Sophie Passmann (2026) - Wie viel darf eine Frau?

Shownotes

Sophie ist Autorin und Podcasterin und beschäftigt sich seit Jahren mit Feminismus, Popkultur und der Dynamik von Öffentlichkeit. Zuletzt war sie 2019 im Hotel und wir sprachen über ihr Buch “Alte weiße Männer”.

Ich wollte diesmal von ihr wissen, warum Bewertungen so stark auf uns wirken können, wie Öffentlichkeit Menschen beeinflusst oder sogar verändert und wie Sophie persönlich mit den Herausforderungen umgeht, die mit ihrem Job als prominente Frau einhergehen. Wir sprechen über Mädchenrollen und Marktwert, Erwartungen an Frauen, Shitstorms, Selbstzweifel und darüber, warum Sophie sich Genugtuung wünscht und auch mal ein Idiot sein möchte.

WERBEPARTNER & RABATTE: https://linktr.ee/hotelmatze

MEIN GAST: https://www.instagram.com/sophiepassmann/

DINGE: Alle Bücher von Sophie: https://bit.ly/4lmY1UT

Pipi Langstrumpf: https://bit.ly/3OUAK0q

John Wick: https://bit.ly/4bkcuw7

A little life: https://bit.ly/4roiRoc

Alexander Stößlein - Produktion Lena Rocholl - Redaktion Mit Vergnügen - Vermarktung und Distribution

MEIN ZEUG: Mein Fragenset FAMILIE: https://beherzt.net/products/familie Mein Fragenset LIEBE: https://beherzt.net/liebe Mein erstes Fragenset: https://beherzt.net/matze Mein Newsletter: https://matzehielscher.substack.com/ YouTube: https://bit.ly/2MXRILN TikTok: https://tiktok.com/@matzehielscher Instagram: https://instagram.com/matzehielscherHotel LinkedIn: https://linkedin.com/in/matzehielscher/ Mein Buch: https://bit.ly/39FtHQy

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich will diese Scham loswerden und will im Nachhinein vielleicht Jahre später feststellen, das war richtig doof.

00:00:04: Aber ich ertrage diese Schamen nicht mehr!

00:00:06: Ich habe mich mein ganzes Leben geschämt.

00:00:08: Ich ertrage es jetzt nicht mehr zum einen umgeben zu sein von Frauen die sich immer noch schämen und ich hab auch keine Energie mich immer noch zu schälen.

00:00:15: Willkommen mit Helm Matze.

00:00:16: Mein heutiger Gast ist die Autorin Sophie Passmann.

00:00:19: Sie hat ein neues Buch geschrieben.

00:00:20: wie schön es nennt sich.

00:00:21: Wie kann sie nur?

00:00:22: Und da geht es um ein Thema dass sicherlich vor allen Dingen Frauen kennen, nämlich das Gefühl ständig bewertet zu werden.

00:00:28: Darüber sprechen wir auch in dieser Folge.

00:00:30: es geht um Bewertung.

00:00:31: Es geht um Sophie's Angst ihre Relevanz zu verlieren.

00:00:33: Es geht Um Schönheitseingriffe und ihren großen Wunsch endlich eine Idiotin sein zu dürfen.

00:00:40: Ich wünsche euch viel Vergnügen in Muttermatze mit Sophie

00:00:43: Passmann.

00:00:44: Ich glaube Ansprüche haben wir alle an uns selbst.

00:00:50: erst mal damit fängt es an weil wir alle dass ein Gefühl von Genugtuung wollen in unserem Leben.

00:00:55: Und wir wollen zufrieden sein und selbst zufriede, und wir glauben das erreichen zu können wenn wir unsere Ansprüche erfüllen was ich glaube was Quatsch ist.

00:01:01: Ich glaube man wenn man sich eher damit abfindet Dass man nicht all seinen Ansprüchen gerecht werden kann und dass dieses gefühl der genugtuungen auch eintreten kann Wenn man sich damit ab findet dass man Dinge bereuen wird falsch machen wird vermissen wird dann stellt sich dieses gute Gefühl viel eher ein.

00:01:16: Aber das Problem ist, dass viele Leute denken, wenn ich all diese Sachen erfülle in meinem Leben?

00:01:20: Wenn ich diese Ziele erreicht habe und so bin wie ich glaube sein zu müssen, dann bin ich irgendwann zufrieden.

00:01:25: Und deswegen projizieren wir diesen Anspruch auch an andere Leute rein vor allem Leuten der Öffentlichkeit.

00:01:30: Gerade bei Frauen wird selber eingebleut, dass man sich zu vergleichen hat bzw.

00:01:36: Frau sein ist ein Wettbewerb in diesem System, wurde als Wett Bewerb angelegt.

00:01:41: Das heißt, man neigt auch eher dazu, einen Vergleich zu sehen, um selber seine eigene ... in großen Anführungen sein Marktwert festzustellen.

00:01:49: Wenn diese Frau so ist, dann bin ich ja so!

00:01:52: Man sieht sich gern ein Relation zu anderen Frauen, weil man das beigebracht bekommen hat, dass es eine Art Überlebensstrategie ist.

00:01:57: Man muss wissen, wo man quasi steht und was man zu erwarten hat von der Welt usw.

00:02:03: Und ich glaube, da diese Enttäuschung herrühren kann wenn diese Frau in der Öffentlichkeit, die ich an mich selber stelle nicht erfüllt.

00:02:14: Bin ich dann falsch oder ist sie falsch?

00:02:16: Hast du dein Beispiel für?

00:02:17: Schönheitseingriffe!

00:02:19: Das große Reizthema... Wie kann denn diese Frau glauben, dass sie damit durchkommt, das es gut ist und gerecht ist oder wirklich nur ihre Privatsache ist, wenn ich all diese Sachen für mich persönlich

00:02:31: verneine?!

00:02:32: Und darin steckt natürlich eine Wahrheit.

00:02:34: Man kann nicht immer in feministischen Themen bei so einer zahnlosen ... Jeder muss für sich selbst entscheidend Sache landen, man muss natürlich eine Systemfrage stellen.

00:02:44: Gleichzeitig ist die emotionaler Aufgeladenheit hat eher mit einer persönlichen Betroffenheit zu tun als damit dass man in dem Moment das System leidenschaftlich bekämpfen möchte würde ich wagen zu unterstellen.

00:02:55: Wer hat dir das beigebracht dieses sich vergleichen mit anderen Frauen?

00:03:01: Es hat mir niemand beigebracht.

00:03:02: Ich glaube, für mich persönlich, im Nachhinein würde ich sagen, konnte ich so als Teenagerin der Moment wo man von einem Mädchen zu einer angehenden Frau wird – diese Übergangsphase.

00:03:17: Da passiert was ganz Magisches und man lernt nämlich seinen Marktwert kennen!

00:03:20: ob man will oder nicht.

00:03:21: Man lernt seinen

00:03:21: Marktwerke?

00:03:22: Ja, das ist eine Sache die bei Jungs glaube ich einfach nicht passiert.

00:03:24: Wenn du ein süßes kleines hübsches Mädchen bist kannst du dir andere Sachen erlauben als wenn du kein hübdes kleines süßem Mädchen bist.

00:03:29: Wenn Du ein süses kleines, hübesches weißes Mädchen bis kannst du jetzt andere Sachen herlaufen als wenn Du keinen hüBSCHE SÜSSES Kleines weisses Mädchens bist.

00:03:35: Wenn DU dünn und schmal und zierlich bist und schweig sah, dann kannst du dir anderen Sachen erlauben wie wenn Du pummelig und groß und grobschlechtig bist.

00:03:42: Und da fängt es an dass auf einmal Lehrer ein anderes behandeln weil die ein mehr oder weniger durchgehen lassen.

00:03:51: Jungs behandeln einen natürlich anders, aber das würde ich sagen gilt für beide Geschlechter alle Geschlechter dass man jemanden den man süß findet behandelt man anders als jemand dem man nicht süß findet.

00:03:59: aber es geht bei Mädchen bei mir zumindest weiter über hinaus und bei den Mädchen um mich herum.

00:04:04: Es hat nicht nur damit zu tun, kommst du gut bei Jungs an.

00:04:07: Das ist die egalste Frage, sondern wie behandelt deine Umwelt dich?

00:04:10: Was erlaubt deine Umwelt dir?

00:04:12: Was glaubt deine umwelt dir?

00:04:14: Wie sehr glaubt deiner Umwelt dir deine Traurigkeit, deine Melancholie, deine Krankheiten ... Und das hat ganz viel damit zu machen, bist du die Art von Mädchen, die wir traurig melankolisch und krank sehen wollen?

00:04:25: oder bist du eine Art von Mädchen, der wir eh schon als außergewöhnlich wahrnehmen?

00:04:29: Deswegen hast sie dann irgendwie sich zusammenzureißen!

00:04:33: Und das ist der erste Moment, wo er merkt.

00:04:34: Ah!

00:04:35: Es hat nicht nur damit zu tun wie ich aussehe oder wie ich mich gebe oder wie auf die Welt wirke, wie die Welt mich behandelt sondern auch was sich mir erlauben darf.

00:04:45: Was du dir erlaubten darfst?

00:04:46: Ist eine Frage des... die Menschen aus deinem Umfeld dir etwas glaubt oder nicht?

00:04:53: So lange du, wir reden ja von Mädchen gerade.

00:04:54: Solange du abhängig davon bist als andere Erwachsene mit dir gut umgehen und dir helfen bei gewissen Sachen Ja also erwachsen sie nicht mehr.

00:05:01: aber das ist die Zeit in der es ja anfängt.

00:05:03: In der man anfängt zu sortieren nach... Das passiert glaube ich ganz subtil und ganz... Es ist nicht so dass der Lehrer dann da reinkommt und sagt Du bist laut und pummelig, nicht weiblich.

00:05:17: Deswegen nervt es mich, wenn du laut bist bei der finde ich's aber süß.

00:05:20: natürlich ist alles immer plakativer.

00:05:22: weniger plakativ ist es subtiler.

00:05:23: Aber das ist ja die zeit in der man unbedingt darauf angewiesen ist dass leute einem was erlauben damit man sich selber erlaubt.

00:05:31: Das ist total interessant weil ich das komplett anders wahrgenommen habe.

00:05:34: also ich nehme sie jetzt auch anders war Weil du sagtest Lehrer und Lehrerin.

00:05:40: Ich hab's wahrgenommen dass eigentlich die Lehrer und Lehrerin eher die Jungs bewertet haben.

00:05:47: Ich hatte auch viel mehr Lehrerinnen, da ging es darum dass die Jungen nicht gespurt haben oder zu laut fahren oder zu usw.

00:05:56: Da ging es eher um einen Nicht-Funktionieren der Jungs.

00:06:01: Und ich erleb's jetzt in der Schule an der Schule meines Sohnes.

00:06:06: das ist auch so, da sind die Probleme.

00:06:10: Kinder sind immer eher die Jungs.

00:06:11: Also, da ist es eher ... Die Jungs sind laut und sitzen nicht richtig.

00:06:14: Die Jungen sind schlau genug und brauchen noch mal dies oder jenes.

00:06:19: Die Problemkinder sind eher die Junge und gar nicht so sehr die Mädchen.

00:06:22: Deswegen ist interessant, dass du das anders ... Du hast das offensichtlich anders erlebt als ich in dem Moment?

00:06:29: Wir reden

00:06:29: über dieselbe Sache.

00:06:30: Problemkind sein heißt ja auch Problemkindsein dürfen.

00:06:34: Laut sein bedeutet ja auch laut sein dürfen.

00:06:36: Ob man das von einem Lehrer verboten bekommt aber vorher erlaubt bekommen hat sind nur zwei verschiedene Ebenen, auf der man das Problem betrachtet.

00:06:44: Es gibt da ja auch so evolutionär biologische Aspekte mit denen ich mich überhaupt nicht gut genug auskenne.

00:06:50: Du hast mit Sicherheit schon jemanden hier im Podcast über die Entwicklungsstadien von Kindern und Jungs in derselben Zeit gesprochen hat.

00:06:58: Ich glaube es ist auch wirklich so dass Jungs irgendwie in ihrer Hirnenentwicklung ein, zwei Jahre später Sprünge machen womit sich glaub ich oft diese schulische Leistung im Hinterherhinken erklären lässt?

00:07:08: Überhaupt nicht mein Feld, müssen andere darüber reden.

00:07:11: Aber dieses Soziologische oder dieses Wieg glaubt man sich verhalten zu dürfen?

00:07:17: Würde ich wagen zu behaupten ist eher genau das gleiche Thema, worüber wir reden.

00:07:22: Sind Jungs einfach immer lauter und doller und wilder?

00:07:26: Oder ist es etwas was Mädchen sich im Grunde selber schon verboten haben bevor sie ans Laut-und-Doll sein kommen?

00:07:32: Und ... Ich war zum Beispiel laut aus ein tolles Mädchen.

00:07:36: Das war ganz furchtbar!

00:07:37: ein lautes, dolles Mädchen sein war.

00:07:40: Ich kann diese Erfahrung nicht auf andere Frauen übertragen aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen das war einfach etwas.

00:07:44: das wurde als Anomalie behandelt als würde ich im Grunde jeden Tag ins Klassenzimmer kotzen weil es einfach etwas ist.

00:07:53: ein laudes, tolles nerviges Mädchen wird ganz... behandelt als sei da auch grundlegend was falsch in der eigenen Geschlechtlichkeit.

00:08:02: Das ist ein größerer Widerspruch, als nur ja ernerft manchmal im Unterricht.

00:08:07: Wenn ich das richtig verstehe... Es war eher ein Problem.

00:08:10: also wenn du ein Junge gewesen wärst, wärst du einfach der Junge der nervt, typisch Junge.

00:08:15: und dadurch dass du ein Mädchen aber warst, war es so anomalisch?

00:08:25: Anomal!

00:08:25: Würde ich sagen, vielleicht?

00:08:26: Aber du lasst uns Worte erfinden.

00:08:28: Anomal ... Weil man sagt, ein Mädchen machen ja so etwas nicht.

00:08:33: Ist das richtig verstanden?

00:08:34: Ja und irgendwann würde es natürlich auch so was ... Irgendwann will man dann auch, wenn man als Mädchen auf Jungs steht die Jungs gefallen und erst kriegt man vermittelt, so sind Mädchen!

00:08:46: Und selbst wenn's mal eine Bibelangstrumpf gibt, gibts immer ne Annika, die hinterherräumt.

00:08:49: Warum hat Annika nicht so einen schlechten Ruf gehabt?

00:08:55: Ich hab immer Pipi langgeschrumpft gesehen und dachte, Gott sei ganz froh sein, dass du eine Annika hast.

00:09:00: Die die ganzen Scheiße hinter dir herräumt.

00:09:01: Ähm ... Anyways!

00:09:04: Also es gibt da so ne ... ich hab ein Fahren verloren.

00:09:06: Weil ich mich über Annika ... Annika hatte zu schlecht den Ruf oder?

00:09:09: Annika hat einen zu schlechten Ruf aber die Frage ging gleich... Und wir hatten

00:09:12: zugutens.

00:09:13: Entschuldigung.

00:09:15: Lass uns wieder zum Thema.

00:09:17: Wahrscheinlich wollte ich ablenken.

00:09:18: Das ist auch nicht schlimm also ... Nein, meine Frage ging dahin.

00:09:23: Ob ich das richtig verstanden hab?

00:09:24: Dass du deswegen ... Weil du ein Mädchen warst, dass dir nicht erlaubt worden ist und es normal war, ob ich das noch richtig verstand.

00:09:34: Das war die Frage.

00:09:35: Ich glaub, ich hab's richtig verständen.

00:09:36: Ja, und das Spannende ist ja, gerade heute, wo wir glauben so viel über Geschlechtlichkeit und Gender- und Performance zu wissen, damals schon nicht den Punkt gab, dass jemand das konkret verboten hat.

00:09:50: Ich bin ja auch nicht mehr aus der Zeit, wo mir jemand gesagt hat du bist ein Mädchen jetzt kletter mal nicht auf einem Baum oder du bist eine Mädchen, jetzt sei mal leise.

00:09:57: es sind ja diese viel subtileren und deswegen eben schwerer zugreifenden Dinge und schwerer auseinanderzudröselnde Dinge.

00:10:03: ich werde auch bis zum Ende meines Lebens nie wissen können.

00:10:06: was war daran wirklich meinen weiblich sein mein Mädchen sein?

00:10:09: Und was war da daran, dass sich einfach objektiv betrachtet in dem Moment nervig war?

00:10:12: und beides stimmt mit Sicherheit ein bisschen.

00:10:15: aber das Risiko ist auch, immer nur auf die individuellen Charaktereigenschaften geht und zu wenig auf die Dynamiken, die mit dem Geschlecht und den Klischees einhergehen.

00:10:27: Ich weiß wieder wo ich war.

00:10:28: der Übergang von man ist dann so'n Mädchen das noch kein Interesse an Jungs hat und dann kriegt man vermittelt es irgendwie bei mir definitiv komischer eine Rabauke zu sein laut zu sein vorlaut zu sein, Sachen die man vielleicht belohnt bei einem Jungen.

00:10:42: Und dann irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man Jungs gut findet und da merkt man dann das finden zumindest Jungs in dem Alter auch komplett zum Kotzen wenn ein Mädchen vielleicht laut ist und mitrennt und mitspielt und eine Art von Augenhöhe bei Aktivitäten einfordert gar nicht unbedingt weil man gleich gut ist sondern weil man mitmachen möchte diese Aufteilung passiert ja schon ultra früh und dieses sich irgendwie falsch fühlen eine besondere Art von Mädchen zu sein, ist lustigerweise was.

00:11:12: Da handelte man vor letztes Buch, vor dem jetzt davon, dass ich irgendwann festgestellt habe ganz viele Frauen laufen mit diesem Gedanken durch die Welt.

00:11:20: Bei mir war es ein bisschen ... Ich war in einer Sondersituation.

00:11:23: Man merkt so nee vielleicht gab's auch gar nicht so viel Sondertsituationen sondern vielleicht haben sich extrem viele Frauen damals als Mädchen als komplette Freaks gefühlt weil die Schublade in der ein Mädchen eigentlich zu sein hat so eng und schmal dass man sich quasi nur als Freak fühlen kann, wenn man nicht ein komplett generischer Katalogmensch ist.

00:11:44: Hast du versucht an dem Marktwert zu erhöhen und dich angepasst?

00:11:50: Als Mädchen?

00:11:50: Nö!

00:11:53: Da hatte ich gar nicht ... Das habe ich überhaupt nicht geschnallt wie das geht.

00:11:59: Ich hab das irgendwie erst mit Mitte zwanzig geschnellt.

00:12:04: gewisse Dynamiken funktionieren können, um Jungs zu gefallen.

00:12:07: Männern dann zu gefallen.

00:12:09: und das heißt noch nicht mal dass ich sie gerne angewandt habe.

00:12:11: also so dieses sich in Gesprächen zum Beispiel ein bisschen harmloser stellen oder so nach unseren Mann erzählen lassen.

00:12:20: Ich hab immer gedacht hey ist doch bestimmt toll für die wenn die mal mit einer Frau sich unterhalten.

00:12:24: diese dann fragt warum machst du das so?

00:12:25: Erzähl mal!

00:12:27: Und ich irgendwann gefälligte, nee, ne, ninety-fünf Prozent der Männer die man trifft finden Komplett zum Kotzen und wollen definitiv nicht mit dir ins Bett, wenn du die hinterfragst und denen das Gefühl gibst dass sie vielleicht irgendwas nicht so gut können wie man selbst.

00:12:42: Und es war mit Augen geöffnet als ich das geschnallt habe

00:12:44: Voll interessant.

00:12:46: Das ist ein Moment, wo du sagst, nehm ich ganz anders wahr?

00:12:49: Du bist halt ein fescher Typ der Frauen auf Augenhöhe sieht wahrscheinlich.

00:12:54: Ist das Take away davon?

00:12:55: Ja, wahrscheinlich aber ... Ich glaube es sind ja auch Sachen die man gar nicht immer so wahrnimmt.

00:13:00: Also selber auch also dass man das gar nicht so ... Man is man!

00:13:05: Ich, dann ja auch ein Teil von dem System.

00:13:07: Von einem Markt.

00:13:08: und wie reagiert man auf bestimmte Dinge?

00:13:11: Welche Leute findet man anziehend oder nicht?

00:13:14: Das ist gar nicht so ... Du hast es erst schon schön gesagt.

00:13:16: Die Frage war ich vielleicht hier oder da nervig?

00:13:20: Oder war das das System?

00:13:22: Und diese Frage was ist man selbst und was ist einfach Teil eines Systems?

00:13:26: Es ist gar nichts immer herauszudrösen.

00:13:29: Aber

00:13:29: es ist spannend dass du von den vielen Sachen nicht gesagt hattest.

00:13:31: die eine Sache, Ich würde sagen, wenn wir jetzt mal nur in einer Welt, in der wir beide uns viel bewegen.

00:13:39: Irgendeine Art von Preisverleihung auf der wir vielleicht letzte Woche zufällig waren?

00:13:41: Ja!

00:13:42: Wir fahren letztes Mal beim YouTube-Wort.

00:13:44: Liebe Grüße und da würden dann – das ist jetzt tatsächlich ich bin sofort nach der Party, also nach der Verleihen gegangen aber das könnte hätte auch ein Event sein können wo wir beide noch rumstehen im großen Gruppen Und da wäre wie auf jeder anderen Preisverleihung, das passiert was mit vielen.

00:13:57: Wenn viele Over-Performer Berlin-Mitte Männer rumstehen und viele Over Performer Berlin Mitte Frauen dann hätte irgendeine Frau etwas Lustiges gesagt in mindestens einen Mann hätte es irgendwie nervig gefunden und hätt wäre aus dem Kreis gegangen.

00:14:08: Das wär ne Sache die hätte keiner der Männer bemerkt und jede Frau hätte danach zusammen irgendwann im Deep Breathe zusammengestanden und gesagt ja das fand er richtig kacke, dass du den Witz gemacht hast aus seinen Kosten.

00:14:18: Das mochte der gar nicht!

00:14:19: Und auch da klar wir können uns immer in jeder dieser Situationen darauf berufen, dass man nie wissen wird, ob es wirklich damit zu tun hatte.

00:14:28: Dass das eine Frau war.

00:14:30: Aber das ist Teil der weiblichen Erfahrungen bis zum Rest des Lebens.

00:14:34: immer wieder versuchen Männern einzubleuen.

00:14:35: Nee, nee!

00:14:35: Ist wirklich so und Männer sagen irgendwann immer wieder aber man weiß ja auch nicht, ob's wirklich darin lag, dass es ne Frau war.

00:14:41: Und ich glaube... Ich versuch gar nicht mehr so selten Männern zu erklären Mir reicht es, dass Frauen checken.

00:14:45: Ich ermerke beim Reden, dass ich immer denke.

00:14:47: Ich will sofort so Disclaimer geben wie ... Na ja!

00:14:50: Aber es ist auch schon lange her.

00:14:52: Vielleicht hab' ich's falsch.

00:14:53: Was soll ich jetzt aus meiner Jugend für alle anderen erklären?

00:14:57: Und ich rede da gerne drüber und ich glaube auch, das ist wahrscheinlich bis zum gewissen Grad spannend für Zuhörerinnen.

00:15:01: Deswegen machst du's aber... Ich merke mich interessiert nicht mehr so sehr als früher zu versuchen, aus meinem Früher herauszuerklären warum ich mich so verhalten habe oder warum ich so bin wie ich bin Und ich find's irgendwie schön, wenn es Leute spannend finden.

00:15:14: Aber ich hab auch dieses ... Okay ja, Schulzeit!

00:15:18: Das ist halt so gewesen.

00:15:20: Da verpflichte ich dir selber.

00:15:21: Ich checke's manchmal nicht, was man da noch groß draus erziehen soll zumindest für die Öffentlichkeit.

00:15:26: Ich kann in meiner Therapie darüber reden wahrscheinlich, dreißig Jahre.

00:15:30: Ja, das ist ja auch ganz oft Teil von Therapien und auch dass ... Ich denke auch mittlerweile, aber es stimmen diese Erzählungen die man sich dann macht.

00:15:39: Es ist ja auch eine Art von ... Man hat eine Geschichte über sich selbst.

00:15:42: Meine Eltern waren so und so, und die Lehrer waren so.

00:15:45: Und die Mitschüler waren so, ich war so.

00:15:47: Deswegen bin ich jetzt so.

00:15:49: Ich glaube, ich bin in letzter Zeit so oft an ... Von mir selbst erzählten Geschichten einfach über die Wahrheit gestäubert.

00:15:58: Das war wirklich komplett anders!

00:16:00: Also das ist ... Es gab einem noch ein anderes Zimmer.

00:16:06: Und das ist dann aber auch in der eigenen Erklärung ...

00:16:09: Aber genau das ist doch das Spannende, warum hast du es so erinnert?

00:16:13: Sind die Gefühle, die sind dir ausgelöst hat nicht wichtiger als falsche Erinnerungen?

00:16:18: Du hast behauptet, ich hatte einen dritten Elternteil gehabt, sondern da war ein drittes Zimmer.

00:16:24: und die Frage, warum erinnerst du's oder warum hast was nicht erinnerte?

00:16:27: Welche Gefühlen löstest bis heute in dir aus?

00:16:31: in den meisten Fällen wichtiger als die eigentliche, objektiv betrachtete Wahrheit?

00:16:34: Ja.

00:16:35: Das kann gut sein.

00:16:36: oder dass man ... Es ist ja eine Frage von Aufmerksamkeit.

00:16:39: also wo lenke ich meine Aufmerksamkeit hin?

00:16:41: Lenke ich das dahin und sage ja aber mein Vater hat mir nie gezeigt wie ein Nagel in die Wand haut.

00:16:51: Mensch er hatte keine Zeit oder hatte keiner Lust auf mich.

00:16:54: Ich sag kann nicht mich konzentrieren und kann die Aufmerksamkeit darauf hängen.

00:16:58: Auch dann sagen wir uns, naja ... es hat mich einfach nie interessiert.

00:17:04: Also und das ist gar nicht so sehr ein ... er hat mir was nicht gezeigt und ich ahme Matthias oder so sondern einfach ... Ich war immer eher an den Toten Hosen und in den Ärzten interessiert als einen Nägel in die Wand schlagen.

00:17:17: Und vielleicht ist das auch einfach total so.

00:17:21: Aber ist doch gut!

00:17:22: Dann hast du deinen Frieden damit gefunden, Mathias?

00:17:23: Voll!

00:17:24: Ja ja ja ja also total.

00:17:25: und deswegen sind die Erzählungen der Vergangenheit... ich weiß es noch nicht.

00:17:30: Aber darf ich dann fragen, fragst du erst recht bei deinen Gästen so viel nach Vergangenheit?

00:17:35: Wenn du eigentlich gar nicht so richtig an die Wirkmacht von Erzählungen aus der Vergangen- heit glaubst.

00:17:40: Ich frage ... Nach der Vergange ... Ich finde es interessant... Ich kann ja sowieso nicht wissen wenn jemand mir von seiner Vergangenheit erzählt ob das die Wahrheit ist also nicht mal für die Person selbst.

00:17:53: aber ich liebe einfach Geschichten und ich find's auch total interessant wie jemand seine Geschichte erzählt Und ob er die als... Ja, also wie redet jemand über seine eigene Kinder oder seine Jugend?

00:18:08: Wo stellt der sich selbst oder sie hin.

00:18:10: Das ist total interessant, finde ich superinteressant ohne dass ich sage das ist jetzt gut oder schlecht sondern einfach nur ach voll interessant dass du dich so siehst weil es ja dann auch ein Ergebnis von dem was du für dich selbst welchen Weg du für dir selbst zurückgegangen bist, zurückgelegt hast.

00:18:29: Das find' ich interessant.

00:18:30: Aber das ist noch einigen therapeutische Betrachtungen.

00:18:32: Ich hoffe, gute Therapeuten würde das so machen statt zu sagen, stimmt es wirklich mit dem dritten Zimmer sich dafür zu interessieren?

00:18:39: Ja, ich versuche das gar nicht, sondern eher so interessant dass du das wahrnimmst und wo du jetzt bist.

00:18:46: Und ich finde es dann v.a.

00:18:48: interessant wenn Menschen in ihrer eigenen Erzählung da waren und jetzt wo ganz anders sind diesen Weg dahin zu gehen.

00:19:01: Menschen, die bleiben im Grunde da wo sie sind und stichwort Klassen treffen.

00:19:08: Und wie viele Menschen von meiner damaligen Klasse leben eigentlich doch noch da?

00:19:13: Und gefühlt zumindest nicht so viel weiterentwickelt was jetzt gar nicht im Sinne von muss ich immer wegziehen

00:19:19: usw.,

00:19:20: aber die Themen sind gleich oder so.

00:19:22: also das ist das finde ich interessant.

00:19:25: erstmal

00:19:26: Ich find es immer höll deswegen diesen Aspekt finde ich ultra schlimm in der Öffentlichkeit auszumachen.

00:19:30: Es gibt ganz viele Sachen, die sind mir egal wenn Leute, die an mir bemerken oder es ist ein super intimer Prozess dieses Sachen über sich lernen, Sachen loswerden, Erzählungen über sich selber loswerten, sich selber erlauben gewisse Glaubenssätze um so einen Power Therapeuten Begriff zu benutzen, über sich loszulassen und dass man das alles... Man ist gezwungen, dass alles wenn man diesen Prozess durchmacht in der öffentlichkeit durchzumachend, wenn man in der Alten Versionen von mir nie zurücknehmen kann, nervt mich total.

00:19:59: Und ich freue mich deswegen andersrum immer wenn es Leute gibt also wirklich Leute nicht jetzt Journalistinnen sondern wirklich Menschen die mir folgen meine Bücher kaufen lesen Wenn die so einen liebevollen empathischen Blick auf diese Entwicklung haben und nicht mit so einer... Da gibts oft auch eine Lust an einem Etappen.

00:20:18: Naja vor fünf Jahren hast du noch das und das gesagt?

00:20:21: Und das sind keine Inhaltlichen, du hast irgendwie ein One-Eighty gemacht in deinen Positionen.

00:20:25: Sondern es ist oft so ein Ja interessant vor fünf Jahren hättest du das noch nicht gemacht.

00:20:29: und ich merke ja.

00:20:30: also erstens ist eh so eine so ein Fetisch für Leute die sich nicht verändern verstehe ich gar nicht.

00:20:34: Also wir wollen doch eigentlich immer alle Selbst aus einem kapitalistischen, höher-schnell weiter Dingen.

00:20:40: wollen wir uns alle mindestens optimieren.

00:20:42: Im besten Falle einfach glücklicher werden und es gibt eine komische Antipathie gegen sich verändern in der Öffentlichkeit.

00:20:47: Schade dass du mittlerweile Sohn bist wo ich denke das wäre der Horror wenn ich noch wäre wie vor zehn Jahren.

00:20:52: Das wär ganz schlimm für alle Beteiligten Und ist eben oft so ein Blick auf Naja, die Leute konnten mir halt dabei zugucken.

00:21:01: Die Leute können, wenn sie möchten das erste Hotel-Matze-Interview sich anhören von uns beiden und wahrscheinlich werden sie in dem Moment mehr erfahren über mich als über dich Und können sich das jetzt anhören und dann ihre Schlüsse daraus ziehen.

00:21:13: und es fühlt sich an wie eine... Das ist der für mich der intimste Paar an diesem Job.

00:21:17: Der ist immer so Meter, Meter, Meta aber er passiert mit.

00:21:20: Warum gibst du Dich dem aber hin?

00:21:22: Es geht euch glaube ich fest daran dass es automatisch passiert.

00:21:25: Also Du meinst der Öffentlichkeit per se weil ich diesen Job fantastisch finde.

00:21:28: Ich find den Job so

00:21:29: v.a.,

00:21:29: dass ich die Frage auch nicht verstehe, ich darf Bücher schreiben!

00:21:32: Ich hab ein Podcast, den Leute hören... Ich habe einen ultra luxuriösen Job.

00:21:38: Ich kann mein Glück kaum fassen.

00:21:40: Selbst wenn ich mit der Öffentlichkeit noch viel mehr hadern würde als ich es manchmal tue, würd' ich mich nie gegen... Also dieser Job ... ich kann sogar manchmal Leuten gar nicht glauben, die wirklich sagen ja, ich halte's nicht mehr aus in der Öffnlichkeit, die jetzt um meinen Level von Öffnung haben.

00:21:54: Weiß nicht, wie es ist, wenn man ein Ultra-Star ist oder in einem Land, wo es Paparazzi Kultur gibt.

00:21:59: Aber ... Es gibt Aspekte unter den Leiden sehr, die sind psychisch extrem belastend, vielbelastender als jemanden, der keine Öffentlichkeit steht und nachvollziehen kann oder möchte.

00:22:10: Für mich ist das krasseste Glück meines Lebens, dass ich diesen Job machen darf.

00:22:14: Ich wache morgens auf und denk, kommt da noch was?

00:22:17: Kommt jetzt noch jemand anruft und sagt, witzige Idee!

00:22:21: Wir schließen all deine Kanäle!

00:22:23: Und du machst jetzt ein Nine-to-five und sitzt in irgendeiner Werbeagentur.

00:22:26: Und überlegst dir eine fetzige Kampagne für Fritz Kohler?

00:22:30: Ja!

00:22:31: No offense zu Leuten, die das machen.

00:22:34: Ich hab' das Buch ja sehr aufmerksam gelesen... ...und ich werde noch ein paar Textzeiten nachher vorlesen,... ...wo ich mich nämlich also Spoiler alerte.

00:22:42: Während des Buches habe ich mich paar Mal fragt,... ..."Ist es der richtige Beruf für

00:22:46: Sie?".

00:22:47: Also sie macht sich ganz schön krass viele Gedanken und ist das alles so...?

00:22:52: gesund.

00:22:53: Aber da kommen wir zu!

00:22:55: Ich arbeite im weitesten Sinne als Intellektuelle, ich glaube es ist mein Job sich ganz schön viele Gedanken zu machen.

00:23:01: und ich glaube wenn du denkst dass ich mir so viele Gedanken mache hat das Ehren damit zu tun dass du das liest und denkst die armen Maus?

00:23:08: Ja.

00:23:09: Bin keine arme Maus, ich habe einfach ein Buch geschrieben in dem ich mir viele Gedanken gemacht hab.

00:23:13: Ja ja also das steht hier auch... Also darf man jetzt sicher auch viele Gedanken.

00:23:24: Keine Frage, also dass man das nicht darf.

00:23:28: Aber natürlich kann ich ein gewisses ... Wenn wir kennen uns seit zwei achtzehn?

00:23:35: Das ist schon krass!

00:23:38: Einmal zehnjähriges.

00:23:40: Und ich seh dich ja super selten und es ist wirklich so eine Seitenlinie von draußen gucken und dann sieht man jemanden und da kommt ein neues Buch und man trifft sich und man nicht usw.

00:23:50: Und dann gibt es gerade für Menschen die Ich kenne vor einer großen Öffentlichkeit.

00:24:02: Gibt es trotzdem die Frage, wie geht's denn die damit?

00:24:06: Und ganz einfach totales mitfühlendes Interesse.

00:24:13: und das Erste ... Ich weiß gar nicht wann wir uns das letzte Mal länger unterhalten haben.

00:24:18: Das Buch ist ja dann eine nähere Unterhaltung.

00:24:22: So, dann ist es jetzt sozusagen ... Ach so.

00:24:23: Jetzt im Jahr zwanzig.

00:24:25: Ich lese dann und ich so ... Oh wow!

00:24:29: Okay, da gibt's Sachen ... Krass, dass du das so aufschreibst, berührend.

00:24:36: Und aber natürlich auch als jemand, der dich lange kennt, fragt mich, oh wow gehts dir eigentlich gut damit mit dieser Öffentlichkeit?

00:24:42: Weil diese ... Ähm ... ähm ... ich lese mal was vor vielleicht um das zu untermauern.

00:24:52: Wahrscheinlich war ich im letzten Jahrzehnt jeden Tag im Internet.

00:24:55: An den meisten davon wurde ich beobachtet von einer anonymen Öffentlichkeit, die zu jedem Zeitpunkt bereit ist ein Urteil über mich und jede andere Frau zu fällen.

00:25:03: Ich habe versucht den perfekten Körper und die perfekte Seele zu haben um diesen Urteil zu entkommen.

00:25:08: Es hat nicht funktioniert.

00:25:09: Nichts davon hat funktioniert.

00:25:11: es gibt keine Gewinnerin es bringt uns nicht einmal als Frauen nach vorn.

00:25:16: Wollen wir den Kontext von diesen Zittern?

00:25:20: Also ja, voll klingt mega rausgenommen davon.

00:25:24: Das Buch ist so aufgebaut, dass es relativ analytische Kapitel sind.

00:25:27: Am Anfang steigt das ein bisschen näher an mir ein und das letzte Kapitel ist im Grunde eine Art emotionale Ponte weil ich im letzten Kapitel passiert mir eine Sache oder ich entscheide mich, das Buch damit enden zu lassen, dass mir eine Sachen passiert die ich in dem Buch die ganze Zeit in der Theorie an anderen Frauen durch exerziere.

00:25:47: Ein relativ harmlosen Kommentar, den man tatsächlich ... wenn man in der Öffentlichkeit ist ständig bekommt auch als Mann.

00:25:54: Und er bringt mich aber in so eine Resignationsschleife und das ist zum einen eine Klammer zu den Zitaten am Anfang, Radiohead & Taylor Swift, Have a Perfect Body, Have A Perfect Soul was natürlich ein witziger Anfang für ein Buch, der die ganze Zeit von Instagram-Optimierung handelt.

00:26:09: Diese Ultra-Resignationen, die ich mich im letzten Kapitel reinpäte, Das Risiko an so einem Kapitel ist, dass man das rauszieht und sagt ... So denke ich ja immer über alles.

00:26:21: Ich wage im Kontext des Buches merkt man, dass es quasi eine ... Ja, es ist ein ultralintimer Moment, aber es ist auch sehr klar als momentaufnahme, als resignierende Momentaufnahme markiert.

00:26:33: Weil ich in ganz vielen anderen Stellen das Buches klarmache, ich hab's mir selbst ausgesucht, so schlimm ist es nicht!

00:26:39: Und es fühlt sich trotzdem kurz schlimm an wenn's einem passiert wichtig, das Buch so enden zu lassen.

00:26:47: Aber ich finde es ... Ich glaube mir sind Zitate häufiger wichtig, dass die im Kontext des Buches funktionieren und nicht im Kontex von der Zitatkacheln.

00:26:56: Und ich find's ein schön emotionaler Art, das Book so zu enden, zu lassen!

00:27:02: Und ich finds auch ehrlich zumindest für mich Klar zu machen, ich mach dieses Spiel halt auch mit.

00:27:14: Leute sagen mir diese Version wollen wir von dir nicht?

00:27:16: Okay, ich hab noch eine.

00:27:17: Eine kann ich euch zeigen!

00:27:20: Dieses neurotische Over-Performen ist was für mich ganz viel mit so einer Weiblichkeitsperformance zu tun hat die für mich meine Weiblichkeit bedeutet.

00:27:28: und von dem war sich so ein Feedback von anderen Frauen bekomme auch bei anderen Frauen resoniert.

00:27:36: Ich persönlich schreibe nicht gerne so Schlaubisch-Schlaubücher, wo man am Ende nur sagen kann.

00:27:41: Sie macht sich aber viele Gedanken.

00:27:43: Ich möchte auch gerade wenn ich als Frau in der Öffentlichkeit ein Buch über Frau in einer Öffentlichkeit an irgendeinem Punkt klarmachen, ich bin durchlässig für dieses Thema.

00:27:51: das hat natürlich was mit mir zu tun und ich habe verstanden dass es etwas mit mir zutun hat.

00:27:55: Und das ist eigentlich mein Versuch die Illusion von Objektivität am Ende zerbersten zu lassen.

00:28:02: Am Ende bin ich halt die Autorin, die die Frau isst der die Kommentare passieren.

00:28:08: Kannst du nachvollziehen, dass man als Seitenrand stehender Beobachter ... Wenn man das liest?

00:28:17: Dass man denkt, oh, ist das ... Geht's dir denn gut

00:28:23: damit?

00:28:23: Ich kann das nachvollzielen, weil ich eine blühende Fantasie habe.

00:28:26: Ich finde es trotzdem die quasi ... Ich find es die Lesart, die mich am wenigsten ernst nimmt als Intellektuelle.

00:28:34: Weil ... Das könnte so die dritte, vierte Frage sein.

00:28:37: Aber du könntest ja auch einfach drauf vertrauen, dass ich souverän genug bin, meinen Job zu machen und ein Support-System habe.

00:28:44: Ich bin bei einem ultra seriösen Verlag.

00:28:45: Könnte auch einfach sein, dass die darauf achten, dass es mir gut geht.

00:28:50: Und das ist ja auch ... finde ich für so viel Abstraktes in dem Buch drin.

00:28:54: Ist interessant, dass du deinen Ehering gerade abgenommen hast, wenn ich das gesagt habe.

00:28:58: Aber ich bin noch mittlerweile in der Psychoanalyse.

00:28:59: Für mich ist alles Siegmund Freut mit dabei.

00:29:06: Das ist eine Lesart, die mir oft passiert als Frau, die schreibt.

00:29:09: Geht's ihr gut?

00:29:10: Schafft sie das?

00:29:12: Da ist der Schwingt mehr mit, als du uns beiden gerade mitgegeben hast in dem Satz.

00:29:18: Der Schwingte ja schon auch mit ... Braucht Sie Hilfe!

00:29:21: Da schwingt mit ... Sollte sich das so schreiben und ich assoziere frei hätte man sie nicht vor diesem Buch bewahren sollen.

00:29:30: Es ist interessant, weil es gibt den Buch dass er nüchterner ist als meine Bücher davor.

00:29:36: Ein lustiger Twist für die Öffentlichkeit, weil man es vielleicht im besten Falle kauft.

00:29:40: Man denkt, sie schreibt aus Versehen superkrasse Seelendschippie-Sachen und ich finde das zumindest eine ... Ich glaube, dass die Frage mehr über dich als Leser sagt als über mich als Autorin.

00:29:52: Ich hoffe, dass man es wahrnimmt als ... Nee, das ist mir eigentlich egal wie man's wahrnimmt.

00:29:57: Ehrlicherweise merke ich gerade?

00:30:00: Ja, ist mir egal!

00:30:02: Also... Nee, ich ist einfach nur ein ganz ernst gemeint.

00:30:09: Eine Frage wie geht es dir damit?

00:30:11: Und du hast ja gesagt, dir geht's super damit und das ist ja quasi ein... Also deswegen sage ich ja, dass Es ist ja im Grunde ein sehr persönliches Buch trotz aller Analysen und ich habe letzte Woche oder vorletzte Woche Topok Augent interviewt und die hatten wahnsinnig berührendes Memor geschrieben.

00:30:33: Und ich kenne sie auch ähnlich lange wie dich, und ich war so krass!

00:30:37: Das waren mir überhaupt nicht bewusst.

00:30:39: Und man weiß ja so viel nicht auch über die Leute, die einen irgendwie... Man ist ja nicht allen Leuten gleich nahe aber die man so begleitet irgendwie Und dann kommt da irgendwann, geht halt so eine Tür auf.

00:30:52: Dann fragt man sich auch, hey, geht's dir gut damit?

00:30:56: Es ist gar nicht so väterlich oder so gemeint, sondern einfach nur ich weiß noch wie wir bei Republikan irgendwie ganz lange draußen saßen und wir uns darüber gefreut haben dass sich jetzt Leute für das interessieren was wir machen.

00:31:13: Ja ja voll!

00:31:14: Und das ist ja was Total Schönes.

00:31:15: und dann trifft man sich, also wir haben erst schon über Vergangenheit.

00:31:18: Das ist ja manchmal das Schöne, man macht so ein Foto... Es gibt eine ganz tolle berührende Dokumentationen über Coldplay wo sie stehen vor einer Bahn und Chris Martin sagt naja und nächstes Jahr spielen wir Glastonbury.

00:31:34: Und in dem Moment wo er es sagt Klar, spielt so Glassenberry Schnitt.

00:31:39: Und das sind ja Momente, die selten sind.

00:31:46: und es ist eher das also dass quasi eine Republiker und dann les ich aus einem bleibt mir sowas natürlich auch kleben und dass sich dann denke oh Mann da muss ich nachfragen.

00:31:57: also so und das ist nicht.

00:31:58: also das ist eher als ein mit fühlen als einen.

00:32:03: Ähm, okay.

00:32:05: Ist sie noch ... ist sie für was auch immer?

00:32:09: Also ich hab das gar nicht.

00:32:09: diese Punkte die du da gelesen hast.

00:32:11: Die empfinde ich gar nicht so.

00:32:13: Nee.

00:32:13: Ja, ich äh ... Ich glaube in meiner einzige Wahl zum einen für Sohngespräch aber auch für, glaub ich, ein Gespräch über das Buch is eh ... So wie du eben gesagt hast, ich merke mir eigentlich egal, was die Leute dazudenken, so versuche ich mich mittlerweile über Bücher reden zu ergeben dass ich gut damit leben kann, wenn Leute sagen interessant dass sie das damit assoziiert weil das assoziere ich gar nicht damit ist super entlarvend.

00:32:42: Ich ergebe mich dieser Entlarfung, dass ich dann...ich habe die Frage gar nicht als väterlich empfunden aber das passiert mir so oft dass ich als Autorin, sorry gerade von Männern erstmal auf eine emotionale Komponente mit dem Stoff zu tun hat.

00:32:58: Ich empfinde es als reduzieren, reduziert werde.

00:33:00: Danach kommen die inhaltlichen Fragen, dass ich damit leben kann, dass jemand sagt, das ist aber eine quatschige Interpretation ... Aber ich fühl's halt in dem Moment und das ist im Grunde, glaube ich, nur mein Versuch durchlässig fürs Gespräch zu sein.

00:33:13: Weil so wie du kein Interesse daran hast, irgendjemandem zu erklären was du denkst, find' ich gar nicht mehr so schlimm.

00:33:19: oder im Sinne von ...

00:33:20: Nee, nee,

00:33:21: ich meinte diese Stelle wo du grade sagst, ich merke gerade, hey, ich muss ... Ich weiß nicht mehr, was du ... Den Wort laut.

00:33:29: Und so kann ich mittlerweile viel besser als früher damit leben, wenn ich einfach meine Spürung zu irgendwas transparent mache und irgendwie nicht mehr versuche, wie dich vielleicht erschreckt, dass in dem Moment super resigniert bin in dieser Stelle diesem Buch, hab ich, glaub ich, früher versucht diese Resignation durch Coolness um die Klammer zu machen oder zu erklären oder einzubetten Und ich auch jetzt nicht mehr versuche, so eine kurze, punktuelle Generftheit bei mir Sachen immer und immer wieder passieren zu verstecken.

00:34:05: Weil ich denke ... Ja, ich bin halt in dem Moment genervt.

00:34:06: Ich find's nervig!

00:34:07: Stell mir doch achtzehn andere Fragen zu diesem Buch als ob es mir gut geht damit.

00:34:12: Aber ich verstehe trotzdem natürlich wo die Frage herkommt.

00:34:13: Und ich weiß auch was du für ein Typ bist.

00:34:15: Und das weißt damit, dass du es genau so nett meinst wegen des einen Kapitels, wo ich dann sage dass es mir natürlich nahe geht und so.

00:34:27: Ein Trick des Buches fängt tatsächlich neben dem Radiohead Zitat mit einem Taylor Swift Zitat an.

00:34:33: Es gibt ein Song Mirror Ball wo sie davon singt dass sie quasi diverse Varianten hat die sich den Leuten anbieten kann.

00:34:40: Und das ist ein Trick des buches dass ich natürlich diese Varianten immer wieder switchen muss.

00:34:44: Ich versuche einmal, nur als Autorin auf den Phänomen zu gucken und muss aber immer wieder eben im Auge behalten.

00:34:50: Mir passiert das ja auch!

00:34:51: Ich bin nicht nur Frau in der Öffentlichkeit ich bin hier auch jemand, der Popkultur mit beeinflusst ist.

00:34:55: mindestens drei Varianten die da immer wieder switchen müssen und glaube damit hat es auch zu tun dass gerade eine von den Varianten war die ich dann da angeboten habe die in dem Moment resigniert war und scheiße drauf weil irgendjemand die Frechheit besetzen hat zu sagen so viel passt man ist überbewertet was wahrscheinlich wahr ist.

00:35:14: Aber ich finde es trotzdem in der Freiheit, wenn jemand so etwas schreibt.

00:35:16: Ich find's so distanzlos, sowas zu schreiben.

00:35:18: Überbewertet?

00:35:19: Ja das war glaube ich der Kommentar, der in dem letzten Kapitel vorkommt.

00:35:22: Also ich finde dich nicht überbewertete.

00:35:24: Findest du mich unterbewerted?

00:35:26: Ich bin ähm...ich zitiere jetzt ähm ...Bernow Führmann, der sagte Bewertung sollte noch mal neu bewertet werden.

00:35:35: Gänsehaut!

00:35:35: Ähm

00:35:36: und dass also...es ist ja immer die Frage, also das ist die Frage die sich ja Das Buch total stellt ist, wer darf eigentlich was bewerten und was nehmen wir von dieser Bewertung eigentlich an?

00:35:48: Und ob das jetzt eine Öffentlichkeit ist im Sinne von Internet oder aber auch Eltern, Freunde, Partner umfällt.

00:36:00: Wie siehst du aus?

00:36:01: Was hast denn du für ein Pullover an?

00:36:04: Bist du dir sicher dass du das jetzt machst oder nicht mehr machst?

00:36:07: also da sind ja alles so Fragen und wer entscheidet am Ende darüber, wie man sich fühlt.

00:36:14: Aber trotzdem geht es eine ja irgendwie nahe, weil man auch Teil von der Gruppe sein will oder eine Zugehörigkeit haben will.

00:36:21: Ja und was ich beim Schreiben von dem Buch und jetzt auch in der Phase, in der ich drüber rede das Gefühl, dass mir immer wieder kommt als Kern, emotionalen Kern von diesem ganzen Phänomen ist genugtuung.

00:36:33: Mir fehlt Genugtuung!

00:36:36: Weil wenn Leute irgendeinen Müll ins Internet schreiben Und ich rede nicht von Hass.

00:36:40: Das ist kein Hasskommentar, das so ein hämmischer unnötiger Kommentar.

00:36:44: Die Person schreibt den man liest.

00:36:46: denen hat dazu wenn es einen an einem falschen Tag erwischt eine halben tag in Spürung und die Person ist aber für den Rest ihres Lebens ist sie weitergezogen.

00:36:53: Man trifft die nie und Es stellt sich niedige Nugtuungen ein dass man der personen die man eine Person fest nahe und sagen kann, das ist zum einen übergriffig.

00:37:03: Und zum anderen ist es gemein.

00:37:04: Wenn du ganz ehrlich mit dir selber bist, warst du in dem Moment unzufrieden mit irgendwas in deinem Leben und hast es bei mir abgeladen?

00:37:11: Das ist interessanterweise aber ein Gefühl, was sich nach Shitstorms einstellt.

00:37:15: Nach Shitstorm sind es so, dass nach zwei, drei Jahren trifft man auf irgendwelchen Partys Leute und die sagen ... Ich hätte das nicht schreiben sollen, Entschuldigung!

00:37:22: Nicht in jedem Fall, also nicht jeder Shitstorm ist ja auch zu Unrecht.

00:37:25: Aber es gibt auch Aspekte in Shitstorms die genauso geschrieben werden sollten.

00:37:29: aber Shitstorm lösen sich häufiger mit mehr Genugtuung auf als dieses Grundrauschen an Häme weil man auf einmal wieder das sind ja häufig dann auch Kolleginnen die übereinschreiben oder Kollegen oder Journalistinnen Menschen die man greifen kann Weil die eine Teilöffentlichkeit haben und die nicht einfach so wächst Zwitschern nachdem sie was geschrieben haben weil es Privatpersonen sind.

00:37:47: Und ich hab so Mini-Shit Stunts schon viel häufiger mit einer Genugtuung auflösen können als dieses Grundrauschen von es überbewertet.

00:37:55: Man kann die Leute nie greifen und sagen, das sind das und meine Gedanken dazu kannst du dich dazu verhalten.

00:38:00: man ist aber immer der Tatsache ausgesetzt dass man sich, dass man diese Sachen abgeladen bekommt und nie genug tun bekommt.

00:38:09: Was welche Formen von genugten meinst du?

00:38:11: Ich glaube dass es Momente gibt wo man das an sich abrallen lassen kann selbst Erzählungen quasi.

00:38:18: Es gibt Momente, wo es eintrifft.

00:38:19: Man kann nicht immer unbedingt kontrollieren, ob's eintrift.

00:38:23: Mit Gegenteil an Methodik mein ich eben, als wir über Therapie gesprochen haben, hast du ja eigentlich an die Souveränität und eine Selbstfürsorge appelliert.

00:38:31: Vielleicht muss man auch einfach gewisse Erzählungen hinter sich lassen und so die Stärke in sich selber finden und ne Opfermedität hinter sichlassen.

00:38:38: Was ich einen schönen Gedanken finde, der glaube ich auch sehr hilfreich sein kann.

00:38:42: Wenn man gesund ist ...

00:38:43: Genau, wenn es einem gut genug geht in verschiedenen Fronten.

00:38:47: Bei den Kommentaren ist es ähnlich ... Es ist immer cool zu sagen, lass das doch nicht an dich ran oder sorg dafür, dass du's nicht liest.

00:38:55: Aber es gibt Momente wo man's lesen muss und auf dem falschen Fuß erwischt.

00:39:00: Und es gibt viele Momente, wo ich versuche, das auszublenden.

00:39:03: An manchen dringt es aber durch so eine Schutzmembran, die man als Mensch hat, gar nicht unbedingt nur als Menschen der Öffentlichkeit.

00:39:11: Wo man einen gesunden Selbstwert hat Die Meinung von einer Person ändert nichts an mir, aber vielleicht hat man gerade Stress im Job oder Streit in der Familie.

00:39:20: Oder ich hab meine Tage und dann gibt's so einen Kommentar, den lese ich, der trifft mich dann wahnsinnig!

00:39:25: Und eine Genugtuung wäre eine Art ... das wieder ein gerechtes Verhältnis rückende Zufriedenheit, die sich dadurch einstellt.

00:39:34: Das passiert halt nicht.

00:39:36: Also dieser Kommentar bleibt im Grunde?

00:39:37: Der Kommentar bleibt emotional emotional reguliert ist oder andere Maßnahmen hat mit seinen eigenen Emotionen irgendwo hinzugehen, droht man das ja weiter zu geben an anderen Leuten.

00:39:49: Diesen Druck, diesen Stress diese schlechten Gefühle, diese Zweifel und das finde ich wahnsinnig ungerecht!

00:39:55: Ist auch eine Ungerechtigkeit die nicht nur Leute in der Öffentlichkeit passiert.

00:39:57: dieses... Das passiert ja selbst in Kleinigkeiten wie Der Chef ist scheiße zu einem, weil der Stress zu Hause hat.

00:40:04: Und auf einmal kommt man nach Hause und behandelt sein Partnerscheiße, weil er Scheiß zu einem war.

00:40:08: Das ist nichts, was nur mit Social Media zu tun hat.

00:40:10: Nur es ist neu dass das Menschen sind die man nie gegriffen bekommt, die man nicht kennt, zu dem man auch nie danach ein Verhältnis hat, nachdem diese Ungerechtigkeit passiert?

00:40:19: Ich lese noch etwas vor.

00:40:20: jetzt bin ich natürlich ein bisschen ... Gucken wir mal wie das landet.

00:40:24: Ja ich bin noch ein bisschen defensiv heute.

00:40:28: Jeden schlimmen Gedanken, den man über mich denken kann habe ich schon über mich im Internet gelesen.

00:40:35: Hast du den Satz danach auch noch da draufstehen?

00:40:37: Nein.

00:40:38: Schade aber ich glaube das ist irgendwas wie ... Und jeden schlechten Gedanken, dem wir mich denken können hab ich selber auch schon gedacht.

00:40:44: Ja

00:40:44: sowas in der Richtung.

00:40:46: Ist das wenn ein Kommentar und er kann ja einen Kommentar in einer Kommentarspalte sein oder kann auch eine Artikel sein der dich trifft, ist das ein Gedanke?

00:40:57: Also trifft es dann mehr wenn du weißt daran is was dran.

00:41:04: Nee hab ich früher gehofft weil dann könnte man so völlig absurde Kritik abtun.

00:41:09: mich trifft dann nämlich in gleicher Intensität.

00:41:14: Was löse ich in dieser Person so schlimmes aus?

00:41:16: Was habe ich so schlimmes an mir dass die Sonne völlig quatschige Sache über mich sagt.

00:41:21: Leider steht es komplett im Verhältnis zueinander.

00:41:25: Ich hab gehofft, dass ich unsachliche Kritik oder einen H an herbeigezogene Kritik ähm ... egaler finde.

00:41:33: Aber es ist häufig sogar so, dass mich viel mehr beschäftigt.

00:41:36: Das check' ich jetzt gar nicht, wo das herkommt!

00:41:38: Das sind Sätze.

00:41:38: nicht ganz oft in einer Lektorin sage.

00:41:39: Wenn's irgendeine Retsensierung oder irgendein Kommentar, irgendjemand aus der Teilöffentlichkeit was postet und wir beide merken, krass, das ist ja sogar das Gegenteil von dem, was ich in den Buch sage?

00:41:49: Da checke ich gar nichts, wo er kommt, sag ich dann.

00:41:51: Und dann ... Stellen wir fest, das wird irgendwelche anderen Gründe haben.

00:41:55: Dass man sich das so zusammenraufen möchte und dass das trifft mich dann weil ich denke okay irgendwas habe Ich an mir dass diese Person so doof findet dass die mich im Grunde von der Position kritisieren möchte die ich öffentlich kritisiere.

00:42:09: Also als wir uns zwei neunzehn quasi Im hotel unterhalten haben erzählst du dass du nicht kommentare liest.

00:42:18: Ja

00:42:21: Baby Sophie.

00:42:22: Und du hast damals, damals kam gerade alte weiße Männer raus und das war damals das letzte Interview zu dieser Phase.

00:42:33: Du warst ein bisschen überrascht wie sehr es nicht nur um das Buch ging sondern auch um deine Person?

00:42:40: Ja!

00:42:42: Matze, musst dir vorstellen ich war eben grade nach Köln gezogen.

00:42:47: Ich habe gerade angefangen, lustige Videos ins Ende zu posten.

00:42:50: Ich kriege eine Mail von meiner jetzigen Lektorin Mona Lang vom Kiwi.

00:42:53: Die wollen wir uns mal auf dem Espresso treffen!

00:42:55: Wir haben damals beide noch geraucht wie ein Sturz.

00:42:57: Wir rauchen eine halbe Schachtel Zigaretten in Köln am Dom und sie fragt hast du eine Idee für einen Buch?

00:43:02: Und ich sage ja, ich würde gerne einen Buch schreiben.

00:43:05: das sind alte weiße Männer und ich will jetzt nicht es für die Anekdote so sehr verkürzen dass es klingt als sein Monat ohne seriöse Lektoren.

00:43:12: aber im Grunde haben wir den Moment entschieden.

00:43:13: wir machen dieses Buch Und ich habe meinen ersten Shitstorm zu diesem Buch gehabt.

00:43:18: Es war ein kleines, witziges Buch von ... Das hat Mona eingekauft so wie man manchmal Leute mit Reichweite einkaufen.

00:43:24: Man denkt vielleicht schreiben die ein cooles Buch und verkaufen wir davon X-Tausend Bücher.

00:43:28: Dann haben wir Glück gehabt, dann haben wir das Geld wieder drin!

00:43:31: Ich hatte meinen ersten shitstorm, die ersten Föltorbesprechungen zu dem Buch.

00:43:35: Ein halbes Jahr bevor das Buch rauskam auf Twitter als die Ankündigung für dieses Buch rauskamen.

00:43:41: Keiner ... konnte auch nur ansatzweise damit rechnen, was dieses Buch in der Welt ist.

00:43:49: Und ich war, glaube ich schon an dem Tag, als das Buch rauskam, war ich schon ein halbes Jahr fertig mit den Nerven, weil ich die unaussprechlichsten Sachen über mich bereits gelesen habe aus einer Bubble, die ich eigentlich als meine eigene betrachtet habe, die das Buch natürlich noch nicht gelesen haben, weil es war noch nicht mal fertig geschrieben oder vielleicht gerade in der finalen Lektorierung Ähm ... Ich war schon durch.

00:44:15: Und dann kam das Buch raus, und dann bin ich irgendwie weiterhin als junges Girl, die ein ultra-harmloses satirisches Buch über Feminismus geschrieben hat.

00:44:28: Es war ein Middle of the Road Humor.

00:44:32: Läuft durch die Stadt und sieht irgendwelche ... Titelseiten von Sonntagszeitungen, wo groß mein Gesicht drauf ist mit der Frage ist Sophie Passmann nicht eine Streberin.

00:44:42: Und ich erinnere mich wie im Traum an diese Zeit weil ich denke erstens... Ich würde so gerne mir heute damals zur Seite stehen und dieser Sophie von damals einmal ganz klar sagen die haben alle den Schuss nicht mehr gehört.

00:44:59: Das war mein erstes Buch, ich hatte natürlich trotzdem glücklicherweise ein sehr erfahrener Verlag hinter mir, der mir auch super treu zur Seite gestanden hat von Anfang an.

00:45:07: aber trotzdem muss man gewisse Sachen glaube ich durchmachen schon mal damit man weiß wie gewisse sachen funktionieren.

00:45:13: und für mich war das halt das Völter, das deutschlandweite Völther.

00:45:16: Für mich waren es alles ernst zu nehmende hochintellektuelle Menschen Die ich jeden tag in meinem leben gelesen habe und teilweise verehrt habe.

00:45:24: Und ich wusste damals noch nicht dass Wer so alles bei einem Völthaus schreibt.

00:45:29: Und wer vor allem auch teilweise seine persönliche Betroffenheit zu einem Artikel machen darf, und das war einfach ... Das war ultratraumatisierend!

00:45:37: Und... Das war eine krasse Zeit, wo ich glaube als wir uns getroffen haben, war schon an dem Punkt, an dem mich nichts was ich da noch lesen konnte hat mich irgendwie erschüttert weil in einem halben Jahr habe ich das durchlaufen andere, wenn sie Glück haben in ihrer Karriere nie durchlaufen.

00:45:54: Das war wirklich der absolute Horror, weil ich mir auch weiterhin nichts zu schulden habe kommen lassen.

00:46:01: Ich hab nicht irgendwas Problematisches gesagt oder so ... Ich gab andere Momente meiner Karrieren, wo ich sagen würde, ja fair!

00:46:07: Jetzt muss ich mal drei Monate den Ball flachhalten und hab verdient das alle kurz sagen, was die eh über mich denken.

00:46:12: Ich habe ein Buch geschrieben, was sehr klar von Anfang an gesagt hat, was sein wollte, was in der Einleitung erklärt hat, Und Leute haben es als Projektionsfläche benutzt, alles abzuladen.

00:46:25: Was sie offensichtlich in den ersten ein, zwei Jahren meiner Töterkarriere mal über mich sagen wollten.

00:46:30: und ich musste richtig Jahre wieder mich da rausschreiben, rausarbeiten, rauslesen, rausatmen nicht an die grundsätzliche Schlechtigkeit dieser Branche zu denken und an der Charakterschwäche von manchen Menschen in dieser Brange, die ultra viel Einfluss haben und bin da irgendwann wieder rausgekommen.

00:46:47: aber ... Es war natürlich auch ein Riesenglück.

00:46:49: Das ist im Grunde die Gleichzeitigkeit, die in dem neuen Buch vorkommt.

00:46:53: Es war mein größtes Karriereglück, dass dieses Buch so eingeschlagen hat.

00:46:56: Weil es ist super erfolgreich gewesen und es gab viele dort, die das ganz toll fanden und verstanden haben.

00:47:01: Aber ich hatte gleichzeitig den psychisch belastendsten Dauerschizdom über Monate, denen ich mir hätte vorstellen können für nichts und wieder nichts!

00:47:11: Ich hab ja nicht mal einen Essay geschrieben, wo man sagen könnte, okay ... Jesus, hat sie nicht bemerkt?

00:47:17: whatever feindlich ist.

00:47:18: Sondern ich habe einfach ein Buch geschrieben und Leute waren so, okay jetzt reden wir mal drüber was das für eine Fotze ist.

00:47:24: Ich war so sechs Monate.

00:47:26: Und ich hatte nicht mal ein cooles Privatleben zu der Zeit.

00:47:28: Heute würde ich sagen, dann fahre ich irgendwie raus ins Grüne oder treffe mich mit Freunden oder häng' mit Max ab.

00:47:34: Aber ich saß in meiner komisch eingerichteten Kölner Wohnung wo nur IKEA im Öbel standen, hatte zwei Freunde die aber auch super beschäftigt waren.

00:47:41: Hatte einen Job am Radio, den ich gehasst habe Und dann saß ich da und dachte, okay.

00:47:46: Und alle hassen mich im Internet!

00:47:47: Wo gehe ich denn jetzt hin?

00:47:48: Ich bin noch ins Internet gegangen, weil ich im echten Leben keine gute Zeit hatte.

00:47:51: So wie alle anderen auch...

00:47:56: Also das tut mir leid.

00:47:58: Danke.

00:47:59: Ja

00:47:59: also... Das braucht so lange, dass es mir auch leidtut.

00:48:01: Mittlerweile hab' ich mitleid mich selber.

00:48:03: Gut.

00:48:04: Danke

00:48:04: Weil das ist ähm...

00:48:07: Vielleicht kommt daher meine Genugtuungssucht.

00:48:10: Ähm... Es war einfach wahnsinnig ungerecht.

00:48:14: Es war einfach wahnsinnig ungerecht.

00:48:15: So wie ganz viele Sachen wahnsinnigen Ungerecht sind, die heute passieren und so wie auch ganz viele Shitstorms wahnsinnige Ungerechtes sind.

00:48:21: Es ist einfach ungerecht manchmal, wie Leute in einer Öffentlichkeit behandelt werden.

00:48:25: Das heißt noch lange nicht dass sie nicht checken das sie privilegiert sind.

00:48:29: Das heisst noch lange nichts, dass sie ihre Reichweite zurückgeben wollen.

00:48:34: Und trotzdem war diese Art wie ich damals behandelt wurde erbarmungslos und ungerecht und schlecht und hat ganz viele schlechte Dinge über Menschen offenbart.

00:48:43: Und ich sag damit noch nicht mal, dass ich das coolste Buch an der Zeit geschrieben habe.

00:48:45: Aber es war einfach eine Ungerechtigkeit ... die sich irgendwann dadurch auflöst, dass dieselben Fickfressen, die einem irgendwie vor Jahren niedergeschrieben haben, irgendwann auf einer Buchmesse zu einem kommen und sagen, wollen wir vielleicht schaffen?

00:49:00: Wir ist ja auch mal zu nem Interview!

00:49:01: Nein!

00:49:02: Ich werde wirklich... Wenn du brennen würdest, würd ich dich gerade so auspinkeln.

00:49:06: Aber auf gar keinen Fall gehe ich in deinen Rots-Podcast und rede mit dir über irgendwelche Bücher, die ich geschrieben

00:49:10: habe.".

00:49:11: Und das ist dieses ... So löst sich das dann irgendwann auf durch Wut, die Ich in mir behalte!

00:49:17: Also du hast sozusagen dein inneren John Wick.

00:49:20: den hast du ...

00:49:22: Hast du dir bewahrt?

00:49:23: Ja bei mir ist genau so was Schlimmes passiert wie John Wick.

00:49:25: Leute macht mein Buch nichts fast genauso als wenn meine ganze Familie ist gestorben.

00:49:30: Dein John Wick war es am Ende.

00:49:31: der Hund

00:49:32: Ja, aber es war auch horror.

00:49:34: Erst mal wollte er die Karre nicht verkaufen.

00:49:36: Warum sollte er die Kare verkaufen?

00:49:38: Das ist das Einzige, was er noch hat neben dem Hund.

00:49:39: und dann bringt ihn ein Hund um ... Und der Vorwahrtor war seine Frau schon

00:49:42: tot.

00:49:43: Die Frau war tot, da konnten ja die Gangster nichts hören!

00:49:45: Aber der Hund ...

00:49:47: Er haut das mit dem Hund schon krass.

00:49:48: Ich hab's für Teil verstanden.

00:49:50: Ich auch.

00:49:51: Ich habe's hier schon mehrmals gesagt, ich bin absolut ... Also... Ich bin ein großer Fan.

00:49:57: Es ist einer meiner Lieblingsfilme, der ersten Job.

00:49:59: Wenn ich eine schlechte Woche hab Da komm ich nach Hause und dann sag' ich erst mal so, heute ist John Wick Abend.

00:50:05: Und dann...

00:50:06: Küche bleibt halt kallschatzt!

00:50:07: Wir gucken heute John Wick.

00:50:08: Heute John Wick?

00:50:10: Und ich freue mich schon auf den Moment wenn mein Sohn alt genug ist, dass wir das damals zusammengucken können aber es ist noch nicht der Fall.

00:50:17: Ähm, so jetzt von John Wick zur Bubble zurück.

00:50:24: Warum...?

00:50:27: Ich möchte gerne deinen analytischen Blick.

00:50:29: Warum is', ich würde wirklich sagen unsere Bubble so unbarmherzig?

00:50:38: Das weiß ich nicht.

00:50:39: Ich habe eine These dazu.

00:50:41: Ich glaube, dass wir zum Beispiel im Vergleich zu den Vereinigten Staaten weniger viele Leute haben die einfach nur in großen Anführungszeichen KulturkritikerInnen sind also nur beim Völterarbeiten, nur Literaturkritikerinnen sind sondern die schreiben auch gleichzeitig viele.

00:50:59: Dieses Phänomen vom Literaturkritiker, der war eigentlich auch noch parallel versucht sein Roman irgendwo unterzubekommen.

00:51:05: Das ist ja was sehr verbreitetes und das hat vielleicht damit zu tun ... Wir lassen mit Sicherheit unsere Intellektuellen die Bezeitungen arbeiten so wenig hochleben als Gesamtgesellschaft.

00:51:16: In den Staaten gibt's dann eben noch die Leute, die für den New Yorker schreiben, sondern in fucking New Yorkern.

00:51:22: Es gibt ganz viele andere Institutionen nicht so viele wie es ergeben sollte oder früher gab aber es gibt diese Institution wo man sagt der fucking New Yorker.

00:51:30: Der schreibt nur, die malt Cartoons für den fucking New Yorker und die mussten nicht noch parallel versuchen einen Roman zu schreiben.

00:51:37: Und das ist ja eher eine Anomalie, dass jemand in der Kulturkritik arbeitet und gleichzeitig aber auch ein Album rausbringt oder einen Roman schreibt.

00:51:46: A Little Life wurde deswegen ja auch so als Anomali behandelt, sie ist Chefredakteurin gewesen glaube ich vom Team her gesehen oder immer noch und hat aber auch diesen großen Riesen-Roman rausgebracht.

00:51:58: Ich hab das Gefühl, dass hier diese Gleichzeitigkeit existiert.

00:52:02: Vielleicht auch weil wir selber schuld sind und den Leuten nie die Anerkennung geben für ihre intellektuelle Arbeit, die sie verdient haben.

00:52:09: Aber ich würde schon sagen da ist viel Unwarmherzigkeit, weil die oft nicht mit der Brille eines Kulturkritikers an einer Kulturkritikerin draufgucken sondern von ... Ich würd's eigentlich besser machen.

00:52:20: Und eigentlich sollte ich es auch machen.

00:52:23: Warum hat die eine Kolumne und ich nicht?

00:52:25: Das

00:52:25: ist eigentlich ne Leitfrage.

00:52:31: Neid würde ja, ich weiß gar nicht ob diese Leute sich das wirklich haben wollen oder ob es nur darum geht dass sie glauben ist auch besser selber besser zu können.

00:52:42: Ich bin vorsichtig damit Leuten immer Neid unterstellen weil schon viele Leute kennen den ich wirklich aufwichtig glaube, zum Beispiel auch in Bezug auf eine Öffentlichkeit.

00:52:50: Dass die diesen Job selber nicht machen wollen würden.

00:52:52: Ich glaube ganz viele Leute, die irgendwas bescheuert finden was ich in der Öffentlichkeit mache und darüber in Zeitung schreiben, würden diesen Job nicht machen wollten und würden auch von sich behaupten.

00:53:00: aus folgenden Gründen will ich diesem Job nicht!

00:53:02: Ich glaube aber dass viele Leute auf Aspekte von Leuten aus der Öffnlichkeit blicken und sagen das hätte ich besser geschrieben?

00:53:09: Die Antwort hätte ich bessere gegeben Die Podcastfolge hätte ich besser gemacht.

00:53:14: Da kommt die andere deutsche Krankheit rein, dass wir Entertainment so kein bisschen ernst nehmen und jeder der Meinung ist, das kann.

00:53:22: Und in Zeitungen, die jahrzehntelange Krankheit sind mit Abstand unwitzigsten Menschen, die du in deinem Leben jemals treffen wirst.

00:53:29: Matze schreiben in Zeitung über Humor.

00:53:32: Nicht alle gibt es auch Leute, die toll sind und das mit einer Feinsinnigkeit machen.

00:53:36: Aber du merkst den Leuten teilweise an?

00:53:37: Du hast keinen Fernseher zu Hause!

00:53:39: Du musst es dir erklären lassen, wie du die ARD-Mediathek aufmachen kannst.

00:53:43: Du warst noch nie in deinem Leben erfolgreich mehr als zwei Leute gleichzeitig zum Lachen gebracht und du setzt dich jetzt hier hin und schreibst ein Thinkpiece mit fünfzehntausend Zeichen darüber, warum die neue Sendung von XY nicht witzig ist Und dass das zusammen kommt.

00:53:56: Die fehlende Wertschätzung, die wir uns glaube ich alle irgendwie vorwerfen müssen, die aber auch natürlich kulturell historisch gebaut ist und auf der anderen Seite der absolut fehlenden Respekt vor Leuten oder die fehlender Anerkennung dafür dass schwierig ist, was teilweise Leute in der Öffentlichkeit machen.

00:54:11: Führt dann glaub ich zu dieser fehlenden Wertschätzung die sich in dem konkreten Produkt entlädt?

00:54:18: Bist du nach diesem Shitstorm zu alte weiße Männer?

00:54:24: nach diesem halben Jahr bist du selber auch unbarmherziger geworden gegenüber anderen.

00:54:30: also ist dein... Du hast erst von der Genugtuungssucht erzählt und von dem Moment dieses... Und kurz davor noch Scheiß auf der Arbeit behandelt worden und dann behandelt man den nächsten Scheiße, der eigentlich gar nichts damit zu tun hat.

00:54:44: Ist die das auch passiert?

00:54:45: Dass du mitgemacht hast bei Shitstorms ... Bei Leuten, wo du sagst, na ja jetzt im Nachhinein, hattest jetzt mein Kommentar jetzt auch noch drunter gebraucht?

00:54:58: Ich war jetzt so behaupten, dass ich nie bei ShitStorms mitgemachten habe.

00:55:03: Also Twitter-Zeiten doch bestimmt.

00:55:05: Bei Twitterzeiten hab' ich bestimmt auch gedacht Da muss man jetzt irgendwie auch noch mal sagen, dass man's blöd findet.

00:55:12: Aber ich glaube die beiden Sachen haben nichts miteinander zu tun.

00:55:15: Um der erste Frage zu beantworten ... Ich war nach alte weiße Männer eher auf der Gegenteiligen Seite.

00:55:20: Ich wollte eher noch zumindest so feministische Kritikerinnen davon überzeugen, dass ich eine von ihnen bin und hatte die nächsten ein, zwei Jahre mir selber die Aufgabe gegeben, den zu zeigen.

00:55:31: Aber ihr kritisiert mich doch gerade für ne Sache, die ich genauso sehe wie ihr.

00:55:34: oder wenn ich die Sache anders sehe am Ende sind wir doch uns schon einig, dass jetzt nicht ich das Problem des Patrick.

00:55:40: Also ich bin ja nicht das oder?

00:55:42: Fragezeichen!

00:55:43: Und habe mich erst später damit abgefunden, dass es Leute gibt die sagen doch alles wir wollen gar nichts mit ihr zu tun haben und damit muss man sicher dann irgendwie auch abfinden.

00:55:53: Ich glaube ... Ich glaub bei Twitter einfach etwas durchgespielt was andere Leute später erst auf Instagram durchgespielen haben weil Twitter ja ... Im Nachhinein würde irgendwie so brennendes Müllfeuerwerk an Plattformen war, im deutschen Medienbetrieb.

00:56:12: Und alle inklusive mir waren der Meinung neunmal klug siebzehn mal am Tag sagen zu müssen was andere auch schon gesagt haben und das war eine unfassbar anstrengende Energie da.

00:56:22: Mit Sicherheit wäre alte weiße Männer für mich psychisch nicht so anstrend gewesen wenn ich damals nicht super aktiv auf Twitter gewesen wäre.

00:56:30: Als ich Twitter gelöscht habe und gemerkt habe wie gut mir das tut hab ich auch gemerkt, dass ich so Shitstorms auf Instagram ganz anders betrachte.

00:56:40: Und gemerkt habe, ihr wisst schon, dass ihr alle zwischendurch kurz nichts sagen könnt zu einer Sache und das heißt nicht immer machen müsst.

00:56:48: aber da ist manchmal eine Sendungsbewusstsein ... Dass ich auch Streckenweise hatte und ich glaube, das ist plattformabhängig und nicht charakterabhängiger.

00:56:58: Ich lese diese Sachen und denke nicht ja, dass die das jetzt machen muss der geht es noch was dazu sagt sondern ich empfinde das als Sog der Plattform.

00:57:06: Ich hatte diesen Sog auf Twitter mit ganz vielen anderen Leuten.

00:57:09: Und auf Instagram gibt's den Sog auch, ich seh mich nur eher als jemand der einer Seitenlinie steht, weil ich diesen Sogen nicht noch mal machen

00:57:15: möchte.".

00:57:17: Da so reinzugehen?

00:57:18: Ja, so rein zu gehen.

00:57:18: Interessanterweise ist dann ... Der Vorwurf, den ich oft bekomme, dass ich nicht mehr so inhaltlich bin wie früher.

00:57:25: Ich empfinde es als großes Glück, alle vierzehn Tage bei irgendeiner vermeintlichen Pseudodematte mitmachen und auch noch mal ein Grunde, dass sage was alle anderen auch gesagt haben oder versuche noch ein bisschen zugespitzt dann böser das zu sagen, was andere auch schon vor mir gesagt haben.

00:57:42: Und ich glaube eher denke erstens Ich weiß gar nicht wie inhaltlich das wirklich oft ist, was da passiert und ich glaube es wäre eher gut wenn wir's alle weniger machen würden.

00:57:56: Ich rede nicht von politischem Aktivismus oder so.

00:57:58: Nur diese Dynamiken, wo wirklich alle der Meinung sind ... ich muss auch noch mal was sagen!

00:58:04: Das hat die Person jetzt verdient und das muss sie wirklich mitbekommen.

00:58:08: Und ich glaube, dass allererste Mal bewusst mir vorgenommen hab es beim nächsten Mal anders zu machen war bei dem Shitstorm gegen Finn?

00:58:21: Ich habe mich da rausgehalten weil ich auch von Anfang an ehrlich gesagt Das war nicht die feine englische Art.

00:58:26: Aber ich hab von Anfang an gar nicht begriffen, wo diese ... krass!

00:58:30: Und es werden jetzt Leute klippen und sagen keinen Wunder, dass so viel passend der Meinung ist?

00:58:34: Ich hab diese Menge an Haars, für Sachen, die er tatsächlich gemacht hat, nicht verstanden und hab aber im Nachhineinhalb bis später gemerkt, genau das hätte ich sagen sollen.

00:58:44: Ich glaube, das hätte irgendwas mit einer Teilöffentlichkeit gemacht, wenn in dem speziellen Fall ... Ich war nichts daran beteiligt und trotzdem habe ich gesehen, dass es passiert.

00:58:55: Und hab gemerkt ... Ich hab einfach eine andere Meinung dazu als offensichtlich ganz viele andere Leute.

00:59:00: Man kann das kritisieren.

00:59:01: Ich finde nicht, dass wir uns aus dem Fenster lehnen sollten, was Screenshots aus WhatsApp-Gruppen angeht?

00:59:07: Weil die Leute sehen möchte, die noch einen einzigen vielleicht missverschämtlichen, vielleicht blöden, geschmacklosen Witz in der WhatsApp- Gruppe gemacht haben.

00:59:16: Es ging darum, dass er schrieb ... Riese kann

00:59:19: auch geil sein!

00:59:21: Ja, Kackwitz gemacht.

00:59:26: Hab ich noch nie in meinem Leben einen Kack-Witz in der WhatsApp-Gruppe gemacht von der ich dachte, dass er nicht gescreenshotet wird.

00:59:31: Kann man da irgendwelche Sachen vielleicht glauben rauszuziehen die sich zu einer Charakterstudie aufblasen lassen?

00:59:39: Kann man machen.

00:59:40: das muss vor allem wenn man die Person nicht wirklich kennt und hab ich ein halbes Jahr später oder ja ... deutlich später in meinem neuen Podcast, habe ich eine Folge überschützt ums gemacht.

00:59:50: Ich hab da erst beim Reden drüber gemerkt, ah, ich würde es heute anders machen.

00:59:56: Wenn so was noch mal passieren würde und ich wirklich denken würde ... Ich verstehe ganz viele Argumente darin, aber die ihr seid hier lange schon am Schafort und nicht mehr im Gerichtssaal, würde ich das öffentlich sagen.

01:00:10: Da merke ich zum Beispiel, ich hab ne Ehrfurcht verloren vor der Plattform.

01:00:14: Es hätte mich auf Twitter niemals getraut früher!

01:00:16: Oder ich hab's mir auf Instagram auch lange nicht getraut offenbar.

01:00:18: Aber eher vor einer ...

01:00:21: Erfurcht-Slash-Angst?

01:00:22: Nicht nur einer Plattform, sondern auch von den Menschen.

01:00:26: Vor einer Bubble.

01:00:27: sozusagen ist das ja meistens so bei Shitstorms, dass es da auch eine Angst gibt, die Bubble Angst gibt.

01:00:33: Dass man dann auch rausgeschmissen wird.

01:00:37: Da sind wir erst ein bisschen abgebogen.

01:00:38: Wenn du Kommentare über dich liest oder Artikel, ist das eine Art ... Ist das ne Art von Kontrolle dass du wissen willst, A. Was wird denn jetzt gerade über mich geschrieben?

01:00:51: Oder ist es auch ein Stück weit eine Selbstbestrafung?

01:00:58: Ich neige nicht zu selbstbestraftem Verhalten.

01:01:01: Gott sei Dank!

01:01:03: Ich versuche gerade erst oder ich schaffe gerade erst einen Punkt zu kommen an dem ich versuche loszuwerden Jesus Nicht mein eigenen Erfolg.

01:01:12: zum Micromanaging Weil ich versuche, mich an den Punkt zu trainieren.

01:01:18: An dem ich nicht mehr alle zwölf Sekunden denke es könnte morgen vorbei sein.

01:01:22: Ich glaube das hat zum Teil natürlich mit so einer neurotischen alles Zusammenhaltsache zu tun und damit dass ich glaube ich habe noch vierzehn Versionen von mir die ich euch auch noch zeigen kann wenn ich irgendwann aus erzählt bin für euch aber sind auch damit zu tun.

01:01:34: wie am Anfang gesagt ich finde einfach Wenn ich so auf mein Leben blicke ist es ganz schön krass dass ich so glücklich bin heute Und ich hab so ein Misstrauen.

01:01:47: Das misstrauen manifestiert sich dadurch, dass ich manchmal ins Internet gucke, oft in der Hoffnung, dass mir im Grunde jemand endlich das schreibt.

01:01:55: Endlich ist wieder Krisenmodus und jetzt kann ich versuchen alles zu optimieren.

01:01:59: In Wahrheit ist es einfach gut gerade.

01:02:03: Das heißt ... Das muss ich mal auseinanderdröseln... Es gibt auch eine leichte Hoffnung.

01:02:12: Das ist ein komisches Wort an dieser Stelle Dass wenn jetzt zu deinem neuen Buch, wie kann sie nur?

01:02:18: vielleicht sagt jemand, das ist ja ganz fürchterlich.

01:02:22: Es gibt eine leichte Hoffnung auch dieser und sagt aha Wenn das dann steht habe ich wieder was zu tun an mir um eine neue Version zu erschaffen.

01:02:32: Habe ich das gerade richtig verstanden oder?

01:02:33: Arbeitsthese?

01:02:34: ich glaube Ja dass es nach Arbeitstehse.

01:02:35: Ich glaube aber nicht dass es Nichts besonderes in mir ist.

01:02:37: ich glaube dass wir wenn Wir mit negativen Bezeugungen von uns die sehr feste in uns drin verwurzelt sind durch die welt gehen Suchen wir eigentlich die ganze Zeit nur danach, nach Möglichkeiten diese negativen Überzeugungen zu bestätigen.

01:02:50: Das ist ja der Grund weswegen so viele Leute immer wieder Arschlöcher daten weil sie entschieden haben Sie wollen keine Beziehung können keine Beziehen für uns sind nicht liebenswürdig und dann müssen sich das immer und immer wieder aufs Neue beweisen.

01:03:01: Und so würde ich sagen ist es ungefähr?

01:03:03: Du schreibst eine dieses Zitat Perfect Body perfect So.

01:03:06: Ich habe versucht den perfekten Körpern die perfekte Seele zu haben um diesem Urteil zu entkommen.

01:03:12: Also gibt es Für die perfekte Seele, für den perfekten Körper gab es für dich so eine Art Idealbild, dem du entsprechen wolltest.

01:03:21: Also wenn man über was ist ein perfekter Körper?

01:03:25: Was ist eine perfekste Seele?

01:03:28: Du hast ja gesagt und schreibst, du hast das versucht Und wie sah für Dich so einen Art Ziel dafür aus?

01:03:38: Lustigerweise hatte ich das nie, es ging immer nur um anders als ich bin Zutiefst weibliche Erfahrungen.

01:03:45: Moment, zu tief ... Eine zutiefste Weibliche Erfahrung ist es anders zu sein als man selber ist?

01:03:53: Nee, die Zutiefstweibliche Erfahrung ist, einem Ideal hinterherzurennen, dass man gar nicht genau benennen kann und sich nur darüber definiert, das man einfach anders sein möchte als man ist.

01:04:03: Hat zum einen damit zu tun, dass ich zum Beispiel ganz plakativ Schönheitsideale so schnell wandeln, weil's natürlich nie um objektive Schönheit geht, sondern immer nur um diese Kontrollinstanz Schönheit aufrechtzuerhalten, dass man nie klar benennt... Ich möchte aussehen wie Kim Kardashian.

01:04:19: Das ist dann kurz für drei Jahre ein Thema aber es geht eigentlich eher darum.

01:04:22: ich möchte das mein Po anders aussieht als er aussieht.

01:04:26: Ich möchte, dass irgendwas an mir anders ist als es ist und man denkt immer eher vom Mangel an sich selbst als vom Ideal im Außen weil dieses Ideal von außen gar nicht wirklich existiert und nicht greifbar ist?

01:04:38: Und ich glaube genauso ist in der Seele.

01:04:39: Ich weiß aber nicht, das könnte auch einfach eine genuinen menschliche Erfahrung sein und nicht unbedingt ne weibliche.

01:04:45: Im Buch schreibst du ja an einer Stelle, dass du ... ich meine es war eine Victoria's Secret Show die du gesehen hast und hast festgestellt, dass da ein oder mehrere sehr perfekte Bauchnabel zu sehen sind.

01:04:57: Und dann guckst du, du liegst im Bett und schaust

01:05:00: runter

01:05:01: und du stellst fest, du hast halt anderen Bauchnarbel.

01:05:04: Ich wüsste auch, wie der aussieht.

01:05:05: Ich wollte nur noch mal gucken, ob er sich doch magischerweise durch das Anstören von einem Top-Model verändert hat ...

01:05:11: Das ist sozusagen, ne?

01:05:14: Es gibt eigentlich so eine Art ... Man hat eine Art Mangelempfinden.

01:05:18: Hier gibts vielleicht ein Bauchnabe, der Perfekt ist von einer Frau, die auf dem Laufsteg langläuft.

01:05:22: Aber man empfindet etwas als Mangel und das versucht man in einem Perfect Body Prinzip.

01:05:29: nicht, dass es da eine Endlinie gibt aber eigentlich eher weg.

01:05:32: Der Mangel soll weg!

01:05:33: hin zu was anderem.

01:05:35: Ja, und diese in dem Kapitel geht es eigentlich darum um zwei Sachen.

01:05:38: Das eine ist das Internet auch oder Social Media dazu führt dass man immer neue Mängel an sich erfahren kann als Frau im speziellen Feld weil man immer wieder in einen neuen Raum von bisher völlig unbekannten Frauen gestoßen wird, wo eine dann sowas sagt wie Naja ich hasse meine Nagelbetten.

01:05:57: Es gibt so den ikonischen Girlie-Film, den du wahrscheinlich nie jetzt gesehen haben wirst weil du hast ein Sohn und keine Tochter Mean Girls aus den Zwei Tausendern mit Lindsay Lone in der Hauptrolle Und da handelt davon das.

01:06:08: Lindsay LONE wird auch genau so gesagt, weil es waren die Nullerjahre.

01:06:12: Sie hat ja in Afrika gewohnt mit ihrer Familie.

01:06:15: Jetzt ist sie in den Vereinigten Staaten und lebt das erste Mal an Highschool-Leben.

01:06:17: Und dann hat diese ganzen Selbstzweifeln nicht.

01:06:19: Die anderen Mädchen haben die nicht in noch mal Afrika groß geworden.

01:06:24: Und dann steht sie mit ihren neu gefunden Freunden und alle sagen so abwechseln, was sich schlimm an sich finden.

01:06:29: Eine sagt so ich hasse meine Nagelbetten!

01:06:31: Und du merkst dem Charakter von Lindsay Lone an dass sie all diese Sachen noch nie in ihrem Leben gehört hat aber jetzt über sich lernt achso ich muss meine nagelbeten hassen.

01:06:38: So ein bisschen ist das Internet immer wieder aufs Neue, dass man sich etwas angucken kann, da kann man den Kommentaren sehen.

01:06:44: Ach jemand hat über die Bauchnerbel nachgedacht.

01:06:46: ja da guck' ich mal ran.

01:06:47: Ach so guck mal mein Bauch-Nerbel sieht anders aus.

01:06:49: Guck mal eine weitere Sache nicht an meinem Körper potenziell nicht gutfinden kann.

01:06:53: Das andere ist aber, dass ich in dem Kapitel über die Zerrissenheitsspreche, die sich dadurch ergibt.

01:07:00: Weil genau dieses Teilhaben an diesen Zweifeln ist auch ein Teilhabem an dieser Girlie-Popkultur.

01:07:08: Das ist quasi die Zugangsvoraussetzung leider und das ist einer der Momente wo Popkultur, Girlie, Kultur und Kapitalismus so ... dass man das nicht mehr auseinandergezogen bekommt.

01:07:19: Ich will Teil davon sein, ich will Teil von den Girlies sein.

01:07:22: Aber gleichzeitig bedeutet es dann irgendwie auch dieses Spiel mitzuspielen um so wage wie möglich zu sein und darum geht's in diesem Kapitel.

01:07:29: eigentlich ist diese Bauchnabelsache würde sogar sagen ein kurzzeitiges vermeintliches Gegenteil von dem was wir eben besprochen haben weil es gibt ja auf einmal konkretes Ideal.

01:07:38: Wir sehen das konkrete Ideal von fünfzehn perfekten Bauchnebeln die ganz straff usw.

01:07:42: sind.

01:07:43: Ich denke aber, was dann potenziell im schlimmsten Falle bleibt ist nicht die Idee von ich will den einen perfekten Bauchnabel.

01:07:50: Sondern mein Bauknabel ist falsch!

01:07:52: Mein Bauknabel ist übrigens super und perfekt.

01:07:54: Aber das ist um durchzuexizieren, was da mit passiert.

01:07:59: Und diese Verbundenheit entsteht die dann dass du dich mit einer anderen Freundin darüber unterhalten kannst?

01:08:07: Dadurch entsteht so eine Gemeinde... schafft, dass du sagen kannst.

01:08:11: Ich weiß, dass mit Juli Lobo gut befreundet bist und ihr sitzt zusammen.

01:08:15: Dadurch entsteht so ein Gruppengefühl ... Dass man sich damit austauschen kann über das Thema Bauchnabel oder was es auch immer ist?

01:08:30: Für mich ist es viel ein Gefühl der Erleichterung, sich mit anderen Frauen darüber zu unterhalten, Eben dieses Beispiel von einer wie auch immer gearteten Preisverleihung.

01:08:46: Da passiert dann eine wie auch mal geartete Situation, Männer und Frauen stehen zusammen ein Mann macht die eine Sache, die einem als Frau schon siebzehn Mal passiert ist.

01:08:54: und man weiß es gibt ganz viele Männer, die sich mittlerweile ultra viel Mühe geben diese Situation nachzuvollziehen und sich da zu informieren.

01:09:01: und das geht aber darum dass man's nie so richtig begreifen wird sowie verschiedene Identitäten, verschiedene Dinge nie begreifen werden.

01:09:11: Weil ich so als Frau oft auf die Welt gehe und das Gefühl bekomme, oder ich hab das Gefühl ... Ich werd's bekommen irgendwo her.

01:09:17: Dass ich bei vielen Sachen schon viel weiter sein müsste und viel besser sein müsste.

01:09:22: Und viel weniger Selbstzweifel haben sollte und viel taffer sein sollte ist für mich einfach eine wichtige Grundpfeiler von weiblicher Freundschaft mit anderen Frauen darüber reden zu können.

01:09:32: Ich bin nicht verrückt, oder?

01:09:33: Ihr habt es auch!

01:09:35: Meistens sagen andere Frauen, du bist nicht verrückt, wir haben das auch.

01:09:40: bitter süß, weil mir die Vorstellungskraft fehlt.

01:09:44: Mir auszumalen wie weibliche Freundschaft und Weiblichkeit aussehen würde ohne diesen Teil?

01:09:54: Weil er sich widersetzt einem System, das so in uns tief drin ist und so in die Welt verankert ist, dass man es eigentlich kaum noch rausgerechnet bekommt.

01:10:03: Wir sind wieder bei der Frage war ich ein lautes Mädchen wohl deswegen zurechtgewiesen oder Mädchen und wurde deswegen zurecht gewesen.

01:10:12: Und das ist schön, weil man sich an manchen Orten dann einfach nicht erklären muss.

01:10:16: Man muss sich auch nicht rechtfertigen.

01:10:19: Selbst wenn Frauen das Lesen, das Kapitel und sagen, dass sie mit dem Bauchnabel gar nicht nachvollziehen, ich bin es auch weird, was sie macht, werden die meisten, wage ich zu behaupten, wenn sie ehrlich sind, sagen, ihr kennt die Dynamik vielleicht bei einem anderen Körperteil oder bei einer anderen Sache dieses ... neue Unsicherheiten finden und dabei dieses bitter süße Gefühl haben von, jetzt bin ich endlich am Ende angekommen.

01:10:40: Der perfekte Körper die perfekste Seele Jetzt bin ich eine fertige Frau Und dann zu merken ach so ne Moment das ist ja Quatsch.

01:10:45: Das ist hier die Fantasie die wir uns immer versuchen zu erfüllen.

01:10:47: Die gibt es aber gar nicht.

01:10:50: Ein Unterschied den ich auch festgestellt habe im Buch Ist die Frage wie man Fan von etwas isst.

01:10:58: Und du nennst es Obsession Bei mir, ich bin auch schon immer Fan.

01:11:07: Wenn du Fan von etwas bist was suchst Du dann?

01:11:13: Ich suche eine Projektionsfläche und ich suche jemanden der mir im besten Falle beantworten kann in jedem Moment meines Lebens wie soll ich mich verhalten?

01:11:23: weil ich mir die Frage stellen kann Wie würde diese Person sich verhalten?

01:11:29: Das will ich.

01:11:30: für mich sind es auch zwei ganz unterschiedliche Sachen.

01:11:33: Das eine ist von Personenkult und das anderes Fansein, ich bin Fan von Arbeit und von Kunst und Musik und das andere ist Personenkuld und Personenkult befremdet mich ab einem gewissen Punkt und ich glaube beides kommt häufig zusammen und wird so getan als sei immer die gleiche Sache.

01:11:50: Und ich glaube diese Personenkul kann oft dazu führen dass man in die Kunst versucht auf eine Art reinzukriechen, die einem als Fan gar nicht zustehen würde.

01:12:03: Und Fan sein ist für mich faszinierend, weil ich die ganze Decke ... wie würde Liam Gallagher das dann finden?

01:12:08: Wenn ich das jetzt machen würde!

01:12:10: Wie würde ihm Gallagger sich denn verhalten?

01:12:11: Welche Schuhe würde Liam gallagher

01:12:12: entragen?!

01:12:13: Bei mir ist es nicht so sehr Liam Gallaga, wer gestern jemand erzählt, dass es jemanden gibt im Umfeld, der sich bei allem immer noch fragt was würde er tun, was ich ... fantastisch finde und so cool.

01:12:22: Ähm...

01:12:22: Mir das mal Tom Schilling erzählt, dass er sich oft fragt was wird in den Käfig jetzt tun.

01:12:26: Dass ja bei so Filmen angeboten, dass es sich fragt würde ein Käf das machen?

01:12:31: Das fand ich eine wunderbare Frage eigentlich, dass man sich das als ein Dorfeldisten stellt und wie einen Käfig dazu und der würde wahrscheinlich bei diesen komischen Filmen nicht mitmachen also macht man auch nicht mit.

01:12:43: Ja Bei welchen Fragen hat die Thelaswift geholfen?

01:12:48: Genau das bin ich eben bei Taylor Swift nicht.

01:12:51: Ich kann den Personenkult von Taylor Swift um Taylor Swift, doch nachvollziehen kann ich ihn aber ich neige eben nichts zum Personenkul.

01:12:59: Das heißt das Kapitel handelt eher von dem Versuch zu erklären warum...ich finde die Musik toll und diese absolut bedeutende Songwriterin.

01:13:08: und dann gibt es auch ganz viele Sachen, die ich befremdlich finde oder wo ich wage überhaupt nüchtern darauf zu gucken als jetzt andere Taylor Swift-Fans.

01:13:15: Hast du eine Fan-Bezug, wo du dich fragst, wie würde Punkt um Punkt jetzt reagieren und das machen?

01:13:26: Nee.

01:13:29: Leider nicht gerade.

01:13:33: Ich hab mal so ... punktuelle ... Nee ich hab das nicht!

01:13:39: Ich habe keine ...

01:13:41: Du hast keinen Personenkult.

01:13:43: Ich habe das nicht in mir.

01:13:44: Ich find es ... ähm

01:13:45: ...

01:13:47: Ich freu mich, wenn andere Leute das haben aber ich hab leider nicht.

01:13:51: Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, also ich war ein großer, großer Ärztefan.

01:13:55: Ich bin immer größer als die Ärzten-Fan.

01:13:57: Aber ich war als Teenagerin wirklich Kuhkuh die Ärztefan von der Musik.

01:14:03: Es gab in einem kleinen Ort groß geworden und neben dem kleinen Ort gab es einen größeren Städtchen.

01:14:08: Die hatten Edeka am Ortseingang und da hat eine Bäckerei Fachverkäuferin gearbeitet.

01:14:13: Die war irgendwie im Ärzterfanclub Und die hat mich immer gesehen, weil ich Ärzte-Fan-Shirts als vierzehn Jahre getragen.

01:14:19: Die hat mir irgendwann ein signiertes, die best jenen Menschen gestaltet, Shirt von allen dreien Signierungen gegeben und das war die Krassung mit meines Lebens!

01:14:28: Ich war also großer Fan aber mein Erz, die Ärztekonzert bin ich eine Stunde vorher mit meiner Schwester hingefahren und stand hinten und hab mir die Musik angeguckt.

01:14:35: Also ich habe ... du

01:14:37: bist ja nicht vorhin in der erste Reihe?

01:14:40: Aber mit Sicherheit auch nicht nur aus so einer Unterkühltheit, sondern auch wenn ich ins Geheim denke.

01:14:44: Na ja, ich will halt irgendwann noch befreundet sein mit denen.

01:14:48: Das hast du mit den Vierzehn schon gemacht?

01:14:49: Geil!

01:14:50: Ich glaube nicht bewusst aber da war eher ein Augenhöhe erzwingen wollen als einen Nicht-Bereindruck von der Person.

01:14:57: Also naja also... Wenn ich halt irgendwann mit fahren Urlaub hänge kann ich ja nicht vorher auf Konzerten in der ersten Reihe gestanden

01:15:03: haben.

01:15:05: Ja klar.

01:15:06: Geil auch eine gute... Ja, also weird aber geil.

01:15:13: Interessant!

01:15:15: Aber hast du das nicht wenn jetzt Campino da sitzt und zwischendurch denkst naja irgendwie werden wir ja schon noch kumpels?

01:15:20: Bist du befreundet mit Campino?

01:15:21: Nein.

01:15:23: Aber hast Du gehofft dass es danach passiert?

01:15:24: weil echt nicht.

01:15:26: Habe ich mit niemanden der hier sitzt.

01:15:30: Also du willst nicht mit mir befreudet sein?

01:15:33: Nein

01:15:35: Okay, ich auch nicht mit dir.

01:15:36: Also ... Ich hab nur so gefragt und wollte gar nicht mit ihr was machen.

01:15:39: Das ist mir total egal!

01:15:40: Nein, das ist ja schon etwas ... Ähm... Was ergibt sich dann kann sich irgendwann ergeben aber in dem Moment wäre für meine Rolle auch wirklich ganz ... Ja, ja.

01:15:51: Total ist es eher

01:15:53: ein Coqueta-Ree von meiner Seite.

01:15:57: Coquetta Ree?

01:15:58: Coquettariah

01:16:00: Darf ich dich etwas zu Eingriffen wie Botox fragen?

01:16:03: Oh, bitte unbedingt.

01:16:04: Ich hatte damit gerechnet, dass es passiert.

01:16:06: Ja

01:16:07: klar!

01:16:07: Kannst alles fragen.

01:16:08: Gut

01:16:09: also... ...ich lese wieder was vor.

01:16:11: bei jedem Versuch den ich Unternehmen besser auszusehen als ich es eigentlich tu erinnere mich daran das mein Aussehen keine alte Lebensache ist.

01:16:18: Es ist und bleibt untrennbar verbunden mit der Frage Wie viel ich als Frau darf kannst du das ein bisschen erläutern?

01:16:26: wie sehr

01:16:27: ja

01:16:28: Das Aussehen damit zu tun hat, wie viel du darfst.

01:16:32: Es geht in diesem Kapitel um zwei Gallionsfiguren aus der Popkultur Carrie Bradshaw und Lorelai Gilmore.

01:16:38: Und um die Frage, wie deren Fortführungen zwanzig Jahre später mit diesen Figuren umgegangen wurde?

01:16:45: Meine These ist, dass beide Fortführung nicht gut wurden, weil beide Figuren ... untrennbar mit der jugendlichen Hotness dieses Charakters verbunden waren.

01:16:58: Diese beiden Frauen durften sich Sachen erlauben in der Augen der Öffentlichkeit, weil sie attraktiv genug dafür waren und eine Carrie Bradshaw, die Sarah Jessica Parker ist immer noch ... Also beide sind immer noch wahnsinnig attraktive.

01:17:09: aber das Phänomen des Hottmesst diese leicht zerstreute coole Frau, die vergisst Männer zurückzurufen reihenweise Anträge bekommt und sagt nee ich glaube ich kann grad nicht.

01:17:22: Das ist, was popkulturell funktioniert.

01:17:24: Weil wir denken ... Sie kann sich das erlauben, weil sie so süß ist und hot und jung und schlank und perfekt und faltenfrei.

01:17:32: Und dann geh ich irgendwann dazu über mir selber diese Fragen zu stellen, wie sehr baue ich mir denn?

01:17:39: Weil der eigentliche Kern oder die wichtige Aussage für mich ist, ich halte es für absolut fatal, sich ein Leben zu bauen, was untrennbar mit der eigenen Jugend- und Hotness verbunden ist.

01:17:49: Zum Beispiel in Bezug auf ... reich heiraten, diese Art.

01:17:52: Das ist in meiner Generation auf TikTok sehr verbreitet.

01:17:58: mittlerweile junge attraktive Frauen die auf so eine Kukett-Männer verachtende Art Werbung dafür machen sich einfach einen reichen Typen zu angeln.

01:18:07: und das da für mich meines Erachtens nicht mit erzählt wird dass die Ressource Jungehorte Frau eine Schierendlose ist und dass die Junge Horte Frau irgendwann ersetzt wird.

01:18:15: Das Risiko existiert zumindest sehr realistisch nachweisbar wenn wir uns in der Welt umgucken.

01:18:21: Genauso kann man das eben auf Charakter beziehen.

01:18:23: Warum ist eigentlich die Frage, erlauben wir gewissen Frauen Dinge und warum erlaubten wir anderen Frauen, gewisse Dinge nicht ohne zumindest die dafür abzuwerten?

01:18:33: Wo wir meines Erachtens wieder bei dem... Süßen, niedlichen schlanken blassen Mädchen sind versus der lauten pummeligen... dem lauten pummeligen Mädchen das dazwischen ruft.

01:18:46: Wie wollen wir eine Frau sehen?

01:18:47: Wie ist die idealerweise und was erlauben wir da basierend darauf?

01:18:51: Und dann geht es im Grunde über zu dem natürlich den Botox-Teil, den Schönheitseingriffe Teil des Buches und dass ich dann sage auf der einen Seite habe mich diese Feststellung man kann sich gewisse Sachen vor allem dann erlaubt Gleichzeitig sollte man aber sein Charakter nicht darauf basieren, dass man irgendwie aussieht.

01:19:08: Weil dann ist es kein nachhaltiger Charakter und kein Nachhaltiges Leben.

01:19:11: Aber die nüchterne Feststellung ... Natürlich sind gewisse Sachen in meinem Leben einfacher, wenn ich konventionell attraktiver bin in der Öffentlichkeit.

01:19:19: Und ist das also ein Botox-Eingriff für dich?

01:19:22: Hast du einen Botox Eingriffs gemacht?

01:19:23: Ja, warte!

01:19:26: Ich hab schon mal einen Botocs Eingrifft mitgebracht.

01:19:29: Ist das dann ... hast du das gemacht?

01:19:32: um dir andere Sachen erlauben zu können?

01:19:37: Ich hab's erst mal gemacht, ich hab mal von Jahren so ein Zeitestay über Schönheitseingriffe geschrieben.

01:19:41: Ich hab es erst einmal gemacht, ehrlich gesagt und das muss man auch glaub ich immer dazu ... Ich find's wichtig, weil ich in der Bubble-Wohnenlebe, in der das total normalisiert ist und ich's irgendwie spannend fand und mich hat immer schon diese Mystifizierung genervt.

01:19:55: Uh!

01:19:55: Hat die einen Lippfiller und so.

01:19:57: Sobald irgendwelche Sachen gerade mit der weiblichen Erfahrung, auf die wirbliche Erfahrungen bezogen sind.

01:20:02: Mit Scham behaftet werden oder vor verhaltener Hand gesagt wird als Gerücht in der Welt ist ein Ding immer so ... Da will ich erst recht rein!

01:20:10: Wenn ihr nur unter vorgehaltener Hand darüber redet ob jemand Lippfeller hat dann will ich einen Essay in eine Zeit drüber schreiben dass ich mir Lippfelder machen lasse weil ich will keine Themen, die Frauen vielleicht machen und ausprobieren die Frauen beschäftigen Scham behaftet sind.

01:20:27: Ich will diese Scham loswerden und will im Nachhinein vielleicht Jahre später feststellen, das war richtig doof?

01:20:32: Aber ich ertrage diese Schamen nicht mehr!

01:20:33: Ich hab mich mein ganzes Leben geschämt... ...ich ertrage es jetzt nicht mehr zum einen umgeben zu sein von Frauen die sich immer noch schämen.. ..und ich habe auch keine Energie mich immer noch so schämmen.

01:20:41: So Take it or leave It.

01:20:44: wenn's Leute gibt, die das so unerträglich schlimm finden dass ich schon mal Lippfelle ausprobiert habe dann kann ich eh nix mehr dagegen tun.

01:20:51: Das gehört zu meinem Leben, ich hab' das mal gemacht.

01:20:53: Ich hab sogar mal drüber geschrieben Ich fand es überschätzt, zum Beispiel.

01:20:58: Und das Gleiche auf Botox bezogen?

01:21:00: Botox ist irgendwie faszinierend.

01:21:02: Faszinieren glaub ich auch als Filler weil die Wirkung ... Es ist was anderes... Du kannst dir besser vorstellen, was passiert mit deinem Gesicht wenn du sagst, ich spritze die Lippen auf.

01:21:11: Da hast du eine klare Vorstellung von als.

01:21:14: ich werde diesen einen Muskel oben auf deiner Stirn betäuben und dann wird in drei Monaten das passieren.

01:21:20: Ist irgendwie fassiniernd.

01:21:22: Am Ende alles ... Nicht so krass, wie ich dachte.

01:21:29: Du hast das gemacht und gibt es dann ... Wir haben erst von Idealbildern gesprochen.

01:21:33: Ist es dann also?

01:21:36: geht los mit einem Mangel?

01:21:37: Den man empfindet oder den du empfunden hast.

01:21:40: Und ist es dann so?

01:21:41: gehst du keine Ahnung zu Dr.

01:21:43: Emy oder wem auch gemacht?

01:21:44: Ich hab

01:21:44: nicht zu.

01:21:44: Dr.,

01:21:44: Emy schaut out!

01:21:46: Hast du ein Bild von dir, wo du sagst guck mal.

01:21:49: dem möchte ich gerne entsprechen.

01:21:54: Dazu hört sind eher Filter entsprechend auf Instagram und solche Sachen.

01:21:58: Oder wie kann ich mir das vorstellen?

01:22:02: Ich weiß nicht, wie das beandern ist... Nur für dich!

01:22:06: Ich habe noch nie diesen Impuls verstanden mit einem Foto von zum Beispiel Kim Kardashian irgendwo hinzugehen.

01:22:10: Das ist ja das Klischee was in so Spiegel TV-Reportagen verbreitet wird.

01:22:14: Und es scheint hier auch zu sein, es gibt viele Ärzte die das sagen.

01:22:18: dieses Instagram-Filterface gibt.

01:22:20: Und das muss offenbar so sein, also ich bin da ja keine Expertin und es scheint ein Phänomen zu sein.

01:22:27: Ich hab' das gar nicht in mir auszusehen zu wollen wie jemand anders zumindest nicht bewusst.

01:22:34: Ich bin natürlich auch geprägt von meinem Umfeld aber... ...ich bin halt auch das Umfeld.

01:22:41: Also glaube, dass ist eine andere Rolle wenn man weiß, ich bin halt auf Teil des Umfels Fotos von meinen Haaren zum Friseur gehen.

01:22:50: Ich glaube nicht, dass Frauen mit meinem Gesicht zum Bruttungsarzt gehen ... Aber ich weiß, dass das zum Teil passiert und Leute Sachen nachkaufen.

01:22:57: Weil ich es selber auch mache!

01:22:59: Ich guck mir ja auch Frauen im Internet an und kauf den Sachen nach.

01:23:01: Ich weiß, als ob ich einen Einfluss habe.

01:23:03: Und diese Entscheidung Schönheitseingriffe zu einem Thema machen, was öffentlich mit mir assoziiert wurde, hat eher damit zu tun, dass ich dachte, ich will diesem Anspruch gerecht werden.

01:23:16: Die wollen die Wahrheit wissen oder ich glaube, die Leute wollen die.

01:23:19: Und was in dem Moment war ... Es gab zwei Sachen, die ich ändern wollte.

01:23:23: Ich wollte mir die Augenringe unterspritzen lassen und mit den Lippen aufspritzen lassen.

01:23:26: Zwei Sachen, das ich ausprobieren wollte.

01:23:28: Darf ich dazu

01:23:29: was fragen?

01:23:30: Also, Augenringe?

01:23:34: Ich hatte früher so eine Rinne hier.

01:23:39: Ich hatte einfach dunkle Augenringe.

01:23:41: Das hab ich mal unterspritzt.

01:23:44: Ich hab da wirklich gar keine Ahnung von, also du kriegst dann eine Spritze hier rein?

01:23:50: Ich kriege viele kleine Nadel-Stiche unter das Auge.

01:23:53: Was natürlich Horror ist.

01:23:54: oder dass man sich Horror vor und da wird dann so was Dünnflüssigeres als Filler drunter gemacht in der Hoffnung, dass es das Ganze ein bisschen aufpolstert.

01:24:01: Und dann ist der Effekt irgendwann wieder weg!

01:24:06: Also bist du jetzt für immer fertig mit Augen?

01:24:08: Nein nein,

01:24:08: das war vor Jahren... Vor vier oder fünf Jahren habe ich es mal gemacht und danach nie wieder.

01:24:11: Es geht dann auch wieder

01:24:13: weg?!

01:24:14: Irgendwo wird's sein wahrscheinlich in meinem Körper?

01:24:16: Ja.

01:24:16: Das ist ja das Ding mit den

01:24:17: ... Aber nicht mehr da!

01:24:18: Es ist nicht mehr wo es mal sein sollte, genau so mit den Lippen.

01:24:21: Also die Lippe sind auch, also beides nicht mehr dar.

01:24:24: Man kann die Effekte... Also vielleicht unter dem Mikroskop kann man die Effekt irgendwo erkennen.

01:24:28: aber ich hab keine aufgespritzen Lippemäher und auch keine unterspritzten Augenringe mehr weil das faszinierend zum Beispiel war für mich.

01:24:41: Ich hab ein Theaterstück zu Pick Me Girls geschrieben.

01:24:43: Das endet damit, dass

01:24:44: ich ... Die Berliner Ensemble hat das

01:24:45: auch aufgeführt?

01:24:47: Ja.

01:24:48: Der Abend endet mit einem Monolog von mir dazu, dass die Leute fragen sich immer, warum man auf die Bühne geht und das macht.

01:24:55: Warum erzählt man das alles über sich?

01:24:57: Ein bisschen verbunden mit der Frage, warum sitze ich hier und erzähle das gerade über mich.

01:25:01: Und dann ist die Klischeeantwort, dass Leute sagen, wegen des Ablauses.

01:25:04: Man braucht den Ablaus!

01:25:04: Ich erzähle dann weiter, dass ich am erster Auftritt mit fünfzehn Jahren Applaus gehört habe und gemerkt, das wird nie reichen.

01:25:13: Das ist überhaupt nicht das Problem gewesen!

01:25:15: Und ich möchte diese Eingriffe schon deswegen nicht missen, weil auch in diesem Text und dem Buch, den ich darüber geschrieben habe, ganz klar mit der Erkenntnisende darum ging es nie.

01:25:26: Es war eine absolute Ersatzhandlung.

01:25:30: Ich bin nicht nach Hause gegangen und hab gedacht ... Endlich entspreche ich einem Ideal, weil haben wir eben schon festgestellt.

01:25:35: Zumindest bei mir ist es so... Ich denke nicht, ich will so aussehen, sondern ich denke nur, ich möchte diesen einen Mangel beseitigen.

01:25:40: und je mehr Mängel man beseite, desto mehr merkt man, ah, so darum ging's nicht!

01:25:43: Es ging da einfach nicht drum.

01:25:44: Ist ein Klischee aber es geht irgendwie um Selbstliebe?

01:25:48: Und ist das dann jetzt die gute Nachricht du brauchst das nicht mehr, weil du dich jetzt mehr liebst?

01:25:57: Nja, ich glaube selbst, ja wahrscheinlich liebe mich auf jeden Fall mehr als vor ein paar Jahren.

01:26:02: Aber ich bin vorsichtig, damit so eine Kausalität daraus zu machen.

01:26:06: Zum einen weil ich mir auch ultra gut vorstellen kann dass ich in fünf Jahren wirklich voll vorstelle alle drei Monate zum Botox drin ist es mir scheißegal.

01:26:12: also das ist mir... Ich kann mir auch vorstellen mit fünftigem Facelift zu haben.

01:26:15: Das ist so ein ähm..ich will das alles nicht ausschliessend und dann ärge ich mich in zehn jahren weil jemand dann diesen Cliff rausholt.

01:26:29: will vor allem anderen Frauen diese Kursatilität nicht unterstellen.

01:26:31: Ich will auch nicht im Gegenzug unterstellen, dass jede, die es macht sich nicht genug liebt.

01:26:34: Ich kann nur für mich sagen ... ich hab bei ganz vielen Sachen, die ich probiert habe, I wanna have a perfect body and soul festgestellt, es gibt das nicht den perfekten Körpern und die perfekte Seele nicht.

01:26:46: Und dem hinterherrennen ist was Faszinierendes, was viel mit Weiblichkeit assoziiert wird.

01:26:58: Es hat sich für mich abgenutzt und das ist was Total Schönes.

01:27:01: Ich finde es wichtig, öffentlich darüber zu sprechen ... Und ich bin manchmal deswegen lavierig auch so rum.

01:27:07: Ich bin immer noch erstaunt davon, was für ein Reizthema das ist.

01:27:11: Weil wir ja alle wissen, dass Filler existieren oder Botox existieren.

01:27:15: Das ist aber immer noch ultra krass, wenn jemand das mal gemacht hat oder machen lässt?

01:27:19: Also ich hab aktuell Botox in der Stirn.

01:27:21: Ich hab das nicht einmal ausprobiert, sondern ich hab Matthias!

01:27:26: Die Gerüchte sind wahr.

01:27:29: Wie krass das ist, wenn Leute dann wirklich sagen ... Na ja, es hat gut gemacht, man sieht's nicht so.

01:27:34: Ich kann immer noch alles bewegen aber... Gut?

01:27:36: Ja danke.

01:27:38: Imi!

01:27:39: Ich glaube, es liegt daran auch.

01:27:40: also ich hab dich ja erst gefahren.

01:27:42: darf ich dir dazu was fragen und auf meiner Matze vielleicht sogar männlich eine neue Haarfarbe hast, dann kann ich sagen, hey, coole neue Haarfarbe.

01:28:00: Oder cooles neues Shirt oder was auch immer und ich weiß als Matze und als Typ wahrscheinlich überhaupt nicht wie ich darauf reagieren soll.

01:28:09: wenn du jetzt

01:28:11: ... Ich hab das Gefühl, ich habe so ne Haarstrenne, also eine Comic-Haarstrene die irgendwo absteht aber hab' ich nicht, oder?

01:28:15: Warte mal!

01:28:16: Hier ist ein Nähwahrer, ähm, ich mach... Oha!

01:28:22: Mir wird's immer bei meiner Make-up Art, wenn sie nicht lustig ist.

01:28:25: Ich habe dich sofort Angst gehabt.

01:28:29: Sieht eigentlich gut aus!

01:28:30: Okay,

01:28:31: danke.

01:28:33: Ich wollte das auch ganz unauffällig machen während du redest und es hat super geklappt.

01:28:37: Super geklappt?

01:28:38: Ich

01:28:38: weiß nicht ... Wenn jemand beim Friseur war, dann weiß ich was beim Frizeur.

01:28:45: Neue Haarfarbe sieht super aus, neues Shirt.

01:28:47: Wenn mir jemand gegenübersteht und ich sehe, da ist aber ein Lippfiller drin oder oder sieht da was an der Stirn?

01:28:56: Ich weiß überhaupt nicht, was es dann irgendwie richtig ist zu sagen.

01:29:01: Ob darfst du mir auffallen, darfst mich nicht auffahlen, sollt man einen Kompliment machen und soll man fragen geht's dir eigentlich gut?

01:29:09: Also das ist... Und ich glaube es liegt auch ein bisschen daran dass es noch keine richtige Sprache dafür gibt.

01:29:16: Wenn jemand beim Friseur war so vollkommen klar, war es beim Frisör oder nicht.

01:29:21: Aber das ist irgendwie.

01:29:23: Dann ist es eher so ... Hey, sag mal.

01:29:26: Hat die Sophie Passmann irisch geboten?

01:29:30: Hat die was machen lassen?

01:29:31: Guck mal, die Fotos irgendwie ja oder ich weiß nicht.

01:29:34: So und das glaube ich hat auch etwas mit dieser Scham zu tun.

01:29:38: Und jetzt die große Frage an meinen Live-Coach Sophie Passman.

01:29:46: Soll ich sagen hast du einen Lipfiller drin oder soll ich das nicht sagen?

01:29:51: Also meine Frau sagt immer man kommentiert Gar nichts, was eine Frau am Körper hat.

01:29:57: Sarah, meine Make-up Artist, hat die Regel, man kommentiert nichts, das sich in fünf Minuten nicht ändern lässt.

01:30:02: Weil sie zum Beispiel schon mal jemanden, der irgendwie vergessen hat, was zu verblenden oder einen Fleck hatte, aber du hast es nicht verblendet und ich mach das schnell für dich!

01:30:10: Und deswegen sagt sie immer normalerweise, kommentieren wir nicht, aber ich konnte es jetzt kurz ändern und glaube, ich gehe jetzt glücklicher durch die Welt.

01:30:17: Deswegen würde ich sogar sagen ... Ja, man kann Haarfarbe feststellen.

01:30:21: Aber ich will auch deine Meinung zu meiner Haarfarm nicht hören.

01:30:23: Weil mir ein bisschen ... Also da ist ja schon ... Ich würde sagen, ja, man kommentiert nichts, was nachhaltig ist und das sind Haar Farben genau für mich für Filler.

01:30:32: Was soll ich denn jetzt machen mit der Information, dass du meinen Blond nicht toll findest?

01:30:36: Das würd ich auch nie machen.

01:30:37: Ich würd auch nie sagen ...

01:30:39: Hast du das nur festgestellt?

01:30:40: Warst du beim

01:30:41: Botox?!

01:30:41: Ja!

01:30:42: Ich kenne das auch bei einer Kollegin beim Friseurwahr.

01:30:46: Schön, dass es dir auffällt.

01:30:49: keine Ahnung, saß ewig und hat ewig bezahlt.

01:30:54: Du meinst die Heimlichkeit?

01:30:55: Es ist immer noch was, wo man nicht genau weiß wie heimlich das machen will.

01:30:57: Ich will gar nichts mehr heimlig machen!

01:30:59: Ich glaube ich will keine Heimigkeit als Frau.

01:31:03: Vor allem eine Öffentlichkeit.

01:31:05: Ich möchte am allerliebsten ... Das Lustige ist... Ich habe ein Essay geschrieben über das Thema, ich hab meinen letzten Buch darüber geschrieben.

01:31:15: Weil Schönheit ein Thema ist was mich fasziniert weil ich es auch ultra zeitgemäß finde in Bezug auf dieses ganze Social Media.

01:31:21: Ich find's auch Zeit gemäß darüber zu schreiben als mit meiner Rolle und ich mach im Grunde immer klar, ich sage immer ich will dass wir darüber sprechen, ich finds wichtig.

01:31:32: und trotzdem passiert das was du da machst am aller seltenstens dass jemand fragt was hast du da nicht machen lassen?

01:31:36: Es gibt immer noch so eine Das Gefühl, man darf jemanden darauf nicht ansprechen.

01:31:41: Und ich würde sagen das stimmt.

01:31:42: aber bei jemandem wie mir der im Ansage darüber redet und klar macht Ich glaube dass gefährliche ist die heimlichkeit daran Und nicht dass wir glauben dass deine vorbildfunktion missachtet wird würde ich sagen frag lieber als an also erwartungen zu formulieren oder zu stellen oder vermutung aufzustellen.

01:32:03: Ich finde es zum beispiel total faszinierend bei diesem schönheitseingriffethema Dass mehr dass das so unwidersprochen bei manchen Leuten als Wahrheit jetzt angenommen wird, dass ich halt ultra viel abmachen lassen.

01:32:15: Also es gibt so Leute die wirklich sagen ja sie hätte einfach komplett aufgehört inhaltlich zu arbeiten?

01:32:20: Die macht ja nur noch so...die hat einfach ein neues Gesicht.

01:32:24: und ich mir dann lieber wäre wenn man offen darüber redet weil ich dann immer denke Leute ich habe vor allem abgenommen.

01:32:32: Ihr seht einfach mich, dass ich ein viel schlankeres Gesicht habe als früher.

01:32:35: Und ihr seht das und findet es objektiv ... Ihr glaubt, dass es obaktiv betrachtet schöner?

01:32:40: Und ihr stellt ganz viele Vermutungen zu dieser Schönheitswahrnehmung auf und denkt, das muss Botox sein!

01:32:47: Wenn wir aber alle offen darüber reden würden, könnte ich euch sagen, hm, ich hab nix machen lassen.

01:32:51: Mein Gesicht sieht immer noch genauso aus wie früher.

01:32:54: Mein Gesicht sieht genau so aus wie vorher.

01:32:55: Ich hab besserer Haut, keine Pickel mehr und bin schlanke.

01:32:58: Bei Pickling kann man sagen, ich glaube keine auf der Welt finde Pickle schön.

01:33:01: Es nervt einfach, wenn pickl hat.

01:33:03: es ist ja auch nichts was Mensch evolutionär jetzt cool finden sollte.

01:33:06: Entzündung im Gesicht so.

01:33:08: aber die Schlankheitssache finde ich spannend weil Ich das ganz oft ungerecht finde wie über mich heute gesprochen wird weil ich so die Sophie von vor fünf Jahren Schutz nehmen möchte.

01:33:17: aber ich denke Wie waren denn eure ganzen you go girl Kommentare damals gemeint?

01:33:23: Was steckt ihr denn dahinter?

01:33:24: wenn ihr mich heute seht und denkt Was hast du da das machen lassen?

01:33:28: Ich bin einfach dünner, Leute.

01:33:30: Ihr seht eine dünnere Person als früher und stellt eine ganze Reihe von Vermutungen auf.

01:33:35: Und glaubt, dass diese Vermutung so wahr sein müssen, dass ihr eher an eine komplette Gesichtsentfernung glaubt ... Als daran, dass er fettfeindliche Vorteile habt!

01:33:44: Das ist für mich das Ding.

01:33:46: Das finde ich wahnsinnig nervig.

01:33:47: Und ich find's auch... So, ich bin im Nachhinein beleidigt für mich.

01:33:52: Weil ich denk, achso, war es doch insgeilen Problemen.

01:33:55: Aber ihr wollt es nicht benennen.

01:33:56: Und jetzt seht ihr mich und denkt, Facelift!

01:34:00: Wer ist ihr?

01:34:01: So Leute, die die Kommentare schreiben in dem Moment.

01:34:05: Einer hat auch wieder da eine anonyme Menge von Menschen, die ich nie wieder gegriffen bekommen werde, die immer so ein Pseudostroman sein müssen obwohl sie existieren bei denen ich nie genug Tug haben werde dass die mir irgendwann schreiben.

01:34:17: stimmt das war vielleicht irgendwie krass zwar vielleicht mehr mein Thema als dein Thema.

01:34:21: aber ich hab's zu deinem Thema gemacht.

01:34:25: Ungreifbare massen mediale Menge an Menschen, die ihre Meinung auf mich werfen.

01:34:29: Was übrigens okay ist.

01:34:30: aber ich würde mich so gerne manchmal zu dieser Meinung verhalten können.

01:34:34: Ja man kann sich da aber gar nicht zuverhalten?

01:34:38: Vor allem hat man ja auch als Person in der Öffentlichkeit ... Man kann ja so Interessanten Tendenzen wahrnehmen.

01:34:44: An welchem Punkt kommen welche Art von Kommentare?

01:34:47: und das ist dann nicht die Wahrheit.

01:34:48: Aber ich habe wie so eine art ständiges Labor Wie man wahrgenommen wird.

01:34:54: weil Zum Beispiel in dem Moment, in dem ich mich meine Haare blondiert habe.

01:35:00: Habe ich die zwei Monate danach ganz viele Kommentare von Männern bekommen, die sich darüber beschwert haben, dass ich ja eigentlich nicht mehr inhaltlich arbeite.

01:35:07: Wo ich gemerkt hab, ach okay dieses Blond ist immer noch ein ... Dieser Witz des Damm-Blondes ist immer was dran!

01:35:15: So sehr etwas daran, das Leute sich quasi auf meiner Instagramseite an meinem Podcast und meinen Büchern vorbeiklicken und sagen naja schade, dass du nichts mehr ... Bisher nur noch auf Instagram unterwegs.

01:35:25: Und diese Vorurteile haben wir ja alle, ich hab das auch!

01:35:29: Ich finde ... Man kann die viel weniger abwertend benennen und dann gemeinsam feststellen, dass man sie hat.

01:35:38: Dann vielleicht reflektieren, dass er sie hat?

01:35:41: Dadessen wird überhaupt ihr Vorwurf als Angriff wahrgenommen.

01:35:46: Vielleicht sehe ich eine Blondine und denke, ich habe unbewusst irgendwelche Vorurteilungen eingebleut worden.

01:35:52: Ich beobachte diese und denke Ist schon witzig, dass ihr das alle denkt.

01:35:56: Dass ich mit blonden Haaren eine Promo-Phase zu meinem neuen Buch mache, aber die ist weniger inhaltlich als wie er sich noch rote Haare hatte.

01:36:05: Es ist schon spannend, dass sie das denkt!

01:36:06: Aber es macht dir auch Spaß ein bisschen?

01:36:08: Ich

01:36:08: liebe das!

01:36:09: Das ist toll...

01:36:10: ...dass diese Gedanken zu machen.

01:36:13: Diese Gedanken zu haben und damit

01:36:14: zu spielen.

01:36:15: Wie einfach es auch ist, zu schockieren damit.

01:36:19: Mach ja noch nicht mal schockierende Sachen.

01:36:20: Ich existiere einfach in einer Gleichzeitigkeit, die Leute offenbar unerträglich finden zu ... Manche Leute, Unerträgtsfinnschein.

01:36:26: Sie schreiben Bücher und trotzdem posten sie Selfies auf Instagram.

01:36:29: Stopp die Druckerpresse!

01:36:31: Was ist los?

01:36:32: So... Es ist auch wahnsinnig deutsch natürlich aber es ist auch einfach Wahnsinnig menschlich.

01:36:39: Aber es scheint dir ja auch eine Art Treibstoff zu sein.

01:36:42: Also scheint dir auch daran etwas also so irgendwas.

01:36:48: Also du hast es und du liebst es.

01:36:52: Ich nehm das irgendwie als ein Arzt, auch fast schon so ... Es kommt an einer Stelle in eine Woche, ich hab die leider nicht rausgeschrieben.

01:36:58: Aber also dieses was wird ein nächstes Foto?

01:37:02: Was?

01:37:02: wie wird darauf reagiert werden?

01:37:04: Welche Möglichkeiten gibt es?

01:37:06: Dieses Antizipieren, das Planen, dass hier noch mal einen Köder auswerfen dann wo ganz anders hinzugehen.

01:37:14: mit den Reaktionen und dann sind genau da lang gelaufen, wo ich wollte.

01:37:22: Du schreibst es ganz am Ende als ihr die Fotos für das Buch in der LA macht wie wird darauf reagiert werden dass ich jetzt da bin?

01:37:32: Und das aber auch in gewisser Weise zu provozieren an manchen Stellen eine rektion zu provotieren die denn genauso ist wie du das erwartet hast und gleichzeitig gibt's dann aber auch reaktion die dich Offensichtlich haben wir auch schon gesprochen, dann treffen und verletzen.

01:37:47: Wo du dir eine Genugtuung wünscht, dass irgendwann schon ein Weg vorbeikommt und die ganze Familie ausräuchert?

01:37:54: Was ist das ... was du da ...

01:37:58: In dem Kapitel ist es ja eigentlich eher andersrum.

01:38:00: Also ich kriege ja diese Kommentare und spiele dann... Ja, das stimmt bis zum Gewissen grad weiß man, was passiert mit einer öffentlichen Meinung zu etwas.

01:38:10: Man kann gewisse Sachen vorhersehen aber In dem Kapitel ist es eher so, dass ich gar keinen Bock mehr hab die Fotos zu machen.

01:38:17: Weil ich denke ja dann weiß ich irgendwie jetzt in so einem ... Und das hat überhaupt dieser eine Kommentar, nicht mit dem Tag und auch nicht mit den Fotos, die Monate später rauskommen zu tun.

01:38:26: Aber es ist eher so ein.

01:38:28: Ich habe keine Energie dafür.

01:38:30: Ich hab keine Energie für dieses ständige ... Ich weiß was ihr sagt!

01:38:38: Ich weiß, was für Kommentare kommen.

01:38:40: Das ist so ein Influencerensatz.

01:38:41: Man weiß einfach, was wir kommentaren kommen und man weiß auch dass diese Leute diese Kommentare schreiben denken das sie entweder einen Skandal aufgedeckt haben oder eine Beobachtung gemacht haben die noch nie jemand vorher gemacht hat.

01:38:52: Und ihr könnt sich ganz schlecht mit dem Gedanken abfinden Dass Sie einfach in das Denken was ganz viele Leute denken Aber das noch nicht unbedingt heißen muss, dass sie recht haben damit.

01:39:03: Aber dieses ich habe jetzt doch gefunden, ich hab es doch aufgeschrieben.

01:39:06: Ich habe Angst wenn ich ein Foto poste auf den ich besonders gut aussehe weil ich weiß dass ich mir vorwerfen lassen kann nicht mehr die alte zu sein als sei ich mit dem Versprechen angetreten mich niemals zu feiner haben wir erst schon besprochen.

01:39:16: und ich habe noch mehr angst davor eines zu posten auf dem ich schlechter aussieht als ich eigentlich auch sehe Weil ich nicht den eindruck erwecken möchte das sei mein absoluter blick auf mich denn die potenzielle debatte die sich um Potenzial jedes Foto von mir genau, wie jeder anderen Frau ranken könnte.

01:39:32: Blässt die Bedeutung jeder Momentaufnahme auf?

01:39:36: Ja aber ja absolut noch mal das ist halt das, dass es das Neurosen Kapitel aus dem du jetzt zum zweiten Mal zitierst ich ähm... Das ist quasi Ich liebe

01:39:46: Neurose.

01:39:46: Ich auch!

01:39:47: Aber das ist der Trick dieses Kapitels.

01:39:49: Das ist in einem Studel von sich immer weiter verbindenden Fragen zu stellen.

01:39:54: Aber

01:39:55: du sagst auch Trick.

01:39:56: Also das meine ich mit so ein bisschen dieser Art von, es gibt etwas.

01:40:01: Das würde ich dir jetzt fast... Ich unterstelle es dir gerade bitte.

01:40:06: Aber du kannst das auch nehmen und mir zurückwerfen ist, dass du auch ein totales... Dass du dieses Spiel auch in gewisser Weise liebst und auch provozierst also dass da auch etwas an dir ist was sagt mal gucken wir sie jetzt wieder sagen

01:40:23: Ja, wenn du das sagst ... Ich hätte gedacht, dass ich auf den Teil gar keinen Bock habe.

01:40:30: Ich möchte gute Inhalte machen und ich glaube, gute Inhalten erreichen immer genug Leute, um auch ein paar Leute mitzuerreichen, die es durchfinden.

01:40:44: Aber ich glaub eigentlich gar kein ... Nee!

01:40:47: Ich glaube eher, dass sich keinen Bock hat zu provozieren.

01:40:49: Ich bin einfach so.

01:40:53: Ich verstehe zum Beispiel auch wirklich nicht daran.

01:40:58: Manche Sachen begreife ich einfach nicht, wenn ich was Sachen sage, dann verstehe ich nicht warum Leute sich darüber aufregen werden.

01:41:06: Wenn ich Sachen ins Buch schreibe, dann notiert mein Elektronenmonat, kannst du voll schreiben und ich sehe es genauso oder anders.

01:41:12: aber du musst wissen darauf werden die Leute sich

01:41:14: stürzen.".

01:41:15: Und das ist dann etwas, was ich geschrieben habe.

01:41:19: Ich erklär ja vorher und hinterher, was damit gemeint ist.

01:41:21: Und das müsst ihr auch nicht so sehen.

01:41:22: jede Person!

01:41:24: Und ich glaube diesen Muskel hab' ich eher verkümmert als andere Menschen.

01:41:29: Ich will nicht provozieren.

01:41:31: Ich find', provozierend oft auch eher ... Ich will Emotionen auslösen, aber ich will eher tröstende Emotionen als aggressive Emotion auslöschen.

01:41:41: Denke ich gerade, wobei ich interessanterweise ver... Ich hab ein gehemtes Gefühl zu Wut, vielleicht versuch ich auch einfach nur unbewusst in meinem Umfeld die Wut zu erzeugen, die ich selber nicht habe.

01:41:53: Kann aus sein!

01:41:54: Kann ich in drei Jahren sagen?

01:41:56: Was heißt aber ... Kannst du dazu... Also das versteh' ich jetzt nicht so richtig.

01:41:59: Das ist vielleicht Externalisiere, dass ich selber erlaube mir selten wütend und aggressiv zu sein heute mehr als früher, aber dass sich vielleicht diese Wut- und dieses Aggressive im Umfeld haben möchte, weil ich es selber nicht haben muss.

01:42:13: Was ist dann das?

01:42:14: also ich stelle jetzt gerade wirklich komplett auf den schlauen offensichtlich.

01:42:17: Also wo du möchtest wut in deinem umfeld haben?

01:42:22: Also, will ich das einen schreienden Mann haben?

01:42:25: Der sagt, ich bin wütend auf dich.

01:42:27: Nein, nein!

01:42:28: Nicht direkt zwischenmenschlichen, sondern du meinst ... Ich bezog mich auf dieses Provozieren.

01:42:34: Dass ich vielleicht, ich sage so, dass leh nicht ab, ich glaube nicht, dass ich so bin und hab dann einfach laut nachgedacht, ich finde es plausibel zu behaupten, dass sich vielleicht doch provozieren will ohne's zu merken.

01:42:46: Und die Erklärung dafür könnte sein, daß ich mir diese Wut selber nicht erlaube, Umfeld

01:42:51: heißt in dem Fall, in meiner Kommentarspalte ... Ja.

01:42:54: Okay das meinst du mit umfeld?

01:42:55: Weil umfeld ist für mich ...

01:42:57: Dere Menschen!

01:42:58: Max-Lisa und so weiter sondern ja okay ah okay also muss ich jetzt kurz drüber nachdenken provozieren um die Wut dass also okay dass man die wut die man sich selber nicht erlaubt aber zumindest hat man die.

01:43:21: es ist ein komisches bild.

01:43:23: ich bin vegetarier Aber ich stell mir hier ein bisschen Fleisch, damit es trotzdem in der Nähe bleibt.

01:43:32: Das ist das komische Bild, was ich gerade habe?

01:43:35: Das hinkt

01:43:35: aber irgendwie ... Nee, ich finde anderen Leuten Dinge nicht erlauben wollen, wenn man sich selber nicht erlaubt.

01:43:40: Super verbreitetes Phänomen.

01:43:44: Emotional gesehen zumindest und auch lustigerweise ja total bezogen auf unsere feministisch-weibliche Debatte grade.

01:43:53: Das ist schon auch ein Treibstoff von gewissen Arten, von Debatten.

01:43:57: Warum erlaubst du dir das wenn ich mir das nicht erlaube?

01:44:00: Ist auch nicht nur auf Influencing bezogen, warum erlaubt diese Person sich das, wenn ich mich dasselbe nicht erlabe?

01:44:06: Geht es da auch um einen guten Menschen-Tum?

01:44:08: ...

01:44:10: Kanns auch sein!

01:44:10: Ich glaube, das Phänomen taucht total häufig auf.

01:44:14: Wie kommst du dazu, das zu tun... Wenn ich's selber nicht erläufe und ... Das ist auch nur eine Vermutung.

01:44:20: Vielleicht schreibt mir, oder schreibt dir irgendein Psychologen und sagt, das kriegt ihr ja Bullshit mit dieser Wuttese?

01:44:26: Aber ... weil sie jeden Essay von den Siegmund Freunden ich halb vorm Einschlafen fast gelesen und verstanden habe hat mich wahrscheinlich gerade dazu hingeführt diese These aufzustellen.

01:44:38: Ja also wir werden es... Also irgendjemand wird's schreiben wie es richtig ist.

01:44:42: Und dann gucken wir mal damit was da mit passiert.

01:44:45: Siegmund Freud ist übrigens, der weiße Erfinder des Unbewussten hat mal in dem Essay geschrieben.

01:44:49: Dass er ausversehend sich verlaufen hat und dreimal in der fremden Stadt im Kreis gelaufen ist und dreimal an den Profi vorbeigelaufen ist.

01:44:57: Weil ich dachte Bro, liest du deine eigenen Texte?

01:44:59: Wolltest offensichtlich einen Profi... Und dann schreibt das auch noch auf um die Augen der Öffentlichkeit zu verstecken was er verstecken wollte.

01:45:05: es war super.

01:45:05: Ich glaube Siegmond Freud hätte mal zur Analyse müssen.

01:45:08: Sigi!

01:45:08: Sigi hättest ja nicht mehr Analysen

01:45:10: machen sollen.

01:45:13: Ich lese noch was vor.

01:45:40: ein völlig anderes Bild bekommt, davon was das Buch ist.

01:45:49: Man hört diesen Podcast und denkt, es ist so'n seelensstiftiges Buch...

01:45:53: Es ist Hotel Matze?

01:45:54: Ja ja, es soll auch genauso sein!

01:45:56: Ich glaube für den Ende eher dazu, dass Leute's kaufen als nicht kaufen.

01:45:59: aber ich merke, ach, spannend.

01:46:00: wenn man diese Aspekte rausgreift über die man ja auch ausgreifen kann, klingt es wie viel weniger essayistisches Buch als es ist.

01:46:09: Das waage ich zu behaupten in einer noch relativ eigentlich den Versuch einer relativ nüchternen Feststellung, wie Social Media funktioniert.

01:46:17: Natürlich bin ich süchtig an dieser Bestätigung genauso wie andere Leute, weil sonst würde ich nicht siebzehnmal am Tag meine Instagram-App

01:46:22: öffnen.".

01:46:23: Und was kannst du diese Bestätigungen spezifizieren?

01:46:27: Also wenn du die App öffnest, wofür möchtest du die Bestätigen

01:46:34: haben?

01:46:35: Das kann ich gar nicht klar benennen, weil das für mich nur so eine ... Dieser Trick von Benachrichtigungen, die reinkommen.

01:46:43: Irgendwas wurde geliked, geteilt, kommentiert ... Das reicht schon!

01:46:48: Die Anwesendheit davon?

01:46:49: Es ist eine

01:46:50: Relevanz in der Süchtigkeit nach einer gewissen Relevance.

01:46:52: Vielleicht

01:46:52: ist es bei mir eine Süchtigkeiten nach, ich hab noch einen Tag.

01:46:57: Wenn ihr jetzt interessiert, was ich mache, dann habe ich noch ein Tag.

01:47:00: Weil ich dieses ständige Thema habe, dass ich Angst hab morgens vorbei.

01:47:04: Ist das wirklich auf dem Morgen bezogen?

01:47:06: Nein, wahrscheinlich nicht ganz.

01:47:08: Nee, aber dieses Jahr?

01:47:13: Ein Jahr hab ich noch, weil das Buch kommt raus.

01:47:15: Ein Jahr habe ich noch?

01:47:17: Das ist leider meine Angst.

01:47:19: Ich weiß jetzt die Quatschers und auch, dass die oft von Leuten quittiert wird mit ... Ah, du spinnst doch!

01:47:25: Aber das hab ich halt.

01:47:26: Ich hab das schon nicht mehr so schlimm wie früher.

01:47:28: Aber ich hab eine krasse Existenzangst, ich hab ne krasste Relevanzangst.

01:47:35: Ähm... Ich hab in einem meiner ersten Bücher komplett Gänsehaut als es um ... um Milieu gingen und auch um Herkunft, um Westdeutsch sein.

01:47:46: So ein bisschen über meine Herkunst gesprochen die sehr westdeutsche CDU-Parteiprogrammig ist aber gleichzeitig auch nicht... ich glaube manche Leute haben daraus so ein bisschen gemacht dass ich ein Rich Kid war was ich gar nicht war.

01:48:02: Ich würde sehr offen damit umgehen wenn ich es gewesen wäre und ich habe zum Beispiel einfach eine Krasse.

01:48:06: Ähm, wir waren auch nicht arm.

01:48:09: Aber ich hab so eine ... Geld war immer so ein Thema.

01:48:11: So haben wir genug Geld und hab ich irgendwann genug Geld!

01:48:14: Und ähm... Ich habe so ne Existenzangst, dass ich irgendwann Schrott machen muss um Geld zu verdienen.

01:48:23: Was ja in der Branche üblich ... Nicht üblig aber es ist so nen Phänomen das man kennt.

01:48:26: Dass man irgendwann Werbung für Schrottmachen muss oder Jobs annehmen muss die nicht cool sind.

01:48:32: Das ist ein Riesenglück und Privileg.

01:48:34: Und auch mit Sicherheit das Ergebnis von Fleiß- und Disziplin, dass man es nicht machen muss.

01:48:39: Aber eben auch voll Glück!

01:48:41: Ich habe einfach Angst davor, dass es in fünf Jahren so ist, dass ich Sachen mache, wo ich denke ... Da hab' ich vor fünf Jahren ganz liebevoll aber auch voller Mitleid auf KollegInnen geguckt, die das gemacht haben.

01:48:52: Wo ich dachte, würde ich nicht noch mal machen

01:48:54: wollen.".

01:48:56: Was von den Sachen, die du heute tust, machst du nur aufgrund dieser Angst?

01:49:03: Gerade gar nichts.

01:49:04: Es ist so toll, ich mache gerade gar nichts!

01:49:06: Wenn ich Werbung mache für was, mach' ich weil ich da Bock drauf habe und weiß natürlich cooles Geld zu verdienen.

01:49:11: damit aber ich sage, achte neunzehnt Prozent von allen Sachen ab Weil ich das große Glück hab mir das leisten zu können Und weil ich jetzt auch nicht scharf darauf bin meinen Job Zu verwässern oder die das Vertrauen dass Leute vielleicht in meine Meinung zu Sachen haben Zu verwestern weil ich sage und hier ist übrigens noch etwas Ich finde es total toll grade Glamour-Kosmetik Sachen, manchmal ausgewählt Werbung zu machen.

01:49:34: Weil auch da wieder dieses Schockierende was da drin steckt, fasziniert werden und irgendwie macht es Spaß.

01:49:40: Aber ich mach gar nichts ... Das eines Gewehrjahrwerbungen, das mir gerade einfällt, was man machen könnte?

01:49:45: Niemand kann, aber wir haben ja über Schönheit gesprochen.

01:49:48: Ach so!

01:49:48: Über ...

01:49:52: Ach du meintest nicht Jobs die ich annehme sondern Sachen... Alles

01:49:55: generell sozusagen.

01:49:56: Also von Jobs kann ich sagen, dass erst mal so mache ich wirklich nur Sachen auf dich Bock habe.

01:50:01: Ich liebe, liebe, liebe meinen Podcast.

01:50:05: Da jede Woche denke ich ... krass!

01:50:07: Und das hören genug Leute, viele Leute und ich sitze da und rede jede Woche über irgendwas, was mich interessiert.

01:50:13: Es fühlt sich an wie quasi näher werde ich wahrscheinlich am Late-Night-Show-Traum nicht kommen als mit diesem Podcast.

01:50:19: Ich schreibe Bücher, wenn ich Bock habe, Bücher zu schreiben.

01:50:22: Ich hab ein Thema, was mir wirklich beschäftigt und fasziniert.

01:50:25: Und ... hab grad mit YouTube angefangen, weil ich Bock drauf habe?

01:50:30: Wahnsinnig cool ist, das zu machen zu können.

01:50:33: Einfach von dem Bock drauf hat und ich ... Es kommt wahrscheinlich ein bisschen darauf an wie streng man oder wie eng man interpretiert dieses was machst du nur um genug Geld zu verdienen?

01:50:48: Oder wie war die Frage?

01:50:49: Genau also eigentlich diese Angst, wenn so eine Angst da ist vor einer Verarmung oder vor einer Irrelevanz.

01:50:56: Also mit Sicherheit habe ich eine sehr gründliche Routine um zu versuchen, das alles zusammenzuhalten.

01:51:02: Ich kümmer mich ... Aber ich finde, ich kümmere mich gut um mich!

01:51:06: Ich hab Routinen, die mir sehr wichtig sind.

01:51:08: Ich versuche regelmäßig zum Sport, versuch es zumindest, weil ich weiß, dass es mir total für meine Psyche hilft und dass jetzt auch nicht komplett scheiße ist für die körperliche Gesundheit.

01:51:18: Aber du meinst so Äußerlichkeitssachen?

01:51:20: Ja, kann ich dazu mit dem Sport gehen.

01:51:23: Und auch äußerlicherweise, du hast erst über das Abnehmen gesprochen, Was du für dich machst, wo du sagst, das ist auch einfach wirklich gesund.

01:51:32: Also ich muss Sport machen weil sonst mein Rücken kaputt ist.

01:51:37: und es ist der erste Grund warum ich das mache.

01:51:40: und da kommt ganz lange nix.

01:51:41: und dann am dritten denke ich naja es ist schon krass dass ich hier sitze mit diesem krassen Oberarm.

01:51:46: Ja es ist auch krass, dass du hier sitzt mit dem krassen Oberarm.

01:51:49: Und ist das bei dir auch so?

01:51:50: Dass du das aus einer Gesundheit oder aus einer Selbstachtsamkeit oder ist das aus einem, ich will auf Fotos Hot aussehen?

01:51:59: Sport mache ich nur aus gesundheitlichen Aspekten.

01:52:01: Ich habe aber auch keine Neuigkeit, hab ich irgendwann in einem Buch drüber geschrieben.

01:52:08: Wie viele andere Frauen auch ein sehr erst gestörtes Teenagerzeit gehabt.

01:52:11: Für mich war lange Sport ... Genauso wie auch Verzichtessen, ganz schwieriger Trigger für so wieder esgestörtes Verhalten.

01:52:18: Also ich hab nischt gegessen und bin dann rennen gegangen.

01:52:21: Und zwar nicht weil ich irgendwie so viele Kilometer laufen wollte oder mich bewegen wollte sondern war mir wichtig eine gewisse Kategorienmenge ungefähr zu verbrennen.

01:52:29: Ich hatte deswegen lange einfach ein sehr verklemmtes Verhältnis zur Sport.

01:52:34: Ist auch glaube ich einer der Gründe weswegen ... Sobald ich anfange vegan, vegetarisch zu essen komme ich sofort in so okay, ich packe meinen Lunch ein.

01:52:44: Es ist lange nicht mehr so schlimm wie früher, aber jede Art von Verzichtsessen ist extrem schwierig für mich zu integrieren ohne wieder in so schlechte Sachen aus meiner Jugend zu gehen.

01:52:56: Und bei Sport war es auch lange so.

01:52:57: Ich hab immer nur Sport gemacht, weil ich abnehmen wollte und ich glaube, für mich ist einfach irgendwann ... ehrlich gesagt habe ich angefangen, Sport gutzufinden als ich nicht mehr abnehmen

01:53:08: möchte.".

01:53:10: und ich hab keinen Sport gemacht, als ich abgenommen habe.

01:53:13: Und ich hab auch kein ... Ich hab, glaub ich, abgenommen, weil ich mich zu dick fand?

01:53:19: Ich war zu dick!

01:53:21: Aber zu dick für dich oder in der Annahme des

01:53:24: Bildes?

01:53:24: Genau, ich hab noch nie lustigerweise ... Ich wollte noch nie irgendeine Art von Vorbild sein, was es angeht.

01:53:32: Ich hab einfach meinen Job gemacht und ich war zufälligerweise auch dicker als andere Frauen.

01:53:38: Wie sagt man denn?

01:53:39: Pummelig, würde ich mal im Baden sagen.

01:53:41: Und das ... Ich wollte nie, dass es ein Aspekt meines Jobs ist.

01:53:44: Ich wollte nicht irgendwie eine Gallionsfigur dafür sein, weil ich mich selber oft damit nicht wohlgefühlt habe und ich wollte auch nicht dick sein oder so dick wie ich damals war oder so pummelig wie ich dann war, wie man was nennen möchte.

01:53:56: Das ich hab mich damit nie wohlgefühlt.

01:53:57: Es war mir auch nie wichtig, dass andere wissen, dass ich mich damit wohlfühle.

01:54:01: Ich hab das nie behauptet.

01:54:03: Also dieses

01:54:04: So-Ich bin so wie ich bin und die Positivity usw.

01:54:07: Ich habe mich aber auch eben, und ich glaube das war für viele Leute das Verwirrende.

01:54:10: Ich hab mich ja offenbar nie schlecht genug gefühlt um nicht Sachen zu machen die man vermeintlich in dieser Branche nur mit dünnen Körper macht.

01:54:17: Ich bin trotzdem irgendwie schön angezogen auf rote Teppiche gegangen.

01:54:20: Ich habe trotzdem meinen Körper gezeigt, ich bin trotzdem ins Fernsehen gegangen.

01:54:25: Bin nicht ständig durch die Gegend gelaufen und gesagt alles ist cool mit meinem Körper?

01:54:29: Ich habe keine Witze über mein Körper zumindest nicht so in dem Kontext gemacht Und ich wollte eigentlich, dass mein Körper einfach kein Thema ist für das was ich mache.

01:54:37: Was natürlich in der Öffentlichkeit eine absurde Vorstellung ist und gerade als Fraueneröffentlichkeit ne absurdoe Vorstellung is.

01:54:45: Und ich erst gemerkt habe wie sehr manche Leute mir offenbar unterstellen, dass ich immer schon mich so mochte wie ich bin weil ich halt so war wie ich Bin.

01:54:55: Das sind für mich zwei Sachen die grade bei Frauen oft miteinander vermischt werden Nur weil ich mir erlaube, ein Leben zu leben das sich schön finde.

01:55:04: Obwohl ich nicht den perfekten Körper hab.

01:55:07: Heißt es noch lange nicht dass ich meinen Körper nicht verändern möchte?

01:55:09: Ich fände's sogar eher völlig absurd darauf zu warten, dass ich irgendwie aussehe oder irgendwie bin oder einen Status in meinem Leben erreicht habe um endlich ein schönes Leben zu führen.

01:55:20: und das schien ganz viele Leute total verwirrt zu haben.

01:55:22: oder auch so viel Leute haben es persönlich genommen und ich hab das nie richtig verstanden weil ich dachte ... Ihr wisst nicht, ob ich gesund oder ungesund war.

01:55:33: Weil das ist eine Sache, die erzählt hat, dass ich mit Essstörung gestruggelt habe.

01:55:37: Das ist die einzige Information, die ihr zu meinem Körper jemals bekommen habt.

01:55:40: und ihr seht aber jetzt, als ich abgenommen habe ... Und geht automatisch davon aus, dass sich mich jetzt verbrechen lassen von der Industrie.

01:55:49: Ich denke so, nee, ich glaube, ich wäre wahrscheinlich mit Zweiundzwanzig ohne die Industrie auch schon happier gewesen.

01:55:54: Ich wär happier gewesen, wenn ich keine Essstörungen gehabt hätte.

01:55:58: Viele Sachen, wenn die anders verlaufen wären, wär ich happier mit meinem Körper und Aussehen gewesen.

01:56:02: Aber mir war das nie wichtig für meine Arbeit, dass mein Körper so ausser wie er ausser.

01:56:07: Ich hab's eher als Umstand angenommen und dachte, irgendwie ist es nicht die Zeit, das anzugehen?

01:56:13: Und ... war eher überrascht von der Heftigkeit der auch da wieder Erwartungen, die daran geknüpft waren.

01:56:21: So als hätte man mich verloren als wichtige Gallionsfigur Boah, die Positivität.

01:56:25: Ich will schon dafür stehen, dass Frauen sich wohlfühlen und mir war immer wichtig zu zeigen ... Mir ist im Nachhinein eigentlich wichtig, dass Leute mitnehmen, ich hab nicht darauf gewartet, dass mein Körper irgendwie aussieht um was zu machen.

01:56:36: Ich habe aber auch keine selbstherabsetzenden Witze über meinen Körper gemacht.

01:56:41: Ich hab mir das erlaubt, was Männer in der Öffentlichkeit einfach machen dürfen ein Körper zu haben, der irgendwie aussieht?

01:56:45: Und dann meinen Kram zu machen!

01:56:50: Das ist vielleicht das, worauf ich bin da stolz drauf, dass ich das gemacht habe Jetzt im Nachhinein zu merken, wie viele Leute da so ganz ihre eigenen Sachen reinprojiziert haben.

01:57:02: Von denen sie mir nichts gesagt haben und jetzt enttäuscht davon sind, dass ich ein Versprechen, was ich nie gegeben habe nicht erfülle.

01:57:09: Und ich fühle mich jetzt wohl also.

01:57:10: Ich mach Sport durch, renne viermal die Woche durch die Gegend und fühl mich toll dabei.

01:57:15: Und mag wie ich aus.

01:57:16: Ich mochte aber auch früher ... Ich glaub, ich werde nie eine Person sein, die sagt, mein Körper ist richtig toll!

01:57:23: Aber warum ist dann dieses Fotos, Posten ... Warum denkst du da so viel darüber nach?

01:57:30: Das war früher schon so.

01:57:31: Es hat nichts mit meinem Aussehen vor oder nach einer Abnahme zu tun.

01:57:35: Ich glaube es gehört dazu.

01:57:37: Also ich glaube das ist wirklich was... Ich wäre spannend sich mal mit acht anderen Influencerinnen die auch eine Öffentlichkeit haben darüber zu unterhalten.

01:57:46: Ich würde sagen, dass man irgendwann diese Brille aufzieht von den ZuschauerInnen die in Fotos reinzoomen und vergleichen.

01:57:55: Und diesen Blick, den wir alle irgendwie auf Frauen haben ... Wahrscheinlich ist es klarer?

01:58:00: Es ist wahrscheinlich ein Ehrlicher, wenn wir uns damit abfinden, dass wir das machen und uns dann konfrontieren können.

01:58:07: Und dann wird's auch Frauen geben, die sagen ich mach das nicht, okay!

01:58:11: Du meinst, dass man sich bei Instagram nimmt ein Foto und dann ... Gucken.

01:58:14: Vergleichen?

01:58:15: Singen

01:58:16: hat eine Frau abgenommen, die zugenommen, hat dir was machen lassen.

01:58:20: Sind das echte Haare oder sind es keine echten Haare?

01:58:23: Warum guckt ihr, freuen Sie auf den einen Foto so komisch an dieses hyper-wachsame Umfehler zu finden in der Hoffnung, dass diese Anwesenheit der Fehler im Zweifel einem endlich die Frage beantwortet.

01:58:36: bin ich richtig wie ich bin?

01:58:38: Weil wenn Sie was machen lassen, darf ich doch auch.

01:58:40: Oder andersherum muss ich nicht mehr so unzufrieden mit mir sein.

01:58:45: Mein Gesicht sieht irgendwie so aus, dass ich unzufriert damit bin aber ich hab wenigstens nichts machen lassen.

01:58:49: Das ist am Ende.

01:58:50: das geht nur um die Frage Kann ich mich endlich gut fühlen?

01:58:56: Und deswegen sumt man rein.

01:58:59: Es ist wirklich interessant Wenn ich ein Foto von deinem Freund sehe Verloppen Glückwunsch Dann zoom ich rein, weil ich wissen will hat er welche Leica hat der.

01:59:13: Es ist wirklich interessant.

01:59:18: Ich zoom mal rein und denke so, ah da hat er auch!

01:59:20: Die Leica, ja cool.

01:59:22: Wenn man

01:59:23: nach Leicas sucht bei Max und kann mal viel zoomen, weil das wirklich die Menge an Kameras, die man haben kann, weil man Leica toll findet... Ich würde mir einfach wünschen, ich hoffe irgendwann von Leica hört diesen Podcast wahrscheinlich oder?

01:59:34: Könnt ihr nicht bitte Max sponsoren der macht wirklich dir kauft alle Leicas, die er braucht und der macht so viele Fotos mit Leica.

01:59:39: Nicht mal Paul Ripp gerade ne?

01:59:40: Ja

01:59:41: und aber Paul RIP ist auch Paul Rips gemaxes Max.

01:59:42: Der soll immer jetzt schon ein paar Leicas bekommen.

01:59:44: Aber es ist

01:59:44: interessant wofür man sozusagen in Fotos reinzoomt und wie sich das unterscheidet.

01:59:50: Es ist ...

01:59:52: Ja, weil männlich sein aber auch kein Wettbewerb ist.

01:59:56: Und es kommen viele Abers und Kommas.

01:59:58: Wir haben eben vor dem Podcast darüber gesprochen, dass wir uns beide wünschen würden, das über diese vielen Themen, die auch auf Männer mit Sicherheit bezogen gibt, darüber gesprochen würde.

02:00:07: Ich glaube aber, ich als Frau die Falschstaffel bin und mein Steckenpferd auch die weibliche Erfahrung ist!

02:00:14: Und ich will damit gar nicht Männern andere Struggles absprechen.

02:00:16: Ich bin nur fest davon überzeugt, sie sind anders geartet und sind anders in unserer Welt entstehen anders als die für Frauen.

02:00:24: Die sollen unbedingt besprochen werden ... Ich möchte aber eben nur über die Strugglers von Frauen sprechen.

02:00:31: Weil ich dazu mehr sagen kann.

02:00:34: Es ist einfach dieses ... Dieser Wettbewerb, dieser ständig über uns schwebende Antwort bin ich eigentlich richtig wie ich bin.

02:00:41: Und gibt es eine andere Frau die irgendeinen Wett Bewerb von dem nicht gar nicht wusste dass er existiert gewinnt?

02:00:47: Den muss man nicht bewusst die ganze Zeit denken und aussprechen um den zu leben weil das ist vielleicht die ewige Klammer oder der Bürodefaden wie immer man sehen möchte.

02:00:58: Das fängt im Schulhof schmarren Und ich werde nie jemanden davon überzeugen können, dass das damit zu tun hat.

02:01:04: Dass man ein Mädchen ist und nicht damit so laut und vorlaut ist.

02:01:07: Das ist vielleicht eine Mischung aus beidem.

02:01:09: Aber ... meine Schlauheit wäre besser angekommen, wenn ich ein schmales, blasses süßes Mädchen gewesen wäre.

02:01:24: Hundert Prozent!

02:01:25: Da war mein Mädchen sein das Problem.

02:01:29: Weil... Das Raumeinnehmen war im Grunde schon auf Ohr für die Welt, in der wir leben.

02:01:37: Und wenn dann noch mein Körperraum einnimmt und die Lautstärke meiner Stimme und dann auch noch mein Intellekt, ist es einfach zu viel.

02:01:45: Es ist so'n Nullsumspiel, dass Frauen junge Mädchen in der Schule unbedingt spielen müssen.

02:01:52: Wenn du laut bist, sei wenigstens ... Carrie Bradshaw durfte verschusselt sein weil sie hübsch war und immer tolle Klamotten getragen hat.

02:02:00: Wenn aber bei Lorela Gilmore zum Beispiel ihre beste Freundin Suki ist Köchin, die sieht man nicht ein einziges Mal in der Serie Essen.

02:02:07: Weil sie dick ist!

02:02:08: Wie weird wäre es eine dicke Frau beim Filmegucken und Chicken Wings Essen zuzugucken?

02:02:13: Weil die nimmt doch schon so viel Raum an als dicke Frauen.

02:02:15: Die soll doch wenigstens bei Loreley Gilmore sieht man pausenlos Fast-Food fressen und Filme gucken mit ihrer Tochter.

02:02:20: Es ist aber süß und quirky weil das beide extrem normschöne schlange Frauen sind.

02:02:24: Und diese Pausendose Frage wieviel darf ich als Frau Da ist Schönheit und Aussehen, da haben wir viel darüber gesprochen.

02:02:32: Ein Aspekt von?

02:02:33: Da ist aber auch die Frage wie sehr darf ich die Stärken meines Charakters herausstellen?

02:02:38: Wie brillant darf ich sein?

02:02:40: Wie sehr darf Ich mir erlauben schlecht zu sein?

02:02:42: Wieser darf ich mir erlauben moralisch nicht integriert zu sein!

02:02:46: Wie sehr Darwig versuchen kein Vorbild zu

02:02:48: sein?!

02:02:48: Wie sehr Davig künstlerisch ambivalent

02:02:50: sein!?

02:02:51: Und all diese Sachen haben immer mit der Frage zu tun... ...wie ist der Rest von deinem Wesen?

02:02:56: Und nicht weil wir dich als ganzen Menschen begreifen wollen Sondern weil wir wissen wollen, kannst du dir das noch erlauben?

02:03:03: Und wenn du es dir nicht erlaubst, dann ist die Frage ... Wie kann sie nur.

02:03:08: Wie viel kannst du ihr noch erlauben?

02:03:12: Mir ist die ... Die Frage mittlerweile egal und das ... Fantastisch!

02:03:18: Wir haben erst ... Damit würde ich auch den ... Damit schließen wir.

02:03:23: Du hast ... Erst schon gesagt dieses ... Ich hab noch eine Version.

02:03:30: Und noch eine Version.

02:03:31: Und eine geht noch.

02:03:31: Morgen habe ich den noch... Gibt es eine Version, auf die du ... Gibt das so ne Endversion von dir selbst?

02:03:39: Also hast du ein Bild von dir.

02:03:41: Du hast grad auch gesagt, Gallionsfigur.

02:03:42: Mhm.

02:03:43: Gibt's eine Gallions-Figur nur für dich selbst, wo du sagst, guck mal der möchte ich gegenüberstehen und die Augen gucken Und mit dieser Version setzt mein Masterpiece

02:04:02: Nee, ähm Ich brauche viel mehr den Prozess als die Illusion vom Ende.

02:04:09: Ergebnis Äh Solange ich daran arbeite, besser zu werden, hab' ich nicht vor Augen wie ich irgendwann sein möchte.

02:04:19: Ich habe so Katalogidee von da will ich irgendwann mal leben und ich will mal so ein Oldtimer fahren und solche Sachen.

02:04:25: aber das ist ja nur so ein materieller Weltkram.

02:04:27: Ähm ... Ich glaub', ich will so sein, wie ich gerade bin nämlich im Prozess.

02:04:35: Das ist mir am wichtigsten!

02:04:36: Ich find den Gedanken ganz unangenehmen und langweilig auch So eine Endstufe von Versionen von mir zu sein.

02:04:44: Ich mach das ja auch Spaß, du hast es heute besprochen.

02:04:46: Ich find' das toll, Versionen zu erleben und ich finde am Ende des Tages ... Ich verstehe, dass es andere Leute gibt, die das anders sehen oder das als Afrorm finden.

02:04:57: Es ist immer alles genauso tief wie wir alle tun?

02:05:01: Es ist aber nicht mal so ernst, wie wir tun!

02:05:03: Die Frage nach Botox-und-Schönheit-Angriffen ist... It is that deep but it's not the serious.

02:05:07: Das ist nicht so schlimm, wenn man ein Feind schlägt.

02:05:09: Ist auch nicht so schlecht, wenn der moralisch perfekte Feministin ist.

02:05:14: Ich glaube, solange man versucht ein guter Typ zu sein und versucht verantwortungsvoll mit Dingen umzugehen und liebevoll durch die Welt zu gehen ist es auch völlig in Ordnung, wenn man zwischendurch ein Idiot ist.

02:05:24: Und diese Version von sich abstreift nicht.

02:05:26: Ich finde das Idiotsein gerade als Frau eine wahnsinnige Freiheit.

02:05:30: Ein wahnsinniges Gelegenheit!

02:05:32: Einfach auch bescheuert sein dürfen.

02:05:34: Weißt du?

02:05:35: Der Typ ... der Typ war's liebenswürdiger Idiot Den wir sehen bei Pasevka und bei Jerks.

02:05:42: Und den wir sehen beim Seinfeld, Louis.

02:05:45: Der so eingebrannt ist in die Comedypop-Kultur der letzten Jahrzehnte.

02:05:51: Ich würde diese Art von Idioten gerne auch als Frau sehen.

02:05:55: Und ich würde gern diese Idiotin von Frau auch sein dürfen.

02:05:58: Und ...

02:05:59: Seien dürfen oder seien wollen?

02:06:01: Seien dürfen!

02:06:02: Wenn du Bock drauf hast... Wenn ich

02:06:03: Bock drauf hab, genau.

02:06:04: Ist egal ob mir das jemand erlaubt aber ich möchte einfach zwischendurch ...in Idiot sein dürfen.

02:06:11: Und damit nicht unbedingt in Frage gestellt wissen, ob ich es ernst meiner oder gut meine... ...oder wirklich nicht ins Game hinterhältig bin!

02:06:22: Wärst du gern frei von den Bewertungen?

02:06:25: Klar!

02:06:26: Wirst Du nicht gerne frei vom

02:06:27: Bewertung?!

02:06:32: Hatt nicht Herr Großebendorf jemals schon gesagt, Bewertungs sind überbewertet.

02:06:35: Habe ich mit tätowieren lassen auf dem Rücken.

02:06:38: In der Zwischenzeit des Podcasts

02:06:40: Werden das mal so ein kleiner Mann hinter dir?

02:06:43: Handpocked.

02:06:44: Minimalist, handpockdietel.

02:06:46: Podcast ...

02:06:48: Ja.

02:06:51: Geht natürlich nicht ohne, glaub ich und es ist ja auch der ... Aber ich ... Es ist immer die Frage wie sehr man ... Ist man jetzt so weil man selber so werden wollte oder ist man so, weil man Kritik nicht haben wollte?

02:07:06: also macht man das was man macht weil man selbst machen will oder weil man irgendetwas vermeiden will was meistens von außen kommt.

02:07:14: Oder angenommenes kommt vom Außen, meistens ist ja auch noch irgendwie internalisiert.

02:07:19: Aber ich finde schon es gibt dann manchmal Menschen die dich treffe wo ich denke wow du scheinst mir ein sehr... ...ein Leben mit wenig Bewertung zu leben und das denke ich dann das ist schon ziemlich cool.

02:07:41: Also, weil wir erst mit Coolness angefangen.

02:07:42: Das ist schon ... Du bist cool!

02:07:45: Du hast irgendwie... Ich hab diese Woche einen Typen gesehen und es fand ich so ganz toll.

02:07:50: Der war im Forksberg Friedrichshain älterer Herr.

02:07:54: Und hat da einfach Schneeglöckchen gepflanzt.

02:07:58: Einfach so.

02:08:00: Was für ein kranker Freak?

02:08:01: Ja,

02:08:02: und ich hab mir ... Warum machen Sie das immer denn her?

02:08:04: Dann ist doch schöner für uns alle.

02:08:07: Und ich dachte, oh, das ist so cool.

02:08:09: Aber werdest du's nicht gerade?

02:08:11: Ich fand das total schön.

02:08:12: Ich fand es total wunderbar, aber dem war das vollkommen egal.

02:08:16: Also der hat's einfach gemacht weil er irgendwie wollte dass da diese Schneeglöckchen sind.

02:08:20: Performative Mail sag ich noch.

02:08:22: Und es hatte sehr früh morgens gemacht wo sonst keiner irgendwie vorbeiläuft mit dem Hund und das war so.

02:08:26: ich dachte wow das ist irgendwie... und der hat jetzt nicht wieder von.. Der hätte kein Foto davon gemacht für Instagram oder so das mitten am Tag gemacht genau dieses hoffentlich sehens alle sondern das einfach so.

02:08:37: für sich hat er irgendwie seine Tüte damit genommen und das gemacht.

02:08:40: Und es war dem auch wirklich, ich hab's im Organbacks-Five.

02:08:42: Also der hat jetzt keinen Bock

02:08:45: mit

02:08:45: mir lange zu reden?

02:08:46: Ja ja.

02:08:46: Ich habe ihn dann noch was gefragt mit einem Flaster, warum er das hatte aber halt gar keinen Bock drauf.

02:08:50: Das ist

02:08:50: echt so geil, mega cooler Dude!

02:08:56: Es gibt einen Outdoor von dem ich gerade viel lese, ich habe vor ein paar Wochen eine Podcastfolge zur Ansprüchen gemacht und wie man seine Ansprüche gerecht wird.

02:09:06: Schön.

02:09:06: Dann freut mich, danke und hab noch mal ein Auto ausgegraben von dem ich viel gelesen habe.

02:09:10: Adam Phillipsen britischer Psycho-Anhaltiker der im Buch geschrieben hat das heißt Missing Out also Sachen verpassen wie immer man sie übersetzen möchte wurde nicht besetzt Und er endet im Grunde eines seiner Kapitel mit der Frage Warum ist es denn so schlimmen?

02:09:26: Sachen versäumt zu haben Möglichkeiten versäumen zu haben Versionen von sich selber nicht gelebt zu haben weil man hat doch eine andere Version gelebt.

02:09:33: Ein bisschen habe ich gerade gedacht, kann man das auch auf dieses Bewertetwerden übertragen?

02:09:38: Das ist halt auch die menschliche Erfahrung.

02:09:40: All das was wir da grade beschreiben is menschliches Zusammenleben.

02:09:45: Wie wäre denn eine Welt wenn wir uns alle nicht gegengeseitig bewerten würden weil keiner von uns irgendwelche negativen Glaubenssätze hat und Zweifel und Projektionen?

02:09:54: Und das ist halt Auch Teil des Lebens und Ich glaube also gar nicht dass das bewertet werden per se immer das Schlechte ist, sondern dass wir ... Ach Gott.

02:10:06: Ja!

02:10:08: Ich hab mich drüber lustig gemacht, ich lande auch bei Bennu Führmann.

02:10:10: Dass wird es bewerten, bewerten?

02:10:13: Ähm, dass wir dem Ganzen einen auf einer anderen Ebene den Wert geben von denen wir glauben, dass das hat.

02:10:19: weil was ist am Ende so schlimm daran?

02:10:22: wenn jetzt jemand diesen Podcast gehört hat und gedacht hat die fand ich doof

02:10:28: oder den

02:10:29: oder den?

02:10:29: Ja, aber die werden wahrscheinlich jetzt nicht jede Woche deinen Podcast hören und denken, den war ich doof.

02:10:33: Es gibt, glaub ich, Leute ... Wod

02:10:35: ever pays the rent?

02:10:36: Ein Klick ist ein Klick, Leute!

02:10:39: Auch ironische Kommentare sind Kommentar.

02:10:41: Grüße

02:10:42: gehen raus.

02:10:43: Und das ist natürlich irgendwie schön, dass sich anfühlt diese kurze Bestätigung zu haben.

02:10:49: Aber am Ende des Tages ... Ich glaube wir kommen auch nicht über die philosophische Tiefe von einem schlechten Leonard Cohen Song rüber, Diese bestätigen sich auch nur deswegen gut an viel, weil sie manchmal ausbleibt.

02:11:00: Wie bei so einem Laborraten-Experiment.

02:11:04: Ich würde sagen...

02:11:06: Vor zehn Minuten war es ein viel schöneres Schlusswart aber du musst noch einen dranhängen!

02:11:09: Ja

02:11:09: ja, du hast Kottesarsenhals nicht voll bekommen.

02:11:13: Du, ich habe heute einfach eine Version von dir getroffen, von der ich nicht genug kriegen kann.

02:11:17: Ja, deswegen haste zwei mal deinen E-Ring abgenommen und das ist uns aufgefallen übrigens.

02:11:21: Zwei Mal wirklich?

02:11:22: Ich werde zu Hause anrufen gleich Also bei dir zu Hause.

02:11:27: Max!

02:11:29: Der hat seine Ehre abgenommen, du hast mir erst mal nur versprochen also... Vielen herzlichen Dank.

02:11:34: Danke für die Einladung.

02:11:41: Das war Sophie Passmann, vielen vielen herzliche Dank fürs Zuschauen und auch zu hören was nämlich aus diesem Gespräch mit.

02:11:47: ich nehme mit dass Sophie wie wir alle verschiedene Rollen, verschiedene Versionen von sich in sich trägt und verschiedene Versionen auch zeigt.

02:12:00: Und das geht ja für uns alle, und natürlich widersprechen die sich manchmal.

02:12:06: Das zu anzuerkennen und zu sagen, jemand ist eben widersprüchlich wie alle sind widersprüchlich – das ist doch vollkommen in Ordnung!

02:12:12: Ich fand es ganz schön, dass er im Endeffekt gesagt hat, dass sie gar nicht unbedingt eine bestimmte Version sein möchte sondern, dass es vor allen Dingen darum geht für Sie, sich zu verändern, sich weiterzuentwickeln.

02:12:22: Und ich glaube wenn wir uns das alles so ein bisschen zugestehen gesagt oder getan oder gemeint hat, dann wäre uns allen geholfen.

02:12:33: Ich bin gespannt was ihr aus dieser Folge mitnimmt!

02:12:35: Ich möchte mich herzlich bedanken bei meinem Team, bei Alex Stößlein und Maximilian Frisch für die Produktionen, bei Lena Rochau für die Redaktion und beim Mitvergnügen für die Distribution und Vermarktung.

02:12:44: wenn ihr Lust habt Dann würde ich das Buch empfehlen.

02:12:47: Wie kann sie nur?

02:12:48: Ein sehr tolles Buch!

02:12:49: Wenn ihr Lust habt auf eine weitere Folge, dann möchte ich euch die Folge mit Tupoko Algette empfehle.

02:12:53: Die war kürzlich hier und es war noch mal ganz andere Perspektive wie es ist als schwarze Frau aufzuwachsen, als Schwarze Frau in der DDR und dann im Westen um wie's jetzt für Sie ist und wie Sie zu Ihrer Vergangenheit steht, wie Sie die verarbeitet hat in Ihrem Buch.

02:13:08: Schaut da und hört da gerne mal rein.

02:13:09: Das war ein sehr bewegendes Gespräch.

02:13:11: Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

02:13:12: Eine gute Nacht.

02:13:13: Bleibt gesund Auf bald Euer Matze Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.