Ferdinand von Schirach (2026) - Was ist ein Mensch wert?
Shownotes
Ferdinand von Schirach ist Strafverteidiger und Bestsellerautor – und jemand, der sich seit Jahrzehnten mit Schuld, Gerechtigkeit und der Würde des Menschen beschäftigt. Das letzte Mal war er 2021 im Hotel zu Gast.
Ich wollte von ihm wissen, was ein gerechtes Gesetz ist – und ob es so etwas überhaupt geben kann. Wir sprechen über die Würde des Menschen, über das moralphilosophische Gedankenexperiment des Weichenstellers, über Demokratie, Kunst, eine Nahtoderfahrung und warum unser Steuersystem vielleicht nicht reformiert, sondern komplett neu gedacht werden müsste. Es geht um Macht, Verantwortung, Gerechtigkeit und um sein neues Kinderbuch, in dem er versucht, all das einem Zehnjährigen zu erklären.
WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze
MEIN GAST: https://schirach.de/
DINGE: sein neues Buch “Alexander”: https://penguin.de/buecher/ferdinand-von-schirach-alexander/buch/9783328304814
Thomas Bernhard - Monologe auf Mallorca: https://youtube.com/watch?v=sEV-QX5obTM
Die 7 Weisen von Griechenland: https://de.wikipedia.org/wiki/SiebenWeisevon_Griechenland
Eine Theorie der Gerechtigkeit: https://suhrkamp.de/buch/john-rawls-eine-theorie-der-gerechtigkeit-t-9783518278710
Rechtswissenschaftler Hans Kelsen: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Kelsen
Alexander Stößlein - Produktion Lena Rocholl - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution
MEIN ZEUG: Mein Fragenset FAMILIE: https://beherzt.net/products/familie Mein Fragenset LIEBE: https://beherzt.net/liebe Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze Meine Spendenaktion: https://machmit.wellfair.ngo/hotel-matze-spendenaktion-2025 Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Mein Buch: https://bit.ly/39FtHQy
Transkript anzeigen
00:00:11: Willkommen im Hotel Matze.
00:00:12: Mein heutiger Gast ist Ferdinand von Schierer Erstjurist und Schriftsteller, und wir haben heute über Würde Gerechtigkeit den Tod gesprochen.
00:00:21: Ich wünsche euch viel Vergnügen!
00:00:25: Wenn Sie jemanden kennenlernen zum ersten Mal einen Menschen sehen worauf achten sie?
00:00:35: Das ist... Ist das schon die Sendung?
00:00:41: Das ist eine interessante Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe.
00:00:45: Aber ich hab sie mir anders gestellt.
00:00:47: Es ist merkwürdig.
00:00:49: Gesichter sind ja ungefähr so groß wie eine Hand und wir können Millionen und Millionen Gesichter auseinanderhalten was absolut merkwürdig ist weil nur Winzigkeiten in einem Gesicht unterschiedlich sind.
00:01:08: Und trotzdem schaffen wir das dass das funktioniert.
00:01:12: Und da gibt es viel Forschung darüber, warum das funktioniert und die... Also eine Theorie ich bin kein Gehirnforscher wenn ich die halbwegs zusammenbekomme ist oder anders gesagt ist, dass dieser Teil des Gehirns sozusagen fest verdrahtet ist.
00:01:34: also in anderen Teilen unseres Gehirnes spielen wir und bilden neue Verknüpfung usw.
00:01:41: Und in dem Teil nicht, sondern das ist fest... Das bedeutet, wie können es nicht beeinflussen?
00:01:48: Aber es ist viel schneller als alles andere!
00:01:55: Trotzdem ist es merkwürdig und dass auch nichts was feststeht oder so etwas, sondern im Moment eine Theorie aber interessant ist.
00:02:06: Koreanischen Film anschauen, was ich neulich gemacht habe.
00:02:10: Dann hab' ich es nicht geschafft den Guten und den Bösen auseinanderzuhalten weil die Gesichter für mich total ähnlich aussehen.
00:02:17: also Ich krieg das nicht hin und erst wenn man ganz lange hinschaut schafft man das irgendwie.
00:02:23: aber die Unterschiede sind für uns viel viel geringer als Für ein koreaner für denen wahrscheinlich dann unsere Gesichter wieder sehr ähnlich sind.
00:02:31: Also Das ist merkwürdig wie gut wir da im Erkennen von Gesichtern gibt.
00:02:36: und es gibt noch einen, wenn man kann auch einen Schritt weitergehen.
00:02:42: Das finde ich noch seltsamer!
00:02:44: Sie sitzen im Café und es kommt jemand rein und sie sehen ihn eine hundertstel Sekunde und sie haben sofort ein Eindruck von ihm.
00:02:57: Sie haben sofort das Gefühl, dass es ein ganz netter Mensch oder der ist sehr unangenehm oder den mag ich nicht.
00:03:02: Oder er hat irgendetwas.
00:03:04: Und das ist auch nichts zu erklären.
00:03:06: und noch weniger zu erklären ist, dass in neunzig Prozent der Fälle stimmt.
00:03:12: also wenn sie ihn dann näher kennenlernen den ersten schnellen Eindruck, der ist fast immer richtig.
00:03:19: Das war natürlich ein großer evolutionäre Vorteil zu irgendeiner Zeit, dass sie sozusagen Freund und Feind ganz schnell auseinanderhalten konnten.
00:03:27: aber es ist doch trotzdem merkwürdig das das so funktioniert.
00:03:31: Und das hängt auch wieder offenbar mit dieser relativ festen Struktur in diesen Teil des Gehirns zusammen die jetzt sofort einordnen.
00:03:40: deswegen ist es auch so schwer einen ersten eindruck wieder zu korrigieren.
00:03:47: auch also auch ein erster eindruck den sie selbst haben wo sie sagen müssen okay jetzt nehme ich mal zusammen und der ist ganz interessant wahrscheinlich und soweit.
00:03:56: aber es ist schwer ja darüber hinwegzukommen.
00:03:59: Und gibt das aber etwas worauf Sie achten?
00:04:02: Bei Menschen, wenn ich Sie kenne.
00:04:04: Wenn Sie so eben genau also das erste ich weiß genau was Sie meinen diesen café Eindruck den mag ich den mag Ich nicht kenne ich total auch.
00:04:12: Und dann gibt es aber den ersten Blick, wenn man sich unterhält.
00:04:19: Ich glaube das ist zu viel um das so auf einen Nenner zu bringen.
00:04:25: Also ich glaube da spielen ganz viele verschiedene ... also ich bin sehr.
00:04:37: mich interessiert Sprache sehr also wie jemand spricht welche Worte er benutzt, wie er etwas erklärt.
00:04:44: Das ist relativ wichtig.
00:04:46: dann finde ich eine ganz ganz wichtige Sache wenn sie Menschen kennenlernen kann der eine Geschichte erzählen das wird immer selten hat.
00:04:55: meistens sprechen die Leute ja nur noch mit so drei Wortsetzen, indem sie irgendetwas sagen.
00:05:02: Das spielt für mich eine große Rolle.
00:05:03: also wenn jemand eine Geschichte erzählen kann egal wie langweilig die Geschichte ist aber er erzählt sich gut das bedeutet mir relativ viel.
00:05:15: Also es ist wirklich schwer das zu sagen auf einen Nennen so wie es bei ihnen?
00:05:21: Ich fragt das ja meistens weil es auch meine Frage ist hab so ein bisschen diese Sherlock Holmes Details gucken.
00:05:33: Also mich interessiert immer, als sie sich hingesetzt haben was haben Sie dabei?
00:05:38: Woher ist der Füller die Tasche?
00:05:42: Was beiläufig erzählt wird ich gucke auch auf Uhren aber das viel auch verrät...
00:05:51: Sie haben eine Digital-Uhr oder eine Apple Watch?
00:05:54: Nein es ist eine G-Shock heißt die.
00:05:57: Okay.
00:05:59: Meine Uhr ist genauso alt wie ich.
00:06:02: Was haben Sie für eine Uhr?
00:06:04: Das sind sehr schöne Uhr!
00:06:05: Ja, aber die ist tatsächlich wirklich uralt.
00:06:08: Das ist eine Parteque Philipp, die auch in den nächsten Jahren gebaut worden ist... Aber hier hab ich schon mein ganzes Leben.
00:06:16: Auf sowas achte ich, da gucke ich immer so drauf und ...
00:06:19: Das würde ich gar nicht erkennen.
00:06:21: Wenn ich jetzt bei Ihnen sage, dass es eine Apple-Wortschwalderzahlen drauf sind aber ... Wenn es jetzt eine G-Man ist
00:06:29: ... G-Shock.
00:06:30: Ja,
00:06:31: dann ist natürlich was Tolles!
00:06:34: Was kann Ihre Uhr?
00:06:36: Die Uhr hat eine unglaubliche Fähigkeit.
00:06:38: Sie kann die Uhrzeit anzeigen...
00:06:40: Das ist schon mal toll.
00:06:41: Das finde ich ganz toll.
00:06:42: Damit ist ja alles gewonnen.
00:06:43: Genau.
00:06:44: und aber was ganz wichtig ist sie leuchtet also.
00:06:49: man kann
00:06:49: die Ure
00:06:51: bei uns zu Hause.
00:06:52: meine Frau hat einen sehr leichten Schlaf und manchmal im zunehmenden Alter, das muss man auch mal nachts auf Toilette.
00:06:59: Und ich dürfte auf gar keinen Fall ein Licht anmachen!
00:07:02: Dann läuchte
00:07:03: ich mit dieser Uhr
00:07:04: durchs Schlafzimmer
00:07:06: nur den Weg.
00:07:08: Da müssen
00:07:09: sie aber immer die Batterie aufschlagen.
00:07:11: Die musste ich
00:07:12: bisher noch nicht...
00:07:15: Also
00:07:15: ich muss auch nicht so oft, aber aber das finde ich daran.
00:07:21: Das finde ich an dieser Uhr gut.
00:07:23: Ja, aber darauf achte ich komischerweise nicht.
00:07:26: Vielleicht sind meine Augen nicht so gut auf Uhren und Außer es sind so extrem auffällige Uhren, dass ist dann schon merkwürdig überhaupt wenn Leute sehr auffälle Sachen tragen.
00:07:36: Aber Ich kann das schwer sagen.
00:07:40: Die Schönheit eines Gesichtes spielt natürlich eine große Rolle, ob es wirklich ein schönes Gesicht ist.
00:07:45: Wobei bei schönen Gesichtern ist das merkwürdige ja dass wir das auch sehr schwer erklären können was Schönheit in einem Gesicht ist.
00:07:56: aber wer wissen's inzwischen lustigerweise?
00:07:58: also man gibt ganz viel Ja es gibt ganz viele Untersuchungen dazu wann wir ein Gesicht als schön empfinden und Tatsächlich empfinden wir Gesichter als schön, die symmetrisch sind.
00:08:16: Ich will es anders erzählen.
00:08:19: Der größte griechische Bildhauer war Polyclad und das war der... genau im Maße festgelegt hat.
00:08:28: Also wie ein perfekter Mensch aussieht, der die Länge des Daumes im Vergleich zum Unterarm, der Unterarm im Vergleich zu Oberarm und so weiter.
00:08:38: Und er hatte so ein ganzes System aufgestellt wieder perfekt.
00:08:42: Leider ist es verloren gegangen aber er hat das genau aufgeschrieben gehabt.
00:08:46: und dann sagte er wenn du das alles hast und so den perfekten Menschen gemacht hast dann musst du ein kleines bisschen wegnehmen und kleines bis hinzufügen.
00:08:59: Und dann empfinden wir es als schön, was das kleine bisschen ist wissen wir auch nicht.
00:09:04: Aber es ist sozusagen ein symmetrisches Gesicht, empfinden mir als schöner als ein unsymmetrisches.
00:09:13: Ich habe das mal in einem Buch geschrieben.
00:09:15: Es war ganz interessant.
00:09:19: Anfang des letzten Jahrhunderts wurde sehr viel geforscht, ob man irgendwie erkennen kann, ob jemand ein Verbrecher ist oder nicht.
00:09:27: Also ob man das im Gesicht erkannt.
00:09:28: Die Nazis haben dann furchtbare Sachen damit gemacht.
00:09:31: aber es war ursprünglich so... ...und da gab es einen Mann der Gesichter fotografiert hat und zwar Gesichter von Verbrechern die im Tower in London einsaßen, um sozusagen Merkmale zu finden.
00:09:54: Also wie man einen Verbrecher erkennen kann.
00:09:57: und an einem Tag damals waren diese Futterapparate riesig und man musste immer Platten wechseln und er hat vergessen die Platte zu wechselen und so dass alle Fotos auf dieselbe Platte belichtet wurden von den schlimmsten Verbrechern die dort in London eins.
00:10:16: Und danach hat er diese Platte entwickelt und es war ein schönes Gesicht, weil diese ganzen Gesichte übereinander sozusagen alles ausgeglichen haben und das dann ganz symmetrisch und schön war also Die Mitte auch da ist für uns das was Schönes, die Symmetrie und die Mitte.
00:10:35: Wie schauen Sie wenn sie im Café sitzen auf Menschen, die dann reinkommen und wo sie sehen oh Total operiert.
00:10:44: Also es ist, was ja jetzt immer mehr passiert.
00:10:51: Es gibt etwas in mir wo ich begreife bis heute nicht so richtig wenn ich sehe.
00:10:55: Ich kann nachvollziehen dass man vielleicht sagt wie hier und da was verbessern aber die Gesichter werden zu einer Art Filter.
00:11:03: Und das ist etwas was ich persönlich denke gleich
00:11:06: für mich meinst du?
00:11:06: Ja so
00:11:07: gleich für Es ist
00:11:12: eine Krankheit natürlich, also sie fangen an mit diesen Operieren und wie beim Tätowieren wären Sie süchtig danach.
00:11:22: Dann haben sie plötzlich ein Problem mit dem linken Nasenflügel usw.
00:11:28: Und dann geht es weiter über einen Stelle an ihrem Urlebchen
00:11:33: usw.,
00:11:33: und sie werden vollkommen verrückt.
00:11:40: Das ist eigentlich eher traurig.
00:11:44: Und schwer, den Leuten da zu helfen wie beim Tätowieren auch wo sie mit einem kleinen Tattoo irgendwo anfangen und am Schluss ist ihr Körper schwarz.
00:11:54: also das ist ein bisschen tragisch.
00:11:57: und dann kommt es natürlich.
00:11:59: letztlich glaube ich aus dem wo die Griechen schon gesagt haben etwas, was sofort ins Unglück führt nämlich aus dem Vergleich.
00:12:10: Also wenn sie sich vergleichen mit anderen... Sie haben dann auf den sozialen Medien ein bestimmtes Bild von einem erfolgreichen oder angeblich schönen Menschen und sie wollen so aussehen wie der, als man zum Friseur gegangen hat und gesagt hat, ich möchte jetzt aussehen Wie George Clooney Da fehlt
00:12:33: ein bisschen was.
00:12:35: Das fehlen andere Dinge, ja und dieses also der Vergleich das muss man sich einfach merken.
00:12:42: der vergleich mit anderen Menschen führt immer ins Unglück.
00:12:46: Also Sie können sich eigentlich nur mit sich selbst vergleichen also mit sich wie sie vor zwei Tagen oder vor einem Jahr oder vor fünf Jahren waren.
00:12:57: aber wenn sie das mit anderen tun dass das funktioniert nicht und dann wollen die eben so aussehen.
00:13:03: Und dann haben sie irgendwie diese Feuchterlichkeiten, diese dicken Lippen oder diesen großen Hintern oder diesen hochgestellten Busen.
00:13:14: Ich glaube dass diese vor allen Dingen ja junge Frauen nicht wissen wie... unverurteilhaft, das im Grunde genommen aussieht und wie sie so vor allen Dingen die sofort in eine bestimmte Klasse einordnen.
00:13:30: Also Sie sagen ja sofort dass das irgendwie was asoziales fast schon ist so auszusehen.
00:13:37: also mir tut es meistens leid und ich finde objektiv gesehen sieht natürlich immer kotesk
00:13:43: aus.
00:13:46: sind sie durch ihre Arbeit als Strafverteidiger, sind sie ein misstrauischer Mensch würden Sie sagen?
00:13:51: Also es ist ja ganz oft wenn Sie darüber geschrieben haben.
00:13:56: Normale in Anführungsstrichen Menschen, ganz vernünftige anständige Menschen und plötzlich passiert etwas ergeht einen Keller und bringt sie um Und Sie haben das auch schon hier im ersten Podcast gesagt der Mensch ist eigentlich zu einem fähig.
00:14:10: Es kommt eben auf die Umstände an.
00:14:13: Das habe ich mich gefragt.
00:14:14: mir vorstellen die sitzen im Café und sie schauen sich herum oder sind am Flughafen, ob das auch ein Gedankes den Sie haben.
00:14:22: Auch dieser Mensch wäre fähig an Mörderinnen zu sein?
00:14:26: Oder was Schlimmes zu tun?
00:14:29: Nee überhaupt nicht!
00:14:34: Das wäre glaube ich auch eine Erhaltung, die nicht toll ist weil man sich selbst sehr einschränken würde.
00:14:41: damit und so ein enges Leben führen wird mich interessieren, Leute vor allen Dingen.
00:14:47: Also das ist so... Ich habe das oft wenn ich irgendwo sitze und Leute sehe stelle ich mir deren Geschichten vor oder irgendwelche Geschichten die ich mir gerade... Es gibt eine tolle... es gibt es glaube ich sogar noch zu sehen Thomas Bernhardt auf Mallorca Und der Sitze und gibt ein langes Interview in einer Frau in der glaube ich ein bisschen verliebt war Und die sagt dann zu ihm, weil er oft in Mallorca ist lernen sie doch jetzt mal spanisch.
00:15:21: und dann sagt er nein auf gar keinen Fall lern nicht spanish.
00:15:24: Weil er möchte sich lieber vorstellen was die gerade sprechen.
00:15:28: ja und er möchte dann diese beiden marktfrauen sehen und sich vorstellen dass die sich über vermaßletzten satze unterhalten was natürlich viel toller ist als den einkauf.
00:15:39: Und so geht es mir auch oft.
00:15:41: Also, dass ich da sitze und irgendwelche Leute am Flughafen oder im Caféhaus sehe... ...und mir vorstelle was die sonst zu machen und wie sie sonst zu leben.
00:15:50: Das ist ein großes Vergnügen.
00:15:51: Waren Sie das auch mit anderen zusammen?
00:15:54: Ich kenne in ein paar, die das machen wenn sie irgendwo essen gehen,... ...dass sie nachspielen, was die anderen gerade wohl reden.
00:16:03: Das fand ich ein total witziges...
00:16:07: Das ist privat vergnügen.
00:16:08: Aber das ist irgendwie ganz lustig, weil es auch sehr anregend ist.
00:16:13: Es stimmt natürlich leider nie!
00:16:14: Ich habe den umgekehrten Fall mal erlebt und zwar in Oxford war das.
00:16:20: Und ich hatte einen Mann gesehen der wirklich grauenhaft aussah.
00:16:27: Also total runter gekommen kaputte Schuhe, kapute Hose... sehr verträgtes Hemd und so weiter.
00:16:35: Und dann wurde mir das ein bisschen verwickelt, aber da wurde mir vorgestellt ... Das war einer der berühmtesten Mathematiker die es gab.
00:16:44: Da denkt man sich immer bei solchen Erlebnissen okay, das ist alles falsch was du denkst, dauern.
00:16:49: Ja!
00:16:50: Und das ist dann interessant.
00:16:53: Sie haben das erst gesagt mit der Geschichte?
00:16:54: Ob jemand eine gute Geschichte erzählen kann oder nicht?
00:16:57: Überhaupt erzählen können ja...
00:16:59: Ich weiß natürlich von Ihnen Es gibt Menschen, die schreiben und können das irgendwie.
00:17:07: Das hört sich jetzt komisch an... Worauf müsste man achten?
00:17:11: Dass das Spannender zu erzählen ist?
00:17:13: Es gibt ja Menschen, wo ich den Chirach getroffen habe und dann bin ich einkaufen gegangen
00:17:18: usw.,
00:17:19: dass man selber auch schafft etwas spannender zu erzielen.
00:17:23: Ich glaube, dass man sich einfach nur anstrengen muss, den anderen zu unterhalten.
00:17:31: Das war ja mal vor zweihundert Jahren die allerhöchste Form der Gesellschaft, dass sie bei einem Abendessen wurde es interessant wenn einer etwas erzählen konnte.
00:17:45: Und das kann sich nicht erschöpfen in so zwei Satz setzen oder zwei Worte setzen sondern man muss eine Geschichte erzählen.
00:17:56: Sie muss einen Anfang ein Mitte und einen Schluss haben und eine Ponte nach Möglichkeit.
00:18:02: Das kann man schon machen, wenn man sich ein bisschen anstrengt.
00:18:05: Aber es ist Anstrengung!
00:18:06: Also gute Unterhaltung ist immer anstrendend, das geht gar nicht anders.
00:18:10: und die Abendessen wo man sich nur trifft und jeder so vor sich hinarm mir tut mein Arm weh und ich habe mir vor vierzehn Tagen das Bein gebrochen.
00:18:20: oder das ist so unendlich langweilig.
00:18:23: und interessant ist es, wenn eine erzählt wie er irgendetwas erlebt hat Ganz gleich was, aber wenn es gut erzählt ist.
00:18:33: Und das können ja die winzigsten Sachen sein!
00:18:35: Also ich erzähle Ihnen eine Geschichte, die ist nicht gut erzählt, muss gleich so sagen... Aber die fand ich so hinreißen als vor ein paar Tagen noch dieses Eis überall war und die Welt ganz gefroren war und über allem diese Eisdecke war.
00:18:51: Stand ich vor dem Café und habe geraucht weil man drinnen nicht mehr rauchen darf.
00:18:56: und da war eine junge Frau vollkommen falsch angezogen war, die man ganz leicht angezogen und trug hohe Stöckelschuhe auf diesem Eis.
00:19:10: Und die läuft so sehr wackelig auf dem Eis... ...und ihr Freund oder Geliebter oder Mann weiß ich nicht kam mir entgegen!
00:19:21: Und dann lachte sie wahnsinnig und rutschte auf diesen Eis auf den Stöckelschuh in seine Arme.
00:19:28: Und in dem Moment habe ich gedacht, dass diese ganzen großen Fragen die wir uns da anstellen völlig sinnlos sind.
00:19:35: Weil darum geht es ja und das war einfach nur ein schönes Bild.
00:19:41: Das ist keine Geschichte aber ich wollte Ihnen jetzt mal einen Beispiel geben wie Sie etwas erzählen können und wo jeder am Tisch dann eine Sekunde drüber nachdenkt.
00:19:50: und ein bisschen geht's darum.
00:19:52: Ich erinnere mich, wir waren irgendwann mal Kaffee trinken Und er erzählten mir da eine Geschichte von einem Mann, der in einer Burg jemanden runtergestürzt hat.
00:20:08: Das ist ... und diese Geschichte, Sie erzählte die mich?
00:20:10: Ich war total gewandt!
00:20:13: Es waren wunderbar... und ich merkte das.
00:20:15: sie aber auch darauf achten wie ich reagiere.
00:20:19: Und dann als sich später war dieser Geschichte nachmittag drin Und dann habe ich gedacht, ah der übt es
00:20:25: auch.
00:20:25: Ja klar natürlich ein Schriftsteller ist ja vollkommen schrecklich.
00:20:28: Der nutzt ja alles um zu schauen wie was funktioniert.
00:20:34: Von Goethe dem warf man das immer vor.
00:20:37: Dem sagte man ja sogar er habe nie geliebt sondern er würde die Liebe immer nur ausprobieren was er davon verwenden kann.
00:20:45: also gibt Frauen die das schrecklig fanden.
00:20:48: so bin ich nicht.
00:20:49: aber Aber natürlich, man probiert das ja alles immer aus.
00:20:52: Und es heißt auch dass sie so eine Geschichte wie... Wie man die jetzt in ihren Büchern wiederfindet.
00:20:59: Also ich denke immer wenn ich eine Geschichte erzähle euch lange bei mich.
00:21:03: jetzt selber habe ich irgendwie schon dreimal erzählt und ich will's eigentlich nicht nochmal erzählen Das geht ihnen offensichtlich nicht so oder?
00:21:09: Dass sie so?
00:21:10: also das ist so ne Art von Best-ofs des Lebens.
00:21:16: Klar, wenn man jemand neu kennenlernt dann
00:21:18: kommt Hier, da kommt ein
00:21:20: paar Hits.
00:21:21: Aber ich finde das selber schon manchmal ... Oh Mann, ist es eine alte Kamelle!
00:21:25: Ich weiß auch nicht mehr, noch habe ich dem ja schon erzählt oder nicht?
00:21:28: Und ich langeweile mich dann selbst so ein bisschen und dann kürze ich ab und sag ja, dann hab' ich das in das
00:21:32: gemacht.".
00:21:33: Ja, jetzt wollen Sie wissen ob das bei mir auch so ist.
00:21:43: Also ich erzähle nicht immer diese eigenen Geschichten.
00:21:49: Versuche's zumindest.
00:21:50: Also, tatsächlich nicht.
00:21:52: Nein!
00:21:54: Es ist auch so... Ich erlebe unglaublich viele Geschichten.
00:21:58: Obwohl ich relativ zurückgezogen lebe und bestimmt sehr viel weniger unterwegs bin als Sie.
00:22:05: Das glaube ich Ihnen inzwischen nicht mehr?
00:22:06: Ja.
00:22:09: Erlebe ich doch relativ viele Sachen.
00:22:12: Und das vielleicht liegt es auch... Ich glaube wir erleben alle ungefähr gleich viel.
00:22:18: Vielleicht liegt's ein bisschen daran wie man darauf schaut, wie man auf etwas zugeht.
00:22:23: Wie neugierig man ist!
00:22:25: Sie haben vorhin gefragt ob ich misstrauisch bin.
00:22:28: in der Beziehung überhaupt nicht.
00:22:31: Sondern der Witz an diesem Leben ist ja letztlich dass wir da offen sind und uns die Sachen anschauen um einen herum passieren.
00:22:41: Ich hatte auf dem Weg hierher telefoniert mit einem Freund.
00:22:46: Ich weiß nicht, wie wir da drauf gekommen sind.
00:22:48: Und der erzählte mir die ganze Max und Moritz-Geschichte... Wir haben darüber gesprochen, dass ich jetzt zu Ihnen fahre wegen des Kinderbuches.
00:22:58: Erzählte mich die ganze Maximum und was er alles damit verbunden hat in seiner Kindheit.
00:23:03: Das war ein Telefonat von zwanzig Minuten hinreißen und wahnsinnig interessant!
00:23:12: Wenn man ein bisschen offen ist ... erlebt man schon sehr viel in unserer Welt.
00:23:18: In Ihrem Buch, wir sprechen gleich noch ein bisschen näher drüber Alexander da gibt es einen Orake und dieses orake sagt Man muss immer ganz genau hinsehen.
00:23:30: Wer hat Ihnen das beigebracht dieses genaue Hinsehen?
00:23:33: Ein Gerichtsmediziner.
00:23:36: Das war ein gerichtsmedizin als später leider selbst schon begangen hier in Berlin.
00:23:43: ein wirklich toller Mann.
00:23:44: Und die Geschichte war so, meisten Anwälte machen das nicht.
00:23:52: Aber ich bin gerne zu Obduktionen gegangen weil man bei einer Obduktion doch relativ viel sehen kann was man im Gerichtssaal dann nicht mehr sieht sondern nur noch aus zweiter Hand zum Beispiel mitgeteilt wurde.
00:24:07: Ein Beispiel also Ich war in einem oder ich habe verteidigt Fall eines Kinsmordes, was immer so belastende Fälle sind.
00:24:22: Und es wurde behauptet dass die Frau ... Die Kehle des Babys das sie gerade bekommen hatte zugedrückt hat und ähm...und die Frauen behauptete Das habe sie nicht gemacht.
00:24:40: Und nun ist es zu, dass sie ähm ... So genannte Einblutung unter der Haut sehen können.
00:24:49: Und die sind bei einem Baby winzig, also so groß wie ein vielleicht Stecknadelkopf und die unterscheiden sich von der übrigen Haut dadurch dass sie ein dunkleres Rot haben.
00:25:07: Das Baby lag dann als man es gefunden hat auf dem Bauch mit zu angezogenen Ärmchen und dadurch entstehen sogenannte Lequoren, Totenflecke.
00:25:22: Und die Lequore entstehen dadurch bei ihnen.
00:25:25: jetzt wenn sie lebendig sind, fließt das Blut durch den Adern.
00:25:29: Wenn sie tot sind hört das Blutt auf zu fließen weil das Herz aufhört zu schlagen und durch die Schwerkraft sinkt das blut durch die Adern die ja nicht dicht sind sondern diffundiert durch bis zum Boden und dadurch entstehen Flecken.
00:25:44: Totenflecke, das ist nichts anderes.
00:25:47: Das sind dann diese dunkelroten Punkte oder Flächen, die sie sehen.
00:25:54: Nun lag das Baby also auf dem Bauch und die Totenflecke entstanden am Fischin an den Ellbogen und den Knien usw.. Und die Frage war, Sind die Einblutungen am Hals Totenflege- oder Wirkmale?
00:26:14: Und der Unterschied zwischen Totenflecken und Würgemalen ist in der Intensität des Rotes.
00:26:21: Also die Würgemale sind etwas dunkler als die Totenflecke, aber bei einem Stecknadelgroßen Kopf ist das wirklich sehr schwer auszumachen.
00:26:34: Das sehen Sie in der Obduktion und dann sehen sie im Gerichtsmedizinischen Institut zweihundert oder fünfhundert ausgeschnittene Hautstücke mit Totenflecken oder Würgemalen und müssen das unterscheiden.
00:26:49: Und das ist eben eine Diskussion, wenn sie dann im Gericht sind, dann hören Sie sozusagen nur das was ich Ihnen gerade erzählt habe auch nicht so ausführlich sondern wesentlich kürzer und der Gerichtsmediziner sagt dass sind Totenflecken und alle oder Würgemale und alle in Gerichtssaal glauben das und niemand weiß eigentlich den Unterschied.
00:27:08: also ist es sinnvoll, weil sie als Strafverteidiger in erster Linie dafür da sind alles zu bezweifeln.
00:27:16: Es ist sinnvoll das einmal gesehen zu haben und vor allen Dingen dieses Präparat direkt gesehen zu habe.
00:27:23: Es reicht ihnen für den Freispruch wenn der Gerichtsmediziner sagt, es sind wahrscheinlich Würgemaler aber ich kann nicht ausschließen dass es Totenflecke sind.
00:27:34: Das ist sozusagen ihr Freispruch.
00:27:36: also müssen Sie dorthin und sich das anschauen.
00:27:38: Und nun ist es so in einer Obduktion, dass das für so normale Leute wie uns relativ grauslich ist.
00:27:50: Und zwar vor allen Dingen der erste Schnitt.
00:27:53: also wir sind ja gewöhnt Menschen mit Haut zu sehen und wenn ein Skalpell durch die Haut geht um den zu öffnen ist das nicht Medizin oder nicht Gerichtsmedizine sogar etwas wirklich erschreckendes.
00:28:12: Und er sagte, diese Gerichts- medizin um jetzt ihre frage zu beantworten Der der trick darüber hinwegzukommen ist genau hinzusehen also nicht kurz so wegzuschauen sondern dass sie direkt hinschauen und sich Wirklich dafür interessieren was da passiert und dann verliert es seinen schrecken.
00:28:34: Und wenn sie nur kurz hinschauen oder wie im Film mit Musik noch, oder im Halbdunkeln und so.
00:28:39: Dann wird es furchtbar.
00:28:41: aber wenn Sie es als Wissenschaft betrachten was passiert da jetzt?
00:28:46: Wie funktioniert das uns weit?
00:28:48: Wird es viel weniger schreckhaft?
00:28:51: Daher kommt Ihre Satz man muss genau hinsehen.
00:28:54: Ist mir bei Spinnen genauso
00:28:56: gelungen Sehen Sie?
00:28:57: Ja
00:28:58: Jetzt natürlich stellt sich die Frage Welche Frage stellt sich?
00:29:05: Er wirkt oder nicht?
00:29:06: Ach, in dem Fall.
00:29:08: In dem Fall war es so, dass die Gerichtsmediziner am Schluss sagte, ihr kannst nicht ausschließen.
00:29:13: Dass das Totenflecken sind und damit war der Freispruch
00:29:16: da.
00:29:18: Ich wüsste nicht, ob mir das gelingen würde ein Baby anzugucken.
00:29:22: Mich hat schon gegraut, als sie das erzählten, dass er ins Säugling ist.
00:29:25: Also dahin zu schauen und genau hinzuschauen.
00:29:28: Und wenn das vielleicht noch aufgeschnitten wird ... Das ist eine große Überwindung!
00:29:36: wird es, wenn sie nicht Gerichtsmediziner sind auch immer sein.
00:29:40: Es geht nur um die Frage wie Sie damit umgehen?
00:29:44: Wenn Sie das wissenschaftlich betrachten und mit Interesse betrachten und eben genau hinsehen verliert es viel schneller seinen Schrecken als wenn Sie nicht genau hinschauen sondern irgendwie sich grausen und abwenden.
00:30:04: dann bleibt der Schreck in ihnen haften.
00:30:07: Also Baby ist jetzt auch wirklich extrem, aber wenn Sie sich vorstellen... Sie haben einen geöffneten Menschen vor sich liegen und dann nehmen sie beispielsweise die Leber raus und dann wird die Lebe gewogen und wird angeschaut.
00:30:23: Das ist dann irgendwann sehr abstrakt und kein Mensch mehr.
00:30:27: bei einem Baby ist es zugegebenermaßen schlimmer weil's halt auch viel kleiner ist.
00:30:34: Irgendwann ist das nur noch Wissenschaft und nur noch interessant.
00:30:38: Gibt es etwas, was Sie nicht sehen können?
00:30:41: Wo Sie wissen ... Ja,
00:30:42: foltern!
00:30:44: Ich hab das Problem.
00:30:46: wenn ich sehe wie jemand gefoltert wird muss ich sofort den Fernseher ausmangen.
00:30:50: Das ertrage ich nicht.
00:30:52: Warum?
00:30:56: Also das bewusste Zufügen von Schmerzen ist für mich etwas so unvorstellbar ekelhaftes.
00:31:04: Das will ich auch nicht im Fernsehen oder in einem Film, oder so etwas sehen.
00:31:08: Ich finde es so... Aber ich mag keine Gewalt in Filmen oder wenn jemand verbrügelt oder für Gewalt hier.
00:31:15: Ich find's einfach schrecklich.
00:31:16: aber Folter ist tatsächlich das Schlimmste.
00:31:19: Bist dich gar nicht... Ja, es gibt manchmal diesen James Bondigen-Filmen?
00:31:25: Genau, Casino Royale da wird er irgendwie gefoltert.
00:31:28: So was ertrage ich nicht.
00:31:32: Wollen wir ein bisschen über Alexander
00:31:34: sprechen?
00:31:35: Besser als überfolgt.
00:31:36: Aber ich wüsste ein bisschen, auch ein merkwürdiges Sitz
00:31:39: von Folter.
00:31:40: zu Kinderbuch?
00:31:41: Ja!
00:31:43: Fast
00:31:43: das gleiche.
00:31:44: Ich habe mich erst einmal total gewundert, als Marcel ihr Agent mir schrieb und sagte ja, Ferdin van Schierach hat einen Kinderbuch geschrieben und ich war sofort neugierig geworden.
00:31:57: soweit ich weiß haben sie keine Kinder.
00:31:59: eben man sieht sie auch selten als Kindergärtner.
00:32:04: Es wäre interessant.
00:32:05: Was hat sie dazu gebracht, ein Kinderbuch zu schreiben?
00:32:08: Also was vielleicht auch mich interessiert immer so das allererste also die erste dass Sie irgendwo sitzen und sagen Also gab es sowas so einen Moment.
00:32:19: Das ist wirklich lange her das ist dreißig Jahre oder mehr als dreißiger hier.
00:32:25: Das war man.
00:32:26: wir haben vorhin drüber gesprochen das waren Sommerfähen.
00:32:30: Ja sie sagten dass man also das muss man kurz auflösen man sagt auf jeden Fall nicht urlaub.
00:32:35: Wenn man Urlaub sagt, ist schon die Hälfte der schönen Ferien vorbei.
00:32:42: Und ich verbrachte diese Sommerferien in Positano an der Almalfenkürste vor dreißig Jahren und damals war es schon überlaufen aber noch nicht so schlimm wie heute.
00:32:52: und Freunde von mir hatten dort ein altes Familienhaus direkt über dem Meer unfassbar schön Patenonkel eines Kindes, der dort war.
00:33:07: Und wir sind eines Tages nach Neapel gegangen ins Museum und dort gibt es dieses wunderbare Archäologie-Museum in Neapelt.
00:33:24: Das ist so ein prächtiger ocherfarmener Bau bedeutende Phanesesammlungen und es gibt ägyptische Ausgrabungen usw.
00:33:34: Aber vor allen Dingen liegt sehr viel aus Pompeii dort, also die ganzen Originale sind dort in dem Museum.
00:33:40: was sie in Pompeii sehen, sind meistens Kopien, damit sie nicht kaputt gehen.
00:33:46: Und unter anderem und Phaneso und Ägypten interessierte den Jungen nicht aber er mochte vor allem das kennen Sie auch dieses Große Alexander Mosaik, wo Alexander abgebaut ist in jedem Geschichtsbuch drin.
00:34:02: Einzige Bildnis was wir von Alexander haben und das ist die Alexander Schlacht.
00:34:06: Das ging Darius in die Schlacht und er ist auf einem Wagen also auf einem Streitwagen und reitet und dreht sich so um.
00:34:18: zu Darius
00:34:20: Das ist
00:34:21: ein Bild.
00:34:21: Ein ganz großes Musik aus Pompeii und das Original ist eben dort in dem Museum Und Sie können... Ich habe jetzt gerade das Wort, deswegen muss ich das sofort verwenden In den Show Notes.
00:34:36: Können sie das verlinken?
00:34:37: Ja, vielen
00:34:37: herzlichen Dank!
00:34:38: Als Sie Show Notes sagen, es macht
00:34:40: mich glücklich!
00:34:40: Sie sagen
00:34:41: auch nicht mehr Podcast wie am Anfang, sondern sie sagen jetzt Podcast Es ist schön.
00:34:45: Ja ja, ich bin ja lertfähig.
00:34:50: Und dieses Alexanderbild des Mosaic, das auch wirklich sehr schön ist.
00:34:56: Da ist Alexander drauf und Bukefalos.
00:35:00: Bukefalos war das Pferd von Alexander – ein ganz berühmtes Pferde bekennt den Namen von Bluthaich und er hat eine Geschichte da drüber gekommen gleich noch zu.
00:35:10: Und jedenfalls stand dieser Junge vor dem Mosaik und sagte einen Satz der der mir nicht mehr aus dem Kopf ging, weil er sagte dass Alexander und das Pferd die gleichen traurigen Augen hätten.
00:35:24: Und das fand ich ganz interessant!
00:35:26: Weil es ist natürlich mosaik und die Augen sind nicht so wahnsinnig also nicht wie gemalt.
00:35:32: aber das stimmte auch und sie seien ein bisschen traurig.
00:35:36: und dann gingen wir wieder aus diesem Museum raus und er wollte ganz viel über Alexander wissen Tolsten Geschichten auch für Kinder überhaupt.
00:35:48: Also nicht mein Alexander, sondern Alexander der Große und ich erzählte ihm dann so zu euch was Kinder interessieren.
00:35:55: also hundertfünfzig Jahre vor dieser Schlacht von Darius hatte.
00:36:02: Xerxes ein Vorgänger König von Darius hatte schon mal Europa angegriffen und baute über den Helios Pond Brücken aus Schiffen Und die Brücken wurden zerstört, weil das Meer unruhig war.
00:36:19: Daraufhin ließ Xarxes das Meer auspeitschen.
00:36:23: Weil er sauer war auf dem Meer und das mögen Kinder also so Zeug.
00:36:26: In jedem Fall machten wir dann da an der Amalfik-Küste in diesem Sommer viele Spazierwinge... ...und ich erfand für ihn diesen Alexander aus Kaliste um ihm sozusagen zu unterhalten in Erster Linie.
00:36:43: Etwas mehr als einem Jahr trafen wir uns noch mal in diesem Familienhaus in Positano.
00:36:49: Und der ist inzwischen natürlich selbst erwachsen und das Anwalt in New York verheiratet mit einer ganz bezaubernden Frau, hat selbst eine Tochter die jetzt zehn ist ungefähr neun oder zehn.
00:37:03: Dann sagte er ob ich nicht diese Geschichten von Alexander, die ich ihm damals erzählt hatte, längst vergessen habe hatte zu diesem Zeitpunkt mal aufschreiben könnte, weil er würde sie seine Tochter gerne vorlesen.
00:37:16: Und so kam wir dann um einen kleinen Sprung zu machen auf Donald Trump und weil er fand irgendwie im Moment sei das einfach auch interessant mal wieder so Grundlagen der Demokratie die ja in Amerika ein bisschen wanken und warum das wichtig ist usw.
00:37:35: zu erzählen.
00:37:38: Also,
00:37:43: wie sie jetzt von Trump... Wie sie plötzlich mit Trump reingekommen und da merke ich wieder, Geschichten erzählert.
00:37:48: Zack!
00:37:48: Da ist was.
00:37:50: In dem Buch geht's
00:37:51: ja... Der Trump ist ja in den Buch drin.
00:37:53: Haben Sie gar nicht gesehen?
00:37:54: Nee.
00:37:54: Geben Sie mal her.
00:37:55: Ja.
00:37:56: Also es gibt ja ...in dem Buch gibt es einen Tyran.
00:38:02: Ein Tyran, ja.
00:38:03: Und die haben auch
00:38:04: gemalt.
00:38:05: Genau.
00:38:06: Den habe ich auch gemalzt.
00:38:09: Und der Tyran Der hat so viel Unsinn gemacht, dass man ihn auf dem Marktplatz in eine Badewanne setzen musste.
00:38:18: Weil er so wahnsinnig gerne Schaum schlägt und der Schaumschläger.
00:38:24: Und wenn Sie genau hinschauen ... Können sie auch dann in den Scheitern sehen?
00:38:32: Das ist Trump!
00:38:34: Ja.
00:38:35: Die Badewanne hat die amerikanischen Flaggen.
00:38:37: Also
00:38:38: sie sind ja wieder... Also es geht hier in dem Buch grundsätzlich darum, dass ein Junge Alexander losgeschickt wird um gute Gesetze zu finden.
00:38:51: Zu sammeln damit das Land in dem er lebt nicht angegriffen
00:38:54: wird.
00:38:56: Wir beschaffen ja Grundlagen heute.
00:38:57: was ist ein gutes Gesetz?
00:38:59: Ja das versucht Alexander herauszufinden.
00:39:02: Aber für sie
00:39:05: Das ist eine... wissen Sie die Stellen so diese Frage der schwierigsten Fragen der Menschheit, was ein gutes Gesetz ist.
00:39:16: Also das ist die Frage danach, was gerecht ist und tatsächlich ... Der Podcast würde jetzt sehr lange dauern wenn man das versuchen würde zu erklären weil es gibt unendlich viele... Es gibt ganze Bibliotheken über diese Frage.
00:39:40: Der erste, der das formuliert hat was gerecht sei war natürlich wie alles zum ersten mal formuliert wurde in Griechenland Platon und Das was er formulierte stammte Wahrscheinlich nicht von platon selbst sondern von den sogenannten sieben weisen.
00:40:01: es gab sieben Weise in griechen land die können Sie in den show notes verlinken Und die machten sich auch schon Gedanken darüber.
00:40:15: Die ursprünglichste Formulierung wäre, dass man gleiches Gleich und ungleiches Ungleich behandelt.
00:40:23: Das war sozusagen Platons Grundidee vor zweieinhalb Tausend Jahren.
00:40:30: Moment!
00:40:30: Gleiches, Gleich und Ungleich ist Ungleich?
00:40:33: Ungleich ja... Ich versuche es mal auszuführen, Umgekehrt gesagt, dass man ... Ich sag diesen Satz jetzt aber wir müssen darüber reden.
00:40:47: Jeder soll das Seine bekommen.
00:40:49: also jeder soll sozusagen das bekommen was ihm gemäß ist oder ihm zusteht.
00:40:57: und daran sieht man auch wie furchtbar gefährlich diese Idee ist.
00:41:02: weil Was ist gleich und was ist ungleich?
00:41:05: Und jedem das Seine war ja nicht nur eine Kantate von Bach, sondern es stand auch über dem Kassett von Auschwitz.
00:41:11: Jeden das Sein.
00:41:13: Also platte uns Idee krank daran, dass zwar die Grundidee jedem das seine würde sofort jeder unterschreiben aber irgendjemand legt fest, was jedem das seine isst Und deswegen ist das keine Definition von Gerechtigkeit, sondern die Gesellschaft selbst legt das fest und zwar nach irgendwelchen Maßstäben aber nicht nach gerechten.
00:41:39: Und deswegen wurde diese Idee dann oder würde das heute niemand mehr in der Form verwenden?
00:41:47: Dann könnte man den nächsten Schritt sagen ja, wenn nicht jedem das seine, dann vielleicht jedem das Gleiche wäre eine bessere Idee.
00:41:59: Da muss man aber sagen, das ist so vom Grundsatz vernünftig.
00:42:03: Aber im Detail sofort vollkommen unvernünftig!
00:42:06: Sie können einen reichen Menschen nicht so besteuern wie einen armen Menschen.
00:42:12: Also müssen sie da schon ungleich behandelt werden?
00:42:14: Sie können Staatsbürger wählen lassen, Nicht-Staatsbürger aber nicht und so weiter... Das funktioniert auch nicht jedem das Gleiche.
00:42:23: Und abgesehen von den Systemen in denen das funktioniert ...versucht wurde, die ja alle nicht funktioniert haben.
00:42:32: In welchen Systemen war das gekommen?
00:42:34: Na ja, die ursprüngliche Idee vom Kommunismus war ja, dass jeder das Gleiche haben soll und das wissen wir heute ist ja absurd überhaupt noch darüber zu reden, dass das funktioniert in einer idealen Welt vielleicht aber nicht in der tatsache.
00:42:52: und in der idealen welt kann es auch nicht funktionieren weil sie auch ein Kleinen Menschen, andere Sachen geben müssen als einem großen Menschen und einen alten wiederum anderen als einem jungen.
00:43:04: Also eben das Gleiche funktioniert auch nicht.
00:43:07: Dann hat man überlegt sie kennen vielleicht noch diesen Satz, den wir als Kinder gelernt haben die goldene Regel was du nicht willst dass man dir tut das füge auch keinem an dazu.
00:43:22: Das war dann eine Idee von.
00:43:24: kann man Gerechtigkeit vielleicht so erklären.
00:43:29: Wo
00:43:29: kommt dieser Sache
00:43:29: her?
00:43:33: Ich glaube, zumindest in jeder Gesellschaft auf der Welt in unterschiedlichen Varianten.
00:43:41: Bei uns ist das einfach ein Sprichwort oder war es... Aber die ursprüngliche Idee ist ja immer gleich.
00:43:47: Die gab's auch schon bei den Ägypten und so weiter.
00:43:54: Eigentlich als Idee ganz gut Allerdings auch da wieder im Detail relativ kompliziert, stellen sie sich vor einen Sadisten der gleichzeitig masochistische Neigung hat.
00:44:15: Wenn wir uns nach dem richten würden hätten wir eine ziemlich schreckliche Welt und das ist ein Kant hat es dann sozusagen noch überhöht und einen wirklich schönen Satz daraus gemacht.
00:44:27: Ich lese ihn in den Vorweichen immer vergesse, handele nur nach der Maxime von der du zugleich wünschen kannst dass ihr ein allgemeines Gesetz werde.
00:44:42: Das ist auch relativ schwer.
00:44:43: also gehen wir eins zurück die goldene Regel.
00:44:48: was ist denn mit einem Richter der einen Verbrecher bestraft bin in das mit dem Sadisten nicht so gefällt?
00:44:56: Der Richter möchte ganz sicher nicht selbst bestraft werden, sondern er will nur den... Also kann der schon nicht wünschen dass alles so wird.
00:45:04: Jetzt könnten sie einwenden ja aber der Verbrecher hat doch zuerst gegen die Goldene Regel verstoßen das stimmt Aber dann müssen Sie die goldene Regel erst festlegen.
00:45:17: also ist es wieder ein in sich eine in sich Frage, die sich nicht auflöst durch die Goldene Regel.
00:45:24: Das heißt also die Gerechtigkeit setzt und die goldene Regel setzt die Gerechtigkeit voraus.
00:45:31: Und bei dem kategorischen Imperativ von Kant ist es genauso.
00:45:35: Welche Gesetze soll ich mir denn wünschen dass sie allgemeines Gesetz werden?
00:45:40: Dann würde Kant immer antworten ja die gerechten Gesetzen natürlich aber das erklärt die gerechte Gesetzer nicht.
00:45:47: Sie sehen also Und es gibt noch mehr Theorien, die ich Ihnen jetzt ... Das wird's zu langweilig.
00:45:52: Aber das sind zweieinhalb Tausend Jahre Nachdenken-Ergebnis null.
00:45:58: und Ich hab als Student hatte ich ein Buch gefunden von einem Juristen, den ich sehr verehre Hans Kelsen heißt er.
00:46:07: Hans Kelesen wurde berühmt mit einem Buch Reine Rechtslehre.
00:46:13: Und Hans Kelessen können Sie in den Show Notes verlinken war sozusagen einer der ganz großen Juristen Österreichs, war mit Verfasser der österreichischen Verfassung, war dann auch Richter am österreichen Verfassungsgerichtshof ging dann nach Köln und war eine der ersten Rechtslehre die unter Hitler fliehen mussten.
00:46:41: Alle kleine Bemerkungen im Rand.
00:46:45: alle Rechtslehrer in Kölnen wandten sich dagegen bis auf Karl Schmidt, der das toll fand.
00:46:53: Das Kelsen weg ist und Kelsin hatte jedenfalls um da zurückzukommen ein ganz kleines dünnes Buch geschrieben.
00:47:00: es können sie heute noch kaufen.
00:47:03: das hieß was ist Gerechtigkeit?
00:47:05: Und ich nehme mich als sich das als Student in die Hand bekam und glücklich war endlich ja wusst nur noch dieses kleine Büchlein lesen dann hast du's listet dort also sehr eingängig und auch für Nicht-Juristen gut verständlich alle diese verschiedenen Theorien, die ich jetzt gerade so angerissen habe auf.
00:47:29: Und der letzte Satz in dem Buch ist Ich weiß nicht was Gerechtigkeit ist.
00:47:35: Sehr frustrierend!
00:47:37: Sehr frustriert?
00:47:38: Ja.
00:47:38: Aber dann passiert etwas das äußerst ungewöhnliches... ...und das war... ...mh... ...Ninzehnhundertdreiundsiebzig ... in Amerika ein Buch veröffentlicht, das hieß A Theory of Justice.
00:47:55: Eine Theorie der Gerechtigkeit von einem Professor, die hieß John Rawls.
00:48:00: Der ist glaube ich so... Also ich weiß es nicht genau, sehr früh... Ich würde mal sagen in zwanziger Jahren geboren, aber das kann ich Ihnen nicht genommen.
00:48:13: Können Sie verlinken?
00:48:14: In den John Rawlts?
00:48:15: Ja, John Rawles eine Theorie deGerechtigkeit und das war tatsächlich bahnbrechend und eine Unverschämtheit, weil nach zweieinhalb tausend Jahren nachdenken.
00:48:27: Nach Platon, nach Kant, nach allen möglichen Leuten kam diese damals noch relativ junge Professor und sagte in den fünftiger jahren gebunden vermutlich und sagte ich habe jetzt eine Theorie der Gerechtigkeit und die war außergewöhnlich Und kommt auch in Alexander vor in dem zweiten Kapitel.
00:48:55: Die Idee war, wir haben jetzt wirklich lange genug drüber nachgedacht und nichts gefunden.
00:49:03: Und wie wäre es wenn nicht mehr ein Einzelner sagt was Gerechtigkeit ist sondern alle?
00:49:11: Also das sozusagen umdreht!
00:49:15: Wie macht man das?
00:49:17: Da erfand John Rawts eine Denkfigur, die heißt der Schleier des Nichtwistens.
00:49:23: Und der Schleihe des Nicht-Wistens ist sozusagen stellen Sie sich vor sie wissen nicht mehr wer sie sind.
00:49:31: Sie wissen nicht ob sie ein Mann sind oder eine Frau.
00:49:34: Sie wissen nicht ob es reich oder armen sind weiß oder schwarz?
00:49:37: Ob sie Sklave oder König sind?
00:49:39: Sie wissen das alles nicht mehr!
00:49:41: Das einzige was sie noch haben ist ihre Urteilskraft.
00:49:46: Und sie und andere treffen sich unter diesem Schleier des Nichtwissens, und überlegen was sind gerechte Gesetze.
00:49:55: Dann würden Sie sehr schnell darauf kommen dass sie Gesetzen machen die nicht schlecht für Sklaven sind weil sie ja auf die Welt kommen und unter Umständen ein Sklave sind.
00:50:07: Und sie machen Gesetze, die nicht schlecht sind für arme Leute und auch nie schlecht für reiche Leute.
00:50:13: Das kann ja auch sein dass sie furchtbar reich zurückkommen.
00:50:15: also versuchen Sie unter diesem Schleier des Nichtwissens Gesetzes zu finden und zwar nicht als Einzelner sondern alle zusammen.
00:50:24: es ist eine große Diskussion was sozusagen gerecht?
00:50:28: Und das wurde dann oft gemacht.
00:50:29: Also das hat man dann immer wieder versucht mit Studenten und usw.
00:50:36: Lustigerweise auf zwei Gesetze am Schluss.
00:50:39: Das eine ist Grundrechte, die für alle gelten und zwar egal wer es ist, alle haben bestimmte Grundreichte, die wir auch schon hatten.
00:50:49: also wir haben ja die amerikanische Verfassungsbeispielweise wo wir einfach sagen alle Menschen sind gleich geboren und von dem Schöpfer mit bestimmten Rechten ausgestattet und bleiben mit diesen Rechten ausgestattet, weil es sehr unzusammenhängt zitiert.
00:51:11: Oder wir haben die französische Grundrechte.
00:51:14: Wir haben die Grundrechtepfiffen von nineteen achtundvierzig
00:51:16: usw.,
00:51:17: also Grundrechter haben wir und die gelten für alle, unbesehen davon wer's ist.
00:51:23: Und dann die anderen Gesetze Die sie erlassen sind erlaubt wenn Sie den anderen helfen.
00:51:34: Das als Unterstützung?
00:51:35: Ja Das rechtfertigt die Unterschiede in den Gesetzen.
00:51:46: Also John Rons, der übrigens dann praktisch alle amerikanischen Präsidenten beriet und als der größte Rechtsfilosoph oder Verfassungsrechtler seiner Zeit galt ... übrigens auch ein wahnsinnig interessanter Mann, der sagte nicht was man jetzt vermuten dürfte alle müssen das gleiche haben sondern er sagt es ist vollkommen zulässig dass einer sehr sehr reiches oder sehr viel geld verdient.
00:52:25: aber es ist nur zulässige wenn das gleichzeitig den armen hilft und das ist eine wirklich tolle definition.
00:52:35: also Wenn Sie jetzt sagen, sie bezahlen dem VW-Vorstand wie vor zwei Tagen Milliarden oder Millionen als Boni.
00:52:54: Dann würde John Rawls sagen das kannst du machen aber es muss den untersten Schichten in der Bevölkerung helfen.
00:53:05: Das heißt Wenn du Millionen bezahlst, dann muss es auch so sein, dass du beispielsweise Leute in deiner Firma beschäftigst die deinen Auskommen hast.
00:53:16: Wenn du Millionen als Boni bekommst aber deine Firma zumachst, hast du sie nicht verdient?
00:53:25: Es ist sehr viel komplizierte.
00:53:27: Theory
00:53:28: of Justice ist so dick!
00:53:30: Aber es lohnt sich wirklich da mal reinzuschauen oder zumindest mal so... eine Zusammenfassung dazu zu lesen, weil das wirklich die einzige vernünftige Theorie über Gerechtigkeit ist, die ich kenne und auch.
00:53:44: also Ich wüsste nichts was besser funktioniert.
00:53:48: Und es können sie sogar im Völkerrecht anwenden in den anderen Rechtsgebieten.
00:53:53: und John Walls war übrigens wahnsinnig lustig, weil er Gehörte zu dem was ich immer sehr angenehm finde zu den uneitelsten Menschen, die es gibt.
00:54:05: Der fiel immer darauf damit auf, dass er auf großen juristischen Kongressen stundenlang Bob Dylan Songs zitierte und irgendwas daraus erzählt.
00:54:16: Oder er sollte einmal eine ganz bedeutende mit viel Geld verbundene juristische Medaille bekommen die allerdings damit verbunden war was er erst auf dem Flug mitbekam das er mit dem japanischen Kaiser ist in so einer.
00:54:33: Und dann hat er darauf verzichtet und blieb im Hotel, und hat mit der Putzfrau gegessen.
00:54:37: Also wirklich ein sehr angenehmer lustiger Mann!
00:54:43: Für ihre Höhre wenn sie Lust haben lesen Sie auf jeden Fall Kelsen das kleine Buch.
00:54:47: Das haben sie schnell durchgelesen und wird sie erhellen Abende damit verbringen können, anderen zu erklären was Gerechtigkeit ist.
00:54:57: und lesen sie ein bisschen John Rawls.
00:54:59: Das ist etwas komplizierter... ...und viel umfangreicher aber es lohnt sich auch.
00:55:04: Jetzt sind wir aber in der Situation dass man sagt okay da sind.
00:55:08: wenn ich ihn richtig verstanden habe das sind über tausende von Jahren haben sich Menschen Gedanken über Gerechtigkeiten gemacht Und dann gab es zumindest in den Siebzigern etwas, was sie für schlüssig empfinden und noch von einem Mann der dann auch offensichtlich eine Wirkung hatte.
00:55:24: Einfluss auf Präsidenten usw.
00:55:27: Wenn wir über Volkswagen sprechen – über Millionen Milliarden, was auch immer -, die ausgeschüttet werden und gleichzeitig werden Menschen entlassen.
00:55:36: wenn wir uns anschauen das unlängst... Die Washington Post, drehundert Mitarbeitende irgendwie wurden da entlassen.
00:55:43: und gleichzeitig habe ich zumindest noch im Kopf wie Jeff Bezos der Sitzer letztes Jahr relativ umfangreich gefeiert hat seiner Hochzeit in Venedig.
00:55:55: Und man hat ja gerade jetzt nicht unbedingt das Gefühl, zwei tausend sechsundzwanzig Mensch!
00:55:59: Das ist ja wirklich gerecht.
00:56:01: also diese sehr reichen Männer die Milliardäre toll die geben wirklich viel ab sondern eigentlich für das, was man ja dann liest ist Steueroase hier.
00:56:11: Das Geld die Firma den Firmensitz dahin verlegt.
00:56:15: Jetzt wird gerade viel darüber gesprochen über die Erbschaftsteuer und es wird sicherlich noch viel mehr werden in diesem Jahr.
00:56:21: Und dann ist ja so das Gefühl dass es gerecht zugeht.
00:56:25: das schwindet zumindest wenn man jetzt mal im groben so anschaut.
00:56:30: Wie empfinden Sie das?
00:56:31: Also erstmal Erstmal ist es so, dass es viel gerechter zugeht als vor zweihundert Jahren.
00:56:38: Also das muss man einfach mal festhalten und... Es ist so, da alle gesellschaftlichen Entwicklungen wenn man sie über einen langen Zeitraum betrachtet Pendelbewegung sind.
00:56:53: aber nach oben strebende Pendel bewegungen wird allgemein immer ein bisschen besser, auch wenn wir im Moment so das Gefühl haben um Himmels willen die ganze Welt geht unter.
00:57:05: Aber stellen Sie sich mal den dreißigjährigen Krieg vor oder den siebenjährigen krieg oder auch nur vor achtzig Jahren wie es da aussah und insofern ist es schon sehr viel besser.
00:57:14: Das heißt zwar nicht dass es gut ist aber es wird besser.
00:57:20: Und wenn man...wenn man...das ist ja auch das Interessante wie man sich darüber unterhält.
00:57:25: Stellen Sie sich einmal vor Wir reden jetzt tatsächlich über eine Erbschaftsteuerreform.
00:57:32: Ich bin sehr für hohe Erbshaftsteuern, nur muss man das auch klug machen.
00:57:39: also wenn man es primitiv macht wird die Wirtschaft abwürgen Ein System finden, dass sie so... Also die meisten... Kann man einfach gesagt ich bin kein Steuerrechtsexperte aber das liegt ja auf der Hand.
00:57:55: Die meisten großen Vermögen liegen nicht wie bei uns beiden als Geld auf dem Konto sondern sind in Firmen drin.
00:58:04: In einer Maschinenbaufirma Wenn Sie die jetzt mit fünfzig Prozent besteuern also demjenigen dem die Firma gehört.
00:58:13: Das kann denn nicht bezahlen weil Er müsste die Firma verkaufen, um diese Fünfzig Prozent zu bezahlen.
00:58:20: Sehr primitiv gesagt!
00:58:22: Das ist gefährlich... Wir könnten ja sagen, er macht ja nichts und soll es halt verkaufen dann haben sie andere.
00:58:28: Es ist deshalb sehr gefährlich weil wir das jetzt schon als Trend sehen dass die chinesische Wirtschaft sehr viele dieser Firmen kauft oftmals die jetzt in der dritten, vierten, fünften Generation der Unternehmer sind.
00:58:43: Die sanken Himmels wie.
00:58:44: ich möchte nichts mehr mit diesem Unternehmen zu tun haben.
00:58:46: Ich möchte flotierendes Geld haben also müssen sie das so machen dass Sie die Erbschaftssteuer über Jahre strecken?
00:58:56: Also Sie können dann sagen... Fünfzig Prozent haben oder dreißig oder vierzig Prozent, aber du musst das nicht sofort bezahlen.
00:59:03: Du kannst es aus den Gewinnen deiner Firma bezahlen dann würde es funktionieren.
00:59:07: ich bin sehr dafür große Vermögen zu besteuern wenn man's wirtschaftlich vernünftig kann also wenn das nicht in Firmen drin ist die dann verkauft werden müssen.
00:59:19: Aber da findet man Regelung dass Es auch Nicht so wahnsinnig schwer.
00:59:23: Die viel interessandere Frage an diesem Punkt Ist Was machen wir mit dem Geld, das wir da einnehmen?
00:59:31: Also... Das Dünnste was wir machen könnten ist das für Straßen auszugeben oder für irgendetwas anderes.
00:59:40: Für Militär oder irgendeinen sonstigen Zweck wofür der Staat Geld ausgeht.
00:59:46: Viel viel klüger wäre es dieses Geld zu nehmen und in einen Fonds zu packen In einem Staatsfonds Aus dem wir heraus ... am Schluss Renten bezahlen können.
01:00:00: Das wäre sozusagen eine vernünftige Art und Weise, wie man mit dem Geld ausgeht.
01:00:05: Warum ist das eine vernüftiger... also warum?
01:00:08: Also das eine ist ja grob Infrastruktur!
01:00:13: Wir alle können uns wenn es in Straßen investiert wird besser bewegen.
01:00:17: wir rutschen nicht aus jetzt im Winter.
01:00:19: Sie erleben nicht die Stöcke-Situation.
01:00:21: Ach in Berlin Ja.
01:00:23: Aber genau als wäre für die Infrastruktur
01:00:26: verspricht
01:00:27: dagegen es für die Infrastruktur zu nehmen, in die Rente zu investieren.
01:00:34: Weil wir ein Rentensystem haben das ein reines Umlagesystem ist.
01:00:39: Die Rente wird ja nicht aus einem Form bezahlt sondern direkt.
01:00:46: Sie bezahlen direkt die Renten eines Rentners.
01:00:51: und da wir In der Demografie einen Wechsel haben, der uns es unmöglich macht auf Dauer dieses Rentensystem zu halten.
01:01:04: Müssen wir ein System finden das uns daraus entlastet?
01:01:09: Wenn sie heute zehn Jahre alt sind werden Sie irgendwann mal die Rente von fünf Leuten bezahlen müssen was nicht funktioniert.
01:01:17: Die fünf wollen immer noch essen und werden immer älter aber demografisch ist sind dann weniger die arbeiten Und andere Länder, die das längst um... Wir haben es versäumt einfach.
01:01:30: Wir hätten das umstellen müssen in den Achtzigerjahren und wir haben's einfach nicht gemacht und jetzt wirds wieder nicht gemacht.
01:01:36: Jede Regierung sagt, ja, das ist so ein sehr heikeln und das machen lieber... Das kostet zu viele Stimmen!
01:01:43: Aber jetzt stellen Sie mal vor, sie würden ... zu den Unternehmen hingehen.
01:01:48: Ich habe mit Unternehmen gesprochen und mich erkundigt, was die von so einem Vorschlag halten würden.
01:01:54: Stellen Sie sich mal vor, sie gehen jetzt zu einem Unternehmen, zu einem Familienunternehmen hin und sagen pass mal auf ihr zahlt keine Erbschaftssteuer mehr.
01:02:05: aber dafür möchten wir zehn Prozent von eurem Unternehmen ohne Stimmrechte.
01:02:09: das könnt Ihr viel besser als der Staat.
01:02:11: Also wir als Staat?
01:02:12: Wir als Staat.
01:02:14: Ohne Stimmrecht.
01:02:16: Wir wollen da keine unternehmerischen Entscheidungen, die ein Staat sowieso nicht treffen kann oder immer sehr schlecht trifft.
01:02:23: Aber wir wollen das zehn Prozent in diesen Vorgaben.
01:02:27: Also zehn Prozent von dem, was ihr erwirtschaftet auf die nächsten hundert Jahre ist völlig egal wie lange.
01:02:33: Und reden
01:02:33: wir davon wird sämtlichen betrieben?
01:02:36: Nein nein das muss ja immer freiwillig sein sie können ja nicht enteignen.
01:02:39: also Sie können das Angebot machen an Die Erben eines Unternehmens und können den das Angebott machen.
01:02:46: wenn Ihr das macht Wenn ihr also sozusagen eure Firmen Anteile zu einem teil abgibt zehn prozent dann zahlt ihr auf den nächsten zwanzig Jahre keine Abschöpfteuern.
01:02:59: Und dafür gehören uns als dem Staat die Firmenanteil, da.
01:03:04: die werden dann verwaltet in einem großen Fonds also angelehnt beispielsweise an den norwegischen Pensionsfonds und mit diesem Geld können wir die Renten bezahlen.
01:03:15: das ist ungewöhnlich viel Krips beim Nachdenken und einiges an Administration.
01:03:22: Aber der Staat prüft keine unternehmerischen Entscheidungen, sondern kassiert an dem... Und wir alle dadurch kassieren an den wirtschaftlichen Aufschwung des Staates oder der Unternehmen und der Wirtschaft mit.
01:03:37: Fände ich zum Beispiel mal eine Idee über die man zumindest sich unterhalten kann das muss gar nicht ausgereift sein aber es Und die Unternehmer, mit denen ich gesprochen habe, fanden das zumindest eine erwegenswerte Idee.
01:03:52: Das kann nur auf freiwilliger Basis passieren aber irgendwie müssen wir den Laden in den Griff bekommen.
01:04:00: Wir können nicht einfach sagen wir machen jetzt immer so weiter es wird schief gehen.
01:04:05: ja ist vollkommen klar.
01:04:06: Aber wir sind jetzt sehr weit weg von dem Kinderbuch
01:04:09: Gerechtigkeit.
01:04:11: Es gibt hier ganz viele viele viele Gesetze und es gibt ganz viele kluge Anwälte.
01:04:19: Und gerade reiche Menschen, jetzt mal so ganz vereinfacht können sich dann kluge Anwälteleisten die schauen können bei den Gesetzen sagen gucken wir da können wir das so machen?
01:04:28: Da können wir dazu machen und dann musst du eben nicht so viel Steuern bezahlen.
01:04:34: Dann kannst du deine Milliarden die du da irgendwie bekommst oder bekommen hast.
01:04:39: Da kannst du das irgendwie so deichseln dass du darauf keine Steuer zahlen musst.
01:04:46: Finden Sie das gerecht?
01:04:48: Nein, nein.
01:04:48: Das ist furchtbar!
01:04:51: Also wir haben das einmal bei Unternehmen wie Apple beispielsweise die ganz geringe Steuern irgendwo in Irland zahlen und alles soweit hin- und herschieben dass sie am Schluss bei zwei Prozent Steueren insgesamt sind was Katastrophe ist.
01:05:07: Und ich finde es auch ebenfalls eine Katastrofe dass sie sozusagen Sie müssen ja noch nicht mehr reich sein, machen wir es viel einfacher.
01:05:21: Sie müssen nur ein bisschen wohlhabend sein.
01:05:24: Sie können jetzt beispielsweise die Bücher, die sie kaufen oder die Aktentasche oder ihren Stift oder was weiß ich?
01:05:32: Was absetzen!
01:05:34: Was total verrückt ist... Also Sie sagen, das ist mein Arbeitsmaterial.
01:05:40: Das brauche ich.
01:05:41: Ich brauche diesen Tisch oder dieses Mikrofon – das kann man ja noch verstehen, weil es Ihre Firma ist – aber andere Sachen, die sie privat sich kaufen und die können sie dann absetzen, was ein Mensch der morgens in die Fabrik geht oder ins Büro nicht kann, weil er gar nicht auf die Idee kommt und gar nicht genügend Geld verdient um das
01:06:05: abzusetzen.".
01:06:06: Ich glaube, das hat einen Hintergrund, den man schwer fassen kann.
01:06:22: Wenn man ein Gesetz macht dann hat jedes Gesetz Ungerechtigkeiten.
01:06:29: also sie sagen jetzt ich besteuere dich wenn du zehn Euro verdienst anders als ich dich besteuern würde, wenn du fünfzig Euro verdienst.
01:06:42: Nun ist es so dass der der elf Euro verdient natürlich ungerechter da steht als der der fünfzig euro verdient weil er mehr zahlt als der Mann der zehn Euro bezahlt.
01:06:56: und jetzt versuchen sie das auszugleichen indem Sie sozusagen da Übergänge schaffen usw.. Das heißt, die Gesetze werden immer immer immer komplizierter weil sie gerechter werden sollen und ein ganz gerechtes Gesetz ist dann am Schluss unendlich kompliziert.
01:07:19: Weil Sie jeden Ausnahmetatbestand und jedes Fitzelchen noch in diesem Gesetz regeln wollen.
01:07:27: das führt dazu bei uns dass wir das komplizierteste Steuerrecht der Welt haben.
01:07:35: Also wir sind von den zweihundertvierzig Steuersystemen, die mal gemessen worden sind auf Platz zweihundertviertzig.
01:07:42: Also tatsächlich das komplizierteste der Welt und das führt dann wiederum Und dass ist das seltsame zu Ungerechtigkeit.
01:07:52: also umso komplizierter es wird um so ungerechter wieder obwohl ihr Ziel ein anderes war.
01:07:58: ich bin dafür.
01:08:01: Ich sage jetzt Beispiele wo sie merken ich bin kein steuerrechtsexperte und mich interessiert es auch nur wirklich ganz am rand.
01:08:10: Aber steuer ist am ende eine frage von gerechtigkeit, ist
01:08:12: ein von gerechthich hat.
01:08:13: aber Es ist absurd bei uns Wenn Sie in einem cafehaus einen café bestellen dann wird er unterschiedlich besteuert je nachdem wie viel café Prozent dort drin sind.
01:08:28: Also ein Milchcafé wird anders besteuert als ein normaler Kaffee und ein Milchscafés wird wieder anders besteuert, als ein Latte Macchiato wenn der Prozentsatz unterschiedlich ist.
01:08:41: Wenn Sie in einer Metzgerei... es gibt ja keine Metzbereien mehr aber in Bayern gibt das zum Beispiel noch Vincent Moog... ...wenn sie dort einen Leberkäse-Sammel kaufen was sie nicht machen sollten weil es wirklich Krausliches Zeug ist.
01:08:57: Aber wenn sie das kauft, dann wird es unterschiedlich besteuert ob der Leberkäse in der Semmel warm ist oder ob er kalt ist.
01:09:06: Es wird unterschiedlich besteuert wie lang die Gabel ist.
01:09:11: Wenn Sie länger als zehn Zentimeter ist, wird es anders besteuern... Es ist ein vollkommenes Chaos aber wir können es regeln!
01:09:20: Es gibt einen Gesetzbuch das geschrieben worden ist Das ist vollkommen fertig von einem Heidelberger Professor, der das Steuersystem stark vereinfacht.
01:09:36: Der war mal Vorsitzender des Bundesverfassungsgerichts, also kein Mann, der irgendwie ein Spinner ist und das ist ganz vernünftig.
01:09:43: Er war einmal unter Merkel im Gespräch, dass wir unser SteuERSystem so ändern sollten.
01:09:48: Wir haben es nie gemacht was ich nicht verstehe weil es dringend notwendig wäre.
01:09:52: Der sagt zum Beispiel drei Steuerklassen.
01:09:56: Und es kommt darauf an, in welche Steuerklasse sie fallen mit ihrem Vermögen.
01:10:01: das weiß ich habe jetzt die Zahlen nicht im Kopf aber sagen wir mal bis dreißigtausend von dreißigtausend bis seventy tausend über seventy tausten und je nachdem was Sie da verdienen die Steuern bezahlen sich.
01:10:14: sie können nichts absetzen sie können keine Rechnung sonst schreiben sie können nicht dran rummachen sie haben das als Verdienst sie bezahlen das als steuerpunkt aus.
01:10:24: Dann könnte man während noch meinen Vorschlag dazu machen, dass man sagt bis zum Mindesteinkommen.
01:10:32: Also der gesamte Mindeseinkommelohn bleibt steuerfrei.
01:10:36: da würde der Staat erst mal sagen Gottes Willen das können wir doch nicht machen.
01:10:39: aber es ist ausgerechnet dass es funktionieren würde und sie hätten vor allen Dingen plötzlich sehr viele Leute, die sagen würden jetzt lohnt es sich wieder zu arbeiten und jetzt habe ich das Geld was ich dort verdiene als Kellner, als Aushilfe in einem in einer Boutique.
01:10:57: Was weiß ich wo?
01:10:58: Das kann ich jetzt behalten und deswegen gehe ich auf jeden Fall wieder arbeiten.
01:11:02: also auch dass würde sich lohnen sozusagen für den Einzelnen.
01:11:08: Das Problem von dieser Geschichte ist Es ist ungerecht.
01:11:13: ja Es ist ungerecht.
01:11:14: Wenn Sie dann dreißigtausend und ein Euro verdienen, dann zahlen sie den Steuersatz der Zwischenzeit.
01:11:21: Aber dafür wäre es für alle und im Gesamten gerechter!
01:11:27: Und es gibt Klugeleute die das ausgerechnet haben dass der Staat genauso viel einnehmen würde wie jetzt.
01:11:34: aber wir alle Hätten wirklich weniger Arbeit.
01:11:38: Und das können sie auf alle anderen Steuergesetze auch anwenden, also man müsste sich das sozusagen genau anschauen.
01:11:47: aber er hat auch diese ganzen furchtbaren anderen Steuern die es auf alles mögliche gibt so zusammengefasst dass der Staat damit leben kann und wir alle viel viel besser damit leben können um das Guthand haben können.
01:12:04: ich fand es eines der wirklich schrecklichen Dinge, dass das nie durchgesetzt worden ist.
01:12:13: Sie können unser Steuersystem – das wir jetzt haben – nicht mehr reparieren!
01:12:18: Sie können nicht irgendwo ein bisschen was rumschrauben und hoffen, dass es besser wird.
01:12:22: Sie müssen es wegschmeißen und ein neues Steueresystem etablieren.
01:12:27: Das wird nicht anders gehen.
01:12:29: Und ich hoffe, dass irgendjemand da drauf mal kommt und das macht.
01:12:34: Also, das ist so viel zu den Steuern.
01:12:38: Zu Ihrer Frage und bei der Erbschaftsteuer übrigens genau dasselbe können Sie ... Bei der Erbbschaftssteuer können...
01:12:45: Komm mal ruhig!
01:12:46: Wir kriegen Kaffee wie schön.
01:12:48: Oh ja, das is toll.
01:12:50: Dankeschön.
01:12:51: Das ist sehr nett.
01:12:51: Vielen herzlichen Dank.
01:12:53: Die Maschine war ... Bitte was?
01:12:55: Die Maschine war langsamer als ihr.
01:12:58: Das macht nichts.
01:12:58: Ganz herzliche Dank.
01:12:59: Danke.
01:13:03: Dasselbe könnten sie eben um auf ihre andere Frage zu kommen, auch in der Erbschaftssteuer machen.
01:13:09: Sie machen einfach drei oder vier Klassen in der Abschafts- steuer.
01:13:12: Sie erben das und dass ... Und sie bezahlen das und das.
01:13:16: Punkt aus!
01:13:16: Und sie müssen dann trotzdem bei dem Erbe von Firmenanteilen sehr aufpassen, dass die Firma nicht schädigen und ruinieren, weil sie verkauft werden muss, um die Steuern zu bezahlen.
01:13:31: Aber das kann man ja machen.
01:13:32: Stunden ist etwas anderes.
01:13:36: Sie haben in den letzten Jahren immer wieder Vorschläge gemacht für Gesetzesänderungen.
01:13:42: Also ich erinnere mich an jeder Mensch, zum einen da haben wir das letzte Mal hier drüber gesprochen aber ich erinner mich auch an eine Sendung bei Karen Meoske am letzten Jahr.
01:13:51: Da haben sie auch Vorschlage gemacht die Zeit der Kanzlerschaft zu begrenzen auf sechs oder sieben Jahre.
01:13:58: Jeder der diese Position hat darf drei Gesetze durchführen und es gibt die ganzen Wahlen, diese Zwischenwahlen, Landtagswahlen gibt es nur an einem Datum und nicht die ganze Zeit.
01:14:11: Also das sind ja Vorschläge, die sie auch immer wieder machen und das Wort was glaube ich in den letzten Monaten immer wieder überall so steht ist Reform-Reform-Re Form.
01:14:21: Und auch ein Bundeskanzler Merz spricht von einem Herbst der Reform – er ist jetzt durch der Herbst und wir haben jetzt Februar.
01:14:32: Also vielleicht habe ich es nicht mitbekommen.
01:14:33: Ich kriege auch nicht alles mit, aber ich fühle keine Reform sozusagen.
01:14:37: Woran liegt das?
01:14:39: Dass dann doch so wenig passiert?
01:14:41: und es geht ja nicht darum dass alle sagen Herr Schierach hat jetzt irgendwie ein neues Gesetz, das müssen wir ja sofort machen.
01:14:46: Aber diese Art von Stillstand Das ist in maximal vielleicht ein Refirmchen isst Und doch hier alle Davon sprechen und auch mal wieder sagen wir müssten sich mehr verändern.
01:14:59: Das sagten sie auch, die Demokratie müsste sich reformieren.
01:15:02: Und stattdessen gibt es keine Bewegung?
01:15:08: Naja... Also das liegt an ganz verschiedenen Dingen.
01:15:19: Zum einen ist es so was ich da gesagt habe mit den von mir sogenannten Kanzlergesetzen.
01:15:26: Das war ja einfach nur die Idee über die wir jetzt gerade sprechen Reform auch durchsetzen können.
01:15:33: Also als Kanzlergesetz hatte ich mir vorgestellt, dass ein Kanzlerskandidat vor der Wahl sagt Ich habe folgendes vor.
01:15:43: Ich möchte beispielsweise das Steuergesetz jetzt so reformieren wie ich es gerade gesagt habe.
01:15:52: Das ist Teil seines Wahlbuchraums.
01:15:57: Er wird gewählt, also er wird nicht direkt gewählt aber seine Partei wird gewählt.
01:16:05: Dann setzt er dieses Versprechen um und kann es umsetzen, weil wir ihm dieses Kanzlergesetz zubillen ohne Opposition.
01:16:22: Und ohne Koalitionspartner vor allen Dingen!
01:16:27: das Problem, dass wir im Moment in den Demokratien haben.
01:16:30: Wir haben keine absoluten Mehrheiten mehr und wir werden sie auf lange Zeit auch nicht bekommen.
01:16:35: Das heißt ich schlage jetzt vor... Also mal ein ganz blödes Beispiel.
01:16:40: Jeder Bürger kriegt zehn Euro, das ist mein Wahlbuchkram.
01:16:45: Ich werde gewählt als Bundeskanzler.
01:16:48: Ich habe einen Koalitionspartner, der sagt um Gott!
01:16:51: Das will in zehn Euro viel zu viel.
01:16:54: Wir geben allen höchstens einen Euro und sie einigen sich am Schluss auf fünf Euro.
01:16:59: Das bedeutet was Friedrich Merz gerade ... passiert, dass man immer sagt der hält sich ja an gar nichts.
01:17:06: Er hat seine Versprechen nicht wahrgemacht.
01:17:09: alles was er versprochen hat im Wahlkampf hatte nicht.
01:17:12: Er kann es ja gar nicht durchsetzen.
01:17:13: ist es nicht möglich?
01:17:15: das ist ein Problem unserer Demokratie.
01:17:19: Wahlversprechen nie umgesetzt werden können, wenn sie in Koalition sein müssen.
01:17:24: Dafür gibt es einen Koalitionsvertrag, da wird das ausgehandelt und so weiter.
01:17:29: Und das sind Kompromisse und Kompromise heißt Ergebnisse im Wege des gegenseitigen Nachgebens.
01:17:36: Das heißt also Sie kriegen's nie so durch!
01:17:39: Das bedeutet auch dass große Reformen nicht durchgesetzt werden könnten.
01:17:44: Wenn Sie sagen ich möchte jetzt eine Sozialstaatsreform Egal ob sie dafür sind oder nicht, können Sie die Sozialstaatsreformen nicht durchsetzen wenn Sie einen Koalitionspartner bei der SPD haben.
01:17:58: Wie soll das funktionieren?
01:17:59: Der sagt ihr könnt alles machen aber das ist unsere DNA.
01:18:07: da können wir auf gar keinen Fall dran.
01:18:09: dann könnte keine Koalition mit uns machen.
01:18:12: Das heißt also Die Idee dieser Kanzlergesetze wäre ja nur, dass sie bestimmte.
01:18:18: Sie dürfen nicht maximal drei oder zwei oder eins nehmen und das setzen sie... Das wird Gesetz ohne Parlament eigentlich nicht demokratisch außer sie sagen die demokratische Legitimation ist dadurch geschehen, dass sich diese Partei wähle, die dieses Gesetz umsetzt werden.
01:18:41: Jetzt sagt der Kanzlernkandidat vor der Wahl Ich mache diese große Steuerreform.
01:18:47: Er wird vom Parlament gewählt, er wird Bundeskanzler.
01:18:50: ersetzt sie sofort um!
01:18:53: Sie ist da und wir haben diese.
01:18:56: zwei Jahre später oder drei Jahre später kann das Parlament die wieder aufheben.
01:19:00: ja es ist kein Gesetz von Gott sondern es wird ganz normal dann behandelt wie jedes andere Gesetz.
01:19:08: Das hätte den großen Vorteil, dass erstens die Leute merken würden ich wähle denen und bekomme das.
01:19:16: Und zum anderen hätten sie den großen Vorteil, daß die Demokratie viel schneller wird als sie jetzt ist.
01:19:22: Und was Sie bemängeln?
01:19:24: Dass Sie sagen es wurden uns viele Reformen versprochen aber die Reform wurde nicht durchgeführt.
01:19:30: Ja!
01:19:30: Sie wurden zu einem guten Teil nicht durch geführt oder sind noch dabei.
01:19:35: Es gibt ums ziemlich viele Reformen, die schon angeschossen worden sind.
01:19:39: Aber sie werden nicht durchgeführt weil Sie einen Koalitionspartner haben und das nicht so eins zu eins umsetzen können.
01:19:48: Es widerspricht dem System ganz einfach Und man muss sich jetzt einfach überlegen was wir wollen.
01:19:57: Wir haben also die älteste noch existierende Demokratie wird dieses Jahr zweihundertfünfzig Jahre alt.
01:20:04: unsere Demokratie ist gerade mal achtzig Jahre alt und es ist überhaupt nicht schlimm, dass wir an diesen demokratischen Systemen etwas reformieren.
01:20:15: Besonders an unserem die Amerikaner.
01:20:17: sie sehen das bei Trump der regiert zweifelhaft ob das verfassungsrechtlich zulässig ist nun auch mit mit mit exekutive Orders.
01:20:29: Etwas ähnliches gibt es bei uns gar nicht.
01:20:31: aber wir müssen schon dafür sorgen, dass unsere Demokratie schneller wird weil sie dadurch robuster wird.
01:20:38: Es wirbt damit ungerechter!
01:20:41: Ja natürlich aber Sie müssen ein bisschen Ungerechtigkeit in Kauf nehmen um stabil zu sein sonst werden Sie auf kurz oder lang instabil.
01:20:54: Nehmen wir das Beispiel Friedrich Merz.
01:20:57: Ich halte Friedrich absolut integren anständigen Menschen.
01:21:02: Ich glaube, dass er vollkommen das Richtige will aber natürlich scheitert er an jedem einzelnen Gespräch, an jeder einzelne Versuch etwas durchzusetzen weil er scheitern muss.
01:21:16: Das ist unsere Demokratie.
01:21:18: nie lässt sich etwas ganz durchsetzen!
01:21:20: Aber die Idee wäre wir müssen Jeden Kanzler, nicht nur Friedrich Merz.
01:21:27: Ein bisschen was geben, das er wirklich durchsetzen kann und schnell durchsetzt.
01:21:31: Sonst sehen wir es nicht.
01:21:33: Und sonst wird die Verzweiflung über Politik immer größer.
01:21:37: Es wird keine absoluten Mehrheiten geben.
01:21:39: Wir leben nicht mehr in den fünftiger oder sechziger Jahren und deswegen können wir uns ruhig ein bisschen reformieren.
01:21:45: Was die andere Frage angeht ... Ich hab wie sie ja auch viel mehr als ich... in meinem Leben schon ein paar Politiker kennengelernt.
01:21:56: Und ich fand also bis auf ganz wenige Ausnahmen, sie alle anständig und alle wollten irgendwie das Richtige und wollten etwas tun für das Land und ich habe keinen erlebt der sagt mir ist das alles egal meine Tasche ist mir wichtiger oder so etwas.
01:22:16: die
01:22:17: große Frage dabei es immer Wie helfen sie diesen Leuten etwas voranzubringen?
01:22:28: Wir haben jetzt das Problem, dass wir alle vier Jahre neu wählen.
01:22:33: Ein Politiker ohne Erwerbsbiografie wie Jens Spahn beispielsweise der kann gar nicht zurück wohin denn auch.
01:22:43: es gibt keinen Beruf in den er Wo er schon etwas geleistet hat, wo er wieder zurückkommt.
01:22:50: Er hat keine Erwerbsbiografie.
01:22:51: Das heißt, er muss alles dafür tun dass er wieder gewählt wird nach vier Jahren um seinen Häuschen abzubezahlen oder was weiß ich sehr vollkommen logisch.
01:23:02: wenn sie aber jetzt sagen du darfst nur für sechs mal sechs Jahre gewählt werden oder sieben oder fünf oder was weiss ich was danach ist Schluss.
01:23:10: Du hast nur dieses eine Mal, du musst dich nicht darum scheren wieder gewählt zu werden.
01:23:15: Mach das was richtig ist und nicht das was dir nützt würden sie viel erreichen.
01:23:20: Das ist übrigens kein Vorschlag der von mir stammt.
01:23:22: ich habe den nun mal gesagt.
01:23:23: es viele andere Leute Richard David Brecht hat das schonmal gesagt nur reportes gesagt davor schon andere.
01:23:31: Es würde uns allen helfen wenn wir wenn wir hingehen würden und sagen würden Wir begrenzen diese Zeit weil derjenige, der dann in dieser begrenzten Zeit arbeiten kann viel freier ist.
01:23:44: Er muss nicht darauf schauen dass er wiedergebildet wird sondern er kann das tun von dem er glaubt.
01:23:49: es ist das Richtige.
01:23:51: Glauben Sie, dass die Menschen also gerade die jüngere Generationen, dass sie vergessen könnte was die Demokratie isst?
01:24:02: Wir nehmen ja... wir vergessen ja auch etwas Freiheites Herr Hilscher.
01:24:09: Sie vergessen auch ihre Zähne, solange sie ihn nicht wehtun.
01:24:15: Wir nehmen alle Dinge für selbstverständlich mit denen wir uns täglich umgeben.
01:24:20: nur wenn sie uns genommen werden wird es schwierig.
01:24:23: ist deswegen so wichtig gewesen ein Kinderbuch zu schreiben?
01:24:25: ja
01:24:26: auch.
01:24:28: Es gibt darin also das was ihnen glaube ich am wichtigsten is.
01:24:33: Ich frage ihr am Ende immer, was würden Sie auf eine große Plakatwand schreiben?
01:24:36: Und haben sie gesagt die Würdesmenschen sind unantastbar.
01:24:37: Das ist übrigens der Satz, der am häufigsten genannt wurde für die Plakatwanne.
01:24:41: Also es gibt viele Menschen, denen das wichtig ist.
01:24:43: Die würde klar.
01:24:46: und nun saß ich neulich mit meinem Sohn dreizehn und er fragte, was ist denn Würde?
01:24:54: Was haben Sie geantwortet?
01:24:58: Ganz ernst ich habe gesagt, das sage ich dir, wenn ich mit Herrn von Schieler geschworen habe.
01:25:01: Eine Unverschämtheit
01:25:03: im dreizehnjährigen gegenüber ist eine
01:25:05: unverschämtheit ja aber Was isst würde?
01:25:09: also wie kann man es wirklich?
01:25:11: Es ist wahnsinnig kompliziert.
01:25:12: für mich ist es ganz irgendwie eine art von gefühl.
01:25:17: Also das interessante ist die Würde ist sehr spät entstanden.
01:25:23: Also die Griechen kannten gar keine Würde des Menschen, die Römer auch nicht.
01:25:27: das war es gibt von Seneca gibt es eine Stelle wo er sich empört über die Tierkämpfe Tiere gegen Menschen und Menschen gegen Menschen im Koloseum.
01:25:46: Aber nicht, weil das die Würde dieser Leute verletzten würde.
01:25:50: Sondern weil es auf die Zuschauer einen unangenehmen Eindruck machen würde.
01:25:54: Also man war sehr weit weg von der Würde und die Würde wurde mehr oder weniger erfunden in der Zeit der Aufklärung.
01:26:04: erst also etwas sehr spätes.
01:26:09: Das können sie am besten sehen am Recht.
01:26:12: ja ich hatte glaube auch In unserem letzten Podcast bin ich richtig erinnere erzählt, dass sie früher sogenannte Spiegelstrafen hatten.
01:26:22: Sie spiegelten die Tat an dem Körper des Menschen wieder.
01:26:28: Also jemand klaut und die Hand, die gestohlen hat wird abgeschlagen oder sie gehen fremd und werden mit dem, mit dem sie fremde gegangen sind zusammen aufgespießt?
01:26:40: Oder lauter solche ... Furchtbar und schrecklich.
01:26:43: Und niemand hat sich was dabei gedacht, man fand das vollkommen in Ordnung.
01:26:47: Ja Spiegelstrafen waren allgemein in allen Ländern akzeptiert.
01:26:51: Und irgendwann hat man gesagt ja... Das ist so nicht richtig!
01:26:55: Also man kann nicht diese... Diese schrecklichen Sachen tun.
01:27:00: auf der anderen Seite fanden wir uns dann irgendwann zu grausam.
01:27:04: und zum andern hat Man gesagt nein wir müssen nach der Schuld bestrafen.
01:27:09: also es wird etwas anderes wenn ich in einem Supermarkt etwas klaue oder wenn ein Obdachlose, der kein Geld hat, etwas klaut.
01:27:17: Also unsere Schuld ist unterschiedlich hoch und nach dieser unterschiedlichen hohen Schuld muss auch eine unterschiedliche hohe Strafe ausfallen.
01:27:30: Das war also im Recht sozusagen der Schritt hin zu Würde dass man den Menschen als Person begreift und nicht nur als Gegenstand.
01:27:42: Und Würde gibt es eine Definition des Bundesverfassungsgerichts, die auf Kant zurückgeht also auf den Philosophen Immanuel Kant zurück geht und die heißt ein Mensch... Also Würde bedeutet dass einen Menschen niemals zu einem Objekt gemacht werden darf.
01:28:02: Also zum Objekt des Staates beispielsweise.
01:28:05: Ein Mensch ist immer Subjekt.
01:28:07: Das ist das, was sie mit Gefühl meinen.
01:28:13: Er ist immer eigenständig und es ist kein Gegenstand den Sie in die Ecke stellen können oder mit dem Sie irgendetwas anfangen können sondern er ist immer Subjekt.
01:28:23: und das ist eigentlich Definition von Würde.
01:28:27: Es gibt in Alexander ihren Buch... Machen Sie das einem Beispiel sehr deutlich?
01:28:32: Ich würde es zu viel verraten wenn Sie dieses Beispiel nehmen.
01:28:35: Also es geht im Grunde darum.
01:28:37: Also das ist, ich erzähle es ein bisschen.
01:28:41: Ich ändere es vielleicht am wenig.
01:28:43: Es geht um die Frage also Sie können einen Flugzeug retten indem sie eine Person erschießen?
01:28:49: Ja, also vielleicht muss man's anders erzählen sonst wird
01:28:53: zu viel.
01:28:55: Da kommt der Geschichte erzählt er, der Mann hat sofort gewackt.
01:28:58: ne, dass er da guten Fragen kann aber Geschichte
01:29:01: erzählt nicht gut.
01:29:04: Nein, das ist ... Ein berühmtes Beispiel, also eine Denkfigur aus der Rechtsphilosophie.
01:29:13: Die heißt der Weichenstellerfall.
01:29:16: und im Weichen-Stellerfall ist es so... Vielleicht wenn Sie sich als Hörer da jetzt zuhören versuchen sie sich vorzustellen.
01:29:24: Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem Stellhäuschen.
01:29:31: wo Sie Weichen stellen können löst sich ein Wagon und rast mit unfassbare Geschwindigkeit den Berg herunter.
01:29:43: Und Sie sehen, dieser Wagon knallt in den Sackbahnhof der da unten ist, der gerade eröffnet ist wo Leute mit Musikinstrumenten stehen Kinder auf dem Gleisen stehen und so weiter in der Bahnhofe eröffnete wird.
01:29:59: Wenn der da reinfährt bringt er hundert Menschen um Darunter Kinder.
01:30:07: Sie haben aber die Möglichkeit, da oben in ihrem Stellhäuschen die Weiche umzulegen und dann fährt dieser Vagant auf ein anderes Gleis und auf dem anderen Gleiss stehen nur zwei Arbeiter, die da gerade im Gleißbett rumhacken.
01:30:24: Die zwei wären tot, aber sie hätten die Hundert auf den Bahnhof gerettet.
01:30:30: Tun sie das?
01:30:32: Ist die Antwort von fast allen Menschen ja!
01:30:35: Das ist richtig das zu tun.
01:30:37: Aber jetzt stelle ich Ihnen die Frage ein bisschen anders.
01:30:42: Jetzt sind Sie nicht der Weichensteller, sondern Sie gehen auf der Brücke spazieren und sehen dass wie sich der Waggaon löst unten feiern die am Bahnhof drüben ist der diesmal nur einzelne Arbeiter der im Gleisbett rumhackt, der draufgehen würde.
01:31:09: Sie kann keine Weiche umstellen, aber ein sehr dicker Mann sitzt auf der Brücke.
01:31:17: Und wenn sie diesem Mann in den Hintern treten, fällt er aufs Gleis und hält den Vagant auf!
01:31:24: Sie opfern also einen Menschen und retten damit Hundete – und das würden die meisten Menschen nicht tun, weil sie dem Dicken in den Hinterträten müssten oder einen Schubs geben….
01:31:39: Plötzlich ist das Geschehen zu nah.
01:31:43: Sie müssen jemanden anfassen, um zu retten und das zeigt als ein Beispiel unsere moralisches Schwanken an diesem Punkt.
01:31:58: Und dieses Beispiel dass man im Kopf wirklich praktisch nicht lösen kann.
01:32:04: und wo man wo man tagelang drüber nachdenken kann würdest du das machen oder würdest Du es nicht machen?
01:32:11: Das ist ein Beispiel für die Würde des Menschen.
01:32:14: Auch der Dicke, auch die beiden Arbeiter im Gleisbett haben Würde.
01:32:23: Sie können sie nicht opfern und das Bundesverfassungsgericht hat es mal so beschrieben also jetzt nicht wörtlich zitiert aber dass das einzelne Leben unendlich wertvoll ist Nicht etwas hinzuzählen.
01:32:44: Ja, das heißt sie können nicht Unendlichkeiten gegeneinander abwägen.
01:32:51: Jetzt die praktische Lösung.
01:32:53: stellen Sie es bitte um Die weicher.
01:33:00: ich würde Ich würde dass mal gefragt.
01:33:04: also als ich in dem podcast war und Und meine Antwort darauf waren das konnte der interview überhaupt nicht nachvollziehen.
01:33:14: Das ist nicht in meinem
01:33:15: Zuständigkeitsbereich.".
01:33:16: Ja, das ist auch frech?
01:33:18: Weil ich habe gesagt, ich bin nicht Gott!
01:33:20: Ich bin nicht die... Also das ist nicht... Ja,
01:33:22: dass es frech und richtig, aber sie sind ja dann trotzdem in dem Beispiel der Weichenstelle.
01:33:28: Ich bin dann trotzdem der Weichinstelle, aber ich glaube ... Also ich denke in letzter Zeit auch viel über Zuständigkeiten nach und nicht, was ist meine Zuständigkeit?
01:33:38: Und was nicht.
01:33:38: Ja
01:33:38: ja sie sind jetzt als Weichenstelle zuständig für das Umstellen der Weiche.
01:33:42: Sie können dann nicht sagen Ich bin nicht zuständig.
01:33:45: Ich
01:33:45: glaube doch dass man das sagen kann.
01:33:46: Ja
01:33:46: und rausgehen!
01:33:48: Ich glaube man kann sagen ne das ist das.
01:33:50: nein das ist ob liegt nicht mir zu sagen sterben jetzt zwei oder hundert?
01:33:55: Das ist eine andere Frage ob es nicht ihnen obliegt.
01:33:58: aber Ich will es auch nicht weiterführen, weil ich's auch nicht lösen kann.
01:34:06: Die Idee dieser Geschichte ist ja nur, dass sie sagen was bedeutet ein Menschenleben?
01:34:14: Sonst gibt es da keine einzige Frage die Sie werden nie in den Fall des Weichenstellers kommen und die Frage was es ein menschenleben wehrt und da muss man eben sagen ein Menschenleben ist immer unendlich viel wert.
01:34:33: das war die erfindung der würde des menschen Und diese erfindung für mich persönlich Ist die größte intellektuelle Erfindung, die die menschheit gemacht hat.
01:34:44: also weil weil die würde des Menschen isst ja nichts wie Ein arm oder oder oder einen Bein?
01:34:51: Oder sowas.
01:34:51: dies ja nicht dran am menschen haben wir als menschen dem hinzuadiert.
01:34:58: Wir sagen ja sozusagen, du bist ein Mensch und hast deshalb
01:35:02: Würde.".
01:35:03: Und das ist eine tatsächlich die größte Idee, die wir dazu haben können.
01:35:08: Sie können den Weichensteller Fall nicht lösen.
01:35:13: Es gibt bei in dem letzten Buch, dass Helmut Schmidt geschrieben hat habe ich noch nicht gelesen.
01:35:21: Das heißt was ich noch sagen wollte beschreibt er die Entführung der Maschine Landshut in Mogadishu.
01:35:31: Und dann schreibt er diesen merkwürdigen Satz, es steht wirklich so in dem Buch drin, dass Erbyshnevsky also seinem Atlatus dort einen Blankoscheck gab... ...der über das Grundgesetz hinausgeht!
01:35:48: Also Wieshnevsky sollte alles machen auch wenn es über das grundgesetz hinaus geht.
01:35:53: Das sagen sie natürlich nur, wenn eine Situation gut gegangen ist.
01:35:57: Wenn es schiefgegangen wäre würden Sie das wahrscheinlich nicht in Ihrem Buch schreiben.
01:36:01: Aber das ist sehr interessant!
01:36:02: Also ich würde sagen, es gibt Situationen um noch eine Anregung zu dem Weichenstellerfall zu geben.
01:36:11: Es gibt Situatione in unserem Leben wo wir gar nicht anders können... also wo wir sozusagen über das Grundgesetz, über unsere Verfassung hinausgehen müssen.
01:36:27: Normalerweise gibt es diese Situation in unserem Leben nicht und selbst bei Anspannung aller Gewissenskräfte fällt uns kein Beispiel ein.
01:36:34: Aber ich sage Ihnen ein anderes Beispiel
01:36:37: auch
01:36:38: von Schmidt.
01:36:39: Es gibt die Hochwasserkatastrophe in Hamburg.
01:36:42: Schmidt stellt sich hin und befählig die Bundeswehr.
01:36:47: Er hat überhaupt kein Recht, die Bundeswehr zu befähigen.
01:36:51: Das ist außerhalb!
01:36:52: Ein Hamburger Oberbürgermeister kann nicht die Bundeswähr befehlen.
01:36:56: Aber die Bundeswehr macht das, richtet sich nach seinen Befehlern und er löst das Problem der Flutkatastrophe.
01:37:06: in Berlin wo der Stromkasten angegriffen wird, geht der Bürgermeister Tennis spielen.
01:37:15: Da wäre mir in so einem Fall wirklich lieber wenn er sagen würde ich befehle jetzt die Bundeswehr und stelle dort Stromaggregate oder was weiß ich?
01:37:24: Das Merkwürdige an diesem fall ist ja jeder Politiker wartet darauf dass das einmal im seinem Leben passiert, einmal
01:37:33: die Fluchkatastrophe,
01:37:34: einmal das explodierte Stromwerk.
01:37:38: Er wäre für alle Zeiten der Mann, auf dem man sich verlassen kann.
01:37:41: Attennis spielen sollte man da nicht gehen.
01:37:45: Wie kann ein Mensch seine Würde verlieren?
01:37:47: Gar nicht!
01:37:49: Kann seine Würden nicht verlieren.
01:37:50: Die Würde ist untrennbar mit ihnen verbunden.
01:37:52: Es ist nicht möglich die Würde zu verlieren.
01:37:57: Sie
01:37:58: können sich würde losverhalten Aber die Menschen würden es... Können sie nicht verlier'n.
01:38:03: Sie werden immer ein Mensch bleiben Auch als schlimmster Verbrecher auch als furchtbarer Kerl oder sonst irgendwas als gefangen.
01:38:13: Es gab gerade ein ganz wunderbares Interview in der Zeit mit einer Oppositionellen aus Belarus, ich kann mir den Namen die Kala-Snevsky oder so etwas und sie beschrieb ... Die war fünf Jahre in Haft dort und drei Jahre davon in Einzelhaften.
01:38:38: dass sie trotzdem frei war, weil sie Shakespeare gelesen hat und weil man nicht alleine ist wenn man Bücher hat.
01:38:46: Und das ist ein bisschen so.
01:38:47: Sie verlieren.
01:38:48: Viktor
01:38:48: Frankl hat das ja auch geschrieben im Grunde?
01:38:50: Oder
01:38:50: Viktor Frankli genau ganz ähnlich.
01:38:56: Sie sind und bleiben Mensch und sie können ihre Würde... Nicht verlieren.
01:39:01: Es geht nicht, ja?
01:39:02: Auch in Haft nicht!
01:39:04: Auch in den schlimmsten Bedingungen nicht.
01:39:05: auch wenn sie Verbrechen begehen Sie sind trotzdem ein Mensch mit Menschenwürde.
01:39:12: Ich bin gerade nicht so News-Affin also ich schaue mir nicht so viele Nachrichten gerade an und dennoch trinken wir natürlich sowas wie der Appstienfall zu Und wir versuchen mal im zehnjährigen Bild zu bleiben Und dann erleben wir hier eine systematische würde Verletzung von Menschen.
01:39:33: Und gleichzeitig, zumindest nach meinem was ich jetzt darüber so mitbekomme dass das irgendwie konsequenzenlos größtenteils bleibt.
01:39:43: Es gibt ja schon sehr viele Konsequenze Leute treten zurück und so weiter also in europa alle möglichen leute in amerika im moment wohl noch nicht.
01:39:53: Aber wie erklären Sie das einen zehnjährigen, wenn man sagt okay die Würde des Menschen ist unantastbar und da findet systematische Würde Verletzung statt.
01:40:03: Es werden Kinder vergewaltigt und das sind die reichsten Männer der Welt, die das tun Und wir sehen sie immer noch im Fernsehen und diese oder verwächslicht.
01:40:19: ja ich glaube da schmeißen sich zwei Sachen durcheinander Die Verletzung der Opfer und dass man ihnen sozusagen ihre Würde nimmt, das ist im Grunde genommen das was sie meinen.
01:40:33: Ja das sagt man so als Satz aber sozusagen die Würde ist immer mit ihnen verbunden.
01:40:40: Also auch in jedem Moment ihres Lebens?
01:40:45: Bei den Epstein-Files ist es also ich finde Ich finde es sehr, sehr kompliziert dazu etwas zu sagen.
01:40:57: Das sind dreieinhalb Millionen Blätter, wenn ich das richtig gelesen habe... ...ich hab mal reingeschaut sogar, man kann es auf der Seite des Justizministeriums sich anschauen,... ...das fast alles schwarz, also wissen auch gar nicht was da drin steht.
01:41:14: Es ist nicht aufgearbeitet,
01:41:16: d.h.,
01:41:17: einfach alles mal raus.
01:41:22: Wie wollen Sie daraus im Moment Schlüsse ziehen?
01:41:25: Also, wo möchten sie... Sie haben ein paar herausragende Figuren.
01:41:32: Aus diesen Schrecklichkeiten herausragend nicht tolle Figuren sondern herausragenden wie Andrew oder andere, wo sie sagen müssen das ist wirklich alles komplett widerwärtig.
01:41:44: gestern sagte einen allerdings demokratischer Abgeordnete er hätte sich die falls Ungeschwärzt angeschaut.
01:41:55: Der Name Trump würde eine Million mal vorkommen, also Donald Trump und Donn.
01:42:05: Diese drei hätte er gebrübt.
01:42:10: Ich kann es überhaupt nicht beurteilen... Klugensatz bei Juristen.
01:42:18: Ich kann nichts sagen, ohne die Akten gesehen zu haben und so geht's mir auch.
01:42:22: Also ich ...
01:42:23: Mir ging viel nur um diese Erklärung dessen.
01:42:25: also sie müssen gar nicht zu diesem App-Stain-Fall sein.
01:42:28: Es ging wie bereit in einer Welt wo es man sagt okay wir müssen oder Sie haben das für sich so entschieden einem Kind auch beizubringen.
01:42:38: was ist ein gutes Gesetz?
01:42:40: Was ist Würde?
01:42:41: dass man das eben nicht vergisst was Demokratie isst Und gleichzeitig, man bringt es jemanden bei und sagt guck mal so das ist Würde.
01:42:48: Und gleichzeitig existiert aber auch diese Welt im Fernsehen.
01:42:53: Das kriegen ja Kinder genauso mit.
01:42:54: also mein Sohn, der ist jetzt ein bisschen älter, aber kriegt genau so mit dass es diesen App-Sdien-Fall gibt.
01:43:00: Dass es da Abscheuligkeiten gegeben hat.
01:43:04: Man fragt sich warum?
01:43:05: Was ist da los?
01:43:05: Wieso geht das?
01:43:07: Also...
01:43:07: Das meine ich damit.
01:43:09: Also in unserem Artikel einsteht der Verfassung des Grundgesetzes steht, die Würde des Menschen ist unantastbar.
01:43:17: Das ist eine Forderung!
01:43:19: Natürlich wird sie... Ich habe ein Buch geschrieben das heißt Die Würde Des Menschen Ist Antastbar und natürlich wird sie dauernd angetast und dauerend verletzt und dauen mit Füßen getreten überall auf der Welt und es wird auch nicht unbedingt dauernt besser sondern viele Dinge geschehen Die schrecklich sind B-Apps, wo man sagen muss um Gottes willen.
01:43:42: Wie kann eine globale Elite sich so schmutzig und widerwärtig verhalten?
01:43:47: Ja klar!
01:43:49: Das bedeutet aber nicht dass der Mensch seine Würde verliert.
01:43:53: Das will ich nur damit sagen.
01:43:55: Und das meint auch die Würdesmenschen ist unantastbar.
01:43:59: Man kann sie nicht verlieren.
01:44:00: es gibt keine Möglichkeit sie zu verlieren.
01:44:03: selbst Epstein, um es mal rumzudrehen hatte Würde weil er Mensch war.
01:44:09: Das ist ja das Tolle an dieser Geschichte und das Schöne an diese aufklärrischen Idee dass sie eben nicht das Zubilgten wie ein Orden oder irgendetwas sondern Es ist verbunden mit ihnen als Mensch weil sie mensch sind.
01:44:23: das reicht dafür.
01:44:27: Es gibt im Buch ganz am Ende ein Foto von Ihnen als Kind.
01:44:32: Das ist ein ganz ganz bezauberndes Bild.
01:44:36: Was haben Sie gedacht, als Sie dieses Bild wieder gesehen haben?
01:44:39: Welche Beziehungen haben Sie also Ferdinand von Schirach zu diesem Ferdinalnd.
01:44:46: Ja... Also das ist so.
01:44:50: mein Vater war ganz begabt beim Zeichnen und er hat auf die Wand in meinem Zimmer eben ein Dschungel gemalt Und in diesem Dschunge waren lauter Tiere und diese Tiere haben mich beschützt sozusagen, ja wie Kinder sich das vorstellen.
01:45:09: Und wenn sie das Bild einblenden gibt es zum Beispiel diesen netten Elefanten und der Elefant ist er auch dann in dem Buch drin also von mir gezeichnet.
01:45:23: aber es gibt eine Katze mit ganz schrecklichen Augen vor der ich immer etwas Angst hatte.
01:45:28: Diese Tiere waren halt immer in meinem Kinderzimmer und wie ein Kind dann so ist, die kriegen dann Namen.
01:45:36: Und man lebt mit denen und man findet die irgendwie nett und find's furchtbar wenn es sich irgendwann mal ändert.
01:45:47: In dem Buch zeichnet eben der Vater von Alexander, der so früh für starb wie mein Vater, auch einen Elefanten.
01:45:57: Das war die Idee ein bisschen.
01:45:58: Und
01:45:59: welche Beziehungen haben Sie zu... Wie alt waren sie auf dem Foto?
01:46:02: Keine Ahnung, also ich schätze mal zu sieben vielleicht sechs, sieben.
01:46:08: Also haben Sie noch eine Verbindung zu diesem siebenjährigen?
01:46:12: Oh Gott!
01:46:14: Was der gedacht hat des siebenjähriger?
01:46:16: Nee
01:46:16: jetzt, wenn man so es gibt ja manchmal... Also es gibt mich in verschiedenen Varianten und es gibt manche Sachen.
01:46:27: Wenn ich zurückblicke, dann denke ich, das warst du auch.
01:46:32: Und es gibt Momente Lebenszeiten wo ich denk, guck mal da warst so total glücklich und danach ist das um das passiert und das war ganz schrecklich und danach is auch dein Leben anders geworden.
01:46:43: also... Das
01:46:43: war bei Ihnen mit sieben schon so?
01:46:46: Bei mir war das mit elf zwölf so.
01:46:51: Und daran erinnern Sie sich gut
01:46:52: Ja ich weiß dass danach vieles schlimm wurde ja Genau.
01:46:56: Ja, das haben wir wahrscheinlich alle.
01:46:58: also diese Art von Erinnerungen... Ich habe viele Erinnerung an dieser Zeit in der es sieben war.
01:47:06: Welche?
01:47:07: Sag ich nur jetzt nicht, weil es für private Erinnerungs sind.
01:47:11: Das kann man nicht so im Podcast ausbreiten aber die meisten Erinnererungen schön.
01:47:20: Sie sind also ihre Eltern?
01:47:22: Also ich sag ihnen eine Erinnering.
01:47:23: Bitte!
01:47:25: Eine Erinner- wo ich mir mit sieben gesagt habe, die merkst du dir jetzt bist du erwachsen bist und machst das niemals.
01:47:37: Das waren das alte Tanten wenn man kam einem immer über den Kopf gestrichen haben.
01:47:44: Erinnern Sie sich daran?
01:47:45: Ja natürlich!
01:47:45: Und das hab' ich als Kind gehasst wie nichts anderes und hat mich wirklich gemerkt dass niemals zu machen bei einem Kind Und daran halte ich mich auf bis heute, weil ich das wirklich schrecklich fand.
01:47:57: Dass alle immer meinten man muss über den Kopf gestrichen werden.
01:48:02: Ich kenne das noch also das hab' ich nie gemacht zum Beispiel.
01:48:05: Also ich kenn was Ähnliches
01:48:06: Sie ja als Erwachsener jetzt bei anderen Kindern Ja und
01:48:09: weil ich dass auch als Kind unfassbar schrecklig fand ist
01:48:11: Nein Spucke
01:48:14: Auf einem Taschentuch zu machen Von der Mutter oder vom Vater oder den Großeltern und dann im Gesicht irgendetwas sauber bekommt.
01:48:22: Das ist das
01:48:22: ekelhafte Stelle, was es klingt.
01:48:24: Und das habe ich auch... Auch nicht gemacht?
01:48:27: Nee, da würde ich sagen, also nee, das sollte man auf jeden
01:48:29: Fall... Heute gibt's das feuchte Sakkotaentüchlein!
01:48:35: Ich bleibe mal trotzdem bei dieser Vater-Sache, weil es Orakel, das berühmte, im Buch sagt man solle den Vater ehren in dem man lebt wie er erst gezeigt hat.
01:48:44: Das ist jetzt eine sehr persönliche Frage und da können Sie natürlich auch sofort sagen ne, das macht man nicht.
01:48:51: Ich weiß, dass ihr Vater alkoholiger war.
01:48:55: Wie schafft man es ... den Vater trotzdem zu ehren?
01:48:59: Das ist ja... Also das ist wirklich sehr einfach.
01:49:08: Man hat doch von einem Menschen ganz verschiedene Seiten an die man ... von denen man das weiß.
01:49:18: Stellt sich doch vor ein Freund von ihnen der irgendetwas saublödes macht und wo sie wirklich sagen, Gottes Willen wie konntest du das machen.
01:49:28: Aber trotzdem hat er auch fünfzehntausend andere Eigenschaften die Sie gerne haben bei ihm.
01:49:33: Und nun ist Alkoholismus ihr komplett Persönlichkeits verändernd und irgendwann können Sie mit diesen Menschen dann auch wirklich nichts mehr anfangen.
01:49:43: aber der war ja nicht alkoholiker als ich auf die Welt kam oder also Mein Zimmer ausgemalt hat uns weiter und meine Erinnerungen an meinen Vater sind alle sehr liebevoll.
01:49:54: Wie schön!
01:49:55: Und trinken Sie deswegen kein Alkohol?
01:49:59: Ja, vielleicht auch deswegen aber in meiner Familie sind fast alle Alkooliker ja also seit vielen Generationen und ich fand das immer so... Ich finde es hauptsächlich unangenehm.
01:50:17: Ja, ich mag nicht dieses sich dann entäußern unter Alkohol oder sonst irgendetwas und... ...ich find's ein bisschen schrecklich, alkoholiker zu sein.
01:50:30: Ist das aber gibt es auch eine?
01:50:32: Also das kenn' ich also.
01:50:33: ich kenne auch habe auch sozusagen dieses Thema in der Familie und ist...
01:50:37: Das war übrigens auch üblich eine Generation vor uns.
01:50:42: Da waren wirklich fast alle Alkoholiker, also auch Leute die niemals von sich sagen würden sie seien's aber das... Die zwei Gläserbeine am Abend mussten einfach sein und nach der Definition sind Sie da schon Alkooliker.
01:50:55: Ja ich kenne es, bei mir gibt es zum einen eine Sorge natürlich dass diese Sucht sich wiederholt.
01:51:03: Und die andere ist aber auch dieses Unanständige was auch damit einhergeht beim Menschen, die viel Alkohol trinken.
01:51:15: Die Dinge machen diese.
01:51:17: mancher bereut es dann am nächsten Tag und sagt oh Gott, das habe ich denn da alles gesagt wie gemacht.
01:51:22: Und dieses Nicht-Alkoholtrinken ist auf jeden Fall auch eine Form des Anstandswaren.
01:51:26: Also das ist mir auch wichtig zu sagen, nee also wer weiß... Ich kenne auch noch Geschichten von mir wo ich Alkohl getrunken hab.
01:51:33: Oh Gott, oh Gott!
01:51:33: Gut dass es da noch keine Handys in dem Sinne gab wie heute.
01:51:37: Ist das für Sie auch eine Form von Anstandswahrung?
01:51:40: Ich finde es ganz toll, dass Sie das sagen.
01:51:43: Hätte es nicht so formuliert aber das würde ich jetzt übernehmen.
01:51:46: Gut!
01:51:50: Na klar, letztlich ist das schon ein bisschen ... Also dass sie... also dass sie ... ähm ... ich würde's immer entäußern und über den Rand hinausgehen.
01:52:06: Ich mag das nicht weder bei mir noch bei anderen.
01:52:12: Sorgen Sie sich aber auch darum, was passieren könnte.
01:52:15: Würden sie es tun?
01:52:16: Also das ist ja auch eine Form von Kontrolle die man bat.
01:52:19: also wir sitzen uns hier gegenüber Wir haben beide Arten von Anzügen an.
01:52:25: wir Trinken nur Wasser und Kaffee und Es gibt natürlich auch so.
01:52:30: Ich bin der Fragensteller.
01:52:31: Sie sind derjenige der gern beobachtet und Geschichten erzählt.
01:52:34: Das ist ja alles auch von einer Position der Wir sind ja im Grunde sehr unterschiedlich, aber Bademeister.
01:52:42: Die sozusagen so ein bisschen irgendwo sitzen und zu gucken und der eine stellt da ein bisschen Fragen und der andere guckt.
01:52:48: Aber also im Schwimmbäcken sind wir jetzt beide nicht drin unbedingt
01:52:51: Ich würde niemals in den Schwimmbäcken gehen, ich will Schwimmbecken so grauenhaft nur irgendetwas.
01:52:57: Es hat schon etwas mit Selbstdisziplinen zu tun Und mit dieser unangenehmen Idee etwas zu sein, was man nicht gerne sein möchte.
01:53:10: So rum könnte ich es sagen aber Ich trinke kein Alkohol seit ich dreiundzwanzig bin.
01:53:16: Ich weiß es gar nicht mehr wie das ist Aber ich würde auch keine Drogen nehmen oder so etwas.
01:53:22: Ich finde alles was sozusagen über das was ich bestimmen kann hinausgeht bei mir Nicht toll und würde es nicht gerne haben.
01:53:38: Ja
01:53:39: Also ich bin auch immer gleich.
01:53:45: Ich habe keine so riesigen Schwankungen, ich schreie wirklich nie rum oder mache irgendwie... zu wilde Sachen oder so.
01:53:58: Der eine ist so, der andere ist so und ich würde auch einen anderen nicht verurteilen.
01:54:01: Ich würde auch niemanden verurteilten wenn er Alkoholiker ist oder wenn er Drogen nimmt.
01:54:05: Kann wirklich jeder machen wie er es gerne hat.
01:54:08: Für mich ist das halt nichts.
01:54:13: Ich habe gelesen dass Sie eine Nahtoderfahrung hatten?
01:54:16: Ja!
01:54:18: Die war toll!
01:54:22: Oh wow... Dann bitte.
01:54:29: Die Umstände waren nicht so besonders schön, ich hatte eine kleine Operation, die ist schief gegangen und ... Wann war das?
01:54:37: Fünf Jahre oder sowas.
01:54:43: Das war eine Nieren-Operation und die Bundel schloss sich nicht und ging dann im Krankenhaus wieder auf.
01:54:49: Und es ist sehr schwer zu reparieren offenbar.
01:54:54: wurde dann in den OP gefahren, indem niemand war.
01:54:57: Weil es gerade Ostern war und die waren alle irgendwie unterwegs.
01:55:02: Und ich blutete dann aus.
01:55:05: Anders kann man das nicht sagen.
01:55:06: Ich verlor wahnsinnig viel Blut weil es einfach ein großes Loch im Rücken war aus dem Blutfluss.
01:55:17: Das Interessante war dass dieses Sterben wirklich sanft.
01:55:26: Also ich hatte keine Medikamente oder sowas bekommen, sondern ich verblutete einfach.
01:55:31: Und ich merkte so... Das ist jetzt das Ende!
01:55:36: Jetzt wirst du sterben und anders als es in Filmen immer gezeigt wird gab es keinen Leben dass an mir vorbeirauscht.
01:55:44: Wahrscheinlich war mein Leben so wahnsinnig lang weil ich war aber Es passierte nicht so, sondern ich unterhielt mich mit der Ärztin die wahnsinnig aufgeregt war und alles Mögliche.
01:55:56: Tatsu ganz ruhig dachte noch seltsamerweise an die Putzfrau, die das alles aufwischen muss und dass mir das irgendwie auch ein bisschen leidtut weil es wirklich eine große Sauerei war.
01:56:07: Aber das Interessante war, dass diese Übergang vom Leben zum Tod sanft und unaufgeregt, nicht mit irgendwelchen Grausamkeiten oder Schrecken oder Ängsten oder irgendetwas verbunden war.
01:56:26: Das fand ich schon sehr beeindruckend!
01:56:31: Es gibt ja tatsächlich nur zwei große Fragen im Leben.
01:56:34: Die eine Frage ist wie kann unser Leben gelingen?
01:56:38: Und die andere Frage ist was ist diese komische Sache mit dem Tod am Schluss... erste Frage kann ich nicht beantworten.
01:56:46: Aber die zweite Frage, also wir alle haben ja in gewisser Weise wenn man das nicht Angst nehmen will einen großen Respekt davor dass wir irgendwann nicht mehr sind.
01:57:01: aber ein Gehirn kann sich nun mal nicht vorstellen nicht mehr zu sein.
01:57:06: Das geht nicht.
01:57:07: deswegen können wir das nicht gut auflösten.
01:57:10: Und dann haben aber, das ist der Tod und dann haben andere und da gehöre ich dazu immer sehr sehr sehr großen Respekt davor gehabt vor dem Akt des Sterbens.
01:57:20: Weil ich dachte irgendwie dass wäre schon mit allen möglichen Furchtbaren verbunden.
01:57:27: Und seit ich diese Nahtoderfahrung hatte wo ich dann wirklich auch kurz Zeit weg war, ist mir klar geworden, dass das Sterben selbst nicht Jedenfalls, wenn es so geschieht nicht schlimm und ist nicht mit Schrecken verbunden.
01:57:43: Und heute können Sie es ja noch viel eleganter machen.
01:57:47: Es ist ja vor dem Bundesverfassungsgericht entschieden worden.
01:57:50: Sie können heute Pentobarbital nehmen und können selbstbestimmt aus den Leben scheiden.
01:57:56: Kriegen sie vorher Propofol?
01:57:58: Schlafen sie ganz sanft ein und dann war's das!
01:58:01: Das finde ich wahnsinnig beruhigend.
01:58:04: Wie verändert sich das Leben, wenn man keine Angst mehr vor dem Tod hat?
01:58:08: Ich sag dann doch, das sind zwei verschiedene Dinge.
01:58:10: Also das eine ist die Frage wie wir mit dem Tod selbst umgehen also mit unserer Nicht-Existenz und das können wir jedenfalls glaube ich nicht auflösen weil sich ein Gehirn nicht vorstellen kann nicht mehr zu existieren.
01:58:26: deswegen ist da für uns das immer so wahnsinnig schwer zu fassen.
01:58:31: Wir können uns nicht vorstellen wie es vor unsere Geburt war was ja dasselbe geht einfach nicht.
01:58:41: Das löst das nicht auf!
01:58:43: Ich rede vom Sterben selbst, ich dachte dass sterben wäre
01:58:48: schmerzhaft
01:58:49: qualvoll anstrengend in irgendeiner Weise grausam oder ich wusste es einfach nicht.
01:58:55: und da kann ich jetzt heute sagen das ist nicht so sondern das war zumindest bei mir sanft nicht unangenehm kalt seltsamerweise, aber das liegt am Verbluten.
01:59:13: Wenn sie sehr viel Blut verlieren wird ihnen kälter.
01:59:16: Aber ansonsten war alles okay.
01:59:18: Das heißt diese Ungewissheit gegenüber dem Tod?
01:59:24: Dem Sterben.
01:59:26: Also eines Jahr hat man eine Ungewissenheit des Sterbens, weil wie Sie sagen irgendwie man hat Angst davor und man denkt es ist quälen und das samt.
01:59:35: Das heisst aber ihre.
01:59:38: Also diese Sicherheit, die haben sie jetzt mehr.
01:59:40: und aber was den Tod betrifft.
01:59:42: Das können wir ja nie haben.
01:59:43: Aber haben Sie eine Todesangst?
01:59:45: Kennen Sie das?
01:59:46: Nein.
01:59:47: Das kennen Sie auch nicht.
01:59:50: Wow!
01:59:53: Ganz ehrlich gesagt, wofür?
01:59:55: Naja also natürlich ich hielt drüber nach dann über für die Ungewissheit und der Todes angst.
02:00:07: Was halt Ungewissheit, also sie, dass Sie nicht wissen was dann kommt.
02:00:12: Ja ja aber da kann ich Ihnen helfen mit Zuckertes antworten.
02:00:21: Also entweder es ist nichts davor muss man keine Angst haben das ist einfach Nichts.
02:00:28: Das ist ja auch nach allem was wir sehen und Wissen über den Tod über den Verfall eines Karpes und so weiter, das Wahrscheinlichste.
02:00:40: Oder sagt Socrates es ist ein Wiedersehen mit Museus und den anderen großen griechischen Helden.
02:00:48: Das wäre auch nicht
02:00:50: schlecht.
02:00:51: Ja aber im Grunde genommen Vielleicht hilft ihnen ein anderer griechenischer Philosoph ein bisschen mehr Epikur und der sagte fand ich also immer schon ganz beruhigend und sehr schlau.
02:01:06: Der Tod geht uns nichts an, weil so lange wir da sind ist der Tod nicht da und wenn er tot da ist, sind wir nicht mehr
02:01:14: da.".
02:01:14: Und das es viel schlauer als es auf den ersten Blick klingt oder beim ersten Mal hören kann man wirklich lange drüber nachdenken.
02:01:22: Es ist nun einfach mal... so, dass wenn wir tot sind unsere Persönlichkeit nicht mehr da ist.
02:01:29: Was auch immer dann mit ihr passiert ob sie noch weiter existiert oder nicht mehr existiert kein Mensch kann das sagen.
02:01:37: ich sage Ihnen eine andere Sache der sich besser beschäftigen um zu sehen wie sinnlos es ist darüber nachzudenken.
02:01:47: Nach dem Standardmodell also den Modellen nachdem sich die Wissenschaft heute richtet des Weltalls besteht das Weltall zu siebzig Prozent aus dunkler Energie.
02:02:05: Zu siebzich Prozent, zu zwanzig Prozent aus Dunkler Materie und nur zu fünf Prozent aus der Materie die gewöhnlich ist, die wir sehen als zu fünfundzwanzig prozent aus Dunkle Materie zu fünf prozent Ausgewöhnlich.
02:02:24: Das heißt von allem was da ist, hat noch nie irgendjemand gesehen.
02:02:32: Wir wissen auch nur ganz wenig darüber.
02:02:35: Wir haben indirekte Forschung sozusagen um irgendetwas mit.
02:02:40: Das heißt das Allermeiste, was es gibt, haben wir nicht die geringste Ahnung davon.
02:02:48: Deswegen hat's auch gar keinen Sinn so viel über den Tod nachzudenken weil wir noch nicht mal wissen... existiert im Moment.
02:02:57: Wir werden dauernd überall, es gibt einen wunderbaren Film darüber wie das mal visualisiert worden ist von dunkler Energie durchströmt.
02:03:09: Es gibt Wissenschaftler die sagen die sei wahnsinnig schön aber niemand weiß es weil er sie noch nie jemand gesehen hat.
02:03:15: und jetzt wollen wir als kleine sterbliche Affen darüber reden was jetzt nach dem Tod passiert, das ist so sinnlos.
02:03:24: Ich sage Ihnen noch ein Beispiel damit es noch klarer wird.
02:03:32: Es gab einen Atomwissenschaftler in den fünftiger Jahren in Los Alamos und der hatte diese großeartige Idee wie ich finde zu überlegen wie teilen wir denn Aliens ein?
02:03:49: wenn uns Aliens besuchen, also so typische Forscheridee.
02:03:52: Wie klassifizieren wir die?
02:03:55: Und der sagte dann... Wir können die nur danach klassifizinieren wie viel Energie sie nutzen.
02:04:01: Also es gibt Klasse eins meint er, die nutzen die gesamte Energie ihres Sonnensystems.
02:04:11: Die gesamten Energie ihre Sonnsystems können Sie nutzbar machen.
02:04:15: Klasse zwei macht die gesamter Energie ihrer Galaxie, also bei uns der Milchstraße nutzbar.
02:04:24: Klasse drei nutzt die gesamte Energie des Universums schon.
02:04:30: klasse eins würde uns wie Götter vorkommen wir nutzen Null Komma Eins Prozent der Energie.
02:04:40: Also ich will damit sagen gestehen so sehr am Anfang von allem und wir wissen so wahnsinnig wenig.
02:04:49: Und das müssen wir uns immer wieder klar machen, dass... Wir sind diese kleinen Männchen die sich mit einem Fernrohr hochrecken und in den Weltall schauen aber wir haben nicht die geringste Ahnung von irgendetwas.
02:05:03: Warum geben wir uns so viel Mühe?
02:05:05: Weil wir Menschen sind, weil wir das wissen wollen.
02:05:09: Es ist ja in uns angelegt.
02:05:10: Sie sehen es bei einem Kind.
02:05:12: Das will wissen was unter der Betecke und hinter der Tür und unter dem Becher ist.
02:05:18: Unser Forscherdrang ist unendlich!
02:05:21: Wir wollen alles wissen, wir wollen alles erfahren.
02:05:24: Wir müssen nur so bescheiden sein um zu sagen, dass wir wissen.
02:05:27: Praktisch gar nichts.
02:05:28: Ein bisschen was, ein winziges Bisschen wissen wir aber nicht so viel dass wir sagen können was passiert mit unseren Atomen nach dem Tod oder irgendetwas ähnliches.
02:05:38: und jede Generation glaubte übrigens das sie wahnsinnig viel schon weiß.
02:05:46: in den fünftiger Jahren glaubte man noch das Weltall sei ewig und statisch.
02:05:52: Einstein glaubte das weltall ist statisch und ewig.
02:05:55: heute wissen wir Weltall expandiert, fragst du mich nicht wohin.
02:06:00: Aber das ist expandiert und dass es beweglich ist und viele Forscher glauben, es stirbt irgendwann ein warme Tod weil es sich dann ausgelaufen hat.
02:06:09: Das würde dem Energieerhaltungssatz widersprechen.
02:06:12: also vergessen Sie's über den Tod nachzudenken?
02:06:16: Es ist mein Rat.
02:06:19: Also weiß ich ja und das merkt man ja wenn man sich mit ihnen unterhält und tut sie wollen unfassbar viel wissen.
02:06:27: Also das ist eingebaut und was, also ich habe ja schon das Bild aufgemacht dass wir auf unterschiedlichen Sitzen auf jeden Fall ein Grunde Bademeister sind.
02:06:41: Und die sich eben nicht... kein
02:06:42: sehr schönes Bild wenn ich das sagen darf.
02:06:46: Ich sehe uns in beruhten Baderosene von diesen Baywatch-Baden
02:06:50: In den Landen, das finde ich dann wieder ganz gut.
02:06:53: Also was ist auf der Seite aber des Wissens?
02:06:58: Und ich denke dann manchmal wenn ich so als Badermeister unterwegs bin.
02:07:01: Ich kenne es auch früher noch von Clubs und ich stehe da und gucke dem Wahnsinn nicht gern zu.
02:07:05: Aber es gibt auch in mir etwas, der sagt... Du bist wahnsinnig befreit da gerade!
02:07:11: Das scheint mir irgendwie auch echt interessant zu sein.
02:07:13: Aber Himmel, also das kriege ich nicht hin.
02:07:16: Also da sozusagen nicht dahin zu schreien, also ins Wasser oder auf die Tanzfläche und diesen... Ach so?
02:07:23: Ja.
02:07:23: Und zack und super!
02:07:25: Ich bin dann eher durchsagen, ne krieg ich nie hin.
02:07:28: Was ist das für
02:07:29: mich?
02:07:29: aber auch?
02:07:31: Verhaltenes mit tun ist das Maximum.
02:07:34: Genau, ein bisschen so.
02:07:35: Aber welche Art der Lebendigkeit, Sie sind schon älter als ich erleben sie in diesem Ja, haben Bademeisterstuhl oder vor dem Buch?
02:07:44: Oder womit sie sich beschäftigen.
02:07:46: Also sind ja ein lebendiger Mensch.
02:07:47: das merkt man auch, wenn man...
02:07:49: also ich glaube es ist so.
02:07:55: Wir haben ja vorhin gesprochen über die zwei Fragen Tod und wie kann das Leben gelingen?
02:07:59: Und Ich habe auf die Frage Wie Das Leben Gelingen Kann Keine So Richtig Tollen Antworten.
02:08:04: Ich Glaube Aber dass Leben Kann Nur in der Mitte.
02:08:08: Gelinge.
02:08:09: Ja Was noch?
02:08:13: Das liegt relativ nahe, weil wir ja sozusagen in den Extrem nicht gut leben können.
02:08:20: Wir sind eben so wie wir sind in der Mitte ganz gut aufgestellt.
02:08:24: Wenn wir dauernd Paragliding machen und Tiefseetauchen
02:08:29: usw.,
02:08:29: dann ist das vielleicht für einen Moment ein Kick aber gut leben lässt sich damit nicht.
02:08:35: Es gibt eine Ausnahme oder zwei Ausnahmen Wo das nicht stimmt.
02:08:40: Das eine ist in der Kunst, Kunst kann soll darf extrem sein und nicht in der Mitte.
02:08:47: wenn Kunst in der mitte ist es sie meistens sehr langweilig Und das andere is denken.
02:08:55: Denken müssen Sie Wenn es irgendwie interessant werden soll In den extremsten Formen und über alle Grenzen hinausgehen.
02:09:08: Ich bin kein Forscher, aber beim Forschen natürlich genauso.
02:09:12: Sie müssen sozusagen wenn sie etwas erforschen wollen, müssen sie alles probieren.
02:09:24: William Herschel das war ein Deutscher der kommt aus Hannover Zog dann als, weil er in Hannover kein Geld verdient.
02:09:34: Damals war Hannover auch das englische Königshaus zog er nach England und wurde dann in Bad.
02:09:41: Das waren die Hochburg des intellektuellen Englerns damals.
02:09:46: Wurde ein Musiker und wurde als Musiker sehr gefeiert und wurde gleich Kapellmeister und verdiente Geld hatte irgendwann keine Lust mehr auf Musik und begann sich mit Astronomie zu beschäftigen, die damals total in den Kinderschuhen steckte.
02:10:02: Und man hatte keine Teleskope!
02:10:07: Er baute selbst ein Teleskop und er und seine Frau podierten das ganze Jahr über Spiegel klare und saubere und flächiger diese Spiegel waren, umso weiter konnte man damit sehen.
02:10:22: Es gibt noch die Werkstatt von ihm, wo er die ganze Zeit spiegelt.
02:10:26: Und dann schaut er durch den Spiegl und entdeckt einen neuen Planeten in unserem Sonnensystem – obwohl es ja nicht so viele gibt – Uranus!
02:10:42: Total erscheinlich, weil in der ganzen Antike kannte man Uranus nicht.
02:10:45: Und jetzt hat dieser Mensch da in England, der eigentlich ein Musiker ist und Spiegel poliert vor Hundertfünfzig Jahren durch einen Fernrohr Uranus entdeckt.
02:10:56: Das ist menschlicher Forschergeist!
02:11:00: Das bedeutet trotzdem nur dass wir Winzigkeiten sind... Wir haben in diesem Galaxie gibt es ungefähr glaubt man heute Zwei hundert Milliarden Sterne.
02:11:15: Zwei Hundert Milliarden!
02:11:16: Und es gibt alleine im Sichtbahn, also in dem für uns sichtbaren Universum, zweihundert Milliarden solcher Galaxien wie die Milchstraße.
02:11:26: und Hochrechnungen gehen heute, also Computerhochrechnung von einer Billionen Galaxin aus.
02:11:33: Und Sie denken über den Tod nach?
02:11:35: Das ist funktioniert.
02:11:37: Ja ja ja ok in der Mitte Da wollten sie noch was sagen.
02:11:40: Sie haben erst gesagt, das sage ich noch fast dazu.
02:11:43: Das Leben gelingt nur in der Mitte?
02:11:45: Ja also weil wir nicht extrem leben können und die griechische Philosophie ging auch immer von der Mitte aus.
02:11:57: Also dass sozusagen das was dem Menschen gemäß ist nur in der Mitte stattfinden kann.
02:12:04: Zwischen Angst und Raufgängertum müssen Sie Mitte finden, das wäre ein Tapfer zu sein usw.
02:12:10: Und so können sie immer zwischen diesen extremen Wählen und am vernünftigsten lässt sich es in der Mittel leben.
02:12:17: Das ist das Einzige wo ich sagen kann, das leuchtet mir ein dass ein Leben so gelingen kann.
02:12:24: Ich würde etwas zum Thema Kunst interessieren auch an diesem Weltall.
02:12:28: Weil wir sind beide ansäum Kieferfans Und sie haben mich ein bisschen auf Kiefer auch gebracht, weil es eine fantastische Dokumentation gibt, wo Sie ihn in Südfrankreich besuchen.
02:12:40: Und daraufhin war ich ... Ich hab's glaube ich auch geschrieben vor zwei Jahren genau da und habe mir diese unglaubliche
02:12:48: Ausstellung
02:12:48: angeguckt die es da gibt.
02:12:51: Ich kriege direkt keine Gänsehaut aber das ist... Es gab einen Moment den ich nie vergessen werde und den ich nicht begreifen kann.
02:13:00: Also was es da ist, ist sein Atelier.
02:13:03: Er hat unglaublich viel gebaut und erschaffen wie ein Kind.
02:13:10: Und es gibt ganz viele Tunnel.
02:13:12: Keiner weiß wieviel eigentlich.
02:13:13: auch die Leute der Arbeit haben noch nicht mal gemessen und verstehen's überhaupt nicht.
02:13:18: Man geht durch diese Tunnel durch und kommt irgendwann in eine Art Amphitheater.
02:13:27: Das ist total beeindruckt.
02:13:28: Man kommt da rein und jeder Mensch, der da reinkommt, glaub ich wird still und fragt sich was das jetzt eigentlich?
02:13:34: Man kann da so durchlaufen... Ich habe auf dem Boden, hab' ich gesehen, gab's da so Palmen die lagen darum Und es war für mich vollkommen klar und gar keine Frage, dass ist Kunst.
02:13:47: Diese Palmen wie die da liegen, das ist Kunst.
02:13:49: Dann läuft man dann so weiter und dann läuft man wieder unterirdisch und da liegen Glasscherben aufm Boden.
02:13:53: Es ist auch vollkommen klar diese Glasscherben wie die hier liegen, des ist Kunst.
02:13:57: Ein späterer Moment, das ist ein bisschen Wald da auch.
02:14:01: Und ich gucke in den Wald hinein und es stehen so zwei Monenblumen.
02:14:06: Da sagte die Dame, die uns durchgefüttert hat, sie hat Herr Kiefer hingemacht.
02:14:10: Das ist Kunst!
02:14:14: Ich konnte nicht begreifen warum das so ist, warum ich das als Kunst wahrnehme.
02:14:17: Gleichzeitig gibt's auf dem Gelände, weil er eben viel baut oder bauen lässt, Orte wo dann einfach sein Bleihobem liegt was er einsammelt
02:14:27: Das größte Bleihverschmutzung der Welt.
02:14:29: Ja und es ist vollkommen klar, wenn man diesen Bleihaufen sieht das ist keine Kunst.
02:14:33: Es ist einfach nur Blei.
02:14:35: und ich verstehe nicht und deswegen wollte ich seitdem ich da war Sie schon fragen warum ist dieser Palmbädel... Warum ist das Kunst?
02:14:43: Warum ist diese Blumenkunst?
02:14:45: wie gelingt es dass dieser Mann das anfassen kann diese Glasscherben dahin liegt und dieses Kunst.
02:14:52: und wenn ich jetzt hier in die Glas zerteppern würde Und dann lege ich hier die Glasscheiben, wenn Sie sagen, da liegen Glasscheime.
02:14:59: Dann räumen sie immer bitte weg und könnten mich
02:15:00: verletzen.".
02:15:01: Das würde niemand in diesem Irrsinn sagen, was der Herr da geschaffen hat.
02:15:06: Warum ist
02:15:07: das
02:15:08: Kunst?
02:15:09: Und meins nicht!
02:15:14: Es kann ich Ihnen nicht sagen... Was ich so lustig von Besitzender im Auto tut, ist es leider nicht in dieser Dokumentation Weil der Kameramann nicht dabei war.
02:15:27: und fahren durch das Gelände.
02:15:30: Und da ist dieses riesige Feld von Blei Sonnenblumen, ja?
02:15:38: Und ich seh dieses Feld, dann sag' ich zu ihm... Sag mal, das ist wirklich fantastisch!
02:15:44: Das ist wirklich großartig, dieses Feld.
02:15:47: Bleibt er stehen schaut so an und sagt, fehlt noch ein Flugzeug drin.
02:15:53: Also nicht total großartiger.
02:15:56: Und es ist einfach.
02:16:00: Deswegen kann ich Ihre Frage nicht beantworten.
02:16:02: Das ist kein intellektueller Zugang, das lässt sich nicht intellektuell begreifen.
02:16:08: Kiefer ist kein Intellektueller!
02:16:10: Das ist einfach ein Kind, das spielt und ausweile genial.
02:16:18: es entsteht aus dieser Spielerei am Schluss große Kunst.
02:16:22: anders kann man das nicht beschreiben.
02:16:25: Es gibt ja sehr intellektuelle Künstler, auch bedeutende Intellektuelle-Künstler.
02:16:32: Aber deswegen liebe ich den so!
02:16:35: Das ist Kunst in einer pursten reinsten spielerisch freudhaftesten Großartigkeit.
02:16:44: einfach das zu machen.
02:16:46: Ich meine es sieht nichts dort, überhaupt nichts ergibt irgendeinen Sinn.
02:16:52: ein Intellektuell.
02:16:53: Das ist totaler Quatsch.
02:16:55: Manchmal, es ist ja in der Dokumentation auch so wo ich ihm dann sage das hättest du jetzt nicht gebraucht.
02:17:00: Ja den schreibt er dann auf irgendetwas noch einen Zitat von Ingebrock Bachmann des Vorkommens da nicht hinpasst und auch sinnlos ist.
02:17:10: aber dass was er macht ist nicht intellektuell sondern das ist wirklich das Erschaffen von Welten.
02:17:18: anders kann man's nicht sagen.
02:17:20: Und das ist das große Artige daran.
02:17:22: Also wir laufen dort durch dieses Gelände, ich sage ihm sehr unten, ich finde es großartig dass da Glas liegt weil er so eine Spiegelung hatte.
02:17:33: Er nimmt einen
02:17:34: Eimer und schmeißt noch mehr Glas darunter.
02:17:37: Wer würde sowas machen?
02:17:38: Aber
02:17:39: wie erklärt... also das ist ja nicht nur auf Kiefer bezogen.
02:17:43: Wie erklären Sie sich mit Ihrem Verstand, dass in dem Moment wo er das macht Und da gibt es ja noch viele andere.
02:17:51: In dem Moment, wo er diesen Glas einmal nimmt und auf den Boden wirft wird es zu Kunst... Aber
02:17:56: das kann man doch nicht erklären!
02:17:59: Also Ludwig II von Bayern sagte dazu, Kunst ist was der Künstler macht.
02:18:06: Alles können sie sich nicht erklären?
02:18:07: Das ist einfach so ein... Das ist auch sinnlos weil jede Erklärung würde das Ja deswegen habe ich das gesagt würde das intellektuell machen, aber es ist nicht intellektuel.
02:18:20: Es ist einfach nur auch die Freude am Dasein bei ihm – auch wenn das alles was er darstellt Krieg ist und Ruinen und so weiter.
02:18:30: Wir sind ja nicht weit voneinander aufgewachsen.
02:18:36: Er kommt ja da aus Dona Esching und lebte in diesen Ruinen genauso wie mein Wer ein Onkel von mir sagte, ja oder auch Werner Herzog hat genau das Gleiche geschrieben.
02:18:50: Diese Leute sagen alle für uns die wir da zurückblicken ist die Nachkriegszeit Schrecken für die Kinder die in den Ruinen spielen.
02:18:59: Für die war das herrlich!
02:19:01: in diesen Ruinen zu spielen, war das allergrößte.
02:19:04: Ja und für Kiefer ist es ja auch das alle größte.
02:19:08: deswegen baut er da und ruien und gräbt da und tunnen.
02:19:11: und zwar jetzt können sie dahin gehen und können das alles intellektuell erklären und kontextualisieren und was man da sonst noch macht.
02:19:19: aber es ist quatsch dass es ein Alchemist der hat Spaß an dem was er macht ja und er verzaubert alles.
02:19:28: Und wenn Sie da jetzt hingehen und sagen, ich finde da jetzt Erklärung warum das so ist.
02:19:33: Das ist so wie wenn sie Liebe erklären würden.
02:19:37: Warum sollte man das tun?
02:19:38: Und es funktioniert ja genauso wenig.
02:19:40: Ja, das stimmt!
02:19:41: Es ist nur etwas... also ein... ...es ist mir nur so unbegreiflich und ich kann's natürlich auch fühlen und ich habe Wochen nach dieser Ausstellung immer noch dieses Gefühl gehabt, und wir waren danach so albern als wären wir auf eine Beerdigung gewesen.
02:19:56: Also weil uns das so sehr berührt hat einfach was er da macht Und diese... Das immer wieder in Kunsträumen zu sein und zu merken man liest etwas oder hört etwas oder sieht etwas wie auch immer.
02:20:08: und dann gibt es den Moment wo man sagt Ich verstehe es nicht aber etwas passiert hier gerade mit mir Es verwandelt mich in irgendeiner Form und ich kann nicht begreifen Was da passiert.
02:20:19: also grade bei ihm.
02:20:20: Ich kann verstehen, wenn ein Gemälde irgendwo ist.
02:20:22: Da hat die mal was gemalt und es berührt mich oder nicht ohne einen Song aber wie aus Glasscherben derartig Kunst wird das.
02:20:29: da ist mein wirklich mein Gehirn.
02:20:32: Und ich sehe das und ich denke dass...
02:20:35: Aber Lassens ist doch dabei.
02:20:37: Das reicht auch.
02:20:37: Sie müssen's nicht noch weiter analysieren.
02:20:42: Bei Käfer ist es nicht notwendig, das zu... Also ... Es gibt Leute bei denen sie ganz lange drüber nachdenken müssen.
02:20:49: und sei Twombly.
02:20:51: Ja, da müssen Sie ein Buch lesen um irgendeines von diesen Bildern zu verstehen aber bei Käfer is alles da.
02:20:57: Das müssen Sie nur anschauen.
02:20:59: Wunderschön ist das!
02:21:00: Sie haben siebenhundert-achthundert Fälle als Strafverteidiger gemacht.
02:21:04: Und jetzt meine ich das achtzehnte Buch was Sie geschrieben haben.
02:21:08: Ich weiß dass das erste bedeutet etwas ... das erste Buch bedeutet was, der erste Fall bedeutet was.
02:21:14: Wie verändert sich das über... Ja und es hat mir ein anderer Schriftsteller nämlich irgendwann mal erzählt ja, das kriegen Sie dann das Buch?
02:21:20: Das achtzehn oder zwanzig?
02:21:21: Dann kriegen sie's vom Verlackt und packen sie's kurz aus aber...
02:21:24: Nein überhaupt nicht!
02:21:26: Also Quatsch!
02:21:28: Das Buch da mag ich wahnsinnig gerne.
02:21:31: also ich finde dass ist interessant und das ist auch ein Risiko.
02:21:35: Ich meine ich hab das selbst gezeichnet.
02:21:37: alleine davor habe ich natürlich auch einen gehörigen Respekt, wie das behandelt wird.
02:21:45: Und Kinder sind ja also sehr, sehr kritisch.
02:21:51: wenn sie irgendetwas nicht verstehen hauen Sie es ihnen um die Ohren und sagen nicht ich muss da nochmal darüber nachdenken.
02:21:57: Ich habe es nicht verstanden.
02:21:58: Also ich bin sehr gespannt und... Ich werde das Buch her jetzt vorstellen nächste Woche.
02:22:07: Wo stellen Sie's vor?
02:22:08: In Luisen Lund.
02:22:10: Luisen Lund ist ein Internat in Schleswig-Holstein und werde es dort lesen oder Teile davon lesen, in einer Aula vor lauter Kinder.
02:22:22: Und bin wirklich gespannt wie das wird!
02:22:24: Der Grund ist warum ich das in Luisen lund mache... Das waren ganz interessante Freunde von mir, haben ihre Kinder dort Und wir sind da durchgegangen und der Direktor der Schule hat so eine Führung für uns gemacht.
02:22:42: Die haben ganz fantastische Forschungslabore und fördern mit viel Geld, Wissenschaftler usw.. Dann habe ich gesagt ja das ist alles ganz toll es wird überall gemacht diese mathematischen naturwissenschaftlichen Förderungen aber es gibt überhaupt keine Förderung für Literatur.
02:23:07: Ich kenne jedenfalls kein.
02:23:09: und wollen wir denn nicht mal eine Literaturförderung machen?
02:23:14: Und dann gab es so ein langes Hin- und Her und viele Gedanken, jetzt gibt es das!
02:23:21: Jetzt haben wir eine Literaturförderung.
02:23:23: inzwischen sind es vier Internate die sich dem angeschlossen haben.
02:23:29: Salem, Luisen Lund.
02:23:34: Das ist das hochbegabten Internat in Deutschland.
02:23:44: Und die kriegen Vollstipendien, also die Kinder können sich entweder selbst bewerben mit einer Geschichte oder die Deutschlehrer empfehlen sie und dann kriegen die in diesem unfassbar schönen Internat da ein Wasser und die lernen Segeln usw.. und kriegen eben eine Förderung für Literatur.
02:24:06: Und das finde ich schon so ganz interessant, weil man... Also ich wüsste jedenfalls nicht wo es das sonst gibt für Kinder.
02:24:19: Man weiß aber ob Kinder literarisch begrafen sind.
02:24:25: Ich habe einen Beispiel, Benedict Wells.
02:24:33: Der hat uns mit zehn eine Geschichte erzählt, wo er gesagt hat ja aber es gibt doch in jeder Geschichte und in jedem Film Nebenfiguren.
02:24:44: Also der schreibt einer dass er spazieren geht und einem Kaffee vorbei geht und da sitzt ein und raucht ne Zigarette und der taucht dann aber nie wieder auf der dort sitzt und einen Zigarette raucht.
02:24:56: Und in seiner Geschichte haben sich dann alle Nebenfiguren getroffen, der war zehn und machen gemeinsam eine Zugreise.
02:25:06: Wenn das jemand mit zehn erzählt wissen Sie dass er eine Begabung als Schriftstelle hat die man fördern kann.
02:25:15: oder eine andere Geschichte?
02:25:17: Ja bei ihm wenn wir das ganz richtig kurz sagen darf ja da ist er.
02:25:21: wie lange hat es gedauert bis dann irgendjemand mal wirklich geglaubt hat, dass er ... Da haben wir auch im Podcast drüber gesprochen.
02:25:30: Es hat ewig gedauert und der einzige Mensch, der richtig an sich geklappt hat, war verrückterweise er selbst, weil er gedacht hat das wird alles ganz groß!
02:25:38: Und es hat lange gedauern bis es ganz groß wurde.
02:25:40: Genau.
02:25:44: Das kann man aber fordern und ist es auch gut, das zu fallen.
02:25:48: Ich habe eine andere Geschichte die Ich auch so von einem anderen Jungen, den ich auch wahnsinnig interessant fand.
02:25:57: Der hat gesagt... oder ja er hat das gesagt Wie kann es sein dass sich die Gegenstände nach einer Nacht an ihre Farbe erinnern?
02:26:17: Und der hat mir auch gesagt okay der war elf oder sowas.
02:26:22: Der sollte Gedichte schreiben für den Rest seines Lebens.
02:26:25: Und solche Leute muss man irgendwie sammeln und fördern, weil es nutzt ja nichts nur Wissenschaftler zu fördern – wir brauchen auch die anderen!
02:26:37: Jetzt haben wir diese achtzehn Plätze dort und deswegen stelle ich's in Luisen Lund
02:26:41: vor.
02:26:42: Die letzte Frage?
02:26:44: Wer war der erste Person, die an ihr Talent geklaubt hat?
02:26:48: Das war einer im Internat.
02:26:52: Also man unterscheidet zwischen Patres und Brüdern.
02:26:55: Vätern und Brüdern, Patres oder Fratress.
02:26:58: Und die Fratresses haben nicht studiert und sind sozusagen zwar auch Jesuiten aber im Rang der Jesuiten ist ein militärischer Orden niedriger.
02:27:10: Die machen meistens die Tischlereie oder die Gärtnerei oder so etwas.
02:27:14: Das sind die Fradress.
02:27:16: Ich glaube es gibt noch andere Unterscheidungen, die ich aber vergessen habe.
02:27:21: Der war sehr gebildet und es ist komisch, dass er kein Parter wurde.
02:27:26: Ich weiß nicht genau warum.
02:27:27: Er war Meisterschülle von Oberberger Das war ein Münchner Maler.
02:27:34: Ein nicht ganz unbedeutender Maler.
02:27:37: ich spielte die Hauptrolle in einem Stück im Internat das ist Leonce & Lena vom Büchner und ich spilte den Leonz Und das ging ganz gut Inszenierte ich selbst ein Stück.
02:27:49: Und zwar die Physiker von Dürnmann, ich war sechzehn und dieser Bruder mit dem unterhielt mich viel und der sah irgendetwas in mir und war so überzeugt dass sich auf diese künstlerischen Ebene Talent hätte.
02:28:09: Das war der erste, der daran glaubte.
02:28:12: Warum hat es aber gedauert, dass Sie daran geglaubt haben?
02:28:17: Also ich glaube es ja heute noch nicht.
02:28:20: Ich glaube, das ist so eine Persönlichkeitsfrage.
02:28:23: Amseln Kiefer hat wahrscheinlich mit drei schon geglaubt erst Gott und... Ich glaub du
02:28:28: warst auch.
02:28:31: Und bei anderen ist es halt schwieriger.
02:28:34: Das liegt ganz einfach nicht in meinem Wesen zu überzeugt von mir selbst zu sein.
02:28:42: Vielen herzlichen Dank, dass ich es sind.
02:28:44: Herzlichen vielen Dank, das ich kommen durfte.
02:28:46: Danke schön!
02:28:46: Tschüss!
02:28:59: Das war Ferdinand von Skirach.
02:29:00: Vielen, vielen herzliche Dank fürs Zuschauen und auch zuhören.
02:29:03: für mich ist Ferdian van Schierach wie das Orakel hier in Alexander irgendwie ein Allwissender der Wissen unterbrechen kann und plötzlich klingt es auch irgendwie einfach.
02:29:15: Und ich hatte heute auch so'n bisschen nach dem Gespräch bei ihm Bundespräsidenten-Vibes vielleicht nach Jurist-Schriftsteller noch die nächste Karriere von Ferdinand von Schirach.
02:29:25: Wäre auf jeden Fall sehr, sehr spannend und irgendwie würde es auch passend jemand, der da so ein bisschen rauchend die Welt erklärt.
02:29:32: Ich möchte mich herzlich bedanken bei Alex Stößlein für die Produktionen in Ballena Raul für die Redaktion und beim Mitvergnügen für die Distribution und Vermarktung.
02:29:39: Wenn ihr Lust habt auf eine weitere Folge Hotel Matze dann möchte ich euch ein weiteres Orakel empfehlen und zwar habe ich mit Richard David Brecht über ähnliche Sachen wie heute mit Ferdinaln von Schierach gesprochen.
02:29:49: Schaut er gerne mal rein hört er gern einmal rein!
02:29:50: Ich wünsche euch einen schönen Tag, eine gute Nacht.
02:29:53: Auf bald!
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