so happy, wie ich sie seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen habe.

02:14:45: Und das ist eine Freundin von mir, die mit mir in der Business School war.

02:14:48: Also extrem smart, analytisch und so weiter.

02:14:50: Aber die geht jetzt einfach mal raus.

02:14:52: Einfach mal komplett was anderes gemacht.

02:14:53: Und ja, das konnte sich erlauben, weil sie ein bisschen Geld hat schon mitnehmen können von dem Start-up, wo sie dann raus teilweise geäkelt wurde.

02:15:02: Du warst mal für einen ... Behörde, ich lese ab.

02:15:07: Strukturvertrieb.

02:15:08: Nein, du warst mal für einen Grundeinkommen.

02:15:10: Ah, ja.

02:15:11: Ja.

02:15:12: Ja.

02:15:13: Bist du das jetzt, mit KI, mit all dem, was uns unter Umständen bevorsteht, bist du das noch immer?

02:15:19: Ja,

02:15:20: definitiv.

02:15:22: Also, ich hab Schwierigkeiten mit so negativen Framing und so, aber ich glaube, wir müssen uns in Europa ... Bei dir war vor Kurzem unser Finanzminister zu Gast.

02:15:31: Und ich hab aus diesem Gespräch ... habe ich so ein bisschen, ich fand es fast schon so ein bisschen frustrierend, weil was so rüber kam, war so, ich bin ja der Verwalter, ich möchte Investitionsminister sein, ich verteile die Kohle.

02:15:43: Aber was mir einfach gefehlt hat, war so diese Vision, warum verteilen wir die Kohle, wo wollen wir hin?

02:15:48: Und ich meine, wir sehen das in China, die Chinesen machen sich über Dekade hinweg, machen sie sich Pläne, wo die Wand stehen wollen.

02:15:55: Und das finde ich super wichtig, dass wir es in Europa auch machen.

02:15:58: Deutschland ist egal, also wir müssen uns als Europäer sehen.

02:16:04: Da wäre es mir einfach so... wichtig zu überlegen, okay, was ist denn, wie verändert denn KI?

02:16:09: Also wir haben zum Beispiel auch in der Firma die Frage gestellt, KI kann unser Geschäftsmodell komplett auf den Kopf stellen.

02:16:14: Und wird es ja wahrscheinlich auch.

02:16:16: Und da muss man sich einfach Gedanken drüber machen und sagen, wo findet dann die Wertschöpfung statt?

02:16:20: Wo geht dann die Kohle hin?

02:16:21: Also wenn zum Beispiel das Geld, was wir nicht mehr verdienen, dann am Ende bei Open AI landet, muss man sich dann Gedanken machen, okay, wovon leben denn dann die Menschen schlussendlich noch?

02:16:28: Und dafür nicht ein Grundeinkommen finanziert durch eine Digitalsteuer, ein guter Approach.

02:16:34: Und ich finde auch nicht, dass Menschen mehr arbeiten müssen oder arbeiten sollten, nur um über die Runden zu kommen.

02:16:42: Ich glaube, in der inneridealen Welt natürlich.

02:16:48: Mir ist schon klar, dass es für die meisten Menschen so der Fall ist.

02:16:51: Ja, aber das ist natürlich, also wir sind ja, da bin ich total gespannt drauf.

02:16:56: Du und ich und viele unserer Generationen, wahrscheinlich auch unser Musterpaar, sind eben Dadurch damit aufgewachsen, dass der eigene Wert ganz viel damit zu tun hat, was man arbeitet, wo man arbeitet, wie viele Stunden und so weiter.

02:17:12: Da ist

02:17:13: bei mir aus.

02:17:14: Und kann sich das verändern?

02:17:18: Aber es gibt doch genug Arbeit.

02:17:21: Es heißt ja nicht, weil du einen Grundeinkommen kriegst, sollst du nicht arbeiten.

02:17:24: Du sollst trotzdem arbeiten oder sollst die Möglichkeit haben zu arbeiten.

02:17:27: Aber dann halt in dem Bereich der Sinnvollkeit.

02:17:29: Es gibt doch so viel zu tun, wo man die Ärmel hochkrempeln kann und loslegen.

02:17:35: Also ich bin völlig, also wenn die KI in Großteil unserer Arbeitswelt übernimmt, bin ich per se erst mal nicht dagegen.

02:17:41: Die Frage ist nur, was ist da mit der Wertschöpfung, die dort passiert?

02:17:44: Und wer kriegt die dann?

02:17:45: Und aber wenn die dann weiterhin der Gesellschaft zugutekommt, dann ist doch gut.

02:17:48: Also wenn wir damit einen Grundeinkommen finanzieren können und die Leute was machen können, was ihnen Spaß macht und gesellschaftlich wertvoll ist, so super.

02:17:56: Dann hoffen wir mal, dass Sam Ordmann

02:17:58: Ja, weiß ich nicht.

02:18:01: Dass der uns alle denkt.

02:18:02: Elon Musk bestimmt.

02:18:03: Das ist ein

02:18:05: ganz großartiger Typ.

02:18:06: Ironie.

02:18:08: Jetzt haben wir das ja zu Ende, nee, jetzt sind wir quasi am Ende.

02:18:13: Und jetzt gibt es das Typische, was viele, viele kennen sicherlich nicht alle, aber viele kennen, jetzt haben sie sich die Folge angehört, haben eigentlich theoretischen Plan.

02:18:27: Das Wissen ist da, also ich habe mir auch schon ganz viele Finanzplus-Videos angeguckt, aber dieser erste Schritt irgendwie,

02:18:33: es

02:18:33: gibt eine Hemmschwelle.

02:18:34: Das ist gar nicht mehr der Berg, den haben wir uns ja angeguckt, man kennt den Weg, wie man das ungefähr langgehen kann, aber so diese, jetzt mal losgehen.

02:18:42: Was empfiehst du als erstes, was man machen sollte, wenn man jetzt gleich den Podcast ausgescheidet hat?

02:18:56: Schaff den Überblick über deine Finanzen, guck dir einfach mal an, was hast du überhaupt alles?

02:18:59: Schreib das runter.

02:19:02: Oder packst du eine App oder wo auch immer.

02:19:04: Also schaff dir einen Überblick und dann jeden einzelnen Baustein guckst du dir sukzessive an.

02:19:10: Und durchleuchtest das mal.

02:19:12: Also erste Schritt, Überblick verschaffen eigentlich.

02:19:13: Überblick

02:19:14: verschaffen hätte ich gesagt, ja.

02:19:15: Sehr gut.

02:19:17: Worauf kann sich dieses Paar am Ende dieses Jahres freuen?

02:19:25: Du meinst, weil die.

02:19:25: jetzt zum Januar haben sie gestartet?

02:19:28: Und dann ... Also, ich ... Ja, okay, ja.

02:19:33: Sie werden auf jeden Fall mal eine kleine Turbulenzphase mitgemacht haben.

02:19:37: Wir haben das schon bei vielen Leuten, die zu uns neu ins Team gekommen sind, die noch nicht investiert haben, mit einem Depot angefangen und haben einfach mal ein bisschen was reingesteckt.

02:19:44: Da rast mal das Herz, wenn das Ding mal ein Prozent hochgeht.

02:19:49: Und dann ist es so geil, ich hab fünfzig Euro gewonnen.

02:19:52: Ich bin fünfzig Euro im Plus.

02:19:54: Mir hat quasi jemand ein Fuffi hingelegt.

02:19:57: Und ich hab nix dafür gemacht.

02:19:59: Und ein paar Tage später bist du dann achtzig Euro Minos.

02:20:02: Und dann ist so, fuck, hab ich gerade die richtige Entscheidung getroffen.

02:20:06: Und dann ist so die Nervosität und so nach dem, okay, was ist denn, wenn es jetzt weiter runtergeht.

02:20:10: Und dieses Auf und Ab, ich hab keine Ahnung, wie dieses Börsenjahr laufen wird.

02:20:14: Vielleicht sind wir am Ende wieder phänomenal im Plus.

02:20:16: Vielleicht haben wir aber auch dieses Jahr ein Crash, keiner weiß es.

02:20:19: Aber zwischendurch wird es auf jeden Fall mal geschwankt haben.

02:20:22: Und das heißt, die werden dieses emotionale Achterbahn einmal durchgespielt haben und sich dann überlegen, oh, so schlimm ist das gar nicht.

02:20:29: Oder feststellen, ups, wir haben zu vielen Aktien und dann können Sie immer noch mal korrigieren und sagen, wir nehmen noch mal ein bisschen raus und machen mal mehr auf einen sicheren Teil.

02:20:38: Also Sie haben gelernt, damit umzugehen.

02:20:41: Hoffentlich ja.

02:20:42: Wie schön.

02:20:44: Ich habe eine letzte Frage, das ist immer die letzte Frage.

02:20:46: Ja.

02:20:46: Du kennst sie?

02:20:47: Ich kenne sie, ich habe mir aber vorab keine Gedanken gemacht, um es auf diesen Podcast, also um irgendwas zu nehmen, was hier in diesem Podcast beschoben wurde.

02:20:57: Also wir haben einen großen Plakatwaren am Alexanderplatz und du darfst entscheiden, was darauf steht, was schreibst du drauf?

02:21:04: Ich würde sagen, wie hoch ist dein Vermögen?

02:21:06: Einfach als Challenger Frage, dass man sich zum Denken anregt.

02:21:11: Wie hoch ist dein Vermögen?

02:21:13: Dann lass uns

02:21:14: oder wie viel oder wie viel spaß du monatlich irgendwas in dieser richtung.

02:21:17: vermögen ist eigentlich kein so gutes wort.

02:21:20: Wir mögen ich finde es gar nicht so schlecht weil da werde ich mich kurz noch was ist vermögen für dich.

02:21:26: Für mich also für mich ist es ist vermögen geld was auf der seite liegt und nur für mich ist.

02:21:32: oder für meine Familie.

02:21:33: Also was quasi nicht irgendwie reserviert ist, um irgendwie speziell für einen ganz bestimmten Purpose ausgegeben zu werden, sondern was einfach nur da ist, meine Zukunft zu sichern.

02:21:45: Aber eigentlich ist wie Horst ein Vermögen schon gar nicht so schlecht.

02:21:48: Ja, dann schreiben wir das

02:21:48: drauf.

02:21:48: Nehmen wir das doch, oder?

02:21:50: Super.

02:21:50: Vielen vielen herzlichen Dank.

02:21:52: Danke dir.

02:21:53: Für diese kleine Wanderung oder beziehungsweise für die Wanderkarte lesen eigentlich.

02:21:57: Ja.

02:21:57: Das hat großen Spaß gemacht.

02:21:58: Ich habe einiges Neues gelernt und ich hoffe, dass vor allen Dingen die Menschen, die das jetzt gehört haben, geschaut haben, dass die sich das Weißeblatt Papier nehmen und auch anfangen.

02:22:06: Ja,

02:22:07: hoffen wir es.

02:22:07: Würde ich sagen, danke schön.

02:22:08: Gerne, danke dir.

02:22:15: Das war Thomas Kehl.

02:22:16: Vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen und auch zu hören.

02:22:19: Ich hoffe, ihr konntet ganz, ganz viel aus dieser Folge mitnehmen und vor allen Dingen irgendwie auch die Ermutigung und so ein bisschen den kleinen Arschtritt euch mit euren Finanzen auseinanderzusetzen.

02:22:31: Es wird mich total freuen.

02:22:32: Ihr kennt bestimmt ein paar Leute, die das auch gebrauchen könnten, die vielleicht zum kleinen Anstupser brauchen Richtung Berg, Richtung Wanderung.

02:22:39: Dann schickt diese Folge gerne weiter.

02:22:40: Ich glaube, das kann sehr hilfreich sein.

02:22:42: Ich habe auf jeden Fall einiges mitgenommen, Was habe ich mir gemerkt?

02:22:45: Ich habe mir erst mal gemerkt, dass die Sparrate viel, viel wichtiger ist, als den richtigen ETF zu finden.

02:22:50: Ich habe gelernt und irgendwie hat es mich auch beruhigt, dass passives Einkommen eigentlich eine Illusion ist, dass immer irgendwas dran hängt, dass es nicht einfach so reinkommt, das Geld.

02:23:00: Und das Dritte, das habe ich vor allen Dingen nochmal für ein oder anderen Freunden mitgenommen, ist, dass es unter Paaren unbedingt eine finanzielle Ehrlichkeit braucht.

02:23:08: Das fand ich einen sehr, sehr guten Hinweis.

02:23:10: Ich bin gespannt, was ihr mitgenommen habt.

02:23:12: Wie gesagt, wird mich freuen, wenn ihr diese Folge auch weiter empfiehlt.

02:23:15: Ich kann mir vorstellen, dass einige das gebrauchen können.

02:23:17: Und dann möchte ich mich wie immer herzlich bedanken bei meinem Team, bei Alex Stößlein für die Produktion, bei Lena Rauch-Häufe, die Redaktion und bei Mitvergnügen für die Distribution und Vermarktung.

02:23:27: Wenn ihr Lust habt auf eine weitere Folge aus dem Hotel Matze Retreat, dann möchte ich euch die Folge mit Ski in jedem Film, mit dem habe ich hier über Achtsamtkeit geredet.

02:23:34: Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.

02:23:36: Einen guten Nacht.

02:23:37: Auf bald.

02:23:38: Euer Matze.

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