Giovanni di Lorenzo (2026) – Was ist der Preis ihrer Nähe?
Shownotes
Er ist Chefredakteur der ZEIT und moderiert seit 37 Jahren die Talkshow “3 nach 9”.
Ich wollte von ihm wissen, wo die Fehler der Medien liegen und was er aus Jahrzehnten im Journalismus gelernt hat. Wir sprechen über Nähe und Distanz, über den Menschen hinter dem Chefredakteur, und darüber, wie man lernt, im Leben geschätzte Dinge loszulassen.
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DINGE:
Podcast “Augen zu” (von Florian Illies und Giovanni di Lorenzo) https://zeit.de/serie/augen-zu
Sendung: 3 nach 9 https://bit.ly/4me9bfb
Interview mit Uschi Obermaier https://bit.ly/4bSqhua Fakten:
GdL spricht von einem globalen Rechtsruck https://bit.ly/4bBTVoE
Einheitliche Berichterstattung in der Pandemie https://bit.ly/4ta8fdN
Berlusconi als Folie für Trump https://bit.ly/4bRJ0WP
Das wertvollste Kapital des Journalismus ist Glaubwürdigkeit https://bit.ly/4bGeRta
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Transkript anzeigen
00:00:00: Versuch so viel wie möglich mit einem geliebten Menschen zu machen, solange er lebt.
00:00:04: Weil wenn du es nicht tust ich habe da einiges versäumt das verfolgt dich ein Leben lang alles was sich mache oder ist immer mit der Hypothek belastet kriege ich das so hin wie ich's gerne wollte oder kriegst nie mehr hin.
00:00:22: Ich
00:00:23: hab kein Vertrauen in meine eigene Routine.
00:00:30: Willkommen mit der Matze, mein heutiger Gast ist Giovanni Di Lorenzo.
00:00:33: Er ist Chefredakteur von der Wochenzeitung Die Zeit.
00:00:36: er ist Moderator bei drei noch neun erst Autor und ein großes Vorbild für mich.
00:00:41: Wir sprechen heute über den Zustand der Medien.
00:00:44: es geht um Vertrauen und es geht Um die Verantwortung von Medien.
00:00:47: Es geht aber auch um Giovanni.
00:00:49: Es geht um das älter werden es gehtum Abschied nehmen es gehtom Trauer Und ich wollte wissen ob mein vorbild überhaupt empfehlen kann Giovanni di Lorenzo zu sein.
00:00:58: Ich wünsche euch viel Vergnügen E-Mutter Marze mit Giovanni di Lorenzo.
00:01:03: Sie hatten am Montag Geburtstag?
00:01:04: Ja!
00:01:05: Wie haben sie gefeiert?
00:01:06: und natürlich hat sich Glück von Schnartrick erlaubt.
00:01:08: Vielen, vielen Dank.
00:01:10: Also irgendwie sehr preußisch... Ich war im Büro, bin ja halber preußet.
00:01:15: meine Mutter kommt aus Königsberg, da kam aus Königsberg Und ich war in einem Büro bis fast zwanzig Jula und dann bin ich mit meiner Lebensgefährtin Essen gegangen, ein Lokal das ich sehr lieb in Hamburg war.
00:01:32: Das ist der lustigsten Platz die es gibt und das war's aber so schön.
00:01:37: Und feiern Sie noch richtig?
00:01:38: Ich habe mich mit einem ganzen Tag mit einem Interview rumgeschlagen Mit dem Bundespräsidenten.
00:01:44: Das hab'
00:01:44: ich gelesen jetzt
00:01:46: und deswegen würde ich unbedingt da sein bei den Autorisationsprozess.
00:01:52: Nein das war alles.
00:01:52: also es gibt keine weitere Feier.
00:01:55: Was für eine Art von Geschenken freuen sie sich.
00:01:59: Ich freu mich eigentlich am meisten über, wenn Freunde Menschen mir etwas schenken was ich mit ihnen teilen kann.
00:02:10: Also gemeinsame Zeit und eine Idee.
00:02:12: wir machen das zusammen oder das zusammen Das ist schön.
00:02:17: Was war das zuletzt was sie da gemacht haben?
00:02:19: Oh da hat mir mein nicht zuletzt zum Beispiel einfach nur an meinem Beispiel zu nennen Mein Buchverleger Wenn damaliger einen Ausflug zu den Wölfen geschenkt.
00:02:36: Das war schon toll, die zu erleben.
00:02:37: Was für Wölfe?
00:02:39: Also richtig Tiere!
00:02:41: Und wo sind sie da hingefahren?
00:02:42: Nach
00:02:42: Brandenburg.
00:02:44: Da kann man einfach hinfahren und dann weiß man...
00:02:46: Der Bruder
00:02:47: von
00:02:48: Helge Malcho ist auch ein großer Wolfexperte-Forscher.
00:02:54: Er hat uns dann dahin geführt.
00:02:56: Oh das ist ein
00:02:57: super Geschenk.
00:02:58: Oh,
00:02:59: das muss ich mir unbedingt... Also wir sind ja hier sehr in der Nähe von Brattenburg.
00:03:02: Aber das müsste ich mal wirklich anzugucken.
00:03:05: Das klaue ich dem Helge!
00:03:06: Oder das freuen die dann für einen Kochen?
00:03:11: Das finde ich auch so wunderbar.
00:03:13: Ja wenn man es nicht selber machen muss
00:03:14: Ich koche ja sehr gerne und glaube auch viel aber das Bekocht zu werden ist natürlich super.
00:03:21: Haben sie... Sind Sie sehr anspruchsvoll
00:03:24: Wenn ich die Sachen selber mache?
00:03:25: Ja bei den anderen natürlich nicht.
00:03:29: Ich habe mich gefragt, in welcher Lebensphase Sie jetzt eigentlich sind.
00:03:35: Gute Frage!
00:03:35: Ich habe gar nicht so richtig überlegt und zu welchem Schluss sind Sie gekommen?
00:03:44: Ich hab mich gefragt ob sie darüber nachdenken in einer Abschied nehmenden Lebensphase überzuwechseln also an der Schwelle zu etwas anderem.
00:04:04: Also ich bin darauf gekommen, weil sie noch ihr Vertrag läuft.
00:04:07: Noch vier Jahre meine
00:04:08: ich?
00:04:08: Nein, nein, zwei Jahre sind das drei Jahre.
00:04:14: Ehrlich gesagt ist es ja so dass wir in Berufen arbeiten dürfen die kein richtiges Alterslimit haben.
00:04:21: Die Vorstellung, dass sich journalistisch gar nichts mehr machen würde... ...die ist irgendwie furchtbar, als ob du Musiker das Instrument wegnimmst.
00:04:33: oder Was ich gerade gehört habe war Keith Richard, dass er solche Atrose hat.
00:04:40: Dass er die Gitarre nicht mehr bedienen kann.
00:04:43: Das ist eine furchterregende Vorstellung.
00:04:46: aber ich mache ja das was sich beruflich ausüberschon so wahnsinnig lange bei der Zeit oder auch beim Tagespiegel auch bei drei nach neun.
00:05:01: Ich glaube ich hänge nicht mehr Ich hänge wahnsinnig an der Idee und in meinen Redaktionen, aber nicht zu sehr.
00:05:09: Ich klammer mich glaube ich nicht mehr so sehr am Ämter.
00:05:12: Das ist mein Gefühl in der Überlegung auch gewesen.
00:05:15: also ich glaube als wir haben uns das letzte mal mit Mikro-Klub-Kröpfen getroffen und da glaube ich waren sie noch sehr... Ich habe so das Gefühl, na gut, ich muss dazugeben, ich hab das eine oder andere Vorgespräch geführt und man sagte mir Der Giovanni, der ist ein bisschen lockerer geworden
00:05:34: Naja, das gibt schlimmeres oder?
00:05:36: Ja
00:05:36: ich finde es ein Wunder.
00:05:37: Also das ist ein super Kompliment und deswegen habe ich glaube ich darauf geschlossen dass sie vielleicht so... dass irgendwann jetzt sind Sie siebenundsechzig geworden?
00:05:47: Ja genau!
00:05:47: Dass dann irgendwann jetzt sowas Neues nochmal anfängt oder nicht was ganz neues aber diese Stimme vor hat.. Das ist natürlich auch eine unglaubliche Verantwortung die sie haben.
00:05:59: Sie machen das schon recht lang und jetzt wird die Zeit, wird umgebaut.
00:06:02: Und jetzt nochmal ein Meeting und noch mal dies und noch einmal denes.
00:06:05: Ich kann mir vorstellen dass da Sachen dann irgendwann... Was sie vielleicht auch sagen?
00:06:10: Wie könnte denn was anderes nach aussehen?
00:06:13: Also es gibt nach wie vor Dinge, die mir wahnsinnige Freude machen und diese ist auch irgendwie, die dir auch die Kraft geben so vierzehn Stunden Tage und zwar nicht als Ausnahme, sondern eher als Regelfall durchzuhalten.
00:06:32: Und es gibt Dinge wo du einfach sagst da gehe ich nicht mehr rein also in bestimmte Machtkämpfe oder so.
00:06:37: Also wenn die Beobachtung von außen ist eine gewisse Lockerheit vielleicht weil ich da an der Stelle auch ganz gut loslassen
00:06:46: kann.
00:06:48: Wie denken Sie über Abschied nach?
00:06:54: Ich tue mich mit Abschieden sehr, sehr schwer.
00:06:57: Wahnsinnig schwer!
00:06:58: Das hat natürlich mit persönlicher Prägung zu tun.
00:07:04: Bin kein guter Loslasser und ich habe in meinem Leben immer wenn so besondere Krisen Identitätskrisen aufkam, mich immer in ein neues Abenteuer gestürzt also ganz neuen Lebensabschnitt begonnen.
00:07:26: Den spüre ich jetzt noch nicht, aber vielleicht kommt das ja, dass ich dann sage.
00:07:29: Ich mach was anderes!
00:07:31: Was war das für... Wann war das zuletzt?
00:07:34: Also was ist eine Lebenskrise die eine so große Veränderung bei Ihnen ausgelöst hat?
00:07:39: Das war als ich glücklich in München lebte und bei der Süddeutschen Seite mich wahnsinnig wohlgefühlt habe und dann von einem einfach gewechselt habe nach Berlin andere Stadt, andere Umgebung.
00:07:58: Völlig anderes Medium dass sie dann plötzlich selber den Tagesspiegel leiten durfte.
00:08:04: das war ein sehr einschneidender Wechsel in meinem Leben und eine wahnsinnig schmerzhafte Abnabelung.
00:08:14: auch Und natürlich die privaten Einschnitte im Leben Die mehr als alles andere Geburt des Kindes Tremung, Tod.
00:08:30: Die ganz großen Themen natürlich.
00:08:32: Sondern
00:08:32: da ist ja im Tod ...
00:08:34: Denken Sie an den
00:08:35: Tod
00:08:36: Ihrer Mutter?
00:08:37: Auch das war mit der härtesten Einschnitte man im Leben haben kann.
00:08:44: Geburt der Kinder, was schön es ist und der Tod der eigenen Eltern.
00:08:48: Sind beide Eltern
00:08:49: verstanden?
00:08:49: Mein Mann und Vater lebt noch Gottlob und ist auch noch ein sehr junger Vater gemessen am meisten Lebensalter.
00:08:58: Aber meine Mutter ist vor zwei Jahren verstorben und etwas mehr als zwei Jahre.
00:09:04: Und das... ...ist etwas, was mich jeden Tag noch beschäftigt.
00:09:14: Also ich habe ja selber auch in einem... Meine Mutter ist nur ganz knapp älter als sie.
00:09:20: DDR-Kind, dementsprechend sehr jung.
00:09:24: Mutter geworden.
00:09:28: Ist das etwas worauf man sich vorbereitet?
00:09:30: Haben Sie das gewusst?
00:09:31: Ja, ich habe natürlich bei meiner Mutter lange auch krankfahrt.
00:09:37: Also wenn die Demenz abgerutscht ist und dann hab' ich natürlich auch den körperlichen Verfall miterlebt.
00:09:48: Es ist nur nach meiner Erfahrung so Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann gibt's keine Vorbereitung.
00:09:56: Wenn es soweit is', reißt der trotzdem Den berühmten Boden unter den Füßen weg
00:10:03: und
00:10:07: das einzige was einem hilft bei der Trauer ist, dass die Trauer in Schüben kommt.
00:10:14: Manchmal so völlig unerwartet stehst du da und brichst den Tränen aus und dazwischen aber immer wieder es Phasen gibt indem Du Dich erholst.
00:10:28: ja so so.
00:10:30: das ist vielleicht das Einzige worauf man sich verlassen kann.
00:10:32: Trauer ein Prozess mit Unterbrechungen.
00:10:37: Und wenn Sie jetzt täglich an sie denken, was sind das für Erinnerung?
00:10:41: Vieles ist eigentlich... ich will jetzt echt wirklich nicht so pornografisch bei der Beschreibung meiner Emotionen werden, aber das, was ich
00:10:52: allen
00:10:53: meinen Freunden und Freunde und auch Kollegen und Kollegen sage Versuch so viel wie möglich mit einem geliebten Menschen zu machen, solange er lebt weil wenn du es nicht tust ich habe da einiges versäumt.
00:11:07: Das verfolgt dich ein Leben lang oder für den Rest eines Lebens und dazu kommt ein großes Gefühl von Dankbarkeit was... Und das auch das tut mir leidig.
00:11:28: Was sie alles gemacht hat für mein Leben Das ist mir dummerweise erst zuletzt so richtig vor Augen geführt worden und ich habe es vor allem erst zulets gespürt.
00:11:40: Und so gerne hätte ich ihr das zu Lebzeit und rechtzeitig, als er auch noch nicht im Ent war immer wieder gerne gesagt.
00:11:48: Also insofern das versäumte spielt eine Rolle und das glaube ich kann man solange ein Mensch lebt halt auch steuern.
00:11:57: Und machen Sie seitdem etwas anders?
00:12:00: Also ich meine dieses Wissen, das ist ja so... Man weiß es ja im Grunde.
00:12:08: Dass man bestenfalls viel Zeit mit den Liebsten verbringen sollte und aber erst durch diese Schicksalsschläge wird's einem deutlich.
00:12:17: Und ich kenne das von mir auch dann ist einer das deutlich und man macht ein halbes Jahr lang achtet man darauf oder wir haben das immer am Anfang des Jahres, dann macht man dies und macht man jenes.
00:12:29: Aber merken Sie dass etwas sich bei Ihnen und Ihren Beziehung verändert hat?
00:12:34: Ja, ich glaube das ich sehr viele Jahre Jahrzehnte weggelaufen bin vor oder mich nur sehr schlecht stellen konnte mit schweren Krankheiten beandern.
00:12:48: Oder Tod!
00:12:50: Und seitdem ich das jetzt mit meiner Mutter erlebt habe da hab' ich eine größere Bereitschaft und Stärke das auszuhalten.
00:13:01: bei anderen
00:13:03: Haben Sie deswegen auch, das sagte mir Jude Drakas.
00:13:07: Dass sie immer alles an Medikamenten dabei haben, was man dabei haben könnte?
00:13:11: Nee, das war schon immer so.
00:13:12: Das hat abgenommen.
00:13:13: jetzt!
00:13:13: Man sagt ja, dass mit zunehmenden Alter die Marotten zunehmen und... ...das hypochondrische, was mir wirklich skurril ist, nimmt er ab.
00:13:28: Und wissen Sie seit wann?
00:13:30: Seit
00:13:30: Corona?!
00:13:31: Seit Corona sind Sie kein Hypochondron mehr oder weniger?
00:13:33: Also
00:13:34: weniger.
00:13:34: Ja, also früher glaube ich... darauf spielte ich auch einen dann irgendwie auf meinem Schreibtisch ganze Batterien von Medikamenten die ich genommen habe wohl gemerkt wenn ich nicht krank war um nicht krang zu werden geschweige denn wenn ich da mal krank fahre.
00:13:48: aber bei Corona hatte ich so sehr das Gefühl jetzt nicht sich verkriechen und ich glaube wir waren das einzige Medienhaus in Deutschland, was sieb Tage die Woche vierundzwanzig Stunden aufhatte.
00:14:06: Und ich war jeden Tag da und viele haben sich verkochen.
00:14:14: Interessanterweise eine ganze Reihe von guten Frauen nicht waren jeden Tag auch da.
00:14:21: Das hat dann andere auch am Munter zu kommen.
00:14:28: Also es gab ja auch Verlage, die die Leute sehr mutig haben wegzubeleiben.
00:14:32: Ich hab von Anfang an gesagt und wisst ihr was?
00:14:35: Wenn die Corona vorbei ist irgendwann mal dann wird das sozusagen die Begründung dafür sein warum man Büroräume nicht mehr anmietet also reduziert.
00:14:48: So ist es überall gekommen.
00:14:52: Und wir haben dadurch wirklich, es waren fast alle in Hamburg jedenfalls da in Berlin nicht.
00:14:58: Aber in Hamburg waren fast alles da und wir waren damals glaube ich sehr erfolgreich gearbeitet und haben einen großen Schub auch gehabt in der Auflage.
00:15:08: das glaube ich hing damit zusammen dass wir uns eben noch ausgetauscht haben und zwar persönlich.
00:15:15: Interessanterweise, wir hatten in diesen zwei Jahre
00:15:21: plus-minus
00:15:24: Einen Fall, wo sich einer vielleicht in der Redaktion angesteckt hat und viel mehr Fälle bei Leuten die im Homeoffice waren.
00:15:34: Da ging ja das Leben in gewisser Weise auch weiter mit der eigenen Familie, mit Kollegen oder Freunden, die mal vorbei kamen Und wir haben nicht leichtsinnig Wir haben alle Regeln befolgt und wir haben uns so gut wie gar nicht angesteckt.
00:15:54: Ich finde es so interessant, dass Sie in dem Moment wo alle im Grunde ein ganzes Land oder die ganze Bevölkerung auf die Weltbevölkerung hypochonda werden.
00:16:02: Dass sie dann sagen jetzt fahre ich da mal ein bisschen zurück.
00:16:06: also ich habe gestern Nacht bin ich in einen Giovanni di Lorenzo YouTube Rabbit Hole verschwunden und bin über ganz viele so alte Alabama Aufnahmen
00:16:18: gekommen.
00:16:19: Und das hat so'n Spaß gemacht.
00:16:20: Warum?
00:16:21: Das sehen Sie.
00:16:23: Zwei Sachen gesehen, die mich umgehauen haben.
00:16:28: Diese unglaubliche Lebendigkeit, dieses wilde, dieses uneditierte... Das hatte irgendwie nicht so... Naja alles was... Also vieles von dem was wir heute sehen hat ja irgendwie wenn es an Start geht, hat schon ein komplettes Konzept und so ist das usw.
00:16:47: Und das hatte sowas rohes.
00:16:51: Und dadurch eben sowas lebendiges.
00:16:53: Das Publikum hat reingeschrien.
00:16:55: Also
00:16:55: ja, die Sendung da war's... Ich hab ja Jugendfernsehen gemacht
00:16:59: und
00:17:00: das waren ihre Sendungen vor allem die haben ja wahnsinnig viel Ärger gemacht.
00:17:03: Ja also es ist Ärger machen und sie hatten aber auch fand ich so... Sie hatten auch Lust, Ärger zu machen ein bisschen?
00:17:11: Jedenfalls man ist da völlig unbefahren rangegangen.
00:17:14: Man hat nicht an den Shitstorm gedacht der dann einsetzt immer in ganz anderen Dimensionen natürlich als es heute der Fall wäre Aber der war dann schon mächtig, also das Kabinett in der Bayerischen Landesregierung.
00:17:28: In München hat sich mehrmals mit uns befasst und einer der spitzen Politiker der damaligen Zeit von dem es denn der Satz überliefert lasst uns auch den Sauerladen dichtmachen Und das waren ... Das war schon Druck aber wir hatten auch eine große Unbekümertheit.
00:17:49: Es wirkt so sehr unkonform.
00:17:51: Ja
00:17:51: ja, ich hoffe dass diese Allergie die ich habe gegen alles Komformistische... ...dass ich die mir bewahrt habe und dass man mir die auch noch anmerkt.
00:18:04: Ich hab's jetzt gerade gemerkt, deswegen kommt mir das so in der Verbindung mit Corona und dem Hypochonda da sein, dass es dann die Opposition ist, die sie dann gehen.
00:18:18: Warum haben Sie so...?
00:18:20: Warum wollen sie nicht nonkonform sein?
00:18:22: Ja,
00:18:23: also ich meine es gibt ja auch eine Form von Antikonformismus die einfach öde ist.
00:18:27: Das ist wenn du Contrarian um jeden Preis bist hauptsache in einer anderen Position beziehen.
00:18:32: das ist ja auch nicht okay weil jetzt gibt da positionen die man behalten muss für die man wirklich ein Leben lang kämpfen muss.
00:18:41: aber das konfirmistische hat mich natürlich immer wahnsinnig gestört weil ich immer aus der norm fiel in meinem Leben auch meiner Biografie und ich so sehr gemerkt habe, wie einengend manchmal auch bedrückend das ist was die Mehrheit dir aufzufängt.
00:19:04: Sei es mit dem Blick den die Leute auf dich haben sei es auch mit dem was sie da sagen.
00:19:09: Ich kann nicht kommen als Sohn einer deutschen nach Italien.
00:19:15: Und ich kam als Sohne eines Italieners nach Deutschland in einer Zeit komplett anders war als heute, in der ich ... der einzige Ausländer war an der Schule und der uns schlimme Dinge erlebt habe.
00:19:32: Migration damals war echt was anderes obwohl ich kein richtiger Migrant bin aufgrund meiner deutschen Mutter aber das reichte diesen Namen zu haben.
00:19:43: Und da hab' ich einfach erlebt wie das ist, wie unangenehm es ist egal wo ich war ob ich auf einer sehr konservative Schule war von der ich dann gebeten wurde zu gehen um es fürflich auszudrücken oder dann an einer sehr linken schule.
00:19:59: mehrheit kann etwas sehr aggressives, sehr einschüchterndes und einengendes sein.
00:20:09: Und da habe ich glaube ich so einen verteidigungsreflex
00:20:14: entwickelt.
00:20:15: Man könnte ja auch den Reflex entwickeln, dazugehören zu wollen und sich anzupassen.
00:20:21: Was hat Ihnen geholfen auch in der Zeit und jetzt immer noch?
00:20:25: Manchmal gab es schon den Reflex jetzt wirklich wie die anderen aber es hilft nichts.
00:20:29: ja also wir waren halt nicht so.
00:20:31: ja dann hatten wir kann auch äußerliche Sachen zu.
00:20:34: meinen Eltern fanden das ganz toll wenn wir als wir so ein Bietelschnitt hatten im
00:20:39: sechste Jahr
00:20:42: und da und das fand Die anderen natürlich ganz abgedreht und falsch.
00:20:52: Zwei mal lange Haare, damals schon als Kinder... Und deswegen das positive daran ist es, ich halt auch seitdem ich denken kann immer eine große Sympathie für Leute hatten die sehr anders waren.
00:21:11: Ich glaube ich kann noch ganz gut mit denen.
00:21:14: Wer fällt Ihnen da ein?
00:21:15: Also ich habe mir ja auch einen Beruf ausgesucht, in der es wirklich Originale gibt und Menschen die allgemein als schwierig gelten.
00:21:24: Und ich finde sie eigentlich ganz prima.
00:21:29: Haben Sie ein Beispiel?
00:21:32: Ich hab's mit Redakteuren zu tun gehabt, die zum Beispiel sagten, sie können nicht umziehen weil ihre Bibliothek, ihre Bücher das nicht verkraften würden.
00:21:45: Würden jetzt alle sagen, hey du kommst auch vom anderen Stern und bist so verrückt.
00:21:49: Und ich fand den auch immer sehr gewinnend doch die Argumentation für dich irgendwie überzeugen.
00:21:54: Ich hab mal ein Erlebnis gehabt als ich noch bei der Süddeutschen war.
00:22:00: Als ich relativ oft erzähle wenn auch nicht in Podcasts aber Kollegen erzähle ich das oft weil da gab's beim bei der süddeutchen im Verlag einen Manager.
00:22:13: Gerne mochte mich ein paar mal, also war der Chef Verlag-Chef.
00:22:16: Ein paar Mal zum Kaffee eingeladen hatte, da kommen sie doch einfach mal vorbei und so.
00:22:23: Eines Tages hat er mir etwas gesagt was ich damals überhaupt nicht verstanden habe.
00:22:26: aber später dann als ich selber Verantwortung übernommen habe.
00:22:31: Er sagte mir, wissen Sie wenn jemand gut ist?
00:22:34: Und der will dass ich im Kanarienvogel für sein Büro besorge, dann besorge ich dem zwei!
00:22:42: Und wenn er möchte, streiche ich ihm auch noch das Zimmergelb an.
00:22:46: Das ist ein sehr kluger Satz für einen Manager, wo viele damals vielleicht gedacht haben, der ist völlig seelenlos?
00:22:54: Nein, er hat schon was verstanden!
00:22:56: Man muss die Leute da auch so nehmen wie sie sind und für Bedingungen sorgen in denen Sie Erbestes geben können – und das Beste ist immer die Kreativität, die Sie entfalten die ganz schnell verkümmert, wenn du in einem Klima der Angst zum Beispiel arbeiten musst oder und sei es auch nur die Angst sich zu blamieren.
00:23:20: Aber wie gelingt Ihnen das?
00:23:24: In einer Zeit also nach meiner... Also ich weiß gar nicht.
00:23:27: Als ich das gestern gesehen habe, habe ich gesagt, dass ist ja gar nichts.
00:23:30: Also was gibt's hier kaum noch.
00:23:31: Also, man macht den Fernseher an.
00:23:34: Dann rauchen Leute, dann schreien Leute... ...dann pöbelt das Publikum rum und der Gast geht raus.
00:23:39: Der
00:23:39: Kameramann beteiligt sich auch noch an der Diskussion weil er sich so aufgebracht war, wenn er eine Gruppe von Neonazis da hat oder in einer Gruppe nicht, glaube ich, es waren ein oder zwei.
00:23:52: Ja.
00:23:53: Schwer Vorstellbar heute
00:23:55: her!
00:23:57: Und ich habe das Gefühl, dass ist alles sehr individuell Individualistisch, aber doch auch alles gleich individualistisch.
00:24:05: Also ich merke das immer wenn wir in der Großstadt sind dann sind da die ganzen Ketten und die sind alle gleich.
00:24:14: Aber wenn es einen individuellen Laden gibt, sieht er genauso individuell aus wie der individuelle Laden in Berlin oder Hamburg?
00:24:25: Ja Aber ich freue mich ja noch über jeden Laden, der eben nicht so eine Kette gehört.
00:24:29: Ich auch!
00:24:30: Aber die, die dann nichts mehr kettelt?
00:24:31: Ja, ich war jetzt ja in Rom vergangenes Jahr... Auch dort wo ich selber gelebt habe und da war also von den Läden her kaum noch etwas wieder zu erkennen.
00:24:43: Waren alles Ketten oder individuelle Läde?
00:24:46: Da haben sie schon recht, die so aussahen wie andere individuelle Lehne Nämlich, was ich befremdend finde ist das ja wenn sie auf live aus Malabar mal anspielen.
00:24:58: Auf dieser Jugendzennung beim Bayerischen Fernsehen auch noch.
00:25:01: Also wir hatten sozusagen die progressivste Sendung ausgerechnet in Bayern.
00:25:07: Da sehen Sie dass es in Bayern doch einiges geht mehr als das Vorteil ist erlaubt.
00:25:14: Wir haben uns halt da gezoft mit Neonazis und aber auch mit Autonomen mit Leuten, die zu Sekten gehörten und so.
00:25:22: Und das wäre heute deswegen ganz schwer oder nahezu unmöglich weil sofort die Diskussion einsetzen würde wie könnt ihr solchen Leuten eine Bühne geben?
00:25:35: Das ist der große Unterschied zur Heute und das hat damals überhaupt keine Rolle gespielt sondern die haben sich dann, die Politiker, Kirchen haben sich über einzelne Aussagen.
00:25:47: Aber diese grundsätzliche Diskussion, wen darf man einladen?
00:25:50: Mit wem darf man sprechen?
00:25:52: Wem darf man eine Bühne geben?
00:25:55: Ich nehme es ein bisschen zurück.
00:25:56: Überhaupt keine Rolle stimmt nicht aber viel weniger als heute.
00:25:59: Man hat weniger Angst gehabt in den Klinsch zu gehen und ich glaube dass dieser Klinch manchmal merke ja jetzt auch an ihrer Reaktion, wie das heute Nacht diese Sendung, diese Ausschnitte gesehen hat Die waren doch erkenntnisreich.
00:26:15: Total!
00:26:17: Also was glauben Sie, woran das liegt?
00:26:19: Dass das heute so... dass wir in so doch schon irgendwie braven Zeiten leben wenn man das vergleicht damit oder aber auch also ja also das ist doch am ende doch sehr brav ist obwohl doch heute die Möglichkeiten viel größer sind.
00:26:36: ich mein damals brauchte man braucht immer ein Fernsehsender man brauchte all das und heute kann man ja einfach loslegen.
00:26:46: und ich genau, ich nehme es irgendwie...
00:26:48: Und du setst mich auch Ihrer Analyse?
00:26:51: Ich glaube das ist jetzt Monokausal nicht zu erklären.
00:26:55: Ich glaube verschiedene Sachen spielen, weil wahrscheinlich auch die Zeiten so verunsichern sind dass man sich im eigenen Milieu nur sicher fühlt und alles was dieses Milieu infrage stellen könnte stark abfährt, weil es eine zusätzliche Unsicherheit bedeuten würde.
00:27:19: Deswegen auch dieses große ... die große Neigung dazu etwas was nicht passt Nicht argumentativ zu widerlegen sondern lieber Derjenige oder demjenigen der sagt so ein Stempel aufzudrücken.
00:27:35: wenn ich sage Sie sind ein schlimmer Linker und ein schlimma rechter dann weiß ich schon Bescheid, muss ich ja mir gar nicht mehr anhören was sie sagen.
00:27:47: Auch das ist empfindlich als ziemlich Denkfaule.
00:27:53: Ich glaube immer dass du um deine eigene Position zu finden und gut argumentieren zu können die anderen Argumente kennen musst.
00:28:03: also da kannst Du ja deine Meinung letztlich nur schärfen an der auseinandersetzung mit den andern.
00:28:08: manchmal haben auch Leute, mit denen ich ansonsten nicht zu tun habe und auch nichts zu tun haben will recht.
00:28:18: Auch diese Hypothese kann ja wahr sein oder wahr werden.
00:28:27: Ich glaube es liegt was sie sagt mit Milieu.
00:28:29: Wir haben erst über Zugehörigkeit gesprochen oder Nicht-Zugehürigkeit Und ich hab das empfinden.
00:28:38: dass ist gerade in einer eher links grün geprägten Szene eher darum geht, da dazugehören zu wollen und dann nicht ausgestoßen zu werden.
00:28:50: Ein bisschen das was ich gerade versucht habe zu beschreiben.
00:28:54: Ich merke ja oder weiß ja dass wir aufgenommen werden.
00:28:58: Man hört es nicht nur an der Stimme sondern auch an den Augen weil die so jucken.
00:29:02: Ich bin gerade sehr erlargisch.
00:29:03: also nicht wundern sich ab und zu.
00:29:06: Das liegt nicht an den Fragen!
00:29:09: Er weint nicht und ist alles in Ordnung.
00:29:11: Das ist alles okay und ich bin auch nicht erkältet.
00:29:16: Ich habe vor einiger Zeit, also wir haben ja unseren achtzigsten Geburtstag gerade gefeiert, begehen wir noch viele Wochen und Monate der Zeit Und da haben wir so eine Ausgabe gemacht.
00:29:30: die haben wir nur Menschen und Dingen gewidmet Die wie wir Achtzig geworden sind oder werden.
00:29:36: in diesem Jahr und ich habe schon lange Ushi Obamaya Also interviewt einer der Ikonen.
00:29:44: Nicht das Way of Life von der politischen Anschauung von den Akten, die ich glaube ist weitgehend unpolitisch geblieben ihr ganz Leben lang und es war so spannend also mit ihr zu sprechen und dann auch dieses Interview zu bearbeiten.
00:30:05: und ich bin interessant dass da Einige Menschen hinterher zu mir gesagt haben, die heutigen jüngere Leute schon bei der Vorstellung auch nur einen kleinen Teil von dem zu leben was Uschi Obamaya erzählt.
00:30:22: Das würde sie schon in Ohnmacht versetzen.
00:30:26: also unvorstellbar welche Grenzen die überschritten haben.
00:30:31: ja wie Sie auch ich habe das interview natürlich gesehen und gelesen wie Sie von Drogen berichtet, von Männern wie diese Männer im Bett waren und anderen
00:30:41: nicht.
00:30:41: Sich alles nimmt ja und alles ausprobiert und halt auch schwere Fehler begeht, aber eben lebt.
00:30:50: Und diese Vorsicht Dinge auszuleben, Dinge vor allen Dingen zuzulassen großzügig zu sein mit sich selbst, aber auch mit den anderen immer tragen von Lebensentwürfen.
00:31:04: Meine sind, da hat es eine große Verengung gegeben.
00:31:08: Hat das bei ihr... Ich weiß nicht wie sie.
00:31:13: politisch kann man sehen, dass ist ja auch das gute journalistisch nicht so richtig einschätzen?
00:31:18: Das ist gut schon!
00:31:21: Aber bei mir, das kann ich ja sagen, ich bin immer sehr links orientiert aufgewachsen und geprägt Und die Erzählung des Eher Linken ist eine große Toleranz, also für alle Lebensentwürfe.
00:31:39: Und das ist das was mich irritiert.
00:31:41: Das es heute nicht mehr so
00:31:43: ist?
00:31:43: Dass ich das Linke eher verengt finde und dass ich da neulich mit einem Freund spazieren gewesen bin und wenn man auch Gott sei Dank ist gerade keine Wahl weil wir wüssten wirklich gar nicht wem wir wählen sollten und als Demokraten nichts zu wählen ist auch schwierig.
00:31:58: Aber wo wäre unsere Heimat?
00:32:01: Und wir haben keine Ahnung, wo die gerade ist.
00:32:04: Also nicht auffindbar!
00:32:07: Ja... das sehe ich ähnlich wie sie und mache auch jedenfalls ähnliche Erfahrungen.
00:32:14: Wir haben vor nicht allzu langer Zeit mal einen Zeittitel gemacht.
00:32:21: sind die Linken selber schuld?
00:32:23: Oh ja denn
00:32:24: Der hat viel Ärger verursacht mit der Unterzahl, die es auch erklärt hat.
00:32:29: Also gibt's eine Mitverantwortung für den Aufstieg der Rechten allen Teilen mehr und die Fragestellung hat soviel Widerspruch in den Milieus, wie ihr jetzt gerade vor Augen haben hervorgerufen und das ist mir bis heute komplett unverständlich weil Die Tee sehr gar nicht isst.
00:32:52: die linken sind schuld am aufstiegter rechten.
00:32:55: Sondern wie in jeder Beziehung die Schief geht, gibt es einen Anteil von Dingen, die man übersehen hat.
00:33:04: Dinge, denen man vernachlässigt hat.
00:33:07: Ich will verpasste Chancen, die ich hätte ergreifen müssen und sich nicht mal die Frage zuzulassen sondern das zu sehen den Rechtshook weltweit als etwas, was wie so eine Naturkatastrophe übereingekommen sind.
00:33:25: Das ist mir völlig unverständlich.
00:33:28: also auf der privaten Ebene das dachte ich gehört eigentlich längster Vergangenheit an diese Unfähigkeit zu erkennen welchen Anteil habe ich in einem Konflikt aber eben auch gesellschaftlich.
00:33:41: und da wo ich es aus großer Nähe beobachten kann sehe ich natürlich dass an diesem verheerenden Und Furchteinflößen für mich aufstieg der Populisten weltweit.
00:33:57: Auch das Versagen linke Regierungen und auch von Modellen, die da vorgelebt worden sind einen Anteil hat.
00:34:06: Können Sie das für Deutschland konkret... Haben sie da ein Beispiel dafür?
00:34:10: Wo Sie genau gesehen haben?
00:34:11: okay hier ist genau das passiert.
00:34:13: hier gibt es einen Versäumnis Hier ist ein Anteil.
00:34:17: Ich glaube also ich komme aus nahe.
00:34:22: Meine deutsche Familie ist durch und durch sozialdemokratisch geprägt gewesen, weil mein Großvater war Chef der Sozialdemokratischen, der sozialistischen Studenten in Königsberg.
00:34:37: Er war Journalist und wurde dann inhaftiert und hielt aber auch nach seiner Freilassung auch Kontakt zum Widerstand war in anderen Bereichen und dann zum späteren Zeitpunkt auch kein Held.
00:34:49: paar Jahre hat er wirklich da beeindruckendes getan und geleistet und ausgehalten, durfte sein Beruf nicht ausüben.
00:34:59: Und die Familie mit, die hat also schwer mitgelitten.
00:35:06: Insofern habe ich natürlich die SPD immer aus einer besonderen Nähe herausbeobachtet.
00:35:19: Ausgerechnet dieser Partei Das Gefühl dafür abhandengekommen ist, was ihrer Wählerschaft beschäftigt.
00:35:27: Was ihre Ängste sind, was ihre Aggressionen sind und was ihr Unverständnis ist.
00:35:32: Was Ihre Verletzung des Gerechtigkeitsgefühls anbelangt.
00:35:40: Wenn man da nicht fragen würde, welch habe ich?
00:35:42: Bin ich vielleicht selber schuld an diesen unfassbaren Verlusten die sie jetzt erleidet?
00:35:50: Das ist doch diese Frage zu stellen in aller Ehrlichkeit und nicht nur als rhetorische Figur, ist auch die Voraussetzung für einen Neubigen oder möglicherweise für die Rettung der Sozialdemokratie.
00:36:04: Also ein Beispiel ja ich glaube auch dass wir das jetzt mit den Leuten was macht?
00:36:12: Ja also sozusagen das es Druck gegeben hat an Passungsdruck bei Sitten gebräuchten, bei Sprache.
00:36:23: Das wird ja bis heute auch ein bestimmter Burg milieusgeleugnet das sowas überhaupt gegeben hat oder dass es maßlos übertrieben worden ist.
00:36:32: aber wenn die Leute mitkriegen, berührt schon ihren Alltag.
00:36:37: Wenn sie sagen also diese Kinder oder die Enkelkinder dass man Indianer nicht sagen kann, geschweige denn sich so verkleiden kann und sie aber das Gefühl haben, ich bin doch gar nichts Böses.
00:36:49: Oder wenn Sie dann erfahren, dass da eine Seniorinnengruppe bei der BUGA nicht mit so einem Breros auftreten soll weil es viele Gefühle verletzten könnte oder eben auch dieses sprachliche Vorbild heißt ja das ZDF in Nachrichtenformaten sehr weit vorgeprescht damals.
00:37:10: Das glaube ich erzeugt eine Reaktanz, die zur Entfremdung zu sagen mal unser Milieus führt.
00:37:23: Wie haben Sie das in Ihrer eigenen Redaktion wahrgenommen?
00:37:27: oder wie nehmen sie das war?
00:37:28: Also nach meinem Empfinden ist so was wie das Zeitmagazin würde ich schon sagen dass es eher eher Vogue oder eher links, oder eher grün.
00:37:39: Also ich nehme das schon eher...
00:37:40: Das Magazin hatten ja auch mal wieder Geschichten und vor allem den Kolumnisten Martinstein der nun für alles andere als dass eine Galeonsfigur ist.
00:37:53: Aber er war jetzt auch innerhalb des Zeitmagazins.
00:37:57: Ich glaube, dass das
00:37:57: nicht so der Bild ist.
00:37:59: Ja aber wenn Lesern umso mehr und ich glaube es ist Zeitmagazins auch nicht die Hochburg der Woken ist.
00:38:06: sicher haben sie das Phänomen in den Online-Redaktionen weil da die Altersstruktur eine andere ist weil viele Kollegen von den geisteswissenschaftlichen Studien direkt in die Redaktion gekommen sind also nicht den Weg gegangen sind den vieler Andere das erstmal bei einer Lokalzeitung gelernt haben und dann irgendwann mal zur Zeit gekommen.
00:38:26: Da gibt es immer wieder Diskussionen, die heftig sind.
00:38:33: Aber die wir weiter versuchen mit großem Respekt für die Position des jeweils anderen zu führen ohne ihm die schlechtesten Absichten zu unterstellen.
00:38:42: Aber natürlich welchen Anteil haben wir an der partiellen Entfremdung das gegeben hat zwischen unseren Lesern, unseren Zuschauern und unseren Zuhörern.
00:38:58: Und den Medien haben wir einen Anteil ganz sicher.
00:39:01: Ich sage das auch deswegen weil ich ein Podcast von Ihnen gehört habe wo Sie selber bekannt haben dass sie diese Entfremdung ja irgendwie spüren.
00:39:09: und die da haben wir... Da hab' ich glaube nie in Dombark erhalten, da haben wie Fehler gemacht.
00:39:18: Können Sie benennen bei der Zeit welcher Fehler das war?
00:39:23: Also ich hab das jetzt mehr als Branche.
00:39:26: Und da vielleicht auch bei der Zeit, dass es ein Typus Geschichten gibt an die wir nicht gerne ran gehen.
00:39:32: Also Kriminalität, Probleme im Zusammenhang mit Migrationen... Da haben viele von uns Angst das falsche Narrativ zu bedienen Und überlassen dann diese Themen genau dienen, die daraus auch politisches Kapital schlagen.
00:39:54: Nämlich den Populisten oder einen Boulevardmedien.
00:40:00: und ich finde es genau das Gegenteil müsste geschehen dass wir uns das anschauen gucken.
00:40:04: ist das nun wirklich so krass wie das dann manchmal erscheint oder gibt's da Dinge die man differenziert sehen kann die ein gewisserweise auch beruhigen können aber ebenfalls die Fälle sich anzuschauen.
00:40:18: Da haben wir, glaube ich über Jahre Dinge vernachlässigt.
00:40:22: Sehr stark vernach lässigt.
00:40:23: und dann haben wir bei den großen Krisen der letzten zehn Jahre also als plötzlich so viele Flüchtlinge ins Land kam Corona aber auch in der Frage ist es richtig an die Ukraine Waffen zu liefern ja?
00:40:43: Haben wir doch als Branche in unseren Meinungen sehr homogen gewirkt Und so, dass ich selbst von Leserinnen und Lesern der Zeit die Frage wird habe.
00:40:57: Habt ihr... kriegt ihr eigentlich eure Anweisungen aus dem Kanzleramt?
00:41:00: Ja, was absurd ist!
00:41:03: Aber Eindrücke können sich immer auch verselbstständigen.
00:41:10: Ich glaube das bringt doch nichts, das zu leugnen.
00:41:13: Ich war gerade in Köln ... mit einem tollen Soziologen diskutiert.
00:41:21: Mit dem Aladdin, der bei ihn war und wie so ein Bleibpaar wirkt und manchmal auch so redet und deswegen auch besonders für mich wirksam ist.
00:41:34: Und es sieht in Köln mal vielmehr eben ein... Es ist diese wirkliche massenhafte Belästigung von Frauen bis hin zur Vergewaltigung, da auf der Kölner Domplatte.
00:41:50: Zwei-tausendfünfzehn, zweitausendsechzehnt zum Jahreswechsel stattzahm.
00:41:54: Da hat es vier Tage gedauert, bis das richtig Thema in den Medien wurde und nicht nur einzelner Berichte.
00:42:04: Die Leute bemerkten das!
00:42:05: Und denken wahrscheinlich auch, stell mal vor, dass wäre ein Übergriff gewesen durch rechtsextremistische Gruppen?
00:42:12: Wie schnell das rumgewiesen wird... WDR war.
00:42:14: ja Ich habe da beim Dom übernachte, dass der WDR ist ja praktisch ... Wir haben das Gebäude einen Ableger, der direkt auf die Domenplatte schaut.
00:42:29: Aber nicht nur den WDR, das wäre jetzt ganz falsch, das nur den in die Schuhe zu schieben.
00:42:35: Das sind Sachen wo wir einfach wenigstens im Nachhinein bekennen müssten... Das war falsch.
00:42:41: und dann begann so eine Diskussion, die Opfer noch ein zweites Mal finde ich, eine Niedrigtheit.
00:42:49: Ja aber beim Oktoberfest ist es ja auch so oder man darf nicht benennen die aus welchen ethnischen Gruppen die kommen weil sonst hat das einen diskriminären Charakter und wir denken die Leute kriegen das nicht mit diese Diskussion.
00:43:04: aber die verstehen sie nicht und ich glaube viele wenden sich dann auch angeeckelt ab.
00:43:10: Ja bei mir ging das vor allen Dingen also.
00:43:12: mich habe er mit aller dienen darüber geredet für.
00:43:16: Also ich bin totaler, behörte mich so komisch an Medienfan.
00:43:22: Das wissen Sie auch.
00:43:23: abonnent der Zeit des Spiegel.
00:43:25: alle möglichen lese ich und verfolge.
00:43:28: Ich habe dadurch dass ich hier die Gespräche führe dann immer mal wieder Einblick in persönliche Biografien Und dann kennt man die ein oder andere Person und kann nachfragen.
00:43:44: Bei all diesen großen Shitstorms, Cancel Culture wie man das auch immer nennt.
00:43:49: Man nennt irgendwann festgerechnet nicht, dass war doch ganz anders.
00:43:53: Das kommt noch dazu, dass manchmal die Empörung vor der Kenntnis aller Fakten steht.
00:44:00: Wenn man das merkt fühlt man sich natürlich auch betrogen.
00:44:09: Da gehört eben auch ... Damit wir unser kostpastes und wertvollstes Kapital ist ja die Glaubwürdigkeit.
00:44:19: Und wenn Menschen an der Stelle verletzt werden, und an dieser Stelle anfangen zu zweifeln – das ist sehr schwer sie wieder zurückzuholen!
00:44:29: Insofern glaube ich dass eine gewisse Pluralität für uns überlebensnotwendig ist und vor allen Dingen eine Bereitschaft unabhängig von unseren eigenen Präferenzen hinzuschauen.
00:44:40: Was mich gewundert hat, bei der Zeit ist der Fall Johann König.
00:44:46: Der Galerist.
00:44:47: hier in Berlin gab's einen Artikel wo es um so was ging.
00:44:52: wie Hat er Grenzen übertreten gegenüber Frauen?
00:44:58: und ich habe ihn einmal interviewt vor vielen vielen Jahren.
00:45:02: das war bevor das kam Und es hat mich insofern irritiert weil dieser stellte sich dann raus dass es dann die eine der Autorinnen in einer sehr persönlichen Beziehung über Ecken hatte, dass da ein Netflix-Doku eigentlich schon geplant gewesen ist.
00:45:20: Also es waren so viele Ungereimtheiten dazu.
00:45:23: Oh ich wirklich, das ist ja schwierig und kenne auch überhaupt nicht so von der Zeit.
00:45:30: Und ich habe dann... Das lief die ganze Zeit im Hinterkopf und jetzt hab' ich noch mal an der Vorbereitung geguckt.
00:45:36: was hat denn die Zeit darüber geschrieben nochmal?
00:45:39: Ich habe dann nur gefunden finden uns in einem Rechtsstreit Teile des Artikels worden geändert.
00:45:47: Und
00:45:47: da sehe ich, und da ist ein Mensch wie gesagt, ich habe keine Agenda der irgendwie oder keinen Bezug zu ihm, der viele Künstler, Künstlerin darauf verloren hat, der viel Geld verloren hat... ...und das geht für die Zeit, es geht aber auch für alle anderen Großen, ist dann so passiert und man muss mal eine Nebenzeile gucken, was da los ist.
00:46:14: Das hat bei mir das Vertrauen in große Institutionen ... Weil ich erlebe selten, dass niemand macht, ja, da haben wir Mist gebaut, das war am Bedrofen.
00:46:26: Aber immerhin die Erwartung, dass auch glaubwürdige Medien, die fast schon Institution sind, keine Fehler machen?
00:46:35: Die isst absolut wahr!
00:46:36: Es ist immer die Frage, wie der Umgang damit ist.
00:46:40: Und dazu muss man jetzt sagen, Mitu-Geschichten zu erzählen ist wahnsinnig schwer weil auf der einen Seite steht großes Unrecht das Frauen angetan worden ist und was unbedingt an die Öffentlichkeit muss aber auch dass man Leute nicht zu Unrecht beschuldigen kann, deren Ruf dann ruiniert ist.
00:47:05: es wird auch bestritten dass Leute schaden nehmen, die zu Unrecht beschuldigt worden sind.
00:47:12: Aber das ist
00:47:13: so.
00:47:13: Definitiver.
00:47:16: Und wir waren ja die ersten in Deutschland, die eine richtig große Miturgeschichte gemacht haben im Zusammenhang mit Dieter Wedel und ich glaube, das würde ich immer verteidigen.
00:47:27: Auch wenn es Situationen gibt wo immer nur... Das ist ja die Schwierigkeiten beim Mitur-Geschichten.
00:47:32: Wenn's hart auf hart kommt, gibt's nur zwei Menschen, beschreiben können, das Opfer und der Täter.
00:47:38: Ja Aber Das war ja eine Recherche wo wir eine solche große Menge von Frauen hatten
00:47:47: bei Wedel
00:47:48: Bei wedeln die uns Zeugnis abgelegt haben.
00:47:52: und dann gibt es Recherchemöglichkeiten In dem man zum Beispiel sagt Wie hast du dich damals jemandem anvertraut?
00:48:01: Zum Teil Fälle die sehr lange zurückladen.
00:48:05: Und wenn dann jemand gesagt hat, ja mit dem Kameramann habe ich an dem Abend alles erzählt und rufst den Kameraman an.
00:48:11: Er erinnert sich genau und schildert es auch so.
00:48:14: Dann bekommt diese Verdachtsberichterstattung – auch wenn man selber nicht dabei war und das nur im Nachhinein beschreiben kann – doch ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit.
00:48:21: Die Königgeschichte ist wirklich ... Ich versuche jetzt immer redlich zu sein, ja?
00:48:26: Auch... Ist nicht meine Lieblingsgeschichte!
00:48:31: Aber die Beschuldigung im Kern sind weder vor Gericht noch vom Presserate, der mir mal angerufen hat, infrage gestellt worden oder widerlegt worden.
00:48:44: Das Monitum was man da anrichtet mit Menschen, das teile ich und mache mir das auch zu eignen.
00:48:56: Mir hätte ich als Thema gerne Ich war ja bei Ihnen bei der Redaktionskonferenz und durfte eine Plattkritik abgeben letztes Jahr.
00:49:08: Und ich hab sie da vor einmal interviewt, dann das zweite Mal so gesehen ... und ich fand es total irgendwie beeindruckend dabei zu sein und zu sehen wie passiert eigentlich so ne Redaktionskonferenz?
00:49:23: Und mich haben daran zwei Sachen fasziniert.
00:49:27: Das eine ist in dem Moment als die in den Raum reingekommen sind was die für eine Energie haben und auch für eine energie erzeugen können ist total beeindruckend wirklich.
00:49:39: Und dann ist es aber so, jetzt sitzen sie gerade vor mir, weil sie natürlich ein bisschen angeschlagen sind und Sie machen das aber nicht... Es gibt Menschen, die machen die erzeugten Energie durch Distanz oder aber auch durch so einen Impulsanz und sie machen das ganz leise und sind den menschen das merkt man total nahe.
00:50:01: Ich wüsste nicht, wann ich das mal so gesehen habe, dass jemand mit einer Nähe eine Autorität erzeugt.
00:50:12: Und jetzt fragte mich dann... also ist das wie bewusst?
00:50:21: Also bin ich halt oder im Gut und im Schlechten.
00:50:25: Es gibt mir keinen Ruck sondern ich versuche sozusagen wie ich sonst auch bin.
00:50:32: Ich versuche jetzt nicht, auf Polen allergisch zu sein und dann dicke Augen zu haben wie heute.
00:50:38: Aber ich gehe da rein und freue mich auf die nächsten eineinhalb Stunden weil ich weiß was dafür interessante tolle Menschen sitzen und weil ich Freude habe am gestalten und am kritisieren auch aber so... ich glaube das ist irgendwie noch nie in meinem Leben.
00:51:03: Jetzt können sie sagen, dass es natürlich wahnsinnig traurig ist.
00:51:05: Aber ich weiß noch nie so das Gefühl gehabt habe ich was Tolles jetzt hingekriegt.
00:51:13: also insofern alles was ich mache oder ist immer mit der Hypothek belastet kriege ich das so hin wie ich es gerne wollte oder kriegst nicht mehr hin.
00:51:30: und eigentlich wird das bei jedem Auftritt neu verhandelt auch bei jeder Konferenz.
00:51:38: Ich hab kein Vertrauen in meine eigene Routine.
00:51:44: Sie haben keinen Vertrauen, ihre eigenen Routine?
00:51:48: Ich bleib noch mal bei der Nähe weil das ist ja... So eine Nähe hat ihr auch einen Preis.
00:51:56: also weil ich habe mich gerade gefragt was ist das für ein Preis den sie da auch zahlen für?
00:52:02: weil so viele Menschen wollen ja auch etwas von ihnen.
00:52:07: Sie sind natürlich einfach als Chefredakteur oder als Person jemand kommt nochmal, jemand will noch mal was.
00:52:16: Sie sind ständig umgeben von Menschen zu scheint es zumindest.
00:52:22: sie sind auch jemand das höre ich dann auch der dann doch nochmal Essen geben mit jemandem und jenes und ich fragte mich was die sind.
00:52:29: Nähe, also das scheint.
00:52:30: Also und die lieben ja auch Gespräche.
00:52:32: Sie finden es toll dass sie dann Uchi Obamei noch interviewen ist ja auch eine Form von näher.
00:52:37: Sie müssen auch näher erzeugen um da...
00:52:40: Das jemand überhaupt mit einem reden möchte?
00:52:41: Genau!
00:52:43: Und was ist der Preis für diese Nähe?
00:52:45: Esst du natürlich verwundbar bist.
00:52:48: Ist doch klar wenn du Augenhöhe herstellst, bist du auch leichter zu treffen.
00:52:58: Insofern Im guten wie im schlechten.
00:53:02: Wenn es Konflikte gibt, geht das mir nahe und wenn es gute Erlebnisse sind wirken die auch die nach.
00:53:08: Aber ich meine ich habe mir die freie nach dem preis noch nie gestellt.
00:53:11: und sie mich jetzt so fragen sei spontan Sie sind halt auch leichter zu treffen.
00:53:17: Und was machen sie damit?
00:53:19: Wo ich das hin stecke wegstecken
00:53:21: ja
00:53:26: Ich weiß wann das hochkommt nachts.
00:53:27: Ich bin kein guter schläfer.
00:53:35: Was dann glaube ich, habe ich inzwischen auch einiger Menschen die mehr sehr nahe sind da mit denen ich darüber sprechen kann und das hat natürlich immer was befreiendes.
00:53:54: Das dann loszulassen um zu sagen okay ich kann es dir jetzt anvertrauen?
00:53:57: Ja der andere zeigt ja manchmal auch eine andere Perspektive wie man auch drauf schauen könnte und auch das hilft sehr.
00:54:08: Und haben Sie mal versucht es anders zu machen also versucht
00:54:14: Abstand
00:54:15: zu kriegen?
00:54:17: Wenn du anfängst, ja.
00:54:19: Niemand bringt dir dabei es Chefredakteur zu sein.
00:54:23: Leider und das musst du wieder langsam erarbeiten und da am Anfang da hätten sie mich ganz bestimmt anders erlebt als sie jetzt freundlicherweise das beschrieben haben.
00:54:37: Da habe ich einfach meine Rolle gespielt, so wie ich dachte es ein Chefredakteur auftreten muss.
00:54:41: Da war ich nun nicht nur aufgrund meiner mangelnden Erfahrung unsicher sondern bei der Zeit saßen in einer und derselben Konferenz vier meiner Vorgänger.
00:54:54: das müssen Sie mal vorstellen.
00:54:55: Was ist das bedeutet?
00:54:57: Vier Vorgänge.
00:54:58: Sie waren schon der Chefredaktor?
00:55:00: Ja und vier Kollegen waren vor mir schon Chefredakter und saßen dann auch.
00:55:07: Das ist psychologisch, glaube ich mit das Schwerste was man in so einem Betrieb erleben kann.
00:55:14: In der ersten Zeit egal wo ich hin kam bin ich ein Minister-Traf oder einen CEO und die wollten einfach mir nur wissen dass eigentlich wenn da vier deiner Vorgänger oder drei für die war das unvorstellbar und es war auch schwierig weil auch deren Gesicht konntest du hin und wieder ablesen dass sie das, was du da selber wolltest und propagiert hast ganz furchtbar fand.
00:55:44: Da habe ich mich manchmal auch so verhalten wie ich dachte, dass sich ein Chefrektor verhalten muss – und das ist Gott sei Dank weg
00:55:53: schon
00:55:53: lange.
00:55:54: Sind Sie jetzt hundertprozent authentisch?
00:55:59: Also es gibt einen Grad von Authentizität, der glaube ich auch nicht besonders clever ist.
00:56:05: Aber... Ich bemühe mich sehr das zwischen dem Handeln und dem was ich fühle da noch eine große Übereinstimmung besteht weil sonst verfolgen dich ja Dinge noch viel mehr wenn du sagst eigentlich hast du etwas anders gefühlt aber du hast dich so und zu verhalten.
00:56:30: hier in ihrem Podcast oder in der Konferenz, oder in meiner Sendung.
00:56:35: Oder auch zu Hause nicht mich so wahnsinnig verstellen.
00:56:43: Und wie ist das?
00:56:45: Wenn die Nähe...
00:56:50: Eigentlich gar nicht.
00:56:52: Nicht verstehen.
00:56:53: Wie schön!
00:56:55: Ja, das habe ich vielleicht gelernt mit den Jahren.
00:56:59: Dass man besser lebt wenn man sich nicht verstellt
00:57:02: Wir müssen
00:57:03: es mal Dinge nicht aussprechen, das schon.
00:57:04: Aber nicht verstellen!
00:57:06: Dass sie Dinge nicht ausbrechen?
00:57:07: Ja.
00:57:09: Muss ich natürlich fragen welche?
00:57:12: Natürlich lernst du auch mit den Jahren wenn du etwas ganz furchtbar fandest was jemand gemacht hat ist so zu formulieren dass der andere damit noch umgehen kann da bist du Zuhause impulsiver und vor allem Auch das ist mir oft genug misslungen, aber dass du nicht den Menschen angreifst sondern das kritisiert was er gemacht hat.
00:57:40: Und wie gehen Sie damit um?
00:57:41: Dass Ihre Zeit und auch ihre Nähe ja auch begrenzt ist.
00:57:46: also gerade wir haben erst gesprochen darüber dass man weniger zeit hat für die liebsten die man gerne hätte und dann sind ja die ganze zeit menschen die noch etwas wollen hier noch etwas Da noch etwas und ihr Körper ist ja begrenzt.
00:58:05: Das können nicht alle die ganze Zeit so nah sind, das schaffen dann andere Chefs machen, dass dann eher über eine Distanz oder über eine andere Räumlichkeit.
00:58:16: Und vielleicht auch über eine Lautstärke.
00:58:18: aber wenn man mit ihnen reden will... Sie sprechen sehr leise und das heißt, man muss zu ihnen rankommen.
00:58:25: Ich... Sorry!
00:58:27: Ich hoffe sie können nicht noch verstehen.
00:58:28: Nein, nein!
00:58:29: Das ist gar nicht.
00:58:29: Also
00:58:30: ich gehe eigentlich all in, ja?
00:58:32: Das ist sicher verbraucht viel Energie.
00:58:38: Ich esse aber auch sehr gerne insofern.
00:58:40: D.h.,
00:58:42: ich meine eher diese Enttäuschung auf der anderen Seite.
00:58:47: also es gibt ihr dann auch, das kenne ich auch aus, das kennt ihr bestimmt auch Man hat sich lange nicht gemeldet, man hat nicht so viel Zeit.
00:58:54: Jemand will etwas, was man hat übersehen und das ist ja auch ... Da steht immer wieder der permanente Vorwurf im Raum?
00:59:02: Ja, vor allem bei der Beantwortung von WhatsApp-Nachrichten oder SMSen.
00:59:06: Also da bin ich ständig, lebe ich mit einem schlechten Gewissen.
00:59:11: Weil es ist unmöglich.
00:59:14: Versuchend, wenn es um dienstliche Dinge geht alles zu beantworten, was wir kriegen.
00:59:19: Drei Menschen sind damit beschäftigt, das was auf uns einprasselt in einer Form zu kanalisieren und dann eine Reaktion zu finden.
00:59:28: Aber der Tag hat leider immer zu wenig Stummen Und es zählen tatsächlich privat unberuflich ziemlich viele Menschen an einem aber das muss man irgendwie aushalten.
00:59:43: Sonst darfst du jedenfalls diesen Beruf nicht nachgehen.
00:59:48: Sie scheinen aber auch immer wieder Hunger zu haben nach neuen Menschen und immer wieder neugierig zu sein.
00:59:52: Weniger
00:59:53: nach Neuen Menschen, sondern auf neue Kommunikationsformen.
00:59:58: Das mache ich jetzt seit einiger Zeit.
00:59:59: ein politisches Video, das eben nicht so wahnsinnig kompliziert ist um da reinzukommen.
01:00:07: Und das macht mir großen Spaß.
01:00:08: große Freude weil plötzlich reißt du Menschen die du... Wo du dir vorher gar nicht hattest vorstellen können, dass du sie erreichst.
01:00:17: oder ich mache jetzt seit einiger Zeit auch selber einen Podcast.
01:00:21: Und das ist so interessant wenn die Menschen dich plötzlich ansprechen und sagen, ich kenne deine Stimme.
01:00:28: Ich kenne das immer nur weil ich schon so früh angefangen habe mit dem Fernsehen.
01:00:32: Sein Gesicht kommt mir bekannt vorher und manchmal gibt es ja auch diskurrielsten Verwechslungen.
01:00:36: Inwiefern?
01:00:38: Aber das Leute nicht kennen, aber die sich nicht zuordnen können.
01:00:41: Denkst du bist ein Schauspieler oder ein Tatort-Kommissar?
01:00:45: Oder ich bin allen Ernstes mal mit Sandra Meilsperger verwechselt worden?
01:00:50: Nein!
01:00:51: Ich meine da müssen sie zugeben zum Glück haben weniger.
01:00:57: und
01:00:59: mit Sandra meilspergen.
01:01:01: Das war mein Wahnsinnserlebnis weil ich ging mit einer Frau die gerade kennengelernt hatte in einem Restaurant und da war ein...
01:01:09: Das beste Moment.
01:01:10: ...Tisch mit acht Personen, die haben sich gar nicht mehr eingekriegt so haben sie sich gefreut.
01:01:16: ja dass wir sie hier sehen oder wie ich das zuhause erzähle Sie glaubt mir keiner und so und ich dachte es ist bisschen peinlich.
01:01:22: aber jetzt also eigentlich auch ein ganz guter Auftritt.
01:01:27: im Hinblick auf die Frau die ich ausgeführt habe.
01:01:30: nach einer Stunde gingen die aber Da waren wir erst mit der Vorspeise fertig und die, die sich am meisten gefreut hatte, sagt nochmal so toll, dass wir hier sie gesehen haben.
01:01:41: Und wie war noch mal ihr Name?
01:01:43: Ah!
01:01:43: Meilsperger.
01:01:45: Das ist doch... das ist so viel zum Fernseherum.
01:01:49: Ja.
01:01:51: Und das erzählt dich Sandra de Bainista Gelinger, die ich kenne seit... Seitdem ich Student bin,
01:01:58: die war auch bei Alabama.
01:01:59: Die
01:01:59: kam nach uns und erzählt ihr das?
01:02:03: Und Sandra so analytisch wie sie ist sagte ah jetzt verstehe ich warum du der einzige bist, der mich nie angebaggert hat in Zestverbot.
01:02:15: Sehr stark
01:02:17: Aber das kennen alle also alle die die Fernsehmachen werden verwechselt ja nicht
01:02:22: mehr
01:02:23: vielleicht bis auf klaus kinski früher aber Alle anderen, also jedem, den du diese Geschichte erzählt.
01:02:31: Erzählt dir eine ähnliche Geschichte, die ähnlich lustig ist?
01:02:35: Ich weiß gar nicht... ich hab irgendjemand hier auch neulich interviert, der auch irgendwas völlig in... ja, Howard Carden, der in Amerika als Nick Neulti verwechselt war.
01:02:43: Naja,
01:02:44: oder immerhin hat ihm das geschmeichelt?
01:02:46: Ja,
01:02:46: das ist völlig in Ordnung.
01:02:47: Also so, also...
01:02:49: Der hat dem kenn'n ich auch ein bisschen Und der hat einen interessanten Satz gesprochen.
01:02:57: Ich glaube für viele, die das Licht der Öffentlichkeit nicht gerade scheuen gilt, er hat mal gesagt... Die Bühne ist der einzige Ort an dem ich mich sicher fühle.
01:03:10: Das stimmt.
01:03:11: Interessant oder?
01:03:13: Geht Ihnen das auch so?
01:03:14: Manchmal schon.
01:03:15: Also ich bin sehr aufgeregt vorher vor der Sendung und wenn ich da mittendrin bin habe ich das Gefühl sehr lebendig zu sein.
01:03:23: Was ist das?
01:03:24: Und dann natürlich auch mit den Jahren ein Stück weit getragen von den Menschen, die dir zuhören.
01:03:32: Da kommt ja auch was zurück an.
01:03:33: Also gibt es nicht nur Energie sondern es kommt auch etwas zurück und... Das sind da manchmal sehr schöne Momente weil es Leute sind, die sich sehr mit ihr auseinandersetzten haben obwohl du sie nie vorher getroffen hast.
01:03:45: Und die dir dann Dinge sagen, die der Kraft geben.
01:03:50: Wir haben ja schon über Journalismus gesprochen.
01:03:53: Welche Rolle spielen eigentlich dann Leser, Leserin, Zuschauer und Zuschauer.
01:03:58: Auch wenn es so um sowas wie... Wir sprechen über Verantwortung oder beziehungsweise auch Glaubwürdigkeit.
01:04:05: also wenn ich jetzt die Zeit lese, wenn ich ihn zuschaue, wenn Ich im Podcast höre welche was liegt in meiner Aufgabe dabei?
01:04:17: Wenn ich selber der Gestalter bin oder wenn Menschen dir etwas sagen.
01:04:21: Wenn ich jetzt, wenn nicht die Zeit aufschlage heute ist Donnerstag Heute komme ich nach Hause da liegt Zeit wieder und dann schlage ich die auf, und dann lese ich.
01:04:29: Genauso das kenne ich auch wenn ich Podcast höre.
01:04:32: Und jetzt gibt es ja so viele Informationen und alles was gerade in der Welt los ist.
01:04:37: und welche Aufgabe habe ich denn eigentlich?
01:04:42: Weil man sagt immer wir haben erst über dieses Plattform geben zu tun geredet.
01:04:45: also dass dieser Vorwurf ist, man gibt einem Thema eine Menschen, eine Plattform, eine
01:04:50: Bühne oder
01:04:52: sie auch gerade sagen auf der Bühnen stehen komischer Hof.
01:04:57: Aber ja, was ist meine Aufgabe eigentlich als die Person, die vor der Bühne steht?
01:05:04: Die, die also zuhört
01:05:08: oder liest.
01:05:10: Naja das Gefühl hat es schlugend sich irgendwie.
01:05:16: Also ich werde gut behandelt, respektvoll behandelt gesehen.
01:05:23: Das ist ja das Minimum, was man irgendwie liefern müsste und nicht... deinem Leben nicht zu tun.
01:05:33: Ob du mich liest, mir zuhörst oder mir zu schaust und mir eigentlich
01:05:36: wurscht.".
01:05:38: Und beim Fernsehen ist das... Ich bin ja beim Fernseher immer nur ein Zaungast gewesen aber ich glaube dass die Leute, die Leute nicht mögen auch nicht auf Dauer Erfolg
01:05:52: haben.
01:05:55: Was mögen die Menschen an Ihnen glauben Sie?
01:05:58: Das würde ich ausschwer für mich zu beantworten weil Ganz ganz selten, da musst du mich echt zu zwingen.
01:06:06: Ja etwas nochmal lese was ich geschrieben habe mir selber meine eigenen eigene Sendung anschauen.
01:06:15: es ist für mich folter und auch Meine stimme hat mir nicht gerne noch mal drei vier.
01:06:25: Also insofern bin Ich eine Analyse so nach hinein.
01:06:29: Es ist schwierig das zu sagen.
01:06:30: ja also ich freue mich wenn.
01:06:32: Natürlich wird Menschen sagen, das was du machst ist mir wichtig.
01:06:40: Weil es gibt mir etwas für mein Leben.
01:06:42: Das ist schön weil Du lebst auch einem Gondolaum von dem Was dir die anderen als Echo zurückgeben.
01:06:55: Wie sehen sie das mit dieser Verantwortung?
01:06:59: Also jetzt gibt's ja neben den großen Medien wie die Zeitspiegel und so weiter.
01:07:05: Gibt es jetzt
01:07:06: was?
01:07:07: Jetzt gerade gestern, wir haben auf der Straße, das war ganz schön.
01:07:12: Also auch verlegen.
01:07:13: Das waren nicht jemanden, der sich das gut ausschaut.
01:07:16: oder sagte ich ihnen glaube ich noch.
01:07:18: Das war zum Beispiel ein ganz schönerseits weil ich gemerkt habe da ist eine Gefährdung Und dass er leider eben schon zu vielen das Vertrauen verloren hat aber die eigene Arbeit als Glaubwürdige empfindet.
01:07:36: Das ist ein unfassbar schönes Kompetent?
01:07:37: Ja, also wäre ich auch richtig beglückt!
01:07:41: Aber Sie haben doch bestimmt auch Sachen nicht gemacht, die dazu geführt haben was sie vielleicht bei anderen Kollegen oder Kolleginnen beobachtet haben wo sie merken hier... Also das stimmt ja, wenn man so sagen würde auf glaubwürdiger Journalist, da würden sehr viele Menschen ihren Namen nennen
01:08:02: und würde mich freuen.
01:08:04: Und was haben Sie nicht gemacht, damit das so ist?
01:08:10: Na ja, dann kommen wir vielleicht an den Anfang unseres Gesprächs wieder zurück.
01:08:14: Ich hab im Versuch mit meinem eigenes Bild zu machen und es auch zu vermitteln.
01:08:21: Das Heuen mit den anderen war mir immer suspekt.
01:08:28: Und ich habe immer gemerkt, wenn ich meinen eigenen Vorurteil den Vorrang gegeben habe, sind Fehler reingerutscht und Fehlwahrnehmungen.
01:08:44: Und deshalb ist meine Erwartung immer an Kolleginnen und Kollegen gerade Junge... Jeder hat Vorteile und jeder geht erst mal in eine Geschichte mit einem Vorteil aber das sich davon auch verabschieden zu können wenn die Erkenntnisse, denen man selber gewinnt, immer in eine ganz andere Richtung gehen.
01:09:05: Ich mag es doch ja auch im Zwischenmenschlichen.
01:09:06: also ich hab mehrmals erlebt, dass Menschen die als absolute Sympathieträger gelten in die Sendung kommen und du erlebst jedenfalls so lange der Spot nicht an ist.
01:09:19: Als ausgesprochen unangenehm!
01:09:25: Und andere, die dem Medienbild nach ziemlich unmöglich wirkten... ...ausgesprochen nett waren.
01:09:35: Ich meine haben sie ja sowas nicht auch schon erlebt?
01:09:37: Es ist
01:09:38: super selten
01:09:39: Ich schon, vielleicht.
01:09:42: Ich glaube es liegt aber auch an Fern-Medium.
01:09:45: also ich glaube wenn man hier herkommt... Wenn
01:09:47: ich in einer so typische Farbe bin oder bedient und ich bin der witzbolte Nation mach sie so wahnsinnig gerne tolle lustige Witze.
01:09:54: Und vorher hat er dich praktisch wieder einsprechen wollte noch so halb weggeschubst.
01:09:59: Oder ein Beispiel damit jetzt nicht so abstrakt war Ich habe mal interviewt Giovanni Trapattoni als er beim FC Bayern war.
01:10:08: Der war total unsympathisch, obwohl er wegen seines legendären Wutausbruches gerade so als Ikone der Sympathie gilt.
01:10:21: Ne bei mir ist das tatsächlich noch nie... Also es gibt ein einziges Beispiel wo ich danach auch sagen würde mit der Person dass die muss jetzt nicht nochmal herkommen aber ansonsten habe ich das und ich glaube es liegt aber auch daran wenn es bei drei nach neun dieses ist man isst nicht allein da sitzen noch die anderen und dann ist es glaub ich noch mal eine andere Art von sich beweisen müssen gegenüber anderen.
01:10:44: Das ist hier irgendwie, glaube ich... also das habe ich nicht.
01:10:47: Ich bin mich sehr froh darum, dass ich das nicht denke, ah ja, nee.
01:10:53: Also
01:10:53: ich glaube die Offenheit zu haben, sich das eigene Vorurteil wieder legen zu lassen, die ist wahnsinnig wichtig für unseren Beruf und daraus glaube ich erwächst dann auch wieder Glaubwürdigkeit.
01:11:05: Wie schätzen Sie
01:11:06: Frauen?
01:11:09: So ganz neu, wie ich das bin.
01:11:11: Ganz neue Leute die eigentlich jetzt.
01:11:13: es gibt immer mehr Content Creator, die Interviews führen.
01:11:16: in Amerika ist das riesig.
01:11:17: was was Podcast zum Beispiel betrifft und dass hier sie sehen das ist jetzt keine riesige Redaktion Ich habe keinen Knopf im Ohr
01:11:28: stehen auch keine Produkte rum stehen
01:11:30: keine Produkten rum.
01:11:31: genau nur Bücher sind auch Produkt.
01:11:33: aber Und das ist natürlich auch die Frage, die ich mir immer wieder stelle.
01:11:37: Welche Verantwortung habe ich denn eigentlich?
01:11:40: Also wenn ich jetzt sende ... Das hören ja auch ein paar Leute.
01:11:45: Ich versuch das natürlich gut zu machen.
01:11:47: Gelingt auch nicht immer.
01:11:49: und wie schauen sie auf so... Auf diese ganzen Neueinsteiger, die sich natürlich auch ... Ich kann ja auch dann immer sagen, naja, ich bin kein Journalist.
01:11:57: Das ist eben so schwer den Urteil zu fällen über alle.
01:12:02: Es gibt Leute, die es sehe auf dem ich meine Tochter aufmerksam macht, die ich sage.
01:12:10: Ich finde sie ziemlich gewinnend!
01:12:11: Vielleicht wenn ich in dem Alter wäre hätte mich das auch interessiert, weil es dieses Medium bei uns nicht gab.
01:12:18: Also ich bin... und andere Sachen, die natürlich scheußlich sind ja, weil sie so manipulativ sind.
01:12:26: also da kommt's mir auf jeden Fall an
01:12:32: auf den einzelnen Fall
01:12:33: zu sein.
01:12:33: Ja, ich bin neugierig geblieben.
01:12:36: Ich kann mir vorstellen wenn Sie jetzt Anfang zwanzig werden würden sie wahrscheinlich auch eher ein Podcast machen?
01:12:40: Ja oder vielleicht finde ich es lustig Influencer zu sein, ich weiß das nicht.
01:12:44: ja also dieser Kälchner ist an mir vorübergegangen.
01:12:47: aber diese Gleichsetzung Influenzer gleich dumm.
01:12:52: oder?
01:12:53: ich finde manche Zum Beispiel, was natürlich für mich erst mal im ersten Augenblick wahnsinnig fremd ist auch bei unseren eigenen TikTok-Leuten.
01:13:02: Da sind ja fantastische Talente durch... Ich mag unsere TikTok-Redaktionen sehr, vor allem weil die auch richtig politisch gute Formate machen.
01:13:11: Da gibt es ein paar, die reden in einer Schnelligkeit, dass ich denke, sie haben die Geschwindigkeit noch im Nachhinein verändert und so redet z.B.
01:13:20: meine Tochter auch in dieser Wahnsinnschwindigkeit.
01:13:25: Aber so what?
01:13:26: Das ist halt anders.
01:13:29: Und in dieser Geschwindigkeit liegt auch eine Authentizität.
01:13:36: Können Sie mit anderen, die unsechzigjährigen über solche Sachen so gut reden?
01:13:43: Ich muss dir jetzt... Ob ich so wahnsinnig viel Kontakt habe zu den unsechszigjährigen.
01:13:47: Ich hab viel Kontakt zu Leuten, die sehr viel jünger sind und sehr viel älteren.
01:13:55: Nämlich diese Neugierde und diese Offenheit.
01:14:00: Ich habe davor immer so ein bisschen Angst, dass ich die verliere irgendwann.
01:14:03: Auch da
01:14:04: helfen Kinder sehr und auch Redaktionen, wo es immer wieder Junge gibt und immer wieder aus dem Nachwuchs mit einem völlig anderen Blick.
01:14:14: bei allem Respekt dann für die Marke, die alle in den Band zieht.
01:14:19: Komischweise auch Leute nie... Die großen Alten kennengelernt haben wie die Griffin Dönow oder Helmut Schmidt, den Gründerverleger oder Ted Sommer.
01:14:31: Das was sie so hinterlassen haben als Auftrag, als Kultur nehmen relativ schnell die meisten an auch wenn das ist sehr interessant.
01:14:39: daran siehst du dass daran auch etwas war.
01:14:44: Aber in dem Moment wo ich kenne solche Fehler auch in meinem Freundes und Bekanntenkreis wo die sagen Ich bin eigentlich, ich möchte mich jetzt auf neue Freundschaften und Bekanntschaften nicht mehr einlassen.
01:14:57: Ich bin froh wenn ich die, die ich habe noch gut bediene Und wenn du dich dann das merkst oder auch an deren Feste In einer Alterskoroute bist Das finde ich schwierig Und dann hab' ich auch das Gefühl Dann wirst Du wirklich alt.
01:15:13: Haben sie Angst davor, alt zu werden?
01:15:15: Also ich glaube, es gibt niemanden der sich freut allzuwehren.
01:15:19: Das kenne ich jetzt.
01:15:20: Kein habe ich noch nie einen kennengelernt aber das ist mir passiert dass ich dann nur mit einem bestimmten Typus von Menschen oder nur mit einer Alterskoorte zu tun habe.
01:15:30: diese Angst habe ich nicht.
01:15:31: Sie müssen dem nichts weiter, das weiß ich.
01:15:33: deswegen Ich würde gerne nochmal darauf zurückkommen was wir ganz am Anfang hatten.
01:15:37: Ich hab in den letzten Tagen mit ein paar Menschen sprechen dürfen die ... in verschiedenen Konstellationen.
01:15:46: Sie machen das ja auch Hintergrundgespräche und...
01:15:51: Sie haben sich noch mehr erkundigt, ne?
01:15:53: Ich hab mich nach Ihnen erkundigt.
01:15:55: Und das ist
01:15:55: sogar bis zu meinem Ohr vorgedruckt.
01:15:57: Oh, dann ist es ja... Vielen Dank nochmal!
01:16:00: Also Hintergrund
01:16:00: ist gelungen wirklich.
01:16:01: Hintergrund
01:16:02: hat sie.
01:16:02: aber, muss ich sagen, da haben sie das gut.
01:16:05: Ja, ich habe sehr loyale Menschen.
01:16:06: Das
01:16:06: ist stark oder so.
01:16:07: Das sind schöne Hintergrund-Gesprächen denn da müssen die ja eh schon alles sein.
01:16:10: Aber was ich erstaunlich finde
01:16:13: Das ist aber völlig okay, es hat mich in keiner Weise misstrauisch gemacht.
01:16:17: Gut!
01:16:19: Dass dieses Thema Abschied... Also das würde mir meinstens spielt überhaupt... Es ist schwill zu da, es wird sich irgendwas verändern.
01:16:33: Irgendwas steht im Raum wie ein Elefant.
01:16:36: Aber niemand spricht darüber und manchmal deuten sicher wenn ich mal nicht mehr bin, oder wenn sie mal nicht sind.
01:16:42: Manchmal gibt es ja so kleine Gags, oder irgendwie so Rampen die irgendwo hinführen.
01:16:46: aber das ist ein bisschen die Wahrnehmung auch von mehreren Seiten.
01:16:52: wie's ist so...ja irgendwie...
01:16:55: Naja das hängt bestimmt damit zusammen dass wir gerade fusionieren und alle Bereiche zu zusammen führen.
01:17:06: Auch in der Chefrektion hier auch für fast alles gemeinsam verantwortlich, sind ich zum Beispiel mit meinem Freund Jochen Wegener den Sie ja auch kennen.
01:17:19: Und bei der einen oder dem anderen, mit dem sie möglicherweise gesprochen haben ist vielleicht auch... Also das wird mir gelegentlich im Fall gesagt, da steht dann die Furcht, hörst du auf?
01:17:32: Oder magst du weitermachen?
01:17:33: und an sich finde ich es immer sehr herzerwärmt wenn das so kommt.
01:17:40: Und was ist Ihre Antwort darauf?
01:17:41: Nein!
01:17:44: Ich finde, dass dieser Fusion wahnsinnig viel Konzentration und Kraft erfordert.
01:17:51: Und ich möchte das gelingen.
01:17:56: Die meisten sich dann nicht rausgehen oder reingehen in diesen Prozess und sich am Ende als Verlierer fühlen.
01:18:08: Deswegen habe ich eine besondere Motivation jetzt dabei zu sein.
01:18:15: Wir haben ja über Abschiede schon gesprochen, dass es ihnen so schwer fällt aber wenn so Fusionen passieren dann passieren ja auch automatisch Abschiedee also Abschied von Zeiten wie es mal war und abschieden auch Menschen die vielleicht nicht mitkommen können oder nicht mit kommen wollen.
01:18:33: Wie blicken sie darauf?
01:18:37: Natürlich habe ich, glaube ich noch die Ausläufer mitbekommen der goldenen Zeitnis-Juralismus.
01:18:44: Also das bei der Süddeutschen... dass es so war, dass Aufträge von Anzeigenkunden nicht angenommen werden konnten weil das Blatt dicht war und die Zeit umorgens nicht in den Briefkasten passte Und dass Leute auf Recherche reise gingen und ein paar Wochen weg waren und im besten Hotel das bei den großen Magazinen.
01:19:07: Oder ich selber, als sie Student war, habe ich Geschichten geschrieben.
01:19:13: Ich hatte zum Beispiel für die Männervogel oder so.
01:19:15: Da gab es auch nur Rade, da haben die Ohren geschlackert... ...oder Beraterverträge und dann waren wir am Mitte zwanzig Uhr im Beraterverteidiger.
01:19:22: Das alles ist vorbei!
01:19:25: Aber das heißt ja nicht dass der Beruf weniger spannend geworden ist.
01:19:30: Die Ausstattung ist wesentlich weniger spannend als früher.
01:19:38: Ich nach wie vor glaube ich, dass die Beschreibung der Zustände so wichtig ist und möglichst vorteilsfrei und informativ.
01:19:51: So ist eine Seite in mir, die auch weiter daran arbeiten möchte, dass wir unseren Beitrag leisten zu einer zivilisierten Gesellschaft in zu einer demokratischen Gesellschaft, zu einer Gesellschaft mit der wir uns identifizieren.
01:20:14: Darin sehe ich einen ganz hohen Wert und da fühle ich mich so wie viele andere auch wirklich auch in Erpflicht.
01:20:26: Wir haben einen Auftrag und er lautet nicht beizutragen zu den großen Verdummungsmaschinen die nicht nur unzuschaffen machen, sondern an die Fundamente auch von freien Gesellschaften gehen.
01:20:48: Was sind die Verdummungsmaschinen und wer sitzt?
01:20:51: Verdummusmaschine Maschinerie Die setzt da einen.
01:20:55: Wenn ganz einfach du überquerst eine Straße ne Kreuzung bei rot Und wenn dich der Polizist anhält sagst du Das stimmt doch gar nicht, ich bin bei der Grünen übergefahren und du sagst das nur weil du ein böser Kommunist bist.
01:21:13: Dieses Modell hat Berlusconi erst mal... Der war eine Art Folie auch für was später mit Trump zu beobachten war, bei Trump Und einer Person die ich kenne und die Berlusconi sehr nahe war, hat gesagt ... Berluscoli hat das Geld?
01:21:37: und die Möglichkeiten auch den Apparat, Realität zu kaufen.
01:21:41: Ein Wahnsinnsatz!
01:21:45: Und das sind die großen Manipulationsmaschinen... ...und die sehen wir jetzt noch im ganz anderen Maßstab in den Vereinigten Staaten, denen freie Unabhängig Stimmen es immer schwerer haben geschweige denn in einem System wie eine Sowjet-Tunio-Entschuldigung.
01:22:03: Das ist ein freutscher Fehlleistung in Russland und in anderen Ländern, in denen einfach die Realitäten komplett verbogen werden.
01:22:17: Und deshalb bin ich auch so hinterher das die Dinge stimmen müssen und nicht so beschrieben werden wie wir sie gerne hätten weil sonst haben wir doch überhaupt kein Vorteil mehr gegenüber dem Anderen und auch keinen Hebel Wenn Sie so wollen, diesen Auftrag spüre ich heute stärker denn je auch wenn die Zeiten in denen wir aus dem Vollen schöpfen könnten vorbei sind.
01:22:42: Nun haben wir bei der Zeit ja das große Glück und das Privileg dass wir nicht aus einem Medium heraus, von dem Hintergrund spreche eines Mediums immer kleiner wird, immer mehr Auflage verliert oder immer mehr Zuschauer.
01:23:03: Sondern wir uns, was unsere Reichweite anbelangt und die Auflage ist, uns richtig gut geht so wie es uns noch nie vorher ging.
01:23:11: Und auch das ist für mich eine Ermutigung nämlich Es ist nicht alles verloren oder schon gar nicht alles nur strukturell zu erklären ja?
01:23:20: Das böse Aufkommen von dem oder dass ganz lange die Digitalisierung ist dran schuld dass Dinge dem Niedergang geweiht sind.
01:23:30: Nee, es gibt Teile die man auch selber beeinflussen kann und die interessieren mich immer natürlich am meisten also das was du nicht beeinflüßen kannst.
01:23:38: Das kannst du dann da kannst du auch nicht deiner Energie daran verschwenden aber es gibt doch sehr vieles was du beeinflussten kannst und diesen Freiraum den musst du nutzen.
01:23:49: So und das ist so der Preussinn ja.
01:23:55: Sind sie wieder Sie sind jetzt wieder mehr.
01:23:58: beim schreiben habe ich das gefühl.
01:23:59: also so ist es kommen auf jeden fall mehr artikel wieder als zuletzt als ich die zwei tausend siebzehn
01:24:04: obwohl wir gerade manchmal das gefühlt habe ich sitz nur noch in infusionskonferenzen aber ich kann vor meinem gelernten beruf irgendwie nicht lassen und über mich jetzt in der vereinbarkeit von beruf und beruf.
01:24:23: aber Ja, aber ich meine das ist ja für mich jetzt eine neue Erfahrung gewesen Podcast zu machen und jetzt erst auch seit einigen Monaten Video.
01:24:36: Es ist nicht so dass sich diese Kanäle nicht bedienen möchte... Das meint
01:24:41: man mit Beruf.
01:24:42: also das sieht es auch sofort wenn man in Artikel von dir liest Wenn man ihn zuhört weiß man wenn es um Journalismus geht Und wenn sie mit Menschen sprechen über Sachen analysieren dann ist die Berufung Journalist, das ist vollkommen klar.
01:24:58: Aber dass sie jetzt auch für sich auch das dazukommen, nämlich der Beruf, das es ihm bedeutet auch Fusionsgespräche zu führen und in noch... Ach, jetzt haben wir noch ein Meeting geschönen!
01:25:12: Hätten Sie wahrscheinlich lieber Lust, ein Interview zu führen?
01:25:14: Ja, klar aber ich versuche das andere eben noch zu machen.
01:25:18: Das ist wahnsinnig mühsam.
01:25:21: Wie gesagt weil der Tag eben nur vierundzwanzig Stunden hat.
01:25:25: Sie freut mich, wenn sie es so wahrnehmen, dass ich in unserem Medium präsent bin.
01:25:32: Haben Sie eher Angst oder eher eine Hoffnung?
01:25:39: Was überwiegt irgendwann nicht mehr gebraucht zu werden?
01:25:43: Das ist so... Ihnen da eine Antwort darauf zu geben ist ein bisschen wie ob ich beim Duschen lieber warmes oder kaltes Wasser habe
01:25:53: auch mega spannend.
01:25:57: Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der ihnen sagt ich finde es toll wenn ich nicht mehr gebraucht werde.
01:26:03: Nein eher also was überwiegt?
01:26:07: Also alles was deinem Leben Sinn gibt beruflich und privat ist gut egal wie alt du bist.
01:26:15: Überlege ob ich das jetzt verstanden habe?
01:26:19: Ich glaube noch nicht!
01:26:21: Wenn Sie mich fragen Ist es eher beängstigend oder eher etwas, was… – Worauf
01:26:26: Sie sich freuen?
01:26:27: Wo Sie
01:26:27: freuen nicht mehr gebraucht zu werden.
01:26:29: Dann sage ich, für mich gibt das kein Menschen, der sagt ist es schön, nicht mehr Gebrauch zu sein.
01:26:34: Gebraucht to werden!
01:26:36: Ja, das gilt für mich natürlich auch beruflich und privat.
01:26:51: Bisschen sprachlos.
01:26:52: Ja, ich überlege gerade...
01:26:53: Die Pausen kenne ich von Helmut Schmidt also der Wahnsinnspausen gemacht.
01:26:58: wenn du auch manchmal bei Minuten und wenn du die ausgehalten hast, ich glaube das war manchmal für ihn auch eine richtige Prüfung, die er den anderen dann auferlegt hat Dann kamen manchmal sehr tolle Sätze.
01:27:11: Wunderbar jetzt!
01:27:11: Also zwei Minuten bist du jetzt durchhaltend und dich auch.
01:27:14: Zwei Minuten müssen wir es jetzt durchhalten?
01:27:16: Nein, ich habe mich grade gefragt Können Sie's empfehlen Giovanni di Lorenzo zu sein?
01:27:21: Ich kann es ja nicht mal mir empfehlen, wie sollte ich das anderen empfehle.
01:27:30: Mein Beruf ergriffen und überhaupt mein Arbeitseinsatz die Kraft dafür gefunden aus einer großen Erfahrung von Ohnmacht, die ich hatte als ich mit elf nach Deutschland kam meine Familie war kaputt hatte dann nur ein Wunsch aus dieser Nicht gesehen werden, mich nicht mehr von der ganzen Familie geliebt zu fühlen wie das immer bei Trennung ist und in jeder Hinsicht benachteilig zu sein auch sich auszudrücken.
01:28:15: Ich konnte Deutsch aber ich konnte es nicht so dass ich das Gefühl hatte Es ist ein gutes Werkzeug.
01:28:22: Und diese Erfahrung aus der dann beruflich was geworden ist, die kann ich doch im Ernst niemand wünschen.
01:28:30: Ich kann ja Menschen nur wünscht, dass sie ein erfülltes und über weite Strecken auch heiteres Leben führen.
01:28:41: Leben in dem es viel zu Friedenheit gibt und eine eindrucksvolle Sammlung von Glücksmomenten.
01:28:52: Dann wünsche ich Ihnen auf jeden Fall... dass sie in den kommenden Jahren noch ganz, ganz viel Glücksmomente anhäufen.
01:28:58: Dass am Ende sie irgendwie zurückschauen lagen.
01:29:01: Das war ja ein fantastisches Ding Giovanni di Lorenzo zu sein.
01:29:05: Und das ist eine richtige Prüfung für mich.
01:29:08: da muss ich mich noch sehr, sehr entwickeln bis sich so einen Gedanken zulassen können.
01:29:12: Dann ist es ja wunderbar.
01:29:14: dann haben wir noch ganz viel von ihnen.
01:29:16: Na,
01:29:16: das ist doch schön!
01:29:17: Vielen herzlichen Dank.
01:29:18: Sehr gerne.
01:29:19: Danke schön
01:29:28: Das
01:29:28: war Giovanni Di Lorenzo.
01:29:29: Vielen, vielen herzlichen Dank fürs Zuschauen und auch zuhören!
01:29:32: Es ist gar nicht so leicht.
01:29:34: ein Vorbild oder ein Beispiel zur Interviewin habe ich danach und währenddessen auch ein bisschen gedacht.
01:29:39: Giovanni di Lorenzo ist für mich vor allen Dingen ein Vorbild in Sachen Interviews.
01:29:42: Er hat wahnsinnig großartige Interviews über die Jahre gemacht.
01:29:46: Ich glaube ich hab sämtliche Interviews von ihm gelesen haben seine beiden Bücher auch Die er zu Interviews gemacht hat.
01:29:51: wenn man dann jemand trifft der selber ganz viele Fragen immer stellt Ist das gar nicht so einfach derjenige zu sein, der dieser Person dann Fragen stellt?
01:29:59: Also ich fühle mich ein bisschen unlocker heute.
01:30:02: Naja was ich auf jeden Fall mitgenommen habe ist dieser Satz dass er keinen Vertrauen in die Routine hat.
01:30:10: und
01:30:11: ein bisschen muss ich sagen kenne ich das auch.
01:30:13: Ich kenne es auch, obwohl ich das hier schon so lange mache.
01:30:16: Dass es dann Gespräche gibt wo ich überhaupt nicht weiß was dann passiert.
01:30:19: also eigentlich weil sie nie so richtig genau unterhelfen die Routinen ein bisschen aber die sorgen nicht dafür dass es immer glatt läuft und das ist aber auch das was es irgendwie aufregen macht für mich.
01:30:29: deswegen konnte ich in dem Moment als er sagte war ich etwas überrascht aber danach
01:30:33: konnte ich es
01:30:33: doch sehr verstehen und das Routine auch in gewisser Weise auch dafür sorgen können dass man träge wird und dass man unaufmerksam wird und sich auch verschätzt, vielleicht auch überschätzt ist wegen Routine auf der einen Seite sehr gut.
01:30:48: Ich bin ein großer Fan von Routinen aber man muss auch aufpassen!
01:30:52: Und das nehme ich aus diesem Gespräch auf jeden Fall mit.
01:30:55: Ich bin gespannt, was ihr aus dem Gespräch mitnimmt.
01:30:57: Schreibt mir das gerne in die Kommentare.
01:30:58: Ich glaube wir wissen zwischen wie es geht.
01:31:00: Wenn ihr Lust habt, teilt diese Folge mit einer Person von der er glaubt dass er oder sie diese Folge hören sollte und dann möchte ich mich wie immer bei meinem Team bedanken, bei Alex Stößlein für die Produktion, bei Torbenbecker für die Redaktion und beim Mitvergnügen für die Distributionen- und Vermarktung.
01:31:14: und wenn ihr Lust haben auf eine weitere Folge und ihr Matze dann möchte ich euch jetzt die Folge von Aladin Elmar Valani empfehlen.
01:31:20: Wir haben hier auch ganz kurz darüber gesprochen
01:31:22: und
01:31:23: wenn euch das Thema Vertrauen und Misstrauen interessiert, da hat Aladin sehr viel Kluge es zu erzählen.
01:31:30: Hört ihr gerne mal rein?
01:31:30: Schaut euch gerne mal ein!
01:31:31: Ich wünsche euch einen schönen Tag.
01:31:33: Eine gute Nacht auf bald!
01:31:35: Ölmatze.
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